Das erste Messer für die Tochter

HoneyBadger

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Sehr gerne. Einige Kommentare zuvor hatte ich bereits zwei Messer positiv hervorgehoben und erklärt, dass eins davon in der engeren Auswahl ist. Im Moment steht auf dieser Liste nur dieses eine Messer. Da würde ich gerne noch ein paar Alternativen dazuschreiben. Bzgl. Spezifikationen selbst, siehe Kommentare generell.

Ich wurde hier noch auf die Idee eines kleinen Santukos gestoßen. Das finde ich recht charmant. Das von Schanz schneidet sicher toll, ist nur optisch für meine Tochter etwas zu "langweilig".
 

knifeaddict

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@HoneyBadger also am Griff sollte es bei Jürgen nicht scheitern...er hat eine Riesenauswahl an Griffmaterialien...
Auch Änderung der Klinge ist kein Thema

Hier mal 3

42047735py.jpg
 

HoneyBadger

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Was heißt Änderung der Klinge sind kein Thema? Ich sehe eigentlich nur glatt polierte Klingen auf der Website. Und eben die sind raus aus der Auswahl. Formen, die ich dort gesehen habe, sind durchaus gut. Das kleine Santuko, wie gesagt, ist echt nicht verkehrt.
 

HoneyBadger

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Ziemlich genau deswegen bat ich mehrfach darum, das Thema nicht zu verlieren. Ich habe zu den Impulsen bereits auf Seite 1 Danksagung sowie Rückmeldung gegeben. Danach hat man sich dann drei mal in völlig anderen Themen verloren. Ich zitiere nochmal...

Danke schon mal in die Runde. Ein kleines Santuko könnte tatsächlich was sein. Allerdings passt das von Schanz nicht. Sie mag einfache Klingen nicht. Der Griff sollte auch nicht unbedingt pink sein. Sie ist eher Kategorie "immer einen frechen Spruch auf den Lippen" als "Püppi". Motorik ist kein Problem. Wie gesagt, habe ich sie Stück für Stück heran geführt. Inzwischen nutzt sie alle meine Messer frisch geschärft ohne Aufsicht und pflegt sie direkt danach auch selbständig. Sie schneidet fast nur im Wiegeschnitt.

Danke bis hierher für die Impulse direkt im Forum, per PN und per Facebook.

Anfertigen lassen wurde beispielsweise in den Raum geworfen. Die Idee ist im Kern gut, allerdings ist das für mich eher die nächste Eskalationsstufe, wenn ich sehe, dass sie da langfristig am Ball bleiben möchte. In dem Alter ist das ja noch nicht so ganz klar. Das soll jetzt erstmal eine unterstützende Motivation sein. Ich habe quasi direkt nebenan die hohenmoorer Schmiede. Wenn sie nachhaltig Spaß an der Sache entwickelt und sich verbessern möchte, werde ich ihr da wohl mal ein Papa/Tochter-Wochenende buchen.

Bzgl. "langweiligem Design" zitiere ich sie hier ehrlicherweise. Ich habe ihr mal auf den Zahn gefühlt und glatt polierte Klingen findet sie optisch langweilig. Rustikal mit schwarzen Schmiederückständen ist auch nicht ihrs. Hammerschlag oder anderweitige Muster in der Klinge gefallen ihr gut. Aus ihrer Sicht schneiden die guten Messer alle gleich super gut. Hier in der Forendiskussionen wird das natürlich differenzierter betrachtet. Aus ihrer Sicht ist das jedoch sicher valide.

Griffe mit Epoxidharzbestandteilen könnten durchaus eine Option sein.

Hier mal ihr Lieblingsmesser aus meiner Sammlung als Orientierung. Das obere im Bild ist es.

PicFlash.org - IMG_20201124_135641GME08S.jpg

Zum Thema Aliexpress bin ich etwa skeptisch. Habe bis jetzt nur gehört, dass es dort quasi ausschließlich Schrott zu kaufen gibt. Selbst habe ich keine Erfahrung damit. Das liegt allerdings daran, dass ich so Buden wie Amazon und Co. möglichst meide. Immer klappt es nicht. Aber fast. Das ist für mich eine Prinzipsache.

VG


Das zweite Auto aus Deiner Liste kommt schon mal in die engere Auswahl. Danke. :) Insbesondere die blaue Variante finde ich ganz nett. Nr. drei ist insbesondere beim Griff sehr schön, wie ich finde. Allerdings ist es auf Grund des Stahls raus. Der ist nicht rostfrei. Meine rostenden Messer pflegt sie zwar gewissenhaft hinterher, allerdings mag sie das Messer auch mal einfach eine halbe Stunde liegen lassen können.
 

