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Thema: Was sich durch das neue Waffenrecht ändern wird

  1. #1
    Registrierter Teilnehmer MF-Lampentester
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    Avatar von HankEr
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    Was sich durch das neue Waffenrecht ändern wird

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    Hier nocheimal eine Zusammenfassung dessen was sich im neuen Waffenrecht (welches heute den Bundestag passiert hat (die Zustimmung im Bundesrat scheint wohl nur noch Formsache zu sein)) im Bezug auf Messer, sowie Hieb- und Stichwaffen --- ändern wird.

    Verboten werden die folgenden Gegenstände:
    • Springmesser deren Klinge nicht seitlich aus dem Griff kommt
    • Springmesser deren Klingenhöhe nicht mindest 20% der Länge beträgt
    • Faustmesser (Ausnahme Jäger und Kürschner)
    • Butterflymesser
    • Wurfsterne


    Alle Waffen (also auch Dolche, Schlagstöcke, Bajonette, alle Springmesser, Speere, Armbrüste, ...) müssen dann vor Abhandenkommen gesichert aufbewahrt werden.

    Nach Inkrafttreten des Gesetzes wird es wohl eine 4 Monatige Übergangsfrist mit einer Amnestie für alle die geben, die die dann verbotenen Waffen, zerstören, von ihrem Verbotsmerkmal befreien, oder abgeben.
    "Wer zweifelt, detoniert nicht" --Dieter Nuhr

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  3. #2
    Registrierter Teilnehmer Avatar von effect100
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    Klasse

    aber was mach ich jetzt mit meiner Sammlung

    :boes: :angry: :boes:

    Gruß

    A. :boes:

  4. #3
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied Avatar von Hocker
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    Re: Was sich durch das neue Waffenrecht ändern wird

    Original geschrieben von HankEr
    Alle Waffen (also auch Dolche, Schlagstöcke, Bajonette, alle Springmesser, Speere, Armbrüste, ...) müssen dann vor Abhandenkommen gesichert aufbewahrt werden.
    Das heißt alle Springer (auch ein winz UDT) sind Waffen im Sinne des Waffengesetzes ???

  5. #4
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    Jau, Dein MT mini-UDT muss jetzt in den Panzerschrank, damit keiner mit dem furchtbaren Teil eine Bank ausraubt oder in Lichtenstein einmarschiert.

    Für's 20 cm Chefmesser reicht die Küchenschublade als Aufbewahrungsort.

  6. #5
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    [QUOTE]Original geschrieben von effect100
    [B]Klasse

    aber was mach ich jetzt mit meiner Sammlung

    Auf gar keinen Fall wegwerfen oder weinend abgeben, Du kleines Dummerle.
    Das was auf der Hand liegt und was jeder Sammler den ich kenne inklusive meiner Wenigkeit schon gemacht habe. Deine Lieblinge zu Freunden in´s benachbarte Ausland "auslagern". Wenn Du dort niemanden kennst, wirds jetzt Zeit Kontakte zu knüpfen. Es soll schon welche gegeben haben, die sich zu dritt oder viert ein Bankschließfach im Deutschsprachigen Ausland teilen.

    Der Kram ist weg aber bei dem salamitaktisch, scheibchenweise entmündigten Bürger macht sich immer mehr ein schales Gefühl breit. Zur Wahrung der Interessen dieses Staates(Macht und Money) wirst Du oder Deine Nachkommen im Ausland in Krieg und Tod geschickt, aber im eigenen Land wirst Du wie ein unmündiges, latent verdächtiges Subjekt behandelt.

    Dieses Land verkommt immer mehr zu einer Diktatur. Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht. Einfach nur noch Widerlich.

  7. #6
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    Ich bin wirklich froh, keine Sammlung zu besitzen...

    Da werden sich bestimmt bald einige Händler von Sicherheitszubehör (ABUS, BKS, BURG, Panzerglas etc.) die Hände reiben, und in einigen Läden werden die "Spielzeug"-Tresore bald von den Paletten vergriffen sein.
    Nur:
    Was haben die vielen Hobby- oder semiprofessionellen Messermacher jetzt zu erwarten ?

