AA(A) Ladegerät Empfehlung für "unbedarfte" User

Stefan+

Mitglied
Hallo zusammen!

Nachdem ich hier schon längere Zeit mitlese möchte ich nun mal eine Frage loswerden.

Ich suche nämlich ein Ladegerät für meine Freundin, das möglichst einfach zu bedienen ist, also am besten nach dem Motto "Einstecken und vergessen". Sie benutzt ihre Akkus von der Taschenlampe bis zur Wii-Fernbedienung für so ziemlich alles. Ich würde ihr zum Ladegerät noch einen Satz Eneloops dazukaufen, es sind aber auch noch konventionelle NiMH-Zellen vorhanden.

Ich glaube ich habe mich auf zwei Kandidaten eingeschossen. Das Sanyo MQR06 macht auf dem Papier schonmal keinen schlechten Eindruck. Allerdings habe ich mal irgendwo in einer Produktbewertung gelesen, dass dieses Ladegerät mit den älteren, konventionellen NiMH-Typen eher weniger zurechtkommt.
Hat hier irgendjemand dieses Gerät und kann das bestätigen?

Eine andere Möglichkeit wäre das Ansmann Powerline 4 Zerowatt. Was haltet ihr von dem Gerät?

Ich selber benutze seit ein paar Jahren ein Ansmann Energy 4, mit dem ich eigentlich recht zufrieden bin. Das wird allerdings nicht mehr hergestellt.

Wenn ich für mich selbst ein neues Ladegerät kaufen müsste, dann würde ich heute wohl auch zu etwas luxuriöserem greifen, aber nicht jeder kommt mit der Bedienung von so einem Ladegerät klar.

Was für Ladegeräte kauft ihr für eure Verwandten etc., die sich nicht näher mit der Materie beschäftigen wollen?

Vielen Dank & Grüße
Stefan
 

Seitenwind

Mitglied
Das BC700 habe ich auch. Ist im Grunde ein solides und brauchbares Teil. ABER: Wenn man (frau) einfach die Akkus einlegt, lädt er nur mit 200mA. Das ist bei 2000er Akkus nur 1/10C und für NimH eigentlich zu wenig (schlechte Delta Peak Charakteristik bei zu niedrigem Ladestrom). Also muss man eigentlich immer manuell über den Taster einen höheren Ladestrom einstellen.

Das kommt dann auf den User an. Meine Eltern wären mit sowas überfordert.
Für den Anwender, der einfach nur Akkus reinhaut und sie dann wieder voll entnehmen will, würde ich das Ansmann vorziehen. Ich habe Erfahrungen mit 3 Älteren Ansmännern und nie Probleme damit gehabt.
Konkret waren es alles Powerline (4+5+6). DAUsicher und zuverlässig. Sowohl bei meinen Eltern, als auch bei Feuerwehr und DRK.

Das Sanyo Gerät liefert ja unterschiedliche Ladeströme je nach Bestückung. Das würde mich persönlich stören. Ich lade lieber 3h mit 800mA, als die Dinger in möglichst schneller Zeit voll zu kloppen.

Vielleicht noch eine andere Lösung: Du schenkst deiner Freundin das Energy zum Nikolaus/weihnachten/etc. und kaufst dir was neues schickes zum Spielen ;-)
 
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Stefan+

Mitglied
Danke schonmal für die Tipps!

Ich stimme Seitenwind zu, das BC700 ist für diesen Fall zu kompliziert ;)

Also wird es wohl das Ansmann werden. Oder ich kaufe mir wirklich das BC 700 und gebe ihr mein altes Energy 4 :D

Grüße,
Stefan
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Wenn du dir tatsächlich das BC kaufst, würde ich allerdings das 900er mit höherem (möglichem) Ladestrom nehmen

Entweder das. Oder den Powerex MH C 9000. Der kann bis 2A pro Kanal laden. Das BC900 hatte ich lange neben meinem Ansmann Energy 16 in Betrieb (dadd Ding ist für die Reise entwas unhandlich). Grundsätzlich ist das BC900 wunderbar, nur das Gedrücke nach dem Einlegen der Akkus um den Ladestrom einzustellen, ist IMO nix für fire-and-forget Anwender. Für die würde ich auch das Powerline4 kaufen.

Pitter
 

Don Coltello

Mitglied
Ich überzeuge allmählich Familie und Freunde von Eneloops. Als Ladegerät habe ich jetzt bereits dreimal den 2-Schacht Schnellader MDR-2 von Eneloop verschenkt.

Dieser kommt zusammen mit zwei Eneloops und ist bei Amazon teilweise für EUR 12,- inkl. Versand zu haben.

Wenn man wirklich 4 Schächte braucht kauft man besser zwei davon als den Vierschachtlader von Eneloop.

Der MDR-2 Lader erkennt nämlich den Ladezustand der Akkus und schaltet ab, wenn sie voll sind. Legt man eine volle rein schaltet er nach kurzer Zeit wieder ab.

