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Thema: Ulbrichtkugel erste Schritte

  1. #1
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    Ulbrichtkugel erste Schritte

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    So, nun habe ich mal einen Prototyp gebaut, sieht zwar eher aus wie eine Mozartkugel,
    soll aber eine Ulbrichtkugel sein.



    Der Aufbau ist relativ einfach, deshalb spare ich mir tiefer gehende Erläuterungen.
    (bei Bedarf bitte nachfragen)
    Durchmesser der Kugel ist 40 cm.



    Das Ganze ist innen und außen mit Dispersionsfarbe beschichtet.
    Da es mir trotz vier Farbschichten innen und drei außen nicht gelungen ist,
    die Kugel lichtdicht zu bekommen, habe ich das Ganze noch mit Alufolie umwickelt.
    Die Folie dient hauptsächlich dazu, daß kein Licht eindringen kann.
    Der Anteil an Licht der von der Taschenlampe nach außen gelangt,
    also nicht reflektiert wird, ist m.M.n.zu vernachlässigen.
    Test:
    An der hellsten Stelle einer Lampe, die auf 40 cm mit ca. 38 klx gemessen wurde,
    dringen noch ca. 15 lx durch die Kugel.


    Mit dem Abschatter habe ich lange herumprobiert, als günstigste Lösung hat sich ein geschlossenes Papprohr ergeben.



    Test 1: Lampe in der Öffnung kreisen lassen und die Abweichung messen.
    Ergebnis: Größte Abweichung 5,5 lx, entspr. 6,85% vom Mittelwert

    Test 2: LedLenser P14 jeweils auf Spot und Spill fokussiert gemessen.
    Ergebnis: Größte Abweichung 14,7 lx, entspr. 8,6 % vom Mittelwert.



    Als Messgerät dient ein Extech HD 400 Luxmeter mit Datenlogger Funktion.
    Sicher nicht das genauste Instrument, da es sich hier aber um ein Hobby handelt,
    muß ich die Sache auch im ökonomisch vertretbaren Rahmen halten.

    Mit diesem Aufbau habe ich nun mal ein paar Lampen gemessen:



    Daß die Ergebnisse dem ungefähren Lichtstrom [lumen] der Lampen entsprechen, scheint Zufall zu sein.
    Meine Zielsetzungen, Laufzeitdiagramme erstellen und meine Lampen vergleichen,
    sind somit erstmal halbwegs erreicht.
    Ev. werde ich das Verfahren, im Rahmen meiner Möglichkeiten, noch verfeinern.
    Deshalb bin ich auch weiterhin für Tips, Hinweise, Kritik und Diskussionen dankbar.

    Die ersten Laufzeittests sind in Arbeit, bei den vom mir besprochenen Lampen
    werde ich nach und nach die Tests ergänzen.

    Ciao
    Thomas
    Geändert von Tom_123 (28.07.09 um 22:47 Uhr) Grund: Fehler korrigiert, siehe unten

  2. # Anzeige
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  3. #2
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    AW: Ulbrichtkugel erste Schritte

    Thomas,

    das sieht schon viel besser aus als meine Kiste.
    Ich muss wohl endlich mal mit meiner Kugel loslegen.
    Auf eine Beschichtung auf der Innenseite werde ich verzichten.
    40cm ist mir aber schon zu groß, 30cm müssen reichen.

    Prüf doch bitte mal deine Berchnung des Verhältnisses der Öffnungsflächen zur Kugelinnenfläche.
    Das sieht mir nach viel weniger als 8,6% aus.

    Stefan

  4. #3
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    AW: Ulbrichtkugel erste Schritte

    Danke für den Kommentar Stefan,

    ich sag's mal so, bei den Messfehlern, die sich bei einem solchem Aufbau anhäufen,
    kann man die Diskussion 30 cm vs. 40 cm sicher vernachlässigen.
    Auf eine Beschichtung würde ich allerdings nicht verzichten,
    da diese Styroporkugeln doch sehr lichtdurchlässig sind.

