Bluttat in Erfurt

Was mich an all dem stört, was jetzt nach der Tat sicher wieder wochenlang diskutiert wird, ist der Mythos der Kontrollierbarkeit. Sicher werden sich die Leute wieder überschlagen, geniale Forderungen und Ideen zu präsentieren. Tatsächlich sind Amokläufe so alt wie die Menschheit, und wer überraschend, zufällig und rücksichtlos möglichst viele Menschen (und sich selbst) töten will, wird dies immer tun können.
Das ganze wird jetzt wieder benutzt, um seine eigenen Ideologien als bestätigt zu präsentieren ("Waffen für alle!" bzw. "Keine Waffen für keinen!", je nach Gusto), und was die "Ursachenforschung" betrifft, wissen wir doch jetzt schon wieder, woran es liegt: Fernsehen! Computerspiele! Kino! Rockmusik!

Die Wahrheit dürfte wohl eher sein, dass sich in unseren ach so modernen Gesellschaften viele mehr und mehr überflüssig fühlen, ausgestossen und unwichtig. Wer seinen Job verliert oder wie dieser Junge aus dem Abitur ausgeschlossen wird, ist überflüssig. Gibt ja genug andere. Und dann wächst der Wunsch, seinem Leben ein Ende zu bereiten und EINMAL ein Ausrufungszeichen in die Welt zu setzen, einmal noch wichtig zu sein. Jemanden mit einer Sturmschrotflinte kann man nicht mehr ignorieren, der steht im Mittelpunkt.

Ich glaube nicht, dass irgendwelche Gesetze daran etwas ändern werden, und bei allem was jetzt sicher wieder vorgeschlagen wird (hach, es ist Wahlkampf!), kann man sich sofort mal fragen "Hätte das diesen Amoklauf wirklich verhindert?". Mir fällt kaum eine machbare Massnahme ein, auf die das zutrifft.

Wir sollten uns fragen, welchen Preis wir für unsere leuchtend bunte Leistungs- und Konsumgesellschaft zahlen müssen. Wer sich keinen Mittelklassewagen und einen Bausparvertrag leisten kann, wer unten herausfällt und abgeschrieben wird, löst sich nicht in Luft auf. Manche von denen ohne Perspektive werden selbst dafür sorgen, dass ihnen Aufmerksamkeit zuteil wird.

Ich glaube nicht dass dieser Junge zu dieser Tat gekommen wäre, wenn jemand da gewesen wäre, der zu ihm sagt: "Wir respektieren Dich, wir erkennen Dich an, wir brauchen Dich. Hier ist der Weg, das kannst Du jetzt tun.". Stattdessen hat der alleine zuhause gesessen, mit seinen Waffen gespielt, und dann ist ihm die Decke auf den Kopf gefallen, weil da nichts mehr war.
 

kababear

Mitglied
@maik genau das wollte ich gerade auch posten!
was mir aufgefallen ist, ist das innerhalb von 5 minuten nach bekanntwerden des amoklaufs 2 von 3 sendern sondersendungen gebracht haben wo unter anderen auch CNN dabei war!!!! pressefreiheit hin oder her, wenn diese "berichterstattung" auf ein minimum reduziert würde bin ich mir sicher, dass solche gewalttaten um einiges zurückgehen würden, da die täter kein "vorbild" mehr haben.
was mich jedoch auch ärgert ist die TOTALE desinformation von seiten der presse. so hat z.b. ein n-tv reporter davon geredet, dass eine pumpgun "dauerfeuerfähig" sei und bis zu "1nem meter gross" sein könnte:staun: (nagut es waren andere worte aber das war der inhalt!)
unsere gesellschaft hat sich darauf beschränkt dann wenns zu spät ist für 2-3monate durchzudrehen und gesetze zu fordern. nach den 3 monaten ist es in unserer auf unterhaltung ausgerichteten welt nichtmehr interessant und verschwindet aus den programmen von politikern, die sich doch acuh so oft um ihre bürger kümmern wollen
kaba

p.s.: was ich geschmacklos finde war ein von phoenix in die berichterstattung eingeschobener film namens "AMOK" der über die täter ammerikanischer bluttaten berichtete
 

