Bandschleifmaschinen

charles

Mitglied
Erstmal moin!
Jetzt habe ich als "neuer" erstmal brav X & / gelesen und mich richtig gefreut mal ein wirklich klasse Forum zu finden!
Das man die guten Teile "einfach" selber bauen kann ist mir bis jetzt gar nicht eingefallen. (Aber irgendwo müssen die schließlich ja herkommen!)
Bei soviel positiven Erfahrungen von anderen "Einsteigern" ---
habe ich eigentlich nur zwei Fragen die ich nicht in den FAQ gefunden habe:
Wie baue ich mir am besten eine Bandschleifmaschine? :confused:
...und
Wie bring' ich´s meiner Frau bei? :angst:

(Stand da nicht irgendwo etwas von einer 750kg Bandsäge:hehe: )
Grüße und vielen Dank für Tipps! (vor allem zu 1...2.pack ich schon:irre: )
 

Armin II

Mitglied
Das mit dem selbstbauen ist so ne Sache. Für den Anfang würd ich mir lieber mal nen handelsüblichen Bandschleifer kaufen und den so modifizieren, dass man darauf Messer fertigen kann.
 

charles

Mitglied
Erst mal Danke für den Tip Armin II.
Aber mit einem drehzahlgeregeltem Elektromotor, ein paar Meter Vierkantrohr, drei Rollen und etwas Blech zum Schutz...
und etwas "Schweiß"arbeit sollte sich doch ein rudimentäres Gerät für kleines Geld und kleine "Anfänger"ansprüche herstellen lassen...
Hat denn so was noch niemand hier ausprobiert?! ...ich mein ein Messer herzustellen stell ich mir wesentlich filigraner/schwerer vor.
Wenn das doch komplizierter ist... was eignet sich denn so zum "Umbau"?
(Wolfmaster, Knuth, Linden und Grit hab ich mir schon angeschaut...:lechz: :eek: und die Preise gesehen :staun: :stöhn:
Immer dankbar für Hilfe!
Charles
 

Armin II

Mitglied
So einfach ists dann auch nicht ausser ein paar rollen und ein paar metern vierkantrohr brauchts dann noch ein paar gleitlager, die wiederum in ner geriebenen passung sitzen müssen, die rollen müssen absolut rundlaufen, die spur muss sich einstellen lassen, ebenso die bandspannung.

Und dann musstdu erst mal wissen was du mit dem ding überhaupt schleifen willst! Flachschliff - Hohlschliff?? Nur die Schneide damit hgerausschleifen oder auch die Kontur damit in Form bringen? Willst du am waagrecht oder am senkrecht laufenden Band schleifen??........
:confused: :confused:


Wenn ich sagte "Umbauen", dann habe ich damit eigentlich keinen Schleifer von Flott oder Grit gemeint sondern nen 300-350 DM Bandschleifer aus dem Baumarkt, z.B. Rexxon oder Scheppach.

Wenn du soviel Geld ausgeben willst wie ein Flott oder Gritt Schleifer kostet, dann kannst du dir um ca. das gleiche Geld nen Bandschleifer wie z. B. den Wolfmaster von Wolf Borger http://www.wolf-borger-messer.de kaufen, der ist dann speziell fürs MM ausgelegt
 

charles

Mitglied
Ich seh schon - ist doch etwas komplizierter...
Also erst nochmal lesen...
Vielen Dank erstmal;
Wolfmaster ist mir (leider ) zu teuer und unter einem getunten Proxxon kann ich mir noch nicht so richtig viel vorstellen:confused:
einen Hohlschliff kann man mit dem Teil wohl sowieso vergessen!?
Ich recherchier noch mal ein bisschen und komm dann nochmal mit mehr Fragen zurück ;-)
1000 Dank soweit!

PS: Schau natürlich immer hier rein ob sich nicht doch noch was findet:cool:
 

Guenter

MF Ehrenmitglied
Wenn Du wirklich am Selbstbau interessiert bist, dann schau Dich mal bei:
Beaumontmetal
und den weiterführenden Links um, da steht einiges drin. Ein kommerzielles Kontaktrad ist eigentlich das einzige, was man kaufen sollte;...obwohl.... ich schleife auch oft noch an meinem Eigenbau mit Kontaktrad aus einem Alurad mit Gummibelag.
Wenn Du am Kontaktrad schleifen willst, ist ca, 200 der minimale Durchmesser; dazu gehört eine Antriebsleistung von minimal 1HP (Drehstrom) oder 1,5HP Wechselstrom. Besser das Dreifache und Drehzahlgeregelt. 15m/s Bandgeschwindigkeit bei ungeregeltem Antrieb (ist bei feineren Bändern besser) oder bis 40m/s bei in der Drehzahl regelbarem Antrieb.
 