DirkWitten

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Im Prinzip gibt es ja schon klare Eckdaten.

1. Hammerschlag bzw. keine glatten Seiten der Klinge.
2. Griffbeispiel aus dem Foto vom Lieblingsmesser.
3. Vernünftiger Stahl, möglichst rostfrei.
4. Motorisch mehr junge Frau als Kind.
5. Kein "pink" ;)
 

tiffel

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Normale Santokus beginnen bei 16,5 cm. Kleinergleich 14cm würde ich als "kleines Santoku" bezeichnen. Ja die kleinen sind charmant, wenn man noch was größeres hat. Aber wenn du sagst die Tochter sei 14 muss es ja kein kleines mehr sein. 12,5 finde ich dann zu klein. 14-15 cm finde ich noch ok. Schmale Klingen sind auch nicht wirklich gut, wenn man die Finger nur schwer drunter bekommt, ohne dass sie das Brett berühren. Von Kai gibt es zwei in dieser Länge, Shun und Mälzer.
 

Bukowski

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Bling-Bling Klassiker mit solide dünnem Schliff...

Kai Shun Classic 14cm Santoku: kai-messer.shop

Kai Shun Premier 14cm Santoku: kai-messer.shop

Ich hab direkt die Herstellerseite verlinkt, in anderen Shops gibt's das zweite auch noch auf Lager. Einfach mal googeln falls es gefällt.

Edit: tiffels Post zu spät gelesen.
 

DirkWitten

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recht eindeutig "kleines Santuko"

... analysiere das mal in der Praxis mit der Tochter, Santoku ist ja ein Messer der drei Tugenden (Fleisch, Fisch, Gemüse) und wurde damals, als man sich mehr und mehr auch mit der Fleischverarbeitung beschäftigte, als universeller einsetzbares Messer "erfunden" von den reinen Messergenen aus der Zeit für den Druckschnitt gefertigt. Wiegeschnitt geht problemlos mit gebogenen Schneiden und auch da gibt es Optimierungsmöglichkeiten im Detail. Es gibt ja durchaus Unterschiede in der Klingengeometrie, Santoku-Messer habe ich schon mit stärker und weniger stark bis hin zu fast kaum gebogenen Schneiden gesehen. Du hattest ja eingangs erklärt, dass sie den Wiegeschnitt so liebt und dazu sollte die Schneide durchaus eine geeignete Biegung vorweisen und nicht unbedingt "fast grade" sein.
 

Bukowski

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Zwilling Miyabi hat noch kleine Gyutos mit 13 bzw. 16 cm im Programm:

Fachhandel Heucher: MIYABI 5000 FCD Shotoh 34680-131-0

Fachhandel Heucher: MIYABI 5000 FCD Gyutoh 34681-161-0

Wiegeschnitt geht halt angenehmer je länger und bauchiger die Klinge, da sind kurze Santokus eher kontraproduktiv. Da würde ich eher zu einem 20cm+ Gyuto tendieren. Gibt es z.B. innerhalb der genannten Kai Shun und Zwilling Miyabi Serien aber alles. Vielleicht einfach mal in einen Fachhandel gehen, der die Serien führt und auf dem Brett mit verschiedenen Messern Trockenübungen machen.

Klassisches Wiegeschnitt-Profil hat z.B. das Herder 1922 (nicht als Kaufempfehlung sondern bildliche Verdeutlichung zu verstehen):
40933751sf.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:

HoneyBadger

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Ich schau mir ihr Handling die Tage nochmal bei einem kurzen Messer an. Das zweite Miyabi sieht auch gut aus. Kai spricht mich irgendwie nie an. Ich kann ehrlicherweise nicht mal erklären, warum. Ich glaube am Ehesten, weil der Melzer nur für seinen Namen mitverdienen will. 😅
 

Bukowski

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Letztlich soll es deiner Tochter ja gefallen. Die Kais sind wirklich ganz gut geschliffen, das ist für mich bei einer Empfehlung das Entscheidende. Zudem sind sie sauber verarbeitet. Nur nach Optik empfehlen widerstrebt mir.

