Böker Bender Passaround Erfahrungsberichte

keyplus88

Mitglied
beagleboy schrieb:
Der erste Tester eröffnet in "Serienmesser Revisionen und Tests" einen neuen Thread für die Erfahrungsberichte.
Der bin ich zwar nicht, nichtsdestonotwendigertrotz fang ich halt mal an.

Das Böker Bender hat mich aus folgenden Gründen von Anfang an angesprochen:
- Stonewash-Finish
- Green Canvas scales
- 440C-Klinge

Eine "steingewaschene" Klinge hat für mich DAS User-Finish schlechthin. Man sieht keine Fett-Dapper, kleinere Kratzer fallen nicht auf und um nicht völlig ins Rationalisieren abzudriften: es schaut einfach genial aus.;)

Obwohl Green Canvas die letzten Jahre mehr und mehr im Trend liegt, kann ich immer noch keine Übersättigung verspüren. Für Gebrauchsmesser einfach klassisch - Loveless läßt grüßen...

Und wenn ein 440C-Stahl in Solingen verarbeitet wird, kann ich erfahrungsgemäß davon ausgehen, dass die Wärmebehandlung stimmt und daher die Schnitthaltigkeit meinen Anforderungen an ein EDC-Messer vollauf entspricht.

Meine Eindrücke aus der Testzeit:
- die Klingengeometrie ist einfach und sinnvoll für ein EDC.
- der Griff liegt satt in der Hand. Arg viel dicker hätten die Schalen allerdings nicht werden dürfen. Mir hätten 5mm weniger auch gut gereicht.
- die Klinge ist für meinen Geschmack zu kurz. Sowohl optisch, als auch praktisch. Anderthalb Zentimeter mehr könnte das Bender noch vertragen.
- der Sitz in der Kydexscheide geht in Ordnung - der Zugwiderstand war allerdings zu gering für Tip-up Trageweise.
- das Konzept der auswechselbaren Griffschalen ohne Schrauberei ist eine witzige Sache. Technisch sauber gelöst und optisch ansprechend. In meiner Welt allerdings die Lösung eines nicht existierenden Problems. ;)

Das neue Teklok ist noch feiner einstellbar und sorgt so für einen nahezu spielfreien Sitz der Scheide am Gürtel.

Fazit:
Ein kleveres kleines Fixed mit extrem hohem Nutzwert. Noch dazu von einem Forumsmitglied ersonnen. Muss man also praktisch haben...:steirer:
Herzlichen Dank an Marc Götzmann und "seine" Firma Böker fürs Testen-Dürfen.:super:
 
An dieser Stelle möchte ich nun auch meine Erfahrung mit dem Böker Bender preisgeben.

Im Paket befindet sich das Messer (fertig montiert mit Griffschalen/Paracord), die Kydexscheide, Tek-Lok mit Zubehör.
Zu den schwarzen Micarta-Schalen hat Marc noch 2 zusätzliche ins Paket gepackt.
Diese sind nicht im normalen Lieferumfang enthalten und müssen gesondert erworben werden.

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Die orangenen Schalen (die einen kleinen Fräsfehler aufweisen) habe ich gleich im Karton liegen lassen (ist halt einfach nicht meine Farbe). :p
Die Grünen gefielen mir auf Anhieb und so wurden diese auch gleich montiert.
Die Montage funktioniert erstaunlich einfach. Die Schalen (nicht zuletzt auch durch die Paßstifte) sitzen fest, das Paracord-Band sitzt sicher und sieht schick aus.
Mehr gibt es dazu in meinen Augen auch nicht zu sagen.
Kurz gesagt:
Funktioniert, gefällt, und hat mich positiv überrascht.

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Das Messer liegt gut in der Hand und vermittelt durch die Paracordwicklung ein sicheres Arbeits-Gefühl. Da rutscht auch nichts selbst wenn Hände und/oder Messer mal feucht/nass sein sollten.

Die Kydexscheide lässt sich in mehreren Positionen montieren. Im Grunde sollte jeder für sich eine passende Position finden.

Lediglich sitzt das Messer ein wenig zu locker in der Scheide. Sicherlich hätte ich dies mit Einsatz eines Heißluftföns leicht korrigieren können.
In Bezug auf den PA habe ich dieses aber gelassen. Vielleicht gibt es ja auch Leute die es ein wenig „lockerer“ mögen.

