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Thema: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

  1. #61
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    AW: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

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    Zitat Zitat von knifemaniac Beitrag anzeigen

    Wenn mein Klo verstopft ist, schreib ich auch keinen Beitrag im Villeroy & Boch Forum.

    Gruß
    Doch,doch! Da würde ich schreiben. Insbesondere, wenn es an der Konstruktion liegt!!
    (zu rauhe Innenwände, zu kleiner Rohr-Querschnitt)
    Bei unzweckmäßigem Gebrauch (zu dicke Häufchen etc. analog zum Mißbrauch als Wurfmesser etc.) sollte man sich das lieber nochmal überlegen. Aber sonst?!

    Ich vergleiche Villeroy & Boch mal mit Fontenille Pataud Laguiole....
    Bei diesen Preisen kann man ruhig kritischer sein.

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  3. #62
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    AW: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

    Zitat Zitat von derPeter Beitrag anzeigen
    Doch,doch! Da würde ich schreiben. Insbesondere, wenn es an der Konstruktion liegt!!
    (zu rauhe Innenwände, zu kleiner Rohr-Querschnitt)
    Bei unzweckmäßigem Gebrauch (zu dicke Häufchen etc. analog zum Mißbrauch als Wurfmesser etc.) sollte man sich das lieber nochmal überlegen. Aber sonst?!

    Ich vergleiche Villeroy & Boch mal mit Fontenille Pataud Laguiole....
    Bei diesen Preisen kann man ruhig kritischer sein.
    Danke für diesen Einwurf, das hat mich spontan zum Schmunzeln gebracht. Dein Vergleich Wurfmesser/Häufchen ist stimmig.

    Aber da stellt sich die Frage: Zum Pümpel greifen oder den Außendienstler antraben lassen ?

    lachende Grüße

  4. #63
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    AW: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

    Zitat Zitat von Lenipo Beitrag anzeigen
    @olli16 ...ein neues OPINEL? , "out of the box" und unbrauchbar?
    kann ich mir nicht vorstellen!
    grüße
    Lenipo
    Ja, aber, dass ließ sich sehr schnell mit einfache Mitteln beheben.

    Nix gegen Opinel. Ich habe gerade eins (Nr. 12, rostafrei) an meine Nichte als "Küchenklappmesser" verschenkt.

    Gruß
    Olli

  5. #64
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    AW: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

    Zitat Zitat von derPeter Beitrag anzeigen
    Doch,doch! Da würde ich schreiben. Insbesondere, wenn es an der Konstruktion liegt!!
    (zu rauhe Innenwände, zu kleiner Rohr-Querschnitt)
    Bei unzweckmäßigem Gebrauch (zu dicke Häufchen etc. analog zum Mißbrauch als Wurfmesser etc.) sollte man sich das lieber nochmal überlegen. Aber sonst?!
    Da fällt mir nur noch Eines ein! KLICK

  6. #65
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    AW: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

    Zitat Zitat von torel Beitrag anzeigen
    Wie wäre es mit ein paar Erklärungsversuchen statt Frustrationsäußerungen? Ist doch viel interessanter.
    Stimmt, daher möchte ich hier als positives Beispiel die Firma OLBERTZ ins Spiel bringen:

    http://www.messerforum.net/showthrea...hlight=olbertz
    http://www.messerforum.net/showthrea...hlight=olbertz

    Ich besitze selbst ein paar Olbertz-Messer; alle gut verarbeitet, Klingen die auch schneiden, weicher Klingengang, saubere Verrundungen ohne scharfe Kanten oder Grate, mit dem gewissen Charme eines handgemachten Messers - und das keineswegs zu Mondpreisen!

    Bei OLBERTZ hat man wohl die Zeichen der Zeit erkannt - mittlerweile gibt´s sogar einen Onlineshop.

    Gute Produkte, guter Service, zufriedene Kunden - das erklärt vieles!
    Wenn das überall so wäre gäb´s diesen Thread nicht.

    Rastenkratzer

  7. #66
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    AW: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

    Zitat Zitat von olli16 Beitrag anzeigen
    Die Qualitätskontrolle sollte beim Hersteller erfolgen und nicht beim Kunden.
    Moin,

    ich erlaube mir mal (ausnahmsweise) mich selbst zu zitieren.

    Ich gaube, diesen Satz kann man so "stehen lassen".

    Ok, ich kaufe auch Messer von Böker Arbolito,
    Opinel, Puma IP, Nieto, usw. Und bin bereit, mit "kleineren Verarbeitungsmängeln" zu leben. Es sind halt nur "Werkzeuge", zum Gebrauch bestimmt. Aber, es gibt Grenzen.....(siehe Zitat).

    Gruß
    Olli
    Geändert von chamenos (28.07.16 um 00:40 Uhr)

  8. #67
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    AW: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

    Zitat Zitat von Rastenkratzer Beitrag anzeigen
    Stimmt, daher möchte ich hier als positives Beispiel die Firma OLBERTZ ins Spiel bringen...
    Stimmt, da hatte ich mir auch einen Sodbuster bestellt:

    Ordentliches seitliches Klingenspiel, das ich selber durch Stauchen des Niets in den Griff gekriegt habe, und die Backlockfeder steht im geöffneten Zustand vorne einen guten mm zu weit im Griff, während sie hinten um das selbe Maß herausschaut. Und dabei hatte ich bei der Bestellung doch darum gebeten, bitte ein Exemplar ohne Klingenspiel und deutliche Mängel zu schicken.

    Naja, sonst ein schönes Messer, wirklich. Aber diese schlecht eingepasste Backlockfeder und die fehlende Reaktion auf meine Bemerkung bei der Bestellung finde ich nicht so toll.



    Nur ein Beispiel.

  9. #68
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    AW: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

    Zitat Zitat von Morales Beitrag anzeigen
    Was soll denn genau erklärt werden? Wenn man die Geschichten erklären könnte, bräuchte man ja sich ja nicht fragen, wie das Ganze passieren kann.
    Verstehe ich das richtig, dass du dir die beschriebenen Mängel nicht erklären kannst?