    Mit der Berechnung hast Du recht, ich werde wohl alt..seufz.
    Ich werd's korrigieren.

    Ciao
    Thomas

  5. #4
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    AW: Ulbrichtkugel erste Schritte

    Thomas,
    bevor ich meine 30cm Kugel gekauft habe hatte ich nur überschlagsmäßig berechnet, dass ich damit unter 5% Öffnungsfläche bleiben kann.
    Nur deshalb ist mir dein Wert sofort als zu hoch aufgefallen.
    Was den Platzbedarf angeht ist der Unterschied zwischen 30cm Durchmesser und 40 cm schon recht heftig - ich muss da schon Kompromisse eingehen.

    Dass eine Lichtdichte Beschichtung/Verpackung auf der Aussenseite notwenig ist habe ich auch schon festgestellt.
    Alufolie aussen um die Kugel schein auch mir die einfachste Lösung zu sein.
    Aber bringt wiesse Dispersionsfarbe auf der Innenseite einen Vorteil gegenüber unbeschichtetem sauberem weissem Styropor?

    Stefan

  6. #5
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    AW: Ulbrichtkugel erste Schritte

    Hallo,

    nur mal eine Idee ins Unreine:

    Wie wäre es mit Alufolie auf der Innenseite der Kugel, dann verlässt garantiert kein Licht die Mozartkugel...

    Die übliche Haushalts-Alufolie hat eine matte und eine glänzende Schicht.

    Ich würde die glänzende Schicht nach innen nehmen und irgendwie diffus machen.
    Vielleicht mit einem Scotch-Brite anpressen, ohne zu reiben...


    Keine Ahnung, ob das was bringt...



    Heinz
    ?Weniger ist Mehr?

    Fachbegriff oder Abkürzung unbekannt ? Hier gibt es Hilfe !

  7. #6
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    AW: Ulbrichtkugel erste Schritte

    Hallo Heinz,

    Keine Ahnung, ob das was bringt...
    nein- bringt (außer vielen Nachteilen...) nichts.

    Natürlich sollte der Transmissionsgrad der Kugelwandung für sichtbares Licht möglichst gering sein.
    Der Transmissionsgrad sollte aber zu Gunsten des Reflektionsgrades klein sein- nicht zu Gunsten des Emissions-/Absortionsgrades.

    dann verlässt garantiert kein Licht die Mozartkugel...
    Aus den oben genannten Gründen ist die Tatsache daß der Transmissionsgrad der Wandung quasi Null ist kein Kriterium für die Qualität der Oberflächenbehandlung, bzw. Konstruktion der Ullbrichtkugel.


    Die perfekte Beschichtung der Innenseite einer Ullbrichtkugel weist folgende Eigenschaften auf:

    1) Die Strahlung wird im entsprechenden Wellenlängenintervall vollständig reflektiert. (Reflektionsgrad = 1; Absorptionsgrad = 0)
    2) die Strahlung wird extrem diffus reflektiert.

    ad 1) Eine mit einer ~10nm dicken Al2O3-Passivierungsschicht überzogene matte (Küchen-)Aluminiumfolie wird im sichtbaren Bereich einen Reflektionsgrad von rund 85% haben. Das können andere simpel zu fertigende Oberflächen deutlich besser.

    ad 2) Die Strahlung wird trotz der leichten Mattierung nicht wirklich extrem diffus reflektiert. Das können andere simpel zu fertigende Oberflächen deutlich besser.


