Benchmade BM790 Subrosa

Ginunting

Mitglied
Als erstes an dieser Stelle wieder ein herzliches Dankeschön an Benchmade, die und diesen PA ermöglicht habe.

Der erste Eindruck:
Wenn man das Messer so das erste mal anschaut und sich ein bisschen bei BM Messern auskennt, dann geht es dem einen oder anderen von euch vielleicht so wie mir - eine Mischung aus 710 (Größe und Klingenform), 750 Pinnacle (Ti-Griff mit Monolock) und dem Skirmish (hübsche Verzierungen im Griff). Wie immer machte das Messer einen soliden Eindruck und auf den ersten Blick waren keine gravierenden Mängel zu erkennen.

Die Klinge:
Das Messerchen hat von BM eine Clip-Point Klinge aus S30V mitbekommen. Nicht mein bevorzugter Stahl - ist aber absolut subjektiv bewertet. Das Messer kam mit einwandfreier Kling hier an, die Schärfe war super, die Klinge steht sauber und hat kein Spiel. Alle sehr solide also. Auch von den Dimensionen (Klingenlänge und Klingenstärke) ist das Messer absolut alltagstauglich.


Der Lock:
BM hat hier zum ersten mal einen Nitrous Assist Mono-Lock in Ti-Ausführung realisiert. Die BM Mono-Locks die ich bisher hatte, waren alle einwandfrei. Und auch dieser hier steht schön und hält die Klinge sauber fest (Bild 5). Der Öffnungsmechanismus war etwas gewöhnungsbedürftig - man muss die Kling mit etwas Kraftaufwand 30° öffnen und dann kommt der Assist zur Geltung. Nach etwas spielen war das aber alles kein Problem mehr und ich würde mir die Technik im einen oder anderen zukünftigen Messer wünschen.

Der Griff:
Ein sauber verarbeiteter Ti-Griff mit hübschem Muster. Das auf einen Backspacer verzichtet steht im Einklang mit dem verwendeten Material - sehr leicht! Und trotzdem stabil! Ein kleines minus: am Liner gibt es eine etwas scharfe Kante (Bild 4), die mir das eine oder andere mal beim Griff zum Messer aufgefallen ist. Daumenpin lässt sich gut erreichen, ob aber Links- und Rechtshänder gleichermaßen glücklich werden (ohne den Pin umzusetzen) bezweifle ich. Der Pin ist nämlich nur auf einer Seite der Klinge (Bild 1 und 2). Der Clip ist sehr schön gearbeitet, lässt das Messer schön tief in der Tasche verschwinden und hält es dort auch ausreichend gut fest.

Zusammenfassung:
Alles in allem lässt sich sagen, dass das Messer in meinen Augen definitiv das Zeug zum EDC hat. Größe, Gewicht, Verarbeitung, Materialien - alles im grünen Bereich. Das 790 hat zwar keinen von mir so geliebten AXIS-Lock, aber einen sehr schönen und gut funktionierenden Assist Mono-Lock. Sind wir mal gespannt, ob das 790 der Nachfolger des 750 werden kann - in meinen Augen auf jeden Fall ;)



English summary:
First of all I want to say thank you to Benchmade for supporting this passaround and giving us the chance to test this knife in practical use.


Again a very beautiful and EDC suitable knife from BM. The overall quality is typically for BM on a very high level. Also the dimension of the knife shows us again, that BM knows what they are doing when they design a knife. The new Nitrous Assist Mono Lock works very well and hopefully we can find this lock in further BM knives. In my opinion the BM790 is on the best way to become the follower of the 750 ;)
 

Anhänge

  • 790-1.jpg
    790-1.jpg
    23,4 KB · Aufrufe: 485
  • 790-2.jpg
    790-2.jpg
    26,2 KB · Aufrufe: 646
  • 790-3.jpg
    790-3.jpg
    43,1 KB · Aufrufe: 500
  • 790-4.jpg
    790-4.jpg
    30,8 KB · Aufrufe: 452
  • 790-5.jpg
    790-5.jpg
    29 KB · Aufrufe: 476

amue

Mitglied
Na dann will ich auch mal :)


Das 790 ist ein Folder, den ich persönlich in die Kategorie "groß" einstufen würde. Trotzdem ist man zunächst erstaunt, wie leicht das Messer doch in der Hand liegt. 110g bei 9.6cm Klinge sind beachtlich und ein Resultat des relativ schlanken Titankorpus'. Der Griff selbst sich fühlt relativ rau und angenehm an, die Bezeichnung "Handschmeichler" lässt sich hier durchaus anwenden.

