Berichte Passaround - Sunwayman V20C

Raoul Duke

Mitglied
Den Bericht der MF-Lampentester zu der Lampe gibt's hier Beamshots von andreas0401 hier.

Alle wesentlichen Daten werden dort genannt und Bilder gibts auch reichlich. Hier also meine subjektiven Eindrücke von der Lampe.

Vielen Dank für die Bereitstellung der V20C und an Pitter für die Organisation.

Die Lampe hatte mich in meiner Mittagspause erreicht, was ja schon mal in Anbetracht der Jahreszeit die reine Folter ist. Vor halb elf abends kann man keine Lampe vernünftig testen. :rolleyes:
Immerhin konnte ich sie mir bis Anbruch der Dunkelheit genau betrachten und etwas bespielen.
Die V20C ist sehr kompakt und liegt mir – nach Abschrauben des Wegrollschutz/Zigarrenhalte-Ringes – sehr angenehm in der Hand. Die Anodisierung sieht sehr gut aus, hat bei genauerer Betrachtung an der Tailcap aber eine etwas dunklere Farbe als der restliche Lampenkörper. Halb so wild, gestört hat’s mich nicht.

Das Batterierohr ist ja auf 18650er Akkus ausgelegt, zwei CR123 haben also sehr viel Platz. Meine anfängliche Befürchtung, dass sie dadurch in der Lampe klappern hat sich nicht bestätigt.

Das mitgelieferte Holster ist ok, benutzt hab ich es aber nur testweise. Es lässt sich problemlos am Gürtel befestigen ohne diesen öffnen zu müssen, ne Lampe in der Größe mit Holster ist mir aber eindeutig zu sperrig. Da gibt’s keine Position wo mich das Päckchen am Gürtel nicht stört. Darüber hinaus empfand ich es als recht fummelige Angelegenheit, die Lampe zurück ins Holster zu kriegen, da selbiges relativ eng geschnitten ist.
Das Holster hat also nur als Transporthülle im Rucksack gedient. Am Rucksack außen wäre es auch gut zu befestigen gewesen insgesamt ist mir aber ein Clip wesentlich lieber.Den habe ich in der Tat vermisst, schade dass es die V20C nur ohne gibt.
Für die normale Hosentasche ist mir die Lampe zu groß, alles was größer als die PD20 ist, clip ich am liebsten in die seitliche Beintasche einer Moleskin-Hose (die ich bei Wald- und Wiesenaktionen meist trage) oder irgendwo am Rucksack fest. Das Holster kommt wie gesagt für mich nicht infrage.

Nun aber zum eigentlichen Test. Dieser hat während einer Camping-Aktion an einem saarländischen Weiher stattgefunden. Meine Ankunft war dort erst um 23 h, also schon bei ausreichender Dunkelheit um den Weg vom Auto zum Grillplatz zu beleuchten.
Wunderbar, viel Licht braucht man dafür nicht und das lässt sich mit dem Drehring ausgezeichnet regulieren. Wo ich grad beim Drehring bin, hier ist ja schon öfters der kurze Weg von „fast nix“ bis zu „volle Kanne“ bemängelt worden. Ich empfand den Drehweg allerdings als sehr angenehm, eine noch feinere Regelbarkeit der Leuchststärke wäre für mich nicht notwendig. Tatsächlich startet die Lampe mit etwas größerer Helligkeit als die möglichen 0,5 Lumen, dreht man wieder ein wenig zurück erreicht man diese aber auch.
Die Start“dunkelheit“ reicht mir persönlich vollkommen aus, dunkler brauch ich’s nicht.

Sorgen hatte ich mir auch bezüglich der Rasterung am Übergang von Max. zu Strobe gemacht, versehentlich in den Strobe bin ich aber nicht gelangt. Der Stoppunkt ist für meine Begriffe also ausreichend definiert. Man beachte, dass ich keinen Vergleich zu anderen Lampen mit dieser Regelung habe.
Was den Strobe angeht – naja, das übliche Streitthema halt. Ich könnte drauf verzichten bzw. hätte man ihn irgendwie anders im UI unterbringen können. Z.B. so, dass man rechts am Anschlag nur eben maximale Helligkeit hat und den Strobe durch schnelles hin- und herdrehen des Ringes erreicht.
So wie’s jetzt ist, kann man natürlich Strobe schon vorauswählen und die Lampe über den Schalter an der Tailcap einschalten. Kann ja sein, dass das jemand praktisch findet.