    Investigator

  8. #7
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    AW: Ulbrichtkugel erste Schritte

    Aber bringt wiesse Dispersionsfarbe auf der Innenseite einen Vorteil gegenüber unbeschichtetem sauberem weissem Styropor?
    Ich denke schon.
    Zumindest meine Kugel ist nicht homogen, sondern wurden offenbar
    aus Styroporkugeln in einer Form zusammengepresst.
    Das kann man deutlich sehen wenn man sie gegen das Licht hält.
    Mit dem Anstrich erreicht man m.M.n. eine gleichmäßigere Reflektion.
    Ob das zu messbar besserer Präzision führt, kann ich nicht sagen.
    Ich dachte mir einfach sicher ist sicher.

    Ein weiterer Vorteil: Wenn die Kugel mit der Zeit verschmutzt,
    streicht man einfach nochmal drüber.
    Fängt man dann erst mit dem Streichen an, sind ev. die Meßwerte
    nicht mehr mit der "blanken" Kugel vergleichbar.

    Wie wäre es mit Alufolie auf der Innenseite der Kugel,..
    Ich denke auch eher nicht.
    Zusätzlich zu dem, was Investigtor bereits gesagt hat erscheint mir
    das knitterfreie Aufbringen von Alufolie auf eine Kugelfläche fast unmöglich.
    Man wird zahlreiche Falten, Stöße, usw. bekommen, die dann das einfallende Licht
    "zufällig gerichtet" reflektieren.
    Und es macht zudem wessentlich mehr Arbeit als mal kurz ein paar Anstriche Farbe aufzubringen.

    Ciao
    Thomas

  9. #8
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    AW: Ulbrichtkugel erste Schritte

    Nur mal so ein Gedanke und höflich als Frage formuliert:

    Ist denn die Konstruktion eine Ullbrichtkugel nicht von vornherein ziemlich "suboptimal", wenn man eine nennenswerte Tranmission mit Alufolie kaschieren muss?

    Die Frage kommt auf den ersten Blick überheblich und destruktiv rüber. Kann aber durchaus zu fruchtbarem "brainstorming" beitragen...

  10. #9
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    AW: Ulbrichtkugel erste Schritte

    Ist denn die Konstruktion eine Ullbrichtkugel nicht von vornherein ziemlich "suboptimal", wenn man eine nennenswerte Tranmission mit Alufolie kaschieren muss?
    Kommt keineswegs überheblich rüber, ich bin für jede Anregung dankbar.

    Wie bereits oben ausgeführt:
    Die Transmision von innen nach außen liegt im Promille-Bereich
    und kann m.M.n. zu vernachlässigt werden.(siehe Test oben)

    Worauf es mir ankam war eine Trasmision von außen nach innen zu verhindern,
    Sodaß Verfälschungen bei Messungen in unterschiedlichen Lichverhältnissen
    möglichst gering gehalten werden.
    (z.B. beim Ausschalten der Raumbeleuchtung während der Messung)
    Da wir es außen mit erheblich größeren Lichströmen zu tun haben,
    (z.B. Tageslicht) wollte ich sicher gehen.

    Prinzipiell hast Du natürlich recht, es gibt sicher bessere Materialien
    für einen solchen Aufbau.
    Ich bin hier auch schon am Nachdenken.

  11. #10
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    AW: Ulbrichtkugel erste Schritte

    Das Verhältnis von Reflexion/Absorption/Transmission sollte ja an einer Kugel immer gleich sein, sodass dieser Fehler zu vernachlässigen ist, besonders wenn man nur die Ergebnisse an einer Kugel vergleicht. Fremdlicht von aussen durch eine äußere Schicht zu blocken, sehe ich als konstruktiv einfache Lösung ... ob nun Alufolie oder eine hinreichend dicke Farbschicht. Wichtiger als der "Lichtverlust" durch Transmission ist doch die Reflexionscharakteristik der inneren Oberfläche, weniger hinsichtlich hohen Reflexiongrad, als vielmehr einer ideal diffusen Strahlung. In einer "richtigen" Ulbrichtkugel wird ja auch nur relativ zu einer Referenzlichtquelle gemessen, deren Werte genau genug bekannt sind.