Zuletzt bearbeitet:

charles

Mitglied
Genau was ich gesucht habe!
1000 Dank Günther! ...jetzt wühl ich erst mal alle Links durch! Wenn ich so ein Teil wirklich gebacken krieg melde ich mich inkl. Bauanleitung (soll ja keiner das Rad zweimal erfinden müssen)
CU
Charles:super:
 

DeadlyEdge

Mitglied
Bandschleifer mit Bohrmaschinenantrieb?

...wieder kompromislose Kompetenz von Günter :super: ...
Was hält ihr von volgender Idee: Ein Selbstbau-Bandschleifer, der von einer kräftigeren (>700 W) Handbohrmaschine angetrieben wird :ahaa: :confused: :ahaa: :confused: ? Dann würde man alle Spielereien der Bohrmaschine zur Verfügung haben (regelbare Drehzahl, Links-Rechtslauf..)
Grüße,
Martin
 

Guenter

MF Ehrenmitglied
Im Prinzip nicht schlecht, da diese Maschinen bauartbedingt ein relativ hohes Drehmoment haben. Der Antrieb muß so konstruiert sein, daß keine seitliche Belastung auf die Maschine übertragen wird (kein Riemenantrieb!). Das mögen die Bohrmaschinen garnicht. Bohrmaschinen sind auch generell nicht für langen Dauerbetrieb ausgelegt. Außerdem ist im abgeregelten Betrieb die Gefahr, daß die Bohrmaschine wegen der geringen Kühlung zu heiß wird (Zusatzkühlung). Hinzu kommt, daß diese Maschinen recht laut sind gegenüber normalen kollektorlosen Motoren.
 

AchimW

Mitglied
Bandschleifer

Muß das denn immer so ein großes, kompliziertes Gerät sein? Ich habe über 5 Jahre lang zu vollster Zufriedenheit mit einem Elektra Beckum BS 200 gearbeitet. In der Zeit habe ich darauf so um die 300 Messer, Saxe, Äxte, Speere, Saufedern und anderes einschließlich der Griffe gemacht und zahllose Messer geschliffen und geschärft. Die Maschine kostet heute rund 350 DM. Einziger Nachteil (der für mich keiner ist, denn ich halte das sowieso für Mist): keine Hohlschliffe, da zu kleines Kontaktrad. Wichtiger Umbau: Stein 'runter, Polierscheibe 'rauf.

Jetzt im Sommer habe ich mir einen Grit GP 50 A zugelegt, weil ich dachte, daß bei meinen ansteigenden Produktionszahlen mal was größeres her muß. Schleifen geht jetzt schneller, dafür dauert der Bandwechsel bei dem geschlossenen Kasten viel länger. Da ich aber Einzelstücke schmiede und ein Messer nach dem anderen komplett fertige und nicht wie viele stock-removal-Leute 100 gleich aussehende Rohlinge nacheinander schleife, bin ich jetzt wesentlich mehr Zeit als vorher mit Bandwechsel beschäftigt. Alles in allem hätte es auch der EB weiter getan.

Im Übrigen sitzt Charles hier einem Trugschluß auf, über den er dringend aufgeklärt werden muß. Und das hätte ich eigentlich von einigen der erfahrenen Messermacher hier erwartet. Die Maschine hilft dir beim Messerbauen gar nix. Sie beschleunigt nur die Arbeit derjenigen, die es ohnehin schon können. Für alle anderen ist es mit einem Bandschleifer eher einfacher was zu versauen als was Gutes zu machen.

Und richtig gute Teile "einfach" selberbauen ist auch nicht. Dazu braucht man eine Menge Erfahrung. Mach Dich auf einen längeren Lernprozeß gefaßt, zumindest, wenn Du nicht schon auf eine fundierte Ausbildung im Metallbereich zurücksehen kannst. Aber auch dieser Lernprozeß kann natürlich viel Spaß bereiten!!

Meine Empfehlung, falls Du erst mal sehen willst, ob es Dir Spaß macht: arbeite erst mal mit normalem Handwerkszeug, sprich Feile, Schraubstock und Armschmalz.

Achim
 

HankEr

Super Moderator
AchimW, weise Worte. Kann man bei diesem Elektra Beckum Teil auf einer oder auf beiden Rollen schleifen (wg. Kontur), oder sind diese nicht dafür ausgelegt und leiden darunter? Hast Du die Drehstromversion (BS 200D) mit 740W oder die mit Wechselspannung (BS 200W) mit 580W?
 

micknives

Mitglied
achimw 's weise worte

noch mal kurz bei achimW eingehakt.
man ist schnell dem "messermachen" verfallen. aber bevor man sich
bandschleifer etc. kauft, sollte man sich selbst testen ob der
wille auch wirklich da ist. fertigt einfach mal 3 messer mit
flachschliff u. tapertang, einfache neusilber guard genietet im
600"endfinish. wenn ihr danach noch lust habt weiter zu machen, dann
richtig!
auch wenn die frau o. freundin am anfang immer nur meckert:
"immer bist du bei deinen messern".
mittlerweile wäre das messermachen für mich fast ein scheidungsgrund.
übrigens, meine ersten messer 6 stk habe ich alle auch mit feil etc.
gefertig. oft wunde und blutige finger gehabt.