Canavaro

Mitglied
Naaaa, bitte net noch mehr Schußwaffen unters Volk. Für meinen Geschmak kommt man da eh noch zu leicht ran. Ich möcht jetzt keinen hier im Forum auf den Schlips treten, aber gegen Schußwaffen habe ich einfach eine Abneigung. Von mir aus solln sie weiter Dolche, Wurfsterne und Stockdegen verkaufen, ist mir ehrlich gesagt ziemlich wurscht, bloß wenn Dir einer mit ner Wumme gegenübersteht hat Dich der wirklich an den Eiern. Wenn mir einer was mit nem Messer will hab ich wenigstens noch ne Chance abzuhauen, wenn der Knarre hat kommt nicht mal Maurice Greene mehr davon. Und was man so in den Nachrichten hört (über die Medienberichterstattung kann man auch wieder herrlich streiten) hatte der Typ ne WBK und ne Sicherung kann bei jedem mal durchbrennen, da laß ich mir nix erzählen.
 

Cato

Mitglied
Original geschrieben von pitter
@Cato. Aber es kann doch nedd sein, dass die Bewaffnung der Bevölkerung das soziale Konzept der Zukunft wird.

Hab ich glaub ich klar geschrieben- nicht "der Bevölkerung", sondern einfach freistellen, ob sich jemand (effektiv!) schützen will oder nicht. Momentan garantieren ja europäische Waffengesetze Opfer die sich nicht wehren können. Und langfristig werden wir uns entscheiden müssen- ob wir (siehe Großbritannien) dem Staat alles delegieren inklusive der Bürgerrechte, dafür 100% Sicherheit versprochen bekommen oder ob wir (ala USA) erkennen, daß es den Bodyguard/den Beamten nicht geben wird, sich die Beamten nicht auf Knopfdruck herbeibeamen können- und daraus die Konsequenzen ziehen.
Wie gesagt, seit etwa 10 Jahren sinkt die Gewaltkriminalitätsrate in den USA ebenso stark wie sie in Großbritannien steigt (übrigens steigt in GB auch und gerade die Schußwaffenkriminalität- siehe: http://news.bbc.co.uk/hi/english/uk/newsid_1440000/1440764.stm
http://www.guardian.co.uk/gun/Story/0,2763,416575,00.html )

Aber was zählt ist letztlich die gesamte Gewaltkriminalität, denn die Mordkriminalität, speziell jene mit Schußwaffen, ist nur ein winziger Bestandteil selbiger. Bezieht man nun Raub und schwere vorsätzliche Körperverletzung mit ein, führt Großbritannien trotz (wegen?) des Verbots von Faustfeuerwaffen ganz eindeutig:
.... Robbery per 1,000 population
USA: 5.3 UK: 7.6
....Assault per 1,000 populaton
USA: 8.8 UK: 20
(Daily Express, Thurs 29 June, by David Taylor)



MfG

Cato
 
Zuletzt bearbeitet:

darley

Mitglied
waffen an "zuverlässige bürger"!?

der mörder von erfurt war ein "gesetzestreuer" und anscheinend auch ein vertrauenswürdiger mitbürger, weitgehend unauffällig und - wie viele amokläufer - eher schüchtern.

er war mitglied im örtlichen POLIZEISPORTVEREIN und hatte alle waffen völlig legal erworben!

d.h., wenn wir für mehr waffen für alle sind, dann können sich noch mehr irre und halbstarke mit der nötigen artillerie versorgen.

das hingegen die notwehrsituation in D recht unbefriedigend gelöst ist, weiß ich natürlich.

dazwischen eine gute lösung zu finden , die zu mehr schutz und weniger potenzieller bedrohung führt, ist eine große herausforderung.

gruß
bernd
 

Nidan

Mitglied
Sorry, eigentlich wollte ich nichts dazu schreiben aber auf das letzte Post von Darley muß ich leider antworten.

Also es ist in D wirklich schwierig legal an eine Waffe zu kommen : I.d.R. brauchst du dazu ne aktive Mitgliedschaft in einem Verein und du mußt eine bestimmte Scheißleistung erbringen und eine Sachkundeprüfung ablegen.

Wenn das alles paßt und dir der Vereinsvorstand das Bedürfnis nach einer Waffe eines bestimmten Kalibers bestätigt, dann kannst du erst die Waffe beim Landratsamt beantragen. Die checken dann durch die Polizei ab ob du ein einwandfreies Führungszeugnis hast und dann kriegst du den Eintrag für die Waffe in die WBK und kannst sie dir kaufen.

