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Thema: Tips zum Kauf eines Laguiole Messers

  1. #1
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    Tips zum Kauf eines Laguiole Messers

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    Hallo Messerfreaks (Abt. Laguiole, französisch: Lajoll oder auch Lagjoll ausgesprochen).

    viel zu lesen und hoffentlich auch interessant. Ich möchte hier einmal meine zusammengetragenen Erfahrungen mit dem schönen Vespermesser Lajoll weitergeben, was u.a. auch der Sinn und Zweck eines Forums sein soll.

    Ich beschäftige mich seit ca. 2 Jahren mit Laguioles und deren Geschichte (schwierig, da ich bis dato noch keine gute deutschsprachige Lektüre gefunden habe und vermutlich auch viel von Mund zu Mund was die Fertigung eines Laguioles anbetrifft überliefert wird). Zuerst hatte ich mir ein Laguiole für den Alltagszweck gekauft und fand dann daran solchen Gefallen, dass ich mir dann hie und da das eine oder andere schöne Stück zugelegt habe (unwissend leider auch einigen teuren Edelschrott).

    Was ist ein eigentlich ein Laguiole Messer ? Ein Laguiole Messer zeichnet sich durch eine (seine) bestimmte Form (Pistolenform) des Messers aus. Es dient hauptsächlich dazu einfache Schneidearbeiten zu erledigen (Vespermesser). Oft mit Korkenzieher und früher (auch heute noch) hatt es noch einen Dorn - siehe unten. Durch seine vielfaltige Art der Rückenverzierung, der Biene (Fliege) und der unterschiedlichsten Beschalung und auch wegen seiner Geschichte, ein sehr schönes und traditionsreiches Messer.

    Hier nun meine Erfahrungen und Kauftips wenn ihr euch ein gutes "echtes" Laguiole zulegen wollt an dem ihr lange eure Freude habt. 1829 fing es an, als Pierre-Jean CALMELS aus Laguiole das Klappmesser erfunden hat. Vorbild war das spanische "Navaja". Ein ECHTES Laguiole gibt es nicht, da Laguiole ein kleiner Ort in der Auvergne ist und namentlich nicht geschützt werden kann bzw. der Messername Laguiole nicht geschützt worden ist.
    Meines Erachtens aber gibt es einige Kriterien, die man vor dem Kauf eines solchen Messers beachten sollte, denn teurer Ramsch wird wie gesagt jede Menge angeboten ! Ein traditionell in Handarbeit gefertigtes Laguiole gibt es nicht für 10€, diese fangen so ab 60€ an. Bei einem traditionell gefertigten Laguiole müssen die einzelnen Teile von Hand gefertigt sein. Maschinell oder teilmaschinell hergestellten "Krimskrams" lehne ich daher ab (wobei man sich bei der Klingenherstellung heutzutage auch nicht mehr so sicher sein kann). Ein LAGUIOLE Messer muss daher, mit entsprechender Verarbeitung aus einer französischen Schmiede kommen und nicht aus China oder Taiwan !

    1.) Das Aussagekräftigste eines "echten" Laguioles ist seine "Wiege", die Schmiede des Messers: "echte" Laguiole Messer in einer alten französichen "Ur"schmiede mit Geschichte wie z.B. "Forge de Laguiole", "Fontenille Padaut" (kann man sich streiten ob die Klingenarretierung mancher Modelle traditionell ist), "En Aubrac", "R. David", "Arbalete G. David", "de l'Artisan" usw. können meiner Erfahrung nach bedenkenlos gekauft werden, da diese Messer alle hervorragend verarbeitet sind. "Forge de Laguiole" Messer haben am Ansatz der Klinge die Einstanzung "LAGUIOLE ORIGINE GARANTIE" (LOG). Dieses Gütesiegel garantiert eine Fertigung auf höchstem traditionellen, handwerklichen Niveau. Die Klinge muss geschmiedet sein und es dürfen nur Materialien aus Frankreich verwendet werden wie Horn und heimische Hölzer (so hieß es ursprünglich). Wenn man aber nur Messer aus Buchs, Olive oder Wacholder fertigt ist man schnell nicht mehr konkurenzfähig. Weiter muss das Messer von ein und dem selben Messerschmied bis zur Endfertigung zusammengesetzt sein. "Forge de Laguiole" ist sozusagen der "Rolls Royce" des Laguiole Messers aber eben auch super verarbeitet, mit schöner gleichgemaßerter Beschalung auf beiden Seiten des Messers.
    Leider sind dann im Laufe der Zeit sehr viele gute Schmieden davon abgekommen dieses Gütesiegel zu übernehmen da sie heutzutage aus Preis- und Konkurenzgründen z.B. im Ausland fertigen lassen müssen und daher diesem "Qualitätsgelübde" nicht mehr gerecht werden. Auf älteren Messern findet man häufig die Einstanzung "veritable Laguiole". Was so viel heißt wie "echtes Laguiole" und dann wäre die Information der "Wiege" vorteilhaft. Aber auch kleinere "Hinterhofschmieden" der Auvergne und Umgebung fertigen hervorragende Qualität. Am besten, man fährt einmal nach Frankreich in die Auvergne um sich die Arbeiten der Messerschmieden einmal selbst anzusehen und vielleicht entdeckt man das ein oder andere "Schnäppchen". Das Schmiedezeichen sollte daher auf jedem Laguiole das Anspruch auf "veritable" erhebt verewigt sein, um nachvollziehen zu können, wo das "gute Stück" gefertigt wurde. Wo nur Laguiole und 440 Stahl auf der Klinge steht davon lasse ich die Finger.