Die Verarbeitung präsentiert sich auf von Benchmade gewohntem sehr hohen Niveau. Alles passgenau, Fit & Finish hervorragend. Klingenspiel konnte ich in keiner Richtung feststellen. Der Klingenschliff ist auch sauber.
Der Lock arbeitet zuverlässig. Wie man auf dem Foto sehen kann, ist der Lockbar schon relativ weit Richtung andere Seite gewandert, aber dies stellt kein Problem dar. Denn der obere Teil des Riegels, also an der Stelle, wo er die Klingenwurzel berührt, hat an der linken Seite eine Art Erhebung, die verhindert, dass er weiter unter der Klinge rutscht. Ist schwierig zu beschreiben und ich bin mit der Kamera auch nicht besser als ein dressierter Affe - vielleicht kann das ein versierterer User festhalten.

Der Assisted Opening Mechanismus ist über einen in die rechte Titanplatine eingelassenen zusätzlichen Stahlliner realisiert. Dieser ist zweigeteilt, wobei der obere Teil beim Schließen von der Klingenwurzel zum Rand hin nach oben gespannt wird. Zum Öffnen muss man nun auf den Daumenpin relativ kräftigen Druck ausüben, dann drückt der Feder-Liner über einen kleinen Bolzen auf der Klingenwurzel die Klinge auf. Sehr kräftig und zuverlässig und man merkt es auch in der Hand beim Öffnen. Einhändiges Schließen (und damit auch wieder vorspannen) ist aber ohne größere Verrenkungen möglich. Obwohl die Feder sehr kräftig ist, würde ich den Mechanimus trotzdem als sicher bezeichnen, da die Kraft zum Auslösen hoch ist, höher als bei jedem Detentball-Mechanismus.

Die Handlage ist als gut zu bezeichnen. Die Griffform zwingt keine Haltung auf, da der Griff relativ ungeformt ist. Das großzügige Platzangebot ist sehr angenehm bei der Bedienung. Das Jimping erfüllt keinen ergonomischen Zweck.

Nun zum Schneiden und dem Stahl:
Über die Schärfe ootb kann ich nichts sagen, da ich das Messer ja gebraucht erhalten habe. Ich habe es dann mit dem Sharpmaker auf eine annehmbare Gebrauchsschärfe gebracht (nur Papiertest). Anschließend fiel mir ein, dass ich ja noch Kartons hatte, die weg müssen. Das 790 schlug sich gut (siehe Foto bzgl. Menge an Karton). Das Arbeiten mit dem Messer war angenehm und ermüdungsfrei. Danach war es noch in der Lage, durchs Papier zu gehen (allerdings nicht glatt). Vor dem Weiterschicken hab ich es nochmal über den Sharpmaker gezogen. Es war zwar nicht ganz so einfach wie bei anderen Stählen, wie z.B. 14C28N, aber mit einiger Geduld konnte ich dann doch die Haare vom Arm rasieren. Insgesamt macht der S30V einen guten Eindruck auf mich.

Zu guter Letzt zum Clip:
Funktionell ist er sehr gut und sitzt auch relativ hoch (siehe Foto). Optisch sagt er mir aber nicht zu, aber das ist halt Geschmackssache.

Fazit:
Meiner Meinung nach ein hochwertiges Messer mit guten Bedienungseigenschaften. Aber auch in der Vitrine dürfte es sich schick machen. EDC-able ist es vom Gewicht her durchaus, mir wäre es dafür aber zu groß.


Danke an Ginunting & Benchmade für den Passaround.


In English:
I personally would categorize the 790 as a large size folder. Having said that, I was amazed at its lightweight in-hand feel. The slim titanium handle keeps the weight down to a respectable 110g, considering its blade length of 9.6cm. The handle scales provide some traction and feel comfortable in hand.

Fit and Finish is excellent with no flaws in workmanship. There is no blade play in any direction. The blade has been ground evenly. The frame lock locks up reliably every time. Although the lock bar has moved a considerable way over to the other scale, this should not be a problem. The part of the lock bar that touches the tang has a kind of bump or rather elevation that keeps it from moving further under the blade.