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Kommen wir an dieser Stelle zu einem Punkt der mir nicht ganz so gut gefällt. Das Messer eignet sich wunderbar auch mal ohne Schalen aus dem Haus zu gehen.
Sicherlich nicht mehr so griffig wie mit ihnen, aber dennoch absolut brauchbar. Wer jetzt denkt das sich das Messer (ink. Scheide) auch für eine noch unauffälligere Tragweise eignet täuscht sich leider.
Ich hätte mir gewünscht das die Scheide nur die Klinge umfasst und nicht die Schalen mit einbezieht.
Gutes Beispiel ist hier zum Beispiel ein CT1 von Oberland Arms/Pohl Force.

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Das soll im Grunde aber auch schon der einzige Kritikpunkt von meiner Stelle sein. Böker 440er Stahl hat mich schon mehrmals positiv überrascht, das Stonewash-Finish ist super und auch die Handlage passt.
Der Preis ist angemessen und Böker zeigt mit diesem (und natürlich auch anderen Messern) das sie einiges richtig machen.
Manche wünschen sich bestimmt den ein oder anderen Zentimeter mehr Klinge. Als EDC eignet es sich aber wunderbar für die meisten Arbeiten.

Mein kurzes und knappes Fazit: Bei Gelegenheit werde ich mir sicher ein Böker Bender organisieren, die Scheide (für mich) optimieren und des öfteren zu Hause vor dem Fernseher einfach mal wickeln was das Zeug hält. :super:

Herzliche Grüße
Sven...
 
Zuletzt bearbeitet:

Saschaman

Mitglied
Ich durfte das Messer auch vierzehn Tage ausprobieren.
Die Idee mit dem Griffwechsel fand ich hervorragend.
Mein Favourit war der grüne Griff, aber auch der orange Griff war mal dran.
Der Wechsel ging wirklich sehr einfach und die Schalen saßen auch gut am Griff. Durch das Paracord war der Griff natürlich auch sehr griffig.
An der Verarbeitung gab es nix zu meckern.
Stonewashed Finish ist sehr praxistauglich, Klinge war scharf abgezogen und ausreichend lang für alle gängigen Arbeiten des Alltags.

Durch den breiten Griff konnte ich mit meinen Pranken gut zugreifen und
auch mal einen Stock schnitzen, obwohl nur drei Finger am Messer waren.
Im Messermagazin wurde bereits auf die scharfe Ecke an der Fingermulde hingewiesen.Wenn man nicht aufpasst schneidet die Klinge in den Finger.
Es wäre besser das Ricasso bis nach unten auszuführen, so wie im Böker Katalog abgebildet.
Die Kydexscheide muß unbedingt nachgebessert werden.
Sie hält das Messer nicht zuverlässig fest.

Fazit:
Nettes kleines EDC Messer mit kleinen Kinderkrankheiten und sehr gutem Griffkonzept!

Vielen Dank an die Firma Böker und natürlich an Marc für das Organisieren:super::super::super:!!!
 

Kay

Mitglied
So nun will ich mal meinen Senf bzw die sicht meiner Dinge schildern...


Danke schon mal für die guddies:)

Verpackung war ansprechend. auch die Griffschalen und deren Befestigung sowie auch verarbeitung haben mir zugesagt.

Das Finish des Messers war sehr schön.
Auch die Geometrie hat mir zugesagt schnittig mit einer brauchbaren Spitze.

Was mir nun garnicht zugesagt hatte war die Haltekraft der Kydex Scheide, ich hatte immer angst das Messer zu verlieren.
Auch die Daumen bzw die Riffelung hätte ich mir weiter zum Daumen hin gewünscht.
Vermisst habe ich auch eine anschlag für den Zeigefinger, je nach dem wie scharf die Schneide ausgeschliffen ist könnte man sich so schon leicht schneiden. Klar das das Messer nicht zum Ölfässer durch bohren gemacht ist. Aber es gibt durchaus aufgaben wo ich das Messer auch mit nassen/flutschigen Fingern irgend wo rein stechen möchte im Outdoor bereich. Von einem Thema was ich nicht weiter vertiefen will mal ganz auszunehmen.

Dies waren alles Punkte wieso das Messer es nur raus mit in den GArten geschafft hatte und in die Küche hier hat es sich aber gut gewehrt:)

Alles im Allen war es ein Schöner PA für mich ich konnte wieder mal für mich lernen.

