Busse Combat Basic # 9

Hi!
Hat jemand von Euch Erfahrungen mit o.g. Messer gesammelt?

Wenn ich mir so die Testbeschreibungen auf http://www.edle-messer.de/ oder auch http://www.busse-messer.de/ ansehe dann kann man mit dem Teil ja scheinbar ein sauberes Loch in eine Panzerglasscheibe schneiden, anschliessend einen Tresor in Stücke hacken und sich danach noch prima damit rasieren.
Ist das wirklich so?
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Ich spiele mit dem Gedanken mir so ein Teil zuzulegen - allerdings will ich es dann auch wirklich hart benutzen. Die lebenslange Garantie gilt wenn ich das richtig verstanden habe auch noch wenn man damit eine Boeing 747 aufgebockt hat, richtig? Will sagen falsche Handhabung die zum Garantieverlust führt gibt es lt. Busse nicht solange es nicht mutwillig beschädigt wird?
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Allerdings könnte man die Tests (Stahlplatte) eigentlich als Versuch einer mutwilligen Beschädigung werten oder?
 

HankEr

Super Moderator
Ich habe eines und wollte eigentlich schon lange einen Testbericht dazu veröffentlichen, aber für ein schlußendliches Fazit fehlt mir noch etwas Erfahrung. Schon einmal vorweg ein paar Antworten auf Deine Fragen.

Mit der Panzerglassscheibe wirst Du Schwierigkeiten bekommen. Glas ist halt doch härter.

Wenn Du eine 747 mit Deinem Busse von Hand aufbocken willst und Du schaffst es dieses 6,35mm starke Drumm Stahl dabei zu zerbrechen wirst Du mit der Garantie wohl keine Schwierigkeiten haben. Andererseits wenn Dir das gelingt benötigst Du warscheinlich kein Busse weil Du dann auch alles mit bloßen Händer zerteilen könntest;-)

Auch wenn Du in eine Stahlplatte hackst oder stichst wirst Du dem Messer keinen substantiellen Schaden zufügen können. Es wird wohl stumpf dabei, aber es wird nicht brechen oder größere Splitter verlieren.

M-INFI Wunderstahl hin oder her, das Basic #9 ist einfach ein unheimlich stabiles Messer. Solltest Du auf der Suche nach einem Haumesser sein, kann ich Dir das Messer nur wärmstens empfehlen. Als alleiniges Messer ist es aber schon etwas heftig und sollte immer von etwas kleinerem begleitet werden. Das Busse ist eher das Messer für's grobe, kann aber auch das meiste andere erledigen, aber nicht optimal. Im Gegensatz zu einer Machete kann man es immer rasiermesserscharf halte ohne Angst vor Klingenausbrüchen im Haumesserbetrieb zu haben.

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http://blindschleiche.de
 
Danke für sowohl die witzigen Kommentare als auch für die wertvollen Informationen zur Stabilität.
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Du schreibst das man die Klinge lediglich stumpf bekommt wenn man z.B. in eine Eisenplatte haut - da stellt sich mir die Frage wie leicht sich der Wunderstahl wieder schärfen lässt. Hast Du da Erfahrungwerte? Meinst Du mit 'nem Spyderco Sharpmaker hat man da gute Chancen?
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HankEr

Super Moderator
Du schreibst das man die Klinge lediglich stumpf bekommt wenn man z.B. in eine Eisenplatte haut
So habe ich das nicht geschrieben bzw. gemeint. Der Stahl ist sehr schnitthaltig, aber stumpf bekommst Du ihn auch schon mit konventionellen Mitteln. Der Designhintergrund zum Stahl ist es hohe Schnitthaltigkeit bei hoher Festigkeit zu erreichen, nicht unendliche Schnitthaltigkeit. Ein spezialisierter Werkzeugstahl bei hoher Härte hält seine Schneide sicherlich länger, hat aber den Nachteil beim kleinsten Aufprall zu zersplittern.

da stellt sich mir die Frage wie leicht sich der Wunderstahl wieder schärfen lässt
Hast Du da Erfahrungwerte? Meinst Du mit 'nem Spyderco Sharpmaker hat man da gute Chancen?
Den Stahl würde ich nicht als schleifunfreundlich bezeichnen. Mit einem Keramikstab des Sharpmakers kannst Du ihn sicher problemlos schleifen. Aufgrund der asymmetrischen Schneide solltest Du das aber von Hand gem. Anleitung zum Busse tun und nicht mit Hilfe des Winkelhalters.

Willst Du etwas zur Schnitthaltigkeit und Stabilität des Messers wissen willst solltest Du den englischsprachigen Testbericht von Cliff Stamp zum Basic #7 lesen. Willst Du etwas zum schleifen wissen, schaue doch einmal in den parallelen Thread Keramik Schleif"stahl".
 
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