a sack voll fragen [Holzbehandlung, Ätzen]

Haudegen

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a sack voll fragen

servus, hab mal wieder was auf der leber,...

hab grad zwei griffe fertig, bruyere u. grenadil. hab mit holz nicht sooo die erfahrung. wie bekomm ich das beste finish? kann ich mit feinem metallschleifpapier nass schleifen ? ist bienenwachs ok ?
das bruyere ist aus der mitte der knolle. super maserung. aber auch risse. außen versteh ich ja rissbildung, aber innen, außenrum alles massiv?
ah ja, noch was. hab vor ein paar tagen damast geätzt. meine 98% schwefelsäure war auf einmal fast schwarz. warum das? geätzt hat sie gut, aber halt die farbe???
bekomm die tage batteriesäure, kann/soll ich sie so mischen wie schwefelsäure ??

grüsse,.............
 

kababear

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:D schwefelsäure ist wenn ich mich nicht seeehr irre batteriesäure. du musst halt herausfinden wie konzentriert sie ist, aber wenn du nach optik ätzt, sollte das im grund egal sein... die veränderte farbe stammt von den ab-/ausgelösten stahlteilchen von der klinge. die säure bildet beim ätzen eisensulfat, was die farbe erklären sollte (mal fragen, ob die farbe auch stimmt :))
cu
kaba

p.s.: musste mal für ne zeit ruhig stehen lassen dann setzen sich die teilchen evtl ab
 

DeadlyEdge

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Hi, Haudegen!
Fürs Finishen von Holz gibts was Besseres als Schleifpapier - Stahlwolle. Ist überhaupt nicht teuer, hält eine ganze Weile und hinterläßt eine Oberfläche, die (je nach Holz) bereits unbehandelt einen leichten Glanz haben kann. Nach einem sorgfältigen Schliff mit 240er oder 320er Körnung kannst du schon mit der feinsten Sorte Stahlwolle loslegen.
Die Risse - die entstehen immer dort, wo es Spannungen gibt. Ob innen oder außen, ob in Holz oder was anderem... Und Spannungen entstehen gerne beim Trocknen in solchen Stücken mit verspielter Maserung.
Säure - ist die Brühe immernoch schwarz oder war es nur vorübergehend oder hat sich inzwischen "das Schwarze" sedimentiert (Niederschlag)? Können verschiedene Sachen sein,[Nachtrag: wie Kaba sagt, sehr wahrscheinlich Schleifstaub an der Klinge] wenn die Säure noch gut ätzt, ist es nicht schlimm. Vielleicht war die Klinge einfach so schlecht, daß die Säure schwarz vor Empörung wurde :p ;)
Grüße,
Martin
PS: Akkusäure ist 38% H2SO4
 
Zuletzt bearbeitet:

freagle

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Hallo Haudegen,

zum Holzfinnish kann ich dir auch kaum Tips geben, aber wenn du die Oberfläche schon schön glatt hast, kannst du sie etwas anfeuchten dann stellen sich die Fasern hoch und du kannst sie mit feiner Stahlwolle glattschleifen. Kleinere Risse hab ich schon mal mit Sekundenkleber den ich mit dem Holzstaub vermischt habe aufgefüllt.

Bei porigem Holz, hab ich gute Erfahrungen mit CCL Öl von Borger gemacht, das sind zwei Flüssigkeiten. Der Porenfüller wird auf die Oberfläche aufgetragen, trocknet dann sehr rasch und schließt die Poren, das Holz wird dann wieder fein abgeschliffen, die Poren bleiben geschlossen, jenachdem kann man das wiederholen, dann wird das Öl aufgetragen und schön mit dem Lappen auf glanz gerieben.

Hast du denn die 98% Säure mit Wasser verdünnt, das kann man tun da reagiert die Säure und wird heiß. Batteriesäure hat ja um die 38 %, bei Damsteell ätzt die wunderbar auch im kalten Zustand, bei anderem Damast hab ich sie schon im Wasserbad heiß gemacht, um bessere Ätzergebnisse zu bekommen, da kanns dann aber recht schnell gehn.

Grüße Peter
 
Hallo Haudegen

Innenrisse im Holz entstehen beim Trocken. Das Holz ändert in der Wurzel die Faserrichtung beliebig. Da das Holz in allen 3 Schnittrichtungen ein anderes Schwind und quellverhalten hat entstehen im Holz Spannungen, die Risser verursachen. Holz schwindet längs : radial : tangential ungefähr 1:10:20 ist natürlich bei allen Hölzern anders. Hängt stark von der dichte ab. Umso dichter das Holz desto mehr Risse entstehen.
Risse sind aber kein Problem, rühr einfach ein Epoxydharz an und färbe es schwarz ein. Mit schwarzer Beton- oder Epoxydharzfarbe. Dann füllst du die Risse aus und Schleifst die ausgehärteten Harzreste weg.
Fallt bei dunkleren Hölzern gar nicht auf und ist bei helleren Hölzern auch schön.
Verwende aber nur Epoxyd Harz, denn Epoxyd ist leicht elastisch und hält das quellen und schwinden des Holzes aus. Andere Kleber fallen nach einer zeit aus.

Hölzer auf keinen fall naß schleifen sonst können Risse entstehen.

Bienenwachs geht schon greift sich aber auf einen Griff etwas komisch an.

du kannst das Holz auch mit dem Metallschleifpapier schleifen nach den 1500 er glenzt das Holz eh schon ein bischen, dann kanst du es mit Holzpulitur, Lienöl, Wachsen oder sonstigen Behandlungsmittel impregnieren.

Zum Ätzen vewende ich immer 38% ige Schwefelsäure. Mußt du auf ca. 60 Grad erwärmen und dann hinein mit der Klinge. Dann läßt du sie drinnen bis der Damast gut sichtbar ist (ca 1-2 min)

grüße
Richard