Banksteine und das liebe Wasser

waterstone

Mitglied
Vielleicht völlig banale Anfängerfragen, aber ich habe trotz intensiver Suche hier im MF keine wirkliche Antworten gefunden:

Wann muss nachgewässert werden (z.B. mit Sprühflasche)? Oder anders gefragt: Muss auf dem Stein immer ein Wasserfilm stehen oder reicht eine feuchte Oberfläche?

Und gibt es diesbezüglich einen Unterschied zwischen gewässerten Steinen und splash&go Steinen?
 
Zuletzt bearbeitet:

Olli Kydex

Premium Mitglied gewerblich
Meine Wassersteine lege ich vor dem Schärfen ins Wasserbad, ca. 10 min bis keine Bläschen mehr aufsteigen. Beim Schleifen wässere ich dann immer mit benetzten Fingern nach, damit stetig eine Schleifpaste aus Abrieb auf dem Stein verbleibt.

Von Splash & Go Steinen habe ich noch nie etwas gehört.
 

güNef

Premium Mitglied
Servus,

ein Splash & Go Stein braucht nicht getaucht werden, er säuft kein Wasser und braucht nur an der Oberseite benetzt werden. Er ist also sofort einsatzbereit und das wird von vielen geschätzt. Auch braucht er nicht Tage zum trocknen.

Wann muss nachgewässert werden (z.B. mit Sprühflasche)? Oder anders gefragt: Muss auf dem Stein immer ein Wasserfilm stehen oder reicht eine feuchte Oberfläche?

Übliche Steine die gewässert werden wollen, sind dann einsatzbereit, wenn die Oberfläche aufgesprühtes Wasser nicht mehr aufnimmt, sondern es stehen bleibt. Wir dieser Wasserfilm verbraucht oder wieder eingesogen, dann muss wieder Wasser aufgebracht werden.

Gruß, güNef
 

waterstone

Mitglied
Guten Morgen ihr Beiden,

vielen Dank für euere Antworten. Ich habe in den letzten Tagen einfach die Erfahrung gemacht, dass meine Steine doch durstiger als gedacht sind. Der Naniwa Pro soll ja laut Aussagen hier im Forum nicht zu lange im Wasser liegen. Ich habe erstmal 5 Minuten angesetzt. Vielleicht ist das zu kurz, weil ich doch häufiger mit der Sprühflasche die Oberfläche benetzen muss, um den Wasserfilm zu erneuern.
Mein splash&go 1000/4000 Kombistein von JMS ist auch relativ durstig, zumindest durstiger als ich vermutet habe.

Deshalb meine Fragen dazu. Aber nun kann ich ja gut informiert an die "Arbeit" gehen!
Gruß, René
 

pebe

Premium Mitglied
So wie @Olli Kydex schreibt,

… bis keine Bläschen mehr aufsteigen oder sich am Rand des Steines bilden. Dann sollte der Stein hinreichend gesättigt sein.

Das setzt natürlich voraus, dass der Stein vollständig getaucht und nicht nur unter den Wasserstrahl gelegt wird.

grüsse, pebe
 

waterstone

Mitglied
Naniwa Pro 400
Danke für den Link! Wie gesagst, ich meine hier im MF gelesen zu haben, dass die Pro einerseits keine splash&go Steine sind, anderseits auch nicht zu lange im Wassser liegen sollen - was das auch immer heißen mag. Abere der HInweis im Link, den Stein einfach nur kurz zu tauchen, ist schon mal ein hilfreiche Ansage.

Die Sprühflasche reicht schon, habe mich einfach nur gewundert, dass man häufiger sprühen muss als gedacht. War einfach leicht verunsichert. Habe ja noch nicht die totale Erfahrung mit dem Schleifen auf Banksteinen :)
 

Bukowski

Mitglied
Beim Schärfen schiebt man mit der Schneide den Wasserfilm vom Stein, deswegen muss man selbst bei lupenreinen S&G-Steinen wie Shapton Pro ab und an etwas Wasser nachkippen um dauerhaft einen stabilen Wasserfilm auf dem Stein zu haben.

Ich hab die Erfahrung gemacht, dass diese feinen Sprühflaschen zu wenig Wasser ausstoßen, um einen ausreichenden Wasserfilm auf dem Stein zu bilden und nehme deswegen auch lieber ein kleines Kännchen, Ikea-Dressingflasche o.ä.

Bei Naniwa Pro ist es unterschiedlich, manche Steine sind S&G, manche nicht wirklich. Grundsätzlich sind die Steine aber als S&G konzipiert..
 

waterstone

Mitglied
Zumindest ist jetzt für mich geklärt, dass sich immer ein Wasserfilm auf dem Stein, egal welcher Sorte, befinden muss. Ob nun Kännchen oder Sprühflasche (gibt ja auch welche mit starkem Sprühnebel) praktischer ist, wird die Erfahrung damit zeigen.

