Byrd Cara Cara 2 Ersteindruck

Thehunt

Mitglied
Wer das Endura nicht ehrt, ist des Cara Cara nicht wert...oder so ;-)

Und nun kommt die zweite Version des Rabenschnabels, mit veränderter Klingenform, überarbeitetem Griff und, das sei schon erwähnt, mit einem erstklassigen Preis/Leistungsverhältnis.


Hier mit Resilience, Endura III und Endura IV.

Die Linienführung ist bei der "Nummer 2" nun noch näher am Endura, in meinen Augen kein Nachteil.


Auch die "Deppenspitze" ist geblieben, ein Splinterpicker ist das CC2 sicher nicht, für feine Arbeiten aber doch noch geeignet.

Mancher hat bei der (hoffentlich) kommenden Version des Endura nach einem Choil gerufen, hier wird man fündig. So kann man die Klinge recht kurz greifen und hat noch mehr Kontrolle beim Schnitt(zen).


Das Jimping ist ordentlich, wenn auch nicht super sauber ausgeführt, die Rillen sind etwas unregelmäßig, aber gut griffig sowohl am Klingenrücken, als auch am Choil.

Die Schneide kam sauber geschliffen, aber (für Messerfetischisten) nur mäßig scharf. Drei Minuten auf dem Riemen schafft Abhilfe ;-)



Nett finde ich das Logo auf der Griffschale:


Das Logo findet sich auf beiden Seiten, direkt unter der Auflagefläche des Clips, so das sich der Reibungswiederstand beim Ziehen aus der Tasche verringert, so solls sein. A pro pos Clip: Der ist an vier Positionen montierbar, mittlerweile bei Spyderco ja fast Standard. Und eine gute Spannung hat er, nicht zu fest und nicht zu locker, hält das Messer in Jeans als auch an Anzughosen sicher.

Zur Handlage brauch ich nicht viel sagen, wer die Endura-Reihe kennt, der weiß ob ihm ein Cara Cara 2 passen wird. Mir, Handschuhgröße 8,5, liegts gut in der Hand, auch mit dem Choil komm ich gut zurecht.



Was ist mir besonders aufgefallen:
Meins ließ sich Anfangs irgendwie "komisch" öffnen. Nach dem ersten Zerlegen wurde klar, da hat einer mit Locktite geaast. Und zwar ordentlich.
Einer der Washer war schlicht am Liner festgeklebt...passiert. Die schrauben ließen sich ohne Gewalt und ohne Beschädigungen rausdrehen, auch wenn die mit kleber ziemlich zu waren.

Die Verarbeitung der Liner ist gut, man findet Werksspuren, aber in absolut überschaubaren Rahmen, bei dem Preis meiner Meinung nach kein Thema. Die Griffschalen sind aus FRN, mit neuer Textur uns schön griffig. Hier ist die Verarbeitung erstklassig, keinerlei Werksspuren. auch alle Passungen sind sehr sauber, das freut den Fan.

Preis?

24,95....kann man da meckern?
Ich finde nicht.

Ich hab schon bei wesentlich teureren Messer deutlich schlechtere Verarbeitung gefunden.

Der Backlock sitzt satt und hat kaum Spiel, so mag ich das.
Die Klinge selbst ist wieder aus 8Cr13Mov, kennt man von den Byrd´s und scheint wie immer ordentlich wärmebehandelt zu sein, was sich so nach den ersten Schneidtests sagen läßt.


Alles in Allem ein rundes Packet das bei dem Preis eine klare Empfehlung ist und sich damit auch gut als Geschenk eignet.




Fragen, Anregungen und Ergänzumgen sind wie immer gerne gesehen!

Danke fürs Lesen!
 

G-H-L

Mitglied
Auf den Bildern leider nicht so richtig zu erkennen. Hat das Cara Cara 2 Metallplatinen in den Griffen? Wenn es Metallplatinen hat, reichen die Clipschrauben auch in die Platinen oder halten die nur im Kunststoff?

Schade, daß keine Bilder vom zerlegten Messer dabei sind. Und der Preis mit 24,95 Euro ist der korrekt? Es kostet laut Katalog doch 49,95 Euro.

Gruß
Gerhard
 

Thehunt

Mitglied
Wenn ich von Linern sprach, dann sind die Platinen gemeint. Also, ja, es hat welche ;-)

Die Clipschrauben gehen bis in die Platinen, also hier keine Gefahr.
Bilder vom zerlegten kann ich gerne nachreichen, kommen die nächsten Tage dann!

Preis stimmt, beim Forenhändler Eden Webshops gekauft.
 

G-H-L

Mitglied
Erst mal vielen Dank für die Bilder und die Mühe das Messer extra dafür nochmal zu zerlegen.

Meine Wahl ist nun gefallen. Ich werde mir das Cara Cara holen.