Ich hatte an besagtem Camping-Abend meistens eine gewisse Helligkeit voreingestellt und hab die Lampe bei Bedarf über die Tailcap eingeschaltet. Manchmal bin ich ein wenig durcheinander geraten wenn ich die Lampe auf Standby gedreht und hinten nicht ausgeschaltet hatte. Da musste ich eben vorne drehen und hinten drücken um rauszufinden wie die Lampe grad eingestellt ist. Ich glaube dafür müsst ich so ne Lampe einfach ein wenig länger benutzen, damit sich eine bestimmte Art und Weise der Handhabung einspielt. Ein großes Problem ist es keinesfalls, ne bessere Art der Bedienung kann ich mir nicht vorstellen. :super:

Die Lampe hatte ich den Abend über in der Beintasche meiner Hose, dabei ist mir irgendwann aufgefallen, dass sich offenbar durch die Reibung in der Tasche der Edelstahl-Bezelring vorne locker und fast abgedreht hat. Wär natürlich schade, wenn man den verliert, optisch macht er schon was her.

Im Laufe des Abends hatte die V20C teilweise merkwürdige Aussetzer, die ich mir nicht erklären kann, insbesondere weil ich sie nicht bewusst „provozieren“ konnte.
Es ist mehrfach vorgekommen, dass die Lampe eingeschaltet bei moderater Helligkeit ausging, wenn ich sie hingelegt hab und wieder an, wenn ich sie wieder in die Hand genommen hab. Keine Ahnung, was das sein könnte, ich bin gespannt ob es den Testern nach mir genauso geht.

Nun aber zum wichtigsten: der Helligkeit. Durch die stufenlose Regelung ist hier für jeden was dabei. Ganz dunkel kann die Lampe ebenso wie richtig hell. Klar gibt’s noch hellere Lampen in ähnlicher Größe, bekannt sind die aber wohl überwiegend hier im Forum.Im Alltag trifft man eher selten jemand der ne Lampe dieser Leistungsklasse dabei hat und genau das war auch der Witz an diesem Abend.

Wir waren etwas abseits vom Weiher samt Feuer, Zelten usw. Am Weiher waren mehrere Angler fleißig am Fischen (es bestand eine Ausnahmegenehmigung zum Nachtangeln, ich hab gefragt). Dort sind immer wieder neue Leute hinzu gekommen, die – teilweise nicht ganz nüchtern – Schwierigkeiten hatten die richtige Angler-Gruppe zu finden.
Obwohl wir ganz offensichtlich nicht zu den Fischern zu zählen waren, meinte fast jeder der vorbei kam, er müsse mal aus einiger Entfernung mit seiner LED-Lampe unsere Gruppe ableuchten ob er da nicht ein bekanntes Gesicht findet. Sehr sehr unangenehm. Irgendwann ist mir das dann zu bunt geworden und ich hab das Ableuchten ganz einfach damit unterbunden mit der V20C auf „volle Kanne“ ebenfalls nachzusehen wer uns da beleuchtet.Da reichte immer ein kurzes Einschalten der Lampe meinerseits um ein Ausschalten der Lampe des „Gegenübers“ zu erreichen. :hehe:
Selbst am anderen Ufer konnte man gut erkennen was vor sich geht. Wirklich beeindruckend hell, gerade im Vergleich zu gängigen Lampen der „Allgemeinheit“. Meine Eagletac M3C4 Triple XML ist natürlich heller, aber das ist ja auch ne ganz andere Lampe.
Über das was man wirklich an Licht braucht geht die V20C schon hinaus. Außerdem finde ich das Bedienkonzept sehr gelungen, nur der Clip hat mir gefehlt.

Fazit: eine sehr schöne, helle Lampe, von mir eine klare Kaufempfehlung!:super:
 

meierzwo

Mitglied
Nun auch mein kurzer Bericht zu dieser Lampe. Die zweite Sunwayman in kurzer Zeit.
Die V20C unterscheidet sich von der T20C durch ein etwas anderes Gehäuse, Schalterkonzept und das UI. Der Lichtoutput der Lampen ist gleich, auch bei der Beamcharakteristik gibt es keinen merklichen Unterschied. Eine gute Mischung aus Throw und Beam. Um den hellen Hotspot herum gibt es noch genügend Licht für die Umgebung. Gefällt mir sehr gut.

