Bandsäge

Haudegen

Mitglied
servus, muss euch wieder mal was fragen.

da ich jetzt nen schwung griffmaterialien zusammengetragen habe, ( kuhhörner, rinderknochen,..) brauch ich jetzt ne bandsäge.

mein wissensstand bis jetzt:

güte: 350 W, so um die 250 dm,( obi ) evtl. nicht für metall geeignet, der verkäufer war da etwas unsicher.
proxxon: mit kühlung, auf jeden fall auch für metall. 510 dm.( obi ) allerdings kleiner arbeitsbereich. ich denk mal, zu klein für messerbau.
metabo: 750W, 1059dm ( www.wollschlaeger.de )mir fast zu teuer.

weiß jemand alternativen ?

brauch ich zum metallsägen kühlung ? ( beim proxxon steht dabei: kühlung für glas u. keramik.
nach meiner erfahrung beim bohren von rwl, sollte kühlung eigentlich von vorteil sein, oder ?? )
welche wattstärke ist generell erforderlich, wenn ich alle bereiche ( horn, knochen u. metalle ) abdecken will ??
hab ich was vergessen ? für tips bin ich dankbar.

grüße,.........
 

freagle

Mitglied
Hallo Haudegen,

über eine Bandsäge mach ich mir auch schon ne weile Gedanken, könnte auch eine brauchen. Ich hab mir mal in letzter zeit ein paar Modelle in Baumärkten angeschaut, die Proxon kenn ich nur aus dem Katalog, ist finde ich etwas zu klein, mehr für Modellbauer denke ich, obwohl ich von der Proxoqualität bisher nur gutes gehört habe.

Ich denke wenn mann auch Werkzeugstahl wie wir sägen will und das bis ca.6mm dann sollte die Bandsäge gute Sägeblattfürungen aus Stahl oder solchen Kugellagerrollen haben und hohe Sägeblattqualität, die Leistung von 500 bis 750 Watt erscheint mir ausreichend oder was sagen die Fachleute.

Ich mach zur Zeit so ca 3 Messer im Monat und da lohnt sich für mich eine größere Anschaffung noch nicht, 3 DM für den cm beim Sägeservice bin ich aber auch nicht gewillt auszugeben, da säg ich halt immer noch lieber von hand und bohre vor.Es wissen jetzt ein paar Bekannte das ich suche vielleicht tut sich ja was gutes Gebrauchtes auf.

Was sagen die Profis, was muss mann für was brauchbares anlegen?
 

DeadlyEdge

Mitglied
Hi, Haudegen!
Ja, viel Weises kann ich natürlich auch nicht sagen, nur: kennst du die Rexon Maschinen? Gab es in ziemlich allen Baumärkten, die ich besucht habe (Bauhaus, Praktiker, Hornbach...). Kosten etwa zwischen 300 und 400 DM , haben einen Tellerschleifer (mit Haftschleifscheiben) dran...
Grüsse,
Martin
 

Guenter

MF Ehrenmitglied
Bevor man eine Bandsäge kauft, sollte man eines bedenken:
die Schnittgeschwindigkeiten (Bandgeschwindigkeiten) für Stahl / Buntmetall / Holz sind um jeweils ca. eine Zehnerpotenz unterschiedlich. Stahl ca. 8 bis 15 m/min, Buntmetall ca. 80 bis 200 m/min und Holz 800 bis 1200 m/min. Stahl am besten mit Kühlung, einige Buntmetalle auch, Holz natürlich ohne. Stahl mit hochharten, feinzahnigen Bändern, Buntmetalle mit feinen Werkzeugstahl-Bändern, Holz mit gröberen Bändern.
Alle diese Bereiche optimal mit einer Maschine abzudecken ist wohl unmöglich, jedenfalls kenne ich keine Säge, die das kann.
Also Kompromisse.
Die kleinen Maschinen wie Rotwerk, B&D, Rexon u.ä. laufen in einem Geschwindigkeitsbereich, der für Buntmetalle und Holz geeignet ist, aber nicht für Stahl. Außerdem sind weder Motorleistung noch Blattführungen für höhere Belastungen ausgelegt.
Relativ günstig ist die Kapp-Bandsäge von Knuth ( http://www.knuth.de ), die sich mit einem zusätzlichen Tisch auch senkrecht als normale Bandsäge einsetzen
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Technische Daten B 110
Schneidleistung 90° - rund 115 mm
- vierkant 105 x 150 mm
Schneidleistung 45°-rund 100 mm
-vierkant 100 x 100 mm
Sägebandabmessung 1640 x 13 x 0,65 mm
Hauptmotor 230 V / 0,4 kW
Bandgeschwindigkeit 20/29/50 m/min
Abmessungen 1200 x 400 x 560 mm
Gewicht 61 kg
Art.-Nr. 102 178w
Preis DM 640,- Euro 327,-
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eventuell zusätzlich zur Kühlung und Schmierung:

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Werkzeugkühlgerät Coolfix
* mit Fußdruck betrieben
* zum Bohren, Drehen, Fräsen, Sägen usw.
* problemlose Montage
* Kühlflüssigkeit individuell dosierbar
* Spritzrohr feststellbar
* Spritzrohr verschiebbar
* mit festmontierbarem Anschraubarm

Art.-Nr. 103 185 w
Preis DM 210,- Euro 107,-

Spritzrohr mit Ständer und Magnetfuß
Art.-Nr. 103 186w
Preis DM 110,- Euro 56,-
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Bei Maschinen dieser Art kann man ein ausreichend stabiles Sägeband guter Qualität (Bimetall) benutzen, das man für die billigen Maschinen nicht bekommt.

Kühlung ist auch bei Stahl kein muß, verlängert aber die Lebensdauer der Bänder. Bei der niedrigen Bandgeschwindigkeit für Stahl kann man auch Buntmetalle und Holz schneiden, dauert dann eben etwas länger.

Man kann sich natürlich die Bandsäge auch selbst bauen:
mein Eigenbau besteht aus einem stabilen Rahmen aus 100X100 Vierkantrohr, als Rollen abgedrehte Trommelbremsen vom Ford Granada mitsamt Radlagern (lassen sich gut montieren), Antrieb über Motor mit regelbarem Getriebe; Drehstrom 375W, ist aber unterste Grenze an Leistung, 600 bis 700 Watt Drehstrom oder 1KW Wechselstrom wären besser.
Führungen lassen sich aus jeweils 3 Kugellagern gut selbst bauen.
 

Flaming-Moe

Mitglied
Original geschrieben von freagle


...da säg ich halt immer noch lieber von hand und bohre vor.

Das geht?

Mal ne blöde Frage, ist es theoretisch möglich, ganz ohne Bandsäge, Bandschleifer usw. ein Messerchen zu bauen?

Genügend Zeit und Geduld vorausgesetzt?

Oder versagt bei besonderen Stählen (D2, RWL, CPM420V) die Muskelkraft?
 

kanji

Super Moderator
Hallo Flaming Moe

klar ist das möglich, mein Messer Nr. 1 hab ich komplett von HAnd gefsägt, gefeitl, geschliffen dauert halt etwas länger und macht dicke Arme. (ok ne Bohrmaschien brauchst Du schon)

tanto1.jpg


Den Anfang von Tanto 2 hab ich auch noch komplett von Hand gemacht, erst zum Schluss kam ein billiger Bauhausbandschleifer zum Einsatz.

Siehe auch Kanjis-Web
 

AchimW

Mitglied
Bandsäge u.a.

Zu dem, was Günter sagt ist kaum was hinzuzufügen.

Allerdings baue ich seit 6 Jahren Messer, hab bis jetzt so 300 Stück gemacht und besitze weder Bandsäge noch Säulenbohrmaschine. Einzig einen Bandschleifer habe ich mir irgendwann gegönnt. Aber auch da könnte ich ohne auskommen, was ich jetzt im Urlaub auch umgesetzt habe. Da ging es mit Raspel, Feile, Schleifpapier zur Sache.

Sägen tu ich ausschließlich mit guten Japanersägen von Dick (Holz) und einer Eisensäge (Buntmetall, Stahl). Zum Bohren genügte mir bisher eine olle B&D. Ich habe wirklich keinerlei Hemmungen, das Wort "Handgefertigt" auf meine Messer zu schreiben.