    Gruß Andreas/L

  8. #7
    Registrierter Teilnehmer Avatar von Nidan
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    Totaler Mist das Ganze, mich betrifft es zwar kaum weil ich nur ein Herbertz-Butterfly hab und sonst nix was verboten wird und weil ich ja mein UDT zu meinen Pistolen in den Kasten packen kann, aber ne Sauerei ist es trotzdem :fack:

    Was ich noch net ganz so durchschau ist die Sache mit den Schlagstöcken, kann man die nicht vielleicht als Trainingsgeräte und nicht als Waffen laufen lassen ?

  9. #8
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    Avatar von HankEr
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    Tja, warten wir mal ab. Die Art der Unterbringung ist ja nirgends geregelt. Es werden nicht wie bei erlaubnispflichtigen Waffen bestimmte Sicherheitsstufen gefordert, also dürfte verschlossene Schublade wohl reichen. Und das Thema Schlagstock, da ist die Interpretation immer noch wie im aktuellen Gesetz, "Bestimmt ist...".

    Hast Du einen Spazierstock, dann ist das eine Gehhilfe. Wird er als CombatStick vermarktet ist er wohl eine Waffe. Der kurze schwarze aus dem ArmyShop ist eine Waffe, aus dem Erotikshop ein Dildo. Verstehe das wer will, aber wie schon gesagt, Küchenmesser im Flur, UDT verschlossen.

    Naja ich warte jetzt erst mal ab wie es wortwörtlich im überarbeiteten Gesetz aussieht.
    "Wer zweifelt, detoniert nicht" --Dieter Nuhr

  10. #9
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    Da ich ja popoerotisch veranlagt bin, habe ich nur Dildos! Mit Ballistol drauf, damits besser flutscht!!! :angry: :angry: :angry: :angry: :angry: :angry: :angry: :angry: :angry: :angry: :angry: :angry: :angry: :angry:

  11. #10
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    Mal sehn, ob nicht bald noch eine Verschärfung stattfindet,
    in der es dann heisst:
    Alle Messer ab 12cm Klingenlänge
    werden verboten:angry: :angry: :angry: :angry: :angry: :angry:


    Gruß Stefan

  12. #11
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    Es gibt da bereits ganz andere Forderungen: Kriminaloberkasper Bernsee, Vorsitzender des Verbandes deutscher Kriminalbeamter wurde im Rahmen der Novellierung des Waffenrechts als Sachverständiger vor dem zuständigen Ausschuss angehört, und forderte doch tatsächlich ein generelles Messertrageverbot in der Öffentlichkeit zur Reduzierung der Gewaltkriminalität auf Deutschlands Strassen

  13. #12
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    Eine solche Forderung kann nur als paranoid bezeichnet werden.
    Bisher war ich der Ansicht, daß die Rechtssicherheit in Deutschland weltweit vorbildlich ist und nur von wenigen Ländern übertroffen wird.
    Nun einige Überlegungen und Aktionen , die in letzter Zeit in den Zeitungen herumgeisterten:

    -Videoüberwachung öffentlicher Plätze gefordert (Orwell!)

    -Verfassungsgerichtsurteil zur Wehrpflicht ("gleichberechtigt" ist
    IMO eindeutig nicht interpretierbar!)

    -Massengentest in Bayern (Servus Edmund, Generalverdacht im
    Freistaat??)

    -Rasterfahndung

    -Kampfhunddebatte

    -Messertrageverbot gefordert :angry:

    Was ist mit unserem Rechtsstaat los?
    Was kommt als nächstes? Sagt unser oberstes Gericht, daß "abgeschafft" (im Artikel 102 GG) auslegbar ist?
    Wird der Generalverdacht zum Rechtsprinzip?
    Ich hoffe, unser Staat kommt bald zur Räson.


    Der Preis der Freiheit ist ewige Wachsamkeit
    Im kalten Krieg haben unsere Politiker diesen Spruch noch gemocht.