The A/O mechanism is driven by an additional steel liner that is recessed in the right handle scale. It is split into two parts, the upper one of wich thereby forms a leaf spring that is stressed when the knife is closed. To open the knife, one has to apply a considerable amount of pressure to the thumb stud before the leaf spring engages and propels the blade open (with a lot of force). I would consider this mechanism safe to use, as the pressure necessary exceeds the one necessary for opening a detent-ball folder. One-handed closing is easily accomplished.


Ergonomics are good, mainly due to the large handle, which provides secure grip. The jimping is more of cosmetic than of ergonomic nature though.

Cutting & Steel test:
I had sharpened the knife to a reasonable utility edge (paper cut test) before I decided to cut up some cardboard boxes with it (see picture). The knife performed very well, both in terms of comfort while cutting and edge holding. It still was able to slice paper afterwards, although not very smoothly. After that, I re-sharpened it to a shaving-sharp edge, which was not as easy as with, e.g. 14C28N, but still not very hard. I have been satisfied with the S30V's performance.

The Clip:
It works very well and has the right amount of tension, plus it rides fairly low. I just don't like the looks of it. But that's personal preference.

Wrap-up:
A hiqh quality folder with good usability. Definitely EDC-able, although I prefer smaller knives for that.


 
Zuletzt bearbeitet:

Aeterno

Mitglied
Erst einmal ein ganz herzliches Dankeschön an Benchmade und Tobby für die Möglichkeit dieses Passarounds.

Erster Eindruck:

Wow, ist das leicht! Es ist sogar leichter als mein ca. 1cm kürzeres Mini-Skirmish, und das bei gleichem Material. Super. Die Größe liegt zwischen einem BM710 und einem BM635. Geschlossen entspricht es der Länge eines Griptilians, bietet dafür jedoch einige Millimeter mehr Klinge. Das Messer ist sehr flach, was das Tragen trotz der Größe sehr angenehm macht.

Die Klinge:

Die CPM-S30V-Klinge des 790 hat ein leichtes Recurve und ist ca. 95mm lang. Also Ausreichend für alle Aufgaben des städtischen Alltags. Das Messer kam rasierscharf bei mir an. Das Finish entspricht dem von z.B. 710 und 635 bekannten. Auch wenn zu diesem Messer eine polierte Klinge sicher gut ausgesehen hätte.

Der Griff:

Der Griff besteht aus Titan und weist drei geschwungene Fräsungen sowie sechs Kegellöcher in drei unterschiedlichen Durchmessern auf. Die Oberfläche des Titans ist gestrahlt und wirkt sehr edel. Allerdings zeigt meine Erfahrung, dass diese Oberflächenart sehr anfällig für Kratzer ist. Die Kanten des Griffs sind sehr gleichmäßig gerundet, was zusammen mit den Riffelungen für bessere Griffigkeit einen hervorragenden Eindruck hinterlässt. Meines Erachtens steht das Messer in Punkto Verarbeitung einem Chris Reeve Sebenza in nichts nach.

Die Verriegelung:

Die Klinge verriegelt absolut spielfrei. Der Framelock rutscht bis etwa zwei Drittel der Rampe, lässt somit noch genug Platz für Verschleißerscheinungen. Das entriegeln geht bedeutend leichter als bei meinem 635. Um das Entriegeln zu erleichtern steht der Liner etwas weiter als die obere Schale vor. Optisch nicht ganz so schön, aber sehr nützlich (Verglichen mit einem Böker Titan Worker, der sich nur sehr schwer entriegeln lässt.). Die Feder des Assisted lässt die Klinge sehr kraftvoll ausklappen und arretieren. Im geschlossenen Zustand lässt sich die Klinge auch nicht durch stärkstes Schütteln dazu bewegen, ohne Betätigung des Daumenpins auszuklappen. Die Position des nicht umsetzbaren Clips verhindert ein überstrecken des Liners durch eine kleine „Nase“

Schneidleistung:


Beim Schneiden eines Apfels entpuppte sich das 790 eher als Spaltaxt denn als Messer. Schade.
Beim Schnitzen von etwas Fichtenholz hingegen konnte das Messer zeigen, was in ihm steckt. Auch andere, übliche Alltagsaufgaben (Post öffnen, Packungen öffnen,…) erledigte es mit Bravour.


Fazit:
Das Benchmade 790 Subrosa ist für mich ein hervorragend verarbeitetes Messer, welches durch Optik, Haptik, Materialien und Funktion zu überzeugen weiß.