Der Vierschachtlader kann das wohl nicht sondern lädt für eine bestimmte Dauer und schaltet dann ab. Legt man einen vollen oder halbvollen Akku hinein wird dieser bis zum Ablauf der Timerzeit weiter gebraten.

Ich muß jedoch gestehen, auch ich kenne mich viel zu wenig mit der Materie aus. Den Tipp mit dem Zweischachtlader habe ich auch aus dem Forum. Ich bin mir nur nicht sicher, ob es hier mal von Hiltihome kam, oder aus dem Candlepowerforum.
 

Stefan+

Mitglied
Hallo,

das MQR06 ist kein einfaches timergesteuertes Ladegerät, sonst hätte ich das gar nicht erst in Betracht gezogen :D
Allerdings hat es wie Seitenwind ja auch schon schrieb diese Macke mit dem "einstellbaren" Ladestrom, der je nach Anzahl der eingelegten Akkus unterschiedlich ausfällt.

Der MDR02 sieht natürlich auch nicht schlecht aus und ist fast schon spottbillig. Was mich etwas stört ist dass nur eine Status-LED vorhanden ist, besitzt das Gerät überhaupt Einzelschachtüberwachung?

Grüße,
Stefan
 
Was mich etwas stört ist dass nur eine Status-LED vorhanden ist, besitzt das Gerät überhaupt Einzelschachtüberwachung?

Jipp. Kannst auch zwei unterschiedliche Akkus (AAA+AA) laden.

Den 4-fach Lader, den Don Coltello meinte, würde ich auch nicht empfehlen. Das ist nämlich der uralte unintelligente mit 16h-Timer und sehr geringem Ladestrom.
Aber eigentlich sollte man den mittlerweile gar nicht mehr kaufen können, allenfalls Restbestände.

Die neueren 4-fach Lader sind besser, wobei der MQR06 zu bevorzugen ist. (Der andere lädt iirc nur paarweise).

Für den Otto-Normalverbraucher ist der kleine Zweischachter ein echt geniales Ladegerät. Hab den überall im Bekanntenkreis verstreut. :steirer:
 
Das klingt alles in allem sehr gut. Weißt Du ob andere Akkus in dem Lader ebenfalls zuverlässig vollgeladen werden?

Hi!
Von Ladeprinzip her funktioniert der Lader mit jedem NiMH-Akku.
Hab ihn allerdings nur selten mit anderen Akkus als Eneloops verwendet - die sind für mich einfach die besten.

Hatte ihn auch mal mit alten NiCd benutzt, nach dem Laden waren sie jedenfalls benutzbar. Ob das den alten NiCd auf Dauer gut tut, wer weiß... aber wenn man guckt, wie man die Dinger früher gequält hat... :hmpf:

gruß
 

crashlander

Mitglied
Ich habe den 2er-Eneloop-Lader MDR02 von Sanyo, den 4er-Eneloop-Lader MQN04vom gleichen Hersteller (der, der direkt an der Steckdose hängt) und im Büro benutzen wir für die Akkus in den Funkmäusen /-Tastaturen den Ansmann Energy 16.

Die ersten beiden sind gut, vor allem der erste, weil einfach zu bedienen durch die LED-Anzeige und schnell (ca. 2 Stunden).
Allerdings ist laut Sanyo der 4er-Lader insofern zu empfehlen, weil niedrigere Ladeströme besser für die Akkus seien und die Kapazität dieser besser genutzt würde. Dafür hat er keine Ladeschluss-Anzeige und braucht länger (also am besten Akkus rein und über Nacht an die Steckdose). Der Vierer-Lader darf auch nur mit einem oder vier Akkus befüllt werden, nicht mit zwei oder drei. Steht zumindest ohne Begründung in der Bedienungsanleitung.

Wenn die Größe keine Rolle spielt, würde ich aber fast zum Ansmann raten. Der kann alle Formate von AAA bis Mono incl. 9V-Block und erkennt fehlerhafte Akkus.
Das konnte ich vor kurzem unfreiwillig erleben: Unsere Auszubildende, die auch dafür verantwortlich ist, die Akkus zu laden, hat mal munter in die Schachtel mit gebrauchten Primärzellen gegriffen und diese auch geladen. Weil die Dame dann Berufsschule hatte (wie sagte Werner nach dem Desaster auf der Baustelle: "Ein Glück, morgen is' Berufsschule :D ), lagen vier AA-Alkalines und eine AA-Energizer-Lithium (von mir) zwei Tage im Lader drin... Passiert ist zum Glück nichts. Aber einen Schreck hatte ich dann doch und musste den Unterschied zwischen Akkus und "normalen" Batterien erklären.
 
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Stefan+

Mitglied
Das konnte ich vor kurzem unfreiwillig erleben: Unsere Auszubildende, die auch dafür verantwortlich ist, die Akkus zu laden, hat mal munter in die Schachtel mit gebrauchten Primärzellen gegriffen und diese auch geladen. Weil die Dame dann Berufsschule hatte (wie sagte Werner nach dem Desaster auf der Baustelle: "Ein Glück, morgen is' Berufsschule :D ), lagen vier AA-Alkalines und eine AA-Energizer-Lithium (von mir) zwei Tage im Lader drin... Passiert ist zum Glück nichts. Aber einen Schreck hatte ich dann doch und musste den Unterschied zwischen Akkus und "normalen" Batterien erklären.