  14. #13
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    @Hayate: bingo

    @Lonestar: "Zur Wahrung der Interessen dieses Staates(Macht und Money) wirst Du oder Deine Nachkommen im Ausland in Krieg und Tod geschickt, aber im eigenen Land wirst Du wie ein unmündiges, latent verdächtiges Subjekt behandelt."
    Yo, Du sagst es

    "Dieses Land verkommt immer mehr zu einer Diktatur. Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht. Einfach nur noch Widerlich."
    Auch nicht falsch, aber wer diktiert? Wenn ein großer Haufen ignorante Idioten einen kleinen Haufen populistische, plutokratische, nepotistische Klientelbediener wählen ist das formalrechtlich leider immer noch Demokratie Und wie soll der Widerstand aussehen? Ziviler Ungehorsam (heißt das auch einfach Nichtbeachtung von Gesetzen)? Aktiver Widerstand (der dann ganz schnell das Etikett "Terrorismus" kriegt)? Oder innere Emigration und damit die Selbstentsagung aller verbliebenen Einflußmöglichkeiten? Die Frage ist durchaus nicht provokant gemeint, ich stelle sie mir vor allem selber...

    Gruß,
    Marko

  15. #14
    Registrierter Teilnehmer Avatar von shindendojo
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    Original geschrieben von Hayate
    Nun einige Überlegungen und Aktionen , die in letzter Zeit in den Zeitungen herumgeisterten:

    -Videoüberwachung öffentlicher Plätze gefordert (Orwell!)

    -Verfassungsgerichtsurteil zur Wehrpflicht ("gleichberechtigt" ist
    IMO eindeutig nicht interpretierbar!)

    -Massengentest in Bayern (Servus Edmund, Generalverdacht im
    Freistaat??)

    -Rasterfahndung

    -Kampfhunddebatte

    -Messertrageverbot gefordert :angry:

    Was ist mit unserem Rechtsstaat los?
    Was kommt als nächstes?
    Als nächstes?
    Schußwaffen, Hunde, Messer, Schlagstöcke ....

    ... ach ja, die bösen Kampfkünste.
    Irgendwann wird dann mal ein 19-jähriger Kampfkünster durchdrehen und viele Leute verletzen, töten, etc.

    ... dann muß man natürlich die ganz gefährlichen, gewaltverherrlichenden Kampfkünste verbieten - also alle, in denen auch mit Waffen und gegen Waffen trainiert wird.

    ... das ganze wird natürlich mit schrecklichen Einzeltaten dem (BILD) - Bürger beigebracht.

    ... dann werden nur noch die Kampfkünste erlaubt sein, die gleichzeitig olympische Disziplin sind. Natürlich wird man eine Art minikleiner Waffenschein für Hände und Füße brauchen.

    ... noch Fiktion, aber in die Richtung geht es doch, oder?

  16. #15
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    Original geschrieben von shindendojo

    ... noch Fiktion, aber in die Richtung geht es doch, oder?
    Ja, Dirk, in diese Richtung gehts mit Volldampf.

    Der neuentstandene Machtkomplex "Europa" wird nach außen hin starke Militärische Eingreif- und Besatzungstruppen (sie werden es Polizei- oder Befriedungsaktion nennen) besitzen und nach Innen hin eine rigerose Überwachung und Unterdrückung anstreben (wer denkt das ist Fiktion, Wochenende in London reicht für einen ersten Eindruck), um das Stimm- und Gelderwirtschaftungsvieh schön brav und gefügig zu halten.


    Auf lange Sicht strebe ich Persönlich das Auswandern an.

  17. #16
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    43 Anfrage ans BMI

    Hallo Leute,
    nachdem Messer in der Berichterstzattung der Waffenmagazine meistens etwas zu kurz kommen, haben wir gestern als Verlag eine offizielle Anfrage ans BMI geschickt.
    U.a solche FGragen was genau unter "Umgang mit gefährlichen Mesern" zu verstehen ist und ob man Schwerter jetzt nicht mehr an die Wand hängen darf.
    Sobald wir Infos haben, werde ich sie posten.

