CPM-125V

Curt

Mitglied
Hallo zusammen :)

Ich bin durch den neuen Messerkatalog 2012 auf den Stahl CPM-125V aufmerksam geworden (Stahltabelle...).

Mit 3,20-3,40% Kohlenstoff, 12% Chrom, 2,5%Molybdän, 11,5-12,25% Vanadium, 0,4%-0,6% Mangan, 0,5% Wolfram und 0,5% Kobalt liest sich der PM-Stahl ja schon fast wie ein "Superstahl", der alles besitzt (außer Niob?...habe dazu nichts im Internet gefunden was Niob betrifft) für eine rostträge, zähe und trotzdem feinkörnige Klinge, für alle anfallenden "normalen" Schneidaufgaben im täglichen Gebrauch (nicht im Outdoorbereich was Holz schnitzen oder hebeln angeht).

Aber da ich kein Experte in Sachen Stahl bin, würde ich gerne eure Meinungen zu dem Stahl lesen :)

Hat jemand hier aus dem Forum Erfahrungen mit diesem Stahl in der täglichen Anwendung bzw. hat jemand hier schon mal ein Messer aus diesem Stahl gebaut?

Anscheinend scheint dieser Stahl sehr teuer zu sein, und kaum jemand benutzt ihn weil er auch recht schwer zu bearbeiten sein soll.
Kann mir jemand Informationen darüber liefern?


VG, Curt
 

kababear

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also aus dem Bauch heraus hätte ich diese Analyse der Kathegorie "Förderschnecken für glasfasergefülltes Kunststoffgranulat mit korrosiven Eigenschaften" gesteckt

Du hast in diesem Stahl mit dem extrem hohen Anteil von Vanadiumkarbiden einen sehr Verschleißfesten Stahl, der sich bei "Schneidkanten" um die 90° ewig hält und nicht relativ korrosionsbeständig ist (12% Cr reichen noch nicht ganz). Da dieser Stahl pulvermetallurgisch erzeugt wurde, hält sich die Karbidgröße halbwegs in Grenzen. Optimal für Messer ist aber was Anderes!
 

Curt

Mitglied
also aus dem Bauch heraus hätte ich diese Analyse der Kathegorie "Förderschnecken für glasfasergefülltes Kunststoffgranulat mit korrosiven Eigenschaften" gesteckt

Du hast in diesem Stahl mit dem extrem hohen Anteil von Vanadiumkarbiden einen sehr Verschleißfesten Stahl, der sich bei "Schneidkanten" um die 90° ewig hält und nicht relativ korrosionsbeständig ist (12% Cr reichen noch nicht ganz). Da dieser Stahl pulvermetallurgisch erzeugt wurde, hält sich die Karbidgröße halbwegs in Grenzen. Optimal für Messer ist aber was Anderes!



aber einmal halbwegs scharf, sollte er eigentlich lange so bleiben. also fuer schleiffaule.

Also nichts feinkörniges...Danke für die Auskünfte :)

VG, Curt
 

Eisenbrenner

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Naja, das Korn kann bei diesem PM-Stahl schon !relativ! feinkörnig sein, und die Karbide können auch gut verteilt sein.
Aber es sind einfach so viele Karbide, das du trotzdem gröbere-Grobe Anschliffwinkel benötigst. Irgendwie müssen die ja in der Schneide festgehalten werden.
Wäre für mich längst nicht die erste Wahl für ein Küchenmesser.
Und das schleifen stelle ich mir als nachteilig vor.
Bei einem Karbonstahl z.B. siehst du sehr schnell, ob du etwas falsch machtst.
Bei dem Stahl dauert es lange, bis du überhaupt was siehst.

Grüße,
Eisenbrenner