Absetzen verschiedener Materialien am Griff

Paulus

Mitglied
Ich habe ein Messer in Arbeit bei dem ich im Griff verschiedene Materialien verwenden will. Elfenbein und Malachit.

Dort wo Elfenbein und Malachit aufeinanderstoßen entsteht eine schmale Klebefuge und gut ist.
Es stoßen aber auch zwei unterschiedliche Stücke Elfenbein aneinander. Die Klebefuge dort sieht nicht so gut aus.
Was kann ich da machen? Eine Zwischenlage aus farbigem Fiber, oder Leder oder Metall oder was geht sonst noch? Eventuell grüner Kunststoff oder ein ganz schmaler Streifen Malachit? Bin für Vorschläge dankbar.

Paulus
 

darkblue

Mitglied
Hi Paulus

Wäre ganz hilfreich, wenn Du mal ein Skizze oder ein Foto von dem Griff hier reinstellen könntest. Ich nehme mal an, Du hast die Materialien bereits fertig vor Dir liegen.

Mir würde das auf jeden Fall beachtlich helfen, mir eine Meinung darüber zu bilden, was in diesem Fall am besten aussehen würde.
 

Eukalypt

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Hallo Paulus,
ich glaub, wenn du zwischen den zwei Elfenbeinstoßkanten einen kleinen Streifen Malachit einlegst, kommt das bestimmt hervorragend zur Geltung, denn je mehr verschiedene Materialen du miteinander vereinst, desto mehr wirds zu nem Flickwork.
Stell auf jedenfall ein Bild davon rein, wenns fertig ist.
Bin schon gespannt, wies rauskommt.

Schöne Grüße, David
 

Paulus

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War nicht ganz einfach mit der Kamera! Also hier zwei Bilder die deutlich machen, was ich meine. Auf dem ersten sind die Mammutstücke zu sehen. Der Pfeil zeigt auf die Stelle, die ich meine. Einmal Mammutrinde und Mammut Kernmaterial. Dort entsteht eine Fuge die auf jeden Fall zu sehen ist.
 

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Paulus

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Alternativ meine zweite Idee. Backen aus Edelstahl. Die Fuge ist dann ja kein Problem mehr. Nur werden die Edelstahlteile von der Mehrheit meiner Familie abgelehnt. Normalerweise stimmen die Gefühle meiner Frauen bei diesen Sachen.


Für Anregung bin ich dankbar.

Paulus
 

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darkblue

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Hi Paulus

Jetzt, wo die Bilder da sind, kann ich mir auch was darunter vorstellen.

Die Edelstahlbacken finde ich auch nicht so prickelnd.

Ich würde die Variante mit den zwei Sorten Mammut vorziehen und zwischen die beiden noch einen ganz schmalen Streifen Malachit setzen.
Noch mehr verschiedene Materialien würde ich nicht verwenden.
 

luftauge

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Gibt es denn keine Chance, die Stoßkante(n) aneinander zu schmirgeln (anzupassen) ?

Von der Materialgröße scheint es ausreichend, und der Bogen in der Mitte müsste wegzubekommen sein.
Die erste Aussenschale fixieren, mit doppelseitigem Tesa Schleifpapier davor, und vor Kopf der Aussenschale solang auf dem Rohling hin- und herschleifen, bis es bündig anliegt.

Oder spricht noch etwas anderes gegen diese Methode ?

Gruß Andreas
 

kababear

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camig, ich stimm deiner frau zu ;) edelstahl und mammut passen nicht zusammen..
andererseits sieht der "relativ" undefinierte übergang von rinde zu kernmaterial etwas merkwürdig aus.. ich würd ein, oder mehrere fieberstückchen einlegen, da hierdurch die unterschiedlichkeit und die besonderen reize der stücke betont würde. (ich hab mir bei theodor nagel ein stück holz mit der bezeichnung "bois de rose" => rosenholz gekauft. das hat eine fast schwarze farbe obwohl bei schrägem lichteinfall ein weinroter schimmer erkennbar ist. bei interesse kann ich dir 2-3scheibchen runterschneiden. die kombination wäre imo auch nicht uninteressant..)
 

