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Thema: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

  1. #91
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

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    Zitat Zitat von grinsefalle Beitrag anzeigen
    [...]Die drei Leuchtstufen high, medium, low sind auch nur dauerhaft möglich, also nicht als momentary-on.
    [...] Du musst also erst vom Schalter gehen, um irgendeine andere Aktion auszulösen.
    Okay, danke für die Info. Ich hatte spekuliert, ob man ähnlich wie bei einem mehrstufigen Dropin durch kurzes Antippen (d.h. vor dem Druckpunkt) und somit schließen des Stromkreises durchschalten kann. (mache ich bei einem Dropin und Surefire Z41 so).

    Danke.

    Gruß
    Thorsten

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  3. #92
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Was soll man bei diesem genialen Review noch ergänzen?!

    Ich besitze die TDL20 auch und teile Grinsefalles Erkenntnisse in jeder Hinsicht. Auch ich habe noch keine Langzeiterfahrungen mit der TDL20, aber bislang erfüllt sie meine Erwartungen uneingeschränkt. Wir werden sehen, wie sie sich weiterhin schlägt. Im Gegensatz zu den Vätern der Lampe habe ich sie noch nicht tauchen lassen und auch noch nicht gegen Wände geworfen.

    Es ist ein No-Nonsense-Einsatzmittel, das kompromisslos auf dienstliche Belange unter Beachtung des Kiss-Prinzips ausgerichtet ist.

    Schönes WE!

  4. #93
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Gibt es jetzt zum Ende 2013 Neuigkeiten zum Thema Einsatzlampe!? Neue Modelle?

  5. #94
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Zitat Zitat von bobbybobbsen Beitrag anzeigen
    Gibt es jetzt zum Ende 2013 Neuigkeiten zum Thema Einsatzlampe!? Neue Modelle?
    Neuere Lampen als die hier genannten gibt es natürlich.
    Wenn du in die Revies der Lampentester schaust (Klick den Link), dann findest du dort immer wieder Lampen, die als Einsatzlampen beworben werden. Wenn den Testern so eine zur Verfügung steht, versuche ich immer, am Review mitzuwirken und die Lampe auf Einsatztauglichkeit hin zu bewerten. Das steht dann auch im jeweiligen Review.

    Hier im Leitfaden gibt es diese Ergebnisse nicht noch einmal - wäre ja doppelt gemoppelt. Außerdem finden sich hier viele allgemeine Themen (Akkus, Regelung, Holster, Bedienkonzepte usw), wo sich jeder das für ihn wichtige herausziehen und auf aktuelle Lampenmodelle anwenden kann.

    Um speziell deine Frage zu beantworten:
    Bei den allgemeinen Grundsätzen hat sich auch gegen Ende 2013 nichts geändert. Einfacher ist besser, zu hell ist möglich, ordentliches Holster... das wird auch noch die nächsten Jahre so bestehen bleiben
    Bei den Lampen gibt es keine revolutionären Neuerungen. Ein zweiter Hersteller versucht sich an dem holländischen Lampenkonzept a la TDL20. Die Änderungen werden aber minimal ausfallen (ein klein wenig heller, Bedienung vergleichbar). Das ganze ist in Arbeit, es gibt noch keine weiteren Angaben. Klarus entwickelt ein neues Bedienkonzept (vielleicht ist das sogar das Pendant zur TDL), genannt XTQ1. Außer einem kleinen Bild im CPF und einem groben Anhalt des UI gibts aber noch nicht viel (Knopf in der Endkappe für strobe, Ring um den Knopf für Momentlicht). Elzetta hat einen high output Kopf im Programm, da gibt es im Netz bereits Tests (Elzetta Bravo und Charlie). Die Crelant PT30 ist eine neue Lampe, die erstaunlich einfach gehalten wurde: eine Stufe in sinnvoller Helligkeit.

    Es gibt also keine Neuerungen, die dich davon abhalten sollten, eine derzeit verfügbare und schon besprochene Lampe zu kaufen. Die meisten Hersteller gehen nun in Richtung Super-Klopper mit 3-6x 18650er, 5000 Lumen und am besten noch LCD und Touch-Display. Und die sind wahrlich nix für den Leitfaden
    schönen Gruß
    Michael

  6. #95
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Bei Einsatzlampen spielt die Bedienung eine große Rolle. Im Leitfaden wurden deshalb verschiedene Lösungen der unterschiedlichen Hersteller gezeigt und besprochen. An dieser Stelle folgt nun eine alt Bekannte unter den Einsatzlampen, deren Bedienung im Detail ganz aktuell überarbeitet wurde - die

    Klarus XT 11 Modell 2014

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    Disclaimer:

    Der Test findet statt im Rahmen der Global Testing Campaign von Klarus (siehe auch der Bericht der Lampentester zur neuen Klarus RS11) und wird hier im MF, sowie -in einer etwas einfacheren Version- auch im CPF veröffentlicht. Die Testlampe wurde mir vom Generalimporteur von Klarus, Herrn Schiermeier überlassen - Langzeiterfahrungen zu sammeln ist somit auch möglich. Vielen Dank dafür!

    Ein paar Bilder sind hier im Beitrag, die große Fotogalerie findet ihr hier in meinem Onedrive. (Das ist ein Feldversuch seit der Umstellung im Forum. Wenn ihr Probleme habt oder es euch gefällt, könnt ihr mir gern bescheid sagen).



    technische Daten des Herstellers

    Cree XM-L2 im OP-Reflektor, geschützt durch eine ultra klare Glasscheibe
    Spannung von 3,5V - 8,4V (2xCR123 oder 1x18650)
    Aluminium, hart anodisiert, military grey
    149mm Länge x 35mm Kopfdurchmesser x 25,4mm Durchmesser am Batterierohr
    132Gramm ohne Batterie oder Akku
    Schutz vor Umwelteinflüssen nach IPX8 (2m Wassertiefe)
    Lieferumfang: Holster, Lanyard, Clip, Gripring, 2 O-Ringe

    Leistung nach ANSI FL1 (mit 3100mAh 18650):
    820 Lumen (3h), 160 Lumen (10h), 11 Lumen (73h), Strobe (6h); 180m Leuchtweite; 8217cd



    Größe / Finish / Verarbeitung

    Die Größe der Klarus XT11 bewegt sich im Rahmen der aktuellen auf dem Markt befindlichen Lampen mit 1x18650 als Energieversorgung und einer XML als LED. Das Batterierohr hat einen einzölligen Durchmesser und passt somit in die gewöhnlichen Halterungen und Montagen. Der Lampenkopf ist etwas größer als man z.B. noch von einer Surefire 6P gewohnt ist, um einen passenden Reflektor für die XML beherbergen zu können. Inwieweit die Größe des Lampenkopfes eine Rolle spielt, wird später noch beleuchtet.

