Altanativen zum Spyderco Tri-Angle

420HC

Mitglied
Hallo zusammen;
Ich bin neu im Forum. Wie der Titel schon sagt bin ich auf der Suche nach einer möglichen Alternative, da das Spyderco doch recht teuer ist. Habe mich in das Thema Messerschleifen nun auch schon gut eingelesen (Leos Seite usw...). Diese Messer möchte ich damit schleifen: Böker Armed Fixed Tanto, Armed Tanto Folder II, Mini Bo Kri, einige Schweizer, ein paar Klappmesser mit Spear-Point + Wellenschliff und Kochmesser. Ein paar Alternativen habe ich mir bereits durch den Kopf gehen lassen:

Limit liegt bei ca. 40 Euronen

- Gatco Tri-Seps
- Gatco Schärfer Set
- Lansky Deluxe Abziehset
- Lansky Schärfset Standard
- Schärf-Set mit Schleifstein / Paste / Lederriemen
- Pearl Schärfset (leider komplett ausverkauft)

Das Gatco Tri-Seps schien recht interessant für meine Sammlung (Winkelvorgabe, Wellenschliff, günstig). Allerdings hat man dann nur einen Stein. :rolleyes:

Welches der Sets könnt ihr empfehlen um die Messer wieder schön scharf zu bekommen? Wäre ein Stein für den Anfang Empfehlenswert?

Vielen Dank für die Hilfe,
MFG Martin
 

Anvil1971

Mitglied
Hi Martin,

ich habe schon eine Menge Schärfsysteme ausprobiert, u.a. auch das Lansky Deluxe-System. Neben diesem habe ich auch noch einen Edge Pro Apex, welcher das Lansky-System obsolet gemacht hat.

Jedoch bin ich für das schnelle Schärfen zwischendurch (nicht für das Ändern von Geometrien) immer wieder beim Spyderco Sharpmaker und einem Abziehleder gelandet. Ist einfach, schnell und liefert vor allem gute Ergebnisse.

Mein Tipp: Spar lieber noch etwas und kauf Dir gleich etwas Vernünftiges, da wirst Du lange Freude dran haben.

Ach ja - willkommen im Forum!
 

Oliver

Mitglied
Schau mal bei Jürgen Schanz, der hat in seinem Shop ein ähnliches System (geht wohl in Richtung Pearl) deutlich günstiger. Die Stäbe sind zwar rund (da muss man mit der Spitze etwas mehr aufpassen), sollen wohl aber ganz brauchbar sein.
 

[Nick]

Premium Mitglied
Ich kann Dir auch nur empfehlen, gleich in das "richtige" System zu investieren.

ich habe mich auch erst mit der Billigvariante von Pearl begnügt (die es aber anscheinend gar nicht mehr gibt), um dann letztlich doch auf den Sharpmaker umzusteigen.

Es gibt meiner Meinung nach kein einfacheres und effektiveres System, um Messer schnell wieder nachzuschärfen.
Zudem ist das eine Anschaffung, die sich auf lange Zeit rentiert und so manches Messer überleben wird ;)

Hier eine recht günstige Bezugsquelle:
http://www.edenwebshops.de/
 

Hoss

Mitglied
Hallo,
das Problem bei den anderen Systemen hat Oliver zwar kurz angerissen, ich möchte es aber nochmal betonen:
bei runden Stäben muss man sehr vorsichtig im Spitzenbereich sein, da die Messerspitze sonst verundet. Bei dem Sharpmaker bekommt man eine exakte, scharf ausgeschliffene Spitze - und ich finde halt, an ein Messer gehört eine Spitze, und keine Stumpfe :D

Grüße
Hoss
 
G

gast

Gast
Das Pear Teil hatte ich auch, nicht so mein Ding ... Ist auch nur etwas um eine gute Schärfe zu halten. Von der angesprochenen Schwierigkeit an der Klingenspitze mal ganz abgesehen.

Ich schärfe auch neue Messer, welche noch keine Fase haben. Das dauert auch mit dem Scharpmaker ewig.

Ich bin mit dem Lansky Schärfset sehr zufrieden, nicht zu verwechseln mit dem Lansky Deluxe Abziehset Es hat 5 Steine, von grob (grün) bis fein (gelb), alle wichtig, also nicht das Standard Set kaufen! Man kann 4 verschiedenen Winkel für die Schneidfase durch den Halter einhalten, praktisch und wichtig. Die verschiedenen Steine machen die Arbeit dabei schnell und man hat nachher ein Top Ergebnis, weil die Klinge eingespannt ist und der Winkel nicht verwackelt wird.
Dann zum Schluß auf dem Leder, erst mit Paste, dann blank, abziehen.

Für die Wellenschliffklingen gibts glaub ich auch extra Steine .. ich hab keine, darum hab ich mich nie drum gekümmert.

Das Ergebnis ist jedenfalls sauscharf, wie ja meistens gewünscht :teuflisch Rasur geht dann ganz ohne Druck.
 
Zuletzt bearbeitet:

420HC

Mitglied
Hallo zusammen;

Erstmal ein danke für die schnellen Antworten.

eine kurze Zusammenfassung:

1. Runde Keramikstäbe sollen die Spitze abrunden, können leider keinen Wellenschliff dafür sind sie aber günstig
2. Mit Lansky Methode bekommt man eine gute Klinge mit ein bisschen Übung hin, Spitze leidet nicht darunter, allerdings auch kein Wellenschliff
3. Spyderco Tri-Angle kann relativ viel (Darts, Wellenschliff, die Keramikstäbe lassen sich sogar auf der Rückseite zu einer Art Schleifbank umbauen), allerdings ist es für die paar Teile doch recht teuer

Wenn man sich für das Lansky Set noch den Wellenschliffstein kauft, kommt man Preislich sehr nahe in die Region vom Spyderco. Der Spyderco lässt sich allerdings leichter bedienen.
Es stellt sich nur die Frage ob man den Wellenschliff überhaupt nach schleifen muss (soll sich ja bekanntlich nur minimal abnützen im Gebrauch).