    2.) Das Resort: die Feder mit Biene (oder Fliege, wie auch immer) Jakobsmuschel und heute auch Edelweiß, Hufeisen oder Hund etc.: Sollte traditionsgemäß aus einem geschmiedeten Stahlteil hergestellt sein. Man erkennt eine aufgeschweißte (falsche !!!) Biene, wenn man bei zusammengeklappten Messer von vorne auf die Biene schaut und ein kleiner Spalt zwischen Resort und Biene sichtbar ist. Die Biene sollte auch wie eine Biene aussehen und nicht wie ein Elefant und soll gerade und nicht schräg auf dem Resort gearbeitet sein (schräg zeugt meistens von aufgeschweißten Bienen).
    Aus eigener Erfahrung: Bienen die sehr stark verziert sind, sind oft aufgeschweißt. Weniger verzierte Bienen hingegen sind meist aus einem Stück mit dem Resort gefertigt. Ggf. nachfragen, es gibt wie immer Ausnahmen (z.B. bei "Forge de Laguiole" mit sehr schön verzierter Biene). Bei sehr aufwändig gefertigten Messern ist das Resort auch im Innern des Messers poliert.

    3.)Verzierung des Messerrückens: die 'Guilloche': Hier bedarf es ein wenig handwerklichen Verständnisses um zu erkennen ob die Rückenverzierung durch eine Feile oder durch eine Stanzmaschine entstanden ist. Mit ein paar Vergleichen erkennt man aber sehr schnell den Unterschieden und bei aufwändig verzierten Messern reicht die Verzierung oft vor bis zur Klingenspitze. Bei alten Laguioles fehlt die Verzierung oft ganz, da ein Messer (so denke ich) früher eher ein Gebrauchsgegenstand war und heute vielfach ein Sammelobjekt für die Vitrine. Manchmal gibt die Verzierung auch Auskunft über den Schmied des Messers (so z.B bei En Aubrac).

    4.) Hirtenkreuz, Rosenkranz, Rosette, Jakobsmuschel: religiöse Symbole (bekannt sind 18 verschiedene Formen): Ein Messer mit Muschel z.B. für den Jakobsweg. Die Messingstifte, aus denen die Symbole (Hirtenkreuz und Rosenkranz) gefertigt wurden, sollten symmetrisch um den dicken Mittelstift (dem "Clou") verteilt sein. Alles andere sieht nach B Ware aus, was leider auch bei teuer angebotenen Laguioles der Fall ist. Nach dem "Studium" vieler alter Laguioles habe ich u.a. auch festgestellt, dass ein fehlendes religiöses Symbol nicht unbedingt ein Qualitätskriterium für ein in Laguiole oder Umgebung hergestelltes Messer sein muss.
    Und selbst auf vielen Messern von Calmels fehlt jegliche Verzierung und sind eher schlicht gehalten.

    5.) Die Beschalung: Es gibt die unterschiedlichsten Materialien für die Beschalung eines Laguioles. Traditionell sind Horn und Hölzer aus Frankreich. Ob es unbedingt eine Beschalung aus Kamelknochen, Mammutelfenbein, seltenen tropischen Hölzern oder Perlmutt sein muss, überlasse ich jedem selbst. Tipp: Sehr schön gemasert und angenehm duftend ist das Wacholderholz (dunkles Wacholder riecht intensiver als helles) und das Olivenholz, aber auch Hölzer unserer Heimat wie Apfel, Vogelbeere, Pflaume, Eiche oder Birne sehen als Beschalung einfach klasse aus. Auf jeden Fall das Messer nie in der Spülmaschine reinigen, dies wäre sein sicherer Tod ! Nur mit einem Tuch säubern und ab und zu einen Tropfen Oliven- oder Kamelienöl in die Mechanik und auf die Beschalung reicht.

