50 cm SB1 - Hagrids Vespermesser

... in Arbeit.

Aber ich hab da bislang schon solange dran rumgeschliffen, dass ich mal ein paar aufmunternde Worte brauche.:D

wie gesagt, 50 cm langes SB1 in 6,5 mm Stärke. als Griffbeschalung ist Ebenholz angedacht, bin aber für Vorschläge offen. Es wird eigentlich ein Haumesser für einen Diplomfortwirt (oder so), ich habe mich aber trotzdem für eine klassische Machetenform entschieden, in Anlehnung an ein Messer, dass die amerikanischen Besatzungskräfte 1945 im Hause meiner Großeltern liegengelassen hatten. Allerdings ist jenes Messer nicht 6,5 mm dick, sondern nur 2-3 mm. Und es sir verrostet.

Hier habe ich an der Schneide jetzt mal 0,8 bis knapp 1,0 mm stehengelassen, es soll ja nicht zu rasieren genutzt werden.

Welchen Schleifwinkel würdet Ihr mir empfehlen?

PP (mit Blasen an den Fingern...)
 

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Grufti

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Ebenholz verbinde ich nicht unbedingt mit einem Haumesser - meist mit etwas eleganterem.
Bei einem Diplomforstwirt würde sich doch eher Horn anbieten - so ganz klassisch eben ;)

Ein paar Gedanken von mir dazu.


Edit sagt: schön geschliffen!
 

Headshrinker

Premium Mitglied
Sieht gut aus! Sauber gemacht und ne klassische Form. :super:

Gibt es einen bestimmten Grund für die Art des Ricassos? So wie es jetzt ist, fänd ich es zu kurz, um bequem vorgreifen zu können. Und für den Einsatz als reines Haumesser verlagert es den Schwerpunkt unnötig Richtung Griff bzw. erhöht dort die Masse, oder?

...als Griffbeschalung ist Ebenholz angedacht, bin aber für Vorschläge offen...
Fichte find ich passender. Oder deutsche Eiche. ;)
 
G

gast

Gast
Iich würde dir auch vom Ebenholz abraten, ich habe die Tage für mein Küchenmesser Ambiona und Ebenholz im Wechsel an meine Damastklinge gemacht, jedoch bin ich der Meinung das das Ebenholz viel zu weich ist...:( man sieht sofort jeden Kratzer daran, und wenn es ein Messer für ein Forstwirt wird hat er es bestimmt auch ganz schnell verwatzt, ich würde ein härteres Holz verwenden... my2cents.. ;) gruß Holger
 

no bird

Premium Mitglied
Hi

gefällt mir , saubere Arbeit :super:
Ebenholz würde ich auch nicht nehmen,
vielleicht Schafhorn ( rau + griffig ) oder Eibe würde auch gut aussehen ,
na ja halt was heimisches .

Gruß ... Norbert

P.S.
@holgermüller ... härter als Ebenholz geht fast nicht
 

leielekt

Mitglied
Hallo,
ich schließe mich meinen Vorrednern an...
Ebenholz???
Ich könnte mir sehr gut Fernambuk vorstellen. Habe mir gerade ein kleines Arbeitsmesser gemacht und im Griff nur kleine Vertiefungen eingefräst. Super Holz, hohe Dichte, leicht zu bearbeiten und durch die Schmuckvertiefungen auch sehr griffig. Und das sollte ein Haumesser wohl sein. Und wenn es ein Forstmann ist, so kannst Du ihm ja sagen, es wäre auch aufgrund des Holzes im brasilianischen Urwald geeignet.
Ich füge mal wegen der Vertiefungen im Griff ein Bild ein. Ein Angelfreund von mir hat jetzt schon ein Fernambuk-Griff im Einsatz und liebt es. So sollte es sein, weil das ja einem auch Freude macht.
 

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Walter2929

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ich häng mich auch mal rein,
an dem "Vespermesser" gibt´s nicht´s auszusetzen, aber Griffschalen...
Eiche oder Olivenholz (ich mag Olivenholz:hehe:).
Das gibt sicher einen schönen Kontrast zum (ungeschliffenen) Teil der Klinge.
Walter
 

Goderich

Mitglied
Ein Schönes Messer ist das wirklich!

Beim Griff kann ich mich den anderen nur anschließen. Robust muss es sein, Wetterfest und uhrig!
Meinen Erfahrungen mit Haumessern nach sollte es auch unbedingt glatt sein. Kanten und rauhe stellen fördern bei längerem schlagendem Einsatz Blasen, die will keiner. Und wenn das Messer eins will, dann benutzt werden, oder?
 

Xerxes

Mitglied
Hi Nils,

das ist echt ein schöner Prügel:super: Kann mir gut vorstellen, dass du da lange dran geschliffen hast:irre:

Ich persönlich würde Eibe oder Wacholder bevorzugen. Aber das ist rein subjektiv. Härtest du den Prügel auch selber?

Gruß Jannis
 

gmo

Mitglied
Hallo Nils,

schönes Messerchen.:super: Ich würde für die Griffschalen auch ein glattes Material vorschlagen. Für ein Forstwirtschaftsmesser würde ich heimische Buche nehmen. Ist extrem hart und ein Stück mit einem Ast oder aus der Wurzel sieht noch nicht mal langweilig aus. Oder gleich gestockte Buche.

