dämmung für gasesse

sgrimm

Mitglied
Hallo,

die Addresse ist

http://www.silca-online.de/

Die Frage ist nun, welche Material ist nun für die Gasesse geeignet? Ich habe da Silcaflex gefunden, das bis 1600°C geht. Bin mir aber icht sicher wie es sich verarbeiten läßt.

Hier die Details aus dem Datenblatt:

Keramikfaserprodukte Datenblatt 40.0
Temperaturrichtwert : bis 1600 °C
Produktbezeichnung : SILCAFLEX Matten & Wolle

SILCAFLEX ist eine keramische Faser auf der Basis von Aluminium- und Siliziumoxyd. Sie ist lanfaserig und lässt sich zu diversen Produktformen, wie z.B. Matten, Schnüren, Papier, etc. verarbeiten.


BESONDERE MERKMALE:
hohe Temperaturbeständigkeit
ausgezeichnete Temperatur- wechselbständigkeit
niedrige Rohdichte
geringes Wärmespeicher- vermögen
gute Reissfestigkeit
gute Wärmedämm- eigenschaften
leicht zu verarbeiten
hohe chemische Beständigkeit
shottarm

Gruss Stephan (2)
 

stephan

Mitglied
hi sgrimm
hab dein mehl zuerst gelesen,jetzt hast du remehl
wenn ich was neues über silcaflex weiss schreib ichs hier
 

sgrimm

Mitglied
Dämmmaterial Silca Anfrage

Hallo,

habe gerade bei Silca angerufen und Silcaflex und Kleber gefragt. Also die Mindestmenge auf der Rolle liegt bei 4qm und bei einem qm Preis von 14,80 ohne Mwst und Verpackung. Den kleber gibt es im 10kg Eimer und kostet 6,40€ pro Liter. Während des Gesprächs hat sich aber folgendes Problem ergeben:

Der techn. Leiter meinte, daß man die Wolle senkrect montieren müßte und max. 4m/sek aushält. Mit anderen Worten, bei einem Gasbetrieb würde sich die Dämmung mit der Zeit auflösen. Desweiteren empfahl er mir, daß die Wandung bei einer 5kg Flasche zu dünn ist und somit einer zu hohe Außentemp. erreicht werden würde.
Alternativ bot er mir ein vacuum geformtes Rohr mit einer höheren Dichte an, das ebenfalls bis 1400°C geht . Es handelt sich dabei um eine Sonderanfertigung mit folgender Spezifikation:

SILCAFLEX 143-13 ein gehärtetes vakuumgeformtes Rohr in SILVAVAC 143-28 NG
anbieten.
Da = 200mm, Di = 100mm, Länge = 200 zum Preis von 80 Euro/ Stk. zuzüglich
MWSt. und Fracht.

Es handelt sich um eine Faser mit KT: 1430 °C , Rohdichte 280 kg/m3.

Frage an die Experten nun - wie habt Ihr das mit Euren Gasessen hingekriegt, daß das Material nicht weggeblasen wird und eine haltbare Verbindung zwischen Metallrand und Keramikwolle existiert? Lt. dem techn. Leiter sollte die Wolle auf einer Metallschiene senkrecht aufgebracht werden.

Gruss Stephan
 

roman

MF Ehrenmitglied
habe vor zwei wochen eben auch die gleiche firma dau kontaktiert und kleber und flies bestellt so auch das vakuumgeformte Rohr. Laut Aussage von Achim W funktioníerts recht gut. Claymore bastelt das zeug auch gerade zusammen. Ich sitze auch schon auf "Kohlen" wann das Zeug endlich kommt.
Hab auch ne 5 KG Flasche für die kleine Version vorbereitet und eine stehenede Version mit dem Rohr bin schon gespannt.
 

Claymore

Mitglied
die Esse auf Basis einer 11 kg Flasche ist fast fertig, dann kommt eine auf basis 5 kg flasche.

Wenn die Flasche geeignet ist die Gasdrücke auszuhalten, wird sie wohl als gehäuse für ein bischen keramikwolle und Mörtel/Kleber geeignet sein.


Ich habe über ein jahr lang eine transportable Esse auf basis eines Farbeimers aus Blech genutzt und teilweise quer durch dutschland kutschiert.
Nun löst sie sich auf.
Hat mich gewundert das sie überhaut so lange gehalten hat.
Die Keramikwolle nicht der direkten Flamme ausetzen, diese brennt/bläst die Wolle weg mit der zeit.

