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Thema: Review: Wicked Edge Precision Sharpener

  1. #1
    Forumsbetreiber Avatar von pitter
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    Review: Wicked Edge Precision Sharpener

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    Wie versprochen möchte ich hier den Wicked Edge Precision Sharpener vorstellen. Hersteller ist Wicked Edge USA http://www.wickededgeusa.com - vielen Dank, dass sie mir ein Modell mit allem erdenklichen Zubehör zur Verfügung gestellt haben.

    System - Bestandteile - Aufbau

    Grundsätzlich funktioniert das Wicked Edge Sharpener System wie die bereits bekannten Systeme von Lansky und anderen Anbietern. Die Klinge wird fixiert, und verschiedene Schärfsteine in einem definierten Winkel über die Klinge geführt. Das grundsätzlich andere beim Wicked Edge ist der senkrechte Aufbau, so dass man die Klinge problemlos in einem Arbeitsgang auf beiden Seiten schleifen kann. Das geht schneller und es entfällt das Umspannen der Klinge.





    Bestandteile:

    Das Grundsystem kommt mit folgenden Teilen:

    • Basisplatte - vorgebohrt zur Montage auf der Steinplatte
    • Klemmvorrichtung für die Klingen
    • Schiebestange mit Winkelmarkierungen
    • Zwei bewegliche Führungen für die Schärfsteine
    • Steckbarer Tiefenanschlag, dient auch zur Fixierung der Lehre
    • Messlehre
    • Klingenstütze für lange Klingen
    • Alle benötigten Schrauben und ein passender Inbus
    • 8 Diamantschärfer, je zwei in 100/200/400/600 Körnung


    Optional:

    • Granitplatte mit passenden Bohrungen und Gummifüßen
    • Diamantschärfer extra fine/ultra fine 800/1000
    • Diamantschärfer extra grob/ultra grob 50/80
    • Abziehlkeder mit aufgetragener Schleifpaste





    Der Aufbau ist Ikea like , heisst jeder bekommts hin. Und wenns fertig ist, stecken die Führungen verkehrt rum drauf, weil man zu blöd ist, die Anleitung zu lesen Fazit, ist in ein paar Minuten erledigt.








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    Geändert von pitter (16.03.09 um 15:15 Uhr)
    "Sagen, was man denkt. Und vorher was gedacht haben." - Harry Rowohlt

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  3. #2
    Forumsbetreiber Avatar von pitter
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    AW: Wicked Edge Precision Sharpener

    Funktion - Grundlegende Arbeitsschritte - Einspannen der Klinge

    Mit dem Wicked Edge Sharpener sollen Klingen mit definiertem und reproduzierbaren Winkel geschliffen werden. Grundvorraussetzung dafür ist, dass die Messer immer wieder gleich eingespannt werden. Der Wicked Edge Sharpener verwendet dazu zwei Hilfsmittel.

    Tiefenanschlag: Der Tiefenanschlag wird durch die beiden Klemmen geführt. Gleichzeitig wird so die Messlehre befestigt. Für schmale Klingen nimmt man die oberen beiden Bohrungen, für breitere Klingen (Küchenmesser, größere Outdoormesser etc.) die beiden unteren. Beim fixieren der Klinge liegt der Klingenrücken am Anschlag auf und hat so reproduzierbar immer die gleiche Höhe über der Basis.





    Messlehre - Schätzeisen : Die Lehre dient dazu, das Messer auch horizontal immer wieder in der gleichen Position einzuspannen. Liegt die Klinge am Tiefenanschlag auf, verschiebt man sie soweit, bis sie in etwa mittig eingespannt ist. Der Einfachheit halber ein Stück nach vorne oder hinten, bis man bündig über einer Markierung der Lehre liegt.

    Dann wird die Klinge fixiert. Die Klemmen erst oben zuschrauben, bis die Klinge gerade gehalten wird, dann mit der unteren Schraube festziehen.













    Hinweise:

    Ausrichtung: Ich habe die Klinge teils so eingespannt, dass die Spitze genau über der Messlehre lag. Oder, bei Klingen, die eine lange, gerade Schneide haben so, dass die Schneide waagrecht lag. Meines Erachtens ist das Geschmacksache. Natürlich kommen, je nach Einspannung, unterschiedliche Schliffwinkel raus - dazu später mehr.

    Für Leute über 40 Die Position kann man sich aufschreiben, etwa in der Art:
    Nicker - hoch - C - Spitze aufsitzend.


    Um lange Klingen zu stabilisieren, liegt eine Stütze bei, die in die Basis gesteckt wird. Oben kann dann eine Klinge eingelegt werden. Bei meinen großen Messern nutzte das nichts, weil die am Rücken zu dick sind. Dünne Filletiermesser, Fischmesser etc. passen eher. Wie ich damit umgegangen bin, beschreibe ich später.





    Geändert von pitter (16.03.09 um 15:17 Uhr)
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  4. #3
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    AW: Wicked Edge Precision Sharpener

    Funktion - Grundlegende Arbeitsschritte - Einstellung des Schliffwinkels

    Die Schleifsteine werden über die Führungsstäbe geschoben und ausgerichtet.








    An der Fixierung für die Führungen der Schärfsteine finden sich Markierungen für Schliffwinkel zwischen 15° und 30°. Diese Winkel wurden für eine Klinge gemessen, die 1/8" (circa 3,2mm) dick ist, und deren gerade Schneide 5/8" (circa 16mm) oberhalb der Klemmvorrichtung liegt.




    Bei dickeren Klingen, breiteren Klingen stimmen die Winkelangaben nicht. Hinzu kommt, dass die Schleifsteine auf einem Radius geführt werden. Bei einer geraden Klinge ergibt das einen variablen Schliffwinkel, je nach Position.

    Das heisst:
    1. Die Winkelangaben sind grundsätzlich eher als Referenzpunkte, als als absolute Werte für den eingestellten Schliffwinkel zu sehen.

    2. Es ist grundsätzlich nicht möglich, mit dem Wicked Edge Sharpener - und allen anderen Schärfsystemen, bei denen der Schliff nicht der Schneidenform folgt - einen gleichmässigen Schneidenwinkel von der Klingenwurzel bis zur Spitze einzuhalten. Die Abweichung darf sich jeder für seine Klinge selbst ausrechnen Bei kleinen Messern ist die Abweichung um den eingestellten Mittelwert geringer, bei langen Messern entsprechend höher. Die Klingenform spielt natürlich auch noch mit rein.