Die Verarbeitung der Lampe ist auf einem hohen Niveau, Anodisierung fast perfekt, die Gewinde sauber geschnitten und leichtgängig, die LED sitzt zentriert. Durchaus mit Jetbeam zu vergleichen. Einzig die Tailcap ist einen leichten Touch dunkler in der Anodisierung. Fällt allerdings kaum auf. Der Combatring kann entfernt werden, das dazugehörige Gewinde ist angenehm flach geschnitten und stört nicht weiter.
Der glatte Brezelring saß jetzt bombenfest und hat sich während des Tests nicht mehr gelöst. Ein Lanyard lässt sich am Combatring und an der Tailcap befestigen. Der Schalter selber ist gegen versehentliches Einschalten geschützt, kann aber trotzdem sicher erreicht und schnell geschaltet werden. Tailstand geht auch. So eine Tailcap hätte ich mir für die T20C gewünscht. Der Schalter macht einen guten Eindruck. Schaltet mit einem satten Klick, der Weg zum Momentlicht ist nicht zu kurz, insgesamt bekommt man ein gutes Feedback vom Schalter.

Der variable Output der Lampe ist genau das, was ich gesucht habe. Die Regelung über den Selektorring ist gut gelöst, auf Strobe hätte man allerdings verzichten können. Die „Off“ Position am Ring führte manchmal zur Verwirrung, da man die Lampe damit quasi zweimal Ausschalten kann. Hat man den Schalter der Tailcap vergessen, tut sich beim Drehen am Ring nichts. Gewöhnungssache. Max und Strobe sind eigentlich gut von einander zu unterscheiden. Es gibt einen deutlich fühlbaren Widerstand, der Ring rastet in der Max-Position gut ein und um auf Strobe zu schalten, ist dieser Widerstand zu überwinden. Dreht man schnell und hektisch am Ring, kann man darüber hinaus schießen. Im normalen Gebrauch dürfte das aber kaum passieren. Der Ring ist nicht zu leichtgängig. Einhandbedienung ist aber kein Problem. Man kann ihn mit etwas Nachdruck auch nur mit Daumen oder Zeigefinger drehen, besser geht es aber mit beiden zusammen. Der Ring könnte etwas sauberer laufen, er fühlte sich gelegentlich etwas kratzig an. Der Helligkeitsanstieg ist nicht linear. Kein großer Kritikpunkt. Ich bin damit gut zurecht gekommen.

Versorgt habe ich die Lampe mit 18650 und CR-123. Aussetzer oder Kontaktproblem gab es nicht. Die Lampe hat zuverlässig funktioniert. Da Lampenkopf und Batterierohr aus einem Stück bestehen ist es auch hier etwas schwierig, an die vordere Kontaktfeder heranzukommen. War aber nicht nötig.

Was ist sonst noch dabei. Die Bedienungsanleitung braucht man eigentlich nicht, die Lampe ist selbsterklärend. Das Holster habe ich kaum verwendet. Es ist passgenau, vielleicht etwas zu eng. Kopf voran ist es etwas fummelig, die Lampe zu sichern. Lanyard, Schalterkappe und Dichtungsringe liegen ebenfalls bei.

Und nicht zu vergessen die kleine Schlüsselring 3*A R10A als Backup Lampe. Die 10 Lumen aus der Nichia LED reichen völlig aus um Türschlösser und den Weg zum „Stillen Örtchen“ zu finden. Auch ganz praktisch, wenn man im Dunkeln mal bei der großen Schwesterlampe die Batterien wechseln muss. Die Verarbeitung der kleinen Schwester ist auf dem gleich hohen Niveau der Großen. Ersatzdichtungen und einen kleinen Schlüsselring hat Sunwayman ebenfalls dazu gelegt. Nette Beigabe.

Kritikpunkte:
Eigentlich keine großartigen. Die Helligkeitsregelung wäre linear sicherlich schöner, ist aber in der jetzigen Form kein Beinbruch. Die leicht unterschiedliche Anodisierung der Lampe fällt kaum auf. Der Selektorring läuft etwas trocken und leicht kratzig. Bleibt abzuwarten, wie sich das auf Dauer mit zunehmender Verschmutzung in staubiger Umgebung verhält.