English:

The Benchmade 790 Subrosa is, in my opinion, an awesome knife in a really high Quality. I am impressed by look, feeling, materials and function. Especially the power of the Assisted is really impressive. But cutting of an apple is kind of difficult.
 
Zuletzt bearbeitet:

schwartzbunt

Mitglied
Das Subrosa

Zu den Maßen ist ja oben schon einiges geschrieben.
Das BM790 erinnert an mein Bradley Alias..deshalb ziehe ich ein paar Vergleiche dazu.
Das Subrosa ist etwas leichter das Alias (112g /118g), die Grifflänge ist bis auf 2mm gleich, dafür ist die Klinge mit knapp 95mm fast 5mm länger.
Der Titangriff des BM790 liegt ähnlich gut in der Hand wie das Alias. Das Griffende hat allerdings eine stärker ausgeformte Fingermulde.
Die blanken Deko-Bohrungen waren nicht so mein Ding.
Die Griff- (Platinen) stärke ist bei beiden Messern identisch, die Griffe des Subrosa sind jedoch innen für die Feder ausgefrässt, was diese etwas „blechern“ klingen läßt.
Nun die Klinge, beide S30V, stonewashed. Das BM790 hat einen leichten Recurve und einen nicht ganz so hohen Anschliff wie das Bradley.

Beim ersten Öffnen hätts mir fast das Messer aus der Hand gehauen, der Nitrous-Assist feuert die Klinge recht heftig aus dem Griff... Zwar nicht ganz so zackig wie meine ProTech-Springer mit ihren kurzen Klingen, aber um einiger flotter wie das ZT301. Nach ein paar mal macht das Öffnen richtig Laune.
Das Entriegeln des Subrosa ging noch etwas kratzig, aber das wird sich sicher noch einspielen, war beim Alias auch so am Anfang...
Der Stoppin ist drehbar, so läßt sich Klingenspiel entgegen wirken.


Fazit: Das BM790 Subrosa ist ein schönes alltagtaugliches (vielleicht nicht unbedingt Sheeple-freundlich) Messer, klasse Materialien und toller Verarbeitung,
Der Nitrous-Assist macht richtig spaß. Die Deko ist geschmackssache, mir würd's ohne die Bohrungen besser gefallen, bzw. wenn die Bohrungen mit gestrahlt worden wären.

Danke für das Testen dürfen.


English summary:
The BM790 Subrosa ist a nice EDC-Knife with great materials and well done machining. The Nitrous-Assist is realy fun to play with. I would like the handles without the shiny drill-holes.
Thank you Bendmade.
 

Anhänge

  • 3BMvsBradly.jpg
    3BMvsBradly.jpg
    119,8 KB · Aufrufe: 205
  • 1BMvsBradly.jpg
    1BMvsBradly.jpg
    124,1 KB · Aufrufe: 146
  • 2BMvsBradly.jpg
    2BMvsBradly.jpg
    126,4 KB · Aufrufe: 151
  • 4BMvsBradly.jpg
    4BMvsBradly.jpg
    124,4 KB · Aufrufe: 126
  • 5BMAnschlag.jpg
    5BMAnschlag.jpg
    120,2 KB · Aufrufe: 144
  • 6BMFeder.jpg
    6BMFeder.jpg
    125,3 KB · Aufrufe: 139

Knife-Master

Mitglied
Hier nun meine Eindrücke zum Benchmade 790 Subrosa:


Was beim Subrosa sofort nach dem auspacken auffällt, ist das für die Größe extrem geringe Gewicht und der sehr starke Assistent Opener.

Gefallen haben mir die saubere Verarbeitung und die alltagstaugliche Klingenform, die ein wenig an die Folder von Walter Brend erinnert. Das Messer wirkt recht edel, wenn auch das Griffmuster IMHO eher was für die für die Damenwelt ist.

Leichte EDC Arbeiten sowie Schnittests funktionierten einwandfrei.
Beim Äpfelschälen funktionierten die Haltung mit dem Zeigefinger auf dem Klingenrücken nahe dem Thunbstud bzw. auch in der Griffposition mit dem Zeigefinger auf der Mitte des Klingenrückens einwandfrei.

Was mich am Messer störte waren die für den AO innen stark ausgehöhlten Griffschalen (Stabilität) und der für ein so leichtes Messer sehr harte und relativ schwergängige Assistent Opener.
Auch der weit herrausstehende Framelock, der etwas am Zeigefinger drückt und durch den das Messer eine unangenehme Handlage bekommt, trübten etwas den Gesamteindruck.