    Vielleicht sollte man mal die wichtigsten Anforderungspunkte aus praktischer Sicht zusammentragen:

    1. möglichst geringer Einfluss der Beamcharakteristik auf die Messwerte
    2. möglichst geringer Einfluss von Ausrichtungsfehlern der zu testenden Lampe
    3. möglichst geringer Einfluss der Umgebung (Licht, Temperatur, ...)
    4. möglichst geringer Einfluss der Lichteigenschaften (spektrale Verteilung, ....)
    5. Reproduzierbarkeit der Ergebnisse, aber das ist ja immer wichtig.
    6. bei überschaubaren Budget die Punkte 1-5 möglichst gut unter einen Hut zu bringen .

    1. und 2. hängen in erster Linie von der (über die Oberfläche konstanten) Güte der diffusen Reflexion ab, nicht von einem möglicht hohen Reflektionsgrad. Punkt 3. Umgebungslicht lässt sich durch eine aussenliegende Schicht aus Folie oder Farbe eliminieren und 4. ist eine Frage der Messtechnik, die zugunsten des Budgets wohl vernachlässigt werden muss ...

  12. #11
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    AW: Ulbrichtkugel erste Schritte

    Hallo,

    idealerweise soll die Leuchtdichte jedes Punktes der Innenseite der Ullbrichtkugel gleich sein- unabhängig von der Charakteristik der Lichtquelle.

    Eine gleichmäßige Leuchtdichte ergiebt sich aus möglichst hohem Reflektionsgrad und möglichst diffuser Reflektion!
    Ein hoher Reflektionsgrad stellt sicher, daß Lichtstrahlen auch durch mehrmalige Reflektion nicht zu viel Energie verlieren.
    Insofern ist ein hoher Reflektionsgrad eine Grundvoraussetzung für eine gleichmäßige Lichtverteilung.

    Fremdlicht von aussen durch eine äußere Schicht zu blocken, sehe ich als konstruktiv einfache Lösung ...
    Fremdlicht von außen bedeutet: die Reflektor-Beschichtung der Kugel weist eine nennenswerte Transmission auf und ist aus diesem Grunde ungeeignet für die Konstruktion einer Ulbrichtkugel.

    Eine durchdachte Beschichtung der Innenflächen mit maximalem Reflektionsgrad macht eine Kaschierung der Außenfläche komplett überflüssig.
    Die vermeintliche Sinnhaftigkeit einer äußeren Kaschierung ist ein klares Indiz für eine "suboptimale" Innenbeschichtung.


    Investigator

  13. #12
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    AW: Ulbrichtkugel erste Schritte

    Zitat Zitat von Investigator Beitrag anzeigen
    [...]
    Ein hoher Reflektionsgrad stellt sicher, daß Lichtstrahlen auch durch mehrmalige Reflektion nicht zu viel Energie verlieren.
    [...]
    Ok, stimmt natürlich ... den Punkt hatte ich bei meinem Gedankengang etwas vernachlässigt.

    Aber praktisch sind wir noch nicht weiter ... was ist denn dann die geeignete Wahl der Innenbeschichtung (aus Sicht des Hobbybastlers)? Weisse Dispersionfarbe wird ja aufgrund ihrer guten diffusen Abstrahlungscharakteristik empfohlen, aber wenn mehrere Lagen anscheinend nicht helfen ... was dann

  14. #13
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    AW: Ulbrichtkugel erste Schritte

    Hallo Rantaplan,

    die kugel die Thomas hier vorgestellt hat ist mit das beste, was mir im Internet bisher über den Weg gelaufen ist.

    Aber praktisch sind wir noch nicht weiter ...
    Es ist aber vermutlich so, daß es einige Bastler gibt, die ebenfalls über das Thema nachgedacht haben/nachdenken und an Ulbrichtkugeln basteln.