Ich find der Gesetzgeber hat sich da wirklich Mühe gegeben, sowenig Waffen wie möglich unters Volk kommen zu lassen. Ein erkennbar Irrer oder "Halbstarker" scheitert spätestens am Schützenmeister der ihm sicher kein Bedürfnis austellen würde.

Wenn nun wirklich mal was mit einer legalen Waffe passiert ist das zwar schrecklich aber die absolute Ausnahme von der Regel.

Man kann nun mal nicht in Menschen hineinschauen und so bleibt immer ein Risiko, ich halt den Menschen nicht von ungefähr für die gefährlichste Bestie die auf unsrem Planeten rumrennt.

Lösungen wie man man Amok-Läufe verhindern kann , weiß ich leider keine. Ausser man strebt eine absolute Kontrolle des Staates über seine Bürger an , was aber historisch gesehen immer dazu führt, daß der Staat dann Amok läuft.

Was das Notwehrrecht angeht, stimm ich dir übrigens voll zu.
 

Canavaro

Mitglied
Also Cato, ich weiß nicht so recht. Ich fühle mich in D trotz Al-Quaida und Amokläufern immer noch sehr sicher und ich laufe auch die meiste Zeit bloß mit meinem kleinen Schweizer rum. Wie ich zu Schußwaffen stehe, habe ich oben schon dargelegt und das mit den Statistiken,na ja, das hat mein Prof damals schon in der ersten Vorlesung gesagt, dass man so ziemlich jede Statistik so frisieren kann, wie man es gerade braucht. Und gerade bei solchen Kriminalitätssachen fließen doch meines Erachtens mehr Faktoren ein als Wumme unterm Bett oder nicht.
 

cearbhallain

Mitglied
Original geschrieben von pitter
Arschloecher:angry:
affirmative - auch der ganze Text vorher


Original geschrieben von darley
... wenn wir für mehr waffen für alle sind, dann können sich noch mehr irre und halbstarke mit der nötigen artillerie versorgen ...

Aber es bleibt eine Tatsache, daß jemand der etwas vorhat, sehr sicher sein kann, nicht selbst gefärdet zu werden, niemand ihm einen strich durch seine Rechnung machen wird - weil die Mittel fehlen.

Original geschrieben von Nidan
Also es ist in D wirklich schwierig legal an eine Waffe zu kommen ]
... aber wesentlich einfacher, sich illegal zu bewaffnen. Eine legale Schußwaffe würde ich wohl kaum bekommen - aber wenn ich das wollte (entspechendes Geld vorausgesetzt - alles eine Frage des Geldes) könnte ich innerhalb kurzer Zeit fast jede gewünschte Schußwaffe in der Hand halten - von Pistolen über Gewehre bis zu Ak's oder sogar MG42... dieses Wissen steht jedem offen, der sich in irgendeiner Weise dafür interessiert. Man kann also davon ausgehen, daß diese Waffen prinzipiell auch jedem zur Verfügung stehen. IMHO würde der unsicherheitsfaktor, auf welche Gegenwehr man treffen könnte schon eine abschreckende Wirkung haben.

Verhindern, im Sinne von von vorneherein ausschließen, kann man aber nichts.
 

sibrgger

Mitglied
Lösungen hat wohl niemand in diesem Fall anzubieten. Ich wohne nur 40 km von erfurt weg-da kommt einem das ganze schon ganz schön nahe. Wer partout etwas vorhat, der kann sich auch eine Waffe besorgen- ich glaube da sind wir uns alle einig. Einigkeit ist doch wohl auch, daß die Waffengesetze in D eigentlich streng genug sind. Überwachungsmöglichkeiten gibt es genug. Letztlich bleibt es immer wieder an Menschen hängen. Natürlich auch an dem Täter. Aber was muß das für ein Vorstand eines Schützenvereins sein, der einem 19-jährigen bescheinigt, dass er eine ÜPumpgun erwwerben darf. Wie kann so etwas passieren. Ich darf mit 19 noch nicht mal jedes Motorrad fahren aber ich darf eine Waffe besitzen, die wettkampfmäßig in D garnicht gechossen werden darf. Keine Frage, dass auch junge Menschen an den Schießsport herangeührt werden sollen und auch trainieren müssen. Aber mit einer Pumpe????
Und natürlich sollte man auch mal darüber nachdenken, ob Waffen nicht auch in den Vereinen untergebracht werden könnten.
Ich habe Freunde, die auch Waffen zu Hause besitzen und aufbewahren- und ganz ehrlich, die Kinder kämen ran, wenn sie nur wollten. (Pistole im Nachttisch und so). Das sind die Geschichten, die nicht sein dürfen!!! Für mich ist jedenfalls klar, das solch eine Feuerwaffe auf .keinen Fall in die Hände eines 19-jäghrigen gehört. Da werden sich einige Leute eine Mitschuld auf die Fahnen schreiben müssen.
Grüsse
Stefan
 

.50 A.E.

