Abziehen unterwegs....

Hocker

Mitglied
...normalerweise reicht mir mein DMT Diafold...., für "normale Klingen.
Wie sieht's aber mit Recurve aus ? Zuhause mit dem Sharpmaker kein Problem,... der ist aber zu groß für die Hosentasche.
Könnt Ihr da was dreieckiges oder rundes im Taschenformat empfehlen ?:confused:
 

fria

Mitglied
ich hab einen keramikstab im taschenformat, dogbone- heißt der, is glaub ich von spyderco (muß ich nachsehn).das ding ist schon ziemlich kurz zum vernünftigen schärfen aber zur not gehts natürlich
 

Geist

Mitglied
Ein Lansky Mini Dog-Bone ist recht gut, hatte auch mal einen Puma Diamantabziehstahl (habe ich verloren).

Ciao Geist
 

Paco

Mitglied
hab den Lasky "Triangle-Sharp-Maker" oder so ähnlich.
Ist ein dreieckiger Kunststein, mittelfein bis fein und etwa 10 cm lang. Hab ihn bisher nur an älteren Messern getestet und auch noch nicht an einer Recurveklinge. Ist aber nicht viel größer als der Dog-Bone und liegt beim Schleifen sehr gut an der Klinge an. Mit etwas Übung kommt man damit zu brauchbaren Resultaten.

Aber wie gesagt, habs nur am Victorinox und älteren Küchenmessern ausprobiert noch nie an einem hochwertigen ATS34 oder 440C-Messer.

Gruß

Paco
 
Abziehen unterwegs ...

Wenn ich genug Platz habe, nehme ich mir das Lansky-Schleifset mit, ich meine das Walnuß-Holzkästchen, in das vier Keramikstäbe eingelassen sind, die man dann V-förmig in schräg vorgebohrte Löcher steckt. Wenn's eng wird, nehme ich mir einen der Keramikstäbe und packe ihn in eine Zigarren-Aluhülse zum Mitnehmen. Funktioniert gut, auch bei 440C.

Gruß
razoredge
 

Leonardo75

Mitglied
Hallo Hocker!

Der Stein, den Paco beschreibt ist nicht schlecht. Er hat die ungefähr gleiche Körnung wie der mittlere Keramikbankstein von Spyderco, also ca. 1000'er japaner würde ich sagen. Mit den abgerundeten Kanten kann man auch schonmal einen Sägeschliff zu schärfen versuchen, ist zwar fummelig,aber es geht. Eine Recurveklinge dürfte damit auch kein Problem sein. Prinzipiell sieht das Ding so aus als hätte man ein Stückchen vom Spyderco-Sharpmakerstab abgeschnitten und Gummipuffer auf die Enden gesteckt.
Das Lanksyset was razoredge beschreibt ist eine feine Sache, mit zwei Schleifsteinqualitäten und zwei möglichen Winkeln, für ca. 70 DM bei manufactum. Die Qualität der Stäbe kann meiner Meinung nach nicht mit den Stäben eines Sharpmakers konkurrieren, ich habe bei meinem die Stäbe erstmal mit SiC Schleifpapier fein abgezogen, dann waren sie was glatter.
Von Lansky gibt es ein vergleichbares Set auch noch etwas kleiner, mit nur einer Schleifsteinart und nur einem möglichen Winkel. Ist aus Plastik und sehr viel leichter als das Holzset. Ich habe mir das Teil mal für ca. 25 bis 30 DM vor 4 Jahren gekauft. Auf meiner Homepage ist ein Bild davon. Für unterwegs nicht schlecht. Wenn Du dann noch Deinen Gürtel ein wenig mit Polierpaste einstreichst und Chromoxidfarbe, dann hast Du fast alles dabei was du brauchen könntest. Nur werden die Hosen am Bund immer ein wenig bunt :), aber was tut man nicht alles für sein Messer.

Da ich keine Recurveklingen mag, nehme ich nur einen kleinen Spydercokombikeramikstein mit, einen Minischleifsteinhalter und einen ganz kleinen Lederriemen, eine Seite mit Chromoxid, die andere mit Diamantpolitur eingetrichen. Das ist vond er Packmaßen kleiner als das kleine Lanskyset und ich kann wie auf einem richtigen Bankstein damit arbeiten.

Scharfe Klingen wünscht Dir der Leo.
 

dcjs

Mitglied
ho,
wie wär's mit einem stück 1200er schleifpapier? ist konkurrenzlos flach, überall unterzubringen und zudem vergleichsweise billig :p
für perfekrionisten noch ein stück putzleder mit aufgetragener polierpaste, mehr brauch's nicht für ne gute rasur :D
 
Lanski DogBone oder der Spezielle für Sypderco serrations ist geil!

Hatte früher mal nen Mini Diamant Stahl von EzeLap. War shit !
Der konische von DMT hat mir auch nicht gefallen.
Irgendwie hat man dabei zuviel Abtrag der Diamantschicht.

Die kleinen Profilfeilen von Spyderco sind sicher auch gut.
Bei allen muss man halt den Winkel selber halten, aber das sollte wohl gehen,oder ?