Positiv


Alltagstaugliche Klingenform
Klasse Verarbeitung
Edele Optik
Guter Klingenstahl
Einstellbarer Stop Pin
Titan Clip





Negativ


Liner drückt am Zeigefinger
Dünne hohle Griffschalen
Starker Assistent schwergängig und hakig




Danke auch an Ginunting und Benchmade für diesen Passaround :super:
 

virus3

Museums-Kurator
Hallo,
hier mein Bericht zum BM 790 Subrosa.

mf_subrosa01.jpg


Das Messer ist größer als ich erwartet hatte, dafür aber deutlich leichter. Das ist wohl den Titanschalen zu verdanken. Die fassen sich angenehm an und sind wohlgeformt. Ts, wie das klingt... :steirer:, stimmt aber, daran kann auch die "dezente Dekoration" des Griffs durch geschwungene Linien und glänzende Bohrungen (ist so gar nicht mein Fall) nichts ändern.


Auffällig sind auch die Bohrungen auf den Kanten der Griffschalen (oben und unten, hinten und vorne), die nicht nur Deko sind, sondern die Griffigkeit erhöhen.


Der Assisted Opener hat mir an diesem Messer gar nicht gut gefallen. Zum Auslösen der Hilfleistung war viel Kraft notwendig. Die Klinge springt dann mit viel Wucht in die Endposition, wo sie dann sicher verriegelt. Trotzdem blieb immer ein ungutes Gefühl, wegen der mangelnden Kontrolle beim Öffnen und auch beim schwungvollen Einrasten.

Der Linerlock hält die Klinge sicher und wackelfrei. Allerdings steht der Liner bereits bei 3/4 der Klingenbreite. Er schlägt dort manchmal so fest ein, dass man fast schon von verkanten sprechen kann. Entsprechend ist der Aufwand beim Entriegeln der Klinge.


Das einhändige Schließen sollte geübt werden: oft ist ein kräftiges Lösen des Liners notwendig, die Klinge bewegt sich dann nur ein kurzes Stück, der Liner presst sich dabei wieder an die Klinge und mit deutlichem Druck auf diese muß der Detendball überwunden werden, danach geht es leicht und flott weiter, bis bei ca. 50 - 60° nochmal ein definierter Widerstand passiert werden muß. Mir ist das in Testzeit nicht zufriedenstellend, in einer fließenden Bewegung gelungen...


Bei geöffnetem Messer, entdeckt man an der Schale bei der der Liner heraus gearbeitet wurde eine scharfe Kante.


Der Liner selbst hat ebenfalls eine hakelige Ecke, die störend wirkt und zwar im Geöffnetem und im Geschlossenen Zustand. Dort ist es besonders ärgerlich. Ist das Messer, z.B. in die vordere Hosentasche geclippt, bleibt man fast unwillkürlich beim Hineinfassen hängen.


Die Klinge ist elegant geformt und hat einen Hauch von Recurve. Die einzelnen Bereiche unterschiedlich geschliffen. Sie hatte eine sehr ordentliche Schärfe und dementsprechend keine Probleme mit meinem Schnittgut (naja, Äpfel wurden mehr gespalten als geschnitten).

Vielleicht bin ich zu empfindlich beim Assistent Opener und beim Liner, andere kommen vielleicht gut damit zurecht, aber ein Messer in dieser Preisklasse muß einfach besser zu mir passen.

Wie immer bin ich sehr dankbar für die Testmöglichkeit und den Passaround.

Gruß Th.
 

Jay-Kay

Mitglied
Moin,

erstmal vielen Dank an Ginunting und Benchmade für die Organisation dieses Passarounds, es hat mir wie immer sehr viel Spaß gemacht! :super:



Positiv aufgefallen ist mir:

Griff:
- ist griffig durch das Finish, welches sogar bei seifigen Händen einen guten Grip liefert
- lässt viele Griffmöglichkeiten offen, da keine Fingermulden vorgegeben sind, ist aber gleichzeitig noch strukturiert genug um Sicherheit zu gewährleisten
- das Design mit den Rillen und den Bohrungen sollte man sich mal in natura ansehen, mir hat es sehr gut gefallen