Grüße
Gerd
 

Hephaestos

Mitglied
Die Form gefällt mir wirklich super! Gratuliere!
Bei einem Haumesser, das benutzt werden soll, wäre mir beim Griffholz am wichtigsten, dass es einen guten Grip hat. Damit fallen alle harten Tropenhölzer mal aus, obwohl die natürlich am wetterfestesten sind. Gerade die sehr harten Hölzer splittern aber auch gerne (z.B. Buchs) bei Schockbelastung.
Hölzer mir imho sehr gutem Grip sind Birke und Walnuss, sofern sie nicht stabilisiert sind. Letzteres würde dann auch gut zum Gewehr des Forstmanns passen. Du könntest ja sogar noch eine zum Gewehrschaft passende Struktur anbringen (Fischgrätenmuster?)...
Ist SB1 eigentlich für ein Haumesser geeignet? Ist der nicht zu hoch legiert?
Gruß
Hannes
 
Zuletzt bearbeitet:

Eukalypt

Mitglied
Hallo Nils,

interessantes Projekt!

Bei der Griffwahl würd ich für den Harten draußeneisatz bei wind Und Wetter zu Micarta greifen, der Jürgen hat da ein schönes Segeltuchmicarta in Grün.

Alternativ, wenns auch ein Jäger ist ev. Sambarhirsch.

Bin gespannt was du drauf machst:)


Schöne Grüße, David
 
@Hephaestos:

Keine Ahnung, aber Jürgen Schanz macht seine Monstermesser teilweise ja auch aus diesem Stahl, ich denke es ist nicht die schlechteste Wahl. Außerdem war der Wunsch ein rostträger Stahl.

@Eucalypt:

Sambar wird schwierig, weil ich so ein breites Stück noch nicht gesehen habe. (Wegen des Fangriementeils am Ende dew Griffs.)

Danke euch auch für die Materialempfehlungen, ich werde dann wohl von Ebenholz absehen und das Holz in erster Linie nach Griffigkeit auswählen. Wenge gebürstet fällt mir da spontan ein. Mal sehen, Nussbaum hätte ich auch noch da. Ich weiß auch nicht genau, ob diese Messer vorzugsweise mit oder ohne Handschuhen benutzt wird.

Nils
 
Hallo,
Sieht gut aus, liegt auch bestimmt gut in der Hand. Als Griffmaterial würde ich auf jeden Fall nichts rauhes nehmen, also Horn oder so, das gibt Blasen beim längeren Einsatz. Es gibt Ebenholz das nicht ganz schwarz ist könnte passen oder ein dunkles Nußbaumholz. Als Schleifwinkel würde ich 25 bis 28 Grad nehmen. Ich bin schon einmal gespannt auf das fertige Messerchen.
Gruß
Rolf
 
So, nun ist es endlich fertig geworden. Zunächst erstmal vielen Dank an Jürgen Schanz, der die WB gemacht und mir auch freundlicherweise das Schärfen abgenommen hat. Meine Jet war damit leicht überfordert...

Als Griffmaterial habe ich mich nun für Perlholz entschieden, eine Bauchentscheidung. Dies ist nun endlich einmal ein Messer, welches wirklich einen Fangriemen braucht!

Also nochmal zusammengefasst:

SB1 6,5 mm
Klingenlänge 500 mm
Perlholz
Pins und Ösen V2A

pp
 

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Xerxes

Mitglied
Hi Nils,

einen super schönen Klopper hast du da gemacht. Steckt bestimt ne Menge Arbeit drin, bei der Größe. Besonders das saubere Finish finde ich beachtenswert. Obwohl ich glaube, das da eh bald fiese Kratzer drin sein werden:steirer: Holz ist auch ne gute Wahl. Gibt dem Messerchen einen rustikalen Touch ohne zu grob zu wirken...

Gruß Jannis
 

no bird

Premium Mitglied
Hallo

einschönest Stück ist das geworden , die Form und der Anschliff gefallen mir sehr !
Auf wieviel HRC hast du es härten lassen ?

Grüße aus dem Neckartal ... Norbert
 
@xerxes:

Genau dein Haumesserthread hatte mir zudenken gegeben, ob so ein feines Finish überhaupt sinnvoll ist bei einem Messer dieser Bestimmung. Ich wollte es erst wirklich nur schliffrauh lassen, aber habe es dann doch nicht übers Herz gebracht. Also habe ich doch fein geschliffen und dann hat Jürgen es vor dem Schärfen nochmal kurz übers Mattierband gezogen. aber du hast recht, da gehen schon ein paar Stunden ins Land, bis so ein Monster geschliffen und gefinished ist. Aber loht sich, zumindest fürs Auge!

@Norbert:

Die Härte hatte ich Jürgen überlassen, vielleicht schreibt er ja noch was dazu.
 
oups, i did it again!

Diesmal mit Padouk, sonst alles genauso. Nochmal bau ich das Teil definitiv nicht!!!
 

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