Das neue Wilkins ...

... hab ich jetzt schon ein paar Tage, daher hier die ersten Bilder und Eindrücke:

Entwurf: Ich
Material: BG 42, Härte 59/60
Länge: 200 mm
Griff: hellgrünes G 11 mit eingesetzten Alu-Buchsen
Filework und False Edge


Wilkins_1.jpg


Scheiden_Wilkins.jpg


Filework_Wilkins.jpg


Griff_Wilkins.jpg


Das Messer war erwartungsgemäss aus der Packung haarscharf, was sich allerdings nach der Zubereitung eines Bauernsalates leider ziemlich gegeben hat :argw: Ist aber egal, die Schärfe wieder hinbekommen ist kein Problem.

Die IWB-Kydex-Scheide, die Kevin gemacht hat, ist handwerklich klasse, macht aber materialbedingt recht schnell Kratzer in die satinierte Oberfläche. Also hab ich die Kratzer wieder rauspoliert und mir eine IWB-Scheide aus Leder gemacht, jetzt ist das Problem erledigt.

Verarbeitung ist allererste Sahne, da gibt es nix zu mäkeln. Die Griffschalen sind mit Epoxydharz unterlegt, da kommt keine Flüssigkeit rein, das Ding kann also sogar in die Spülmaschine :glgl:

Fazit: Nicht billig, aber sein Geld allemal wert, ich habs nicht bereut.

Danke Kevin und Grüsse
Alex
 

maxkos

Mitglied
Ein sehr schönes Stück. Die Messer von Kevin gefallen mir sehr gut. Wie klappt das denn mit dem Wegstecken des Messers in die Lederscheide? Das geht dann nur mit zwei Händen, oder?
 

Nidan

Mitglied
Jo hübsches Messer, aber wieso ist das denn schon nicht mehr scharf wenn man damit nen Bauernsalat gemacht hat ?

Vielicht solltest du da in Zukunft die Bauern rauslassen ! :lach2:
 
Servus,

es waren ein paar Tomaten, etwas Schafskäse, eine Zwiebel, ein kleiner Karton (nicht für den Salat :steirer: ) und ein bisschen Papier zum Rumspielen. Danach hat das Messer noch geschnitten, aber als richtig scharf würde ich es nicht bezeichnen.

Aber wie gesagt, no Problem, zu schärfen geht es gut.

Schönen Abend
Alex
 

swissblade

Mitglied
Interessantes Design! Selber entworfen.....alle Achtung:super:
Aber was ist bitte "G-11":confused: :confused:
Kennen tu ich natuerlich G-10....
Bei der Nahaufnahme des Griffes sieht es fast wie die Beschaffenheit eines Radiergummis aus:irre:
Sorry, bisschen daemlich Beschreibung, kann mir aber sonst nicht weiterhelfen...
 
@ Flaming Moe: Nö

@ Swissblade: Ist ähnlich wie G 10 auch irgendein GfK, die Oberfläche ist riffelig, gibt einen guten Griff und sieht m.M. besser aus als glatt.

VG
Alex
 

Kevin Wilkins

Moderator Forum Kevin Wilkins
Hallo Alex,

ich habe dein Bericht hier gesehen, also anworte ich auch hier.

Ich kann nicht vestehen, dass du mit dem Messer zufrieden bist, wenn es stumm war nach Gemuse schneiden. Ich bin jedenfalls mit solche Ergebiss sehr unzufrieden! Ferner ich kann sowas nicht stehen lassen. Jedes Messer wird mal stumm, aber mehr als ein Paar Tomaten sollen dafür nötig sein. BG-42 ist einer der beste Stähle der Welt für Sportmesser.

So ein Messer wie du es beschrieben hast, ist defektiv, warum kann ich aus dieser Entferung nicht ermitteln. Deswegen bitte ich dich mir das Messer zurück zu senden. Ich möchte das Problem nachgehen, um heraus zu finden woran es liegt. Ich war heute in der Härterei und habe mit dem Meister darüber gesprochen. Wir werden zuerst die Härte prufen. Obwohl beim Endschleifen bin ich sicher das Messer die Härtewerte von RC 60-61 erreicht hat. Dann die Schneide wird untersucht. Ich habe die Schneide dabei nicht so dunn geschliffen wie bei die kleinere Messer, insofern soll sie hätte eigentlich mehr aushalten... werde ich mal sehen.

Wie ich glaube dir erwähnt zu haben, ich war mit meine erste Entwurf für die Griffschallen unzufrieden. Beim zweite - so wie es jetzt ist - habe ich das fertige Messer bei mir in die Küche eingesetzt. Ich habe ein ganzes Schnitzel damit klein gemacht ohne das die Schärfe nachgegeben hat.

Selbstverständlich biete ich dir dein Geld zurück.

Sobald ich das Messer habe kann ich mehr zu die Ursache berichten. Soll ich das Problem nicht wiederholen können, biete ich dir das Geld trotzdem zurück. Oder nach dein Wahl, sende ich dir das portofrei Messer zurück.

