Ausbrüche bei A2 Stahl

schmanto

Mitglied
Hallo,

Vor ein paar Tagen habe ich mein neues Bark River Bravo 1 aus A2 Stahl zum ersten mal mit in den Wald genommen. Nachdem ich ein trockenes Stück Holz gespalten hatte, hab ich allerdings einen recht großen Ausbruch in der Klinge entdecken müssen. Weder habe ich beim Spalten Metall getroffen, noch Boden oder Steine mit dem Messer berührt.
Habe dann per Mail bei Bark River angefragt, ob es sich dabei um einen Garantiefall handele, was auch sofort bejaht wurde. Ich bekam allerdings zusätzlich noch einen recht merkwürdigen Grund für die Ausbrüche genannt: Wahrscheinlich hätte ich beim spalten ein Astloch getroffen. In diesem Fall könnte es passieren, dass durch das wesentlich härtere Holz an dieser Stelle die Klinge ausbrechen könnte.
Das erscheint mir jedoch recht merkwürdig, weil ich mit anderen Messern, unter anderem auch zwei Bravo 1 aus A2 Stahl nie solche Erfahrungen gemacht habe. Zudem handelt es sich meiner Meinung nach bei A2 doch um einen vergleichsweise zähen Stahl.
Deshalb nun meine Frage an die Experten in diesem Forum, ob so etwas normal ist? Oder handelt es sich bei meinem Messer, um ein Mängelexemplar?
 

Jenni

Moderator Forum Kizlyar und BRKT
Hi ,

manchmal können sehr kleine Ausbrüche kommen, wenn die Klinge zu dünn ausgeschliffen ist und man sich gleich ans Spalten macht.
Meist hilft es, selbst mal nachschleifen, dann ist die Schneide nicht mehr so dünn und das Problem tritt nicht mehr auf.
Wir hatten den Fall seit wir die Bark River vertreiben 3 oder 4 mal.
Du kannst dein Bravo natürlich auch zu Bark River senden, Bark River übernimmt eine dauerhafte Garantie für ihre Messer.

Grüße
Jenni
 

schmanto

Mitglied
hmm danke für den Tipp. Hatte schon davon gehört das sowas manchmal passieren kann aber der Ausbruch ist schon recht groß in meinem Fall. Bark River hat mir natürlich auch sofort angeboten, dass sie das beheben, allerdings kostet der Versand ja auch ordentlich, da hab ich überberlegt es vielleicht selber rauszuschleifen.

hier noch ein paar bilder, da kann man das vielleicht etwas besser beurteilen:
https://picasaweb.google.com/111790715832321344834/16August201102?authuser=0&authkey=Gv1sRgCJyhidHhg4_XoAE&feat=directlink
 
Zuletzt bearbeitet:

_Centurio_

Mitglied
Hi ,

manchmal können sehr kleine Ausbrüche kommen, wenn die Klinge zu dünn ausgeschliffen ist und man sich gleich ans Spalten macht.
Meist hilft es, selbst mal nachschleifen, dann ist die Schneide nicht mehr so dünn und das Problem tritt nicht mehr auf.
Wir hatten den Fall seit wir die Bark River vertreiben 3 oder 4 mal.
Du kannst dein Bravo natürlich auch zu Bark River senden, Bark River übernimmt eine dauerhafte Garantie für ihre Messer.

Grüße
Jenni

Hi,

Einer davon war ich ;)
Und ja, habe dann selber mit Mousepad + Schleifpapier die Schneide wieder repariert und den Schneidwinkel etwas stumpfer gemacht.
Seitdem nie wieder Ausbrüche, der Stahl ist echt genial, man kann ihn sehr scharf machen, er ist schnitthaltig und ebenso leicht nachzuschärfen (Leder oder Schleifpapier).
Mein Bark River Woodland special schneidet so erstaunlich gut durch alle Materialien wie ich es selten von anderen Messern erlebe.

lg :steirer:
 

zarci

Moderator Forum Kizlyar Messer
Hallo zusammen,

ich möchte an dieser Stelle nochmal verdeutlichen, wo die Problematik liegt.

Die Schneidgeometrie eines Messers muss eigentlich immer auf den Einsatzzweck abgestimmt werden.
Beim balligen Anschliff heißt das, dass ein auf Schneidleistung optimiertes Messer im Querschnitt einen hohen Spitzbogen darstellt und ein für Batoning optimiertes Messer im Querschnitt einen flacheren Spitzbogen darstellt.

Beides gleichzeitig geht eigentlich schon physikalisch nicht, denn sonst könnte man mit einem Sushi-Messer Batoning machen und mit dem Beil Sushi zubereiten;).

Da nun aber auch bei Bark River niemand wissen kann, wofür das betreffende Messer letztlich eingesetzt, geht man dort den Weg, dass die Schneide eher dünn ausgeschliffen wird.

Der Grund dafür ist folgender:

Um aus einem hohen Spitzbogen einen flacheren Spitzbogen zu machen, muss man lediglich sehr wenig Material an der äussersten Schneidenkante abtragen, inden man beim Schleifen den Rücken des Messers etwas mehr anhebt.
Das kann der Endanwender in der Regel ohne Probleme selbst erledigen.

Aus einen flachen Spitzbogen jedoch einen hohen Spitzbogen zu machen, ist eine ganz andere Kategorie, da man dann die Flanken ausdünnen muss, was erheblich mehr Materialabtrag erfordert und eher schon Messermachersache ist, es sei denn man verfügt über seeehr viel Geduld.

Ich hoffe, ich hab das jetzt einigermassen verständlich ausdrücken können:rolleyes:

Bitte bedenkt auch, dass gerade Äste in trockenen (Hart)holz eine extreme Belastung für eine feinere Schneide sind und auch gerade Batoning mit Gefühl gemacht werden sollte.

Nichtsdestotrotz ist so ein Schaden wie hier gezeigt, durch die Herstellergarantie von Bark River abgedeckt.

Bei allen Barkies, die bei uns gekauft worden sind, übernehmen wir selbstverständlich den Versand in die USA zwecks Garantieabwicklung.
Bitte habt aber Verständnis dafür, dass wir diese Kosten nicht übernehmen können, wenn das betreffende Messer nicht durch unsere Hände gegangen ist, sondern direkt in den USA bestellt wurde.

Grüße und einen schönen Abend noch

Lothar
 

seneca

Mitglied
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Zuletzt bearbeitet:

Egbert

Mitglied
Danke Achim, unter der Bezeichnung 1.2363 kannte ich ihn schon.
"A2" allein nimmt ja nicht mal die Suchfunktion an.
Na man lernt eben nie aus. Danke!
Gruß Egbert