    6.) Die Klinge: besteht meist aus 12C27 Sandvik Stahl (rostfrei) oder XC75 (rostend, aber leicht und scharf zu schleifen) T12 ein
    Geheimrezept-Stahl der "Forge de Laguiole" und trägt das Symbol der Schmiede (Forge de Laguiole - ein Klappmesser, En Aubrac - einen Stierkopf, Fontenille Pataud - einen Zirkel, Forge de I'Artisan - einen Stierkörper, Le Sabot de Fontenille - einen holländischen Holzschuh (?) usw. Interessant hierzu: unter www.couteaux-jfl.com/marques.htm gibt's Schmiedezeichen und Name zu sehen.

    Aus eigener Erfahrung und so manch Zusammengetragenes):
    Will man statt Käse und Salami auch einmal Zweige oder Äste schneiden gibt es hierfür Laguioles mir breiterer, stabilerer Klinge (sog. Sport-, Outdoor- oder Jagdausführungen). "Fontenille Pataud" hat hier einige sehr schöne Stücke mit Klingenarretierung. Allerdings nicht ganz preiswert und wer ausgebeulte Hosentaschen scheut, trägt sein 'Lajoll' am besten in einem passenden Lederholster am Gürtel oder eben in der Hand- oder Jackentasche.
    Ein seriöser Verkäufer zeigt das angebotene Messer immer von allen Seiten und nicht nur von seiner schönsten, inklusive der Rückenverzierung. Man bekommt dann auch das Messer das abgebildet wurde und nicht irgendeines "aus der Kiste" gegriffenes mit
    z.B. ganz anderer Rückenverzierung etc. dies kann ausschlaggebend für einen Sammler sein ! Der Anbieter stellt auf Nachfrage kostenlos weitere Bilder zur Verfügung was eigentlich unter Kundenfreundlichkeit zu verstehen ist (aber manche wollen für jedes Bild Geld !). Unter www.roedtermesser.de/lagiolemodelle.htm oder www.laguiole-knives.de ist einiges zur Geschichte und unter www.laguiole-info.de einiges zur Einkaufshilfe zu finden.
    Es gibt Anbieter z.B. l'Artisan (www.layole.com) da kann man sich sein Messer individuell zusammenstellen lassen (Klinge, Beschalung, Resortverzierung usw.). Dann gibt es Messer mit Korkenzieher und/oder Dorn. Der Korkenzieher klar, um eine gute Flasche Bordeaux zu entkorken, der Dorn wurde einst zum Anstechen des Darmes eines Rindes bei Koliken verwendet. Heutzutage vielleicht dienlich für Landwirte, Segler oder zum Kondensdosen löchern (keine Ahnung).
    Weiter gibt es Messerausführungen mit einer sog. "plein de manche" d.h. ohne Backen (Mitres) die aus Stahl, Neusilber oder Messing gefertigt sind, teilweise auch nur mit klingenseitigen Backen. Messer mit einer "brut de forge", einer so genannten roh geschmiedeten Klinge (sehr schön z.B. zu urwüchsigem Widderhorn als Beschalung) und Messer mit einer "platines retournées" (gesehen bei "Le Fidele" und "La Maison du Laguiole"). Dies bedeutet, dass die Platinen über den Messerrücken verziert gearbeitet sind und dann noch meist sehr teure Messer mit einer Damastklinge. Wie man sagt, der "Königin" des Stahls. Seit einiger Zeit bietet die junge Schmiede "Forge du Moulin" (die Mühlenschmiede) in der Auvergne in "321" sehr schöne Messer an. Die Messer sind stabil, handlich und gut verarbeitet. Besonders gefällt mir hier die Idee der Messerserie "Forét (Wald) die zeigt, dass auch heimische Hölzer wie Eiche, gestockte Buche usw. sehr schön verarbeitet werden können. Mit dem Anbieter "original-laguiole.de" habe ich die Erfahrungen gemacht, dass die Messerabbildungen meist von der schönsten Seite des Messers aufgenommen wurden. Bei einem Modell Le Fidele (Ciselle) das ich bestellt habe sind die Stifte des Hirtenkreuzes unsymmetrisch um den "Clou" angeordnet und bei einem anderen Modell Le Fidele (Dodu) hängt die Biene schräg aufgeschweißt auf der Feder. Achtet man aber auf solche Dinge sind die Messer der Serie Le Fidele "Ciselle" wirklich schön und gut verarbeitet. Ich finde auch, dass der Anbieter etwas zu teuer ist. Für mich ist deshalb entscheidend dass das Messer das im Internet angeboten wird von allen Seiten gezeigt wird, und es das Messer ist das angebildet wurde !
    [U]Neu entdeckt und sehr schöne Messer:[/U] Laguioles von Philippe Voissiére bei http://www.original-laguiole.de/inde...d=918&kebene=1 Sehr schön und aufwändig gearbeitete Laguioles bezüglich Verzierung und Beschalung im Preis von 150€ bis XX.