Mitglied
Original geschrieben von darley
waffen an "zuverlässige bürger"!?

d.h., wenn wir für mehr waffen für alle sind, dann können sich noch mehr irre und halbstarke mit der nötigen artillerie versorgen.

das hingegen die notwehrsituation in D recht unbefriedigend gelöst ist, weiß ich natürlich.

dazwischen eine gute lösung zu finden , die zu mehr schutz und weniger potenzieller bedrohung führt, ist eine große herausforderung.

gruß
bernd

Eine richtige Lösung zu finden ist eine Herausforderung. Der gestern verabschiedete Waffenrechtsentwurf kann es nicht sein. Der Ruf nach stärkeren Restriktionen, der jetzt wohl immer lautern werden wird auch nicht, siehe Great Britain.

Besonders fällt mir da ein gewisser Edmund S. auf, der nicht nur fordert "über den legalen Waffenbesitz neu nachzudenke" sondern auch mal wieder "ein Verbot von Killerspielen". Bin auch mal gespannt wie lange die FDP noch den Kampf gegen ein schärferes Waffenrecht durchhält, 18 % vor Augen durchhalten wird. In unserer Gesellschaft wohl leider gerade keine mehrheitsfähige Haltung.

Mehr Waffen an zuverlässige und kundige Bürger halte ich für interessant. Durch ein "Gleichgewicht des Schreckens" gegenüber Straftätern könnten bestimmt viele Gewalttaten verhindert werden.

Betroffen macht mich, dass Robert Steinhäuser offenbar auch ein Jugendlicher wie jeder andere gewesen war.

Band T-Shirts und Heavy Metal hören? Traf auf viele in meiner Klasse zu, keiner gewalttätig. Horrorfilme kucken und Ballerspiele zocken? Machen viele meiner Bekannten, zocke auch gern Quake3, CS und Co. Gewalttaten hat auch noch kein mir bekannter Konsument dieser Sachen gemacht. Man muss eben Fiktion und Realität unterscheiden können, alt genug sein. Und dass in den Schützenvereinen das meiste glatt läuft zeigt eigentlich die Statistik über Verbrechen mit legalen Schusswaffen. Mit Leuten wie Robert, die einfach durchknallen und "keiner hat voher was gemerkt" werden wir leben müssen, es gibt eigentlich genug andere Jugendliche die herumprahlen wie er es getan haben soll und anschliessend nichts tun.

Bedauerlich natürlich dass er so nebenbei noch Sportschütze war und sich für Waffen interessiert hat. Da hat unsere Gesellschaft in den Schützenvereinen wohl mal wieder ein paar Sündenböcke gefunden (schon heute morgen mal wieder am Beispiel meiner Mutter hören können, die Waffen überhaupt nicht ausstehen kann).

Anstelle von neuen Verboten ist wohl eher ein Mittel gegen den Leistungsdruck unserer Gesellschaft notwendig, wie pitter schon schrieb. Aber im Zeitalter der Globalisierung werden wir gegen dieses Problem wohl nichts machen können.

Leute die eher schüchtern sind, werden eben öfter für diese Eigenschaft von der Gesellschaft abgestraft. Durfte am Ende meiner Ausbildung von einigen Kollegen am eigenen Leib Sachen erleben, die an Mobbing grenzten. Solche Dinge werden eben mit den schwächsten Elementen gespielt. Und dass ein Anderer in einer solchen Situation mal eben durchknallt wundert mich nicht.

Ein noch immer fassungsloser Andi
 

Schlappen

Mitglied
Original geschrieben von shindendojo
@ darley:
ob es in den USA ungleich mehr legale Waffen gibt, weiß ich nicht. Ich denke aber, daß dort mehr legale Waffen legal geführt werden.
Ein Hort des Friedens? Wohl nicht. Aber es gibt mittlerweile genug Beweise, daß das legale Besitzen oder Führen von Schußwaffen Gewalttäter abhält.