    Und da wir alle ein wenig eitel sind ist es wahrscheinlich, daß nicht jeder alles sagt, was ihm zum Thema einfällt ;-)

    Oder man könnte es auch positiv ausdrücken: Wenn sich z.B. meine Beschichtung in der Praxis bewährt hat, werde ich hier verifizierte Tips geben können. Das ist besser, als "Theorien" mitteilen.
    Ich habe keine Ahnung ob es Leute gibt, die hier schon praxisbewährte Verfahren Jenseits von Dispersionsfarbe (sicher nicht die schlechteste Idee) zum Besten geben können.

    Dieser thread wird noch ein paar Wochen laufen u. reifen denke ich.
    Wir sollten als ein Volk von Tüftlern u. gut ausgebildeten Handwerkern locker schlagen können, was bisher so in einschlägigen us-amerikanischen Foren aufgetaucht ist!

    Investigator

  15. #14
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    AW: Ulbrichtkugel erste Schritte

    Lichtdicht sollte die Kugel schon sein.
    Die sonstigen Fehler sind wohl nicht so entscheidend, vorausgesetzt, sie haben bei verschiedenen Messobjekten gleiche Größe und Richtung.

    Interessanter scheint mir die Herstellung einer Referenzlichtquelle zu sein, mit der dann die Grundjustage des Gesamtaufbaus erfolgt.

    Led-tech.de benutzt benutzt offensichtlich eine Ulbrichtkugel zur Kontrolle der gelieferten Leds.
    Der Bezug einer individuell vermessenen Led ist laut Aussage eines Mitarbeiters möglich.

    Zu Vermeidung von thermischen Einflüssen beträgt die Messdauer nur einige Millisekunden.
    Erforderlich wären somit zusätzlich eine genaue Konstantstromquelle, ein elektronischer Kurzzeitschalter und ausreichend schnelle Mess- und Aufzeichnungsmöglichkeiten.

  16. #15
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    AW: Ulbrichtkugel erste Schritte

    Hallo,

    Zu Vermeidung von thermischen Einflüssen beträgt die Messdauer nur einige Millisekunden.
    uns interesiert ja eigentlich mehr, was Taschenlampen in der Praxis bringen. Und da muss die thermische Komponente wirksam sein.

    Einzelne LED ohne Kühlkörper können eben nur kurz gepulst werden.
    Das ist schlicht eine technische Notwendigkeit, weil sonst die LED hopps gehen würden.

    Wir messen mit Kühlkörpern versehene LED, deren Wärmeenergie mehr oder weniger effizient abgeführt wird und können uns die Milisekunden sparen.

    Investigator

  17. #16
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    AW: Ulbrichtkugel erste Schritte

    Zitat Zitat von Investigator Beitrag anzeigen
    uns interesiert ja eigentlich mehr, was Taschenlampen in der Praxis bringen. Und da muss die thermische Komponente wirksam sein.
    "Vermeidung von thermischen Einflüssen" bezog sich auf die Referenzlichtquelle, nicht auf die nachfolgenden Messungen an Taschenlampen.

  18. #17
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    AW: Ulbrichtkugel erste Schritte

    Hallo,

    wenns unbedingt ne Referenz braucht, die man thermisch bestens entkoppeln kann, warum dann nicht mit einem 532nm-Laser?

    Beispiel: 5mW 532nm-Laser; 683/1000*5 = 3,4 Candela / 12,566 sr = 0,271765lm


    Investigator

  19. #18
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    AW: Ulbrichtkugel erste Schritte

    Zitat Zitat von Investigator Beitrag anzeigen
    wenns unbedingt ne Referenz braucht...

    Ohne Referenzlichtquelle keine verläßlichen Lumenmessungen an Taschenlampen.