Danke an Marc und auch an Böker

MfG

Kay
 

Gecko

Mitglied
Frisch aus dem Wald mal meine Eindrücke:

Nachdem ich durch die anderen Berichte gewarnt war, hat mich die lockere Scheide auch unsicher gemacht:

Hab das Messer jetzt ne Woche getragen, rausgefallen ist es mir erst heute Morgen, beim Hose ausziehen im Berlingo.. ok, anderes Thema.:p

Also: Es geht. Fester wäre mir lieber.
Wie schon geschrieben geht da bestimmt noch was mit dem Fön, aber ich trau mich da doch nicht ran, nachher isses ganz vermurkst.

Die Scheidenbefestigung ist fein, trägt sich gut. Ich mag den Lock.

Das Messer selbst hat ne praktische Größe, taktisches Brötchenschneiden und Grillfleisch zerkleinern funktioniert.
Komischer Weise hab ich mich mit dem nicht, wie beim Vox, in den Finger geschnitten.
Die Chance war ein paar mal da, aber ich fand den Griff/ Klingenübergang weniger "gefährlich".

Form gefällt mir, die Griffschalentauscherei geht einfach und macht Laune.
Wobei ich mich auf eine Kombination festlegen würde und gut ist's.

Danke an Böker und Beagleboy für's testen dürfen!

Pit
 

Church

Mitglied
Mahlzeit!

Nun will ich mich auch einmal zum Bender äußern; es sind, seitdem es bei mir war, doch schon wieder einige Wochen ins Land gegangen.:hmpf:

Das Messer kam mit einer mich nicht befriedigenden Schärfe bei mir an, also ruckzuck mit dem Gatco-Schärfer - ähnlich dem Lansky-System - auf Rasurschärfe gebracht.
Zudem habe ich den beigelegten Griffschalen auch das farblich entsprechende Paracord spendiert.:hehe:

Im wesentlichen wurde von meinen Vorrednern schon alles gesagt.
Als EDC-Fixed ist die Größe ausreichend, nur 1 - 1,5 cm mehr Klingenlänge wären noch besser. Auch finde ich die Spearpointklinge für ein EDC-Messer nicht wirklich prickelnd, hier wäre eine Droppointklinge wesentlich angebrachter - damit lassen sich auch besser Brötchen schmieren.:steirer:
Kritik verdient auch die mitgelieferte Kydex-Scheide, wie auch schon von den anderen bemerkt wurde. Ich hatte einmal vor, das Bender als Neckie zu tragen, aber durch den losen Halt in der Kydex erübrigte sich das. Ich konnte und wollte nicht Hand anlegen, um den Mangel abzustellen.

Ich würde mir das Bender durchaus zulegen, wenn es alternativ zur Spearpoint- auch eine Droppointklinge gäbe, die zudem auch um die erwähnten 1 - 1,5 cm länger wäre, und wenn die Kydex nachgebessert wäre.
Der Griffumfang geht mMn völlig in Ordnung und ließ sich prima greifen (Handschuhgröße 9 1/2). Das Stonewashed-Finish fand ich sehr ansprechend; für eine Gebrauchsklinge aus rostträgem Stahl wie dem Bender auf jeden Fall besser geeignet als jede Beschichtung.

Zu guter Letzt noch ein Dankeschön an Böker sowie Beagleboy.:super:
Und noch ein paar Fotos zur Handlage sowie einige Impressionen.



Grüße,
Church
 

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lacis

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Steffens Messer haben es mir schon eine Weile angetan (er hat ein paar sehr, sehr gelungene Desings) und ich hoffe, in naher Zukunft mal eins von ihm mein Eigen nennen zu können. Zur Überbrückung kam der Passaround gerade recht. Zudem hat mich auch die innovative Griffbefestigung interessiert.

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Kommen wir zu der zuerst. Der Vorteil von Steffens „Erfindung“ ist m.E. nicht der schnelle und unkomplizierte Wechsel der Griffschalen (das geht beim Bravo Necker genauso schnell und etwas weniger fummelig) ohne zusätzliches Werkzeug (ok, das ist ein Vorteil). Der Vorteil liegt auch nicht darin, im Notfall immer ein Stück Schnur dabei zu haben (so lang ist die in diesem Fall nicht). Der Vorteil ist (neben der Optik) m.E. schlicht und einfach der Grip. Ich fand das Griffgefühl von Paracord (z.B. bei Strider) schon immer angenehm. Nur fehlte es manchmal etwas an Volumen. Steffen hat jetzt das Weiche und Rutschhemmende einer Wicklung mit der Festigkeit und dem Volumen von Griffschalen kombiniert.