@ Schlappen:
Von so einem Szenario rede ich nicht. Es geht nicht darum, daß sich jeder wahllos bewaffnet. Ich rede von einer Situation in der nicht vorbestrafte oder anders auffällige und trainierte Bürger zum Selbstschutz eine Schußwaffe tragen dürfen. Sicher würde es Mißbrauch geben, ich vermute, daß dies Einzelfälle sein werden, im Großen und Ganzen würden sicherlich mehr Gewaltverbrechen verhindet oder gestoppt.

Salve, und genau darin liegt die Gefahr, dass mal wieder irgendwelchen völlig untauglichen Leuten (siehe Politbonzen) Waffen und damit Macht in die Hand gegeben wird, wenn jemand erstmal auffällig geworden ist, dann ist es zu spät, weil passiert und es ist dir doch wohl klar, dass z. B. die kriminelle Seite, sowas nicht ohne geiegnete Gegenmaßnahmen durchgehen lässt und die Erfahrung aus der Zeit des amerikanischen Westens sind da eindeutig, willst du eine Gegend befrieden, dann Schusswaffenverbot und damals trug jeder Halbbeiner eine Kanone und sieh es dir heute an, die Amis sind immer noch nicht schlau geworden: Eine Frau oben ohne, geht in den Knast, während sich jeder durchgeknallte Volljunkie ohne Probleme halb- und vollautomatische Waffen&Mun. besorgen und damit überall rumballern kann. Waffen gehören unter Verschluß in die Vitrine und sollten nur zur Pflege oder zum Training oder zur Jagd auf Wild, nicht Menschen oder zum sinnvollen Gebrauch herraus geholt werden und wenn sich alle dran halten, dann gibt es keine Probleme, sollte jemand meinen, dass diese Regeln für ihn nicht gelten, müssen die Strafen drakonisch sein und hinterher eine geignete Betreung des Psychopathen über Jahre hinweg statt finden, natürlich gesetzlich verdonnert, falls derjeniege nicht spurrt, fährt der ohne großes Blabla wieder ins Cafe Viereck, man muss es nur durchziehen und nicht, den Leuten immer nur Puderzucker hinten rein blasen und alles mit Psychosozpädlaberschwachsinn kaputt diskutieren, nach dem Motto: Ach du armer Junge, geh mal los und knall noch ein paar Unschuldige ab, denn dieses ist es doch was heutzutage praktiziert wird, besonders bei geringeren Vergehen, wie Körperverletzung, usw.
so long :cool:
 
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cearbhallain

Mitglied
Es ist ja alle soo einfach, wenn an es sich so leicht machen kann, wie Edmund - nur daß es leider nicht funktioniert. Aber kommt immer gut, wenn man den Dummen nach dem Mund redet - das ist einfach und bringt Wählerstimmen.



* * *

[sarkasmus]
ICH trage auch vornehmlich dunkle Kleidung -am liebsten fröhliches Schwarz. ICH höre Heavy Metal - JA - auch SLIPKNOT. ICH habe - OH GRAUS - lange Haare! (Verdächtig!!) ICH spiele'gewaltverherrlichende' Spiele! UND! Seit neustem habe ich auch verbotene, illegale, höchst gefährliche, nicht angemeldete, ungenehmigte, die Moral zersetzende WAFFEN in meinem Besitz - und - ICH führe sie sogar! AH! Nehmt mich fest - hängt mich auf! Rettet die Gesellschaft!
Es kann nur noch eine Frage der Zeit sein, bis ich hier ins Forum stürme und alle fertig mache.. *geifer*
[/sarkasmus]

sorry - mir kocht grade die Galle über vor so viel unvermögen.

- Möge Die Sonne auf Euer Leben scheinen -
 
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.50 A.E.

Mitglied
Original geschrieben von cearbhallain
Es ist ja alle soo einfach, wenn an es sich so leicht machen kann, wie Edmund - nur daß es leider nicht funktioniert. Aber kommt immer gut, wenn man den Dummen nach dem Mund redet - das ist einfach und bringt Wählerstimmen.
Als Kanzlerkandidat ist der Edmund endgültig für mich unten durch. Im Gegensatz zu Schilly und Schröder welche imho gestern angemessen und besonnen reagiert haben, bei den dummen Fragen der Reporter "warum sind Pumpguns nicht verboten, schärferes Waffengesetz" und den Reaktionen in den Medien hätte die Regierung derzeit eine perfekte Grundlage für Aktionismus, musste Stoiber gleich Wahlkampf machen und wie immer alles besser wissen.