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    Das Finish der XT11 entspricht der Anodisierung der anderen Modelle von Klarus. Es handelt sich um eine graue Hartanodisierung. Sie ist gleichmäßig sauber aufgebracht, es gibt keine Farbunterschiede zwischen den einzelnen Bauteilen. Die aufgebrachten Schriftzüge sind sauber ausgeführt und deutlich lesbar. Zur Identifizierung der Lampen ist eine individuelle Seriennummer eingelasert. Die Riffelung an der Endkappe und am Lampenkörper ist etwas glatt bzw. zu dezent ausgefallen, sie hätte nach meinem Geschmack deutlich aggressiver sein dürfen. Die XT11 bietet trotzdem einen sicheren Griff, was aber eher am Gripring und an den Kühlrippen am Kopf liegt. Ist der Ring installiert, sitzt die Lampe auch in feuchten oder schmierigen Händen sicher. Ohne Gripring ist es mir persönlich zu glatt (besser machen das z.B. die Eden TDL oder die alte Barbolight U04).
    Die Edelstahlkrone am Lampenkopf ist in einem matten silber gehalten. Wer diese nicht will (z.B. weil es zu martialisch wirkt), kann sie einfach abschrauben. Auf die Glasscheibe hat dies keine Auswirkungen, sie wird von einem Steg im Kopf selbst gehalten, nicht von der Krone. Klarus bietet für die XT11 Farbfilter an, welche anstatt der Krone aufgeschraubt werden können. Insgesamt eine gute Lösung.
    Wenn der Anwender den Gripring und Clip entfernt, dann hat die Lampe keinen Wegrollschutz mehr. Liegt sie auf einer schrägen Ebene, rollt sie weg. Hier wäre ein eckigeres Profil zB am Kopf sinnvoll.

    Die Verarbeitung ist einwandfrei. An der Testlampe finden sich keine Bearbeitungsspuren, die Gewinde sind sauber geschnitten (reguläre Feingewinde). Sie waren nicht gefettet, haben jedoch nicht gequietscht. Die LED ist sauber zentriert. Der Gripring ist nur aufgesteckt und nicht geschraubt, d.h. er lässt sich frei drehen.

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    Preis/Leistung ist bezüglich der mechanischen Verarbeitung voll in Ordnung!



    LED / Lichtkegel

    Die XT11 arbeitet mit einer Cree XM-L2, über das Binning werden keine Angaben gemacht. Bedingt durch die moderate Größe des Reflektors erhält man einen Lichtkegel, der - je nach gewählter Leuchtstufe - für kurze bis mittlere Distanzen geeignet ist. Der recht große Spot und der breite Streulichtkegel sorgen für einen praktisch sehr gut nutzbaren Lichtkegel.

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    Beamshots gibt es auch: bitte seht in meine Fotogalerie.



    Energie

    Laut Hersteller kann die Lampe mit 1x 18650 Lithium-Ionen-Akku oder 2x CR123 Lithium Batterien betrieben werden. Klarus schreibt vor, die XT11 nicht mit 2x 16340 mit jeweils 3,7V (bzw. 4,2V frisch aus dem Ladegerät) zu betrieben. Prinzipiell ist die Energieversorgung gut geeignet für eine Dienstlampe. Ein 18650 sorgt für den kostengünstigen Betrieb, 2xCR123 als Backup lassen sich sogar am Mann mitführen. Die Regelung ist dabei so ausgelegt, dass die Leuchtstärke zum Ende hin langsam abnimmt, so dass der Anwender frühzeitig darauf aufmerksam gemacht wird, den Akku zu wechseln. Positiv anzumerken ist, dass beide Kontaktstellen in der Lampe gefedert sind und somit der Akku auch bei Stürzen eine sehr gute Überlebenschance hat.

    Die Leuchtstufen werden mittels PWM realisiert. Dies lässt sich mit wedelnder Lampe oder einem Lüfter erkennen. Im Gebrauch ist mir bisher kein PWM-Flimmern aufgefallen und ich reagiere recht sensibel darauf.
    Im CPF ist selfbuilt's Bericht online, mit ausführlichen Messungen. Da kann ich mangels Ausrüstung nicht mithalten..



    Bedienung

    Bei der Bedienung kann die Klarus ganz besonders punkten. Sie wurde ganz klar für den dienstlichen Anwender entwickelt, nicht für Camping, Haus&Hof oder dergleichen.

    Gesteuert wird die Lampe ausschließlich über die Endkappe - kein Drehen oder separates Schalten am Kopf. Alle Funktionen lassen sich somit mit nur einer Hand steuern. Am Lampenende befindet sich der große Schalter für ein/aus. Es handelt sich um einen forward clicky, der nur für ein/aus zuständig ist. Der Schalter ist durch zwei seitliche Backen der Endkappe geschützt. Neben bzw. unter dem Hauptschalter befindet sich der sekundäre Schalter - ein elektronischer Taster. Dieser tastet durch die drei Helligkeitsstufen bzw. aktiviert den Strobe. Über diesem Taster liegt eine kleine Wippe aus Kunststoff, welche an den beiden Schutzwangen der Endkappe befestigt ist. Sie ist die große Neuerung der aktuellen XT11. Die Wippe vergrößert die Fläche des kleinen Tasters, so dass er praktisch aus nahezu jedem Winkel und in nahezu jeder Position betätigt werden kann.

