Alltagstauglichkeit des G1

Hayate

Mitglied
Es wurde hier im Forum mal der Verdacht geäußert, daß das G1 vielleicht sogar schneidet, obwohl es ein Dolch ist.
Zur Zeit suche ich noch nach einem dezenten kleinen Fixed, es soll aber brauchbar sein, ich will nicht 131 € nur für die Vitrine ausgeben.
Die üblichen Beschränkungen zweischneidiger Messer sind mir bekannt.

Meine Frage lautet, ob jemand öfter ein G1 mitführt und wie es sich im Alltag bewährt, wie die Stabilität einzuschätzen ist, insbesondere ob erhebliche Vorteile gegenüber einem soliden Klappmesser bestehen.

Ärgert ihr euch oft über die ungünstige Dolchklinge, oder sind die sonstigen Qualitäten des Messers so , daß man das gerne in Kauf nimmt?
Kann sich die Schneidleistung bei reinem (quasistatischem) Druckschnitt mit der eines A1 messen?

Und ist das Messerchen für jemanden mit Handschuhgröße 10 überhaupt geeignet?
 
Zuletzt bearbeitet:

Nidan

Mitglied
Hallo Hayate,

also ich hab ein G1, aber ich benutz es kaum, eben weil es recht unpraktisch ist. Das Messerl ist schon ziemlich scharf, aber durch die spezielle Dolchschliffgeometrie mit Mittelgrat eher unpraktisch.

Der Mittelgrat nervt immer wenn das Messer tiefer eindringen soll, das geht schon beim Wurstscheiben abschneiden los.

Also, wenn du Alttagstauglichkeit nicht grad über das Pieksen in alle möglichen Sachen definierst, würd ich es nicht nehmen.

Wenn du was wirklich alltagstaugliches, kleines suchst, würd ich dir das "Mini-Thorn" oder das "Medium-Thorn" von Kevin empfehlen, die sind wirklich sehr praktisch ! Allerdings sind sie aufgrund der Bauart ( 3 mm dick, schön schnittig ausgeschliffene Kline und kleine False Edge) natürlich auch kein Brechstangen-Ersatz. Aber es sind ja Customs, da kannst du ja Kevin fragen, ob du es nicht dicker bekommen kannst, wenn es sein muß.

Ich hab grad mal das Mini-Thorn mit dem G1 in einem Druckschnitttest an Papier vergleichen, das Mini schlägt das G1 um Längen (war auch net anders zu erwarten ;) ) Bei Handschuhgröße 10 würd ich aber doch eher zu einem Medium-Thorn raten.

Oder frag einfach mal bei den Messermachern hier im Forum an, JensJ oder Heiko Häß und andre machen doch ganz tolle kleine Sachen !

Ich mag mein G1 aber trotzdem weil es einfach ein wunderschöner kleiner Dolch ist :D
 
Zuletzt bearbeitet:
T

Thomas Spohr

Gast
Wenn Schneidaufgaben die Hauptnutzung ausmachen sollen, rate ich von der Anschaffung des Garm Fighter ab.
Aufgrund der Klingengeometrie (Verhältnis: Klingenstärke zu Klingenbreite sowie Dolchschliff) ist die Schnittfähigkeit des G1 stark eingeschränkt. Wie Nidan bereits anführte, zeigen sich die Nachteile der Geometrie besonders beim Eindringen in das Schnittgut.

Auch in der Funktion Stichwaffe, erachte ich das G1, wegen des m. M. n. unzureichenden Guards, als nicht empfehlenswert.

Das G1 ist sicherlich stabil, jedoch wofür?
 
Wenn Du ein dezentes fixed suchst, das vorwiegend sehr gut schneiden soll, kann ich Dir ein Blackjack Small empfehlen (Bewertungen und Erfahrungen von Forumiten findest Du hier einige).

Das Messer ist für seine Größe superstabil, 5 mm Klingenstärke, ist aus 52-100 Kohlenstoffstahl mit konvexem, wirklich sauscharfem Schliff und auch bei deiner Handschuhgröße ein echter Handschmeichler. Alles in allem ein super User-Knife.

Gruß,

Marco
 

darley

Mitglied
blackjack small

economy variante
crkt ryan plan B: billig, handlich, sehr führig und stabil.
wirkt in der hand größer und massiver als die abmessungen vermuten lassen.
mit der kunststoffscheide und dem variablen clip fast überall anzubringen. kein klasse stahl, aber leicht nachzuschärfen.
und wenn man es poliert, siehts auch noch super aus!

ansonsten bin ich ganz bei marco:

ich habe wirklich viele messer ge - und auch wieder verkauft.
aber das small werde ich nie wieder hergeben.

einfach ein rattenscharfer handschmeichler. das schärfste, was ich bisher getestet habe. selbst schärfer als die guten microtechs!

man kann es z.zt.locker in die jackentasche schieben!
und im sommer siehts auch am hosenbund sicher auch noch zivil genung aus, dass die oma von nebenan nicht gleich das sek verständigt!

und wenn dann doch mal nicht mehr scharf: ein paar mal per hand einen sharpmaker-stick als "wetzstahl" benutzt und das teil rasiert wieder wie neu.
52100er stahl & balliger schliff rulzzzz! :super: :super: :super:


bernd

ps.: bei marco für einen wirklich guten preis zu kriegen!!

pps.: nein, ich bekomme keine prämie von marco :steirer: :steirer:
 
Zuletzt bearbeitet:

Sam Hain

Mitglied
Ich weiß ich begehe Frevel, weil das eigentlich das Fällkniven-Forum ist, aber:

Ich hab sehr breite Pfoten und als praktischen kleinen Alltagsschneider kann ich das Kershaw Echo empfehlen. Ich krieg grade so (mit Quetschen) alle Finger am Griff unter. Besser gehts nur bei erheblich größeren Messern. Mit einer schönen IWB-Kydex kann man´s sicher sehr komfortabel verdeckt tragen. Der Vorteil: Es ist schweinegünstig. Und ich liebe das Design einfach *schwärm*.
scnr

CU
sam
 

Mick

Mitglied
Eine Alternative wäre der Cold Steel Mini Culloden.
Dolchform aber nur einschneidig und von der Größe und Gewicht vergleichbar. Plastikscheide zum Umhängen ist aktzeptabel und mit einer Static-Cord Konstruktion recht vielseitig.
Griff ist ok, aber erwarte nicht, daß er hinten rausragt :)
Habe auch Handschuhgröße 10 und es läuft effektiv auf einen Dreifingergriff hinaus. Liegt meiner Meinung nach aber trotzdem gut in der Hand, zumindest für die Schnetzeleien die ich mir bei so einer Messergröße vorstelle.
Preislich eigentlich auch recht günstig, wenn ich mich recht entsinne.
Habe jedenfalls einen, den ich gelegentlich mal als Abwechslung zu Foldern in den Hosenbund stopfe, als Neckknife ein wenig groß und schwer, aber auch noch tragbar. Auch recht nett auf Reisen, da nur eine Schneide und nicht sooo groß.
Gruß
Michael

P.S.: Ich finde den G1 auch nett, aber es gibt praktischere als edc
 

aqua

Mitglied
Warum nimmst Du nicht ein WM1? Das ist auch nicht viel grösser hat aber einen super Griff und eine viel praktischere Klingenform.