Anfänger Hobbyschmied möchte sich vorstellen

The Cooker

Mitglied
Hallo zusammen,

bin neu hier im Forum und wollte mich mal kurz vorstellen

Mein Nickname beruht sich auf meinen Beruf (Koch) tja wo soll ich anfangen Messer sind für einen Koch das a und o doch wenn sie nach 3 Tagen stumpf sind hmmm

Dann hab ich mein erstes Japan Kochmesser kleines Gyuto mit Shirogamikern bekommen kurz darauf das zweite ein Santoku Warikomi Suminagashi Kernlage Shirogami, passende Wassersteine dazu und die Grundversorgung an Arbeitsmessern für meinen Beruf war sehr zufriedenstellend hergestellt.
Beim ganzen geschnibbel und messer nachschärfen fragte ich mich dann doch wie die gemacht werden so führte eins zum anderen und nun bin ich mein eigener Lehrling im Küchenmesser Schmieden.

Mein erstes selbst geschmiedetes Messer is zwar nix tolles wenn ich die ganzen Messer hier im Forum sehe aber auf das erste is man immer besonders Stolz und der Grundsatz war mit null Investition ein taugliches kleines Messer zum Obst und Gemüse schnitzen herzustellen.


Es hat gut funktioniert und dann gieng es heute ans richtige Handwerk Heran nachdem ich alle Utensilien beschafft habe.
 

HöKri

Mitglied
Willkommen im Forum, Cooker!

Mir gefällt deine Eistellung. Hier im Forum findest du sämtliche Informationen die du zum loslegen (und noch viel mehr) brauchst.

Vielleicht zeigst du uns ja ein Bild deines Erstlings.

LG aus der Steiermark,
Hökri
 

The Cooker

Mitglied
hier die Bilder

(sorry musste mich erst schlau machen wie das hier mit den Bildern funktioniert)



Das besagte Gemüse und Obstschnitzmesser mit dem Lurch Gasbrenner und nem Zimmermannshammer der Härteversuch gieng in die Hose billiger Eisennagel eben



Hier mein erster richtiger Rohling aus der Kohleesse, es war mal eine Metallfeile.
Möchte mir ein Filitier und Tranchiermesser draus machen, der Griff wird auch selbst von mir gemacht habe dazu ein Australisches Hartholz glaube Bocote heist das die Zwinge soll aus Horn sein und aus meiner kaputten Alufelge möcht ich eine Aluminiumringeinlage zwischen Horn und Griffholz machen.



liebe Grüße
 
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The Cooker

Mitglied
hier die Bilder

(sorry musste mich erst schlau machen wie das hier mit den Bildern funktioniert)



Das besagte Gemüse und Obstschnitzmesser mit dem Lurch Gasbrenner und nem Zimmermannshammer der Härteversuch gieng in die Hose billiger Eisennagel eben



Hier mein erster richtiger Rohling aus der Kohleesse, es war mal eine Metallfeile.
Möchte mir ein Filitier und Tranchiermesser draus machen, der Griff wird auch selbst von mir gemacht habe dazu ein Australisches Hartholz glaube Bocote heist das die Zwinge soll aus Horn sein und aus meiner kaputten Alufelge möcht ich eine Aluminiumringeinlage zwischen Horn und Griffholz machen.

heute sehr viel Theorie

Je mehr Gedanken und Skizzen man sich macht desto besser sollte dann das Ergebnis sein doch befor das Bocote Holz bearbeitet wird gibts erst mal nen Probegriff aus Baumarktholz.
Den Griff hab ich vor mit einer echten Hornzwinge zu versehen also keine aufgeklebte Scheinzwinge den griff will ich auch nicht rein kleben sondern einbrennen dazu zur Theorie:

Ein kleines Loch Bohren (gerade) mit einem erhitztem flacherem und schmalerem Metall langsam voran Tasten was m,ehrmaliges erhitzen und einführen erfordert so kann man falls man etwas verwackelt noch ganz gut korrigieren wenn das Loch dann fertig ist und nach hinten für die eigentliche Klinge noch gute 5mm platz sind wird dann das Schaftende mit dünnen Bambusplatten und Flachsschnur umwickelt erhitzt in den Griff eingeführt und mit hammerschlägen eingeklopft....