    Zitat Zitat von Morales Beitrag anzeigen

    Woher stammt deine Erkenntnis, dass der Ruf aller Hersteller geschädigt wird? Wir reden hier von einem Thread, zwar im MF, aber es ist nur ein Thread.
    Ein "offener Brief", also eine Äußerung, die sich explizit an die Öffentlichkeit wendet, in einem Forum, das doch größere Besucherzahlen hat, was das Thema Messer angeht (das hoffe ich doch zumindest). Also dieser offene Brief, der sich an die "Solinger Messerhersteller" wendet, also alle Messerhersteller in Solingen und dann zig Mängel aufzählt, worin fröhlich mit den verschiedensten bunt zusammengewürfelten Erfahrungen eingestimmt wird...ist nicht geeignet, den Ruf aller Solinger Hersteller zu schädigen? Kopfschüttel...

    Den Untergang Solingens wird ein thread im Messerforum nicht bedeuten, aber ein gewisse Öffentlichkeit und Wirkung haben wir schon.

    Zitat Zitat von Morales Beitrag anzeigen

    Und das Aufrechnen gäbe keine Überraschung, definitiv nicht. Krawulle hat einen Brief geschrieben, dem mehrere Mitglieder zustimmen. Warum sollten sie das tun, wenn es keinerlei Grundlage gäbe?
    Nichts für ungut, aber dieses "Solange keine genauen umfassenden Zahlen vorliegen, stimmt alles nicht" ist ein wenig peinlich.
    Ähm, ich habe nie behauptet, dass es die schlechten Erfahrungen nicht gibt und dass das alles nicht stimmt. Man muss sich aber die Frage stellen, ob die schlechten Erfahrungen tatsächlich in größerem Ausmaß auftreten als bei anderen Herstellern. Ob das Verhältnis zwischen schlechten Erfahrungen und positiven Erfahrungen tatsächlich ein krasses Missverhältnis ist. Was bedeuten 30 negative Erfahrungen, so ärgerlich sie sind, wenn es gleichzeitig 30000 positive gibt. Ja, 30 zuviel. Die negativen Erfahrungen sollen deshalb auch konkret im Forum dargestellt werden, mit Hersteller, mit Beschreibung der Mängel mit allem Drum und Dran.

    Wenn man aber allgemeine Schlussfolgerungen daraus ziehen will, al la "die Solinger Hersteller" muss man, um nicht auf Stammtischniveau zu bleiben, seine Meinung fundierter (Vergleiche mit anderen Herstellern ziehen, positive und negative Erfahrungen ins Verhältnis setzen uam.) vortragen. Wer derart pauschale Behauptungen aufstellt, steht auch in einer gewissen Pflicht ein bisschen Butter bei die Fische zu geben (am besten mit peinlich genauen Zahlen).

    Zitat Zitat von Morales Beitrag anzeigen
    und der Gegenseite unterstellen, sie würde alle Hersteller über einen Kamm scheren.
    Seufz, ich unterstelle hier nichts. Sondern verweise auf den "Offenen Brief" von Krawulle, der sich an die "Solinger Hersteller" richtet und in keinster Weise differenziert. Das ist Über-den-Kamm-Scheren in Reinkultur. Oder woran erkenne ich, dass die Firma Burgvogel nicht gemeint ist? Oder ist sie gemeint? Da sie ein Solinger Hersteller ist, ist sie wohl gemeint...Ich weiß nicht, ob Burgvogel das verdient hat. Dieser thread ist nicht geeignet, das herauszufinden. Aber zumindest ist Burgvogel jetzt wachgerüttelt. Danke Krawulle.
    Geändert von torel (19.06.09 um 23:52 Uhr)

  10. #69
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    AW: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

    Ich glaube, die gemeinten "Solinger" wissen schon genau was sie ausliefern und sie haben diesen Weg gewählt weil sie ihn für den einzig Gangbaren halten, um zu überleben. Vermutlich würden sie auch viel lieber bessere Qualität herstellen, aber den Preis dafür gibt der Markt wohl nicht her.

    Den Normaluser interessieren Dinge wie Spaltmaße. Macken im Anschliff, Griffholzauswahl und Finish doch überhaupt nicht, solange das Gerät seinen Dienst verrichtet. Denn Eines muss ich ihnen lassen, der Solinger Dünnschliff ist durch nichts zu ersetzen.

    Vielleicht muss ich mich auch einfach nur damit abfinden, dass "Solinger Messer" nicht für die Vitrine gemacht werden, sondern zum Benutzen. Tja, schade drum.



    Andreas

  11. #70
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    AW: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

    Zitat Zitat von Goldfinger Beitrag anzeigen
    Den Normaluser interessieren Dinge wie Spaltmaße. Macken im Anschliff, Griffholzauswahl und Finish doch überhaupt nicht, solange das Gerät seinen Dienst verrichtet. Denn Eines muss ich ihnen lassen, der Solinger Dünnschliff ist durch nichts zu ersetzen.
    Genau. So ist es.
    Der Handwerker, der ein von der Firma gestelltes Otter-Messer (als Beispiel) nutzt, wird sich in den seltensten Fällen Gedanken über die Feingängigkeit der Klingenachse oder über die Maserung des Holzes machen. Es ist einfach ein Werkzeug ohne es als Kunstgegenstand und handwerkliche Spitzenleistung zu betrachten.
    Wie schon weiter oben angesprochen wurde, die Ansprüche diverser Messersammler im Forum haben nichts mit dem Normalbürger zu tun, dem Klingenausbrüche im µm Bereich, leichte Fertigungsinkongruenzen oder minimales Klingenspiel weder auffallen würden geschweige denn ihn besonders interessieren würden.

    Viele der hier anwesenden fertigen tollste Sammlermesser in reiner Handarbeit, mit Liebe fürs Detail wird da angepasst, bis der Übergang µm-genau passt.
    Ich finde diesen Hang zur Perfektion toll und erstrebenswert.
    Wenn man sich allerdings die Arbeitszeit anschaut, die dafür aufgewendet werden muss, kann man von einem 10-15 € Messer nicht mehr als ein paar Minuten grobes Richten beim Montieren erwarten.

    Gruß
    Geändert von knifemaniac (20.06.09 um 08:46 Uhr)

  12. #71
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    AW: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

    Um die Billigmesser geht´s doch gar nicht in erster Linie, sondern um Skurrilitäten wie beispielsweise den PUMA-Skinner aus Beitrag #15.

    Daß ein 10,-EUR Messer nicht perfekt sein kann und muß ist denke ich klar - funktionieren muß es.
    Von einem höherpreisigen Messer erwartet der Kunde aber dann auch eine entsprechende Qualität, vor allem wenn´s in die Kategorie "Sammlermesser" fällt.

