Beschichtungsseite erkennen

Luckeie

Mitglied
Ich habe - unter anderem - eine LF5XT. Deren Glaslinse im Lampenkopf soll ja auf einer Seite beschichtet sein (ar coated). Da ich neugierig bin und außerdem im Kopf Staub war - was man besonders gut sieht, wenn die Lampe maximal gedimmt ist - habe ich den Kopf zerlegt, ausgepustet und die Linse vorsichtig mit einem weichen Lappen gereinigt. Einige Wochen danach habe ich festgestellt, dass die Linse einen Kratzer besitzt, der sich nicht mehr entfernen lässt. Da ist mir siedend heiß eingefallen, dass ich die Linse möglicherweise falsch herum eingebaut habe, also mit der beschichteten Seite nach außen!

Meine Frage: Wie kann man die beschichtete Seite erkennen?

LG

Luckeie
 

lightbeam

Mitglied
Linse so halten, dass sich eine helle Lichtquelle darin spiegelt.

Die Seite, bei der die Spiegelung etwas dunkler ausfällt, ist meiner Erfahrung nach die Beschichtete.
Die Beschichtung hat den Zweck, die Lichttransmission der Linse zu erhöhen. An jeder Grenzfläche, Luft/Glas, entstehen Verluste, die sich durch eine Beschichtung (da gibt's viele Verschiedene) minimieren lassen, da sie reflexionsmindernd wirkt.
 

Luckeie

Mitglied
An der zerkratzten Seite :rolleyes:

Ich habe noch mehr Lampen und ich benötige ich eine gute Methode für Glasscheiben, die noch keine Kratzer haben. Vielleicht ist es aber auch so, dass mit einem noch härteren Material (Sand?) auch Glas zerkratzt werden kann.

Hat denn einer schon einmal ähnliche Erfahrungen mit den Glasscheiben von seinen Lampen gemacht? Vielleicht sind sie ja auch gar nicht beschichtet?
 

Luckeie

Mitglied
Hallo lightbeam,

vielen Dank für Deine Antwort. Das die Beschichtung so ähnlich wirkt, habe ich gewusst. Danke für die Details. Ich werde ausprobieren, ob ich den Unterschied wahrnehmen kann.

LG

Luckeie




Linse so halten, dass sich eine helle Lichtquelle darin spiegelt.

Die Seite, bei der die Spiegelung etwas dunkler ausfällt, ist meiner Erfahrung nach die Beschichtete.
Die Beschichtung hat den Zweck, die Lichttransmission der Linse zu erhöhen. An jeder Grenzfläche, Luft/Glas, entstehen Verluste, die sich durch eine Beschichtung (da gibt's viele Verschiedene) minimieren lassen, da sie reflexionsmindernd wirkt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Luckeie

Mitglied
So, ich habe es ausprobiert. Das Verfahren scheint mir aber für einen Unerfahrenen zu schwierig zu sein. Mir ist es jedenfalls nicht gelungen die Seite zweifelsfrei zu erkennen. Selbst auf welcher Seite die Kratzer sind, ist sehr schwierig bis gar nicht auszumachen. Gibt es nicht einen einfacheren intelligenten Trick, um die beschichtete Seite zu erkennen?

Linse so halten, dass sich eine helle Lichtquelle darin spiegelt.

Die Seite, bei der die Spiegelung etwas dunkler ausfällt, ist meiner Erfahrung nach die Beschichtete.
Die Beschichtung hat den Zweck, die Lichttransmission der Linse zu erhöhen. An jeder Grenzfläche, Luft/Glas, entstehen Verluste, die sich durch eine Beschichtung (da gibt's viele Verschiedene) minimieren lassen, da sie reflexionsmindernd wirkt.
 