    Da hat nun jeder seine eigene Meinung dazu. Meine ist, es ist mir egal. Ich brauche keinen exakt definierten Winkel, der muss auch nicht immer gleich sein, und vorne an der Spitze kann ich gut damit leben, wenn der Winkel etwas flacher wird. Hängt auch vom Messer ab, klar. Aber da muss jeder seine Arbeitsweise finden. Wer es ganz genau wissen möchte, muss den Winkel pro Messer ausmessen und kann sich dann ja die Abweichung von den angebebenen Winkeln notieren.

    Interessant ist für mich, dass ich Messer reproduzierbar schleifen kann. So bleibt der Abtrag minimal und ich spare Zeit.

    Die von mir verwendeten Testmesser waren teilweise scharf und gut geschliffen, teilweise stumpf und der Anschliff total versaut. Um den Winkel einzustellen, half mir die "Edding-Methode". Wollte ich den ursprünglichen Winkel erhalten, habe ich die Schneide mit Edding markiert und den Schleifstein visuell möglichst genau zur Schneide hin ausgerichtet. Dann mit dem feinsten Stein leicht (!) einmal über die Klinge geschliffen und kontrolliert. Folgt der Abtrag dem Schneidenverlauf, passts, wenn nicht, habe ich solange korrigiert, bis es passt.

    Bei den Messern, bei denen ich eh eine neue Schneide geschliffen habe, ging ich genauso vor. Nur nicht ganz so vorsichtig. Stein auf 20° eingestellt, Edding, drüberfahren, prüfen. Tendentiell habe ich eher steiler, als zu flach geschliffen. Die meisten Klingen können das meiner Erfahrung nach ab.







    Wenn man das zu weit treibt, kann es natürlich passieren, dass die Schneide bei einem zu steilen Winkel nicht hält und ausbricht. Das kommt auf den Stahl und die Wärmebehandlung an, aber auch, darauf, was man mit der Klinge treibt. Es gibt keine festen Daten und Regeln, man muss probieren und sich rantasten. Wenns zu steil war, schleift man eben eine etwas flachere Schneide.

    Auch deshalb ist es hilfreich, sich die eingestellten Werte zu notieren.

    Als Anhaltspunkt: In der Praxis lag ich bei meinen Messern zwischen 20° und knapp unter 15° - nach den Markierungen auf der Schiene, nicht gemessener/tatsächlicher Winkel.

    Devin vom Wicked Edge Team hat noch auf eines hingewiesen. Man kann mit dem wicked edge problemlos Schneiden mit mehreren Stufen machen. Erst schleift er die oberste Kante mit dem gewünschten Winkel. Und dann stufenweise die Schultern. Seiner Erfahrung nach gibt das eine stabile Schneide, die sich auch schnell wieder schärfen lässt. Mir ist das zu aufwändig. Aber für die Schleifphilosophen sicher einen Versuch wert.
    Geändert von pitter (16.03.09 um 15:20 Uhr)
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  5. #4
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    AW: Wicked Edge Precision Sharpener

    Arbeiten mit dem Wicked Edge Sharpener

    Vorhanden waren die Abstufungen 50/80/100/200/400/600/800/1000 Körnung plus Abziehleder. 50/80 habe ich brav liegen lassen, soviel Abtrag wollte ich dann doch nicht. Ab 400 eignen sich die Steine zum Nachschärfen, der 100/200 hat genug Abtrag, um bei "üblichen" Klingengrößen einen neuen Anschliff zu machen. Wer runterschrubben will, hat mit dem 50/80 jedenfalls was hinreichend Grobes zur Verfügung

    Muss man jede Abstufung verwenden? Meiner Meinung nach nicht unbedingt. Eine Abstufung 400-800-1000-Politur sollte für die meisten Anforderungen reichen. Das Arbeiten mit dem Wicked Edge ging aber so flott, dass ich dann doch jede einzelne Körnung hochgeschliffen habe.

    Beim Schleifen führt man die Steine in einer leicht kreisenden Bewegung gleichzeitig von unten nach oben und von der Klingenrampe zur Spitze. Das ganze rechts und links gleichzeitig aber gegenläufig. Und da das in geschriebener Form kein Mensch versteht, es aber ganz simpel ist, gibts unten ein Video.

    Die ersten paar Minuten verhakelt man sich ein paarmal oder kloppt mit den beiden Steinen aneinander. Wenn man aber erstmal eine Weile langsam probiert hat, hat man den Bewegungsablauf bald wie angeboren intus.










    Sinnvollerweise übt man vorwärts Druck aus und schleift, zurück hebt man die Klinge ab. Das gilt generell, aber insbesondere bei der Arbeit mit den Abziehsteinen Ich hatte die Teile zu früh probiert, den Ablauf noch nicht verinnerlicht und schwupps reingeschnitten Ein Klassiker.

    So, Video ist hier: http://www.youtube.com/watch?v=DvTunsYetrM
    Und wenn ich weiss, wie man youtube ne bessere Qualität beibringt, mache ich das nochmal

    Die Schleifsteine sind recht schmal eingefasst, so dass man auch bei Klingen mit Fingerschutz recht weit an die Wurzel schleifen kann. Ein paar mm bleiben übrig. Bei vielen Messern ist da aber eh schon eine Schleifkerbe, oder die Schneide schon so dick, dass man eh nicht mehr richtig Schärfen kann. Wer da bis an die Kante schleifen will, sollte sehr aufs Finish des Guards achten, sonst ist das weg Insoweit kein Thema, ich wollts eben mal erwähnt haben








    Geändert von pitter (16.03.09 um 15:22 Uhr)
    "Sagen, was man denkt. Und vorher was gedacht haben." - Harry Rowohlt

  6. #5
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    AW: Wicked Edge Precision Sharpener

    Allgemeine Anmerkungen zum Schleifen mit dem Wicked Edge Sharpener

    Einspannen von großen Klingen:

    Ist Grundsätzlich kein Problem. Auf zwei Sachen sollte man achten. Natürlich halten die Spannbacken ein zwei Pfund Messer nicht so fest, wie ein 150g Leichtgewicht. Mein großes Küchen Chefmesser liess sich fest genug einspannen, solange man nicht wie ein Schmied mit den Schleifstäben gegen die Klinge drückt.