    Seit einiger Zeit treibe ich mein "Unwesen" auf dem 1..2..3..französischen Markt, wo u.a. auch die gefragten CALMELS Messer angeboten werden. Man kann dort noch so manch altes VERITABLES (echtes) Laguiole aus bekannten Schmieden Frankreichs (wie G.David etc.) bekommen, meist mit Hornbeschalung, was mir persönlich aber immer noch lieber ist, als die ganzen hochglänzenden Kopien aus Fernost.

    Fragen werde ich selbstverständlich und soweit ich diese beantworten kann, auch beantworten. Meine Erfahrungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und für manche mag es ein "alter Zopf" sein, aber gerade dann, würde ich mich über jeden konstruktiven Beitrag freuen.

    der laguiolefreak
    Geändert von laguiolefreak (09.05.10 um 12:16 Uhr)

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  3. #2
    Registrierter Teilnehmer Avatar von exilant
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    AW: Tips zum Kauf eines Laguiole Messers

    Das verstehe ich jetzt nicht. Kann man bei Forgedumoulin, also bei Dir, jetzt Messer kaufen oder nur angucken?

  4. #3
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    AW: Tips zum Kauf eines Laguiole Messers

    gut dem dinge!

    fahre mitte september in die auvergne,100km von
    thiers inne pampa.würde dann gerne mal nen tip für
    ne nich so bekannte aber gute kleine schmiede,kann
    ruhig abgelegen sein,bekommen.
    wer hat tipps auch für gute restaurants.

    gruss pfilipek

  5. #4
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    AW: Tips zum Kauf eines Laguiole Messers

    Zitat Zitat von exilant Beitrag anzeigen
    Das verstehe ich jetzt nicht. Kann man bei Forgedumoulin, also bei Dir, jetzt Messer kaufen oder nur angucken?
    Hi Ulrich,

    nein, bin kein Messerverkäufer - einfach mal reinschauen.

    Gruß

  6. #5
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    AW: Tips zum Kauf eines Laguiole Messers

    Zitat Zitat von laguiolefreak Beitrag anzeigen
    Ein Korkenzieher ist vielleicht noch ok im Zeitalter der Schraubverschlüsse aber einen Dorn zum Durchstechen des Magens eines Rindes bei Blähungen ??? (Gott sei Dank bin ich kein Rind, ein Underberg tut's auch).
    Hm, Blähungen bei pflanzenfressenden Säugetieren (Schafen, Pferden, Rindern, Meerschweinchen...) sind ein lebensbedrohlicher Notfall, die sofortiges Handeln erfordern, weil das Tier in Null-Komma-Nix zu Tode kommen wird. Das kommt dann vor, wenn die Tiere zu wenig Ballaststoffe in der Nahrung haben und das Grünzeug im Verdauungstrakt anfängt zu gären. Deswegen soll man ja auch beispielsweise Meerschweinchen nicht mit zu viel Salat füttern. Sie fressen es gerne und ohne Maß und verenden dann eines qualvollen Todes. Die einzige Maßnahme, die dann noch hilft, ist einen Entlastungsstich an die Stelle der meisten Luftansammlung anbringen (Klopftest= das hört sich "tympanisch" an; als ob man eine Pauke anschlägt oder gegen ein leeres Faß klopft).

    Da Du anscheinend Städter bist und mit pflanzenfressenden Säugern wenig Berührungspunkte hast, Manfred, wäre der denkbare Verwendungszweck für den Dorn beispielsweise in der Notfallmedizin beim Menschen im Falle eines Spannungs-Pneumothorax. Bei diesem lebensbedrohlichen medizinischen Notfall platzt eine größere Alveole der Lunge und Luft dringt durch diese Verletzung in den Pleuraspalt. Da nun aber keine Öffnung nach außen besteht und immer mehr Luft dazukommt, wird das funktionale Gewebe der Lunge durch diese verdrängt und der Betroffene kann nicht mehr einatmen. Die Folge: Tod durch Ersticken.