lightbeam

Mitglied
Hallo Luckeie,

wenn Du keinen Unterschied sehen kannst, könnte es auch sein, dass konsequent beide Seiten der Linse beschichtet sind, da die Lichtverluste durch Streuung immer an der Grenze von einem Medium (Luft) zu einem anderen (Glas) und umgekehrt auftreten. Nur eine Seite zu beschichten hiesse, auf halben Wege stehenzubleiben.:ahaa:
Bei hochwertigen Objektiven, z.B. für Linsenfernrohre, werden daher bei manchen Herstellern alle Glas / Luft - Flächen beschichtet, was dazu beiträgt, ein Maximum an Transmission zu erreichen. Selbst bei Armbanduhren (Sinn) gibt es viele Modelle, wo mittlerweile zur Verbesserung der Ablesbarkeit (Minimierung von Spiegelungen) sowohl die Innen - wie die Aussenseite des Glases mit einer Beschichtung versehen werden.
Könnte mir gut vorstellen, dass dies auch bei hochwertigen Talas der Fall ist.:cool:
 

Luckeie

Mitglied
Das würde dann aber bedeuten, dass die Linse nicht sonderlich kratz fest ist und dies - dachte ich - sei einer der Vorteile einer hochwertigen Taschenlampe, anstatt einer Lampe mit Kunststofflinse?

Andererseits würde es mich beruhigen, denn dann müsste ich mir keine Gedanken machen, wie herum ich sie beim Zusammenbau des Kopfes einsetzen muss und die Wahrscheinlichkeit, dass der Kratzer durch ein Sandkorn erzeugt worden ist, steigt wieder an. :)

Bleibt die Frage, wie die Linse bei der Liteflux LF5XT tatsächlich beschaffen ist?


Hallo Luckeie,

wenn Du keinen Unterschied sehen kannst, könnte es auch sein, dass konsequent beide Seiten der Linse beschichtet sind, da die Lichtverluste durch Streuung immer an der Grenze von einem Medium (Luft) zu einem anderen (Glas) und umgekehrt auftreten. Nur eine Seite zu beschichten hiesse, auf halben Wege stehenzubleiben.:ahaa:
Bei hochwertigen Objektiven, z.B. für Linsenfernrohre, werden daher bei manchen Herstellern alle Glas / Luft - Flächen beschichtet, was dazu beiträgt, ein Maximum an Transmission zu erreichen. Selbst bei Armbanduhren (Sinn) gibt es viele Modelle, wo mittlerweile zur Verbesserung der Ablesbarkeit (Minimierung von Spiegelungen) sowohl die Innen - wie die Aussenseite des Glases mit einer Beschichtung versehen werden.
Könnte mir gut vorstellen, dass dies auch bei hochwertigen Talas der Fall ist.:cool:
 

lightbeam

Mitglied
Es gibt mittlerweile Beschichtungen, die schon recht beanspruchbar sind.:)
Die Beschichtung, die die Firma Sinn zur Entspiegelung der Uhrdeckgläser verwendet, hat nach eigenen Angaben eine Härte von über 1200 Vickers, Edelstahl i.d.R. ca. 200 - 240 Vickers, Titan ca. 280 Vickers und Saphierkristallgläser ca. 1500 Vickers. (Quelle: Sinn)
Weiche Beschichtungen wurden vor ca. 20 Jahren von einigen Uhrenfirmen, z. B. Breitling und Tutima zur Entspiegelung verwendet, dann aber nur an der Innenseite der Gläser.
Die Beschichtungen müssen bei Taschenlampengläsern natürlich nicht zwangsläufig extrem hart sein.
Auch bei Ferngläsern älterer Bauart sind diese nicht so hart, trotzdem sind die Objektive leicht zu reinigen und die Gefahr von Kratzern bei Beachtung der gebotenen Sorgfalt recht gering. Habe selber ein 35 Jahre altes Glas der Marke "Elite", war damals schon multivergütet, erkennbar an blau - grünen Reflexen auf den Oberflächen der Linsen, habe diese auch schon oft gereinigt und war nicht immer sehr sorgfältig damit, trotzdem kann ich so gut wie keine Kratzer auf den Linsenoberflächen erkennen.:super:
Wenn ich mir das Glas meiner TK 40 anschaue, dann kann ich da auf Anhieb kaum eine Beschichtung sehen, obwohl die da sein soll.:cool:
Sie wird auf jeden Fall hart genug sein, damit man das Glas auch mal reinigen kann. Vorsichtig wäre ich trotzdem damit. Musste aber schon mal drüberwischen, da mir da ein Tala - Laie unvorsichtigerweise beim Begutachten der Lampe einen netten Fingerabdruck auf dem Glas hinterlassen hatte. Das Abwischen mit einem normalen Taschentuch hat keine Spuren hinterlassen, obwohl ich mir da beim Reinigen schon Gedanken drüber gemacht hatte. Wollte es aber auch einmal genau wissen.:D Ausserdem kann ich mit so einem Fingerabdruck auf der Linse auch gar nicht leben.:glgl:
Sandkörner können extrem hart sein. So eins hat meinem Tutima Military Chrono - Deckglas (Saphir) auch schon mal einen gaaanz kleinen Kratzer beigebracht, zwar kaum zu sehen, aber immerhin.
Leider kann ich Dir zur Beschaffenheit der Beschichtung des Glases Deiner Lampe keine näheren Auskünfte geben. Es wäre vielleicht einmal interessant zu erfahren, was der Hersteller der Lampe dazu zu verlautbaren hätte.
 
