Brennerbau für Gasesse [aus: Gasesse - mal wieder] Ergänzungsthread

Torsten Pohl

Mitglied
AW: Gasesse - mal wieder

Wollen wir nicht mal endlich einen extra Thread starten, wo es um den idealen Brener geht??

Es gibt ja einige funktionierende Varianten, die hier vorgestellt und diskutiert werden, aber Ziel kann es doch nicht nur sein so schnell wie möglich Schmiede/Schweißtemperatur zu kriegen!

Also meine Gedanken zum Brenner und was er können muß sind:

1.Natürlich die Gasesse auf Schmiede/Schweißtemperatur bringen und nach Bedarf halten solange ich will.

2.Sowenig Gas wie irgendmöglich dazu verfeuern, weil das ja schließlich kostet!

3. Leicht zu bauen und Betriebssicher (da fällt mein Brenner durch, Drehen, Bohren, schweißen)

Ich fange mal an und stelle eine Skizze meines Brenners mit Daten und bisherigen Verbrauchswerten ein. Der Brenner läuft im Moment ohne meine spezielle Rekugeschichte und das alles andere als schlecht.

Hauptdüse Migdüse (Gas) für 0,6mm Schweißdraht also laut Leere Durchmesser 0,8.
Abgeschnittener Dachdeckerbrenner also nur Griffstück mit blockiertem Hebel nur Regelventil nutzbar ca. 20cm Rohr übriggelassen Mutter M6 aufgeschweißt.

Nach dem anheizen letzte Woche ist die Esse täglich mehrere std gelaufen (ausser Sontag). Dank dem niedrigem Druck (0,5 -0,8bar) den ich fahre, wenn die Betriebstemp nach etwa 10min erreicht ist, habe ich meiner Meinung nach einen sehr geringen Gasverbrauch.
in Worten heisst das, volle Flasche auf eine Waage gestellt und bisher etwa 6kg Gas verbraucht bei etwa 25-30Betriebsstd.

Ich bin schon jetzt sehr zufrieden, wenn auch noch nicht das optimum in meinen Augen.

Tschau Torsten





PS.Einen gut Isolierten Essenkörper mit entsprechender Größe setze ich einfach mal Vorraus.
 
Zuletzt bearbeitet:

Blacky

Mitglied
@ Torsten:
Ich baue grade meinen Brenner um mit etwas größeren Rohren, auf anraten von Link. Mal sehen was das wird. Ich würd mich freuen wenn ich auf eine Leistung ähnlich deines Brenners kommen würde :D
Und mehr als 20 Std. Gas pro Flasche reichen mehr als aus.
@ Link:
Denkst du einer von uns sollte hier mal Bilder reinstellen? :confused:

Sebastian
 

Blacky

Mitglied
Ich hab mal eine leicht zu bauende Variante erdacht, das JPG ist aber 250k groß. Verkleinern geht nicht, dann sieht man nichts mehr. Wer stellt das für mich ein?

Bitte schön:


Bild ist klickbar. Das danach kommende ist (jedenfalls bei 1024x768) nochmal vergrößerbar. Dann ist alles zu lesen.

Sebastian
 
Zuletzt bearbeitet:

Stevie Hood

Mitglied
Hallo,

ich les' hier seit letztem Jahr regelmäßig mit, habe schon länger von einer Schmiede geträumt nachdem ich vor 20 Jahren im Praktikum mal 2 Wochen am Amboß gestanden habe;) .

Und, auch mit Hilfe der Infos aus dem Forum hat's dieses Jahr dann "gefunkt".

Jetzt steht in meiner Werkstatt 'ne kleine Gasesse aus einem Druckbehälter vom Hauswasserwerk und ein kleiner alter Amboß...und die ersten Eisen sind schon "plattgeklopft"...erstmal wieder Gefühl für's heiße Eisen kriegen....;) .

So viel zur kurzen Vorstellung, nun zum Thema Brenner: Ich hab mir im Sommer mal verschiedene Seiten im Netz angeschaut und bin letzlich bei Ron Reil ( http://ronreil.abana.org/design1.shtml#Reil ) "hängengeblieben". Was er so schreibt klingt schlüssig und das war für mich der Grund, meinen ersten Brenner mal so zu probieren. Außerdem sehen seine Sachen so aus, als ob man sie auch mit einer nicht so perfekten Werkzeugausstattung noch hinbekommen kann.

Ich hab' den einfachen EZ-Burner nachgebaut...allerdings mit zusätzlichem "Choke"...Materialkosten max. 10.- € aus dem Baumarkt....und das Ding brennt....:D .

Ein bißchen optimiert (im Ansaugtrichter waren die Übergänge ein bißchen kantig, die hab ich mit Auspuffpaste geglättet, hat doll was gebracht) und er brennt, wenn er warm ist, von 0,3 bis 2,5 bar ohne Mucken....Schweißen hab' ich noch nicht geschafft, aber das liegt am Brennraum, der ist noch nicht optimal...der Brenner könnte es, da bin ich sicher.