  18. #17
    Registrierter Teilnehmer MF-Lampentester
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    Avatar von HankEr
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    Re: Was sich durch das neue Waffenrecht ändern wird

    die Zustimmung im Bundesrat scheint wohl nur noch Formsache zu sein
    Dieser Teil meiner Aussage dürfte ja mittlerweile Geschichte sein. Andererseits eine neue Möglichkeit darauf zu drängen, daß die Messer die verboten werden sollen wieder aus der Liste herauskommen. Butterflies sind nun einmal keine "besonders gefährlichen" Messer sondern treten wohl nur bei jugendlichen Posern negativ in Erscheinung. Wenn es sowieso so aussieht, daß der Zugang zu Waffen in Zukunft erst ab 21 möglich sein soll, dann reicht es völlig aus wenn diese Messer zwar als Waffen eingestuft werden aber nicht verboten sind.

    Positiv denken und in allem eine Chance sehen! :lach2:
    "Wer zweifelt, detoniert nicht" --Dieter Nuhr

  19. #18
    Registrierter Teilnehmer Avatar von TimM.
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    Oh oh - da kommt wirklich noch einiges auf uns zu - und zwar nicht nur im Messerbereich...

    Der Bürger wird immer weiter bevormundet und die staatliche Gewalt dringt immer mehr in die Privatsphäre unbescholtener Bürger ein. Das Problem: die meisten finden das gar nicht schlimm ("solang´s der Sicherheit dient..." - was es aber nicht tut).

    Wie war das? "Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht"?

  20. #19
    Registrierter Teilnehmer Avatar von effect100
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    ins Ausland

    @Lonestar

    guter Tip ins Ausland mit den Schätzchen. Aber weh tut das dann schon.

    Keine Bewegung, keine Pflege, kein Ausgang,...
    und nur weil man einer Minderheit angehört. Ach ja, und zum Wohle der Bevölkerung natürlich :angry:

    Ich find diese Alibi-Gesetzgebung schade.

    Gruß

    A. :boes:

  21. #20
    Registrierter Teilnehmer Avatar von Cato
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    Original geschrieben von TacHead
    [B formalrechtlich leider immer noch Demokratie [/B]
    Ich glaube wir können das nicht in Kategorien von "Demokratisch" oder "anti-demokratisch" sehen. Wir sind gerade Zeugen des Übergangs von der "Disziplinargesellschaft" Foucaults, die an feststehenden Institutionen, wie der Fabrik, der Schule, der Armee, der psychiatrischen Anstalt und dem Gefängnis festgemacht werden konnte, zur "Kontrollgesellschaft" Deleuzes, deren Instanzen ungleich diffuser, zugleich aber universeller sind (siehe: http://www.terz.org/texte/texte_06_00/kontroll.html )
    Absolute Priorität in der Kontrollgesellschaft genießen "Prävention" und „Sicherheit“, wobei letzteres als die Basis und zugleich das wichtigste aller Grundrechte angesehen wird. Mittels pragmatischen, technologischen Lösungen, wie flächendeckenden Kamerasystemen, wird temporär und punktuell „Sicherheit“ produziert. Das Gefängnis wird somit in die Gesellschaft transportiert. Jeder ist verdächtig- Lauschangriff und Rasterfahndung, kurz die „erweiterte Gefahrenabwehr“, wird zum Symbol dessen, was Rolf Gössner als "präventiver Sicherheitsstaat“ bezeichnet.
    Der Kriminologe Horst Schüler-Springorum meint:
    „Je mehr gerade polizeiliche Prävention betont, es werde organisatorisch-technologische (oder gar rationalistisch issenschaftliche) Kriminalitätsvorsorge betrieben, desto weniger werden Bürger den Verdacht schöpfen, der Preis der Sicherung könnte in Freiheit zu zahlen sein. Sie sollten aber.“