  20. #19
    Registrierter Teilnehmer
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    Zitat Zitat von Rantanplan Beitrag anzeigen
    ... was ist denn dann die geeignete Wahl der Innenbeschichtung (aus Sicht des Hobbybastlers)? Weisse Dispersionfarbe wird ja aufgrund ihrer guten diffusen Abstrahlungscharakteristik empfohlen, aber wenn mehrere Lagen anscheinend nicht helfen ... was dann
    Hallo,

    nur ein bißchen Brainstorming:
    Zur Steigerung der Reflektion könnte man noch einen guten Löffel voll extra Titandioxid in die Farbe mischen. Ein besseres Pigment wird man für diesen Zweck kaum finden.

    Latexfarbe wäre auch einen Versuch wert, um die Sache von innen lichtdicht zu machen; evtl. Latexfarbe mit dem gesunden Extra an Titandioxid

    Muß man alles nicht gleich an der Kugel ausprobieren - Blatt Papier reicht zum testen.

    Viele Grüße
    Winston

    Achja: Eine Teilchengröße von etwa 500 Nanometern dürfte optimal sein, falls verschiedene Sorten von Titandioxid angeboten werden.

  21. #20
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied Avatar von grinsekatz
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    AW: Ulbrichtkugel erste Schritte

    Hallo,

    wie wäre es, wenn man die erste Farbschicht einfach Schwarz oder Dunkelgrau streicht? ich gehe stark davon aus, daß es dann auf jeden Fall lichtdicht ist. Anschließend trägt man halt mehrere Schichten Weiß auf.

    Viele Grüße
    Alex

  22. #21
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    AW: Ulbrichtkugel erste Schritte

    @ Energie

    Ohne Referenzlichtquelle keine verläßlichen Lumenmessungen an Taschenlampen.
    die haben wir doch nun mit dem 5mW 532nm-Laser und den 0,271765lm...


    @ Alex

    "lichtdicht" ist das aller geringste Problem

  23. #22
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    AW: Ulbrichtkugel erste Schritte

    Zur Beschichtung:
    Übliche Beschichtungen für UKs nach Wikipedia sind Bariumsulfat (Barytfarbe) oder Spectralon.
    Laut Winston ist auch Titandioxid (als Pigment-Beimischung) geeignet.

    Der hier scheint mit dem Thema sehr gut vertraut zu sein und verwendet auch Alpinaweiß.

    Zitat:
    Nachdem mehrere, vergebliche, Versuche Farben mit Magnesiumoxid oder Barytweiß zu erhalten am Ende von einem UK-Hersteller
    sinngemäß mit ,,Wenn Sie nicht kalibrieren wollen, dann reicht 'ne Dispersionsfarbe.
    ...Wir beschichten nicht selber, da die Farbe nur schwer homogen aufzubringen ist; wir haben da unser Lehrgeld bezahlt...``
    ergab, wird als Innenanstrich eine normale Dispersionsfarbe (Alpina Universalweiß) verwendet.
    Das heißt für mich, neben der Wahl der Farbe ist auch das Beschichtungsverfahren
    und der Untergrund für eine Optimierung wichtig.
    Selbst wenn es gelingt z.B. Spectralon aufzutreiben, mach es wohl wenig
    Sinn das Zeug mit einen Pinsel auf eine Styroporkugel zu streichen.

    Trotzdem werde ich Winston’s Vorschlag ev. mal ausprobieren, wenn es mir gelingt
    Baryt- oder Titandioxidpigment aufzutreiben.

    Eine Möglichkeit zur Optimierung sehe ich eher darin, ein homogeneres und glatteres
    Material als Styropor zu verwenden und dann nach sorgfältiger Oberflächenvorbereitung
    die Beschichtung (Dispersionsfarbe mit oder ohne Zusatzpigment) im Spritzverfahren aufbringen zu lassen.

    Zum Einfluss der Beamcharakteristik und Ausrichtung:
    Hier ist meine größte Baustelle.
    Habe heute mal meine Epsilon mit und ohne Lampenkopf gemessen
    und komme auf Werte von 500 lx und 640 lx.
    Also eine Abweichung von ca. 28%.
    Das ist bei diesen Extremen m.M.n. nicht schlecht,
    bietet aber sicher noch Raum für Verbesserungen durch bessere Abschatter ö.ä.