gruß
micknives
 

AchimW

Mitglied
Messer machen

HankEr, interessant ist eigentlich nur die untere Rolle. Die Obere ist nicht beschichtet und außerdem beidseitig konisch, da über sie das Tracking (Bandpositionierung) läuft. Ich bin mit der Wechselstromversion ohne Probleme ausgekommen, würde aber trotzdem demjenigen, der sie betreiben kann die Drehstromversion empfehlen, da sie einerseits mehr Power hat (daher beim Polieren nicht so leicht anzuhalten ist) und andererseits mittels eines umpolbaren Steckers in beide Richtungen laufen kann, was die Aufstellmöglichkeiten verbessert.

Übrigens: Schlecht bei allen Maschinen, billig oder sauteuer, ist die Rückenplatte für's Flachschleifen. In aller Regel sind die Dinger aus gewöhnlichem Baustahl, der relativ fix auch von den Bandrückseiten (und sich ansammelnden Schleifpartikeln)an- oder aufgefressen wird. Ich habe mir auf meinen Maschinen auf dieses Teil eine zusätzliche dünne Platte aus gehärtetem Werkzeugstahl befestigt. Hält länger, schleift besser.

Ach ja und noch was. Vielleicht kennt der Eine oder Andere den Messermacher Gert van den Elsen aus Holland. Der macht schon seit etwa 20 Jahren wirklich tolle Messer bis Schwertgröße, und nicht wenige davon. Gert's einzige Maschine ist eine Bohrmaschine, weil Löcher nur schwer von Hand zu machen sind. Alles Andere wird bei ihm von Hand gemacht. Wie man sieht, geht's auch ohne und das nicht nur für einige Anfängerteile.

Achim
 

Geist

Mitglied
Re: Messer machen

Ach ja und noch was. Vielleicht kennt der Eine oder Andere den Messermacher Gert van den Elsen aus Holland. Der macht schon seit etwa 20 Jahren wirklich tolle Messer bis Schwertgröße, und nicht wenige davon. Gert's einzige Maschine ist eine Bohrmaschine, weil Löcher nur schwer von Hand zu machen sind. Alles Andere wird bei ihm von Hand gemacht. Wie man sieht, geht's auch ohne und das nicht nur für einige Anfängerteile.

Jockl Greiss macht so viel ich weiß auch alles von Hand bis auf das bohren von Löchern... !

Ciao Ge!st
 

Robert

Mitglied
Hello All!

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Sincerly,
Rob Frink
Beaumont metal works

Beaumontmetalworks.com
 

zorro_43

Mitglied
Hi,
AchimW hat völlig recht. Ich kann das arbeiten mit Feile und Schraubstock nur empfehlen.
Leider werden viele Leute durch moderne Maschinen "verführt" und machen dann praktisch nichts mehr von Hand.

Zorro
 

Hammer

Mitglied
Handarbeit

hi alle,
ich meld mich auch mal wieder zu worte.
also, die konzentration und das "feingefühl" beim arbeiten mit stahl, lernt man an der maschiene nur schwer.
als gelernter masch.schlosser hab ich die ersten wochen auch erstmal viel gefeilt:ack:
mit blasen und blut an den händen.
aber was solls, nach der U-schiene kannste zumindest feilen;)
am bandschleifer/fräse oder ähnliches, haste sehr schnell ein teil versaut, wenn dus kannst aber auch sehr schnell fertig:hmpf:
mit maschiene gehts halt schneller, egal ob zum guten oder ausschuss.
aber komplett von hand, DAS hat was.
nicht nur wenn die teile verkauft werden sollen, auch für dich selber.
ist ein geiles gefühl, deinen bekannten sagen zu können: alles handarbeit!:p
viele meiner freunde/bekannten sind selbst metaller, da kommen regelmässig komentare wie:
aber du hast doch gar keine fräse.
manch einer kann sich garnicht mehr vorstellen, dass man das von hand machen kann.
auch leute die das in ihrer lehrzeit noch machten!!
selbst löcher bohren geht ohne elekrisch bohrmaschiene!
(ist mir dann aber doch zu unpräzise und schweistreibend :irre: )
also : es geht auch ohne
und nicht unbedingt schlechter!
in diesem sinne
Hammer
 

charles

Mitglied
Überredet!!!
Also :
Schraubstock, gute Feilen und vernünftige Schleifsteine (den Rest sollte ich schon haben).
Da freut sich wenigstens der Geldbeutel (hoffe ich - diese schweizer Feilen sind ja nicht gerade Schnäppchen). Wenigsten bläst man sich so nicht den ganzen Metallstaub durch die Hütte:hehe:
Vielen Dank füer die Tipps!! :super: