Das gute Beil [Gränsfors!] [wie Stiel ölen?]

Jay_Dee

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Das gute Beil

Hallo!

In meinem Schwedenurlaub diesen Sommer ist mir doch tatsaechlich mein gutes Beil beim Hacken kaputt gegangen.
In Schweden gibt es ja diese Lanthandel, also ein groesserer Baumarkt. Aber nicht zu vergleichen mit den hiesigen Maerkten, wo doch die sprichwoertliche "Baumarkqualitaet" zu finden ist ;)
Der Mitarbeiter dort empfahl mir die Firma Gränsfors, und ich kaufte nach kurzer Ueberlegung das Forstbeil.
Ich musste nicht lange damit im Wald werkeln, bis ich feststellte, dass dieses Teil wirklich das Beste ist, was mir an Beilen je untergekommen ist. Superscharf, mittlere Aeste (auch nasse!) hackt das Ding durch wie Butter.
Ich habe mich bewusst fuer das Forstbeil entschieden, da ich die Kraft des laengeren Stieles ausnutzen moechte.
Das Trekkingbeil ist mir da zu klein. Es ist zwar etwas kompakter, und daher besser fuer den Rucksack, fuer die teilweise doch groesseren Feuerholzaktionen ist es mir zu fitzelig.

In dem Baumarkt gab es uebrigends auch Aexte von einer anderen Firma, die Handarbeit einsetzt. Habe leider den Namen vergessen, war aber auch etwas mit ...fors am Ende. Hagfors, Stofors.. ne da bin ich nur durchgefahren. :)

Ich habe eine Frage zu dem Stiel.
Da das Holz mit der Zeit austrocknet, wurde es ja mit einem Oel behandelt. Diese Oelung soll man aber mit der Zeit wiederhohlen.
Welches Oel ist dafuer nun am Besten geeignet?
Balistol, Lederfett?


Gruss...
 

omo

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Für das Holz würde ich Leinölfirnis zu 50% verdünnt mit Terpentinersatz verwenden. Das Holz solange mit dem Gemisch einreiben, bis es nicht mehr annimmt. Nach einer halben Stunde den Überstand entfernen und die Lappen entsorgen, da sie sich selbst enzünden können.
 

Andreas

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Ich benutze die Äxte und Beile von Gränsfors jetzt über 5 Jahre, ab und zu mal mit etwas Ballistol einreiben reicht imho vollkommen.
 

Bene686

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erlichgesagt hab ich noch nie nen schaft von ner axt eingeölt wenn würd ich auch leinöl nehmen , ansonsten viel arbeiten , dann wirds von allein speckig ;-)
 

Leonardo75

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Nimm kein Lederfett, sonst wird es rutschig.

Leinölfirnis ist schon ok, das braucht zwar lange zum aushärten ist aber nostalgisch und wirklich gut. Ich reibe auch die Klinge von rustikalen Messern mit Schmiedetextur damit ein und natürlich auch Hämmer und Äxte (also den Stahl!). Und seitdem habe ich weniger Probleme mit Rost gehabt.

Gruß Leo.
 

Leonardo75

Mitglied
Hab noch vergessen zu erwähnen, dass ich eine Wetterling Axt habe, die angeblich auch handgemacht ist und aus Skandinavien kommt.

Hat zwar kein "fors" im Namen, aber die Zeit verwischt manchmal die Dinge.

Viele Grüße
Leo.
 

Leonardo75

Mitglied
Hallo Camig,

das Leinöl zieht ja ein und härtet irgendwann aus. Dann rutscht schon nichts.

Zur Griffverbesserung kann man natürlich auch nach dem Ölen mit einer Raspel gröbere Spuren auf dem Stiel hinterlassen. Bei den Schmiedehämmern habe ich es immer gemacht, beim Beil könnte man allerdings auch dran hängenbleiben und sich Splitter reinreissen.

Viele Grüße,
Leo.
 

Andreas

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Ich sprach von "ETWAS" Ballistol .... ich ertränke doch keine Werkzeuge (Messer, Beile, Äxte) in dem Zeug! :D
Lappen, Ballistol auf den Lappen, abwischen. Fertig. Nach 5-10 Minuten ist das Holz trocken.
 

frogfish

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Hallo
habe auch 2 gränsforsäxte, behandle Stiehl und kopf regelmäßig mit Ballistol, rutscht nicht, keine probleme so weit (-:
Benutzt werden sie viel und regelmäßig...
 

Jay_Dee

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Najut, dann werde ich das mal so machen.
Ich schaue mal nach, da ich mit den Ersatzstiehl von dieser anderen Firma gekauft habe. Von Gränsfors waren keine da.

Sage dann nochmal Bescheid.
 

zorro_43

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Rohes Leinöl gibt es zum Beispiel in der Lebensmittelabteilung.
Es braucht sehr lange bis es hart wird.
Zum Nachölen aber durchaus geeignet. Und wirklich ungiftig.
Leinölfirniss ist verarbeitetes Leinöl. Es enthält auch sehr giftige Trockenstoffe (Bleihaltig).
Trocknet wesentlich schneller (1-2Tage).
Auch geeignet. Gibts im Baumarkt und ist billiger als all die Holzöle,
die auch nichts anderes sind.

Zorro