    MfG

    Cato

  22. #21
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    @Cato: da hat er recht der Kriminologe und dass "demokratisch" und "antidemokratisch" keine ausreichenden Kategorien sind sehe ich auch so.
    Womit ich Probleme habe, sind teleologische (oder gar verschwörungstheoretische) Deutungsweisen: historische und soziale Entwicklungen haben kein "Ziel", sie sind kontingent. Und das eigene Erleben als die Zeit des Übergangs von einem philosophisch definierten Zustand in den anderen zu betrachten birgt die Gefahr, entweder bequem inaktiv zu werden ("ich kann ja eh nix machen") oder sich in eine fanatische Antihaltung zu begeben, die weitere Entwicklungen in die erwartete zwingt statt sie objektiv zu prüfen und die schlußendlich ebenso zum Rückzug oder zu extremen Handlungen wie Terrorismus führen kann.
    Man kann natürlich auch aus seinem Elfenbeinturm heraus prüfen und kritisch reflektieren bis es zu spät ist, da hast Du wohl Recht
    Gruß,
    Marko

  23. #22
    Registrierter Teilnehmer Avatar von Cato
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    Wobei man schon Verschwörungsphantasien bekommen könnte, wenn man das so liest: http://www.n-tv.de/3009709.html
    Naja, jetzt fällt es den Waffenbesitzern auf den Kopf, daß viele vor einiger Zeit meinten "sind ja nur Kampfhunde", denn das System ist dasselbe. Der Irre hat die Vorderschaftrepetierflinte nicht verwendet-trotzdem weg damit, er hat nur 40 Schuß verfeuert- weg mit großen Munitionsmengen zu Hause, er hat im Verein immer nur statisch geschossen- weg mit IPSC( das ja einige Naive für "kampfmäßiges Schießen halten), etc. - all das läuft nach demselben Muster ab, wie damals bei Erlassung der HVs.
    Der Rechtsstaat schlägt hart& präventiv zu, trifft aber garantiert nicht- was solls, es muß ja was getan werden- und einige Funktionärsärsche kochen ihr eigenes Süppchen indem sie sich an Vater Staat anbiedern und so hoffen den Verboten zu entgehen...

  24. #23
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    @Cato
    Wenn man daran glaubt, daß menschliche Dummheit nach oben beschränkt ist, dann kann man die Verschwörung nicht als Phantasieprodukt ansehen. Die Berichterstattung im o.a. Link ist IMO besonders übel und tendenziös. Es ist fast ein Wunder, daß ein bei Verstand gebliebener Politiker zitiert wird. Am Verstand eines unter 25-jährigen, der sich erfrecht, eine Waffe besitzen zu wollen, soll bald von Staats wegen prinzipiell gezweifelt werden, aber ein Politiker, der dem Volk die totale Sicherheit (bei "leichten Freiheitseinbußen") suggerieren möchte, findet allgemein Zustimmung. Dasist jedenfalls paranoider, als eine Verschwörung zu vermuten.
    Diese Überreaktionen sind ja beinahe englische Art ,wie nach dem Dunblane-Zwischenfall . (Und ich werde nie wieder behaupten, die Baronin von Kesteven habe damals Unrecht gehabt, aber das ist OT.)

  25. #24
    Registrierter Teilnehmer Avatar von Nidan
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    So eine bescheuerte Gesetzgebung die nur aus populistischen Gründen Gesetze ändert oder verschärft, hat wirklich mit Demokratie nicht mehr viel zu tun.


    Übrigens sehr schöner Avatar Cato

  26. #25
    Registrierter Teilnehmer Avatar von crashlander
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    Eine Frage hätte ich dazu noch: Bleibt die Höchstklingenlänge von 8,5 cm bei Springmessern bestehen? Ich gehe mal davon aus

  27. #26
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    Tja, der offizielle Entwurf wie er nun den Innenausschuß verlassen und den Bundestag passiert hat ist mir leider noch nicht bekannt. Eigentlich hätte er am Montag veröffentlicht werden sollen, aber dank Erfurt scheint das bis heute noch nicht geschehen zu sein.