    Nächster Punkt, Durchbiegung bei langen Messern. Bei einem Outdoor Haumesser weniger ein Problem, bei dünnen Küchenmessern schon eher. Entweder, man fährt mit entsrpechend weniger Druck an der Schneide entlang, und/oder man schärft nur einseitig und hält mit der zweiten Hand dagegen. So habe ich das gemacht.

    Wie schon bemerkt, war die mitgelieferte Stütze für mein Küchenmesser zu dünn ausgeschnitten. Etwas dünnere, lange Messer können damit zusätzlich stabilisiert werden.

    Wie lange schärft man, bis man die Körnung wechselt

    Grundsätzlich wie immer, so lange, bis man auf der gegenüberliegenden Seite einen Grat spürt - zum Prüfen mit dem Fingernagel von unten über die Schneidkante fahren.

    Mit dem wicked edge sharpener wird üblicherweise gleichzeitig auf beiden Seiten geschliffen, da kanns passieren, dass man immer wieder den Grat bricht. Ich habe mir so beholfen: Solange geschliffen, bis ich einen optisch sauberen Schliff hatte. Die Spuren der vorangegangenen, gröberen Körnung sollten nicht mehr sichtbar sein.

    Zwischendurch ein Stück Papier durch die Klinge gezogen. Solange die Schneide noch hakte (sieht man an den Fusseln, die an der Schneide haften) weitermachen. Wenn das Papier sauber durchging, habe ich ein paarmal nur auf einer Seite geschliffen. Dann war in der Regel ein Grat spürbar. Ein paarmal über die andere Seite geschliffen, weiter mit der nächsten Körnung.







    Da ist natürlich auch Gefühl dabei. Eine dünne, hoch angeschliffene Klinge wird viel schneller das Papier in Streifen schneiden, als eine dickere, schmale Klinge. Eine Frage der Geometrie. Da muss man eben ein bischen probieren.

    Wichtig ist, wie immer beim Schleifen, nicht zu früh auf die nächst feinere Körnung wechseln. Sonst wird das Messer nie scharf, und man fängt wieder ein paar Stufen weiter unten von vorne an.

    Wie scharf wird ein Messer mit dem wicked edge sharpener

    Das kann ich so nicht beantworten, weil Schärfe subjektiv ist und es auf zig Variablen (Stahl, Geometrie, Anwendung...) ankommt.Mir genügt es, wenn ich schnell eine anhaltende Gebrauchsschärfe bekomme. Gebrauchsscharf ist für mich, wenn ich in der Küche ohne zu quetschen schneiden kann. Oder wenn ich die Haare am Arm mit dem Wuchs rasieren kann. Das reicht mir. Und das geht problemlos, wenn man bis zum 1000er sauber arbeitet und hinterher noch mit denm Leder"steinen" abzieht. Es wird übrigens zukünftig als Option auch 1200/1600er Steine geben, wers noch feiner abgestuft haben will.

    Unten mal ein paar Bilder vor/nach dem Schärfen. Die Klingen werden gut magnetisch, ein ganz schönes Gedüddel, die Späne dort wieder runterzubekommen














    Tips Tricks und Infos

    Wenn man die 1000er Steine kurz aneinander reibt, brechen die Kanten der Schleifpartikel und geben ein noch saubereres Finish.

    Haltbarkeit: Die Diamantpartikel sind elektrolytisch auf dem Metallträger aufgebracht. Laut Devin von wicked edge haben sie bei mehreren hundert Messer mit dem 100er Stein die Schneide komplett geschliffen, bis sich die Steine Abnutzung zeigten. Die Steine funktionieren dann immer noch, der Schliff dauert nur länger.

    Kratzer auf der Klinge: Es wird Stahl zwischen Aluminium eingeklemmt. Wenn sich die Klinge dann bewegt, kann es Kratzer geben. Ich hatte das Problem nicht, zudem sind mir bei Gebrauchsmessern Kratzer egal, Vitrinenmesser bleiben bei mir Dank Nichtbenutzung scharf. Das ist eben so, wer auf dem Bankstein oder am Schleifstein ausrutscht hat ganz andere Macken in der Klinge. Wer zartbesaitet ist, kann die Klinge mit dünnen (sonst wird sie nicht sicher fixiert) aber stabilen Gewebeklebeband abkleben.

    Man habe Leukoplast in Reichweite, die Klingen werden scharf. Was man beim prüfenden Herumgefummel mit dem Finger auf der Schneide merkt. Siehe Bilder

    Verletzungsgefahr: Manche haben sich schon beim Duschen das Genick gebrochen. Wenn man die Steine richtig hält, und nicht wie ich mit dem Finger an der scharfen Klinge herumfuchtelt, ist der wicked edge in der Bedienung so sicher, wie eben was sicher sein kann, bei dem man mit scharfen Messern hantiert.

    Nachtrag 1

    Ich habs häufiger, dass Kunden nach einer passenden Bodenplatte fragen. Hier meine Billiglösung, wies ja auch schon andre hier im thread gemacht haben:

    1. Baumarkt, 28mm starke, massive (Leim-) Holzplatte, 30cm breit, 120 cm lang
    2. Den freundlichen Herren an der Kreissäge darum bitte, da mal 3 30x30 draus zu machen, das vierte ist etwas kleiner, auch egal
    3. 2 Bohrungen 5mm
    4. 4 Gummifüße oder ähnliches (meine sind vom Musikerbedarf)
    5. A bisserl Schleifpapier
    6. Beize, Lasur, Wachs, Öl nach Wahl


    In zehn Minuten ist die Platte fertig und der Wicked Edge aufgebaut. Das geringere Gewicht gegenüber der Steinplatte ist in der Praxis überhaupt kein Nachteil. Im Gegegenteil, das ganze Ding ist viel leichter und transportabler. Wenn man die richtigen Gummifüße verwenden, rutscht da auch nichts.
    Wichtig ist, dass die Platte dick genug ist und beim Schleifen nicht nachgibt - um die 30mm reicht vollkommen, vor allem passen dann auch die beiden mitgelieferten Schrauben.





    Die Lösung kostet fast nichts, funktioniert einwandfrei und jeder kann das Holz so behandeln wie er möchte. Für Kunden, die alles gerne komplett haben, werde ich die Platte, vorgebohrt, mit vier Füßen, als preisgünstige Lösung anbieten.