Isolieren mit Keramikkleber oder schamottemörtel, da muss man aufpassen, das er die TEmp. aushält.
ein etwas dickerer mantel, im inneren bildet mit der größeren masse einen guten wärmespeicher.
ich bringe auf die wolle den schamottemörtel auf, als abschließende schicht werde ich den kleber einsetzen.
den kleber alleine mag ich nicht als isolierung nutzen (meine meinung)
andere machens anders und es funktioniert auch.
Einfach mal ein wenig experimemtieren.


peter
 

sgrimm

Mitglied
Innenbeschichtung für Gasesse

Hallo,

ich hab nochmal bei Ron Reil auf der Seite wegen des Aufbaus mit Keramikwolle nachgeschaut. Dort wird ITC-100 als Keramikzement auf die Wolle aufgetragen, damit die Fasern nicht während des Betriebes weggeblasen werden. In Deutschland kann man ITC-100 ebenfalls über einen Generalimprteur aus Irland beziehen, der verlangt allerdings ein irre Geld. dafür. Die Seite hab ich auf einer Töpferseite gefunden.
Alternativ gibt es in Deutschland einen Hersteller, der lt. Datenblatt genau das gleiche herstellt.
http://www.ceprotec.de/coating_d.html
Ich will hier keine Werbung für igrendwelche Firmen machen sondern vielmehr es den nachfolgenden ein bischen einfacher machen. Hab die Firma bzgl. Preise angemailt und erhielt folgende Antwort:
<SNIP>
Unsere Produkte eignen sich sehr gut für eine derartige Anwendung, da
nicht
nur die Unterkonstruktion, vor allem bei Fasern(Matten oder Module)
sowohl
thermisch als auch gegen Erosion geschützt wird, sondern auch eine
zusätzliche Wärmerefflektion und dadurch eine verbesserte
Isolationswirkung
erzielt wird.

Wir empfehlen hiefür unser Produkt CeProTec CC 180 W.

Noch effektiver wäre eine Beschichtung der jeweiligen Grundisolierung
mit
unserem Produkt Mastic HT, die nach Trocknung wiederum mit CC 180
bestrichen
wird, um den o.e. Effekt noch zu verbessern.

Kleinstes Standard Gebinde für Coating ist ein 5L Eimer bei einer
Mindestmenge von 8 Gebinden. Preis 68,- EUR/Gebinde

Selbstverständlich bieten wir auf Wunsch auch 1L Gebinde an: Preis 19,50
EUR/Gebinde

<SNIP>

Schamott scheint die Wärme zunächst aufzunehmen und nicht die ideale Isolierung zu sein - funktioniert aber natürlich auch.

bis dann

Gruss Stephan
 

Claymore

Mitglied
Grade um die Wärmeaufnahme/Speicherung geht es mir dabei.
Ich will ein (Wärme)speichermedium in den Brennraum einbringen um durch die Rückstrahlung bei aufgeheiztem Mantel eine gleichmäßigere , bzw. Stabilere Temperatur zu erhalten, die auch bei abgeschlstetem Brenner noch anhält.
Das die Esse dann länger braucht um aufzuheizen, bzw. abzukühlen, ist für meine Belange ok.

Ich habe einen pastösen Keramikkleber ausprobiert.
dieser hat mir persönlich aber nicht so zugesagt.


aber jeder auf seine Art.
:steirer:


peter
 

Günther

Mitglied
Bitte nicht schlagen, weil ich den alten Beitrag wieder aufwärme, aber...


Ich hab jetzt seit mehreren Tagen so ziemlich alle Beiträge durchwühlt, die sich mit dem Bau von Gasessen beschäftigen,bin jetzt aber fast noch unsicherer als vorher.
Da hier hautsächlich die Isolierung besprochen wird, hab ich meine Frage hier angereiht.


Ich habe vor, diese mit zwei Arbeitskollegen gemeinsam zu bauen.Brenner haben wir schon gebaut, funktioniert einwandfrei.
Fehlt nur noch der Brennerraum.
Einem der beiden schwebt folgende Konstruktion vor:

Außen:Stahlrohr mit Durchmesser 32cm innen Länge ca. 50 cm

dann Isolierschicht aus Keramikwolle kann nicht genau sagen, um welche es sich handelt, ist aus dem Gießereibedarf

dann Feuerzement auch aus dem Gießereibedarf

und ganz innen ein Schamottrohr wie es für Rauchfänge innen verwendet wird.

Bitte helft mir weiter,ist diese Konstruktion brauchbar?


Grüße, Günther.
 

Claymore

Mitglied
Warum willst du innerhalb des Feuerzementes nochmal ein Schamotterohr einsetzen ?

Wichtig wäre es die Temperaturbeständigkeit der Wolle und des Feuerzementes zu kennen.
Da gibt es ganz enorme Schwankungen bei den Materialien.


gruß

Peter
 

Günther

Mitglied
Hallo Peter,

habe gehofft, das Du antworten würdest.