Je nachdem was auf der Harddisk so alles gefunden wird können wir in den nächsten Tagen wieder mal etwas über die achso bösen Ego Shooter erfahren. Und natürlich dass jeder der sie konsumiert ein potentieller Amokläufer ist. Nur komisch dass sie bei mir noch keine bleibenden Schäden hinterlassen haben.

Will nicht wissen was die Union alles verbietet wenn sie an die Macht kommt. War das, was die bisher gegen den Waffengesetzentwurf gemacht haben etwa nur Opportunismus? Und wird im Kampf für die Inneren Sicherheit am Ende doch alles mögliche verboten?
 
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Cato

Mitglied
Original geschrieben von Schlappen
Erfahrung aus der Zeit des amerikanischen Westens sind da eindeutig, willst du eine Gegend befrieden, dann Schusswaffenverbot

Mal abseits der Lucky Luke Hefterln- kannst Du einen einzigen BELEG anführen, daß ein Schußwaffenverbot jemals zu einer niedrigeren Gewaltkriminalität geführt hat??

Wie erklärst Du Dir die sinkende Gewaltkriminalität in den USA- trotz enorm gestiegener Anzahl von Waffenträgern??? Wie den enormen Anstieg der Gewaltkriminalität im entwaffneten Großbritannien, in Australien??

Und zur Inkompetenz- zur Abwehr von Verbrechern reicht es offenbar.
Können Kriminelle nicht sagen wer bewaffnet ist und wer nicht
(=concealed carry permit), weichen sie auf risikolosere Taten aus.
Genau aus diesem Grund kann man in Deutschland als Krimineller getrost ältere, schwächere, kranke Menschen als Opfer herauspicken. In den USA eben nicht. Die Verlagerung von Gewalttaten zu konfrontationslosen Vermögensdelikten belegen sämtliche US Studien (Lott, Kleck, Kates) und die seit Jahren sinkende US Gewaltkriminalität.
 

Schlappen

Mitglied
Salve, auf das Thema bezogen, soll sich jetzt also deiner Meinung nach jeder bisher unbescholtene Bürger bewaffnen und dann getrost rum ballern dürfen? Wenn du schon zitierst, dann alles und reiß nicht, wie ein Rechtsverdreher, die Dinge aus dem Zusammenhang und stelle sie bewußt in einem anderen Licht da, so wie du es getan hast. Ich postete auch nicht von deiner anscheinend bevorzugten Literatur, sondern von verbrieften Fakten der Geschichte und dass man ältere und kranke Menschen auch nicht getrost als Opfer herraus picken, weil Schusswaffen in Deutschland, Österreich usw. weitesgehend illegal sind, sondern weil die Gesetzgeber der einzelnen Länder viel zu lasch mit solchen Straftätern umgehen, siehe Amiland, dort werden Urteile auch nicht vollstreckt, sondern dürfen Massenmörder frei rum laufen. Das ist wie in der Kindererziehung, ewig nur drohen bringt nix, irgendwann tanzen sie einem auf der Nase rum, wenn da nichts nach kommt, nach dem Motto: Es passiert mit ja sowieso nichts. Die Gewaltkriminalität in den Verunreinigten Staaten verlagert sich aus ganz anderen Gründen, hin zu Vermögensdelikten, erstmal sind sogenannte weiße Kragen Kiminelle besser angesehen, es ist risikoloser
und es will sich eben keiner mehr dreckig machen, genau wie bei richtiger Arbeit und man verdient besser und leichter, ist nur ein Spiegel der Gesellschaft und die Aushilfskomiker, die noch nie nachts zu Fuss, durch ein Ghetto gegangen sind, können welt- und realitätsfremde Gutachten erstellen, wie sie wollen, dadurch werden deren schwachmatische Vermutungen auch nicht wahrer. Ich brauche so etwas nicht auf Papier, von irgend so einem Theoriefuzzie, ich komme aus der Praxis und das ist Beleg genug.
so long :cool:
 
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Guenter

MF Ehrenmitglied
@ Schlappen: Von "...dann getrost rum ballern dürfen? " hatte bisher noch keiner was gesagt.
Und wenn man schon nicht das Absinken der Gewaltkriminalität in den USA mit irgendeinem Anstieg der Waffen im Volk in Verbindung bringen will, so ist das Gegenbeispiel in GB umso deutlicher und unwiderlegbar. Dort sind mit jeder Verschärfung der Waffengesetze belegbar die Straftaten mit Waffen sprunghaft angestiegen.
 