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Prinzipiell fand ich die Handlage des Messers insgesamt gut. Insbesondere die Positionen für Zeigefinger und Daumen sind optimal. Nur die Riffelung der Daumenrampe fand ich etwas aggressiv. Im hinteren Teil endet der Griff – nicht nur optisch – etwas abrupt. 4 Finger bekomme ich gerade so unter. Wäre jedoch das Griffende anders gestaltet, würde der kleine Finger wohl etwas komfortabler zu liegen kommen.

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Ich mag kleine Fixed mit (vergleichsweise) kurzen Klingen gerne. Insofern bin ich auch mit dem Bender gut klar gekommen. Klingenform und –geometrie fand ich sehr brauchbar. So kann man hat mit der Klingenspitze etwas besser arbeiten. Rein optisch würde ich allerdings auch etwas droppoint-mäßigeres vorziehen. Das Stonewashed-Finish an den jüngsten Böker-Modellen finde ich (wie ich bereits an anderer Stelle schrieb) sehr gelungen.

Gut gefallen hat mir auch der Tek-Lok, mit dem Böker das Messer zum Testen ausgeliefert hat. Im Gegensatz zu den alten Tek-Lok-Modellen, die ich hier noch habe, gab es mehr Anpassungsmöglichkeiten an die Gürtelbreite, so dass ich das Messer rutsch-und wackelfrei an meinem CMG befestigen konnte. So einen Tek-Lok muss ich mir demnächst mal für meine diversen Kydex-Scheiden anschaffen.

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Wie bereits von den Vortestern angemerkt, war der Halt des Messers in der Scheide bei weitem nicht optimal. Mir ist das Messer mal beim Hose ausziehen aus der Scheide (und jegliche Nachhilfe) aus der Scheide gefallen (und weich auf dem Teppich gelandet). Froh war ich, dass es nicht irgendwo in mir stecken geblieben ist.

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Und zum guten Schluss mal wieder herzlich Dank an beagleboy und Böker für die Testmöglichkeit!
 

giovanni

Super Moderator
Das Messer liegt gut, rutschsicher und bequem in der Hand, die Mischung aus gefrästen Micarta und Paracord ist gut.
Ich finde es klasse. Daumenriffelungen brauche ich nicht, aber gestört haben sie auch nicht.

Für das Wechseln der Griffschalen habe ich mir erstmal überlegt, ob ich eine Anleitung aus dem Internet dazu brauche, war dann aber zu faul von der Couch aufzustehen – der Wechsel klappte in wenigen Sekunden. Schöne Konstruktion, genial einfach.

Die Scheide ist nicht gut – die hält das Messer so gar nicht fest.

Ein gut designtes Messer zum immer-dabei-haben mit einem vollwertigen Griff (bei nicht zu breiten Händen) – hat mir gut gefallen.

Gruß
giovanni
 

virus3

Museums-Kurator
Hallo,
wie leider oft, etwas hinterher hinkend, mein Bericht vom Böker Bender.

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Das Messer hat fast genau "meine" Größe, ließ sich gut greifen und hat durch die Paracord Schnürung auch ein sicheres Gefühl vermittelt. Der Griffabschluß ist ein wenig abrupt, ein Knoten im Paracord hilft etwas, dem kleinen Finger zu vermitteln, dass er auch dazu gehört.

Die Klingenform hat mir gut gefallen, denn sie bietet viele Anwendungsmöglichkeiten. Einerseits spitz genug um etwas aufzustechen, andererseits breit genug um beispielsweise ein Brot zu schmieren. Eine etwas grobe Fingerauflage ist auch vorhanden, zu weit zur Klingenspitze angeordnet um mir als Daumenrampe zu dienen (bei irgendwelchen Monsterhänden sieht es vielleicht anders aus), aber den Zeigefinger konnte ich gut dort zur Klingenführung unterbringen.



Das Klingenfinish ist ähnlich wie beim Cox, bereits dort hat es mir gut gefallen, und wohl in der Lage manchen Kratzer zu verbergen.