Achim
 

Flaming-Moe

Mitglied
:staun: :hehe:
Hm...das eröffnet einem ja ganz neue Perspektiven.

Ich hab mich bislang auf das Zeichnen und Entwerfen von Messern auf dem Papier oder mit dem PC beschränkt.

Aber wenn man auch "von Hand" recht passable Stücke herstellen kann, werd ich das wohl doch mal Probehalber versuchen.

Eine halbe Tonne Werkzeug fährt sowieso schon bei mir rum...

Wo bezieht Ihr die "Rohstoffe"? Alle bei Borger?

Oder gibts ne Alternative, wo vielleicht auch gleich noch G10, Kohlefaser u.ä. bzw. Leder, Kydex oder Concealex zu beziehen sind?

Sprich etwas modernere Materialien???
Ich steh total auf Kombinationen aus traditionellem Design und modernen Werkstoffen...
 

kanji

Super Moderator
Hallo Flaming Moe,

das meiste Material hab ich von Wolf Borger, hat leider den Nachteil das Stahl dort teuer ist, ich hab für meinen ersten Versuch nem lokalen Stahlgrosshändler drei Stücke aus den Rippen gelabert.
Fragen kostet ja nie was.
Wollt als nächstes mal Stahl bei Recknagel bestellen.
Für Kydex steh ich im mom mit diesem Herrn in Email-Kontakt: schwittlinsky@sekisui.de

Alles andere findest du in Bastelläden oder gar nicht,
ich such zur Zeit M2 Torx Hülsenmuttern aus Edelstahl in D keine Chance zu kriegen.

Viel Erfolg und viel Spass

PS benutz besser kein Ebenholz am Bandschleifer ;-)
 

Flaming-Moe

Mitglied
Original geschrieben von kanji


Alles andere findest du in Bastelläden oder gar nicht,
ich such zur Zeit M2 Torx Hülsenmuttern aus Edelstahl in D keine Chance zu kriegen.

Viel Erfolg und viel Spass

PS benutz besser kein Ebenholz am Bandschleifer ;-)

Also doch wieder in den USA umschauen...?
Ich hatte schonmal ne Seite gefunden, die Concealex in verschiedensten Farben verkauft hat.
Sogar Desert Tarn, wenn mich nicht alles täuscht.

Leider hab ich den Link nicht mehr.

Warum kein Ebenholz am Bandschleifer? Ich besitz ja eh keinen...

Ist das ein Insider???
 

Nidan

Mitglied
Hallo Flaming Moe :

Also der Tipp mit dem Stahl von Recknagel ist wirklich gut, ich hab dort auch schon Stahl bestellt und zwar den 1.2842 und war sehr zufrieden.

Ansonsten gibt es noch die Messserwerkstatt Dobner, die haben zawr keine HP aber du kannst einen Katalog bestellen unter Messerwerkstatt-Dobner@t-online.de

Un weils grad passt hier ein Bild von meinem 2. Rohling der 1. ist noch beim Härten. Leider hab ich kein Foto sondern hab ihn direkt auf den Scanner legen müssen.

An Werkzeug hab ich nur ne Eisensäge, Bohrmaschine mit Ständer für die Löcher, natürlich nen Schraubstock und Feilen und Schleifpapier benutzt.
 

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  • rohling 2.jpg
    rohling 2.jpg
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Haudegen

Mitglied
hi günter,
hätte mich auch gewundert wenn von dir etwas anderes kommt, als eine fundierte erklärung u. den passenden artikel / link. :super:

danke,..........

AchimW, hab wohl bei weitem nicht deine erfahrung, aber bis jetzt kenn ich auch nur das machen mittels feile u. säge.
mein interesse an `ner bandsäge liegt hauptsächlich in der griffmaterialbearbeitung. zu den oben genannten materialien kommen wenns gut läuft hoffentlich bald wurzelholz u. baumwucherungen dazu. ( frisch ). und dummerweise bekomm ich aus `nem block kaum `nen geraden schnitt per säge. auserdem bin ich ein körperlich arbeitender mensch der abends auch mal müd ist, :glgl: und da is es scho schö, wenn man mal ner maschine bei der arbeit zusehen kann. :lach2:

grüße,.......
 