    Kein Kunde erwartet bei einem Billig-Auto die gleiche Verarbeitungsqualität wie bei einem Premiumprodukt. Er darf aber zurecht erwarten, daß das Billigauto problemlos fährt, die Heizung funktioniert und die Scheibenwischer nicht abfallen.

    Vielleicht ist das Phänomen "schlechte Qualität" auch so zu erklären:
    Die Hersteller sortieren (A-, B-, C-Ware) sehr wohl die Qualitäten und nur A-Ware wird offiziell an die Händler verschickt. Ausschußware wird dann an Mitarbeiter oder "fliegende" Händler als Posten verkauft - und ein Großteil davon landet als "Neuware" in der Bucht oder sonstwo.

  13. #72
    Registrierter Teilnehmer Avatar von Mr.S
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    AW: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

    Ich muss leider sagen, das ich es nicht so sehe, das Spaltmaße oder Ähnliches ok sind, wenn man nur einen User für den Normalgebraucher baut. Es gibt einige amerikanische oder japanische Firmen, die für günstiges Geld Messer bauen, die keine dieser Mängel haben. Auch ein User kann einwandfrei verarbeitet sein. Klar, bei einem Messer unter 20€ erwarte ich nichts, da gibt es aus Solingen ein paar tolle Sachen, ich beziehe mich jetzt eher auf das Segment ab 50€.

    Ich probiere es ab und zu immer mal wieder mit einem Messer aus Solingen und meist bin ich enttäuscht. Abgesehen davon das aktuell nur Böker mit dem Trend geht und moderne Messer entwirft, habe ich meine letzten Solinger Messer wieder zurückgeschickt. Ich sehe es nicht ein, das ich, nur weil es Handarbeit zu deutschen Löhnen ist, ein teilweise dreckiges Messer bekommen, bei dem die Qualität nicht stimmt und das nicht mal ordentlich schneidet. Wobei ich das Messer lieber stumpf als verschliffen bekomme. Für den Normalgebraucher aber auch wieder schlecht, der hat sicher keine Tormek. Wieso schaffen es fast alle anderen Hersteller, auch in Taiwan oder China, einen ordentlichen Schliff an die Messer zu packen? Das kann doch nichts mit den günstigen Fertigungsmethoden zu tun haben. Oder vielleicht bessere Stähle? Da muss ich mal Hubertus ansprechen: ich hatte einen tollen Springer von denen, bewusst natürlich im ganz alten Design mit Hirschhorn. Die Verabeitung war besser als ich es aus Solingen sonst gewohnt war, aber die Klinge? Knapp über Blech würde ich sagen, was hätte ich mich da über einen 440C gefreut.

    Ich bezahle gern mehr für deutsche Fertigung, aber nicht für Qualitätsmängel unter dem Deckmantel der Handarbeit. Ich hatte zwei Böker Jahresdamastmesser (2007 und 2008), beide sind nicht billig und beide hatten schief sitzende Klingen, warum eigentlich? Beim 2007er waren "ab Werk" die Schrauben teilweise ausgenuddelt, warum das? (Ansonsten waren sie gut, besonders das 2008er ist toll, es sollte nur ein Beispiel sein, das es auch das hochpreisige Segment betrifft)

    Aber ich werde es immer wieder mit Solingen probieren, ich würde viel lieber deutsche Produkte kaufen als welche aus Amerika, das sag ich ehrlich, aber eben nicht wenn ich mehr bezahle und weniger bekomme.

    Daher ist mir auch jedes Mittel Recht, den Standort Solingen zu verbessern, auch solch ein offener Brief, denn ich denke nicht das er Qualität schlecht macht, nach meiner Erfahrung braucht Solingen Hilfe um aufzuschließen...leider.
    Geändert von Mr.S (20.06.09 um 10:07 Uhr)

  14. #73
    gast

    AW: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

    Hallo,

    noch mal ein paar meiner Gedanken und Überlegungen zu dieser doch sehr engagiert geführten Diskussion:

    Ein Offener Brief beabsichtigt eine emotionale Meinungsäußerung und Darstellung von Mißständen, erwünschten Veränderungen usw. und erhebt nicht den Anspruch auf umfassende Sachlichkeit und wissenschaftlicher Objektivität.

    Das topic "Solinger Messerhersteller" beeinhaltet natürlich alle Messerhersteller die unter dieser Flagge segeln, also vom multinationalen Konzern bis hin zur handwerklich orientierten Hinterhofwerkstatt.

    Beklagt wird hier von verschiedener Seite, dass man nicht alle Hersteller über einen Kamm scheren könne - ich frage mich, warum eigentlich nicht?
    Denn unbestritten werben alle mir bekannten Hersteller mehr oder minder penetrant, z.T. weltweit und auch noch auf jeder Klinge eingeätzt, mit der weltweit berühmten "Qualität aus Solingen"...

    Es ging Krawulle nicht darum, einzelne Firmen anzuprangern, sondern um einen Appell an "die" Solinger Hersteller, die Qualität der Produkte endlich wieder dorthin zu bringen, womit man mal den weltweiten Bekanntheitsgrad erworben hat.

    Unbestritten haben die verschiedenen Hersteller unterschiedlich lange Wege zu diesem Punkt zu überbrücken!

    Auch ich liebe die Messer aus Solingen; mein Interessenschwerpunkt liegt bei den Küchenmessern und gelegentlich läuft mir auch ein hübsches Taschenmesser aus Solingen über den Weg und deshalb finde ich es traurig, wenn im Handel, auf Messerbörsen oder anderen Verkaufsveranstaltungungen Ware mit ganz offensichtlichen Qualitätsmängeln angeboten wird.

    Verzogene oder/und verschliffene Klingen, Spaltmasse der Griffhölzer so groß, dass man eine Herde Schweine durchtreiben kann, teilweise amateurhaft kaschiert mit Holzkitt, schiefsitzende Klingen und überstehende Nieten an Taschenmessern usw. sind IMHO doch keine extrem seltenen Ausnahmen und Ausrutscher, sondern führen dazu, dass ich meine Messer nur noch nach ausgiebiger Betrachtung kaufe.

    Nein, ich bin kein intimer Kenner der Solinger Szene und kenne auch nicht alle Solinger Hersteller mit ihren sehr umfangreichen Produktpaletten und will deshalb auch nicht irgendwelche Firmenbewertungen treffen, sondern ich beziehe mich auf die Hersteller und Messer aus Solingen, die ich als normaler Käufer im üblichen Handel und auf Messerbörsen usw. erwerben kann.