    Nachtrag 2

    Danke an guenni , der auf den Neigungsmesser hingewiesen hat. Ich hab mir so ein Ding bestellt unes es mal ausprobiert. Funktioniert wunderbar. Neigungsmesser auf einen Scheifstein stellen - hält durch den Magnet im Fuß von selbst - Stein verschieben, bis der Winkel passend ist, fixieren.

    Ich brauche das nicht - erstens stimmen die angegebenen Winkel im Wicked Edge Sharpener bei meinen Messern ausreichend genau. Und dann ists mir egal, ob das Messer jetzt mit 18° oder 20° geschliffen wird. Aber Wers genau haben will, kann das so problemlos haben.

    Gibts ab jetzt auch im Shop.





    Pitter
    Geändert von pitter (21.08.09 um 14:33 Uhr)
    "Sagen, was man denkt. Und vorher was gedacht haben." - Harry Rowohlt

  7. #6
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    AW: Wicked Edge Precision Sharpener

    Fazit

    Ist im Prinzip ganz simpel. Der wicked edge arbeitet schnell, die Arbeitsweise ist simpel, dabei reproduzierbar. Der Schärfer ist stabil aufgebaut und sieht - gerade mit der Grantiplatte - gut aus. So man in der Küche Platz hat, kann das Teil da auch stehen bleiben. Ist ein Eyecatcher, auch bei Nicht Messerverrückten - in der Praxis bei mir erwiesen

    Eine Macke gabs, schon am Anfang löste sich eines der Schleifplatten. Die Jungs von wicked edge wissen das, sie verwenden jetzt einen anderen Kleber und eine geänderte Einfassung. Ich verwendete Uhu Hält.

    Ansonsten werkelte das Ding zig Messer durch, die ich schon ewig mal schärfen wollte. Der Sharpmaker hat mir zu wenig Abtrag (bevor hier wieder ein Schlauer kommt, ja, der Trick mit dem Schleifpapier umwickeln wurde hier schon anno 2000 geschrieben, hab trotzdem keinen Bock), das Lansky (ja, ich habe das mit den Diamantstäben) ist ein Gefummel, die Stäbe zu kurz und die Umspannerei nervt mich. Und der Satz Wassersteine in meinen Schubladen wird mich ganz sicher überleben, weil ich weder das Gewässere, die Sauerei und das Freihandgezwurbel mag.

    Ich steh auf gadget und Gear, auf Sachen, die gut aussehen, die ich hinstellen, damit rumspielen und mit denen ich auch noch ein sinnvolles Ergebnis erzielen kann. Was Messer angeht, gerade auch was Taschenmesser angeht, ist der wicked edge von allen Systemen, die ich bisher kannte, meine erste Wahl. Würde ich allemal auch der Tormek vorziehen, weil die erstens weniger wohnraumkompatibel ist und zweitens bei weitem nicht so "Idiotensicher" zu bedienen ist. Wer Masse braucht, und am besten Freihand schleift, nimmt sicher eher ne Tormek. Wer die Schleifphilosophie will, Banksteine, nen guten Roten und hört den Gesängen der Wale. Zum Scharf halten tuts in der Regel der Sharpmaker.

    Ich hab das Ding zum Testen bekommen, aber ich werds bezahlen und behalten, so einfach ist das.

    Noch zwei Sachen:

    1. Die Granitplatte Es ist irgendwie ziemlich deppert, eine Grantiplatte aus den USA zu verschippern. Das kostet wegen des Gewichts richtig Geld. Stabil wird das System damit allerdings. Wer an Steinplatten rankommt und die bohren lassen kann, kann sich das Sytem ja ohne Platte bestellen. Oder eine Basis aus einer Stahlplatte bauen, oder das Ding direkt an die Arbeitsplatte schrauben oder wie auch immer.

    2. Das Ding kostet Geld. Punkt. Manche finden es zu teuer. So ist das Leben. Gemessen an ein paar Banksteinen ist es teuer, wenn ich mir überlege, was ein Sharpmaker hier kostet, finde ich es geradezu billig. Weils im thread zum wicked edge schon angesprochen wurde, ich bin mehr als nur am Überlegen, das Teil hier in Deutschland zu vertreiben. Wäre auch schön blöd, wenn nicht, wenn mir schon was passt

    Nein, ich kann keine Preise nennen, weil ich bisher nicht nach Konditionen gefragt habe. Wollte das auch erst, wenn ich das Teil lang genug probieren konnte. Ob ich die Teile hier rüber schippere, samt Ersatzsteinen, den Erweiterungen etc. hängt unter anderem auch davon ab, wie hier das Interesse ist. Wer grundsätzlich an dem System interessiert ist, kann sich bei mir per mail melden.

    Fragen hier im thread, das Ding ist aufgebaut. Nicht wundern, falls sich der Text meines Berichtes ändern sollte Eventuell nehme ich Fragen und Antworten, die sich hier ergeben, mit auf.

    Pitter
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  8. #7
    Forumsbetreiber Avatar von pitter
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    AW: Review: Wicked Edge Precision Sharpener

    Weil bei mir schon einige nachgefragt haben - ich bin weiter an der Kiste dran, aber wies halt immer so ist bis man mal Antwort bekommt. Die Jungs haben mich gerade angeschrieben, sind aber schon wieder auf Tour. Näheres erst nächste Woche - hoffentlich.

    Ich will vor allem klären, wies mit Ersatzteilen, Zubehör etc, aussieht. Wenn ich das Teil anbiete, dann nur, wenn ich auch das hier vor Ort habe.

    Pitter
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  9. #8
    Registrierter Teilnehmer Avatar von Gandi
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    AW: Review: Wicked Edge Precision Sharpener

    Jetzt sehe ich das erst! Danke!

    Bleib weiter dran, Interesse besteht auch hier!

  10. #9

    AW: Review: Wicked Edge Precision Sharpener

    Hallo Pitter,

    astreiner Bericht! Wirklich ausführlich und sehr angenehm geschrieben.

    Wenn der Wicked Edge preislich ein gutes Stück unterhalb einer Tormek bliebe,
    wäre das eine echte Alternative - den Lansky würde ich wohl nicht vermissen.