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    Ist die Lampe aus, aktiviert der Druck auf den Taster den Strobe. Dieser kommt sofort, der Taster hat hier keinerlei Einschaltverzögerung. Hält man den Taster bis zu ca. 2 Sekunden, deaktiviert er sich beim Loslassen des Tasters (momentary strobe). Bleibt man länger als 2 Sekunden auf dem Taster, so bleibt der Strobe dauerhaft an.

    Tip: Moment-Strobe hat nur eine schnelle Frequenz, Dauer-Strobe wechselt die Frequenz (schnell und langsam).

    Der Druck auf den Schalter schaltet die Lampe ein - und zwar immer in der höchsten Stufe, unabhängig davon, in welcher Stufe die Lampe ausgeschaltet wurde (kein Memory).

    Wenn die Lampe eingeschaltet ist, wechselt ein kurzer Druck auf den kleinen Taster die Leuchtstufen in dieser Reihenfolge: high -> med -> low ->high usw. Hält man den Taster gedrückt, so wechselt die Lampe nach ca. 1 Sekunde in den Dauer-Strobe. Diese Zeitverzögerung lässt sich nicht umgehen, da die Elektronik ja erst erkennen muss, ob der Anwender nur kurz die Leuchtstufe tasten oder den Strobe aktivieren will.

    Da der Hauptschalter den Taster überragt, findet ihn der Daumen ganz automatisch. Der erste Kontakt des Daumens zur Lampe ist der Hauptschalter. Übt man von dort einen eher seitlichen Druck aus, erwischt man die Wippe und erhält somit Zugang zum Strobe. Die Wippe findet man recht leicht, nach ein wenig Eingewöhnung mit der Lampe fühlt man, in welcher Richtung - relativ zum Hauptschalter - sie liegt. Falls das im Stress nicht klappt, hat man im schlechten Fall "nur" das 820 Lumen starke Dauerlicht. Auch damit kann man sich einen taktischen Vorteil erarbeiten.

    Im Vergleich zur vorherigen XT11 lässt sich der Taster nun schneller und leichter finden und sicherer bedienen. Was aber im Eifer des Gefechtes passieren kann: drückt man energisch auf die Endkappe, besteht die Möglichkeit, dass man den Hauptschalter UND den Taster im Abstand von Bruchteilen einer Sekunde trifft - als Ergebnis gibt's dann die mittlere Leuchtstufe (bzw Strobe). Mir ist das beim intensiven Spielen zweimal passiert, habe es aber fast herausgefordert. Es ist klar, dass kein UI so stresssicher ist wie ein reiner Momentlichtschalter mit einer einzelnen Stufe - es bleibt aber dabei, dass die XT-Serie von Klarus eines der allerbesten Bedienkonzepte hat, die der Markt hergibt!



    Holster / Zubehör

    Für die Klarus gibt es diverse Farbfilter, eine recht aggressive Stahlkrone, Kabelschalter und Halterungen. Sie ist somit für viele Einsatzgebiete anpassbar.

    Der mitgelieferte Clip ist nur aufgesteckt. Für den privaten Gebrauch sollte er stramm genug sitzen, im dienstlichen Alltag würde ich mich darauf nicht verlassen. Das mitgelieferte Lanyard ist qualitativ in Ordnung, hat aber keine Sollbruchstelle für den Fall, dass man damit im Eifer des Gefechtes irgendwo hängen bleibt.

    Das mitgelieferte Holster ist prinzipiell ok. Das Material ist recht stabil und macht einen ordentlichen Eindruck. es gibt eine feste Gürtelschlaufe und eine zweite mit Klettverschluss, durch beide passen auch feste und breite Einsatzgürtel (zB Helikon Tex Urban tactical belt). Das Holster hat aber einen deutlichen Schwachpunkt: Die beiden Seitenteile sind aus einem dünnen Elastikmaterial. Jedes Mal, wenn man die Lampe ins Holster zurücksteckt, strapaziert man die obere Kante - und wenn die erst mal beschädigt ist, reißt alles in Windeseile ein. Bei Holstern der Klarus XT2C im Kollegenkreis kann ich dies bereits mehrfach beobachten.

    Kurz: das mitgelieferte Holster ist eine nette Dreingabe, für den ernsthaften Polizeialltag (oder vergleichbare Belastungen) ist es aber nicht geschaffen. Es kann in der Qualität und Robustheit nicht mit Modellen von Maxpedition oder Nightpower mithalten. Doch dies trifft auf so ziemlich jeden Hersteller zu...

    Folglich muss sich der Anwender selbst um ein ordentliches Holster kümmern. Und ja, das ist wichtig, denn eine Lampe, die nicht am Mann getragen wird, ist nicht zur Hand, wenn sie gebraucht wird. Und hier beginnt das Problem - welches Holster passt?

    Ich habe ein Maxpedition 5" Flashlight Holster getestet. Mit dem Schalter voran passt die Klarus gut, jedoch ist das nicht zu empfehlen, da sich die Lampe zu schnell unbeabsichtigt einschalten kann (beim Sitzen im Auto zB). mit dem Kopf nach unten (was die taktisch sinnvollere Variante ist) passt der große Kopf nur mit viel Mühe ins Holster ( Querverweis zum Kapitel "Größe"!). Ein schnelles Wegstecken der Lampe ist nicht möglich.

    Das Blackhawk Mod-U-Lok Holster passt ebenfalls nicht auf herkömmlichen Wege, da der Kopf der XT11 zu groß ist. Allerdings lässt sich die XT11 mit dem Kopf nach oben und der Endkappe in der unteren Aufnahme führen. Das funktioniert recht gut, die Lampe hat nur ein kleines vertikales Spiel. Unbeabsichtigt Einschalten kann sie sich so aber nicht. Das

    Die letzten Tage habe ich die Klarus ohne Gripring im Niteize Stretch-Holster verwendet (Kopf nach oben). Das Niteize hat eine recht gute Qualität, der Kunststoffclip hat bisher keine Schwächen gezeigt. Durch die Konstruktion des Holsters kommt die Lampe auch nicht mit dem dünnen Stretchmaterial in Verbindung, sondern mit dem dicken Nylon. Es trägt auch relativ wenig auf und ist somit zivil-tauglich. Einzig das Zurückstecken ist etwas fummelig: die verschiedenen Nylonteile werden durch die Stretchteile recht eng zusammengezogen, so dass man die Lampe aus einem bestimmten Winkel dazwischenstecken muss. Mit Gripring funktioniert es nicht mehr. Unterm Strich aber eine der besseren Lösungen bisher.