Fazit.
Würde ich mir die Lampe kaufen?
Ja, sie steht auf meiner Einkaufsliste. Das Konzept und die Ausführung gefällt mir.


Dank an Pitter für die Ermöglichung des Passarounds und den Test dieser interessanten Lampe.

Schöne Grüße

Heinz-Jürgen
 

giovanni

Super Moderator
Das ist ja mal eine tolle Lampe.

Bedienung: :super:
Verarbeitung: passt für mich; der Edelstahlring schaut gut aus
Licht: einfach schön

Hat mir gefallen.
Die Bedienung ist für mich optimal. Drehring zur stufenlosen Helligkeitsverstellung ist toll, perfekt wird es durch die „Stand-by-Stufe“. Das Drehen funktioniert angenehm, mit hör- und spürbarem Einrasten in den Endpositionen und mit dem richtigen Widerstand.
Das Licht ist einfach schön ;), gute Mischung aus Throw und Beam, in einer mir angenehmen Lichtfarbe. Hat richtig Spaß gemacht.

Die kleine Beigabe: passt schon, bräuchte ich aber nicht.

Fazit: Würde ich sie nicht gewinnen ;), hätte ich sie mir schon bestellt (dabei wusste ich vorher gar nicht, dass ich eine neue Taschenlampe brauche…).

Wenn man gaaanz langsam die Helligkeit steigert und genau hinschaut, gibt es einen Punkt, an dem die Lampe erstmal wieder ein bisschen dunkler wird. Keine Ahnung, sicher irgendwas elektrisches… Gestört hat es nicht, im normalen Gebrauch merkt das sicher kein Mensch.

Gruß
giovanni
 

flecko

Mitglied
So hier nun meine subjektiven Eindrücke über die V20C die ich nun intensiv zwei Tage bespielt habe. Ich hatte die V20C schon im Fokus, da ich auf Lampen stehe die über einen Drehring gesteuert werden. Ich bin bereits freudiger Nutzer einer NiteCore IFE2.

Verarbeitung + Haptik:
Wie bereits von den Vorgängern aufgeführt, leichte Unterschiede in der Anodisierung die mir persönlich egal sind. Allerdings hätte ich gerne mal wieder eine Lampe in einem coolen ultrataktischen Schwarz. Sie ist trotz fehlender Riffelung am Lampenkörper griffig, die Längsrillen geben genügend halt auch mit nassen Händen. Sie macht einen massiven und stabilen Eindruck.

Bedienung:
Das Einschalten geht wie gewohnt an der Tailcap, dieser hat einen festen Druckpunkt und rastet satt ein. Der Drehring läuft mit angenehmem Widerstand. Der Ring lässt sich am einfachsten mit dem Daumen + Zeigefinger drehen. Der Drehweg von Low zu Max ist kurz, vielleicht wird dadurch nicht die volle Bandbreite abgerufen aber es stört nicht (Der Weg der IFE2 ist um einiges länger).
Dreht man bis zum Ende, rastet der Ring in der Max Stellung ein, dreht man etwas darüber hinaus, geht das Strobe an. Die Rasterung zwischen Max und Strobe ist ausreichend und ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl unbeabsichtigt in Strobe zu gelangen.

Transport:
Der erste Eindruck war „die sieht auf den Bildern größer aus, als sie ist“. Allerdings wäre sie mir zu groß um sie in der Jackentaschen täglich mit zu führen. Ich trage keine Holster aber wer es nutzt sollte die Lampe mit Kopf nach oben tragen, so kann die Lampe blind versorgt werden, mit Kopf nach unten wird es eng und evtl. muss die zweite Hand genutzt werden. Definitiv fehlt ein Clip um sie kurz wegzustecken. Es gibt immer Situationen, in denen man die Lampe wegstecken muss, sie aber nicht in der Tasche verstauen möchte da sie gleich wieder gebraucht wird.
Der Zigarrenring ist abschraubbar und macht ohne ihn die Lampe nochmal kompakter und taschenfreudiger.
Die Lanyard macht einen stabilen Eindruck, vor allem hat sie eine angenehme Länge.

Energieversorgung:
18650er und CR 123 passen. Für mich gibt es nur CR 123er, bei denen muss ich nicht überlegen wie lange sie im Auto oder in der Schublade lagen.