    Vielen Dank,
    Steffen

  11. #10
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    AW: Review: Wicked Edge Precision Sharpener

    Das Wicked Edge System sieht gut aus, und Pitters Bericht dazu läßt mich auch überlegen, ob ich Lansky & Co. rausschmeiße. Der Preis, der schon in Übersee aufgerufen wird, ist aber auch nicht ohne... Naja, das heißt dann wohl sparen...

    Was ich aber nicht weiß bzw. herausgefunden hab, ist, ob der Sharpener auf der Platte nur aufliegt oder durch Bolzen/Schrauben auf der Platte befestigt wird. Als Alternative anstelle der Granitplatte - Pitter hat ja schon ein paar Vorschläge dazu unterbreitet - bietet sich evtl auch eine 22 mm starke FZB-Platte an (FZB = Fahrzeugbau, meist in Film-/Siebbeschichtung erhältlich. Filmbeschichtung = glatte Oberfläche, Siebbeschichtung = rauhe Oberfläche), wem die Multiplex-Optik der Kanten gefällt bzw. nicht weiter stört. Und das "evtl" mache ich davon abhängig, ob und wie das System auf der original Granitplatte befestigt wird. Solche Platten kriegt man unter Umständen im Baumarkt in der Restekiste für absolut kleines Geld.

    Grüße,
    Church

  12. #11
    Forumsbetreiber Avatar von pitter
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    AW: Review: Wicked Edge Precision Sharpener

    Zitat Zitat von Church Beitrag anzeigen
    Was ich aber nicht weiß bzw. herausgefunden hab, ist, ob der Sharpener auf der Platte nur aufliegt oder durch Bolzen/Schrauben auf der Platte befestigt wird.
    Der Halter wird mit zwei Schrauben befestigt.

    Solche Platten kriegt man unter Umständen im Baumarkt in der Restekiste für absolut kleines Geld.
    Sollte halt schwer genug sein. Oder sehr groß Sonst gibts Gewackel.

    Pitter
    Geändert von pitter (20.02.09 um 10:12 Uhr)
    "Sagen, was man denkt. Und vorher was gedacht haben." - Harry Rowohlt

  13. #12
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    AW: Review: Wicked Edge Precision Sharpener

    Zitat Zitat von pitter Beitrag anzeigen
    Sollte halt schwer genug sein. Oder sehr groß Sonst gibts Gewackel.

    Pitter
    Ich bin überzeugt, daß eine 22 mm starke Multiplexplatte, ob beschichtet (= FZB) oder nicht, in der Größe (oder etwas größer, vllt. 300 x 400 mm) der gezeigten Granitplatte und vom Gewicht her ausreichend sein sollte. Mit etwas handwerklichem Geschick läßt sich schon die eine oder andere passende Unterlagen zurechtmachen.

    Sag an Pitter, wirst Du das System in Deutschland anbieten? Nur mal so aus Neugier...

    Grüße,
    Church

  14. #13
    Forumsbetreiber Avatar von pitter
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    AW: Review: Wicked Edge Precision Sharpener

    Zitat Zitat von Church Beitrag anzeigen
    Sag an Pitter, wirst Du das System in Deutschland anbieten? Nur mal so aus Neugier...
    Was ist an meinem Beitrag #7 unklar? Grundsätzlich ja. Wenn ich das Gefühl habe, der Hersteller zieht mit. Wenn nicht, dann nicht. Ich mache lange genug mit US Lieferanten rum, das übliche Geschisse tue ich weder mir noch potentiellen Kunden an.

    Pitter
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  15. #14
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    37 AW: Review: Wicked Edge Precision Sharpener

    @Pitter:
    Schick mir bitte einen kleinen Eimer voll Asche und einen großen alten Kartoffelsack...
    Wer lesen kann, ist immer klar im Vorteil...

    Grüße,
    Church

  16. #15
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    AW: Review: Wicked Edge Precision Sharpener

    Hallo Church ,
    ich habe das System am Wochenende auf ein Reststück Arbeitsplatte
    Dicke 40 mm geschraubt. Die mitgelieferten Schrauben sind für eine ca. 30 mm Platte gedacht => ein bischen tiefer angesenkt und dann hat es gepasst.

    Vom Gewicht her ist es vollkommen ausreichend , nichts wackelt.

    Kosten des Reststücks Arbeitsplatte 40 x 40 cm inkl. Zuschneiden 3 Euro.

    Grüße Günni

  17. #16
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    AW: Review: Wicked Edge Precision Sharpener

    Vielen Dank für den sehr ausführlichen Test.

    Ich habe mir den WE Shärfer auch erstmal auf eine Holzplatte geschraubt.

    Kleine Anregung:

    Da ich das bisherige Höchstmaß an Schärfe bislang an dem EdgePro Apex erreicht hatte (leider nicht immer konstant reproduzierbar), habe ich mir die 320er und 800er blanken Steine von EdgePro bestellt.

    Aus POM habe ich sodann vier Handles gefräst und darauf Aluschienen verschraubt. Auf diese sind wiederum die Steine mit Epoxy geklebt.

    Die anderen beiden Handles, links im Bild, habe ich so gebaut, dass ich das 3000er und 7000er Polierpapier von EdgePro einsetzen kann.

    Genauso wie die Diamanthandles, sind meine Nachbauten genau 30 Millimeter dick, so dass ich ohne Umstellerei des Winkels wechseln kann.

    Funzt prima!

    Gruß
    MXL




  18. #17
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    AW: Review: Wicked Edge Precision Sharpener

    Hallo liebe Forumiten,

    eine kleine Anregung zur Aufrüstung des Wicked Edge Precision Sharpener.

    Die Winkellehre stellt nur eine ungefähre Angabe dar, da diese abhängig von der Klingenhöhe ist.

    Mit einem sogenannten Neigungsmesser ( ca. 10 Euro ) aus dem Baumarkt lässt sich der Winkel problemlos einstellen. Der hier abgebildete hat auch eine
    magnetische Fläche , er hält sehr gut auf den Diamantträgerplatten.

    Gruß

    Günni
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  19. #18
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    AW: Review: Wicked Edge Precision Sharpener

    Hallo Peter,
    gibt es schon Informationen, wann die erste Lieferung aus den USA ankommt? Ich hoffe, dass du genug Interessenten für eine größere Bestellung zusammen bekommen hast.