Schlappen

Mitglied
Salve, @ Guenter, ich wehre mich ja auch gar nicht gegen Leute, die mit Waffen umgehen können, ich selbst habe es beruflich lange Zeit getan und tue es sportlich immer noch, auch nicht gegen Sammler, Hersteller, Jäger, Sportler, die eine gewisse Zuverlässigkeit bewiesen haben. Aber ich wehre mich dagegen, dass da draussen jeder Volltrottel, wie in Amiland, mit einer Knarre rum rennt, wo die meisten Leute so schon bei geringsten Kleinigkeiten, die Selbstkontrolle verlieren und auf andere losgehen und gerade in einer Schule, Lehrer haben eine gewisse Vorbildfunktion und dann noch unsere Gesetze, ich lege einen um und geh ein halbes Jahr in den Bau, parke ich aber einmal falsch, setzt sich komplette Behördenmaschinerie in Bewegung und es fehlt nur noch das SEK, welches mich zuhause überfällt, weil ich die paar Euro nicht sofort gezahlt habe und ich wehre mich auch gegen irgendwelche frisierte Statitiken von Theoretikern, wie diesen studierten, ahnungslosen Sabbelköppen mit und ohne Diplom, ebenso habe ich auch die laschen Gesetze und deren noch laschere Durchführung bei Gewohnheitskriminellen der schweren Art kritisiert und was das getrost rum ballern betrifft, es wird mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit dann passieren, weil die Leute, mit Komplexen, dann endlich Macht in der Hand haben und es endlich mal den Anderen zeigen können, dann wird nicht mehr diskutiert, sondern sofort geschossen. Es gibt jetzt schon genug Schisser, die Angst vor ihrem eigenen Schatten haben, aber mit Gasknarre und scharf gemachten Köter unterwegs sind, obwohl sie nicht mal einem Pudel Gehorsam beibringen können. Nichts gegen scharfe, gut ausgebildete Hunde, ich habe selbst welche, aber die reagieren auf Fingerzeig oder eine Tonänderung meiner Stimme, da muss ich nicht brüllen oder prügeln, das ist der Unterschied zwischen Klasse und Masse.
so long :cool:
 
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Cato

Mitglied
Original geschrieben von Schlappen
Aber ich wehre mich dagegen, dass da draussen jeder Volltrottel, wie in Amiland, mit einer Knarre rum rennt, wo die meisten Leute so schon bei geringsten Kleinigkeiten, die Selbstkontrolle verlieren und auf andere losgehen

Also schön, Du Mann der Praxis, stell Dir mal folgende Frage: Würde Deine Theorie zutreffen, müßte dann nicht die Gewaltkriminalität in den USA ins Unermeßliche steigen? Weshalb also sinkt sie seit 10 Jahren, während sie in England steigt?

und ich wehre mich auch gegen irgendwelche frisierte Statitiken von Theoretikern, wie diesen studierten, ahnungslosen Sabbelköppen mit und ohne Diplom,

Tja, damit erübrigt sich wohl jede weitere Diskussion (sohat wohl auch die kathol. Kirche "argumentiert" als man ihr mitteilte, daß die Erde eine Kugel ist)- dennoch einige "schmerzhafte Facts" frisch vom Nachbarn:

Von 1982 bis 1996 hat die Anzahl der Waffendokumente
in Österreich von 187.000 auf 327.000 zugenommen (+ 75%).
Der Schußwaffengebrauch bei Straftaten nahm in gleichen
Zeitraum von 251 auf 143 Fälle ab (- 43%).
Die Anzahl der Waffendokumente pro 1000 Einwohner
beträgt in Finnland 215, in Österreich 41, in Deutschland 25
und in Ungarn 8.
Die Zahl der Morde pro 100.000 Einwohner beträgt in
Deutschland 6,5 in Ungarn 4,3 in Österreich 2,1 und
in Finnland 0,6.
Die Gesamtzahl der Straftaten in Österreich betrug 1996 485.000,
davon mit Schußwaffen 143 (=0,02%). Im Vergleich mit Deutschland wurde 1996 in Deutschland bei 10,4 Straftaten pro 100.000 Einwohner geschossen, in Österreich bei 1,8 Straftaten pro 100.000 Einwohner.
(Quelle: Univ. Prof. Dr. Franz Csaszar, Waffenrecht und
Schußwaffenkriminalität. In: Österr. Richterzeitung (9/94), 180-184.
Seitdem hat Prof. Csaszar die Zahlen upgedated und auf
der IWÖ Homepage publiziert.)