    Für ein vollständiges und statistisch aussagekräftiges Bild fehlt mir als engagierter Amateur der umfassende Überblick - aber ich persönlich habe mit Ware von unbekannteren (kleineren?) Herstellern bessere Erfahrungen gemacht, wenn auch die Recherche und Beschaffung etwas mühselig und nicht mehr zeitgemäß war und ist.

    Grüße
    pevau57
    Geändert von gast (20.06.09 um 12:49 Uhr) Grund: Rechtschreibung...

  15. #74
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    AW: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

    Zitat Zitat von pevau57 Beitrag anzeigen
    Ein Offener Brief beabsichtigt eine emotionale Meinungsäußerung und Darstellung von Mißständen, erwünschten Veränderungen usw. und erhebt nicht den Anspruch auf umfassende Sachlichkeit und wissenschaftlicher Objektivität.
    Schade eigentlich.

    Ich wünsche jedenfalls noch allen mehr Freude als Ärger mit Solinger Messern.

  16. #75
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    AW: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

    Ein Beispiel möchte ich noch bringen für Qualität zum kleinen Preis: Das CRKT Drifter. Ich hatte zwei Stück, und beide waren absolut PERFEKT verarbeitet. Kein Wackeln, kein Schiefstand, sauscharf - und das alles für 30 euro. Klar ist das maschinengemacht in China, aber das ist mir ehrlich lieber als ein Böker-Messer aus Solingen (das mehr als das Doppelte gekostet hat) dreimal zurückschicken zu müssen, um dann endlich ein halbwegs Gutes zu erwischen: Die Klinge ist jetzt zwar gerade und fest, hat aber am Stahl eine kleine Stelle unter dem Rikasso, der Backlockhammer wurde sichtbar "passend gemacht" und der Anschliff ist auch eher amateurhaft. Alles keine großen Sachen, aber bei meinen Driftern gabs das eben nicht. Irgendwann hat man da keinen Bock mehr drauf!

    P.S.: Zugegeben: auch CRKT kann mal ins Klo (übrigens, ein herrlicher Link dort oben bei Woz! ) greifen: KLICK Ist mir aber bei keinem anderen CRKT passiert. (Ich hatte M16, Drifter und M4...)
    Geändert von pocke210 (20.06.09 um 14:29 Uhr)

  17. #76
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    AW: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

    Zitat Zitat von torel Beitrag anzeigen
    Ich wünsche jedenfalls noch allen mehr Freude als Ärger mit Solinger Messern.
    Das wünschen wir uns ALLE! Verstehst Du das denn bloß nicht?
    Wir "Krawulle-Beispringer" wünschen uns doch nur (verzeihung, ich verallgemeinere!), ICH wünsche mir doch nur, dass die Qualitätsprüfung endlich von ALLEN Herstellern wieder ernst genommen. Da muss sich jeder Handwerker in den Betrieben an die Nase fassen und sich fragen: Kann ich das SO wirklich ausliefern? Aber nochmal: Ich wünsche mir viel mehr Freude mit den Solinger Messern...
    Geändert von pocke210 (20.06.09 um 14:04 Uhr)

  18. #77
    gast

    36 AW: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

    Zitat Zitat von torel Beitrag anzeigen
    Schade eigentlich.

    Ich wünsche jedenfalls noch allen mehr Freude als Ärger mit Solinger Messern.
    Hallo torel,

    bitte nimm es mir nicht übel, aber irgendwie hast Du den Sinn eines Offenen Briefes nicht wirklich verstanden.

    Ich (wir als Käufer) erwarten von dem Kauf eines Messers Freude an diesem Werkzeug und keinen Ärger und Probleme mit Reklamation, mehrfachem Umtausch etc.

    Durchweg findet sich hier in diesem und auch anderen threads eine sehr große Sympathie für die Messer aus Solingen von vielen verschiedenen Herstellern - einzig die, gelinde gesagt "schwankenden" Verarbeitsqualitäten sorgen hier immer wieder für überdurchschnittlichen Verdruß.


    Ich liebe meine Messer aus Solingen - wie ich schon schrieb, ist meine nächste größere Anschaffung ein Hechtsäbel von Herder; ich beschäftige mich momentan mit der Burgvogel Natura-Line, die ich besonders schön finde und hoffentlich nächste Woche treffen hier mehrere Messer von Makeso (Buckelsklingen, Zwiebelmesser, Spickmesser und ein Nakiri passend zum schon vorhandenen Santoku) bei mir ein.



    Grüße
    pevau57
    Geändert von gast (20.06.09 um 14:15 Uhr) Grund: Rechtschreibung

  19. #78
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    AW: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

    Zitat Zitat von torel Beitrag anzeigen
    Verstehe ich das richtig, dass du dir die beschriebenen Mängel nicht erklären kannst?
    Exakt. Ich kann mir nicht erklären, warum man dreckige, verschliffene Messer mit offensichtlichen Mängeln ausliefert, bzw. welcher Gedankengang dahinter steckt. Ich kann nur Vermutungen anstellen.

    Zitat Zitat von torel Beitrag anzeigen
    Ein "offener Brief", also eine Äußerung, die sich explizit an die Öffentlichkeit wendet, in einem Forum, das doch größere Besucherzahlen hat, was das Thema Messer angeht (das hoffe ich doch zumindest). Also dieser offene Brief, der sich an die "Solinger Messerhersteller" wendet, also alle Messerhersteller in Solingen und dann zig Mängel aufzählt, worin fröhlich mit den verschiedensten bunt zusammengewürfelten Erfahrungen eingestimmt wird...ist nicht geeignet, den Ruf aller Solinger Hersteller zu schädigen? Kopfschüttel...
    Nein, ist er nicht. Wenn Michael Schumacher schreibt, dass die Formel 1 am Ende ist, dann ist die Hölle los. Wenn ich das schreibe, ist es egal, ob ich das schreibe oder in China platzt ein Sack Reis. Ich will Krawulles offenen Brief damit nicht abwerten, aber man sollte die Wirkung auch nicht überbewerten.