  20. #19
    Forumsbetreiber Avatar von pitter
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    AW: Review: Wicked Edge Precision Sharpener

    Zitat Zitat von Lord Beitrag anzeigen
    Hallo Peter,
    gibt es schon Informationen, wann die erste Lieferung aus den USA ankommt? Ich hoffe, dass du genug Interessenten für eine größere Bestellung zusammen bekommen hast.
    Könnten mehr sein Ich warte eigentlich noch auf Bilder, damit ich das Ding auch in den Webshop stellen kann.
    Egal wie, bestellt wird diese Woche noch vor der IWA.

    Servus
    Peter

    Edit:

    Verkaufsposting ist im Marktplatz: http://www.messerforum.net/showthread.php?t=67642
    Fragen dazu bitte per mail/telefon.

    Hier gehts mit technischen Fragen weiter.
    Geändert von pitter (09.03.09 um 09:21 Uhr)
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  21. #20
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    AW: Review: Wicked Edge Precision Sharpener

    Hallo,

    ich habe den Wicked Edge und kann Pitters Review nur zustimmen.

    Das Teil ist wirklich einfach einsetzbar und bringt gute Ergebnisse.

    Wichtig ist noch das Notieren der Position der Klinge beim Schleifen, wobei ja die mitgelieferte Lehre unterstützt. (bin über 40 )

    Ich bin nicht sicher, ob das irgendwo stand: für Recurve-Klingen eignet sich das Teil leider noch nicht. Hier wäre es interessant, wenn es in Zukunft noch Schleifsteine mit Abrundung oder zylindrischer Geometrie gäbe.

    Insgesamt hat das Gerät Hand und Fuß.

    Mangels Steinplatte schraube ich den Fuß einfach mit einer Schraubzwinge an der Arbeitsplatte fest. Hat bisher prima gehalten.

    Ich habe auch die 1000er Steine und bin gespannt auf die von Pitter angekündigten noch feineren, die das Set sicher gut ergänzen.

    Gruß
    Waldfarn

  22. #21
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    AW: Review: Wicked Edge Precision Sharpener

    wau, das ist ja mal ein ding. wäre vielleicht genau das richtige, um irgendwann mal mein lansky zu ersetzen. momentan stehen dem noch der preis und die größe im weg (studentenbudget und studentenbude...).

    am lansky mag ich die möglichkeit, die klinge fest einzuspannen. umspannen halte ich für vollkommen überflüssig bei den geometrien und größen, die ich so bearbeite. ich mag auch die ölschmierung und die polierte optik am ende. überlege mir, den 2000er-stein zu kaufen. mich stört nur, dass die steinchen etwas klein sind, schon nach ein paar monaten abnutzungserscheinungen zeigen (keramik-version mit 5 steinen), außerdem finde ich das ganze system leicht instabil. es scheint mir, als würde der winkel beim wechsel der steine leicht verändert, je nachdem, wie man die stäbe verschraubt hat und wie sich diese durchbiegen. zuletzt nervt mich, dass die klinge vor allem bei dünnen messern nicht gerade in der klemme sitzt. ich muss also darauf achten, wie herum ich das messer beim letzten mal eingespannt hatte, damit der winkel erhalten bleibt.

    gestern hab ich dieses apex-ding bei youtube gesehen. sieht auf jeden fall stabiler aus. ich frage mich nur, ob die steine wirklich so groß sein müssen. vor allem bei runden schneiden liegt doch nur ein kleiner teil davon auf. außerdem finde ich das rumgeschwabbel mit der klinge nicht, wenn man das messer nicht fest einspannen kann (oder doch?). und zu groß ist mir das ding auch noch.

    das spyderco-set wird ja auch von vielen hier empfohlen, aber da fehlt mir die fixiermöglichkeit. eine neue schneide kann man damit wohl kaum in vertretbarer zeit herstellen, schätze ich mal. dem teil fehlen die groben steine...

    jetzt sehe ich hier das wicked edge system. scheint mir ein ziemlich perfekter kompromiss zu sein. dabei frage ich mich nur folgendes:
    muss man damit trocken schleifen? gibt's dafür kein öl oder ähnliches?
    beim lansky wird in beide richtungen geschärft. mir scheint, dadurch bekommt man schneller eine glatte oberfläche als wenn man nur in eine richtung schleift. müsste doch mit diesem system hier prinzipiell auch gehen, oder übersehe ich da was?
    wie sieht es mit der politur aus? auf den bildern sieht man noch sehr deutlich die spuren vom stein, sieht das nach dem bearbeiten mit den abziehsteinen besser aus? was hat es damit überhaupt auf sich, taugen die dinger? (ich hab noch nie mit einem leder geschärft...)

    was den winkel angeht: in einem anderen thread habe ich mich bereits darüber ausglassen, gleiches sollte auch für dieses system gelten. ich möchte schon in etwa meinen winkel einstellen können, um nicht zu viel abtragen zu müssen oder den winkel auf die nutzung des messer abstimmen zu können. darüberhinaus halte ich es wie pitter, einzelne grade und der verlauf an der spitze sind mir relativ egal.

    werde dieses gerät auf jeden fall im auge behalten .

    gruß, max

    edit: mir ist nochwas eingefallen. gibt es vielleicht in zukunft mal steine für wicked edge, mit denen man messer mit wellenschliff oder konkaver schneide schärfen kann, also solche mit runder oder gar spitzer unterseite?
    Geändert von meister eder (27.10.09 um 18:23 Uhr)

  23. #22
    Forumsbetreiber Avatar von pitter
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    AW: Review: Wicked Edge Precision Sharpener

    Zitat Zitat von meister eder Beitrag anzeigen
    jetzt sehe ich hier das wicked edge system. scheint mir ein ziemlich perfekter kompromiss zu sein. dabei frage ich mich nur folgendes:
    muss man damit trocken schleifen? gibt's dafür kein öl oder ähnliches?
    Ja - nein, wozu soll das gut sein?

    beim lansky wird in beide richtungen geschärft. mir scheint, dadurch bekommt man schneller eine glatte oberfläche als wenn man nur in eine richtung schleift. müsste doch mit diesem system hier prinzipiell auch gehen, oder übersehe ich da was?
    Da ich nie gegen die Schneide schleife, schleife ich immer in eine Richtung, egal womit. Falls Du in beide Richtungen schleifen willst, geht das natürlich auch.

    wie sieht es mit der politur aus? auf den bildern sieht man noch sehr deutlich die spuren vom stein, sieht das nach dem bearbeiten mit den abziehsteinen besser aus? was hat es damit überhaupt auf sich, taugen die dinger? (ich hab noch nie mit einem leder geschärft...)
    Man sieht immer die Spuren der letzte Körnung , ok fast immer, man kann ja drüberpolieren. Ich verwende die Steine nur bis 600, wenn mir langweilig ist bis 1000. Mir reicht das, sehr fein zu schleifen ist für mich bei meinen Alltagsmessern unnötig. Für andere nicht, das kann man nicht diskutieren, das muss jeder ausprobieren und für sich entscheiden.