    Ich gehe aber davon aus, daß der aktuelle Stand ist, daß Springmesser deren Klinge zur Seite hin öffnen im wesentlichen nach den alten Kriterien eingestuft werden (also inkl. durchgehendem Rücken der sich zur Schneide hin verjüngt) allerdings muß die Klingenhöhe dann statt 14% mindestens 20% der Klingenlänge betragen. Und Springmesser sind in Zukunft auf jeden Fall Waffen. Also Besitz erst ab 18 (wer weiß vielleicht auch bald 21) und sie müssen gegen Abhandenkommen gesichert aufbewahrt werden.



    Da sich aber 4 der im Bundestag vertretenen Parteien nun kurz nachdem der aktuelle Entwurf inkl. einiger Änderungen vom Bundestag mit riesen Mehrheit verabschiedet worden ist "Verschärfung des Waffenrechts" auf die Fahnen geschrieben haben ("Was kümmert mich am Samstag mein Geschwätz vom Freitag?") ist fraglich was sich hier in naher Zukunft im Bundesrat und im Vermittlungsausschuß noch alles im Blitzkriegtempo einschleicht.
    "Wer zweifelt, detoniert nicht" --Dieter Nuhr

  28. #27
    Registrierter Teilnehmer Avatar von TimM.
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    Wenn das Mindestalter für Waffenbesitzer auf 21 angehoben wird, sind dann nur Schußwaffenbesitzer betroffen oder auch Besitzer von Dolchen etc.?

    Zählen nur solche Messer als Waffen, die erst ab 18 Jahren frei verkauft werden oder auch solche, die vor Gericht nach Ermessen eines Sachverständigen/Richters als Waffe eingestuft werden können?

  29. #28
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    Hallo Tim,
    wenn Messer erst ab 18 frei verkauft werden, dann handelt es sich immer um Stichwaffen nach dem WaffG. Die Händler schneiden sich ja nicht selbst ins Fleisch und verzichten freiwillig auf einen Teil ihrer Kunden. Das Überlassen von Stichwaffen an Personen unter 18 ist nun mal untersagt.

    Bezüglich der ersten Frage ist davon auszugehen, dass in dem neuen WaffG eine Erhöhung des Mindestalters erfolgen wird. So wie ich die Stimmung im Moment einschätze wird das auch auf Stichwaffen Anwendung finden.

    Ich habe es leider noch nicht geschafft, mir den Entwurf des neuen WaffG, auf den in den anderen Threads verwiesen wird, herunterzuladen. Irgendwie macht da immer mein Modem schlapp. Vielleicht kann mir den ja mal einer zumailen.

  30. #29
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    Ich probiers mal: Da die PDF-Datei relativ groß ist, hier nun der Link zum aktuellen Entwurf zum neuen Waffengesetz wie er am 26.04.2002 vom Bundestag angenommen wurde. Was die Schusswaffen betrifft, ist das ja schon wieder überholt. Ich denke aber, daß im Bezug auf Messer sich nichts mehr ändern wird.

    Zum lesen bitte Zeit nehmen, ist ein größerer Act ...

    Für verbotene Messer ist die Seite 72 interessant, dort werden dieselben aufgezählt. Was die Aufbewahrung von Hieb- und Stichwaffen betrifft, so müssen diese vor Abhandenkommen gesichert sein, wie HankEr es schon gesagt hat. Es ist aber NICHT von einem Stahlschrank oder ähnlichem die Rede, dieser gilt nur für Schusswaffen, Munition und verbotene Waffen!
    Geändert von Vogel75 (06.06.02 um 03:31 Uhr)
    Sascha Vogel
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  31. #30
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    Hallo Sascha,
    vielen Dank für den Link, damit hat es geklappt. Ich denke auch, daß sich bei Messern nicht mehr allzuviel ändern wird. Bis irgendwann mal einer mit ´nem Messer durchdreht... Aber dafür gibt es genug illegale Schußwaffen, die man sich ja recht einfach besorgen kann.

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