Behandlung von Lansky-Diamantschleifsteinen

Tolstoi

Mitglied
Hallo allerseits !

habe heute alle 4 Lansky Diamantsteine bekommen, und mußte feststellen, das dié auch nur auf der Oberfläche beschichtet sind.
Wenn ich da an meinen diamantbeschichteten Taschenwetzstahl aus
USA (Marke unbekannt) denke, habe ich echt Angst davor, die so
zu verwenden wie mein "normales" Lansky-Set.
Bei dem Taschenwetzstahl brechen immer wieder mal ein paar Diamanten
raus. Wenn ich nun die Lansky`s ebenfalls gegen die Schneide führe,
befürchte ich, daß das ebenfalls der Fall sein wird.
Kann mir irgend jemand sagen, wie haltbar diese Teile sind und ob man
zum Schleifen vielleicht auch etwas Öl auftragen sollte.

Für Tips und Anleitungen wäre ich echt dankbar.
 

Andreas

Mitglied
ich besitze jetzt seit einigen jahren diamand-steine von dmt.
da ist so ein ausbrechen bisher nicht feststellbar. vielleicht etwas weniger druck beim schleifen ausüben?
zum schleifen verwende ich wasser. das gibt erheblich weniger "schweinerei" wie öl. :D
 

Camig

Mitglied
Hi Tolstoi,

habe meine Lansky-Diamanten bisher nur trocken benutzt.

Der feine Stein ist (nach ca. 6Mo.) so glatt wie ein Kinder-Popo.

Der grobe Stein ist nur wenig besser.

Vieleicht habe ich mit zuviel Druck gearbeitet oder zuviel den feinen und zuwenig den groben eingesetzt???

Tatsache ist: zum aufschärfen sehr gut- zum verändern der Schneidengeometrie auf Dauer schlecht geeignet.
 

WalterH

Mitglied
Zum Thema Diamantbeschichtungen:

Ich hab ja schon mal erzaehlt, dass ich eine Bekannte hab, die zu dem Thema promoviert hat und auch jetzt noch an dem Institut arbeitet. Fuer alle, Die's interessiert, hier der Link:
http://www-2.physik.uni-augsburg.de/exp4/Page.php?Subj=Diamant

Ich hab mal gefragt, ob eine polykristalline Schicht auf festem substrat aus 1-5 mu grossen Diamanten moeglich waer. Die Lanskys und wie sie alle heissen gehen halt nur bis 15 mu runter und das war mir immer zu grob. Sie meinte dann, das Wachsen lassen waer nicht das Problem: "Das hab ich in 5 Stunden". Das Problem waer die Verankerung. Wenn man das nur aufwachsen laesst, kann man's auch wieder einfach runterschaben ...

Ich denk mal, dass das auf Dauer auch bei den Lanskys passiert.

-Walter
 

Tolstoi

Mitglied
Hallo und vielen Dank,

das die Diamantpartikel mit der Zeit ausbrechen, habe ich mir fast
schon gedacht. Ich wollte die Teile eigentlich benutzen, um eine
sehr stumpfe Klinge schneller wieder auf Vordermann zu bringen.
Danach wollte ich mit meinem normalen Lansky-Set die eigentliche
Schärfe wieder erreichen. Ich werde die Diamantteile mal mit Öl
probieren (die Sauerei hält sich eigentlich in Grenzen).
Andreas benutzt ja die DMT-Teile und ist sehr zufrieden.
Wahrscheinlich sind die Partikel bei DMT wesentlich feiner als bei
Lansky, und brechen aufgrund des geringeren Reibungswiederstandes
weniger leicht aus.
Was Walter zum Thema polykristalline Diamanten und Verankerung
auf einer Oberfläche sagt, bringt mich eigentlich schon zur nächsten
Frage : wie werden die Diamantpartikel eigentlich fixiert ?
Ich kann mir nicht vorstellen, das bei Lansky o.ä. alles "aufgezüchtet" wird.

Auf jeden Fall probiere ich meine Diamantteile mal mit wenig Druck aus, und melde mich dann wieder, um zu berichten, wie gefrustet/
happy ich damit bin.

Es hat mich sehr gefreut, so schnell eine Antwort zu bekommen.

MfG Tolstoi