Klinge:
- erster Eindruch war eher der, dass sie etwas dünner sein könnte, würde mehr zu diesem Gentleman-Folder passen. Sie erwies sich dann aber als sehr schneidfreudig
- den S30V hatte ich bisher noch nie, nach einer Woche kann man zwar nicht sehr viel dazu sagen, aber negatives ist mir nicht an ihm aufgefallen. Er wurde mit dem Sharpmaker recht schnell, schön scharf.
- an den Springmechanismus muss man sich erstmal gewöhnen aber so nach zehn mal öffnen liefs blind


Negativ:

- wie virus3 es schon in seinen letztem Bild illustriert hat, hat der Liner leider diese Kante. Hat man nun das Subrosa in eine eher kleine Hosentasche geclipt und greift in diese herein, so stört diese Kante. Beim arbeiten mit dem Messer hat sie mich jedoch nicht gestört.



Kaufen werd ich mir das Subrosa wohl nicht, weil mir der Griff dann doch etwas zu dünn ist (BM 710 ist da perfekt :D) und das Titan zwar schön leicht und griffig ist, ich aber Gänsehaut bekomme, wenn ich da mitm Fingernagel drüberkratze. Außerdem stört mich der so ein Springmechanismus. Klar geht die Klinge wahrscheinlich niemals versehentlich auf in der Hosentasche aber ein mulmiges Gefühl bleibt. Und Sheeple-freundlich ist es allemal nicht :eek: (aber das sind Riesen-Folder wie das 710 auch net :steirer:)
 

gnilreh

Mitglied
Well,

eigentlich wurde das Meiste zum Benchmade Subrosa schon geschrieben, zum Technischen sowie der gewohnt hervorragendenden Verarbeitung, daher beschränke ich mein Review auf meine subjektiven Eindrücke...

DSCN2771.JPG


Das Subrosa sieht für mich nach einem modernen Variante eines „Cowboy“-Messers aus, auch die Zierschwünge und -Bohrungen an den Schalen gehen dabei in meinen Augen in Ordnung...

DSCN2774.JPG


Die Handlage ist auch bei meinen eher kleinen Händen hervorragend...

DSCN2778.JPG


Das Messer allein wäre sicherlich ob seines edlen Äußeren relativ sozialverträglich, wäre da nicht der federunterstütze Öffnungsmechanismus...
Das ZISCH-KLACK beim Aufschnellen und Verriegeln der Klinge ließ die meisten meiner mich umgebenden Mitmenschen dann doch kurz zucken, mir persönlich gefällt´s, andere sind halt schon schnell verunsichert...

By the way: Die Öffnung ist für meine Begriffe etwas zu hakelig und umständlich, da der Pin zu nahe am Griff angebracht ist, ein etwas nach vorne versetzter Pin, ungefähr in Höhe des BM-Logos würde eine wesentlich bessere Hebelwirkung erzielen, dann wäre ich rundum glücklich mit dem Subrosa gewesen...

DSCN2782.JPG


Wieder mal vielen Dank an Tobby für das Organisieren dieses PA`s,
tut mir leid, dass es so lange gedauert hat mit meinem Bericht...

Dom


Well,

actually, the most was already written to the Benchmade Subrosa, to the technical as well as the usually excellent processing, so, I limit my review to my subjective impressions...

The Subrosa looks for me like a modern variation of a "cowboy"-knife, also the ornamental swings and -drillings in the handle are right in place in my eyes...
The handling is also excellent with my rather small hands...

The knife itself would be relatively socially acceptable absolutely on account of his noble appearance, if there´s not the assisted-opening...
The ZISCH-KLACK while jumping up and bolting the blade leads most people surrounding me to twitch...
nevertheless, I personally like it, others are rattled just quite fast...

By the way: The opening is something to difficultly and awkwardly for my concepts,´cause the pin´s too near to the handle, some forwards moved Pin, about by height of the BM logo would achieve a substantially better lever force...
Then I would have been completely happily with the Subrosa...

Once again many thanks to Tobby for organising this PA!

Dom
 

Palladin

Mitglied
Bis der Folder aufschlug betrachtete ich mich ja eigentlich als Messer-geheilt :D - aber dann :glgl:

Seit dem guten alten Pinnacle ist eigentlich kein Titan Framelock von Benchmade an mir vorbeigegangen und so war es mir eine Freude auch dieses Modell zu testen.

Es war Liebe auf den ersten Blick.
Optisch kriegt das Messer von mir die volle Punktzahl.