    Zitat Zitat von torel Beitrag anzeigen
    Man muss sich aber die Frage stellen, ob die schlechten Erfahrungen tatsächlich in größerem Ausmaß auftreten als bei anderen Herstellern. Ob das Verhältnis zwischen schlechten Erfahrungen und positiven Erfahrungen tatsächlich ein krasses Missverhältnis ist. Was bedeuten 30 negative Erfahrungen, so ärgerlich sie sind, wenn es gleichzeitig 30000 positive gibt. Ja, 30 zuviel. Die negativen Erfahrungen sollen deshalb auch konkret im Forum dargestellt werden, mit Hersteller, mit Beschreibung der Mängel mit allem Drum und Dran.
    Und solange man das nicht derart ausgewertet hat, macht man nichts bzw. darf man nichts sagen oder schreiben? Und bei welchem Verhältnis kann man bei einem Hersteller von einem negativen Eindruck sprechen? Und wer soll die ganzen Hersteller einzeln auswerten? Wenn man das Ganze wirklich ordentlich macht, dauert das bestimmt länger als ein halbes Jahr. Die Forderung nach einer solchen Aufarbeitung ist albern. Wenn man diesen Maßstab generell anlegen würde, dann wäre jede Kaufempfehlung in diesem Forum angreifbar bzw. null und nichtig, denn positive Erfahrungen müssten ja ebenso untermauert werden wie schlechte.

    Zitat Zitat von torel Beitrag anzeigen
    Wenn man aber allgemeine Schlussfolgerungen daraus ziehen will, al la "die Solinger Hersteller" muss man, um nicht auf Stammtischniveau zu bleiben, seine Meinung fundierter (Vergleiche mit anderen Herstellern ziehen, positive und negative Erfahrungen ins Verhältnis setzen uam.) vortragen. Wer derart pauschale Behauptungen aufstellt, steht auch in einer gewissen Pflicht ein bisschen Butter bei die Fische zu geben (am besten mit peinlich genauen Zahlen).
    Den Link von pevau57 hast Du Dir nicht durchgelesen, oder? Krawulle braucht keine statisch verifizierbare Daten vorzulegen. Wenn das zu sehr Stammtischniveau ist, beklage man bitte den Untergang des Abendlandes und kehre der Diskussion den Rücken.

    Zitat Zitat von torel Beitrag anzeigen
    Seufz, ich unterstelle hier nichts. Sondern verweise auf den "Offenen Brief" von Krawulle, der sich an die "Solinger Hersteller" richtet und in keinster Weise differenziert. Das ist Über-den-Kamm-Scheren in Reinkultur.
    Zitat Zitat von torel
    Hier wird aber alles gleichermaßen und undifferenziert nur aus Liebhabersicht beurteilt.
    Sorry, aber ich seh da keinen Unterschied. Ich weiß, mein Fehler.

    Gruß,
    Carsten

  20. #79
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    AW: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

    Hallo Forum,

    hier hat sich ja eine vielschichtige Diskussion entwickelt. Macht immer Spaß so etwas zu lesen!
    Aber ich muss zu einigen hier aufgeführten Punkten etwas loswerden:

    • Qualität
      hier pochen so viele Leute auf der s.g. "Qualität" herum.
      Kann man wirklich die Qualität von industriellen Produkten aus hochtechnisierten Fertigungslinien mit der Qualität der händischen Fertigung vergleichen? Meint ihr, der Messerschleifer in Solingen hat immernoch so viel Zeit für einen Arbeitsschritt wie vor 40 Jahren?
      Ein vorgeschriebenes Maß A eines industriellen Produktes kann mit Messmitteln oder Prüflehren auf Soll/Ist verglichen werden.
      Ein Spaltmaß oder ein unsauberer Übergang an einem händisch gefertigten Messer, welches doch jedes für sich sowieso ein Unikum darstellt, kann fast nur rein haptisch oder optisch sortiert werden.
      Dort liegt jetzt wieder das eigentliche Problem: Es fehlt an können, oder es fehlt an Könnern, was mich zu Punkt 2 bringt.
    • Qualitätssicherung
      Eine weitreichende Qualitätssicherung ist in einem Niedriglohnbetrieb besser durchzusetzen als in ein Hochpreisigen deutschen.
      Zeit ist Geld. Und der Preisdruck war noch nie so hoch wie heute.
      Und neben bei, wie schon ein paar Vorredner es ansprachen, interessiert es doch wohl die wenigsten, ob die Griffschale 0,05mm Spalt zur Platine hat. EUCH fallen Unsauberkeiten auf, weil Messer euer Hobby, gar euer Broterwerb sind.
      Wichtig für einen Betrieb ist doch etwas zu verkaufen. Ein paar Rückläufer kann man getrost vernachlässigen.
    • "Qualität aus Solingen"...
      ...ist natürlich ein Standpunkt der Generationen bewegte. Vielleicht sind wir so verwöhnt von technischer/maschineller perfekter Umsetzung, dass kleine Mängel gleich eine Katastrophe auslösen.
      Wichtig für die meisten ist doch die Aufschrift "Soligen" auf einem Messer.


    So nun zu Krawulles Brief. Er hat sich seelisch Luft machen wollen, wie ich das hier jetzt verstehe Gut so!
    Allerdings sollt man in diesem Brief wirklich Beispiele anführen oder "Reiter und Ross" nennen.

  21. #80
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    AW: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

    Zitat Zitat von zyklus19 Beitrag anzeigen
    • Qualität
      ...
      Kann man wirklich die Qualität von industriellen Produkten aus hochtechnisierten Fertigungslinien mit der Qualität der händischen Fertigung vergleichen? Meint ihr, der Messerschleifer in Solingen hat immernoch so viel Zeit für einen Arbeitsschritt wie vor 40 Jahren?
      ...
    • Qualitätssicherung
      Eine weitreichende Qualitätssicherung ist in einem Niedriglohnbetrieb besser durchzusetzen als in ein Hochpreisigen deutschen.
      Zeit ist Geld. Und der Preisdruck war noch nie so hoch wie heute.
      ...
      Wichtig für einen Betrieb ist doch etwas zu verkaufen. Ein paar Rückläufer kann man getrost vernachlässigen.
    Warum wohl sind GM und CHRYSLER insolvent?
    - die haben auch gedacht daß man die paar Rückläufer vernachlässigen kann. Wurden dann aber wohl zu viele Rückläufer...
    - man meinte, den Kunden veraltete Technik und schlechte Qualität billig verkaufen zu können. Hat lange funktioniert, irgendwann dann aber nicht mehr...