Um Gottes Willen, Leute gibts :staun:

Nach einigem hin und her überlegen hab ich nun das Ansmann Powerline 4 Zerowatt gekauft, da man ja doch vielleicht mal mehr als zwei Akkus gleichzeitig laden möchte.

Habs heute schonmal ausprobiert mit allem was ich grad da hatte, sowohl mit frischen Eneloops als auch mit knapp acht Jahre alten Sanyo Twicell 1600 mAh. Das Gerät hat bei allen Akkus zuverlässig abgeschalten, zum Ladeende hatten die Zellen Temperaturen von 39 bis 42 °C (gemessen per Infrarot-Thermometer).

Ich denke der Lader war kein Fehlkauf, und dass man ihn auch mal im Auto einsetzen kann ist ein nettes Goodie.
Vielen Dank für alle Tipps!

Stefan
 

Hiltihome

MF Ehrenmitglied
Gratulation!

Bitte berichte von den Erfahrungen mit dem Ansmann Powerline 4 Zerowatt, nach Monaten und Jahren....

Dieser Lader wurde zwar im Forum kontrovers diskutiert, nachdem ich ihn empfohlen hatte, allerdings passt er genau zum Anforderungsprofil.

Meine Erfahrungen mit Ansmann Ladern aller Art sind gut und es gibt Service von kompetenter Seite aus DE.

Mein Powerline4 hat zwanzig Jahre gehalten und mein energy4 ist auch schon seit etlichen Jahren in Gebrauch.

Die Ansmänner mögen zwar nicht "state of the art" sein, wie Maha Powerex Lader, aber sie machen unkompliziert und unauffällig ihren Job.


Mehr erwarte ich von einem Lader für den täglichen Gebrauch nicht.
Besonders schätze ich, dass die Lader direkt in eine Steckdose gesteckt werden können, ohne zusätzliche Wandwarze.


Heinz
 

Seitenwind

Mitglied
Meine Erfahrungen mit Ansmann Ladern aller Art sind gut und es gibt Service von kompetenter Seite aus DE.

Mein Powerline4 hat zwanzig Jahre gehalten und mein energy4 ist auch schon seit etlichen Jahren in Gebrauch.

Die Ansmänner mögen zwar nicht "state of the art" sein, wie Maha Powerex Lader, aber sie machen unkompliziert und unauffällig ihren Job.
Mehr erwarte ich von einem Lader für den täglichen Gebrauch nicht.
Besonders schätze ich, dass die Lader direkt in eine Steckdose gesteckt werden können, ohne zusätzliche Wandwarze.

Das kann ich (bis auf den Service, den ich nie in Anspruch genommen habe) alles genau so unterschreiben.
Auch wenn es nicht 20 Jahre sind, verrichten sowohl Powerline 5, als auch 4 seit über 10 Jahren Dienst nach Vorschrift. UNd das vor allem DAU-Sicher, was ich sehr schätze.
Und das Powerline 5 hat nach der langen Zeit immer noch Ladeströme, die auch für 2500er Akkus noch zu gebrauchen sind.
 

pitter

Forumsbetreiber
Teammitglied
Die Ansmänner mögen zwar nicht "state of the art" sein, wie Maha Powerex Lader, aber sie machen unkompliziert und unauffällig ihren Job.

Weil ich meinen BC900 an Sohnemann weitergegeben habe, hab ich mir gerade einen Maha gekauft (MH-C9000) - variatio delectat.

Ich mein, mal ehrlich, das Ding ist doch geil. Der Maha hat drölfmillionen Modi zum Rumspielen, ein großes Display mit vielen tollen Anzeigen und sieht einfach wahnsinnig wichtig aus; fast wie mein RC Lader (von dem ich bis heute auch nicht genau weiß, was der alles kann. Jedenfalls lädt er auch Akkus). Also wie auch das BC900 ist das Maha Ding ein wunderbares Gerät ;) und Spielzeug.

Meine 6 Sätze mit jeweils 4AA - früher Sanyo irgendwas, heute alles Eneloops - die ich für die Fotoblitzer im Dauerbetrieb brauche, lade ich mit dem Ansmann Energy 16. Einlegen, warten bis die LEDs grün sind, entnehmen, fertig. Kein Recyceln, keine Kapazitätsmessung, kein Sortieren von Zellen - nix von dem Gedöns. Genau so muss das laufen. Den Maha kapiert in meiner Nicht-MF Umgebung kein Schwein.

Praktischer Vorteil des Maha gegenüber den "normalen" Ansmännern und auch dem BC900 sind die 4x2A Ladestrom. Und gegenüber den Schnell-Ladern von Ansmann, die variableren Ladeströme.

Für "Einstecken und Vergessen" sieht das Powerline 4 wirklich gut aus. Werd ich wohl kaufen und gegen das BC900 zurück tauschen :)

Pitter