Das Spyderco hat soviel ich gesehen habe zwei definierbare Winkel 30° und 40°. Passen diese zum Einseitenschliff der Tantoklinge?

Ab-Ledern wird auch von den meisten noch empfohlen. Kann man da eigentlich auch Sachen aus dem Hausgebrauch verwenden?

Freundliche Grüße;
Martin
 

weedpeet

Mitglied
Also um es noch einmal zu verdeutlichen:

Der Sharpmaker ist eher ein "Sharpkeeper", er schärft sehr schnell und effektiv Messer, die einen intakten Anschliff besitzen.

Sobald du aber Messer hast, die sehr stumpf sind oder an denen du den Anschliffwinkel ändern möchtest, empfiehlt sich das Lansky Set mit den 5 Stäben.

Ich habe zuerst den Keramikschärfer von Pearl geholt, die Keramikstäbe waren mir aber nicht fein genug. Danach den Sharpmaker geholt und sehr zufrieden. Hält einfach ewig.

Für Messer die einen neuen Anschliff brauchen, habe ich mir jetzt noch das Lansky Set gekauft.

Das alles unabhängig von meinen Wassersteinen.

Wie du siehst, gibts keinen Königsweg für alle Probleme. Du musst Prioritäten setzen, was für dich am sinnvollsten ist.


Mit den Ecken der Sharpmakerstäbe lassen sich vor allem auch sehr gut Wellenschliff und Recurve nachschärfen. So haben auch die Brotmesser was von der Investition. :super:


Man hat also die Qual der Wahl, oder man stockt das Budget auf.:steirer:


Gruß

weedpeet
 

Hoss

Mitglied
Nochmal zum Sharpmaker:
wie bei allen Schärfmethoden hilft auch hier der Filzertrick. Hierbei malst Du die Schneide an, ziehst die Klinge über den Stein und guckst, wo der Stein den Filzstift weggenommen hat.
Man kann bei so Spezialfällen wie Deinem Tanto noch ein bißchen tricksen, wenn man weder mit 30° noch 40° zurechtkommt.
Dazu nimmt man einen Rundstab (Bleistift, Edding) und fixiert den mit Gummiband mittig unter dem Sharpmaker. Auf diesem kann man dann "hin- und herkippeln" und andere Winkel schleifen. Hört sich kompliziert an, klappt aber erstaunlich gut.
Ich persönlich halte es mittlerweile so, das neue Messer je nach Verwendungszweck als erstes einen neuen Schliff bekommen - Taschenmesser 30°, größere Klingen und/oder mißbrauchgefährdete Messer 40°. Dazu verwendete ich zuerst Wassersteine - mittlerweile nenne ich einen Jet Naßschleifer mein eigen :hehe:
Das verläßt dann aber den Bereich normalen Nutzens und geht in Richtung Hobby (oder auch Spinnerei, wie es der eine oder die andere ausdrückt).

Grüsse
Hoss

P.S.: Abledern - Hausgebrauch? Klar, Lederstreifen auf Dachlatte tackern/kleben, büschen Nähmaschinenöl zum geschmeidig machen, Chrompolitur aus der Tube drauf verreiben - fettisch :D
 

420HC

Mitglied
Hallo zusammen;

Der Sharpmaker ist eher ein "Sharpkeeper", er schärft sehr schnell und effektiv Messer, die einen intakten Anschliff besitzen.

Ich denke meine Entscheidung ist gefallen. Das Spyderco scheint wirklich sein Geld wert zu sein, überall nur Zustimmung, also wirds das wahrscheinlich auch werden :) Für die ganz Stumpfen (teilweise Messer von Aldi und co.) werd ich mir noch einen günstigen Wasser / Öl- Schleifstein mit grober bis mittlerer Körnung gönnen und ein wenig probieren.

Dazu nimmt man einen Rundstab (Bleistift, Edding) und fixiert den mit Gummiband mittig unter dem Sharpmaker. Auf diesem kann man dann "hin- und herkippeln" und andere Winkel schleifen. Hört sich kompliziert an, klappt aber erstaunlich gut.

Das hört sich doch ganz gut an. Da kann man bestimmt noch ein wenig experimentieren und den passenden Winkel finden ;-)

Abledern - Hausgebrauch? Klar, Lederstreifen auf Dachlatte tackern/kleben, büschen Nähmaschinenöl zum geschmeidig machen, Chrompolitur aus der Tube drauf verreiben - fettisch

Funktioniert eigentlich auch die Kombination Scheuermilch + Ledergürtel? Chrompolitur haben wir wahrscheinlich gar nicht da :)

Freundliche Grüße, Martin
 
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Hoss

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Moin,
jein - geht zwar, ist mir persönlich aber zu flüssig, stinkt nach Ammoniak und getrocknet ists recht kratzig.
 

tooluser

Mitglied
Ab und an verwende ich Scheuermilch (bzw. Edelstahlreiniger), aber ich nehme dafür einen Pappstreifen, den kann ich gleich nach Benutzung entsorgen, dann mieft der hier nicht rum.