    Das ESP Kunststoffholster (37mm) passt laut YT-Video, jedoch ist das Holster nur für den uniformierten Dienst geeignet. Für zivile Kräfte trägt es zu sehr auf.

    Eine gute Möglichkeit wäre auch ein maßgeschneidertes Kydex-Holster - hier im Forum gibt es dafür ebenfalls Ansprechpartner.

    Eventuell ist das Olight Holster für die M20 / M21 Modelle eine Lösung, das muss ich jedoch erst ausprobieren.

    Man sieht, ich habe noch keine perfekte Lösung gefunden, also ein robustes und zuverlässiges Holster, das die Lampe sicher verwahrt und vor Schäden bzw unbeabsichtigtem Einschalten schützt. Wenn sich neue Ideen ergeben, berichte ich nach.



    Service

    Bei einer Lampe, die beruflich genutzt wird, halte ich den Service für einen wichtigen Aspekt. Natürlich lässt sich eine Lampe in Asien günstiger erwerben, doch im Schadensfall ist der Anwender wochenlang ohne seine gewohnte Einsatzlampe. Es macht also Sinn, die Lampe beim deutschen Händler zu kaufen, der innerhalb 1-2 Tagen für Ersatz sorgen kann. Unser Forums-Händler Schiermeier als Klarus-Fachmann ist bekannt dafür, wirklich guten Service zu bieten. Zudem leitet er seine Erfahrungen aus Kundengesprächen etc direkt an Klarus weiter, welche diese Hinweise auch annehmen. Hier stimmt also das Drumherum zur Lampe ebenfalls.


    persönliche Bewertung

    Im Kollegenkreis empfehle ich schon länger die Klarus XT-Modelle. Sie bieten eine wirklich durchdachte und einsatztaugliche Bedienung und eine hohe Qualität zu einem sehr vernünftigen Preis. Perfekt ist die XT11 nicht, aber man erhält eine gute Lampe mit nur kleinen Schwächen. Die neue Version der XT11 hat mit ihrem veränderten Schalter die Bedienung erleichtert. Der kleine Taster lässt sich nun leichter und sicherer treffen, was einer fehlerfreien Bedienung in stressigeren Situationen zu Gute kommt.

    Das in meinen Augen größte Manko ist das Holster bzw die Suche nach dem richtigen. Das ist jedoch kein Klarus-spezifisches Problem, sondern trifft auf die meisten Lampen in diesem Format zu.



    ----Der Beitrag wird immer wieder geändert, sobald es neue Erfahrungen oder Ergänzungen gibt. Dazu schreibe ich jedoch nicht extra eine neue Antwort in den Thread, um die Übersicht im Leitfaden zu behalten. ---
    Geändert von grinsefalle (06.06.14 um 23:21 Uhr)
    schönen Gruß
    Michael

  7. #96
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Ich habe die Lampe seit circa einem Jahr in Gebrauch, meine hat also noch den alten Schalter(Modell 2013). Ich verwende die Lampe ohne den Edelstahlring am Lampenkopf (der produziert nur Ecken an denen man hängen bleiben kann, da hätte ich lieber die dezente Version des Ursprungsmodells), ohne den Clip(da ich ein Holster nutze) und ohne den Gripring(habs ausprobiert, kann damit nichts anfangen).

    Probleme mit der Griffigkeit hatte ich noch nie, auch nicht bei nassen oder kalten Händen, oder mit Handschuhen.

    Als Holster verwende ich das Safariland 306 STX Open Top, ist ein ganz simples Holster das wenig Platz am Gürtel braucht. Ist allerdings im Vergleich zu anderen Modellen ziemlich teuer. Zu finden hier:http://www.cop-gmbh.de/product_info....-Open-Top.html

  8. #97
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Zitat Zitat von ChrisC Beitrag anzeigen
    Ich habe die Lampe seit circa einem Jahr in Gebrauch, meine hat also noch den alten Schalter(Modell 2013). Ich verwende die Lampe ohne den Edelstahlring am Lampenkopf (der produziert nur Ecken an denen man hängen bleiben kann, da hätte ich lieber die dezente Version des Ursprungsmodells), ohne den Clip(da ich ein Holster nutze) und ohne den Gripring(habs ausprobiert, kann damit nichts anfangen). Probleme mit der Griffigkeit hatte ich noch nie, auch nicht bei nassen oder kalten Händen, oder mit Handschuhen.
    Den neuen Edelstahlring finde ich nicht schlecht. Die "Zacken" sind entschärft und nicht zu groß geraten, durch das matte Finish gibt es auch keine Störungen im Lichtkegel. Geschmackssache
    Im Moment ist mein Gripring auch deinstalliert und ich habe gerade ein Stück Schrumpfschlauch über das Rohr gesteckt (oder Fahrradschlauch) - funktioniert echt super, rutschfest und unauffällig. Ich habe eher schwitzige Hände und dementsprechend empfinde ich Lampen recht schnell als rutschig. Das ist also subjektiv - objektiv betrachtet bleibt es dabei, dass die Riffelung zu den glatteren auf dem Markt gehört.


    Als Holster verwende ich das Safariland 306 STX Open Top, ist ein ganz simples Holster das wenig Platz am Gürtel braucht. Ist allerdings im Vergleich zu anderen Modellen ziemlich teuer. Zu finden hier:http://www.cop-gmbh.de/product_info....-Open-Top.html
    Ganz vielen Dank für diesen Tip! Kannst du vielleicht mal ein Foto davon machen und hier einstellen? Das wäre eine tolle Ergänzung.
    schönen Gruß
    Michael

  9. #98
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Update zur Klarus XT11:

    Das (subjektive) Manko, dass mit die Lampe ohne Clip und Ring zu glatt ist, habe ich auch so an Klarus weitergegeben, inklusive Detailfotos von mehreren verschiedenen Riffelungen, welche deutlich besseren Grip bieten. Die Vorschläge wurden an die Entwicklung weitergegeben und werden eventuell bei der nächsten Entwicklungsstufe der Lampe mit einbezogen.