Zuletzt bearbeitet:

Hiltihome

MF Ehrenmitglied
...und die Wahrscheinlichkeit, dass der Kratzer durch ein Sandkorn erzeugt worden ist, steigt wieder an. :)...


Im CPF-Thread hast du von einem Felsbrocken gesprochen...:confused:
und LED Cool eine neue Frontscheibe entlockt...

Also was denn nun?


Zu Entspiegelung:

Anti-Reflex Beschichtungen sind an ihrer Farbe zu erkennen, die je nach Ausführung zwischen grünlich, bläulich oder violett variiert.

Je nach dem wie man Licht schräg einfallen lässt, wird eine Farbe erkennbar.

Ein direkte Lichtquelle spiegelt sich in Farbe auf der Oberfläche.

Die Reflektion ist deutlich dunkler, als auf einer nicht vergüteten Glasoberfläche.


Sollte nichts dergleichen zu erkennen sein, ist die Glasoberfläche nicht vergütet!


Es könnte sich noch um eine Oberfläche mit mikroskopisch feiner Aufrauung handeln, die Reflexe ebenfalls mindern kann, aber die Transmission verschlechtert.
Ähnlich, aber weit schwächer, wie bei entspiegeltem Glas von Bilderrahmen.


Falls du keinen Unterschied erkennen kannst, gehe einfach davon aus, dass keiner existiert.


Ich jedenfalls konnte bei meiner Liteflux keine klassische Vergütung erkennen..., was meiner positiven Bewertung der Lampe aber keinen Abbruch tut.




Heinz
 

Luckeie

Mitglied
Das (neue Frontscheibe) sehe ich jetzt erst, danke für den Hinweis! Aber was meinst Du mit 'Was denn nun'? Meine Frage hier und die Bitte nach einer neuen Frontscheibe schließt sich ja nicht aus!? Ganz im Gegenteil: Um so mehr muss ich wissen, wie ich eine Frontscheibe richtig herum einsetzen kann!

Außerdem ist die LF5XT ja nicht meine einzige Lampe und bei zukünftigen Aktionen wie Auspusten eines Reflektors oder Einlöten einer neuen LED und dem damit eventuell verbundenen Öffnen des Kopfes ist die Beantwortung meiner im Thread-Eingang gestellten Frage von Bedeutung.

Ganz generell finde ich das Wissen darum durchaus zum intensiven Lampenhobby gehörig.

Ich werde meine Lampe noch einmal auf die von Dir angesprochenen Farbunterschiede untersuchen. Vielen Dank für diesen Hinweis!

Thomas



Im CPF-Thread hast du von einem Felsbrocken gesprochen...:confused:
und LED Cool eine neue Frontscheibe entlockt...

Also was denn nun?


Zu Entspiegelung:

Anti-Reflex Beschichtungen sind an ihrer Farbe zu erkennen, die je nach Ausführung zwischen grünlich, bläulich oder violett variiert.