    Jedenfalls gibts die Steine bis 1000 (sobald ich wieder welche habe, sind ausverkauft), darüber hinaus ganz neu auch zwei Keramiksteine.

    Die Lederdinger halte ich für rausgeschmissenes Geld, und wenn mich nicht jemand mit einem Kauf zwingt, werde ich die auch nicht anbieten. Zum Abziehen brauchts keinen festen Winkel, und wenn, dann einen steileren, als beim Schliff. Bis ich da rumgehampelt hab, habe ich mit einem Abziehleder zehn Messer fertig.

    Ich verwende diesen Leder Schraubspannriemen, aus genau diesem Laden:
    http://www.scharferladen.de/shop/sch...4e5c5227476562

    Drei, viermal pro Seite drüber, fertig.

    Ich möchte an dieser Stelle explizit betonen, dass die von Susanne verschickten Visitenkarten - siehe unten - nicht, aber auch gar nichts damit zu tun haben, dass ich dort gekauft habe

    Falls Du Messer noch nie abgezogen hast, fang damit an. Ich bin wirklich nicht der Schärfphilosoph, der jedes Karbid mit Namen kennt. Aber das merkt man auch in der Praxis.

    edit: mir ist nochwas eingefallen. gibt es vielleicht in zukunft mal steine für wicked edge, mit denen man messer mit wellenschliff oder konkaver schneide schärfen kann, also solche mit runder oder gar spitzer unterseite?
    Wie soll Welle gehen? Vernünftig geht das nur mit passenden Feilen. So drübergeschrubbt auch mit der schmalen Kante des Sharpmakers.

    Balliger Schliff: Dito. Ich sags mal so, wer ich Messer mit balligem Schliff kauft, hat Pech, weiss was er tut, oder schickts zu Jürgen. In den Bandschleifer eintauchen, fertig. Oder, wer will, macht eben mit weichen Unterlagen und Schleifpapier rum. Aber dafür sind solche Schärfsysteme eben nicht gedacht. Genausowenig, wirst Du ein American Tanto, oder einen extremen Recurve damit schärfen können.

    Pitter
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  24. #23
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    AW: Review: Wicked Edge Precision Sharpener

    Ein Kunde hat mich auf die Idee gebracht - Gummierung, um die Klinge zu schützen.
    Kann dann so aussehen:



    Weitere Infos zu Plasti Dip - so heisst das Produkt - hier: http://www.messerforum.net/showthread.php?p=690263

    Pitter
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  25. #24
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    37 AW: Review: Wicked Edge Precision Sharpener

    Ich habe heute meinen nigel nagel neuen Wicked Edge abgeholt, aufgebaut und in Betrieb genommen.

    Zur Probe dann ein Opinel eingespannt.
    Wow mit den 100/200 Steinen kann man mit etwas Energie (Ex Wasserballer) und Enthusiasmus wirklich viel Material abtragen.
    Das was dann vom Opinel übriggeblieben ist war dann aber auch anständig scharf.

    Muß mir wohl doch angewöhnen Betreibsanleitungen zu lesen oder auch threads.

    Mir ist klar das jedes Messer anders ist und ich für mich selbst herausfinden muß wie welches Messer behandelt werden sollte.

    Trotzdem.

    Gibt es irgendeine Empfehlung wie fest man die Steine auf die Klinge drücken sollte , ehr vorsichtig ? bis man heftige Schrupp Geräusche wahrnimmt? was auch immer. Wie gesagt der Materialabtrag kann ganz schön heftig sein.

    Werde weiter üben.


    Der Fusiolage

  26. #25
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    AW: Review: Wicked Edge Precision Sharpener

    Generell sollte man bei Diamantschärfern nicht so stark aufdrücken, weil die kleinen Diamantstücke sonst ausbrechen können.


    Ookami

  27. #26
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    AW: Review: Wicked Edge Precision Sharpener

    Zitat Zitat von Fusiologe Beitrag anzeigen
    Gibt es irgendeine Empfehlung wie fest man die Steine auf die Klinge drücken sollte , ehr vorsichtig ?
    Gerade soviel, dass die Schneide durch die Diamanten geschärft wird. Und nicht durch die Kraft Deiner Unterarme Und 100/200 ist zum Nachschärfen schon ein wenig grob.

    Pitter
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  28. #27
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    AW: Review: Wicked Edge Precision Sharpener

    Tolles, sehr ausführliches Review und echt fette Fotos...
    Vielen Dank, das hat Spaß gemacht zu lesen...
    Grooz
    chIntz

  29. #28
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    AW: Review: Wicked Edge Precision Sharpener Gen II

    Die ersten Wicked Edge Precision Sharpener Gen II sind da.

    Was ist neu:
    • Der Klemmbacken, der fixert auf der Grundplatte steht, bekam eine Edelstahl-Gewindeeinlage für die Klemmschraube. Die kann man so noch fester anziehen und so die Klingen mit noch mehr Kraft fixieren.
    • Der bewegliche Klemmbacken ist etwas länger, am Fuß bekam er Abschrägungen, um noch mehr Klemmkraft auf die Klinge zu bringen.
    • Bohrungen in der Schiebestange fixieren die Klemmschraube der Schleifteinhalter und verhindern, daß sich die Winkelhalter ungewollt verschieben
    • Das System wird in einer neuen Verpackung geliefert und ist bereits vormontiert
    • Die Klemmbacken bekamen ein glatteres Finish, um Kratzer an den Klinge zu vermeiden
    • Auf den Schleifsteinen des Basissets befindet sich eine Angabe der Körnung der unterschiedlichen Schleifflächen (Körnung 100/200/400/600)


    Meine persönliche Meinung dazu: Nett. Aber nichts, was diejenigen unruhig machen müsste, die bereits einen Wicked Edge haben.