    Bis dahin hilft ein
    -wahrscheinlich allseits bekannter
    -völlig simpler
    -aber dennoch erwähnenswerter Kniff: Ein Überzieher aus Fahrradschlauch. Sitzt eng und gefühlsecht, stört nicht, bietet sehr guten Halt durch die Gummifläche. Und kostet nix, wenn man eh einen kaputten Schlauch zu Hause rumliegen hat.

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    Geändert von grinsefalle (06.08.14 um 17:25 Uhr)
    schönen Gruß
    Michael

  10. #99
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    Es folgen wahllos Gedanken nach längerem Gebrauch diverser Lampen:


    A. Klarus XT-Serie (XT11, XT2C..)
    Diese Lampen haben sich bisher bestens bewährt. Der Lichtkegel ist gut nutzbar, die Leuchtstufen praxisnah abgestimmt. Alle Kollegen, die auf meinen Rat hin eine Klarus XT-Lampe gekauft haben, sind zufrieden. Die Lampen haben Stürze ausgehalten, Wasserbäder und dergleichen. Es gibt keinen Ausfall und keine Beschwerde. Kurzum: Es bleibt beim Prädikat "voll empfehlenswert!".

    Zwei Punkte sollen aber erwähnt werden.
    1. Es kommt es hin und wieder vor, dass sich die Konter-Scheibe, mit der die Schalter in der Endkappe fixiert werden, etwas lockert. Dies ist dann der Fall, wenn die Endkappe immer sehr fest angezogen wird und aufgrund Akkuwechsel sehr oft auf- und zugeschraubt wird. Folge der lockeren Scheibe ist eine nicht mehr zuverlässige Funktion bzw Flackern in den Leuchtstufen. Schraubt man mit einer Zange den Ring wieder fest, ist alles wieder gut. Ein großes Problem ist das nicht, denn wer von Zeit zu Zeit mal kurz den festen Sitz der Scheibe überprüft bzw nach dem Akkuwechsel einmal kurz die Funktion der Lampe checkt.
    2. Mein großer Kritikpunkt bei nahezu jeder Lampe - das Holster. Die mitgelieferten Holster sind ganz nett, halten aber den dienstlichen Alltag nicht sehr lange aus (abhängig von Verwendung und Belastung). Ein Käufer sollte also ein ordentliches Holster mit einplanen (Nightpower, Maxpedition, Tasmanian Tiger u.ä. fürs zivile Tragen, die EHU-Kunststoffholster u.ä. fürs uniformierte Tragen).


    B. Eden TDL-20
    In einem kürzlich durchgeführten Einsatztraining konnte ich den Strobe der TDL fast "live" ausprobieren. Grob gesagt ging es um einen Mob, der die Beamten in einem dunklen Raum bedrängte. Die Störer waren allesamt Kollegen, die von der Lampe nichts wussten. Die Motivation im Training war hoch, die Stimmung gut.. durchaus auf reellem Level. Um der Meute zu entkommen, wurde jeder Störer, der mir an die Wäsche wollte/ging, direkt ins Gesicht geblitzt. Jeder einzelne wendete sich sofort ab, stoppte sein vorhaben, war irritiert und gab mir zumindest ein wenig Zeit, zu reagieren. In der anschließenden Besprechung bestätigten die Kollegen, dass das Blitzen äußerst unangenehm war und sie in ihrem Vorhaben massiv störte bzw sie davon abhielt.
    Ich selbst als Anwender hatte durch das Geblitzel keinerlei negativen Effekte auf mich .
    Fazit: Licht ist als Einsatzmittel nicht zu unterschätzen und die Niederländer haben mit der TDL ein effektives Gerät entwickelt.
    schönen Gruß
    Michael

  11. #100
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Die IWA2015 ist vorbei und ich durfte sie 2 Tage lang genießen.

    An dieser Stelle will ich eine kleine Zusammenfassung der IWA in Bezug auf Einsatzlampen geben.


    Um es gleich vorweg zu nehmen, bahnbrechende Neuerungen waren nicht dabei. Oder zu gut versteckt, und ich habe sie nicht gefunden. Während auf dem Gebiet der „normalen“ Taschenlampen einiges passiert (multicolor, verschiedene LED's, verschiedene Formfaktoren, Displays etc), gibt es bei Einsatzlampen keine nennenswerten Änderungen. Das ist aber nicht verwunderlich, denn die Anforderungen an eine Einsatzlampe sind einfach und klar definiert. Innerhalb dieser Grenzen gibt es keinen Spielraum für Spielereien.

    Ein paar konkrete Punkte will ich aber ansprechen.


    Armytek

    Wie die meisten Lampenfreunde schon mitbekommen haben, gibt es bei Armytek nun die Predator und Viking in der Version 3.0 (und eine einfacher e Variante, die Dobermann). Im Design leicht verändert, das Finish immer noch gleich toll, mit großen Änderungen unter der Haube. Es werden neue LED's verwendet, die die Leistung nochmals hochschrauben. Und die Programmierfunktion ist gänzlich verschwunden (da es für Armytek angeblich nicht rentabel war.).
    Das heißt, die Lampen lassen sich nicht mehr individuell einstellen – auch das einsatzsichere Programm, das im Test der Predator genannt ist, gibt es nicht mehr.
    Statt dessen ist das UI nun wie beider alten 2,5 non-pro Version: bei festgezogenem Kopf hat man immer 100% Leistung, bei gelöstem Kopf kann man zwischen verschiedenen Stufen durchschalten. Für diese Stufen existiert eine Memoryfunktion, so dass sich zumindest 2 Stufen vor dem Einschalten anwählen lassen.

    Was gefällt mir daran nicht?
    Bei gelöstem Kopf habe ich mehrere Stufen, das Umschalten passiert jedoch über den ein/aus-Schalter, was nicht optimal ist. Bei festem Kopf habe ich immer die volle Leistung, die in Räumen schon zu hell ist. Umschalten zwischen den beiden Lines geht nur mit der zweiten Hand, Momentlichtpulse sind nur mit festem Kopf möglich (bei gelöstem Kopf schalte ich sonst die Modi durch).
    Zudem ist die Pro-Variante der 3.0 nur mit flat-Regelung zu bekommen. Ich persönlich bevorzuge bei Einsatzlampen (für den Einsatz-Alltag, nicht für rein taktische Verwendungen) eine semi oder step Regulierung, damit ich rechtzeitig sehe, wann die Energie zu Neige geht.