Je nach dem wie man Licht schräg einfallen lässt, wird eine Farbe erkennbar.

Ein direkte Lichtquelle spiegelt sich in Farbe auf der Oberfläche.

Die Reflektion ist deutlich dunkler, als auf einer nicht vergüteten Glasoberfläche.


Sollte nichts dergleichen zu erkennen sein, ist die Glasoberfläche nicht vergütet!


Es könnte sich noch um eine Oberfläche mit mikroskopisch feiner Aufrauung handeln, die Reflexe ebenfalls mindern kann, aber die Transmission verschlechtert.
Ähnlich, aber weit schwächer, wie bei entspiegeltem Glas von Bilderrahmen.


Falls du keinen Unterschied erkennen kannst, gehe einfach davon aus, dass keiner existiert.


Ich jedenfalls konnte bei meiner Liteflux keine klassische Vergütung erkennen..., was meiner positiven Bewertung der Lampe aber keinen Abbruch tut.




Heinz
 

Luckeie

Mitglied
Also härter als Glas! Hätte ich nicht gedacht! Ich verwende meine LF5XT als Mountain-Bike Lampe und dabei wird die halt manchmal richtig mit Erde vollgespritzt, so dass ich sie anschließend mit Wasser abspüle, mit einem Tuch abtrockne und zum Schluß noch einmal die Glasscheibe abwische. Möglicherweise ist dabei ein Sandkorn übrig geblieben und ich habe durch das Wischen den Kratzer erzeugt. ;-(

Die Beschichtung, die die Firma Sinn zur Entspiegelung der Uhrdeckgläser verwendet, hat nach eigenen Angaben eine Härte von über 1200 Vickers, Edelstahl i.d.R. ca. 200 - 240 Vickers, Titan ca. 280 Vickers und Saphierkristallgläser ca. 1500 Vickers. (Quelle: Sinn)

...

Sandkörner können extrem hart sein. So eins hat meinem Tutima Military Chrono - Deckglas (Saphir) auch schon mal einen gaaanz kleinen Kratzer beigebracht, zwar kaum zu sehen, aber immerhin.
Leider kann ich Dir zur Beschaffenheit der Beschichtung des Glases Deiner Lampe keine näheren Auskünfte geben. Es wäre vielleicht einmal interessant zu erfahren, was der Hersteller der Lampe dazu zu verlautbaren hätte.
 

Luckeie

Mitglied
Ach so, ja, ich habe mehrere Liteflux-Lampen, eine davon habe ich in der Tat versehentlich fallen gelassen und dabei ist sie sehr ungünstig aufgekommen, so dass leider der Kopf etwas abbekommen hat. Mit einer Zange konnte ich dass wieder halbwegs hinbekommen, aber die Scheibe hat es halt erwischt.

Ja, dieser CPF-Thread ist schon interessant.:staun:
"Was denn nun" würd' mich da auch mal interessieren.:argw:
 

Luckeie

Mitglied
Ich habe - im Gegensatz zu vielen hier - nur AA- und AAA-Lampen und von denen ist die LF5XT momentan die von mir am meist benutzte Lampe bzw. täglich verwendete Lampe. Erfahrungen habe ich mit L1D, LD10, L2D, Quark AA, Proton Pro, L0D, LF2 und LF2XT. Mir imponiert einfach das Interface - es ist zum Beispiel wirklich nützlich, wenn man abends noch einmal schnell mit dem Bike los fährt und Gefahr läuft die Abfahrt in der Dunkelheit zu machen, noch einmal schnell die Spannung des Akkus überprüfen zu können, ohne das es nötig ist den Akku heraus zu nehmen. Allerdings hoffe ich auf den Nachfolger, der, falls er das Interface der LF2XT bekommt, eine Nachkommastelle mehr liefern könnte und vielleicht ein loweres Low um nach den Kindern zu sehen. Denen sind die 1% der LF5XT noch zu viel.

Ich jedenfalls konnte bei meiner Liteflux keine klassische Vergütung erkennen..., was meiner positiven Bewertung der Lampe aber keinen Abbruch tut.