Soll ich das Problem wiederholen können, kann ich dir entweder das geld oder ein Ersatzmesser anbieten, weil dein Messer wird nicht zu reparieren sein.

Wie ein Poster hier schon fragte, wenn du auf Keramink Teller oder Steinplatte geschnitten hast, wird das die Ursache gewesen sein. Kein Messer hält sowas aus. Wenn du das Messer poliert hast, ist es fast unmöglich dies zu schaffen ohne die Schneide damit zu treffen. Dazu, kein Messer sollte ins Geschirrspuler!

Falls ich dein Post nicht richtig verstanden habe, bitte ich um Aufklärung hier. Ich stecke viel Arbeit in meiner Messer und die geben viel dafür her. ich möchte den Eindruck nicht hier stehen lassen, das die Tomaten nicht schneiden.

Aber wie gesagt, ich kann es aus der Entfernung nicht sagen wo das Problem liegt. Sobald ich das Messer erhalten habe, werde ich auch hier weiter Bericht erstatten.

bis bald!
 
Zuletzt bearbeitet:
Don´t panic

Hi Kevin,

don´t Panic.

Ich bin mit dem Messer sehr zufrieden, wie ich Dir geschrieben und auch oben recht deutlich gemacht habe.

Das mit der Spülmaschine war logischerweise ein Witz, siehe :glgl:

Poliert hab ich das Messer mit der Polierpaste, die Du beigelegt hast, damit gingen die Kratzer fast völlig raus. Geschnitten hab ich, wie geschrieben, auf Holz.

Ich denke, wir sollten die Sache heute Abend per eMail klären, ich schick Dir eine, wenn ich zu Hause bin.

Ich habe der Sache übrigens keine so grosse Bedeutung beigemessen.

Bis dennen und Grüsse
Alex

PS Ich finds gut, dass Du Dich hier meldest, ist bestimmt keine Selbstverständlichkeit
 

Rowdy_One

Mitglied
Ich ziehe meinen Hut, das nenne ich Kundenservice respektive Kundenbindung. Eigentlich wollte ich die kritische Frage aufwerfen,w ie ein derartigesd Messer durch Gemüseschneiden und Kartonzerlegen (es war offensichtlich nur einer) überhaupt fühlbar (!) stumpfer werden könne, aber der Produzent ist mir zuvorgekommen.

Eine solche Aufmerksamkeit ist einfach unglaublich und ich habe sie für mich in diesem Maß auch noch nie erlebt. Mein Kompliment!

Ich trage mich seit einigerzeit mit dem Gedanken, mir ein Campingmesser zuzulegen, mit dem ich Hackarbeiten verrichte (Unterschlupf und Windschutz), die mein Folder nicht schafft. Selbstverständlich lese ich wie ein Wahnsinniger die Forumsberichte über KaBAr, Busse, F. Kniven, und mit dem Geldbetrag eines Busse im 370 Euro Bereich habe ich mich mittlerweile abgefunden bzw. angefreundet - nicht zuletzt wegen der hervorragenden Garantiebedingungen.

Wenn ich dann allerdings einen Thread wie diesen öffne, in dem Kevin Wilkins persönlich das Wohlergehen seiner Messer verfolgt, dann werde ich wohl noch ein paar Euro drauflegen und mir ein Unikat kaufen, auch wenn ich nie ganz sicher sein werde, welches Messer denn nun für mich das leistungsfähiger sein wird. Auf der einen Seite der Serienhersteller (semi-custom) mit grossen Erfahrungskurveneffekten oder auf der anderen Seite die individuelle Handanfertigung mit Zweckbezogenheit aufgrund der persönlichen Erfahrung der Manufaktur...

Mein Kommentar ist zwar in gewisser Weise off topic, aber ich würde trotzdem gerne Eure Ratschläge vernehmen...

Danke

PS: Das soll übrigens kein Busse gegen sonstwen Vergleich werden, entschuldigung, sondern mehr die Frage, ob eine Individualanfertigung automatisch einer industriellen Kleinserie überlegen sein muss - was für mich nicht selbstverständlich ist.
 
Zuletzt bearbeitet:

Floppi

Mitglied
Original geschrieben von Rowdy_One
sondern mehr die Frage, ob eine Individualanfertigung automatisch einer industriellen Kleinserie überlegen sein muss - was für mich nicht selbstverständlich ist.

Nein, ein handgefertigtes Messer muß nicht einem Serienmesser überlegen sein. Qualitativ kann beides gut oder schlecht sein. Absolut beurteilen kann man so etwas nicht. Toleranzen sind bei beiden Fertigungen gegeben.

Egal, was Dir Busse & Co. versprechen:
Wenn Du etwas zum Hacken suchst, nimm ein Beil.
Wenn Du etwas zum Graben suchst, nimm einen (Klapp-)Spaten.
Wenn Du etwas zum Sägen suchst, nimm eine Säge.
Wenn Du etwas zum Schneiden suchst, dann nimm ein Messer und nutze dieses wirklich nur um zu schneiden. Alles andere ist ein (mehr oder minder schlechter) Kompromiss.