    Die neuen Armyteks sind mit Sicherheit auch weiterhin qualitativ hochwertige Lampen mit hoher Leistung, die fehlende Programmierbarkeit bzw Individualisierungsmöglichkeiten schmälern aber die Verwendung im behördlichen Bereich.


    Surefire

    Während auf der Shot die neuesten Modelle gezeigt wurden, waren diese auf der IWA nicht zu sehen. Speziell denke ich da an die R2 Lawman, die von den Eigenschaften her echt gut klingt: gewöhnliche 18650, hohe Leistung und vor allem die VOC – Endkappe (variable output switch). Es handelt sich um eine Art Potentiometer, so dass der Anwender ganz einfach mit dem Daumen der Lampenhand den Output stufenlos regeln kann. Ein Druck auf den mittigen Schalter übersteuert immer die am Drehring gewählte Einstellung. Das ist stresssicher, komplett einhändig bedienbar, einfach und genial.
    Laut Surefire soll diese R2 im Herbst 2015 auf den Markt kommen – warten wirs ab. Sie wäre – auf Basis der bekannten Daten – eine tolle Einsatzlampe. Die wohl ihren (hohen) Preis haben wird.

    Insgesamt hatte ich bei Surefire den persönlichen Eindruck, dass sie auf der IWA sind, weils eben sein muss. Der große Markt ist Europa wohl nicht.


    Elzetta hätte mich gereizt, war aber leider nicht vertreten.


    Klarus

    Ich habe mich längere Zeit mit Jörg Schiermeier und Nina Jia von Klarus unterhalten.
    Es gibt Ideen für ein leicht verändertes Design mit anderer Riffelung, was ich befürwortet habe. Dieses würde deutlich mehr Grip bieten und für eine sicherere Handhabung sorgen.
    Das UI bleibt natürlich gleich (XT-Serie), den Punkt war uns allen wichtig.
    Ein weiterer wichtiger Punkt war das Holster. Auch hier herrschte Konsens zwischen Jörg, seinen behördlichen Kunden und mir: das mitgelieferte Holster ist nicht einsatztauglich, zumindest nicht auf längere Zeit. Wir haben das länger mit Nina besprochen und Vorschläge gemacht, ich denke es tut sich was. Klarus machte den Eindruck, dass sie wirklich auf das Feedback hören – hat mich positiv beeindruckt.




    Das soll es erst mal mit Beispielen und Eindrücken gewesen sein.
    Wie gesagt, man kann keine Revolutionen bei den Einsatzlampen erwarten, nur kleine Verbesserungen im Detail.
    Die Welt wurde nicht erschüttert, die Grundprinzipien bestehen nach wie vor.

    Dieser Leitfaden ist also nicht veraltet, man kann ihn ruhig noch zu Rate ziehen
    schönen Gruß
    Michael

  12. #101
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Fenix startete kürzliche eine global testing campaign der Fenix TK16, diese Aktion wurde auch hier im Forum bekannt gegeben. Ich habe mich dort beworben und wurde als Tester angenommen (obwohl ich youtube, Fazebok und Co verneint habe). Der Versand der Lampe erfolgte durch den Flashlightshop.

    An dieser Stelle Danke an Fenix und das Team von Bernd Auler!


    Fenix TK16.


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    Die TK16 werde ich zuerst einzeln vorstellen und dann zum Schluss mit der Klarus XT11 vergleichen, beide Lampen sind sich schließlich vom beworbenen Verwendungszweck und der Gesamtausführung sehr ähnlich. Der Test wird mit der Zeit erweitert, Beamshots und weitere Bilder folgen noch.


    Technische Daten vom Hersteller:

    Cree XML2 U2 LED
    1x18650 oder 2xCR123
    hartanodisiertes Aluminium
    140mm Länge x 34mm Kopfdurchmesser x 25mm Gehäusedurchmesser
    122 Gramm Gewicht
    IPX8 Schutz (2m Wassertiefe)

    ANSI-Leistung:
    1000/400/150/10 Lumen, Strobe 1000 Lumen, 240m Reichweite, 14480cd
    Laufzeiten 1h10min/3h25min/10h/150h

    Lieferumfang:
    Lampe, Lanyard, Holster, Ersatz-O-Ring, Anleitung, Garantiekarte

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    Größe/Finish/Verarbeitung

    Die TK16 fällt hier nicht aus dem Rahmen, sie ist weder besonders groß noch besonders kompakt. Eben eine Größe, die man von derartigen Lampen mit 1x18650 erwartet. Das Gehäuse selbst hat den Standard-Durchmesser von einem Zoll (nicht ganz, die TK16 ist einen mm schlanker), so dass viele Montagen für Picatinny etc verfügbar sind.

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    Die Anodisierung der TK ist in einem satten schwarz gehalten und absolut gleichmäßig aufgebracht. Die Symbolik und Seriennummer auf dem Kopf ist etwas schwach gelasert, der Lampentyp ist deutlich kräftiger ausgeführt.
    Der Bezel ist ebenfalls schwarz, nicht abnehmbar und aus dem gleichen Material gefertigt wie der Lampenkopf.

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    Ein Clip wird mitgeliefert, dieser wird wie eine Klammer auf das Gehäuse gesteckt und sitzt dort drehbar und relativ fest. Dennoch würde ich bei einer Einsatzlampe so einem Clip nicht vertrauen.
    Der Gripring vor der Endkappe sitzt fest und unbeweglich. Er lässt sich auch abschrauben, was aber nicht innerhalb weniger Sekunden möglich ist. Die Endkappe muss abgeschraubt und dann ein O-Ring entfernt werden. Dieser O-Ring sitzt in einer Nut, so dass es etwas frickelig ist, diesen zu greifen und abzuziehen. Bleibt der O-Ring an seinem Platz läßt sich der Gripring nicht abschrauben, da die Passungen sehr eng sind.
    Wenn der Gripring abgeschraubt und die Lampe wieder zusammengesetzt ist, bleibt ein Teil des Ringgewindes offen und kann verschmutzen. Vor dem erneuten Installieren des Gripringes muss man also evtl das Gewinde reinigen.