Die Esse ist jetzt bestimmt alles in allem so 15 Stunden gelaufen, und die 11kg Flasche ist noch nicht leer...sieht ganz gut aus finde ich...:super:

Also, einfach mal nachlesen...kann 'ne Menge experimentieren und Frust sparen...;)

Gruß aus Peine

Stefan
 

newtoolsmith

Mitglied
Moin,

ein paar Worte zu dem Bild, das Blacky dankenswerterweise für mich eingestellt hat:

Als Einlasskonus kann man einen selbst gerollten Konus oder auch ein Reduzierstück für Wasserleitungen nehmen.

Die Stellringe gibts im Baumarkt als Tiefenbegrenzung für Bohrer.

Die Drosselscheibe (Unterlegscheibe) muss nur groß genug sein um die Ansaugöffnung völlig abzudecken.

Zur Montage kann man das Gasrohr durch ein deutlich längeres Stück Rohr oder Rundstahl ersetzen. Damit kann man die Ausrichtung viel besser beurteilen.

Beim ersten Lauf lässt man die Drosselscheibe weg und schiebt das Gasrohr weit ins Gehäuse, so dass sich die Gasdüse weit im Stahlrohr befindet.

Dann sehr wenig Gasdruck einstellen, anzünden und das Gasrohr langsam herausziehen. Die angesaugte Luftmenge wird erst anwachsen und irgendwann wieder abnehmen. Es gilt, das Maximum zu finden.

Die Position wird auf dem Gasrohr mit einem Feilenstrich markiert.

Das Gasrohr dann durch das Gehäuse herausfallen lassen, die Drosselscheibe in Position bringen und das Gasrohr wieder montieren und ausrichten.

Die Drosselung kann nun stufenlos eingestellt werden, indem man die Position der Drosselscheibe verändert und mit der Schraube des Stellringes fixiert. Die Schraube sollte durch ein längeres Exemplar ersetzt werden.

Die Position des Gasrohres wird nicht mehr verändert.

Die Ausladung des Halteblechs für das Gasrohr muss so groß sein, dass der Abstand zwischen Drosselscheibe und Ansaugkonus mindestens dem Öffnungsradius entsprechen kann. Es findet dann so gut wie keine Drosselung statt.


Die Berechnung der Abwicklung für die Konen ist auch dabei. Wer damit Schwierigkeiten hat, dem wird hier geholfen.



Was haltet ihr von dieser Variante? Ist doch einfach zu bauen, oder?

MfG
newtoolsmith
 

roman

MF Ehrenmitglied
Die Idealen Brenner findest Du im Buch:


Der Gasbrenner

Verfasser
Becher, Udo

Jahr
1957

Impressum
Berlin : Verl. Technik, 1957.

Beschreibung
359 S. : graph. Darst.

Noch fragen?
 

roman

MF Ehrenmitglied
Ich weis das nervt, dass ich immer wieder damit komme.

Aber sogut wie alle Fragen die Ihr euch da stellt, sind schon lange geklärt worden.
Ihr braucht euch das Wissen nur aus der Bücherei holen und mal ein wenig Zeit zu investieren um sich das zu Gemüte zu führen.

Das spart Zeit, Geld und Frust.:ahaa:
 

newtoolsmith

Mitglied
@roman:

Mich persönlich nervt das nicht, nur ist mir das Buch leider nicht zugänglich.


Da mein Brenner mir schon aus Versehen ein Werkstück eingeschmolzen hat, gehe ich von der Richtigkeit meiner Überlegungen aus.


MfG
newtoolsmith
 

Torsten Pohl

Mitglied
@roman:

Mich nervt das eigentlich auch nicht;) ,höchstens das ich es nicht besitze.
Hab deinen Hinweis auch schon ein paar mal gelesen, und bin bisher auf der Suche nach diesem Buch, weder in 1.2.3 , Booklooker, ZVAB noch in der örtlichen Stadtbücherei (Ffm) fündig geworden.
Selbst meine Frau die ein Hobby Antiquariat betreibt, konnte es noch nicht auftreiben.

Hast du ne ISBN nummer dazu??

Da du zugriff hast, erstell doch mal eine Anleitung zum Bau.

Tschau Torsten
 

bob1

Mitglied
hallo an alle, ihr habt mich auch infiziert- eine gasesse muß her!

@newtoolsmith:
kannst du die maße für die abwicklung des flares nochmal einzeln nennen?(kann ich echt nicht genau lesen)- wäre super!
wie baust du den flare (b.z.w. brenner) ein? in ein größeres rohr, daß mit dem essengehäuse verschweißt ist oder direkt ohne rohr? wieweit soll er in den brennraum ragen?
fragen über fragen.... werden wir je eine antwort finden?;-))
mfg
bob
 

Dex

Mitglied
Hallo Torsten,

Du bist ja in der glücklichen Situation in Frankfurt a. M. zu wohnen.
In Frankfurt ist die Deutsche Bibliotek.
Dort findest Du jedes Buch, daß in Deutschland erschienen ist.
Allerdings, kannst Du es nicht ausleihen.
Du mußt vor Ort lesen oder die wichtigen Seiten koppieren.