    Die Schweiz hat sicher nicht den Ruf, ein Billiglohnland zu sein.
    Meines Wissens nach produziert VICTORINOX ausschließlich in der Schweiz
    Ob die wohl auch ohne Qualitätssicherung arbeiten, weil zu teuer?
    Ich wage mal zu behaupten, daß VIC rechtzeitig und kontinuierlich in die Weiterentwicklung und Qualität viel Geld investiert hat!
    Nebenbei bemerkt: VIC produziert 26Mio Messer jährlich, und das mit 900 Modellen!
    Quelle: http://www.victorinox.ch/index.cfm?s...age=300&lang=D

    Fazit: wer nicht investiert kann halt irgendwann nicht mehr mithalten.
    "Handarbeit aus Tradition" kann auch mangelnde Risiko- und Innovationsbereitschaft bedeuten. Muß nicht, aber kann.

    Rastenkratzer

  22. #81
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    AW: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

    Zitat Zitat von zyklus19 Beitrag anzeigen
    .
    Wichtig für die meisten ist doch die Aufschrift "Soligen" auf einem Messer.
    Das mag für Viele (noch) stimmen, schlägt aber langsam auch hier im Forum um. Aus "wegen" Solingen wird immer öfter "trotz" Solingen. Ich habe einige Kochmesser aus Solingen, darunter sehr gute und fehlerfrei Solicut, aber auch miese Herder. Letztere sind in meinem Fall billig genug dass ich für die Mini Yatagan oder Buckelsform kleine Macken in Kauf nehme (aber IMMER die Händler bitte mir gute Exemplare auszusuchen) - aber bei einem Messer über 30 Euro ist Schluss mit Toleranzen, da bieten dann andere Hersteller schon mehr ums Geld. Die kommen dann aus Japan, den USA oder der Schweiz und aus industrieller Fertigung (wobei ich mich immer noch frage wie sehr ein 10 Euro Schälmesser aus Solingen "Manufakturware" sein kann, das fällt imho auch unter industrielle Fertigung - die Handarbeit ist da wohl minimal, mehr Marketing als sonstwas.

    Wenn die Hochpreishersteller nicht aufpassen, dann werden da Kunden fernbleiben (ich würde es ihnen wünschen, Lerneffekt) - und Seki City oder Golden werden das "neue" Solingen. Mir persönlich ist der Herstellungsort zB egal. Ich kaufe auch gern Ware aus China wenn Preis und Qualität stimmen, und das ist sehr oft der Fall. Lieber Qualität aus China als Ramsch aus der EU. So einfach ist das.

  23. #82
    Registrierter Teilnehmer Avatar von Haudegen
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    AW: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

    Zitat Zitat von zyklus19 Beitrag anzeigen
    Wichtig für die meisten ist doch die Aufschrift "Soligen" auf einem Messer.
    Eigentlich kann ich hier nicht mitreden.
    Bin mit meinem Otter sehr zufrieden. ( I love it )

    Gelegentlich bin ich mal im Messerladen u. seh nur Amis u. Japaner die
    "nur" nach Solinger Messer anstehen.

    Gut dass die hier nicht mitlesen.
    Aber wenn ich das so Querlese, hab ich den Eindruck, das Deutschland für Touristen produziert, hauptsache Solingen steht drauf.

    Wie ist das in Toledo usw. ?

    Grüsse ,....

  24. #83
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    AW: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

    Nach vielen Spydercos habe ich ein neues Solingermesser.
    Ein Böker Optima.
    Es ist scharf und wirklich erstklassig verarbeitet.
    Gruß Uli

  25. #84
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    AW: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

    [...] Ob die wohl auch ohne Qualitätssicherung arbeiten, weil zu teuer? [...] Nebenbei bemerkt: VIC produziert 26Mio Messer jährlich, und das mit 900 Modellen! [...]
    Genau, deshalb kann man es ja nicht Vergleichen. Bei Vic sitzen ja kein 15.000 Messermacher die Klingen und Griffe per Hand zurechtschleifen und einpassen. Das ist ein perfektionierter industrieller Ablauf der selbstverständlich eine gut funktionierende Qualitätssicherung im Rücken hat. Sonst könnte sie nicht 26.000.000 Messer jährlich an den Mann/Frau bringen.
    Bei dieser Vielfalt wird größtenteils per Baukastenprinzip gearbeitet. Ein Vic ist ja kein Unikum. Es ist ein Massenprodukt.


    [...] Ich wage mal zu behaupten, daß VIC rechtzeitig und kontinuierlich in die Weiterentwicklung und Qualität viel Geld investiert hat![...]
    Das kann ich so unterschreiben! Da krankt es in vielen anderen Betrieben. Man versucht sich auf alten Lorbeeren auszuruhen. Und das mit möglichst wenig Investitionen.

  26. #85
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    AW: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

    Zitat Zitat von zyklus19 Beitrag anzeigen
    Genau, deshalb kann man es ja nicht Vergleichen. Bei Vic sitzen ja kein 15.000 Messermacher die Klingen und Griffe per Hand zurechtschleifen und einpassen. Das ist ein perfektionierter industrieller Ablauf der selbstverständlich eine gut funktionierende Qualitätssicherung im Rücken hat. Sonst könnte sie nicht 26.000.000 Messer jährlich an den Mann/Frau bringen.
    Bei dieser Vielfalt wird größtenteils per Baukastenprinzip gearbeitet. Ein Vic ist ja kein Unikum. Es ist ein Massenprodukt.
    Jetzt sind wir beim Kern des Problems angelangt. Das erklärt nämlich im wesentlichen, warum viele Klitschen in Solingen vom Markt verschwunden sind oder da stehen, wo sie derzeit sind. Insofern ist ein Vergleich mit VIC aus meiner Sicht schon zulässig.

    Nehmen wir mal ein VIC Offiziersmesser in die Hand, z.B. meines, welches mir schon seit ca. 20 Jahre gute Dienste leistet. Tolle Haptik, seidenweicher Klingengang, glasklarer Snap, kein Klingenspiel, null Rost.
    Ein solches Messer in vergleichbarer Qualität und zum vergleichbar günstigen Preis findet man in Solingen ganz einfach nicht!
    Warum? Weil man nicht in der Lage ist, ein solches Messer zu einem annähernd konkurrenzfähigen Preis zu bauen. Da hat man schlicht den Anschluß verpasst!
    Dazu braucht´s nämlich rationelle Arbeitsabläufe und einen entsprechenden Maschinenpark, um hohe Stückzahlen und wiederholgenaue Qualität produzieren zu können.
    Hohe Stückzahlen wiederum sind erforderlich damit sich die hohen Investitionskosten rechnen. Das wiederum funktioniert nur mit einem gut durchdachten Baukastensystem.