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    An der Endkappe gibt es nur eine Schutzbacke neben den Schaltern (asymetrisch), an der ein Durchbruch für die Aufnahme des Lanyards vorhanden ist. Tailstand klappt also nicht.

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    Zur Riffelung (ja, auf der reite ich gern rum): die Riffelung an Gehäuse und Tailcap unterscheiden sich. Ander Endkappe ist die Art Riffelung, die man leider zu oft sieht. Minimal eingeschnitten, viel zu glatt (aber wohl kostengünstig). Die Riffelung am Lampenkörper ist aggressiver und etwas rutschfester, wenn auch noch weit entfernt von meinem persönlichen Ideal. Ja, noch immer sind die Riffelungen der Eden TDL, der Nightpower und der alten Barbolight sind bisher unerreicht.

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    Ohne Clip und Gripring gibt es keinen ausgeprägten Wegrollschutz. Die leicht abgeflachten Seiten am Kopf sind nicht ausreichend.
    Was mit gut gefällt: In den meisten Lampen wird das Innenleben der Endkappe durch einen eingeschraubten Ring gehalten. Dieser Ring löst sich mehr oder weniger leicht und das kann zu Lichtaussetzern oder Fehlfunktionen führen. Fenix macht es besser. Der goldfarbene Conterring wird nicht mit einem Gewinde festgeschraubt, sondern mit einer Art Bajonettverschluß gehalten.

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    Die Verabreitung selbst ist einwandfrei und entspricht der Fenix-Qualität. Die Wandstärken sind in Ordnung, die ganze Lampe macht einen sehr (hoch)wertigen Eindruck.



    LED/Lichtkegel

    Die XML2 sitzt in einem glatten Reflektor, sie ist perfekt zentriert. Wie bereits bei der PD32 gibt es einen kreisrunden, sauber abgegrenzten Spot. Dieser wird umringt von einer kleinen Corona, dann folgt der große Streulichtkegel.
    Der Großteil des Lichtes liegt im schönen Spot. Ich halte den Lichtkegel für eine Einsatzlampe sehr gut geeignet (blendender Spot, schwacher Streulichtkegel, der peripheres Sehen ermöglicht, aber nicht blendet).

    Es gibt nun auch Beamshots an verschiedenen Örtlichkeiten.

    Hier im Innenhof. Entfernung zu den Garagentoren ca 23m.
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    Die komplette Galerie mit allen Vergleichslampen findet ihr hier: http://1drv.ms/1MI92Mp

    Weiter gehts in die Halle. Der obere Absatz ist ca. 7m weit weg.
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    Alle Bilder hier: http://1drv.ms/1MI95aU

    Nochmals in der Halle, diesesmal vom oberen Absatz nach unten geleuchtet. Die hintere Regalwand ist ca 10m entfernt. Ich habe absichtlich so geleuchtet, wie auf den Bildern zu sehen ist, also mit Geländer im Lichtkegel und Schattenbildung unten in der Halle. Das ist einfach die Realität, dass ich meist kein freies "Leucht-Gelände" habe. Hier sieht man auch, wie schnell eine starke Lampe Gegenlicht produziert, die eigene Position freigibt oder einen selbst blenden kann.
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    Alle Bilder hier: http://1drv.ms/1MI94E1

    Zum Schluss noch beschaulich in den Wald. Dieser Ort ist schon bekannt. Entfernung zur Baumgruppe ca 80m. Zuerst waren Kamera und Lampen nebeneinander, beim zweiten Durchgang waren die Lampen ca. 1,5m vor der Kamera. Beim letzten Durchgang war der Akku der Pd32 etwas schwach, so dass diese heruntergetaktet hatte.
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    alle Bilder hier: http://1drv.ms/1MI97Qe




    Energie

    Die Lampe wird sinnvollerweise mit einem 18650er Akku betrieben. 2x CR123 ist ebenso möglich, zB als Backup in der Einsatztasche. Beide Pole in der Lampe sind gefedert, so dass der Akku im Falle eines Stoßes oder Sturzes keine Schäden erleidet.
    Wenn der Akku zuneige geht und die Energie nicht mehr ausreicht, die gewählte Stufe zu befeuern, dann schaltet die TK16 auf die nächst niedrigere Stufe herab. Befindet sich der Anwender bereits inm low mode und der Akku wird leer, so gibt die TK16 ein Blinksignal aus (3 Blitzer alle paar Minuten). Die TK16 schaltet sich nicht selbst ab, um den Betrieb so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Das bedeutet, dass ein ungeschützter Akku auch tiefentladen werden kann (lieber Licht und kaputter Akku als im Dunkeln stehen mit einem Akku, der nochmal geladen werden kann) bzw ein geschützter Akku in die Schutzschaltung getrieben wird.
    PWM gibt es scheinbar nicht, es ist mir weder mit dem Auge, noch auf dem Digicam-Display aufgefallen.



    Bedienung

    Die Bedienung und das UI sind alte Bekannte. Klarus war meines Wissens der Erste mit einem solchen Konzept, nun haben Nitecore und Fenix nachgezogen.

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    An der Endkappe gibt es zwei Schalter. S1 ist ein gewöhnlicher Klickschalter, welcher leicht versetzt am Lampenende sitzt. Die Wege des S1 sind recht kurz, nach ca 1mm liegt bereits Momentlicht an, nach ca. 3-4mm rastet der Schalter ein. Den Widerstand würde ich als moderat bezeichnen.
    Daneben, auf einer angeschrägten Fläche, sitzt S2. Dieser S2 ist ein elektronischer Taster mit einem fühlbaren Druckpunkt und einem leisen "Klickgeräusch".

    S1 schaltet die TK nur ein oder aus, Momentlicht durch leichtes Andrücken ist möglich. S1 hat keinerlei Einfluss auf die Leuchtstufen, so dass man unbegrenzt manuell blitzen kann, ohne an der Leuchtstufe etwas zu ändern.