da hab ich mir viel vorgenommen ob es soweit kommt wird sich nach dem Vergüten herausstellen

 

The Cooker

Mitglied
Hier ein paar Bilder meiner Esse

Material OSB Verlegeplatten ausm Keller
2 Ytongsteine ausm Baumarkt
Schamottsteine in Flach und Halbdick ausm Baumarkt
ein 3/4 Wasserleitung mit Gewine und Reduzierstück mit Ablassventil ausm Baumarkt
6Kg Feuerbeton
800Watt Dirtdevil Handstaubsauger als Retourware für 20 Euro





Lehrgeld muss jeder bezahlen und daher rate ich jedem sich über Temperaturen und Feuerführung schlau zu machen denn leider ist die Spitze von meinem Rohling weggebrannt verschwunden evtl. geschmolzen soviel zu den Temperaturen die in meiner Eigenbauesse im Holzkasten entstehen ohne dass das Holz zum fackeln anfängt

liebe Grüße
 
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Phantasay

Mitglied
Hallo.

Ich bin auch ein Neuling.
Kleiner Tipp von mir, es gibt vom Messer Magazin Workshop die Bücher: Messer schmieden für Anänger und Damast-Messer schmieden für Anfänger.
Letzteres habe ich heute erst vom Buchhändler meines vertrauens abgeholt.
Sie sind sehr informativ und kosten nur 29,80€ und 24,80€.
Anhand dieser Bücher werde ich, sobald meine Schmiedeecke im Garten fertig ist, anfangen das Schmeiden zu lernen.

Gruß
Phantasay
 

The Cooker

Mitglied
danke für den Tipp werd ich mal anschauen, was ich mir zulegen will is das Buch vom Landes "Messer und Stahl" heist es glaub kostet um die 40-50 euro

liebe grüße
 

Phantasay

Mitglied
Gut, das kenn ich jetzt nicht.
Die bücher vom Messer Magazin Workshop sind auch auf der Startseite verlinkt.

Gruß
Phantasay
 

The Cooker

Mitglied
Danke, aber den Thread kenn ich und hab ihn schon mehrmals gelesen und ich muss auch sagen hab bis jetz alle Infos aus dem Netz gezogen Videoportale sind sehr lehrreich wenn man lange genug sucht und sich zeit nimmt.

Ich bin leider kein so nen Theoretiker eher learning by doing daher musste es jetz erst mal ohne Literatur sein, auch vieles hier im Forum und sehr gute Tipps von einem Messerschmied der auch schon lange hier angemeldet ist hat mir sehr weiter geholfen.

jeder hat so seine eigenen Lernmethoden ich werd jetz ein bischen auf schrott rumklimpern bis ich die Glühfarben dementsprechend einschätzen kann und auch meine Feuerführung und Hammerführung besser behersche.

Und zwischendurch wird dann das eine oder andere Buch besorgt, leider muss die Literatur noch etwas Warten da ich jetz in einen guten Bandschleifer investiert habe.

Nebenbei möcht ich noch anmerken meine Esse funktioniert super allerdings wäre es besser sie von links und rechts mit jeweils 2 Rohren anzublasen dies schaft mehr gleichmäßigkeit und erleichtert ungemein die Feuerführung hab ich leider erst nach dem ersten Einsatz festgestellt

Liebe Grüße
 

maidn

Mitglied
Du machst auf alle fälle nichts falsch wenn du einfach mal drauf hin arbeitest.
Es ergeben sich dann automatisch neue Fragen die du am Ende entweder über Das Forum gelöst bekommst oder du greifst dann wirklich zur Literatur.

Darf ich fragen was für einen Bandschleifer du gekauft hast?

Gruß

Florian
 

The Cooker

Mitglied
natürlich dartfst du fragen aber vorher

mein erster graqvierender Fehler ist schon passiert, aufgrund mangelnder Feuerführung ist die Spitze von obigem Rohling weggeschmolzen oder gar verbrannt hmmm mist zu lange mit dem Nachbar geredet und schon wars passiert.... Aus Fehlern lernt man...

