Bestielen einer Allroundaxt...

Humppa

Mitglied
Servus!

Bei mir hat sich der Stiel einer Ochsenkopf Allroundaxt verabschiedet. Den Stiel hab ich mir schon von einem bekannten Schreiner / Draxler besorgt. Der Stiel ist aus Esche. Leider kann er mir die Axt aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr bestielen.
Bislang wurde die Axt immer ohne Eisenkeile bestielt. Die Holzkeile wurden ebenfalls nicht verwendet. Kurz und gut, der Kamerad hat keinerlei verwendet.
Habt ihr eine Idee, wie man sowas bewerkstelligen kann?

Im Threat über das Bestielen eines Tomahawk wurde etwas bzgl der Fliehkräfte gesagt. Jedoch denke ich nicht, dass das mit der Axt hinhaut.

Was ich noch weiß, ist das der Stiel mit Axtkopf nicht in Wasser eingelegt wurde, damit er sich vollsaugen kann. Das lässt nämlich den Stiel über kurz oder lang verfaulen.

Für euere Hinweise wäre ich euch sehr dankbar!

Beste Grüße
 

chamenos

Super Moderator
Moin

Da kann was nicht stimmen.

Wenn du nen Stiel in ein(e/en) Beil/Axt/Hammer von unten reinsteckst und dann nicht das Ende Im Haus aufweitest, dann fliegt dir der Kopf beim ersten Einsatz wieder ab.

Also ohne Keil geht das nicht.

Gruß
chamenos
 

williw

Super Moderator
Moin,

oder Deine Axt hat ein Auge wie eine Spitz-/Kreuzhacke und am Ende des Griffes keinen Knauf.
Kreuzhacken werden bestielt, indem man den Griff quasi von oben durchs Auge schiebt. Da die Stiele konisch sind, halten sie so.

Aber wenn von unten bestielt wird, ist der Verzicht auf Keile, wie Florian schon schrub, lebensgefährlich.

Willi
 

Humppa

Mitglied
Servus Chamenos,
Servus WilliW,

Danke euch für die Hinweise. Mir ist bewusst, dass das Bestielen ohne Keile, wenn man den Axtkopf von unten nach oben schiebt es lebensgefährlich sein kann.
Wie gesagt, ich habe von dem Mann gehört, dass er das so macht. Selbst (ohne die nötige Anweisung) werde ich das sicher nicht machen.

Mir ist beim Meterholzspalten im Wald (mit schmiedeeisernem Keil, ohne hydraulischem Spalter) schon drei oder vier mal der Hammerkopf vom Stiel geflogen oder direkt abgebrochen. Hätte genau so tödlich sein können.

Ebenso wie das Arbeiten mit der Kettensäge.

Ich hatte nur doch die Hoffnung, dass diese offensichtlich sehr alte Art der Bestielung noch jemandem hier bekannt ist. Werde wohl doch auf den Holzkeil durch Kreuzschnitt zurückgreifen.

Oder hat noch jemand ne Idee?

Beste Grüße
 

DaKern

Mitglied
Den Fred http://www.messerforum.net/showthread.php?t=93873 kennst du aber schon? Im ersten Beitrag is ein nettes Video zum Bestielen.

Nur so als Frage, aber was soll bitte Lebensgefährlich sein wenn man eine Axt von "unten-nach-oben" bestiehlt, also quasi so wie Willi es beschrieben hat.
Wir haben 2 so Äxte zu Hause, handgeschmiedet und die funkionieren seit gut 15 Jahren und haben schon einige m³ am Buckl.
Bitte um Erklärung.
 

Humppa

Mitglied
@ Guy B.
Was meinst du damit, ob ich mir damit sicher bin? Ich bin mit Deinem Beitrag überhaupt nicht klar gekommen. Ich wusste leider nicht, was du meinst...

@daKern: Ja, ich weiß, was du meinst. Anders werde ich das auch nicht wirklich hinbekommen können.

Beste Grüße
 
@ Guy B.
Was meinst du damit, ob ich mir damit sicher bin? Ich bin mit Deinem Beitrag überhaupt nicht klar gekommen. Ich wusste leider nicht, was du meinst...

Ich habe mich (Dich) nur gefragt ob Du nicht noch den Kopf mit dem kaputten Stiel hast und nachsehen kannst ob das wirklich absolut ohne Keil gemacht worden ist. Weil mir das so relativ unbekannt war.

Und dann habe ich die Befestigungsarten aufgezählt die mir jemals bzw. regelmässig begegnet sind (inklusive der meistempfohlenen nur mit Holzkeil - der Link nach Kanada) und einen Verweis auf ein im Forum vorhandenes Thema präsentiert, wo keillose Befestigung mal angesprochen wurde.

Guy B.

PS:
Und hast den Schreiner/Draxler eigentlich auch schon gefragt ob er Dir das nicht beibringen kann wie er das gemacht hatte?
 

Humppa

Mitglied
Nunja, jetzt habe ich deinen Beitrag auch verstanden (stand wohl etwas stark auf der Leitung).

Mit dem Schreiner/Draxler ist das so ne Sache. Er ist bzgl. seiner Handwerkskunst ein ziemlicher Geheimniskrämer. So sind halt die Leute im niederbayerischen Hügelland. Kann man nix machen. Das gepaart mit dem "Alterstarrsinn" und du kannst dir ausrechnen, was dabei rauskommt.

Beste Grüße