Danke Dir für den Hinweis, dass es bei den Naniwa Pros solche und solche gibt. Auch das wird sich sicher im Laufe der Nutzungen zeigen, zu welcher Sorte mein Naniwa Pro gehört. Ich werde zumindest beginnen, ihn als S&G zu behandeln.
 

waterstone

Mitglied
Sowas werde ich bei mir im Fundus auch auftreiben können. Stammt noch aus Zeiten, in denen man bei Autobatterien das Niveau kontrollieren musste und u.U. mit dest. Wasser auf Plattenniveau bringen sollte :)
 

swifty58

Premium Mitglied
Bitte versteht mich nicht falsch, aber warum denn so kompliziert? Ich tauche den Stein in kaltes Wasser, lege ihn in die Halterung und fange an zu schleifen. Bei Bedarf netzte ich meine Hand an und lasse ein paar Tropfen Wasser auf den Stein fallen. Sollte zu wenig Wasser auf dem Stein sein, wiederhole ich den Vorgang. Zuviel Wasser ist nach zwei Zügen über den Stein weg.
Oder ist das ganz falsch, weil viel zu einfach?
 

knifeaddict

Mitglied
@swifty58 hast völlig recht....ich hab so'ne kleine Sqeeze-Flasch für Saucen zweckentfremdet....da geht es aber nur um Vermeidung von zuviel Dreck/Waser auf dem Tisch...Hauptsache ein paar Spritzer...und gut
 

waterstone

Mitglied
Bitte versteht mich nicht falsch, aber warum denn so kompliziert?
Nein, aber verstehe mich bitte auch nicht falsch. Meine Anfangsfrage ging schlicht und ergreifend nur darum, ob ein Wasserfilm auf dem Stein sein muss oder dieser auch im nur feuchten (also Wasser aufgesogen) verwendet werden darf. Dies wurde von @güNef bereits im zweiten post beantwortet und damit war die Sache für mich eigentlich abgefrühstückt. Mehr wollte ich gar nicht wissen. Das Wie bzgl. Benetzung ist wirklich nur drittrangig und jeder hat so seine Methode.

Wie ich meinen Naniwa Pro verwende, habe ich ja kurz in #4 angedeutet. Scheinbar gibt es zu diesen Steinen, was die Wässerung betrifft, unterschiedliche Meinungen. Habe ich abgespeichert" und gut ist.
 

chamenos

Super Moderator
okay..... dann bin ich wohl der Faulste von euch.
Ich lege ein auf Maß geschnittenes Brett von knapp 10cm Breite über die Spüle, darauf das Antirutsch-Gummidings und da kommt der gewässerte Stein drauf ..... und über dem ganzen Aufbau (der dauert knapp 30 Sekunden) ist dann der Wasserhahn aus dem es auf den Stein tröpfelt ;)
 

waterstone

Mitglied
okay..... dann bin ich wohl der Faulste von euch.
Ich lege ein auf Maß geschnittenes Brett von knapp 10cm Breite über die Spüle, darauf das Antirutsch-Gummidings und da kommt der gewässerte Stein drauf ..... und über dem ganzen Aufbau (der dauert knapp 30 Sekunden) ist dann der Wasserhahn aus dem es auf den Stein tröpfelt ;)
(y)
 

chamenos

Super Moderator
Meine Anfangsfrage ging schlicht und ergreifend nur darum, ob ein Wasserfilm auf dem Stein sein muss oder dieser auch im nur feuchten (also Wasser aufgesogen) verwendet werden darf.
Diese Frage verdient die übliche, korrekte Antwort: "Es kommt darauf an " ;)

Üblicherweise soll der Wasserfilm den Schleifabtrag daran hindern, dir den Stein zuzukleistern. Also ist ein konstanter Wasserfluß über den Stein beim Schleifen das Optimum.

Was dadurch etwas schwieriger wird, ist "zu sehen" was und ob da was passiert.... du spülst ja permanent deine "Schleifspuren" weg.
Als ich auf Wassersteinen angefangen habe, fand ich das recht hilfreich, wenn ich den Abtrag sehen konnte..... Geschmackssache.

Wenn du mit Steinen hantierst, bei denen du mühsam vorneweg Schleifschlamm anreibst, dann willst du natürlich nicht, dass der dir sofort weggespült wird, sondern in diesem Schlamm schleifen/polieren.

Ich kann das nicht und mache es daher auch nicht.

Vor gut zwei Jahren habe ich mal einen dieser "Vielschleifer" auf Youtube angeschrieben (Name vergessen.... sorry), warum er nicht einfach permanent Wasser über seine Steine laufen lässt, da ein Drittel seiner Schleifarbeit aus "Wasser auf den Stein schöpfen" bestand..... er hat mir geantwortet, dass er sein Filmset schlecht am Spülbecken aufgebaut bekommt... ansonsten wäre das sicherlich die sinnvollere Lösung ;)

Gruß
chamenos
 

mico

Mitglied
Ich behelfe mir mit einer kleinen Pumpspray-Flasche (war früher Desinfektionsmittel drin), mit der ich zwischendurch kurz den Wasserfilm auf meinen Shapton und Naniwa Pro Steinen auffrische.
Ich gehöre zu denjenigen, die gerne den Schleifabrieb wegspülen.

Es gibt aber auch andere saugende Steine, auf denen keine Pfütze stehenbleibt. Wenn dann beim Schleifen kein Wasser mehr vom Stein hochgezogen wird, ist er zu trocken. Ich spüle dann nur den Schleifschlamm weg, damit der Stein sich nicht zu schnell abnutzt.