Jetzt aber zum Alleinstellungsmerkmal, den Wechselschalen: Diese Eigenart (oder soll ich sagen Feature :irre:) wollte ich ja unbedingt ausprobieren.

mf_bender02.jpg


Das System ist passgenau, intuitiv und ... cool :cool:. Aber es bleibt eine Spielerei für uns Freaks.
Die Normalos suchen sich einfach vorher die Farbe aus die ihnen gefällt und wenn das Paracord verschlissen ist wechselt man es aus wie bei einem anderen Messer... Die Notwendigkeit die Schalen auswechseln zu "müssen" ist wohl eher selten.
In diesem Sinne, schwarze Griffschalen gefallen mir am besten und lassen sich bestimmt mit klasse Paracordfarben kombinieren... :super:

Leider habe ich das Messer nicht oft dabeigehabt. Das lag daran, dass die Scheide nicht in der Lage war das Messer sinnvoll festzuhalten. Den Berichten der anderen Tester nach, ist das nicht erst durch Gebrauch entstanden. Meiner Meinung nach fehlt da eine Verdickung, die in die Fräsung der Griffschalen greift und etwas mehr Spannung der Kydex. Das birgt natürlich die Gefahr, Gebrauchsspuren zu hinterlassen aber der jetzige Zustand ist nicht haltbar und wird sicher viele Kaufinteressenten abschrecken.
Es wäre interessant zu hören, ob hier Abhilfe/Veränderungen seitens Böker geplant sind.



Danke für die Möglichkeit zum Testen und zur Rückmeldung und natürlich für die Goodies :hehe:.

Gruß Th.
 

excalibur

Super Moderator
Moinsen,
und hier nun auch mein Senf zum Böker Bender. Wenn man in der Passaroundschlange weiter hinten steht kann man meist nicht viel Neues und Erhellendes beitragen.
Im Wesentlichen ist alles schon gesagt. Trotzdem mein Statement:
+ (für positiv)
+ gute, satte Handlage, für meine Hände ideal
+ angenehme Größe, sehr kompakt-trotzdem vollwertiges Messer
+ die Daumenrampe u. Riffelung fand ich originell und nützlich
+ super Klingenfinish, gefällt mir besonders:super:
+ schneller Griffschalenwechsel

- (für negativ)
- schlecht haltende Scheide ( etwas fönen täte gut )
- sehr scharfe Kante an der Fingermulde (Aua), hier würde ich nacharbeiten, wenn es meins wäre.
- mit dem tollen großen TekLok wird das "Gesamtpaket" einfach zu groß, ein solch kompaktes Messer wird damit erheblich aufgebläht. Ich habe dann Nestors Leder-Kombi-Adapter rangeschraubt :super:

Fazit: Die Möglichkeit die Griffschalen zu ändern finde ich optisch super, jedoch kämen da auf den Besitzer erhebliche Zusatzkosten zu. ( 27[grün] bzw. 33[orange] € zum Messerpreis von 135€ sind zwar angemessen aber nicht unerheblich) Kurzum nachdem ich das Messer mit drei verschiedenen Griffschalen-Sätzen kennen gelernt habe, hätte ich es auch gerne so--seufz--
Dieses tolle Messerdesign kommt auf meine Wunschliste:lechz:

Vielen Dank an Marc und die Firma Böker für den Passaround und die kleinen Aufmerksamkeiten des Hauses.

Namaste Excalibur
 

Oliver

Mitglied
So, nun kommt auch mein Bericht.

Das Bender fällt vo der Größe, Klingenform etc. völlig in mein Beuteschema.
Das Ungewöhnliche an diesem Messer ist mit Sicherheit die Befestigung der Griffschalen. Die Möglichkeit, das Messer so seinem Geschmack anzupassen und dazu noch werkzeuglos gefällt mir.

So, nun aber zu meinen Eindrücken.
Griff
Der Griff passt auch zu einem ausgewachsenen Messer. Meine Hand hatte wunderbar platz und dadurch, dass der Griff nicht ultrdünn ist konnte ich es auch gut fassen und damit auch mal schwerere Schnitzereien machen.
Mein Favorit war orange mit schwarzem Paracord. Als ich es bekam waren, glaube ich, die schwarzen montiert. Mit denen bin ich auch der Scheide mit dem Heißluftfön zu Leibe gerückt, die daraufhin recht satt saß. Mit den orangenen Griffschalen passte es wieder nicht so gut. Die unterschiedlichen Griffschalen sind also nicht 100% identisch. Dürfte aber, zusammen mit der Form der Scheide, nur die permanent-Wechsler stören.