Beam/Licht:
Die Beamshots von andreas 0401 hat Raoul bereits im ersten Beitrag verlinkt. Ich finde ihn ausgewogen und für meine Zwecke perfekt. Die Regelung ist nicht linear aber im Einsatz zu vernachlässigen. Der Helligkeitszuwachs ist enorm. Durch den kurzen Dreh Weg erreicht man schnell Max und die volle Bandbreite der verschiedenen Helligkeiten ist nicht einfach zu taxieren.
Im Low-low flimmert es etwas und es kann recht zuverlässig reproduziert werden – mich stört es nicht.

Pro:
• Sie hat mächtig Power
• Drehregelung ist idiotensicher
• Keine Klickorgien nötig
• Bedienung intuitiv
• Für jede Situation gibt es das richtige Licht
• Die erste Lampe mit Drehregelung und dieser Lichtmenge
• Sehr gute Verarbeitung

Contra:
• Kein lineares Ansteigen der Helligkeit
• Wieder eine Lampe mit Strobe
• Kein Clip
• Flimmern in niedrigster Stufe

Fazit:
Eine tolle Lampe, simpel und einfach. Hier muss ich nicht zählen wie viele Clicks ich mache um den 5ten Modi zu erwischen, ich muss keinen Spickzettel rausholen, auf dem ich notiert habe welchen Modi sich die Lampe nun gemerkt hat, einfach anschalten und drehen bis zur gewünschten Lichtstärke. Mehr braucht es nicht. Für mich hat sie die perfekte Größe für Rucksack, Haus und Hof und Auto, für eine EDC Lampe ist sie mir zu groß und der Clip fehlt.

Ob Strobe oder nicht, da scheiden sich die Geister aber für mich ganz klar, diese Lampe ist nichts für Polizisten oder sonstige Personen die durch geschlossene Fenster springen. Sie ist eine Lampe für den Haus- und Outdoor Gebrauch. Dort spielt sie alle Vorteile aus. Und deswegen, bitte liebe Hersteller schmeißt doch mal den Strobe weg! Nur die Dimm Funktion oder meinetwegen links von der Nullstellung noch Max gelegt, das reicht doch.

Mir gefällt dieses Konzept der dimbaren Lampen über einen Drehring und sie bekommt eine uneingeschränkte Kaufempfehlung. Würde ich sie mir selbst kaufen? Ja, wenn jetzt nicht die RRT-21 und vielleicht noch eine von NiteCore mit Drehring rauskämen. So warte ich noch auf die beiden Mitkonkurrenten und hoffe auf eine kleine NiteCore IFE2 mit XM-L.

Meinen Dank geht an den Spender der Lampe und an Pitter für die Organisation.

Gruß Flecko
 
Die eigentliche Testphase ist bei mir ein wenig kürzer ausgefallen, da ich in der Zwischenzeit Papa geworden bin.
Nichtsdestotrotz bin ich von der Lampe begeistert.

Die Verarbeitung läßt nichts zu wünschen übrig.
Sie liegt wunderbar in der Hand. Der mitgelieferte Lanyard sorgt sicher dafür, dass sie auch dort bleibt.
Die Regelung funktioniert super ohne, dass man umgreifen muss.
Die niedrigste Stufe reicht zum Lesen, schnell ein wenig weitergedreht und man weiß wo man nicht hintreten sollte und wenn der Hund nachts etwas irgendwo rumstromert ist mit einer kleinen Bewegung die Nacht zum Tag gewandelt.

Meine nächste Lampe hat auf jeden Fall so eine Regelung.
Nur für die Hosentasche war sie mir zu dick. Aber es gibt ja dünnere Geschwister.

Vielen Dank dafür, dass ich diese tolle Lampe testen durfte.
 
So, dann will ich mal.

Höchste Zeit wie es mir scheint.

Feststellung:

1.) diese Lampe ist kein thrower.
2.) diese Lampe ist auch nicht annähernd ein thrower.
3.) diese Lampe ist auch nicht annähernd eine "gute Mischung aus throw und spill", wie hier berichtet wurde, wenn man die 300m-Angabe an der Packung berücksichtigt. Sie ist vielmehr eine "wall-of-light".

Diese Lampe bietet uns in einem Nahbereich bis 100m eine wirklich außerordentlich gute Vorstellung - ist darüber aber eigentlich unbrauchbar (was mich überhaupt nicht stört - lediglich die Werbung täuscht etwas Anderes vor).