Für Recurve ist halt was kleines rundes sehr praktisch.
Oder eben der dogBone !
lsspyd.jpg
 
yepp, das sind aber die ohne "Profil" .
Es gibt noch spezielle für Spyderco (!!) oder ColdStell Serrations.
Die fehlen leider noch beim Wolfster und ich kenn keinen in Deutschland, der sie hat. Kommt bestimmt noch .-)
Wenn man keine serr. hat, bestimmt auch gut und für 6EUR echt ein Schnäppchen.
Kann man ja nicht wirklich was mit falsch machen.
Für Diejenigen, die nen ganz neuen Winkel auflegen oder total verhuntzte Messer wieder hinbringen wollen ist das alles nix, aber Thema war ja "abziehen". Da find ich die Dinger echt Klasse und sind halt wirklich handlich.
 

TimM.

Mitglied
Spartanische Schleifausrüstung für unterwegs

Original geschrieben von dcjs
ho,
wie wär's mit einem stück 1200er schleifpapier? ist konkurrenzlos flach, überall unterzubringen und zudem vergleichsweise billig :p
für perfekrionisten noch ein stück putzleder mit aufgetragener polierpaste, mehr brauch's nicht für ne gute rasur :D

Einn flacher Kieselstein und ´n mit Schuhcreme eingeriebenes Blatt reichen outdoor doch auch, oder? ;)
 

dcjs

Mitglied
har, har... :fack:
das war kein scherz, mit diesen einfachen mitteln schärfe ich seit langem alle meine messer!
ok, letztens hab ich mein finnenmesser mal mit nem e-z-lap (diamantzeugs) bearbeitet und dann poliert, man erhält dann die aggressivste schneide, die ich je gehabt habe.
aber das so geschärfte messer macht mir angst! :angst: :haemisch:
 
Zuletzt bearbeitet:
Schärfen unterwegs

Weil wir's gerade von Sägezahnklingen haben: Aus dem Familienbestand habe ich ein wunderbares altes Tranchierbesteck bekommen. Das Messer hat einen Wellenschliff (Wellen relativ klein) und bestimmt über lange Jahre keine gebührende Aufmerksamkeit mehr bekommen.

Da ich aus Leos Schärfseite auch nicht recht schlau werde, meine Frage an die Erfahrenen unter Euch: Wie bekomme ich einen sägezahnartigen Wellenschliff wieder scharf? Mit Formstein oder eher mit Diamant-Rundfeile? Was empfehlt Ihr?

Viele Grüße,
razoredge
 

Camig

Mitglied
Abziehen

Hi, das meiner Meinung nach beste ,schnellste und effektivste Hilfmittel für unterwegs aber auch für zu Hause:

Gerber/ Fiskars 2-Stufen Schärfer (z.B. bei Wolfster Nr.4307 10 Euro)

zwei V-förmig angeordnete Keramikstäbchen jeweils in grob und fein.

Je nachdem wie nötig es die Klinge hat, einfach ein paarmal durchziehen und fertig.

Benutze ich zu Hause anstatt von Wetzstahl, und wenn mir danach ist nachher nochmal ans Filzrad - besser geht´s ( bei mir ) nicht.
 
Also diese komischen Durchziehdinger sind mir etwas suspekt.
Irgendwie hat doch fast jede Klinge ihren eigenen Winkel und wenn man das da durchzieht, schleift man doch meist an der falschen Stelle.
Dann kann man da ewig mit rummachen, während man ansonsten nur zwei mal leicht drüber fährt und gut ist. Es ist ja sicher am besten, die Schneide genau in ihrem Winkel zu schleifen. Den SIEHT man sehr gut, wenn man das Messer flach auf den Stein aufsetzt und so lange im Winkel ändert, bis die Scheidkante genau anliegt.

Wenn es bei dir mit dem Durchzieher klappt ist das natürlich voll OK !

Der Oberhammer sind ja die komischen Teile, die auf diversen Messen so angeboten werden: Hartmetallsegment, mit dem man über die Klinge ratscht. Aua !!!!!!
Ganz, ganz schlimm und eigentlich unmöglich, damit einen gescheiten Winkel zu halten. Vom Finish ganz zu schweigen.

DMT rot (in allen Grössen und Varianten) ist auch sehr empfehlenswert!
Der grüne ist meist schon wieder zu fein und bringt nicht wirklich viel. Wenn man nicht aufpasst, wird es sogar wieder stumpfer.
Ein, zwei mal über den roten und gut ist.
Bei Recurve Klingen geht das auch noch so gerade, wenn man über die Kante statt der Fläche zieht. Rund oder oval währe da auf jeden Fall besser.

Hat jemand die Spyerco ProfilFeilen mit dem Tropfenprofil ??
Zufrieden ?

Ein häufiges Problem ist ja einfach die falsche Körnung. Oft zu fein oder zu grob. DMT rot finde ich wie gesagt ideal. DogBones sind auch gut.
 

freagle

Mitglied
Weil wir's gerade von Sägezahnklingen haben: Aus dem Familienbestand habe ich ein wunderbares altes Tranchierbesteck bekommen. Das Messer hat einen Wellenschliff (Wellen relativ klein) und bestimmt über lange Jahre keine gebührende Aufmerksamkeit mehr bekommen


Wenn die Wellen schon recht stark abgenutzt sind würd sie mit einer Diamantrundfeile etwas nacharbeiten und da diese Feilen meist recht grob sind noch etwas mit einem feinen Profilstein nachschleifen, das sollte so problemlos gehn.

freagle