    Zur Kalibrierung
    Ich will keine absoluten Werte messen, weil es eigentlich keinen Sinn macht.
    Selbst wenn ich die Aussage, "Lampe X hat 195 lumen +/- 20 lumen"treffen könnte,
    durch Abweichung bei der Produktion bei nur einem gemessenen Exemplar und all den anderen möglichen Abweichungen
    von verwendeter Batterie bis zur individuellen Wahrnehmung
    kann damit ein Anderer eh nur bedingt etwas anfangen.

    Falls es jedoch um Vergleichbarkeit innerhalb des Forums geht, könnte man sich eine
    Referenzlampe schaffen und die an alle Interessenten reihum verschicken?
    Z.B. ein P60 Drop-In mit konstanter Spannungsquelle?

    Ciao
    Thomas

  24. #23
    Registrierter Teilnehmer
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    1

    AW: Ulbrichtkugel erste Schritte

    Hey Leute,

    Sorry, dass ich so einen alten Thread auskrame, aber bin über die google Suche auf die Seite hier gestoßen und folglich auch auf den Beitrag.
    Ich muss vorab sagen, dass ich wenig Ahnung von dieser Materie habe. Ich studiere Biologie und Chemie auf Gymnasiallehramt und schreibe meine Zulassungsarbeit. Was mich interessieren würde, wäre die Wirkung von Nanopartikeln in Sonnencremes zu messen, also in welchem Wellenlängenbereich diese reflektieren. Mit unserem Fotometer an der Uni ist dies nicht möglich, da nur die Transmission gemessen werden kann. Deshalb bin ich nun auf die Ulbrichtkugel gestoßen und hoffe ihr könnt mir helfen. Wäre dies mit der Ulbrichtkugel möglich zu messen? Wenn ja, ihr habt ja bereits selbst welche gebaut. Wie war da der Kostenaufwand? Habt ihr Tipps?

    Danke euch vorab auf alle Fälle!

  25. #24
    Registrierter Teilnehmer MF-Lampentester
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    AW: Ulbrichtkugel erste Schritte

    Hallo,
    ich glaube kaum, dass du das mit Haushaltsmitteln in dem Maße realisieren kannst, wie du es für eine seriöse Arbeit brauchst. Zum einen müsstest du die Kugel wahrscheinlich mit frischer Haut ( ) beziehen, um einen realen "Untergrund" zu haben. Zum anderen hast du mit Rückreflexionen in der Kugel zu kämpfen, die beim Sonnenbadenden Menschen nicht auftreten. Außerdem möchtest du ja die Wirkung im nahen bis tiefen UV Bereich untersuchen. Da brauchts auch geeignete Messtechnik dazu. Ein normales Luxmeter reicht da auf jeden Fall nicht. Die messsen nur im VIS Bereich.

    Aber dennoch schön, dass du den Weg in dieses Forum gefunden hast!

  26. #25
    Moderator Spyderco Forum MF-Mitglied
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    Avatar von Peter1960
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    AW: Ulbrichtkugel erste Schritte

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    Zitat Zitat von Artemis90 Beitrag anzeigen
    Was mich interessieren würde, wäre die Wirkung von Nanopartikeln in Sonnencremes zu messen, also in welchem Wellenlängenbereich diese reflektieren. [...] Wäre dies mit der Ulbrichtkugel möglich zu messen?
    Und mit der einen Antwort, die du erhalten hast, lassen wir es bewenden, denn dies ist das Messerforum, Unterabteilung Taschenlampen. Mann kann manches thematisch dehnen, aber Nanopartikel in Sonnencremes sind soweit von weit weg vom Thema, dass es einfach das falsche Forum für dich ist
    Peter - Spydiewiki.com
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