Bedienung:

Das kann jeder. Einschalten und drehen. Perfekt.
Jammern auf hohem Niveau: die stufenlose Verstellung der Helligkeit könnte besser abgestimmt sein. Also nicht zuerst heller, dann wieder dunkler und dann superschnell ganz hell werden. Und auch nicht die kleinste Stufe erst nach "Rückdrehen" preisgeben, wer's probiert hat, weiß was ich meine. Irgendwie gleichmäßiger wäre klass. Aber wie gesagt: das ist Jammern auf hohem Niveau.

Verarbeitung:

Perfekt, ich finde keinerlei Grund zur Beanstandung. Erinnert mich an JET. Super.

Praxistauglichkeit:

Klein, handlich, einhändig zu bedienen - sehr gut!
Die Lampe konnte bei mir leider nur wackligen tailstand-keine Ahnung warum.
Ich finde es herausragend, dass die Lampe rechtzeitig signalisiert, dass die Akkus ausgetauscht werden sollen --> SO MUSS DAS SEIN !!
Energieversorgung von 2xCR123 als backup finde ich ebenfalls perfekt.

tint:

das kritisiere ich jetzt nicht, war sicher kein "target" der Entwickler.
Ich habe verschiedenste Farben beobachtet, von grünlich bis violett. Im Grunde ist das Licht aber schön weiß.

Manko:kein Clip.

Ich würde mir einen Clip wünschen den ich bezel-down oder bezel-up positionieren kann (deep carry), wie ich will. Dann fände die Lampe auch den Weg in meine Winterklamotten (Jacke/Mantel/...). So würde sie nur rumfliegen in irgendeinem Sack --> inakzeptabel.

Kritik der besten Ehefrau von allen,(die die Eagletac M2C4 liebt):

Super Lampe für "rund ums Haus". Hell genug. Bedienung OK. Ein bißchen "wenig" in der Hand.

Nun, damit könnte ich leben, auch als Marketingmann von Sunwayman.

Also:

wer die perfekte Lampe mit Akkuschutz für "rund ums Haus" oder zB Geocashing sucht,
der ist hier 100% richtig.

Thrower ist sie keiner.


Nachdem ich mir wirklich wünschen würde, die Lampe zu gewinnen, steht sie derweil nicht auf meiner
Einkaufsliste.

Nach erfolgter Verlosung allerdings schon. Einen Clip wünsch ich mir halt noch.

Andreas
 
Zuletzt bearbeitet:

Oliver

Mitglied
So, nun auch mein kurzer Bericht. Leider habe ich es dieses Mal nicht geschafft Bilder zu knipsen, aber ich denke meine werden nicht vermisst werden.

Meine Erfahrungen mit der Sunwayman T20C XM-L aus einem der letzten PAs sind noch recht aktuell, daher werde ich hier mal einen kleinen Vergleich versuchen:

Von der Größe und Verarbeitung her recht ähnlich aber vom Bedienkonzept und von der Leuchtcharakteristik sind die beiden doch sehr unterschiedlich.

Mit dem Rumgeklicke der T20 hatte ich ja so meine Schwierigkeiten aber der Drehring der V20 - super:super:. Und die stufenlose Regelung von fast nichts bis hell fand ich sehr komfortabel. Lediglich auf das AUS über den Drehring könnte ich verzichten. Konsequentes AN/AUS über den Druckschalter und Regelung der Leuchtstärke über den Drehring würde mir noch einen Tick besser gefallen.
Der Strobe-Mode ist eher unnötig, stört aber auch nicht wirklich.

Auch die eher als Fluter ausgerichtet Charakteristik kam meinen Bedürfnissen sehr entgegen. mit einem reinen Thrower kann ich persönlich nicht so viel anfangen.

Fazit:
Das ist die Taschenlampe, die bisher meinem Ideal am nächsten kommt. Steht ab nun definitv auf meiner Wunschliste.
 

ScorpioDesign

Moderator Forum ScorpioDesign
Hallo zusammen,

dann will ich auch mal...

Da ja schon viel gesagt wurde, was ich nicht alles wiederholen will, beschränke ich mich auf einen Vergleich der Sunwayman V20C mit der Nitecore Infilux IFE2. Ich hatte ja vor einiger Zeit mal den Entschluss gefasst, eine EDC-Lampe mit 2xCR123 und stufenloser Dimm-Funktion anzuschaffen, wobei diese beiden in die engere Wahl kamen.