Klinge
Scharf, stabil, schönes Finish (für meinen Geschmack). Pappe schneiden, auch mal dickere Stöckchen hacken, Lockenstab schnitzen, alles kein Problem. Aber Apfelschnitzen bei der Brotzeit, ... Die wurden eher abgespalten als abgeschnitten. Die Klingengeometrie ist da eher auf der "sicheren" Seite. Nix für die Küche.

Am Ende der Testzeit muste ich mal zwei Minuten an den Sharpmaker, dann war die Gebrauchsschärfe wieder da. Gut nachzuschärfen und gute Standzeit, perfekt für ein Allroundmesser.

Die Riffelung am Klingenrücken könnte, zumindest im vorderen Teil, etwas scharfkantiger sein, dann könnte man damit noch einen Firesteel bedienen. Da sie aber sauber entgrated und gerundet ist, kommt da noch nicht einmal ein Fünkchen ;-)

Scheide
Ging zwar recht einfach anzupassen (unter Zuhilfenahme der Rillen auf den Griffschalen für eine formschlüssige Anpassung). Das passt dann u.U. bei einem Schalenwechsel nicht mehr, da die Griffschalen nicht 100% identisch sind. So gesehen wäre es vielleicht besser, die Scheide nicht bis zu den Griffschalen gehen zu lassen. Kniffelig.
Dabei war ein großes Teklok, mir hätte ein kleines besser gefallen. So groß ist ja das Messer selbst nicht. Aber durch die Möglichkeit es auf die Gürtelbreite anzupassen ist es auch mit schmalen Gürteln kein Problem.

Fazit
Gutes, robustes Allroundmesser mit netten Details aber in Bezug auf die Scheide noch ausbaufähig.

Viele Dank für die Testmöglichkeit.
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dyas-segler

Mitglied
Moin, Moin, irgendwie habe ich gestern Abend meine Notizen zum Böker Bender PA auf dem Rechner gefunden und dann festgestellt, dass ich mein Review noch nicht abgeliefert hatte – aber jetzt.

Auf das Böker Bender habe ich mich irgendwie richtig gefreut, da mir die Designs von Kanuler immer gefallen haben, wenn im MF was neues vorgestellt wurde.

Leide rmuss ich sagen, das ich irgendwie etwas enttäuscht wurde.

Die Tatsache, dass das Messer in der Kydex etwas Spiel hat wurde ja bereits erwähnt.
Sehr gut gefallen hat mir das Klingenfinish, sehr unempfindlich für Kratzer, aber trotzdem hübsch anzusehen und nicht alle Tage üblich. Ebenso ist der Anschliff gut und praxistauglich, der Stahl hält gut die Schärfe, aber das wundert nicht, so was kann Böker einfach immer sehr gut.
Nicht gefallen hat mir das an sich optisch sehr ansprechende und auffällige Design, wenn man das Messer dann mal in die Hand nimmt und benutzt.
Mir ist der Griff für ein Messer dieser Größe und der Schneidenlänge einfach zu groß und zu kantig. Der ansteigende Klingenrücken bildet quasi einen Handschutz aus, die Riffelung liegt jedoch weit davor und ist mir zu groß/ grob. Der stark abfallende Klingenrücken bildet dadurch eine Spearpoint Spitze aus, hierdurch wird Schneidenlänge verschenkt, die dem Messer gut tun würde.
Die Griffschalen haben leichtes Spiel, auch wenn die Wicklung gut festgezogen ist, die Bohrungen sind halt etwas größer wie die Pins.
Ohne Griffschalen, was ja durchaus eine Option wäre, ist die Kydex quasi nicht mehr zu gebrauchen.
Daher kurz und knapp mein Fazit, Bökers bekannt gute Verarbeitung am Stahl, die Kydex optimiert, die Griffschalen selbst gerundet oder machen lassen und es kommt mir schon deutlich näher.
Das Design gefällt mir nach wie vor, bei wem dann noch das Handling passt, der bekommt sicherlich ein gutes und solides Messer aus Solingen.
Grüße aus dem Rheinland, dyas-segler