Von der Funktion her ist der Griff her klasse. Trotz der "Leichtbauweise" ist er ein wahrer Handschmeichler und bietet ordentlich Halt in allen erdenklichen Handlagen.

Die Klinge: Da wären wir wieder beim Vergleich zum 710, da muß die Funktion der wunderschönen Optik halt ein klein wenig Tribut zollen.
Den Kompromiss bin ich aber wie beim 710er gerne bereit hinzunehmen.

Die Verarbeitung ist ohne Fehl und Tadel, von der bereits angesprochenen Kante am Liner mal abgesehen.
Gestört hat mich diese in meiner Testwoche beim Tragen aber überhaupt nicht.
Die Schraube des hintersten Spacers habe ich auf SAKs Hinweis hin etwas nachgezogen.

Konstruktion: Es ist das erste Nitrous Assist, welches ich in den Händen Halte.
Prinzipiell eine absolut geniale und robuste Konstruktion. Mechanisch bin ich davon hellauf begeistert!

Vorsichtig ausgedrückt ist allerdings die Kombination aus assisted Opener und Framelock keine besonders glückliche Wahl.
Es ist ist jetzt wahrlich keine neue Erkenntnis, daß Framelocks bei zu heftigem öffnen allzugerne zum festbeißen neigen und nur mit großer Mühe wieder zu schließen sind.
Ein wenig Graphit machte dem Spuk zwar temporär ein Ende, unschön ist es trotzdem.


Aus dem Praxistest:

Mensch, Ihr seit alle Teletubbies :steirer:
So jungfräulich, wie die Titanschalen noch aussahen, hatte keiner meiner Vorgänger den Schneid, das Teil auch auszuführen :eek:

Noch eine Stimme für den doppelseitigen Thumbstud.
Auf die Gefahr hin, daß ich mich wiederhole, erfahrungsgemäß hat man immer die falsche Hand frei.

Assisted Opening geht für mich gar nicht, ist für mich auch immer beim Kauf ein No Go gewesen und diese Überzeugung wurde auch hier wieder bestätigt.
Es ist schlicht und ergreifend in keinster Weise sozialverträglich.

Ich bin jetzt wahrlich nicht zimperlich.
Mein Umfeld zuckt schon lange nicht mehr mit der Wimper, selbst wenn ich mein großes Skirmish beherzt öffne und zur Tat schreite.
Aber allein die Akustik dieses satten "schlockkkk" geht ganz und gar nicht.
Irgendwann sind die Grenzen eines Normalbürgers schlicht und ergreifend erreicht.

"Zivil" öffnen läßt sich der Folder auch nicht vernünftig.
Ein abbremsen der Klinge mit dem Zeigefinger ist keine sonderlich gute Idee. Nur allzugerne federt die Klinge dann zurück und raspelt die Hornhaut vom Daumen.
Beidhändig? Dafür kaufe ich mir kein Einhandmesser.

Als reiner Framelock Folder, ohne assisted Opener - da könnte ich wirklich noch mal schwach werden, ansonsten ist das Messer nämlich wirklich was für meines Vaters Sohne...

Vielen Dank für die Test Möglichkeit
 

Querzulap

Mitglied
Also .... meine Impressionen des BM 790 Subrosa....
Es war leicht,das war das erste was mir aufgefallen ist.
Es war optisch zivil,auch wenn die Farbe und vorallem die VBerzierung geschmackssache ist.
Der Öffnungsmechanismus war super,vorallem aus technischer Sicht, allerdings dermaßen auffällig was die Geräuschentfaltung beim aufmachen angeht, dass sich sofort jeder umdreht um zu sehen was da grad so geklackt hat.
Das war mein erster Framelock, ich bin soweit mit dem Prinzip einverstanden, allerdings wiue manche hier schon zuvor bemerkt haben, fraß sich der Lock ab und zu förmlich fest, und ließ sich nur noch mit sanfter Gewalt lösen.
Das ist unschön,vorallem,da ich mit meiner Handhaltung am anfang dies noch unterstützt habe.
Die Klinge war wunderbar schön geschliffen, auch optisch gefiel mir das Muster auf dem sehr breiten Klingenrücken sehr gut.
Ich habe an der Klinge nur die Schneidkante mit einem superfeinen Arkansas am anfang der Testwoche wieder aufgerichtet.
Am Ende der Woche hat das Messer ziemlich genau das gleiche ergebnis wie vor aufrichten der Kante gezeigt.