    Kein Kunde interessiert es, ob ein Schweizer Messer per Hand geschnitzt oder industriell gefertigt wurde - er kauft es sich weil er weiß daß er damit ein Stück Wertarbeit zum erschwinglichen Preis erwirbt!

    Und wenn man mal sein Geld mit standardisierter, qualitativ hochwertiger Massenware verdient, dann kann man sich auch noch zusätzlich eine Handfertigung für exclusive Kleinserien oder Sonderanfertigungen leisten - umgekehrt funktioniert es nicht.

    Rastenkratzer

  27. #86
    Forumsbetreiber Avatar von pitter
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    AW: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

    Zitat Zitat von Rastenkratzer Beitrag anzeigen
    Jetzt sind wir beim Kern des Problems angelangt. Das erklärt nämlich im wesentlichen, warum viele Klitschen in Solingen vom Markt verschwunden sind oder da stehen, wo sie derzeit sind. Insofern ist ein Vergleich mit VIC aus meiner Sicht schon zulässig.

    Nehmen wir mal ein VIC Offiziersmesser in die Hand, z.B. meines, welches mir schon seit ca. 20 Jahre gute Dienste leistet. Tolle Haptik, seidenweicher Klingengang, glasklarer Snap, kein Klingenspiel, null Rost.
    Ein solches Messer in vergleichbarer Qualität und zum vergleichbar günstigen Preis findet man in Solingen ganz einfach nicht!
    Mal Wenger aussen vor, findet man so ein Messer aber nicht nur in Solingen nicht, sondern auch anderswo nicht. Das erklärt also genau was?

    Warum? Weil man nicht in der Lage ist, ein solches Messer zu einem annähernd konkurrenzfähigen Preis zu bauen. Da hat man schlicht den Anschluß verpasst!
    Vic produziert eine Messertype in tausend Variationen. Kanns sein, dass das eine andere Produktion ist, als wenn man tausend verschiedene Messer produziert?

    Dazu braucht´s nämlich rationelle Arbeitsabläufe und einen entsprechenden Maschinenpark, um hohe Stückzahlen und wiederholgenaue Qualität produzieren zu können.
    Hohe Stückzahlen wiederum sind erforderlich damit sich die hohen Investitionskosten rechnen. Das wiederum funktioniert nur mit einem gut durchdachten Baukastensystem.
    Sehr schön. Soll sich also Solingen wieder auf gute alte Deutsche Tradition besinnen, und nur noch die Horn Jagdtaschenmesser in tausend Varianten produzieren. Wird bestimmt ein Superhit.

    Was Vic macht, ist singulär. Das taugt im Vergleich zu anderen exakt Null.

    Wenn Qualität und ein klares Produktportfolio Vorraussetzung für Erfolg wären, gäbs Herbertz nicht - mal als ein Beispiel. Und - das ist zumindest meine letzte Information - die arbeiten recht erfolgreich. Allein damit, dass sie zehntausend Läden mit billigen Produkten zuwerfen. Und das ist schlecht - für alle anderen. Weil das ein Kampf um den Brot und Butter Umsatz ist, den man braucht, um irgendwelchen Schnickelschnackel für anspruchsvolle Kunden zu produzieren.

    Mit Top Qualität kann man in D nicht ein paar hundert Leute ernähren. Das klappt vielleicht für zehn oder zwanzig, aber nicht für ein paar hundert. Und die Firmen, die ich kenne, die durchgängig gute Qualität anbietet - und das recht billig - produzieren alle in Fernost.

    Wenns so einfach wäre, dass man nur an einer Schraube drehen müsste, damit der Rubel rollt, dann würde das ein Hersteller sicher machen. Denn so schlau, wie die, die hier schreiben, sind Leute, die seit 50 Jahren im Messergeschäft arbeiten, aber schon lange. Darauf kannst Du wetten.

    Was fehlende QS angeht. Ich wäre sehr vorsichtig, von dem, was hier im Forum steht, auf die Qualität eines Herstellers zu schliessen. Denn von 1000 Kunden die ein Messer kaufen, schreiben und lesen hier 100 mit, 2 haben ein Problem und machen riesen Wind. Wie die Qualität der anderen 900 Messer ist, wissen wir nicht. Und wer nichts weiss, kann wenig sagen.

    Pitter
    "Sagen, was man denkt. Und vorher was gedacht haben." - Harry Rowohlt

  28. #87
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    AW: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

    Zitat Zitat von pitter Beitrag anzeigen
    Was fehlende QS angeht. Ich wäre sehr vorsichtig, von dem, was hier im Forum steht, auf die Qualität eines Herstellers zu schliessen. Denn von 1000 Kunden die ein Messer kaufen, schreiben und lesen hier 100 mit, 2 haben ein Problem und machen riesen Wind. Wie die Qualität der anderen 900 Messer ist, wissen wir nicht. Und wer nichts weiss, kann wenig sagen.
    Hallo Pitter, natürlich darf man nicht den Schreihälsen glauben, aber das reguliert sich hier im Forum aufgrund der Vielschichtigkeit der User und deren Erfahrungen meist selbst. Der Thread über die Hartkopf-Messer ist ein ganz gutes Beispiel. Ich verlasse mich schon auf das, was in diesem und den anderen Foren steht, und es ist ja klar, dass viele Messer von Leuten gekauft werden, die nie was vom MF oder anderen Foren gehört haben. Allein aufgrund meiner eigenen Erfahrung könnte ich ja auch nur bedingt verlässliche Aussagen machen.
    Das Prinzip "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser" scheint bei einigen Herstellern angebrachter als bei anderen und in diesem Falle geht es um welche aus Solingen. Vielleicht sind unsere Ansprüche zu hoch, weil wir Messer von Spyderco, Kershaw oder von sonstwem gewöhnt und dadurch verwöhnt sind, aber das darf keine Entschuldigung dafür sein, dass vermurkste Messer verkauft werden, wie das Besteckmesser in diesem Beitrag. Zusammen mit anderen Erfahrungsberichten und meinen eigenen Erfahrungen bin ich, was Produkte aus Solingen angeht, lieber etwas vorsichtiger.