WiCon

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Hallo Paulus,
Deine Frauen haben (prinzipiell! :rolleyes: ) recht. Ich würde es wie Luftauge machen, aber ohne Klebeband: Ein Teil fixieren, Schmiergel doppelt nehmen (möglichst mit den Schmiergelflächen nach außen:steirer: ), zwischen beiden Teilen sachte einklemmen und mit Gefühl durchziehen, also die beiden Teile aufeinander einschleifen. Das gibt einen sehr schmalen Klebespalt. Wenn Du dann noch den Kleber mit dem Schmiergelstaub anrührst, dürfte der Übergang nur noch in der "Maserung", sprich in der unterschiedlichen Struktur zu erkennen sein.

Viel Spaß

WiCon

p.s.: Mit den drei Materialien ist imo die Grenze schon erreicht, ich würde also kein anderes Material dazunehmen.
 

Sigtrygg

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Hallo Paulus.

Auch, auf jeden Fall die Kernmaterial-"Backe" mit dem Rindenstück verschleifen.
Du hast zwar schon die Backenform bvorgearbeitet, aber die 1-2mm die die Backe dann weiter nach hinten rutscht würde ich zugunsten eines besseren, "bündigem" Übergang in Kauf nehmen.

Sehr schöne Farbzusammenstellung übrigens.

Viel Glück/Spass.

Michael
 

Paulus

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Also, genug Material zum Anpassen ist noch da. Die Backen sind erst grob bearbeitet und da sind auch 5 mm kein Problem. Die Idee mit dem Einschleifen der zweiten Backe ist genial. Dadurch dürfte der Spalt sehr klein werden. Wie hoch darf eigentlich der Anteil an Schleifstaub sein bei UHU Endfest? Alles in Allem habt ihr mir mal wieder sehr geholfen. Vielen Dank.
@KABABEAR Vielen Dank für dein Angebot. Doch Wicon hat glaube ich Recht. Noch ein Material wäre zu viel.

Paulus
 

WiCon

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Beim reinen Verkleben würde ich nicht über 20% Volumenanteil gehen, zumal die Klebefuge ja möglichst schmal sein soll. Beim Füllen von Rissen in Holz zB. kann man den Volumenanteil (fast) beliebig vergrößern. Bei Glas-, Kevlar-, oder Kohlefaserplatten ist es so, dass sie bessr sind, je größer der Faseranteil im Verhältnis zum Epoxi. Ich denke, bei Micarta ist das auch nicht anders.

Grüße

WiCon
 

luftauge

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Da der Spalt nach dem Einschleifen sehr klein werden dürfte, würde ich für den minimalen Restspalt dünnen bis mittleren CA-Kleber mit dem Staub mischen.
Dringt sehr tief ein und lässt sich sehr gut, fast ansatz- und lichtreflexlos polieren.

Den Staub entweder auf einem sauberen Blatt Papier auffangen, und/oder regelmässig mit einem sauberen Pinsel von der Arbeitsfläche entfernen und dann in einer Kunststoffbox (leere, gesäuberte Schraubenbox) sammeln.

Kleber tropfenweise mit dem Staub mischen (messerspitzenweise reicht meist schon), und dann mit einer wirklich blanken Messerklinge in den Spalt "einmassieren" und ab und zu vorsichtig einen Tropfen CA direkt in den Spalt nachfüllen, damit das Gemisch weiter einsickert (Schrumpfung berücksichtigen).
So oft wiederholen, bis es genug ist.

Starbond ist dafür sehr gut geeignet, andere CA-Kleber gehen auch, man muss nur erst die richtige Viskosität finden.

Gruß Andreas
 

Paulus

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Erfahrungsbericht nach Abschluss der Arbeiten an diesem Griff.

Es ist am Ende so gekommen wie befürchtet. Der Spalt ist zwar sehr klein geworden, jedoch ist der Unterschied in der Oberflächenstruktur deutlich zu sehen. Einmal Kernmaterial fast weiß und einmal Rinde braun strukturiert. Das Anpassen ging mit euren Tipps problemlos aber mit dem Ergebniss bin ich nicht 100% zufrieden.

Ich überlege jetzt, eine neue Backenvariante. Entweder eine dünne grüne Zwischenlage oder Backen aus Mokume. Habe nur noch keinen Händler gefunden, der das liefert.

Paulus