Bundeswehrtanto KM 2000

Bamboo-Jack

Mitglied
Hallo,

hier im Forum habe ich ein Bild des neuen Bundeswehrmessers KM 2000 gesehen. Es hatte einen wohlgeformten Griff mit ovalem Querschnitt. Bei Frankonia wird das Messer allerdings mit einem häßlichen, seitlich abgeflachten Griff angeboten.
Welches ist denn nun die tatsächliche BW Grifform???
Ist das KM 2000 mit ovalem Griffquerschnitt irgendwo zu bekommen?

Gruß
Volker
 

Surtur

Mitglied
Ich habe mir das KM 2000 gekauft, es hat keinen abgeflachten Griff.
Das Bild im Frankonia stellt anscheinend einen der vielen Prototypen dar, über das Messer gab es in einer älteren Visier einen ausführlichen Artikel.
 

Bamboo-Jack

Mitglied
Ja, diese Beiträge hatte ich bereits gelesen. Sie enthalten fast keinen Hinweis, der meine Frage beantworten könnte. Bis auf einen von TL:"nicht der Griff des ACK...". Ich habe gerade bei Eickhorn nachgeforscht. Das ACK hat den seitlich abgeflachten Griff.

Dies würde aber bedeuten, daß Frankonia nicht das echte KM 2000 verkauft. Zumindest nicht wenn das Messer ausgeliefert wird, das im Katalog Jagd und Sportschießen auf Seite 268 (bei den Bajonetten) abgebildet ist.

Hat jemand das Frankonia Messer schon gekauft? Was für einen Griff hat es nun? Eigentlich müßte der Griff einen ovalen Querschnitt haben.
 

rebdie

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ich habe mir das KM 2000 letzte Woche von Frankonia mitbringen lassen. War eine spontane Entscheidung. Ist mein erstes Fixed seit der Jugend und wofür ich solch ein großes Ding brauchen könnte, muss ich mir erst noch überlegen.

Der Griff ist bei meinem Exemplar (und auch bei dem eines Freundes) jedenfalls nicht oval, sondern die Griffseiten sind abgeflacht. Häßlich finde ich ihn deshalb nicht und er greift sich auch gut. Ich kann mir auch vorstellen, dass dieses Design einem seitlichen Wegdrehen des Messers entgegenwirkt.

Sonstige Eindrücke von meinem Exemplar:
- das Messer verkantet, wenn man es zurück in die Scheide stecken will und es linkshändig nutzt/trägt. Die Klinge lässt sich nur in eine Richtung in die Scheide stecken. Das Messer ist damit allenfalls sehr eingeschränkt linkshändig zu nutzen bzw. links zu tragen. Damit müssen Linkshänder wohl die Finger davon lassen
- die Scheide selbst macht einen guten, stabilen Eindruck
- das Messer ist unglaublich (!) stumpf. Jetzt verstehe ich den früher im Forum anderweitig gelesenen Begriff "Kampf-Meisel". Zur Zeit hat es mehr von einem Meisel, als von einem Messer
- auf einen Folder-freak macht es einen wirklich sehr stabilen und robusten Eindruck. Mir fehlt allerdings der Vergleich zu anderen modernen Fixed.
- Gerade die Form und die Stärke der Tantospitze erinnert wieder an einen Meisel - hier allerdings sehr positiv und vertrauenserweckend. Um diese Spitze abzubrechen, wird man sich imho sehr anstrengen müssen.

Letztlich: als Linkshänder werde ich das Messer wohl nicht lange haben.

Dieter
 

Surtur

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Mein KM 2000 entspricht den hier abgebildetem Messer. http://www.mbsecurity.de/prodimgg/0711500.jpg
Ich hatte es mir im Rager Shop oder Ranger Katalog? bestellt.
Es läßt sich immer in die Scheide stecken,egal welche Klingenseite oben ist, vorausgesetzt man versucht es mit der Klinge zuerst und nicht andersrum. :ahaa: .
Die Klinge wird von einer Art Feder gehalten (wie bei einem Bajonett)
dadurch kann ich mir vorstellen , wird bei häufigen ziehen und wieder zurückstecken die schwarze Klingenfärbung leiden.
An der Scheide ist ein 18 x 25 mm großes Diamantschleisteinchen angebracht.
Der Schwerpunkt liegt weit hinten Richtung Griff.
 

rebdie

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@surtur: auf Dein Post hin habe ich nochmal probiert das Ding irgendwie "linksherum" in die Scheide zu bekommen. Es ging dann doch - wenn auch nur mit beiden Händen vorm Körper gehalten. Es geht zwar auch linksseitig in die Scheide, allerdings nur, wenn man es mit dem Klingenrücken beim Einstecken leicht gegen die entsprechende Seite der Scheidenkante drückt, es also mit einem bestimmten Winkel einführt. Wenn man es gerade einführen will, blockiert es regelmäßig. Auch wenn man es vor sich mit beiden Händen haltend wie oben beschrieben einführt, verkantet es bei jedem 3. Male. Am Gürtel links getragen und logischerweise mit der linken Hand allein bedient kann man es vergessen - das geht mehr in Richtung Lotterie. Insoweit muss ich meine Meinung in zwei Punkten revidieren:
- das Messer (zumindest mein Exemplar) ist für Linkshänder nicht generell ungeeignet, aber dämlich
- die Scheide macht mir keinen guten Eindruck mehr, da möglicherweise hier der Fehler liegt.

Ich werde es mal mit dem Exemplar meines Freundes versuchen. Mal sehen, ob es ein generelles Manko ist, oder ob es sich um ein fehlerhaftes Teil handelt. Ich werde nach meinem Urlaub das Ergebnis posten.

Dieter
 

rebdie

Mitglied
Mein Kumpel hat das gleiche Problem als Rechtshänder. Die Klinge verkantet, wenn man nicht genau den richtigen Winkel beim Einstecken trifft. Er kam mit dem Problem auf mich zu, bevor ich ihn über mein vorgebliches "Linkshänderproblem" ansprechen konnte. Wir nutzen beide das Rückgaberecht von Frankonia und senden die beiden Messer zurück.