Ich habe den BTS 250 bestellt unter eingabe bei Google findet man den sofort wiegt 47 Kg und hat 800 Watt der Tellerschleifer wird insbesondere für die Holzgriffbearbeitung genutzt der Bandschleifer für die Grobe Bearbeitung des Messerrohlings unter Zuhilfenahme meiner Bohrmaschiene mit ner Steinscheibe wo ich noch eine passende am suchen bin alles weitere wird dann ausschließlich von Hand gemacht mit Feile, Nassschleifpapier und meine mittlerweile recht ansehnliche Sammlung an Wasserschleifsteinen und verschiedenem Polierpulver und Polierpasten da hab ich schon lange dran geübt und an altem Besteck aus dem Keller die verschiedenen Vorzüge kennen gelernt.

Und an dieser Stelle hab ich auch schon eine Frage:

Beim letzten "schmieden" hab ich den Rohling in der noch warmen Glut eingebettet (eine Hand voll Holzkohle und 4 Kohlebrikkets) mit Asche bedeckt und die Esse mit den Schamottsteinen zugedeckt damit das Feuer und die Glut erlischt und der Rohling langsam mit der Glut abkühlen konnte.
Nachdem ich Ihn dan rausgeholt hab und die Asche usw abgeklopft hat ist mir eine Blaue Schicht ins Auge gefallen, hab schon 3 Schmiede befragt die haben sowas noch nie gesehen was kann das sein?

Mich erinnert das stark an Kohlenstoffoxyd (Patina) einer Shirogami oder Aogami Klinge. Es war eine uralte mit Rost bedeckte Metallfeile am Griffansatz war "China" eingraviert (nicht gestempelt). Anhand der Funkenprobe schätze ich den C-Gehalt auf über 0,5%

Hier ne Nahaufnahme



zum Vergüten hab ich noch ne Frage zu diesem Rohling ich blick durch die Formeln leider nicht ganz durch und habe gesucht und gesucht ich dachte daran die Klinge auf ca.800-850° zu erhitzen dieses 15 Minuten zu Halten in Öl Abschrecken und dann 2 mal jeweils 45 Minuten bei 250° im Backofen bei Umluft anzulassen (mein Backofen is bis auf 10-15°C relativ genau Habs mit nem Temperaturfühlöer aus meinem Betrieb gemessen der geht bis 350°C )

liebe Grüße
 
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klausevert

Mitglied
ich empfehle dir, estmal nen Wochenendkurs bei nem erfahrenen Schmied zu besuchen.
Es gibt da ja mehrere hier im Forum, ich persönlich kann die "Lindenschmiede" mit Peter "claymore" Abel empfehlen
 

The Cooker

Mitglied
ich empfehle dir, estmal nen Wochenendkurs bei nem erfahrenen Schmied zu besuchen.
Es gibt da ja mehrere hier im Forum, ich persönlich kann die "Lindenschmiede" mit Peter "claymore" Abel empfehlen

Leider bin ich allein erziehender Vater und muss für jede größere Anschaffung sehr lange sparen daher kann ich mir dieses Jahr leider keinen Schmiedekurs leisten (ich hab aber auch schon daran gedacht und hab auch schon eine Schmiede die das als 2 Tagesseminar anbietet in meiner Nähe gefunden)

Grüße
 

sanjuro

Mitglied
Anfänger-Hobbyschmied möchte sich vorstellen

........Beim letzten "Schmieden" habe ich den Rohling in die noch warmen Glut eingebettet....... damit..... der Rohling langsam mit der Glut abkühlen konnte. Nachdem ich ihn dann rausgeholt.....und die Asche usw. abgeklopft habe, ist mir eine blaue Schicht ins Auge gefallen..... was kann das sein?

Mich erinnert das stark an Kohlenstoffoxyd (Patina) einer Shirogami- oder Aogami-Klinge. Es war eine uralte, mit Rost bedeckte Metallfeile. Am Griffansatz war "China" eingraviert (nicht gestempelt). Anhand der Funkenprobe schätze ich den C-Gehalt auf über 0,5%.....
Zum Härten: da gibt es hier im Forum zwar keine Formeln, aber konkrete Hinweise in der Suchfunktion: 800°C, keine Haltezeit über 1 min bei Messerklingen, anlassen bei ca. 200°C.

Die blaue Schicht ist Hammerschlag/Zunder (Fe3O4). Ist wohl doch Luft dran gekommen....

Kohlenstoffoxid wäre in jeder Version gasförmig (CO und CO2). Eine 'uralte' Feile aus China? Würde mich sehr wundern, falls sie älter als 10 Jahre wäre.