Gruß
Gerhard
 

G-H-L

Mitglied
So hab jetzt auch mein Cara Cara 2. Allerdings habe ich mich für die G10 Variante entschieden. Bei den ersten Öffnungsversuchen hatte ich den Eindruck, als wenn der Klingengang etwas schwergängig und kratzig wäre. Hat sich aber sehr schnell gegeben. Sobald der Back-Lock betätigt wird, läuft die Klinge quasi ohne Widerstand. Gebremst wurde die Klinge erst durch meinen Finger. :mad:
Damit erübrigte sich der Unterarmrasiertest. Das Messer ist scharf. :D

Seitliches Klingenspiel ist nicht vorhanden. Allerdings, bei geöffneter Klinge, kann man bei starkem Zug am Klingenrücken ein leichtes Spiel fühlen. Sieht so aus, als ob der Klingenanschlag nicht ganz korrekt ist. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das reklamieren soll, oder ob das typisch für dieses Messer ist? Es stammt ja aus der Byrd-Serie. Was meint ihr?

Gruß
Gerhard
 

chamenos

Super Moderator

Was werde wir da wohl meinen?

Wahrscheinlich das Gleiche wie seit dem ersten Beitrag in diesem Forum:
derartiges Spiel ist bei Backlocks quasi konstruktionsbedingt und bis zu einem gewissen Grad normal.

Wer das nicht möchte muss sich halt ein Messer im Laden aussuchen oder eins anfertigen lassen. Wobei das mit dem "im Laden aussuchen" auch keine Garantie ist;)

Gruß
chamenos
 

G-H-L

Mitglied
Wahrscheinlich das Gleiche wie seit dem ersten Beitrag in diesem Forum:
derartiges Spiel ist bei Backlocks quasi konstruktionsbedingt und bis zu einem gewissen Grad normal.

Könnte man das "bis zu einem gewissen Grad" vielleicht ein wenig genauer definieren? Wieviel Spiel wird im allgemeinen noch toleriert, bzw. ab wann wird ein solches Spiel reklamiert? Es gibt doch hier im Forum sicher auch Messermacher, die mit solchen Fragen zu Toleranzen konfrontiert werden.

Gruß
Gerhard
 
Zuletzt bearbeitet:

Peter1960

Moderator Spyderco Forum
... bei geöffneter Klinge, kann man bei starkem Zug am Klingenrücken ein leichtes Spiel fühlen.
Das ist doch schon eine recht genaue Definition von dem Zustand, der absolut innerhalb der normalen Bandbreite eines Backlocks von Spyderco liegt. Kein Grund, dir deine Freude am neuen Messer verderben zu lassen. Das passt dann schon so ;)
 

Falcon61

Mitglied
@G-H-L

Das Klingenspiel ist (bei meinem Exemplar) wirklich minimal, Öffnen wie Schließen macht einfach nur Spaß. Die Schärfe out oft the Box war schon recht ordentlich, nach dem Abziehen auf Leder sprangen die Haare nur so vom Arm. Wir reden hier über 25 EUR - was will Du da noch reklamieren? Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist einfach spitze. Dass noch Bearbeitungsspuren zu erkennen sind, halte ich für unvermeidlich. Das für mich entscheidende Kriterium - die einwandfreie Funktion - ist jedenfalls erfüllt. Beim fünffachen Preis hätte ich was zu meckern, so freue ich mich über das Schnäppchen, dem ich angesichts des geringen Gewichtes keine derart hohe Stabilität zugetraut hätte.

Gruß: Ulrich
 

G-H-L

Mitglied
Na, dann scheint das ja noch im Rahmen des Üblichen zu liegen. Dann bin ich ja beruhigt.

Bei einem schon wesentlich älteren Schlieper-Taschenmesser ist ein solches Spiel noch etwas stärker ausgeprägt. Und bei ein paar Billigteilen á la der Marke Mammut, die haben ironischerweise kein Spiel.

Gruß
Gerhard
 

cheez

Mitglied
Nutz' mal die Suche ;), da gab's es schon diverse Threads zum Klingenspiel von Spydercos. Die Lockbacks haben fast alle (wenn nicht gleich, dann später nach Benutzung) leichtes Spiel. Hat mich auch Anfangs gestört, aber da muss man halt drüber stehen, oder sich keine Lockbacks kaufen.

Was das Nicht-Wackeln von Billigherstellern angeht - auch dazu habe ich irgendwann mal ein Bildchen gezeigt - wenn man sich da nämlich anguckt, wie "sicher" der Verschluss gebaut ist, will man doch lieber das Spyderco mit etwas Spiel ;)

Spydercos neueren Baujahres sind da besser geworden mMn., aber immer noch nicht perfekt. Backlocks sind eine sehr figelinsche Konstruktion, und keinewegs einfach hinzukriegen.

Btw -

Es gibt doch hier im Forum sicher auch Messermacher, die mit solchen Fragen zu Toleranzen konfrontiert werden.

Die Backlockmesser von Machern aus dem Forum, die ich in der Hand hatte (zuegeben, es waren wenige), haben sehr schön demonstriert, wie schwierig die Konstruktion spielfrei und sauber hinzukriegen ist. Da muss Spyderco im direkten Vergleich sicher nicht zurückstehen.

Gruss, Keno
 

G-H-L

Mitglied
Nun dann war ich halt von den Billigteilen etwas verwöhnt. Wie dem auch sei, ansonsten ist am Cara Cara nichts Negatives auszusetzen. Es war Out of the Box scharf und ist voll linkshändertauglich.

Ich kann das Cara Cara mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

Gruß
Gerhard