Böker Plus Sanyougo

olli16

Mitglied
Moin,

ich habe meins heute bekommen (Laut Nr. auf dem Klingenrücken, die Nr. 0005).

Ich bin ein Freund von breiten, bauchigen Klingen und Flachschliff und in der Beziehung bekommt man viel für sein Geld.

Mein erster Eindruck war: "Mein Gott...."

Ich war echt überrascht. Die Dimensionen dieser "bauchigen" Klinge kommt bei den Bildern nicht so recht "rüber".

Mein Fazit (Ok, nach nur einem Tag intensiver Benutzung.....)
Ich finde das "Messerchen" (Obwohl, es ist gar nicht mal soooo klein) echt klasse.

-Klingenschliff: sehr gut gemacht
-Anschliff: auf beiden Seiten gleichmäßig und recht scharf
-Finish: sauber gemacht
-Lederscheide: Passgenauigkeit befriedigend :hmpf:
-Alltagstauglichkeit: gut



Ein paar Kleinigkeiten sind mir aber doch nach einem Tag intensiver Benutzung aufgefallen.

Die Klinge und die Griffschalen im Bereich des Rikassos/Choil (heißt das so?), also der Bereich, wo sich, je nach Griffweise, der Zeigefinger, bzw. der Mittelfinger befindet, ist recht scharfkantig.

Das lässt sich aber ohne großen Aufwand selber beheben.

Ansonsten würde ich mir einen etwas längeren Griff "wünschen" (ev. +1cm).

Wie sich der Klingenstahl bewährt, wird sich zeigen. ((Welcher Stahl ist es eigentlich?. Egal, 440A/B/C, 12C27 sind in jedem Fall ok, (vernünftige WB vorrausgesetzt))

Ich habe den Kauf auf jeden Fall, bisher, noch nicht bereut.

Vor Allem der saubere Flachschliff und die breite Klinge gefallen mir sehr gut und für mich ist es tatsächlich, ein alltagstaugliches "fixed".

Gruß
Olli


PS.: Freut euch auf das Passaround. Das lohnt sich, das ist schon ein eher ungewöhnliches Messer....
 
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tharwan

Mitglied
Hallo,

ich habe das Sanyougo jetzt seit Anfang des Jahres. Kurz zusammengefasst: anders als erwartet nutze ich es jeden Tag als Küchenmesser.

Auch wenn man die Videos von Voxnaes selber gesehen hat (http://www.youtube.com/watch?v=8fcZhOUGFHA) ist das Messer noch unerwartet klein. Für mich gibt es jedoch zwei Griffpositionen bei denen das Messer super in meiner Hand liegt und sich, dadurch das es so kurz ist, super genau führen lässt.

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Natürlich ist es für manche Schneidaufgaben besser eine längere Klinge zu haben. Zum schneiden einer großen Gemüsezwiebel ist das Sanyougo sicher nicht das optimale Messer. Das zubereiten von Paprika, Kartoffeln, Möhren und auch Fleisch eigent es sich aber super. Um es mit auf dem Tische liegen zu haben um Tomaten, Käse und ähnliches zu schneiden was das normale Buttermesser nicht klein bekommt finde ich es geradezu optimal. Wie gut es sich für das Kochen draußen eigenet konnte ich aber aufgrund der Temperaturen noch nicht testen. Fakt ist obwohl die Klinge recht kurz ist kann man dank ihrer Höhe recht gut damit "hacken" und durch den Flachschliff schneidet es sich auch sonst sehr angenehm.

Den Auslieferungszustand war ok. Das Messer war nicht so scharf geschliffen wie ich es gehofft habe, das ließ sich aber schnell beheben. Nach knapp einem Monat im Kücheneinsatz kann ich nichts negatives über den Stahl sagen. Das Sanyougo hatte ungefähr die selbe Schärfe wie mein Global nach einem Monat Nutzung. Das Nachschleifen heute ging auch ohne weitere Vorkommnisse von der Hand.

Die Lederscheide ist der Teil des Messers der mir wohl den größten Ärger gemacht hat. Nach etwa fünf mal öffnen riss die Niete im Druckknopf ab. Eine Mail,ein Telefonat und zwei Wochen später hatte ich einen Ersatz von Böker bekommen. Insgesamt sehr unbürokratisch und schnell.

Leider ist die Scheide so konstruiert worden das man mit dem Messer zuerst beim herausziehen am Druckknopf hängen bleibt und beim reinschieben des Messers den Riemen zerschneidet. Beides ist für ein Küchenmesser sicher nicht dramatisch. Ich habe derweil von der kaputten Lederscheide den Riemen entfernt. Das Ergebnis sieht nicht unbedingt schön aus ist für mich jedoch viel praktischer als die neue Scheide, zumal das Messer recht fest in der Lederscheide klemmt. Ich denke auch für den Transport im Rucksack wäre der Riemen nicht unbedingt notwendig gewesen.

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Der Griffschalen und die Spacer sind nicht glatt geschliffen so das an verschiedenen Stellen entlang des Griffs Unebenheiten zwischen Stahl, Space und Griffschalen zu sehen und zu fühlen sind. Allerdings hat mein Sanyougo nirgends scharfe kannten und für mich geht die Verarbeitung voll in Ordnung.

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Das Lock in der Klinge und die Einbuchtung am Griff scheinen sich als leichte Dreckfänger zu erweisen.

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Alles in allem tolles Messer. Ich hätte gerne noch eine mittelgroße und eine ganz große Version davon!
 

olli16

Mitglied
Moin,

Das Problem mit der Verschluss-Lasche bei der Scheide ist mir auch aufgefallen. Das kenne ich schon von einigen Grohmann-Messern. Ich werde meine wohl auch entfernen, ist eigentlich überflüssig, da das Messer auch ohne Lasche sicher in der, leider nicht sehr passgenauen, Scheide steckt.

Interessanterweise fehlt bei meinem Messer der Hinweis auf die Stahlsorte, die man auf Deinen beiden letzten Fotos sehen kann.

Das ist somit das erste Messer, bei dem ich nicht weiss, welcher Stahl "drin" ist.

Aber damit kann ich leben:)

Gruß
Olli