MfG

Cato
 
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Cato

Mitglied
Original geschrieben von Schlappen
wehre mich dagegen, dass da draussen jeder Volltrottel, wie in Amiland, mit einer Knarre rum rennt,

Wie gesagt, das was Du überaus überheblich als Volltrottel bezeichnest scheint überaus effektiv zu sein- immerhin etwa 2.5 Mio. verhinderter Verbrechen pro Jahr. Bevor die US Kriminologen Kleck und Gerz zu diesem Schluß kamen, indizierten schon fünfzehn unabhängig voneinander veranstaltete Studien und Befragungen ( zb: von Peter Harts Research Assoziates, Gallup und den- bei Gott nicht waffenfreundlichen- Los Angeles Times und CNN/Time ), daß die ca.
80 000 vom U.S. Department of Justice gemeldeten Fälle viel zu kurz greifen. Die Ergebnisse dieser ( teils nicht wissenschaftlichen ) Befragungen variierten zwischen 1,1 und 2,7 Millionen Fällen. Interessant ist, daß auch eine Gefängnisbefragung durch die Kriminlogen Wright und Rossi 1982 ergab, daß 34% der befragten Kriminellen die Erfahrung hinter sich hatten durch einen bewaffneten
Zivilisten "verscheucht, angeschossen oder gefangengenommen"
worden zu sein- in die letzten beiden Kategorien fiel nur 1% der Befragten.(James D. Wright, Peter H. Rossi, Under the Gun : Weapons, Crime and Violence in America)

Die Indizien, daß es eine enorme Dunkelziffer bewaffneter Notwehr von Zivilisten gab, häuften sich also ( übrigens ist die Dunkelziffer bei Vergewaltigungen etwa 33 mal höher als die Angaben des Justizministeriums ).

1993 beschlossen die Kriminlogen Kleck und Gertz
die "National Self- Defense Survey" auf wissenschaftlicher
Basis durchzuführen. Dazu wurden 4 977 anonyme
Telephoninterviews ( Auswahl per Zufallsgenerator ) in
48 Staaten durchgeführt ( alle die mit Meinungsforschung
vertraut sind wissen, daß zB. Gallup regelmäßig Umfragedaten
auf wenigen hundert Samples basierend veröffentlicht ).
4 977 erwachsene AmerikanerInnnen wurden befragt
ob sie in den vergangenen fünf Jahren bzw. im
vergangenen Jahr eine Schußwaffe zum Selbstschutz oder
zum Schutz anderer nutzten -wobei Fälle in Polizei und
Militär und gegen Tiere ausgeschlossen wurde.
Danach wurden genau die Umstände erfragt.
1.125% der Befragten bejahten die Frage und lieferten
auch genaue Informationen zu den Umständen ( 26 Fälle
wurden aufgrund von ungenauen Angaben zu den
Umständen ausgeschlossen ), was hochgerechnet auf
die Population der USA 2.2 bis 2.5 Millionen Fälle
privaten Schußwaffengebrauchs gegen Kriminelle ergibt.

In den USA gibt es heute in 49% oder 47.6 Millionen
Haushalten eine Schußwaffe, 93 Millionen Erwachsene
leben in diesen Haushalten. Demnach haben in einem
Jahr 3% der Personen mit Zugang zu Schußwaffen
eine Schußwaffe zum Schutz gegen Verbrecher verwendet.

In nur 24% wurde die Waffe abgefeuert, in nur 8% der Angreifer
getroffen. 37% der Fälle passierten im Heim des Opfers.
In 5.5% der Fälle wurde das Opfer verletzt- daher gibt es keinen
Grund zur Annahme Kriminelle würden bewaffnete Opfer
härter angreifen (die Gewalteskalationstheorie).
In 15.7% der Fälle gab der Befragte an es sei sich sicher daß
jemand getötet worden wäre, wenn die Schußwaffe nicht
gewesen wäre- das wären etwa 340 000 gerettete Leben pro
Jahr (nachzulesen in Gary Kleck, Marc Gertz, Armed resistance
to crime, in: Journal of criminal law and Criminology 86 (1995)
150-187 oder hier http://www.guncite.com/gcdgklec.html )!!