Abrichtblock für Schärfsteine

jangs

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Ich habe mir bei Dick einen Abrichtblock für Schärfsteine gekauft und heute morgen mal kräftig dabei geschwitzt.
Leider lag dem Ding keine Beschreibung bei und ich musste mal drauflos probieren.
Ein sehr kleiner Aufkleber sagte nur: Zu Verwenden unter Zugabe von Siliziumcarbid-Pulver und Wasser.
Die Verpackung ist bunt bedruckt und japanisch beschrieben. Vier kleine Bildchen zeigen dass man Pulver auf die Platte streuen soll, und dann schleifen. Keines der Bildchen zeigt den Einsatz von Wasser, und welches Carbid-Pulver das 50 und das 180ziger ist konnte ich aus der japanischen Beschriftung der Flaschen auch nicht feststellen.
Sowieso weiss ich nicht welches Pulver ich wann einsetzen soll? Erst das grobe zum Grobabtrag und dann das feine zum Glattschruppen :rolleyes: , oder das grobe für grobe Steine und das feine für feine Steine ?
Naja, ich habe mal immer das grobe Pulver genommen, mit einem Schwamm mit Wasser benetzt, und mit dem Stein drüber. Ein paar Striche hin und her, man hörte und fühlte wie es schön schrubbte. Aber nach schon 10-20 Strichen, schmierte der Stein nur noch über die Platte. Die ziemlich feinen Rillen in der Keramikplatte waren zugestopft. Ich also immer wieder mit der Drahtbürste die Platte gesäubert, neues Pulver drauf, benetzt und die nächsten 10-20 Striche.
Was soll ich sagen, nach ungefähr einer Stunde hatte ich meinen 8" Fast Cutting Coarse Hone von der Firma razor edge systems wieder plan. Es hat mich eine halbe Flasche Siliziumcarbid-Pulver und eine Stunde Schweissarbeit gekostet, und hat auch noch ne Riesensauerei in meinem Hobbyraum hinterlassen.
Aber es bleiben die Fragen: Wie setzt man das Wasser richtig ein, wie das Pulver. Hat jemand von euch Erfahrung mit diesem oder einem ähnlichen System ? Meine Erfahrungen hab ich ja nun mitgeteilt, also es ist an euch !
 
Moin jangs,
ich kenne den Abrichtblock aus dem DICK-Katalog.Sollte auf jeden Fall mit japanischen Wassersteinen gut funktionieren.Mir ist er ganz ehrlich zu teuer,da gibts einfachere und wesentlich preiswertere Methoden,z.B. Wasserschleifpapier auf Glasplatte, so wie ich normal abrichte.
Aber nun zu deinem Problem: vielleicht liegt das aufwändige Ergebnis nicht am Abrichtblock,Pulver und Methodik, sondern am Stein selbst.
Ich kenne zwar die Zusammensetzung nicht,aber der Hersteller schreibt auf seiner Homepage,dass der Stein niemals mit Wasser benutzt werden darf.
Frag doch mal den Hersteller, wie sein Produkt abgerichtet werden sollte.

Gruss Jörg

Nachtrag.
Hab doch gleich noch mal den Dick-Katalog bemüht,da steht deutlich Abrichtblock für Wassersteine .Ich glaube, Problem gelöst.
 
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jangs

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Hallo Jörg
Danke für deine Stellungnahme. :)
Doch wie du auf diesem Link zum Abrichtblock sehen kannst, steht im Internetkatalog :zum Abrichten unebener Schärfsteine (japanische u. europäische). Ja, ich weiss, mein Stein ist ein amerikanischer, davon steht nichts da.:fack:
Aber jedensfalls ist mein Problem noch gar nicht gelöst, denn auch zum Abrichten einen japanischen Steines, weiss ich nicht wie ich das Wasser und die verschiedenen Pulver einsetzen soll.
Ich glaub, wenn hier niemand eine Antwort hat, mail ich mal die Firma Dick selbst an.
 

Leonardo75

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Abrichtblöcke von Dick und allgemeines Abrichten

Hallo jangs!

Ich habe mir neulich den gleichen Abrichtblock von Dick (jangs meint den aus dem Sonderangebot, ein Auslaufmodell, was nicht mehr weiter angeboten wird) besorgt, war ja auch billiger als der andere (80 DM statt 138 DM + MWST). Für die anderen, die den Abrichter nicht kennen, eine kurze Beschreibung der Anwendung:

Die weisse Keramikplatte mit vielen wellenförmigen Vertiefungen in der Oberfläche wird mit Siliziumkabidpulver bestreut (nicht sparen hierbei). Der Keramikabrichtblock sollte dabei auf einer sauberen, leicht zu reinigenden rutschfesten Unterlage stehen (ich benutze dazu zwei selbstgebaute Schleifsteinhalter, gleicher Höhe).
Bewegt man den abzurichtenden Schleifstein über die Keramikoberfläche, so werden die Siliziumkarbidkörner in die Vertiefungen geschoben. Man muss soviel Siliziumkarbidpulver nehmen, dass die Vertiefungen über denen man schleift vollständig gefüllt sind, sonst hat man keinen Abtrag.
Meistens rieselt dabei etwas Pulver über den Stein hinaus. Das heruntergerieselte Pulver sammle ich auf und gebe es erneut auf den Stein. Das Pulver vermischt sich nach und nach mit dem Abrieb vom Schleifstein, den man abrichtet. Dabei werden die Siliziumkarbidkörner feiner und haben weniger Wirkung, der Schliff wird dadurch allerdings auch feiner.
Den gesamten Abrichtevorgang betreibe ich trocken, wie es auf der japanischen Beschreibung (bzw. der Bebilderung aussieht). Als ich es einmal feucht gemacht habe, da ging der Abrieb durch die Siliziumkarbidkörner in den Keller. Es bildeten sich kleine Schleifkrümelwürstchen, die sich aus den Vertiefungen herausschoben und sich mit dem Schleifstein mitbewegt haben. Seitdem richte ich mit dem Keramikblock nur noch trocken ab.

Mit diesem Abrichtblock kann man auch europäische Steine abrichten, aber wie Jangs bemerkte dauert das eine Weile (trocken nicht ganz so lange).

Lange Rede kurzer Sinn : also lieber mal trocken ausprobieren jangs.


Für die Leute, die den Abrichtblock noch nicht haben :

Das Abrichten von japanischen Wassersteinen geht problemlos mit grobem wasserfestem Siliziumkarbidschleifpapier, was man auf eine dicke, ebene Glasscheibe legt und feucht macht, damit es an der Platte haften bleibt. Dann legt man den Schleifstein auf das Papier und bewegt in gleichmäßig in Längsrichtung hin und her. Da die Steine meistens in der Mitte eine Abnutzungsvertiefung haben, schleift man den Schleifstein so vom Rand zu Mitte hin eben. Wenn die gesamte abzurichtende Fläche des Schleifsteines die gleiche Beschaffenheit (erkennbar and er Färbung, bzw. fehlenden Glanzes des Schleifsteins) hat, dann ist der Schleifvorgang abgeschlossen.
Die Bindung der Schleifpartikel in den japanischen Schleifsteinen ist relativ weich, deshalb dauert das Abrichten bei den japanischen Steinen nicht allzu lange.

Theoretisch kann man auch europäische Schleifsteine, Arkansassteine und andere Schleifsteine so abrichten, aber es dauert relativ lange, da die Bindung härter ist. Wenn man allerdings Siliziumkarbidpulver auf das Schleifpapier gibt, dann wird der Abtrag ungemein beschleunigt.
Keramiksteine kann man kaum abrichten, eventuell mit Diamantblöcken, aber das kostet und dauert.

Ein Abrichtblock ist also für das seltene Abrichten von Schleifsteinen nicht unbedingt sinnvoll, bzw. kostengünstiger. Wenn man häufig japanische Schleifsteine abrichtet, dann könnte sich der teurere Abrichtblock von Dick lohnen, da man mit ihm ohne Siliziumkarbidpulver die Steine abrichten kann, allerdings nur die japanischen.

Ansonsten reicht in den meisten Fällen das SiC-Nassschleifpapier mit der Glasplatte (und zum Beschleunigen etwas SiC Pulver) aus.

Viel Spaß beim Abrichten und danach dem Schärfen auf einem frischen Stein wünscht Euch der Leo.
 
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Leonardo75

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Frage an jangs

Hallo jangs!

Eine kleine Frage habe ich noch an Dich jangs : Woher hast Du die Sachen von razoredge bekommen? Gibt es einen europäischen Importeur für die Steine und eventuell das berühmte Buch?

Gruß Leo.
 

jangs

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@Leo

Erst mal vielen Dank für deine Erklärungen zum Abrichtblock.(Ich weiss nur noch immer nicht wie ich die zwei verschiedene Körnungen Siliziumcarbid-Pulver einsetzen soll)

Aber zu deiner Frage, ich habe mir das Ultimate Professional Kit inklusif Buch gleich bei Razor Edge Systems in Amerika bestellt. Ich wollte eignentlich nur das Buch, aber das habe ich nirgents sonst gefunden, nicht mal bei Amazon.com.
Und als ich auf der Homepage von Razor Edge war, konnte ich nicht wiederstehen. War zwar teuer, tut mir aber bestimmt nicht leid. Benutze mal die Suchfunktion mit razor edge als Suchkriterium, irgenwo hab ich auch ein kleines review des Systems
Schöne Grüße
Jang
 

Leonardo75

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SiC Pulver

Hallo jangs!

Vielen Dank erstmal für Deine Antwort. Wie teuer war das ganze denn, als es bei Dir angekommen war? Das Set sieht ja traumhaft aus, auch wenn der Preis mit den ganzen Zöllen eher abstoßend wirkt. Aber lieber einmal was gutes als immer wieder Mist.

Ich nehme das grobe Pulver, wenn ich viel zum Abrichten habe oder einen sehr groben Stein Stein wieder schleiffähig bekommen will. Das macht bei einen höheren Anpressdruck schon ganz schön tiefe Riefen in weichere Steine.
Das feine für die feineren Steine und mittleren Steine wo nur wenig abgenommen werden soll, bzw. zur Nachbearbeitung der groben Schleifriefen von dem grobem Pulver.

Gruß Leo.
 
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