    Wenn Du aber jetzt Dein Laguiole MIT Dorn (!) dabeihast, bist Du fein 'raus, weil Du dem Betroffenen durch einen geschickten Stich durch das Rippenfell Entlastung verschaffst. Wenn Du jetzt noch einen Einmal-Gummihandschuh (Latexfrei) und eine großlumige Kanüle dabeihast, bist Du gleich nochmal so gut dran, weil Du damit ein sog. "Heimlich-Flatterventil" improvisieren kannst, bei dem die Luft zwar aus dem Thorax heraus, aber keine neue wieder dort Eindringen kann. Das ganze sollte selbstverständlich unter sterilen Kautelen stattfinden (Infektionsgefahr).

    Andere Verwendungsmöglichkeiten für den Dorn:

    • Fingernägel reinigen
    • Knoten lösen
    • Kondens-Milchdosen anpieken
    • Taue spleißen
    • den Namen der Geliebten in eine Bank ritzen
    • etc.pp.


    Kurz: der Dorn ist für manche ein unverzichtbares Utensil an einem "richtigen" Laguiole.

    Stefan

    SCNR

  7. #6
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    AW: Tips zum Kauf eines Laguiole Messers

    Zitat Zitat von pfilipek Beitrag anzeigen
    gut dem dinge!

    fahre mitte september in die auvergne,100km von
    thiers inne pampa.würde dann gerne mal nen tip für
    ne nich so bekannte aber gute kleine schmiede,kann
    ruhig abgelegen sein,bekommen.
    wer hat tipps auch für gute restaurants.

    gruss pfilipek
    Hi pfilipek,

    versuchs mal bei Herrn Wager (vorher aber besser anrufen).

    Coutellerie Forge du Moulin
    35 Grand Rue
    63460 Combronde
    Auvergne / France

    Er weiss Dir bestimmt ein "schnuckeliches" Restaurant und hat tolle Messer ! Gib mir bitte Gückantwort.

    Gruß
    laguiolefreak

  8. #7
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    AW: Tips zum Kauf eines Laguiole Messers

    Hallo!
    Fand Beitrag über Laguiole-Messer sehr interessant! Habe vor kuzem ein Le Fidele Damast mit Eichenholzschalen erworben. Bin mit Verarbeitung und Aussehen sehr zufrieden. Allerdings ist die Klingenschärfe nicht optimal. Vielleicht kann mir hier jemand Tipps zum Schärfen geben, bzw. welches Schärfmaterial ich verwenden soll. Damastzenerstahl ist ja nicht so einfach zu schärfen.
    M.f.G.
    actrostrucker1

  9. #8
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    Avatar von dirkb
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    AW: Tips zum Kauf eines Laguiole Messers

    Hallo actrostrucker1,

    es gibt in diesem Forum gefühlte 1000 Schärfanleitungen (guckst du hier: http://www.messerforum.net/forumdisplay.php?f=57).

    Auch die Suchfunktion leistet gute Dienste.

    Wenn dann noch spezielle Fragen offen sind, häng dich einfach an einen der vorhandenen Threads.

  10. #9
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    Laguiole en Aubrac, Brossé, Wacholder

    Hallo,
    hab heute mein sehnsüchtig erwartetes Laguiole en Aubrac, Brossé, Wacholder bekommen.

    Bin aber recht unzufrieden.
    Die Klingenlage ist so schief, das die Klingenspitze im geschlossenen Zustand das Mitres berührt.

    Nach mehrmaligen öffnen und schliessen hat auch der Aufkleber "Wacholder" schon die ersten Schleifspuren.

    Ist das Normal bei einem Laguiole das die Klinge nicht Mittig ist?

    Und, was kann ich tun?

