Blutrinnenvorrichtung

Falke226

Mitglied
Hallo,
kann mir jemand mal erklären wie ich eine Blutrinnenvorrichtung zum Schmieden am besten bauen kann, dass heißt Materialien (falls spezielle gebraucht werden) und Aufbau.
Der Sinn dabei ist, dass man auch alles ohne Zuschläger schaft.:ahaa:

MfG
 

Ilmarinen

Mitglied
Hallo Falke226,
ich versuch mal zu beschreiben, wie ich sowas bauen würde. Ob das dann funktioniert, weiß ich nicht.

1. Einen Stöckel aus C45 wie einen Abschrot, aber mit gerundeter Schneide.
2. Das Gegenstück auch aus C45, aber an stelle der Aufnahme für den Amboss nur eine Fläche (zum daraufschlagen).
3. Aus einem Langen Flacheisen (Länge ca. 1m, stärke etwa 7mm, Breite 20mm) ein langgezogenes U biegen (abstand der Schenkel zeinander etwa 10cm.
4. Die beiden Spiten des U's im rechten Winkel an die beiden Stöckel so anschweißen, dass die beiden Schneiden mit ein paar mm Abstand genau auf einander stehen. Das U dient dann quasi als Feder.

Die beiden Stöckel sollten natürlich gehärtet und angelassen sein. Jetzt brauchst Du nur noch die Klinge zwischen die beiden Schneiden schieben und auf den oberen Stöckel schlagen.

Ich habe mir in dieser Art 2 Vierkantstöckel gebaut und nutze sie zum Absetzen der Angel.


Gruß
Jörg
 

Ilmarinen

Mitglied
Hi Falke226,
schau Dir mal das Video an: http://www.youtube.com/watch?v=hvJ2JIvdmVc&feature=related

Bei etwa 4:44 benutz er eine Vorrichtung zum Absetzen der Angel. Stell dir anstelle der runden Baken einfach die beiden abgerundeten Abschrote vor.
Die Feder müßte aber in 90° zu den Schneiden verlaufen, damit du die Rinne über die ganze Länge der Klinge einprägen kannst.

Jetzt verständlich?

Grüße

Jörg
 

Falke226

Mitglied
Danke, ich denke ich habs verstanden, auch wenn der youtubelink nicht geht;)
Ich würde das schleifen, aber ich möchte alles schmieden und jur zum finish schleifen;)
 
Zuletzt bearbeitet:

U. Gerfin

MF Ehrenmitglied
Es geht so, wie Jörg es in Beitrag 2 beschrieben hat.
Die Dimensionen der Vorrichtung kann man natürlich variieren.
Es geht- aber unproblematisch ist es nicht.
Wenn die beiden Finger der Vorrichtung, die sich einprägen sollen, nicht exakt übereinander sitzen, sitzt auch die gewünschte Rinne nicht mehr exakt. Ein schräger Schlag genügt schon, um eine deutliche Abweichung zu erzeugen.
Die Prägefinger müssen auch an den Enden gut abgerundet sein, weil sich sonst unschöne Macken einprägen können.
Wenn es sehr präzise ausfallen soll, schleift man am besten gleich.
Rinnen mit größerer Rundung sind unempfindlicher.

Freundliche Grüße

U. Gerfin