Vielleicht würde es Deinem Verständnis der Materie helfen, wenn Du mal ein paar Bücher über die Grundlagen der Metallurgie und des Schmiedens läsest.

Mir würde zum leichteren Verständnis Deiner Beiträge helfen, wenn Du übliche Regeln der Rechtschreibung und Interpunktion benutztest!

Gruß

sanjuro
 
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The Cooker

Mitglied
Vielen Dank sanjuro

Ich habs halt nicht so mit Rechtschreibung.

Die Suchfunktion hab ich schon ausgiebig genutzt leider konnte ich nichts finden das für mich verständlich war, daher auch die Frage.

Bis ich meine Bücher hab dauert es leider noch ein bischen

Kohlenstoffoxydation meinte ich. Wie alt die Feile ist weis ich nicht sie stammt vom Vater eines Arbeitskollegen mehr kann ich dazu auch nicht sagen.

grüße
 

U. Gerfin

MF Ehrenmitglied
Kurz zwei Punkte:

Was verstehst Du unter "mehr als 0,5 % C" ?.

Mit Hilfe der Funkenprobe kann man mit ein bißchen Übung die Bereiche mit ca. 0,5 %, 1 % und 1,5 % C bei unlegierten Stählen recht sicher unterscheiden.
Ein Material um 0,5 % C ohne sonstige massive Legierungszusätze läge in der Kategorie der Federstähle. Daraus könnte man ein Haumesser machen, für ein Filetier- oder Tranchiermesser wäre das ziemlich ungeeignet.

Wenn es sich bei Deiner Feile nicht um Baumarktramsch handelt, sollte sie ca. 1,3 % C haben und wäre für den vorgesehenen Zweck gut geeignet. Hat sie tatsächlich nur ca. 0,5 % C, so widme sie zu einem Hauwerkzeug um und hole Dir vom Schrottplatz eine Markenfeile.
Da der Stahl beim Herstellen einer Feile kostenmäßig eine geringe Rolle spielt, wird sich keine Firma, die ihren Namen dafür hergibt, die Blöße geben, minderwertiges Material zu verwenden. Als Markenfeilen nenne ich nur mal Hase, Grobet, Valtitan, Nickolson, Pferd, Dick ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Kochmesserklingen aus diesen Feilenstählen halten bei richtiger Wärmebehandlung den Vergleich mit allen Japanern locker aus.

Vergüten willst Du sie sicher nicht. Vergüten ist eine Wärmebehandlung zur Erzeugung eines feinen und zähen Gefüges. Sie wird für spezielle Vergütungsstähle durchgeführt, die für sich genommen für Kaltarbeitswerkzeuge ungeeignet sind.

Zum Härten wären bei einem Werkstoff mit 0,5 % C 820 Grad C in Ordnung, auf 250 Grad angelassen blieben so etwa 52 HRC übrig und durch die Haltezeit auf Härtetemperatur hättest Du zusätzlich schon mit Kornvergröberung und mangelhafter Zähigkeit zu rechnen.

Handelt es sich dagegen- was wir hoffen wollen- um einen echten Feilenwerkstoff mit über 1 % C, so sollte die Härtetemperatur 800 Grad nicht übersteigen-Temperaturkontrolle über die Magnetprobe. Haltezeiten sind bei unlegierten Stählen nicht nur überflüssig, sondern sogar schädlich.
Als Anlaßtemperatur genügen 200 Grad.

Soviel zum Stahl.

Wie Du den Griff befestigen willst, habe ich nicht ganz verstanden.
Einbrennen ist jedenfalls keine besonders gute Idee. Die Japaner machen das mit den weichen Magnolienholzgriffen und die Technik hat den Vorteil (???), daß man den Griff leicht von der Klinge lösen kann.
Ein Hartholz wie das mexikanische Bocote wird auf unvorsichtiges Einbrennen eher sauer reagieren- es wird die Technik sozusagen "hinreissend" finden.
Wenn Du die Angel lang genug machst und die Klinge einklebst, ist das einfach und haltbar.
Wenn Du auf das Einbrennen versessen bist, mach es vorsichtig, mit mehreren Arbeitsgängen und mit nicht zuviel Hitze.

Freundliche Grüße

U. Gerfin