Ich mag Customs mehr. Warum? Ganz einfach: Sie sind sehr viel individueller. Man tritt mit dem Macher in Kontakt, kann seine Wünsche äußern und hat immer einen Kompetenten Ansprechpartner, der gerne und über das selbstverständliche Maß hinaus hilft. Das trifft übrigens auf alles Messermacher hier im Forum zu. :super:
 

rolynd

Mitglied
Also ich hab mir vor kurzem auch mal ein custom von Kevin gegönnt und bin wirklich sehr zufieden mit dem Messer. Ist auch aus BG-42 und hab damit mehr als 15 grosse Kartons zerlegt und diverses andere zeugs geschnitten - das Teil ist immer noch sauscharf!!!
Kevin macht tolle Messer und sein service ist auch grosse Klasse - sieht man ja hier ebenfalls.:super:
Das wird jedenfalls nicht mein letztes gewesen sein...
 

Rowdy_One

Mitglied
@Floppi:

Deine Einwände sind richtig aber meine Überlegungen sehen anders aus: Ich will keine ausgefeilten hocheffektiven Spezialisten sondern einen effektiven Generalisten. Folglich keine Axt, kein Spaten, kein Skinner, kein "Only-Tactical", keine Säge usw. Ich gebe mich mit den Kompromissen eines Campknives zufrieden, solange es hackt, ein wenig gräbt (mit Vorsicht), Holz zerspant und einem ausgewachsenen Grizzly von 350 kg in Schach hält...Im Endeffekt soll es mit beiim Windschutz bau und Feuermachen helfen (Späne und Brennholz, wobei ich letztere auch mit Brachialgewalt zurechtbrechen kann). Es soll die Arbeiten übernehmen, die mein Stryker nicht so recht verrichten will...

Die Frage ist nun, ob ich besser auf eine Serienfertigung zurückgreife, weil Customs zu schade sind und sich in der Vitrine wohler fühlen, oder ob NUR eine individuelle Handarbeit in Frage kommt, weil ausschließlich eine solche auf meine individuellen Ansprüche Rücksicht nehmen kann, i.e. Klingenform, Maße, Stahlsorte, Griffmaterial, Scheide usw...

Wie sieht ihr das, speziell beim Campknive? Mir ist schon bewusst, dass unzählige Soldaten und Camper mit Grossserienmessern unterwegs sind, und dass der Grenznutzen eines besonders teuren Campknives eher gering anzusiedeln ist. Aber trotzdem möchte ich meine Messerwahl optimieren.

Ich freue mich über Anregungen

R1
 

neo

Mitglied
also ich kann mir auch beim besten willen nicht vorstellen, daß das Messer von kevin aus BG-42 nach dem bissle karton und bauernsalat abgestumpft ist. ich denke hier handelt es sich um ein versehen. Das Messer, welches ich von kevin habe war und ist nach diverser schneiderei sauscharf und es ist nicht aus BG-42.

UND ANSONSTEN KANN ICH MICH DEN ANDEREN NUR ANSCHLIE?EN:
a. Kevin ist wirklich absolut Kundenorientiert und verläßlich
b. ein custom ist einfach persönlicher als ein serienmesser
(was im ernstfall, wenn man es verliert oder es kaputt geht, einen auch wesentlich mehr ärgert!!)

Gruß neo
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Original geschrieben von Rowdy_One

Wie sieht ihr das, speziell beim Campknive? Mir ist schon bewusst, dass unzählige Soldaten und Camper mit Grossserienmessern unterwegs sind, und dass der Grenznutzen eines besonders teuren Campknives eher gering anzusiedeln ist. Aber trotzdem möchte ich meine Messerwahl optimieren.

Was ist schon besser/schlechter. Ich sehs so. Schneiden tun alle. Bei begrenztem Budget wuerde ich mir ein Fällkniven kaufen. Die taugen was und sind bezahlbar. Wenn ich mehr Geld ausgeben kann oder will, hab ich die Alternative, irgendein SuperduperImage Teil zu kaufen, also sowas wie Busse, Maddog, Strider und sonstwas oder alternativ mir ein Messer bauen zu lassen. Ein fixed von Kevin oder Günter tut sich preislich mit obigen Serienmessern nix. Nur ist es indviduell.

Zum Thema "zu schade". Wenn man ein Messer einsetzt, bekommt es Gebrauchsspuren. Warum sollte ich aber ein Custom fuer 400EUR in der Vitrine lassen, und dafuer ein Serienmesser fuer 350EUR verwenden? und so um den Dreh bekommt man schon ein handgemachtes Outdormesser.

Wenns da noch mehr zu sagen gibt, machen wir lieber einen neuen thread auf.

Gruesse
Pitter