Alles in allem ein gelungenes Messerchen, besonders für den Sommer, da sehr leicht, superguter Clip, und sehr elegant und zivil bei guter gebrauchsgröße und sehr guter Schärfeigenschaften.

Leider für den deutschen Messersuchti total ungeeignet, da einhändig öffnend.:jammer:
Eine Zweihand Version würde nur begrenzt Sinn machen, da der Assisted Opener dann unnötig wäre.:irre:
 

Schoto

Mitglied
Ich geb dann auch mal meine Meinung zu dem Messer ab, eventuelle Tippfehler bitte ich zu verzeihen, da ich momentan nur mit einer Hand tippen kann. Wie das Schicksal nun mal so will hab ich mir vorletzten Sonntag den rechten Arm (präziser das rechte Radiusköpfchen) angebrochen, sodass mein rechter Arm momentan vollständig in Gips steckt:jammer:. Als ich am darauf folgenden Dienstag aus dem Krankenhaus entlassen wurde, lag der gelbe Zettel schon vor meiner Wohnung. Also schnell das Paket von den Nachbarn geholt und ausgepackt.

Erster Eindruck: Groß... aber leicht.
Zweiter: Hm nur einseitiger Pin. Ich als temporärer Linkshänder also erst mal den Pin Umgesetzt. Der Passende T6 Torx liegt *zum Glück immer auf dem Schreibtisch.

Nachdem dieses kleine Hindernis überwunden war folgte das erste Öffnen.

ZACK... Die Feder hat ordentlich Wums, der Framelock leider auch. Ihn mit links zu schließen war gar nicht so einfach. Lässt sich aber mit etwas Übung auch machen. Was mir aber weniger gefiel war der Clip, da ich Tip up tragen gewöhnt bin und der Clip nicht umsetzbar ist. Allerdins hält er stramm in der Hose.

Das Messer kam bei mir mit einer brauchbaren Schärfe an, Schärfversuche hab ich aber aus oben genanntem Grund lieber gelassen.

Durch mein Handycap verringerten sich die Testmöglichkeiten auch gewaltig. Ich hätte den Recuveschliff gerne an einigen Ästen oder in der Küche getestet, so blieb es bei zwei Einsätzen beim Grillen.

Bei meinen Freunden kam das Messer gut an, in der Öffentlichkeit würde ich mich allerdings nicht trauen, das Messer zu zücken. Optisch finde ich das Messer nett. Nicht Taktisch, nicht klassisch, einfach modern; der Vergleich mit einem Cowboymesser passt in meinen Augen sehr gut.

Insgesamt hat mir das Messer gut gefallen. Allerdings gibt es auch ein paar Punkte, die mir weniger gut gefallen haben. Da wäre zum einen der Frame-Lock. Neben der schon genannte Kante fand ich ihn auch etwas zu stramm, ich wäre einige Male fast mit dem Finger in die Klinge gerutscht. Und der Pin sitzt zumindest wenn er links montiert ist sehr weit oben, etwas niedriger wäre besser zu bedienen gewesen.

Am problematischsten ist aber meiner Meinung nach der nicht veriegelbare Assistet Opener. Mir ist das Messer ein mal aus ca. 50 cm auf den Teppich gefallen, zack war es offen. Dieses Problem haben zwar alle Assistet opener, bei meinem 585 Mini Barrage ist es genau so, jedoch kann man dieses extra verriegeln. Gerade wenn man große Taschen in der Hose hat und damit stürzt, kann man sich gut verletzten.

Gekauft hätte ich mir das Messer so nicht, allerdings kann ich ihm auch eine gewisse Faszination nicht absprechen. Das Messer wirkt modern, ohne in die Taktikschiene zu rutschen, ist von den Größe her gerade noch EDC tauglich und durch die Materialien schön leicht. Ich würde dem Messer 8/10 Punkten in der Optik geben und 6/10 in der Alltagstauglichkeit. Die Funktion kann ich leider nicht wirklich beurteilen, da ich das Messer nicht mehr besonders Scharf bekommen habe und es nicht einhändig nach-schleifen wollte. Außerdem waren meine Testmöglichkeiten Einhändig auch sehr eingeschränkt.

Ich würde das Messer jemandem, der ein modernes Messer mit einem Hauch von Wild-West und Easy-Rider sucht bedenkenlos empfehlen, wäre da nicht $42...