Böker Davis Classic Hunter

Lando

Mitglied
Bis jetzt gibt es diesen hübschen Klappstahl ja leider nur im neuen Katalog. Die dortige Darstellung hat aber ausgereicht, die Bestellung ist schon raus. Vom Design her entspricht es absolut meinen Vorstellungen. Es erinnert mich ein wenig an das Microtech CMT X5, welches mir vor Jahren leider schmerzlich abhanden kam. Bleibt mir eigentlich nur ein Wunsch: Daß der Nagelhieb in der Serienproduktion wegfällt.

Lando
 

beagleboy

Premium Mitglied
Bis jetzt gibt es diesen hübschen Klappstahl ja leider nur im neuen Katalog. Die dortige Darstellung hat aber ausgereicht, die Bestellung ist schon raus. Vom Design her entspricht es absolut meinen Vorstellungen. Es erinnert mich ein wenig an das Microtech CMT X5, welches mir vor Jahren leider schmerzlich abhanden kam. Bleibt mir eigentlich nur ein Wunsch: Daß der Nagelhieb in der Serienproduktion wegfällt.

Ein CMTX-5 habe ich selber lange gehabt, aber eine Ähnlichkeit kann ich da nicht wirklich entdecken. :confused:

Ist auch wurscht; wenn man das Messer zum ersten Mal in der Hand hat, wird die Eigenheit des Entwurfes sofort deutlich.

Das Davis zeichnet sich vor allem durch die flache Bauweise aus, d.h. der Griff trägt in der Hosentasche nicht auf, liegt aber trotzdem sehr gut auch in großen Händen.

Auf der IWA wurde die Ergonomie des Protos (der in den Dimensionen exakt der späteren Serie entspricht) durchgängig positiv bewertet.

Der Nagelhau wird nicht wegfallen.

Ein Passaround ist sicher denkbar, sobald das Messer (voraussichtlich im Mai) verfügbar ist.
 

Lando

Mitglied
Hi Marc,

mit der Ähnlichkeit zum Cmt X5 meinte ich nur die Griffgestaltung und die Klingenlänge. Vom Konzept her finde ich das Davis Classic Hunter wesentlich interressanter, da ich den Backlock lieber mag und es eben klassischer daher kommt. Stahl fühlt sich auch viel besser an als Titan. Hoffe bald eins in der Hand zu haben.

Lando
 

hawky

Mitglied
gibt es unter umstaenden die moeglichkeit bei boker ein paar dieser messer mit schwarzen anstelle von gruenen micarta zu produzieren?


ps: gibt es vielleicht schon ein paar fotos von dem fertigen modell?

gruesse,
hawky
 

beagleboy

Premium Mitglied
gibt es unter umstaenden die moeglichkeit bei boker ein paar dieser messer mit schwarzen anstelle von gruenen micarta zu produzieren?


ps: gibt es vielleicht schon ein paar fotos von dem fertigen modell?

gruesse,
hawky

Zweimal nein.

"Mal so ein paar" zu produzieren ist logistisch irgendwie nicht so einfach. Und Einzelanfertigungen sind bei uns auch nicht einfach so machbar.

Fotos vom Serienmodell zeige ich, wenn es das gibt.

Ebenso, wie es einen Passaround geben wird. ;)
 

hawky

Mitglied
danke fuer deine schnelle antwort trotz urlaub ... ich bin da wohl etwas naiv an die sache heran gegangen.

also , schoenen urlaub!
--hawky
 

sharknose

Mitglied
Hat schon jemand das Messer gekauft und kann seine Eindrücke schildern, eventuell auch ein paar aussagekräftige Fotos hochladen? :jammer:


Gruß, sharknose :steirer:
 

FoxTerrier

Mitglied
Hallo,

Ich habe das Messer seit ca. 3 Wochen. Es ist sehr schön verarbeitet. Ich mag das grüne Micarta und die roten Fiebereinlagen passen sehr schön dazu. Besonders nett finde ich, dass auch der Spacer am Ende des Griffes aus Micarta ist. Das Messer wirkt solide, es ist ja auch eher groß und gehört duch zu den schwereren Klappmessern, wobei der Schwerpunkt genau an der Stahlbacke (also am Zeigefinger) sitzt. Das Griffmaterial fühlt sich sehr angenehm an, nicht rau aber die Struktur des Leinen Materials lässt sich erahnen. Der Griff bietet ausreichend Sicherheit, durch die Mulden am Beginn und Ende des Griffes.
Was manche vielleicht stört ist, dass die Klinge im Vergleich zum Griff recht kurz ist. Damit ist es Böker aber gelungen dass keine Kanten im geschlossenen Zustand hervorstehen, wie es sonst oft bei Backlockmessern üblich ist. Der Stahl (N690BO) ist ja ausreichend bekannt, und meiner Meinung nach eine gute Wahl. Die Klinge weist einen recht deutlichen Hohlschliff auf, was ich eher als Nachteil betrachte, aber es passt optisch sehr gut zum Gesamtkonzept des Messers. Die Klinge ist am Rücken 4mm stark, wodurch sie sich auch für grobe arbeiten eignen dürfte.
Praxis Erfahrungen kann ich keine abgeben, da ich das Messer noch nicht viel verwendet habe. Mein Exemplar weist seitliches Klingenspiel auf, nicht in einem Maß, dass für den Gebrauch störend wäre aber doch.
Das Messer erinnert mich an Designs von Bob Loveless, vergleichbar vielleicht mit den Loveless Modellen von Lone Wolf, die jetzt von Fantoni gefertigt werden.