    Die Klemmung war für mich bisher immer ausreichend. Wer ein 4 Pfund Messer mit dem Wicked Edge schleifen will, hat eh ein Problem, Klemmung hin oder her - um sehr große Messer zu fixieren, bräuchte es einen größeren Aufbau. Den Mechaniker freut die Gewindeeinlage aus Prinzip

    Die Bohrungen in der Gewindestange sind tatsächlich praktisch - es gab schon ein paar Kunden, die genau das als Verbesserungsvorschlag eingebracht haben. Jetzt halten die Führungsstangen sicher den eingestellten Winkel.

    Wenn ich ehrlich bin, für mich, der ich den Wicked Edge verkaufen möchte, ist die neue Verpackung das wichtigste Die bisherige, labberige Pappschachtel und die herumfliegenden Einzelteile haben mich von Anfang an gestört. Jetzt kommt der Wicked Edge ordentlich verpackt und fertig montiert zum Kunden.

    Daß auf den Schleifsteinen jetzt auch die Körnung steht, ist nett. Weniger bei den Standardsteinen - die kann man problemlos auseinander halten. Bei den 800/1000 oder Keramik wirds aber schwierig, wenn man nicht immer den Zettel mit den Farbcodes bei der Hand hat

    Das neue, glattere Finish soll helfen, Kratzer zu vermeiden. Kann sein, kann nicht sein. Klar ist, wenn man eine Klinge in Alu-Spannbacken klemmt, kann man nie ausschließen, dass sie Kratzer bekommt - gerade dann, wenn man die Klemmung nicht fest genug macht und die Klinge beim Schleifen an den Backen reibt. Also fest einklemmen und die Klinge nicht mit Druck, sondern mit den Schleifsteinen schleifen

    Was sich allerdings massiv geändert hat, sind die Preise. Das liegt daran, dass erstens der Hersteller die MSRPs erheblich angehoben hat, alleine der Schärfer stieg von 200USD auf aktuell 250USD MSRP - wie üblich für US-Preisangaben jeweils ohne Mehrwertsteuer. Auch die Schleifsteine wurden erheblich teuer - wobei man immer sehen muss, dass man bei einem Set Schleifsteine immer vier Diamant- oder Keramikschleifflächen bekommt. Zweitens hat der USD hat seit Anfang 2009 - als ich den Vertrieb übernommen und die Preise kalkuliert habe - erheblich an Wert gewonnen. Da komme ich nicht an einer Preiserhöhung vorbei.

    Für MF Mitglieder werd ich mir wieder was überlegen, das steht dann aber im Marktplatz.

    Technische Fragen hier; Anfragen, Bestellungen - und alles andere, was mit Verkauf zu tun hat - bitte per mail.

    Pitter
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  30. #29
    Registrierter Teilnehmer Avatar von cheez
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    AW: Review: Wicked Edge Precision Sharpener

    Nochmal ein paar Bildeindrücke und ein Kurzreview

    Kurzum, das Ding lohnt sich. Ich hatte vorher die Diamantstäbe vom Sharpmaker [SM], die haben gegen den WickedEdge [WE] kaum Abtrag. Behalten tu' ich sie trotzdem, für die elendigen Recurves, aber ansonsten haben die ausgedient. Wobei ich aktuell nur von den Standardkörnungen des WickedEdge spreche, die beim normalen Paket dabei sind, man kann ja noch die groben 50er und 80er Körnungen nachrüsten (was bei mir auch noch irgendwann passieren wird, bin nämlich recht ungeduldig).

    Der WE schleift auch, wenn man sich Mühe gibt, die Klingenspitze vernünftig (nach), etwas, was mit dem SM kaum hinbekommt. Und, das ganze geht vergleichsweise schnell.



    Kurzum, klare Kaufempfehlung für Leute, die wenig Geduld beim Schleifen haben, und eine saubere, Reproduzierbare Schneide haben wollen.

    Einziges Manko - die Plaste-Kanten der Steiner sollten mMn. bündig mit der Schleifplatte abschließen, dann kommt man bei Messern ohne Schleifkerbe besser an das Ricasso ran.

    Gruss (und danke an pitter)

    Keno
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    But boys will be boys and girls have those eyes
    That will cut you to ribbons sometimes
    And all you can do is just wait by the moon
    And bleed if it's what she says you ought to do

  31. #30
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    AW: Review: Wicked Edge Precision Sharpener

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    Moin,

    eine Bastelstunde und zwei scharfe Messer später gebe ich auch mal meinen Senf dazu

    Das Dingen ist echt nicht schlecht und das Ergebnis durchaus gut.
    Jedenfalls rasieren beide Messer (Sebi BG42 und Böker Titan Worker) wieder oder endlich

    Ich hatte vom Einbau unserer Küche noch ein Stück 40er Arbeitsplatte übrig, das ich auf 30x30 zusägte. Bohrschablone gebastelt, 5er Löcher durchgebohrt und mit einem 10er angesenkt. - Passt. - Fast.
    Die Senklöcher sind jetzt zu tief für den beiliegend Inbus. Aber zum Glück war in meiner Schatzkiste ein passender zölliger Bit vorhanden.
    Nun ist es stabil montiert und wackelt nicht.

    Als Grobmotoriker musste ich doch ganz gut üben, um den Bewegungsablauf beim Schärfen intus zu bekommen.
    Letztlich habe ich jedoch erst einmal nur je von einer Seite gearbeitet, um den Grat besser fühlen zu können.
    Mit den feineren Schleifplatten gings dann beidhändig nach Gefühl.
    Danach noch auf dem Leder abgezogen - Mist Scharf ist anders.
    Klinge genau angeschaut. Immer noch gratig.
    Also einfach den Sharpmaker bemüht und ganz sacht auf den feinen Steinen bei 40° abgezogen.
    Dann noch mal übers Leder - hairpopping

    Nun weiß ich nicht, ob ich den Sharpmaker doch behalte, um den letzten Feinabzug machen zu können oder ob ich die feineren Schleifplatten noch bestelle.
    Mein Gatco Set werde ich jetzt jedenfalls endgültig in Rente schicken.
    Das hat definitiv ausgedient.

    Willi

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