Wenn es eine kürzere Klinge sein soll, sie aber wirklich überwiegend wiegt, wäre das 16cm Gyuto wahrscheinlich keine schlechte Wahl. Die Klinge ist bauchig und hoch genug, damit die Finger auf dem Brett noch Platz haben und beim wiegen nicht aufschlagen.
 

tiffel

Mitglied
Das MIYABI 5000 FCD Gyutoh 34681-161-0 das Bukowski oben empfiehlt ist ja von Größe und Form mit dem Xinzuo vergleichbar, das ich vor ein paar Beiträgen empfohlen habe, weil es mir schien, dass es dem Anforderungsprofil am ehesten entspricht. Wenn also Ali nicht in Frage kommt, würde ich das Miyabi in Betracht ziehen, zumal der Damast wirklich schön ist. Allerdings wie gesagt, wenn man das Wiegen wirklich ernst meint, dann sind auch 6 Zoll zu kurz. Die Form des verkleinerten Kochmessers wiegt zwar besser als ein gerades Santoku, aber nicht so gut wie ein großes Kochmesser. Da bleibt aber nichts anderes übrig als zu entscheiden, was man will, was persönlich Priorität hat.
 

ebenezer

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@ HoneyBadger:
Du schreibst einerseits, dass das "zweite Auto" für Dich in der engeren Wahl ist, andererseits kommt Ali nicht in Fage.
Die Messer von diesem holländischen Versand sind definitiv auch Chinamesser. Nur dass sie für ihn einen Phantasienamen bekommen haben, und so nicht mal
der Hersteller identifizierbar ist. Du hast also keinerlei Hinweis, wie gut die Klingengeometrie ist, wie dick, wie fein ausgeschliffen und und und.
Da bist Du aus meiner Sicht eher noch unsicherer unterwegs, als mit einem Xinzuo von Ali.
Die Xinzuos von Ali sind nicht schlecht. Habe selber zwei davon.
Ich würde sie aber nur empfehlen, wenn Budget wirklich das zentrale Thema ist.
In Deinem Fall, wo das Messer auch langfristig noch einen sentimentalen Wert für die Tochter haben soll, würde ich keinesfalls ein Chinamesser
nehmen, sondern etwas, das einen besseren Ruf hat.
Nicht dass der Gedanke "mehr als ein Chinamesser war ich ihm nicht wert" sich nach vorne drängt.
 

tiffel

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ebenezer: Meinst du, das ist in 5 Jahren auch noch so. Ich würde prognostizieren, dass sich die Preise annähern und dann heißt es vielleicht: Schon damals vorausschauend auf die guten Chinamesser gesetzt. Zudem ist das sowieso reiner Geldfetisch. Wenn es günstig ist, ist es nix. Wenn's teuer ist, ist es gut. Das sollte man seinen Kindern nicht mitgeben. Die xinzuo kosten bei Amazon schon jetzt 95€ (Damastkochmesser 21cm). Über kurz oder lang ist es aus mit der günstigen Messerbezugsquelle.
 

ebenezer

Mitglied
Nein, ich meine, dass die Chinamesser nicht uneingeschränkt gut sind. Da gibt es sehr wohl Defizite, die man aber aufgrund des Preises akzeptieren kann, sofern Budget das Hauptthema ist.
Aus meiner Sicht ist ein Xinzuo (gilt für die, die ich habe) meilenweit besser in der Anwendung und auch in der Verarbeitung als ein X-beliebiges Solinger Großserienmesser ab Werk.
Aber im Vergleich zu anderen, handwerklich hergestellten Messern, bei denen gerade auch im Hinblick auf die Schneideigenschaften im Detail mehr auf das Ergebnis geachtet wird, ist mehr Glücksspiel dabei.
Und eine Rückgabe, weil man gerade zufällig ein Exemplar erwischt hat, bei dem Schneide oder die Spitze nicht fein genug ausgeschliffen ist kannst Du vergessen.
Meine beiden sind mir an der Spitze zu dick, und der VG10 dürfte für mich höher gehärtet sein. Da legt sich mir die Schneide zu schnell um. Hab ich schon standfester erlebt.
Deshalb kann ich sie nicht uneingeschränkt, und als Geschenk von bleibendem emotionalen Wert schon gar nicht empfehlen.
Darum würde ich zu diesem Zweck am Besten im Laden oder einem vertrauenswürdigen deutschen Versand kaufen, wo man solche Stücke, die für den Messerliebhaber als eher nicht so gelungen
einzuordnen sind aussortieren oder problemlos retournieren kann.

Ja, in China gehen aktuell die Preise sehr nach oben. Und die Mehrwetrsteuer kommt jetzt auch noch drauf.
Ich denke, das machen die nur so lange, bis jeder sagt, warum soll ich zu diesen Preisen noch in China kaufen?