Wenn sich morgen die Gelegenheit ergibt, werde ich Photos machen.

Grüße, FoxTerrier
 

sharknose

Mitglied
Danke schon mal für deine Eindrücke! Ein paar Bilder wären sehr nett. :super:

Die Klingenlänge reicht mir vollkommen, mein derzeitiges EDC hat auch nur 8 cm Klingenlänge. Hohlschliff stört mich nicht wirklich.

Mir gefällt das gesamte Design des Messers. Wirkt sehr stimmig, irgendwie "klassisch" und verbreitet weder Angst noch Schrecken bei Mitbürgern.

Was mir nicht gefällt ist das seitliche Klingenspiel. Naja, mal kucken. :steirer:

Gruß, sharknose
 

Padde

Mitglied
Hat mittlerweile noch irgendjemand Erfahrungen mit dem Davis Hunter?
Klingenspiel, Verarbeitung u.s.w
Schon mal Danke

Gruss Patrick
 

porcupine

Super Moderator
Ich habe das Messer bei meinem Händler schon häufiger prüfend in Händen gehabt.
Also:
Die Verarbeitung ist sehr gut. Die Handlage ist hervorragend. Die Klinge ist sehr stark und das Gewicht erscheint angesichts dessen nicht sehr hoch.
Etwas zwiespältig bin ich bzgl. des Lockbacks: er wird nicht von der üblichen Blattfeder abgefedert, sondern von einer im Griff versteckten Schraubenfeder. Der Folder ist nicht zerlegbar und ich sehe keine Möglichkeit, wie man die Feder ggf. wechseln könnte.
Vielleicht macht man sich unnötige Gedanken, aber mir scheinen diese filigranen Schraubenfederchen immer eher für einen Kugelschreiber geeignet als für ein Hard-Use Jagdmesser.
Vielleicht kann Beagleboy mehr über die Wahrscheinlichkeit/Unwahrscheinlichkeit eines Federbruchs sagen.
 

Nachtcacher

Mitglied
Hi,

wollte das Thema noch mal aufgreifen. Das mit der Schraubenfeder würde mich auch interessieren, ob das als Nachteil für die Langlebigkeit angesehen werden kann? Ich sammle keine Messer, ich würde es also nach dem Kauf dann auch langfristig behalten sowie auch benutzen.
 

beagleboy

Premium Mitglied
Vielleicht kann Beagleboy mehr über die Wahrscheinlichkeit/Unwahrscheinlichkeit eines Federbruchs sagen.


Ja, kann ich. :D

Federn brechen gelegentlich, so ist das eben. Ob das eine Blattfeder bei einem klassischen BackLock ist, oder eine Öffnungsfeder bei einem Springmesser, ist da eigentlich wurscht.

Und wo man bei einem Speedlock durch die Verschraubung noch relativ einfach in Eigenregie Abhilfe schaffen kann, nimmt so ein vernietetes Backlock-Messer kaum einer selbst auseinander.

Wir führen bei einem Federbruch die Reparatur auf Garantie aus, und ob jetzt Schraubenfedern oder Blattfedern eher zum Brechen neigen, kann ich kaum sagen.

Seit 2011 haben wir bei den Davis genau einen Federbruch gehabt, und das war in Anbetracht des geringen Alters des Messers sicher ein Materialfehler und kein normaler Verschleiß.

Und wir sind ja auch nicht die ersten mit einer Schraubenfeder an ungewöhnlicher Stelle.

Ich kann mich auch beim Microbar-Lock von Microtech nicht an eine Häufung von Federbrüchen erinnern, oder?
 

porcupine

Super Moderator
Danke, sowas in der Art hab ich mir gedacht. Ich erinnere mich an ein CRKT/Lake Modell mit Schraubenfeder im Griff.
btw: Die einzige Feder, die mir bisher an einem Folder gebrochen ist, war eine Blattfeder und das auch kurz nach dem Erwerb, also Materialfehler.
Vielleicht kauf ich mir den Davis Folder doch noch, optisch finde ich ihn sehr gelungen.
 

Nachtcacher

Mitglied
Ich hab's mir bestellt, aber nach 2 Tagen wieder zurück gegeben. Irgendwie sind wir über's Wochenende doch keine Freunde geworden. Obwohl das Messer recht flach ist, ist es ein ganz schön großer Klopper. Auch der sehr stark ausgeprägte Hohlschliff (liegt wohl an den 3,7mm Klingenstärke) ist nicht ganz so mein Fall. Ich denke, dass das Konzept hier wohl eher in Richtung Jagdmesser geht und nicht unbedingt in Richtung Outdoor (z.B. Campen, Wandern oder als Immer-Dabei).

Die Verarbeitung ist recht ordentlich, wem so ein Messer von der Art her gefällt, der macht bei dem Preis nichts falsch. Schön anzusehen ist es auf jeden Fall!!!