Die IFE2 hatte ich mir zwischenzeitlich schon zugelegt, so dass ich nun beide Lampen zum Vergleich hatte.

Verarbeitung:
Da gibts bei beiden Lampen nichts zu meckern. Sie machen einen soliden und zuverlässigen Eindruck. Die Anodisierung der V20C hat einen kleinen Kratzer, was aber vermutlich irgendwann im Zuge des Passarounds passiert ist.

Handling:
Die V20C ist dicker und liegt ein wenig "satter" in der Hand. Der Combatring bietet eine zusätzliche Greifposition, was in manchen Fällen ganz praktisch ist. Ansonsten ist die Bedienung ziemlich identisch, auch der Drehring liegt fast an der gleichen Stelle (von hinten aus gemessen - die V20C ist länger als die IFE2).
Tailstand funktioniert nur bei der V20C, wenn auch etwas wackelig.
Die V20C ist bei demontiertem Combatring NICHT wegrollsicher, wohingegen die IFE2 dank einem sechskantigen Element und dem Clip sicher liegt.

Bedienung:
Der Clicky ist bei beiden Lampen völlig in Ordnung - definierter Druckpunkt, Momentlicht kein Problem. Der Schalter der V20C macht einen etwas satteres Klick.
Das eigentliche Herzzstück der Steuerung, der Drehring, läuft rein mechanisch bei beiden Lampen hervorragend samtweich - so soll es sein. Bei der V20C muss man etwas mehr Kraft aufwänden, was aber dank des größeren Durchmessers (=mehr Hebel) kein Problem ist. Bei beiden Lampen kann man den Ring mit zwei oder auch einem Finger bedienen. Die Rastpunkte sind bei beiden Lampen i.O. und dem Drehwiderstand des Rings angepasst, d.h. beim strammeren Ring der V20C sind auch die Rastpunkte strammer. Ich habe bei keiner der beiden das Gefühl, dass ich unbeabsichtigt über die Rastpunkte hinaus rutschen würde.
Der Drehweg von Null zu Voll ist bei der V20C etwa 90°, bei der IFE2 etwa 300°, also deutlich länger. Hier finde ich die Lösung der V20C besser, denn man kann das Dimmen wirklich mit einem Finger machen, ohne nachzufassen.
Die Steuerung der Helligkeit ist imho ebenfalls bei der V20C besser gelöst, da die Lichtintensität (gefühlt) relativ gleichmäßig ansteigt, während bei der IFE2 auf dem letzten Viertel der Bewegung kaum noch was passiert. Strobe brauche ich persönlich nicht, aber prinzipiell finde ich die Anordnung "hinter Voll" bei der V20C sinniger. Bin aber natürlich auch nicht bei den Special Forces.

Licht:
Bin ja nicht der Crack, was das Beurteilen von Beams angeht... Licht in ausreichender Menge für (meine) üblichen EDC-Anwendungen machen sie beide, wobei die V20C natürlich ein wenig eindrucksvoller leuchten kann. Und Viel hilft ja bekanntlich viel.

EDC-Tauglichkeit:
Hier liegt nach meiner Meinung deutlich die IFE2 vorne, wegen des schlankeren Designs, das am Gürtel weniger aufträgt. Ich trage sie seit dem Kauf im Holster (Maxpedition) und bin damit sehr zufrieden. Stört auch beim Autofahren nicht, trotz des anderen Plunders, der schon an meinem Gürtel seinen Stammplatz hat (Fixed mit 11 cm Klinge, Leatherman Wave, klobiges Mobiltelefon). Die V20C ist mir dafür doch zu dick.
Den Clip der IFE2 finde ich für unterwegs auch nützlicher als den Combatring der V20C.

Fazit:
Beide Lampen gefallen mir echt gut, besonders die Drehringsteuerung hats mir angetan. Bei anderen Lampen ist mir das Rumgeklicke doch zu nervig, und wenn man sie mal jemand anders in die Hand drückt, ist die Verwirrung komplett. Allerdings bin ich mit meiner Wahl der IFE2 als EDC-Lampe sehr zufrieden, was vor allem an der kompakteren Bauform liegt.
Das soll aber nicht heißen, dass ich mich nicht tierisch freuen würde, die V20C zu gewinnen ;)


Feine Grüße,
Gunther