    Gruß,
    Carsten

  29. #88
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    AW: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

    Zitat Zitat von pitter Beitrag anzeigen
    Vic produziert eine Messertype in tausend Variationen. Kanns sein, dass das eine andere Produktion ist, als wenn man tausend verschiedene Messer produziert?
    Nirgendwo steht geschrieben, daß man 1000 verschiedene Messer in homöopathischen Mengen produzieren muß, um erfolgreich zu sein.

    Sehr schön. Soll sich also Solingen wieder auf gute alte Deutsche Tradition besinnen, und nur noch die Horn Jagdtaschenmesser in tausend Varianten produzieren. Wird bestimmt ein Superhit.
    Diese Schlußfolgerung ist genauso falsch wie der Ruf nach einem Revival des luftgekühlten Heckmotors.

    Was Vic macht, ist singulär. Das taugt im Vergleich zu anderen exakt Null.
    Taugt es sehr wohl, da dieses Beispiel zeigt wie man erfolgreich sein kann ohne in Fernost produzieren zu müssen.

    Wenn Qualität und ein klares Produktportfolio Vorraussetzung für Erfolg wären, gäbs Herbertz nicht - mal als ein Beispiel. Und - das ist zumindest meine letzte Information - die arbeiten recht erfolgreich. Allein damit, dass sie zehntausend Läden mit billigen Produkten zuwerfen. Und das ist schlecht - für alle anderen. Weil das ein Kampf um den Brot und Butter Umsatz ist, den man braucht, um irgendwelchen Schnickelschnackel für anspruchsvolle Kunden zu produzieren.
    Es geht hier aber um Solinger Messerhersteller, nicht um Messertandler. Produziert Herbertz auch nur ein Messer selbst?

    Mit Top Qualität kann man in D nicht ein paar hundert Leute ernähren. Das klappt vielleicht für zehn oder zwanzig, aber nicht für ein paar hundert. Und die Firmen, die ich kenne, die durchgängig gute Qualität anbietet - und das recht billig - produzieren alle in Fernost.
    Außer VIC - und die haben ein paar hundert Leute in Lohn und Brot! Warum geht das in der Schweiz, was in D angeblich nicht geht?

    Denn so schlau, wie die, die hier schreiben, sind Leute, die seit 50 Jahren im Messergeschäft arbeiten, aber schon lange. Darauf kannst Du wetten.
    Bei GM und Chrysler gab´s sicher auch jede Menge Leute mit jahrzehntelanger Erfahrung und "Stallgeruch" - nur dummerweise sind beide Firmen jetzt pleite!
    "50 Jahren im Messergeschäft" - wie wär´s denn mal mit Ruhestand?

    Rastenkratzer

  30. #89
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    AW: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

    Ich glaube nicht,
    dass dieser offene Brief viel bewirken wird, aber er hat doch klar seine Berechtigung.

    Beispiele, wie z.B. der Nicker von Haebbie sind leider nicht die Ausnahne aus Solingen.
    Ein Blick ins Schaufenster des Messerladens meiner Stadt lässt erkennen, das bei Solingern oft kein Wert auf Feinmotorik in der Arbeit gelegt wird.

    Die oft grobe Anpassung und von Horn, Holz und Metallbeschlägen die da als fertiges Produckt angeboten wird ist bei vielen Hobbymessermachern noch einige Stufen vor der Fertigstellung angesiedelt.

    Eine solche Fehlauswahl nicht passender Geweihteile zeigt eine solche Wurstigkeit, dass es ein Entlassungsgrund wäre.

    Leute Leute,
    als Hobbymessermacher würde man soetwas kaum jemanden als "Handwerk" herzeigen wollen. Eher als misslungenes Probestück.

    Ich würde mich für sowas ehrlich schämen.

    Solingen hat seinen Namen, der leider wie vieles in Deutschland nicht mehr seine Berechtigung hat.
    Das muss auch ehrlich über den Tisch kommen.
    Es sei denn man verkauft grobschlächtige Verarbeitung als urwüchsig - naja.

    Das da Leute in Massen produzieren ist für mich noch weniger Ausrede, denn gerade dann, wenn man eine Arbeit ständig tut, sollte da Profitum und nicht Fuschertum aufkommen.

    Siehe Jürgen Schanz, - wenn der seine Klingen ohne hinzuschauen schleift, dann zeigt sich eben der Könner, nicht der Penner.

    Das deutsche Messerhandwerk ist gut beraten, wieder auf Qualität zu achten, denn den Schrott gibts anderswoher auch billiger.

    Ansonsten, es gibt im Lande so manche ( hier wohl bekannte Profi- wie Hobbymessermacher ) die weitaus hochwertigere Messer bauen - mitunter auch aus solinger Klingen.

    R.

  31. #90
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    AW: Offener Brief an die Solinger Messerhersteller

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    Wir waren die Tage urlaubsmäßig auf der wunderschönen Ostseeinsel Rügen unterwegs. Und natürlich waren wir auch in Binz und Sellin zum Schoppen und Flanieren. Hier trifft sich Schicki und Micki und trägt das überschüssige Geld spazieren.

    Fast wäre ich gestolpert über den Werbekasten von Victorinox, der da mitten in der Fußgängerzone rumstand. So´ne Art klappbarer Plakatträger, aber aus Alu mit Plexiglasdeckeln, innen schön in rot-weiß mit Schweizer Kreuz, dickem VICTORINOX-Schriftzug und der bekannten Produktpalette und Preisen.
    Meine Freundin zog schon bedenklich am rechten Arm - "...nicht schon wieder Messer, wir wollten doch zum Bernsteinladen..." - ich blieb jedoch stehen und wir haben die Szenerie eine Weile beobachtet.

    "Ooh, guck mal hier, Schweizer Taschenmesser, die sind aber günstig..."
    "Ilse, wart mal, das wäre doch ein schönes Mitbringsel für Tim, oder?"

    Innerhalb weniger Minuten sind 3 Leute in dem dazugehörigen Tabak- und Messerladen verschwunden.

    Die gleiche Szene in der Wilhelmstrasse in Sellin.

    Sowas nenne ich erstklassige Guerilla-Werbung, die Leute stolpern drüber und regen sich nicht auf, sondern begucken schöne Messer!

    Warum stolpert man eigentlich nicht über Solinger Messer in der Fußgängerzone?

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