Wie gesagt, ist diese Idee nicht von mir, sondern die beiden anderen haben mich überstimmt.
Die Idee mit dem Rohr ist die, das die Keramikwolle geschont wird,und nicht so wie bei Feuerzement kleine Stücke abbröckeln können.
Außerdem sollte die Wärmespeicherung besser sein.

Wegen der Temperaturbeständigkeit der Wolle muß ich mich erst erkundigen.

Grüße aus Österreich, Günther.


P.S:
Noch einmal danke für Deine Tips per Mail zur Brennerfrage.
 

Claymore

Mitglied
Das Schamotteroht hält die hohen Temperaturen (Feuerschweißen) auf Dauer nicht aus, so meine Erfahrung. Ein entsprechend hitzebeständiger Feuerzement in entprechender Wandstärke reicht da völlig aus.


Peter
 

Günther

Mitglied
Auch wenn´s einige nervt, ich muß noch einmal fragen:

Und zwar der genaue Aufbau:

Außen Stahlrohr
dann Kleber (Silcadur 140 A???)
dann eine Lage Silcaflex Matten
dann wieder Kleber???
eine zweite Lage Silcaflex Matte
Dann Feuerzement (aus dem Baumarkt?),bei Silca habe ich jedenfalls nichts derartiges gefunden.

Danke für Eure Antworten.

Grüße, Günther.
 

sanjuro

Mitglied
Wärmedämmung einer Gasesse

Günther schrieb:
Auch wenn´s einige nervt, ich muß noch einmal fragen: Außen Stahlrohr
dann Kleber (Silcadur 140 A???)
dann eine Lage Silcaflex-Matten
dann wieder Kleber???
eine zweite Lage Silcaflex-Matte
Dann Feuerzement (aus dem Baumarkt?),bei Silca habe ich jedenfalls nichts derartiges gefunden.

Guten Abend, Günther!

Jeder Wärmedämmstoff hat einen bestimmten Wärmetransport (und eine materialspezifische Wärmespeicherkapazität), der sich - vereinfacht ausgedrückt - aus der Innenraumtemperatur, der Dichte und der Wandstärke der wärmedämmenden Schicht ergibt. Die Lieferanten/Hersteller der Keramikfaserprodukte können die benötigten Wandstärken, die Materialfolge (feuerseitig die dichteren und wärmebeständigeren, nach außen die weniger beständigen, dafür höher wärmedämmenden) und die dann außen auftretenden Temperaturen in Relation zum Zeitfaktor (nach langdauernder Wärmezufuhr "wandert" die Wärme auch durch dickere Schichten) errechnen.

Die Stabilität des Gehäuses ist im Zusammenhang mit keramikfasergedämmten Gasessen zweitrangig, weil die Faser (anders als feuerfeste Steine) fast keine Raumänderung durch Erwärmung erfährt. Wie Claymore richtig schreibt, tut es auch ein Farbeimer aus Weißblech, jedenfalls, so lange/ so kurz die Faserauskleidung hält. Die Gasgeschwindigkeit ist ein Problem, aber mit einem Coating kann man da viel verhindern. Ein Coating kann man kaufen, aber auch selbst aus Kleber und Kaolin provisorisch anmischen. Dennoch ist zu bedenken, dass die Fasern mechanisch nicht belastbar sind. Daher bietet es sich an, in der Gasesse einen festen Feuerleichtstein bzw. ein Stück davon (leicht mit einem alten Sägeblatt zu schneiden) (Feuerbeständigkeitsklasse > 1400°C) zu installieren, auf dem man dann seine Werkstücke zum Erwärmen ablegen kann. Die Wärmespeicherung dieser Steine ist höher als die der Faserauskleidung, aber der Gasverbrauch wird viel wesentlicher durch die Qualität der Wärmedämmung der Wand bestimmt.

Fazit: ein effizienter Ofen darf nach kurzer Benutzungsdauer außen noch nicht sehr heiß (> 100°C) sein, sonst ist die Wärmedämmung zu dünn oder falsch aufgebaut.

Auch die Gasführung ist wichtig: der Gasauslass sollte durch eine Klappe regelbar sein. Schlechtes Beispiel: die Gasesse von Achim Wirtz hatte in Laubuseschbach beim Hammer-in zu wenig Durchgang und dadurch schlug die Flamme zurück, was auch am Brennergeräusch zu hören war. Das kostet Gas, bringt aber keine Wärme. Das Verfahren kann aber erwünscht sein, wenn Reduktionsatmosphäre angestrebt wurde.

In Sachen Gasesse kann man bei den meisten Herstellern von (gasbeheizten) Keramikbrennöfen, aber auch bei vielen handwerklich versierten Töpfern Rat und Hilfe, vielleicht auch Materialien erhalten.

Gruß

sanjuro