bert

Mitglied
Hi Haudegen,

ein nobles gerät ist die Emco bandsäge Swing.
hab das gerät (leider) selber nicht :(
ich habe aber vor kurzem bei einem messermacherkollegen damit gearbeitet. nicht für metall!
feines gerät! muß ich schon sagen.
auch ein tellerschleifer ist dabei.
http://www.winklerschulbedarf.com/Wishop.htm

leider hat mich der preis immer abgeschreckt.
aber wenn ich mal reich bin dann kauf ich mir diese.
:)
gruß
bert.

www.69nord.at
Messerschmiede
 

Flaming-Moe

Mitglied
1000 Dank für eure Tips und sorry, daß ich im Laufe des Threads etwas vom Thema abgelenkt habe, das nächste Mal (jetzt wo ich den Entschluß gefaßt habe auch unter die Messermacher zu gehen :) werden wohl öfters Anfragen von mir kommen) mach ich nen eigenen auf!

:D
 

Ulrich Wolf

Mitglied
Hallo Leute

habe meine Bandsäge vom Metzger!!! -
ist eine Knochensäge (entsprach nicht mehr der
gewerblichen Norm ).Kostete 50.- DM, hat Drehstrom
Motor 380V/1,5 KW,Sägebandlänge 2315mm .Die Säge
habe ich über Frequenzumformer angeschlossen und
kann somit stufenlos von 0-max die Drehzahl bei
voller Leistung regulieren .

Gruß Uli
 

Armin II

Mitglied
vergiss das mit der bandsäge zum stahlsägen. erfahrungsgemäss gehts am besten mit der bohrmaschine , 4 mm HSSco bohrer zum bohren der umrisse, dannach die stege mit dem flachmeissel einkerben, dann die klinge in denschraubstock spannen und da überflüssige materialstück mit 1-2 hammerschlägchen abschlagen.
 

Haudegen

Mitglied
hi ArminII,
dachte schon bist in urlaub.:D
stahlsägen mit motorleistung hab ich mittlerweile abgeschrieben. aber wie gesagt, mir ging es auch hauptsächlich um griffebearbeitung.
allerdings ist dein tip mit dem meisel u. 1-2 hammerschlägchen für mich neu. hört sich guuuut an.

Bert, dein vorschlag kommt ziemlich an die metabo ran, zumindest von der leistung. allerdings is das teil 100,- dm teurer. da geht mirs wie dir. wenn ich mal reich bin .........

also morgen in baumarkt, entweder die von Deadley Edge erwähnte rexon od. halt güte. mal gucken.

danke für eure meinungen. :super:

grüße,....
 

Paulus

Mitglied
Also ich muß auch ohne Bandsäge auskommen. Und auch ohne ordentliche Schleifmaschiene usw. Für Messerstahl nehme ich eine handelsübliche Bügelsäge und Sägedraht für Fliesen. Das geht gut weil der Draht rund ist, man kommt in jede Ecke und kann auch Rundungen in einem Zug sägen. Ein normales Messer ist in 20 Minuten ausgesägt. Mehr als drei habe ich noch nicht gesägt. Ich weiß also nicht wie das mit größeren Mengen ist.
Das Holz für den Griff wird bei mir nicht gesägt sondern gefeilt wenn es im ganzen auf den Erl kommt. Einfach mit der Raspel und los gehts. Bei Schalen säge ich den Block in zwei Teile (mit der Feinsäge)und dann wieder die Raspel. Griffe habe ich schon einige gemacht. Geht ganz gut.
 

freagle

Mitglied
Hallo Leute,

das Aussägen von Messerkllingen geht schon mit bohren der Umrisse und dann mit der Bügelsäge, das hab ich bisher auch gemacht, aber nur bis 4mm Klingenstärke am schwersten ging RWL34. Mann muss aber nach dem Ausägen noch ziemlich viel wegfeilen oder wie ich am Tellerschleifer wegschleifen. Wie mühsam dass aber bei 5mm und mehr Klingenstärke und oder Cpm 44o usw ist kann ich mir gut vorstellen. Mit einer Bandsäge kann mann sich ne Menge Arbeit und Zeit sparen, da mann die Kontur genauer hinbekommt. Eine Bandsäge muss früher oder später dann wohl doch sein, bei mir zumindest.

Grüße freagle