Detlef
 

newtoolsmith

Mitglied
Kein Problem:

r1 = innerer Radius, soll etwa 2/3 d1 betragen. Das fehlt im Bild.

l´ = Radiendifferenz, l´= l*cos (a/2). a sei Winkel alpha.

r2 = äußerer Radius, r2 = r1 +l´

b(eta) = benutzter Winkelbereich. b(eta) = 360° * d1/2r1

d1 und d2 sind die Durchmesser der neutralen Faser, also mitten im Material. Anders ausgedrückt, der Mittelwert aus innerem und äußerem Durchmesser.


Ich glaube, für meinen Brenner hatte ich ein ~30mm Stahlrohr genommen, das ist unkritisch.

Gut abgerundete Übergänge sind sehr wichtig! Die Erfahrung hat offensichtlich auch Stevie Hood gemacht.

Wenn a/2 größer als 10° wird, bekommt man leicht Strömungsabrisse. Das Gas kann halt nicht aus dem Rohr heraus so stark umgelenkt werden. Es gibt keine Kraft, die das bewirken könnte. Woher soll die auch kommen!?

Das Rohr soll nur für Durchmischung und laminare Strömung sorgen. Dafür reichen 5*d. Literaturwert ist oft 8*d. Auch unkritisch aber nicht unnötig lang wählen.


MfG
newtoolsmith
 

roman

MF Ehrenmitglied
einfach mal in die Bib maschieren, und die netten Mitarbeiter fragen das wirkt wunder, ehrlich.

Über Fernleihe bekommst Du jedes Buch selbst international. Ich hab mein erstes Exemplar in der FH Bib in München ausgeliehen.

Das kann jeder Normalsterbliche Bürger auch, egal wo er ist.

Selbst in meiner Dorfbib kann ich das machen.

Ich glaub das geht sogar online mittlerweile.

Man muss es ja nicht gleich im Antiquariat kaufen.

BZW Also geht nicht, gibts nicht!
 

Torsten Pohl

Mitglied
:staun: :staun:
Deutsche Biblio. ist natürlich ein Wort, (wo ist der schäm Button) daran hab ich gar nicht gedacht!!

So sieht derzeit mein Brenner aus immer noch nicht fertig (funktioniert so gut das ich lieber schmiede als weiterzubauen:D ;)

Tschau Torsten


so sieht der aus Zeichnung siehe oben. Ohne Rekudom da muß ich noch bei.

 

newtoolsmith

Mitglied
DAs PDF ist mir vor einigen Monaten schonmal begegnet, als ich meinen eigenen Brenner gebaut habe.

Ich habs dann gleich wieder gelöscht.

Die dort beschriebene Konstruktion kämpft mit genau den Problemen, die hier schon gründlich durchgekaut wurden.

Der Injektor ist ungündtig konstuiert und einen Diffusor am heißen Ende kann ich beim besten Willen nicht entdecken.

Einfach zu bauen ist der Brenner - das wars aber auch schon mit den Vorteilen.



zu meinem Konstruktionsvorschlag:

An das Essengehäuse muss noch ein Rohr angeschweißt werden, in das der Diffusor (Flare) hineinpasst und das ein paar Zentimeter länger als der Diffusor ist.

Dort werden drei Gewinde für Fixierschrauben hineingeschnitten, in einer Ebene, je 120° versetzt.

Dann 5cm weiter erneut drei Gewinde herstellen.

Die sechs Fixierschrauben sitzen später auf dem Mischrohr, der Diffusor muss ja fast bis zur Innenkante der Isolierung reichen. *


*Man hätte rechtzeitig definierte Begriffe einführen sollen...

MfG
newtoolsmith
 

Blacky

Mitglied
Hallo,
ich habe jetzt eine andere Version von Brenner angefangen. Bzw. den Hartlötbrenner als Grundlage auf 10cm 1 1/4" Rohr, Reduziermuffe, 20 cm 1" Rohr. Ohne Esse brennt die Flamme sehr weit vor dem Rohr und reißt ab. Erst wenn selbst die vorher schon dringewesenen Luftlöcher am Brenner zuhält bleibt sie am Rohr 'hängen'.
In der Esse entsteht ne ziemlich schnelle blaue Flamme. Sie ist schmaler (logisch :D) als die vom anderen Brenner. Die Luftschlitze (Löcher sind wieder auf) ganz leicht geöffnet, gleich wieder Flackern. Selbst bei geschlossenen Luftschlitzen und mehr als 1 bar Druck keine Gelbanteile in der Flamme. Hatt die Esse aber kaum aufgeheizt.
Rohr zu lang (wahrscheinlich)? Fehlendes Flare (wahrscheinlich)?
Oder sonst noch irgendwas zu beachten?
Sebastian
P.S.: Foto kommt wenn die Cam wieder im Hause ist...
edit @#19: ich les' ja schon :D
 
Zuletzt bearbeitet:

link

Mitglied
Hallo Blacky,
möglich das die Zylinderform deines Brennraumes die Flamme und somit die Temperatur
schneller nach außen leitet.
Ich denke das ein bauchiger Brennraum geeigneter währe.

Gruß Link