    Tausend Dank im voraus

    ...Jürgen

  11. #10
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    AW: Tips zum Kauf eines Laguiole Messers

    Ich habe ebenfalls gestern ein Laguiole en Aubrac erhalten (das gleiche wie der Kollege über mir) und muste mit Enttäuschen feststellen das die angepriesene Qualität sehr zu wünschen übrig lies.
    -Die Klinge und der Schliff waren schief
    -Schleifdreck im Verriegelungsmechanismus
    -Die Backen waren schlecht geschliffen und unsymetrisch.
    -Das Holz hatte auch schon einige Macken
    -Die Pins waren ebenfalls unsauber

    Für 120 Euro hätte ich einiges mehr erwartet.
    Im Fachhandel (bekannter onlineshop)gekauft, dort sagte man mir dann nach dem Schriftverkehr
    "Ja, ich hab das Messer ja nicht gesehen" Toller Service

    Dabekommt man zum halben Preis bessere China Modelle.
    Das war mein erstes und letztes Laguiole und geht heute zurück.

  12. #11
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    AW: Tips zum Kauf eines Laguiole Messers

    Das war mein erstes und letztes Laguiole und geht heute zurück.
    Mach das...
    aber in 20 Jahren sprechen wir uns wieder, wenn dir der ewige China-Mist zum Hals raus hängt.


    Meine Überzeugung: Handgemachte Messer (und nicht nur die) sollt man nicht online kaufen.
    Mein gestern im Fachladen gekauftes Fontenille Pataud ist auf jeden Fall ohne jeden Tadel.

    Im Geschäft hat mir die freundliche Fachverkäuferin unaufgefordert mehrere Modelle in "meiner" Holzart zur Auswahl vorgelegt, um mir das mit dem "schönsten" Farbton und der interessantesten "Maserung" heraussuchen zu können.
    Es gab keinerlei Zeitdruck und ich konnte mir mein Traum-Messer raussuchen, an dem ich absolut nix zu mäkeln hatte.
    Klingengang butterweich, Klingenlage mittig, Klingenspiel perfekt, Fugen zwischen Holz und Metall mit blossem Auge nicht erkennbar... was will man (ich) mehr?

    Vielleicht ist ein Fachgeschäft ja doch eine ernst zu nehmende Alternative... wenn auch schwierig zu finden,
    denn Geiz mag zwar GEIL sein, aber in den seltensten Fällen sinnvoll

  13. #12
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    16 AW: Laguiole en Aubrac, Brossé, Wacholder

    Ist das Normal bei einem Laguiole das die Klinge nicht Mittig ist?



    Hallo,

    habe mir vor 10 Monaten ein Laguiole Aubrac mit Schlangenholzgriff bei einem Händler gekauft, leider bildeten nach kurzer Zeit feine Risse im Holz, habe es dann reklamiert und gegen ein Aubrac mit Wacholdergriff mit Guillochierung gegen Mehrpreis getauscht, konnte mir dabei aus mehreren Aubrac-Messern eins aussuchen - teilweise mit miserabler Verarbeitung, schief eingepasste Klingen bzw. gut sichtbare Lücken zwischen Holz und Metall usw., solche Qualitätsunterschiede dürften bei Messern dieser Preisklasse nicht sein.

    Habe mir ein Laguiole Fontenille Pataud mit Büffelhorngriff und
    Guillochierung übers Internet gekauft - ist sehr gut verarbeitet, aber die beiden oberen Backen sind gut sichtbar unterschiedlich lang, fast einen Millimeter, habe es dann reklamiert, aber der Ersatz sah genauso aus. Habe es dann behalten, schaue aber nicht mehr so kritisch drauf, mann gewöhnt sich ja an alles.

    Von der Verarbeitung am besten ist mein Forge de Laguiole mit Messingbacken und Wacholdergriff alles passt bestens, nichts was stört.

    Habe mir vor Jahren ein asiatisches Laguiole-Messer für 15 Euro auf einer Messe gekauft, das war kaum schlechter verarbeitet wie das ein oder andere Aubrac-Laguiole was ich bis jetzt in den Fingern hatte - finde ich schon sehr enttäuschend für Handarbeit aus Frankreich.

    Gruß, Dieter

  14. #13
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    AW: Tips zum Kauf eines Laguiole Messers

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    Nur was tun wenn man keinen Händler in der nähe hat?
    Wäre mir ebenfalls viel lieber wenn ich mir eines aus mehreren aussuchen könnte.

    Ich möchte mir ebenfalls ein:
    Laguiole en Aubrac mit Doppelplatine Wacholder,sowie ein
    Laguiole Fontenille Pataud Sportmesser kaufen und bin nun total verunsichert!

    Kennt einer einer zuverlässigen Online Händler der seine Ware vor dem Versand kontrolliert und eben nur einwandfreie Messer versendet?

    Habe im Netz mal auf der Page von "Brandners-Homestyle" sowie Wolfster.de gestöbert.

    Danke für euren Rat.

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