Damast als Dreilagenstahl

Hallo,

erstmals vielen Dank für all Eure Antworten auf meine anderen Fragen, die ihr mir schon gegeben habt. Ich bin nicht immer online, lese aber alles.

Jetzt hab ich eine spezielle Frage:

Gibt es eine Damaststahl in der Art von einem Dreilagenstahl - ich meine damit einen harten Kern aus Damaststahl, umgeben von einem zäheren Damaststahl.
Wo kann man diesen bekommen? Oder kann man ihn schmieden lassen?
Der Zweck wäre für ein Jagdmesser. Ich habe bereits eines aus einem schwedischen "normalen" Dreilagenstahl und bin damit sehr zufrieden.

Gibt es eine empfohlene Dicke der Klinge des fertigen Damast-Messers (Klingenlänge ca. 13 cm)? Welche Klingenform, Schlifform und welches Holz könntet ihr mir empfehlen?
Ich bin immer noch am überlegen, ob es in der Art eines Intgeralmessers sein soll.

Vielen Dank nochmals für Eure Antworten

Alex;)
 

Claymore

Mitglied
Hi Alex,

wenn du Fragen hast, schick mir einfach ne Mail oder ruf mich an.
TelNr auf der Website.
Ich denk das lässt sich alles beantworten.



gruß

Peter
 
Habe so ein Messer schon gesehen.Innen 1290 Lagen Damast und Außen 60 Lagen.Die Klinge ist von einem Bekannten von mir.Das Messer von einem andern Bekannten ,der ist aber nicht Online und ich weiß nicht ob es noch zu haben ist.Ich weiß nicht ob das Messer dir gefallen würde,oder wolltest du nur eine Klinge?Der Schmied fertigt auch ab und zu Damastklingen an .Wenn mal Zeit ist ,warte aber auch noch auf Material von ihm.

gruß
der schmied
 

Friedl

Mitglied
Hallo Alexander,
also ich würde dies (Damast von Damast umhüllt) für eine Tautologie (doppelt gemoppelt, weißer Schimmel) halten. Durch abwechselnd weiche und harte Lagen in einem viel feineren Gefüge ist ja der Vorteil eines 3-lagen-Stahls bei Damaszenerstahl schon weit (über-)erreicht. Eine zusätzliche Umhüllung somit überflüssig.
Aber frag´ doch einfach Roman, denn der kennt sich, wie ich seit dem letzten Müncher Treffen weiß, mit sowas bestens aus.
gruß Friedl
 
Zuletzt bearbeitet:

Claymore

Mitglied
Eine Konstruktion in der Art eines Dreilagenstahls, bei der eine 'harte',verschleißfeste Schneidlage eingesetzt wird, flankiert beidseitig von einem Zäheren Material, kann sehr gut als Damast ausgeführt werden.
Da gibt es keine Widersprüche in sich.

Bei einer verschleißfesten Schneide will man ja keinen 'weichen' Stahl oder gar Eisen in der Schneide, also wählt man eine Stahlkombination Hart/Hart oder Hart/zähhart für die SChneide und eine Damastkombination zäh/zäh oder zäh/zähhart für die Seitenlagen, damit hat man wenn man die einzelnen Damastlagen betrachtet, den aufbau eines Dreilagenstahls, bei dem jede Lage aus einem Damastpaket besteht.
Man erhält eine Damastklinge mit verschiedenen Klingenzonen.
Seiten Zäh, Schneide hart.


Hierbei weicht man bewusst von der oft allgemein angenommenen Ausgangssituation Damast = Kombination aus hart und weich ab.

Die Kombination harte/weiche Lage um die Bruchempfindlichekeit zu mildern, funktioniert nur bei wenigen Lagen, ansonsten habe ich aufgrund der Kohlenstoffdiffusion einen ausgleich des C-Gehaltes.
Ich gehe jetzt nicht näher auf andere Legierungsbestandteile wie Nickel etc. ein, die schwerer oder garnicht diffundieren.

Nehme ich hochkohlenstoffhaltige Stähle, die ich kombiniere, sei es um ein Muster zu erhalten => Optik, oder um das Potential verschiedener Stähle zu kombinieren => Leistung, habe ich ggfls. das Problem, das die Klinge sehr hart aber auch schockempfindlicher wird.
Dann kann ich den Weg gehen die Seiten mit einer zähen kombination zu puffern.

Eine andere Möglichkeit ist es die Klinge selektiv zu härten.
Der Rücken bleibt dabei elastisch.
Dadurch wird eine harte Klinge schockunempfindlicher.
Aber nicht so unempfindlich wie eine Klinge aus dem endsprechend zähen Material.

Bedenkt man wo die Dreilagenstähle traditionell eingesetzt werden, Regionen wie Schweden Lappland etc. in denen es im Winter sehr kalt werden kann, und man schon mal das Verhalten eines Härtbaren Stahls bei minustemperaturen im Kerbschlagbiegeversuch beobachtet hat, ( der härtbare Stahl, obwohl ungehärtet bricht wie trockenes Holz) ergibt sich die Wahl eines von Natur aus zähen Stahls von selbst.

gruß

Peter
 

roman

MF Ehrenmitglied
Nun ich denke Claymore hat alles gesagt was wichtig ist. Machbar ist das alles ohne weiteres.
Ist nur eine Kostenfrage mit welchem Aufwand das ganze durchgeführt werden soll. Also welche Kombination Du in der Schneide haben willst und mit welchen "elastischem" Dekor Du deine Aussenlagen machen möchtest, das kann von ganz einfach bis zu Mosaik...gehen, oder von ganz stark bis ganz dünn. Gell Peter ;-)))

Je aufwendiger desto mehr Arbeit muss man eben bezahlen..