    S2 ist für Strobe und die Leuchtstufen zuständig.

    S2 ist relativ klein. Gerade mit Handschuhen ist es nicht immer leicht, den Schalter zu treffen, zB wenns mal hektischer wird. Mann muss teilweise mit dem Daumen etwas suchen, um auf den S2 zu gelangen. S1 ist jederzeit zu finden.


    Wenn die Lampe aus ist:
    Ein Druck auf S2 bringt sofortigen Strobe. Es handelt sich dabei ausschliesslich um momentary strobe, d.h. es blitzt nur solange, wie der Anwender den Daumen auf dem Knopf läßt. Der Blitz wechselt zwischen zwei verschiedenen Frequenzen. Die Hauptfrequenz des Strobe ist sehr schnell (geschätzte 15 Hz) und kommt der Eden TDL recht nahe. D.h. dass der Strobe wirklich störend und unangenehm ist.
    S1 schaltet die Lampe ein.

    Wenn die Lampe ein ist:
    Ein kurzer Druck auf S2 wechselt die Leuchtstufen sequentiell durch: low-mid-high-turbo-low...
    Ein langer Druck auf den S2 (eine gute Sekunde) schaltet die TK in Dauer-Strobe mit wechselnder Frequenz. Drückt man hier wieder auf den S2, gehts zurück in die vorherige Leuchtstufe.
    S1 schaltet die Lampe aus.


    Die TK16 hat eine Memoryfunktion. Die zuletzt verwendete Leuchtstufe wird gespeichert und die TK startet das nächste Mal genau damit. Strobe wird nicht gespeichert. Wenn ich also mit in Stufe low rumleuchte, dann in den Dauerstrobe schalte und die Lampe anschliessend ausschalte, startet sie beim nächsten Mal mit low.
    Diese Memoryfunktion ist nicht abschaltbar.

    Persönlich Meinung: Hm. Ich bin ein scharfer Gegner der Memoryfunktion in einer Einsatzlampe, und das aus gutem Grund. Es ist aber - v.a. bei den Asiaten - scheinbar ein super feature und wird deshab exzessiv in jede Lampe verbaut.
    Die Bedienung der Fenix ist gut und einfach, ohne Stolpersteine. Memory macht das in meinen Augen einfach kaputt.

    Nochmal zur Verdeutlichung: Ich habe dabei eine Einsatzlampe im Hinterkopf, die zB für Polizisten gedacht ist. Die Einsatzkraft, die den "normalen" Dienst mit all seinen Höhen und Tiefen und der ganzen Bandbreite verrichtet. Spezialkräfte, die regelmäßig Gebäude im Dunkeln durchforsten, um bewaffnete Straftäter dingfest zu machen, werden andere Lampen mit anderen UIs verwenden.



    Zubehör

    Fenix bietet Montagen für Railsysteme und passende Kabelschalter. Ich hätte diese Teile auch bekommen können, habe aber abgelehnt. Bei der Kommunikation mit Fenix war nicht ganz klar, ob sie mir nur Montage und Schalter oder auch gleich ein Railsystem schicken wollen. Mangels passender Waffe und der Tatsache, dass das WaffG hier ein paar Hürden in den Weg stellt, verzichte ich auf einen Test dieser Teile.

    Das mitgelieferte Holster ist eine Zugabe für den gelegentlichen Geocacher, aber nicht einsatztauglich. Es passen zwar 4-5cm breite Gürtel, das Material ist aber dünn und filigran, so dass das Holster nicht lange am Koppel überleben wird.

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    Wenn man Gripring und Clip entfernt, passt die TK mit dem Kopf nach oben ins Nightpower Holster. Die Deckellasche geht zwar etwas streng zu, klappt aber.
    Das Maxpedition 5" ist möglich, wobei Ziehen und Wegholstern ein klein wenig hakelig ist. Dafür kann der Gripring an der Lampe bleiben und sie passt sowohl bezel-up als auch bezel-down.
    Das Blackhawk ModULok passt nicht.
    Ein passendes ESP-Kunststoffholster gibt es natürlich, das ist aber nur für uniformierte Kräfte geeignet.
    Fenix bietet ein Holster, das ALB-MT an. Da passt die TK16 ebenfalls hinein. Dieses Holster entspricht der Magazintasche von Tasmanian Tiger, ist also qualitativ zu empfehlen und nicht teuer.




    persönliche Bewertung

    Fenix ist gut, keine Frage. Sie sind seit einer gefühlten Ewigkeit am Markt vertreten und haben sich immer durch qualitativ hochwertige Lampen ausgezeichnet. Die TK16 macht da keine Ausnahme.
    Es gibt vieles, das mir gefällt. Leider macht die Memoryfunktion sehr viel kaputt. Nur aufgrund dieser einen Eigenschaft habe ich Bauchweh dabei, sie als Einsatzlampe zu empfehlen. Zu groß ist da die Wahrscheinlichkeit von zu wenig Licht zum ungünstigen Zeitpunkt.


    Stand 11/2015:
    Die Fenix habe ich in letzter Zeit verstärkt im dienst verwendet. Die Leistung ist top, der Lichtkegel ist sehr gut einsetzbar. Hier gibts nix zu meckern, Die TK16 ist eine wirklich gute Lampe. Nur die Memoryfunktion... mich persönlich stört sie. Es ist für mich halt einfach ein zusätzlicher Punkt, über den ich mir beim Wegstecken der Lampe Gedanken machen muss: Welche Stufe hab ich gerade, auf welche Stufe muss ich jetzt schalten? Das klingt jetzt nicht so dramatisch, es sind aber halt wieder Geschichten, auf die ich zusätzlich achten muss. Kleinvieh macht auch Mist, und je mehr davon, desto größer die Wahrscheinlichkeit eines Fehlers. Ich hab es gern, wenn ich mir um Einsatzmittel während der Anwendung keine Gedanken machen muss...
    Deshalb werde ich weiter predigen: kein Memory!
    Geändert von grinsefalle (08.11.15 um 11:00 Uhr)
    schönen Gruß
    Michael

  13. #102
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    kleiner Vergleich Klarus XT11 - Fenix TK16

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    An dieser Stelle will ich ein paar einzelne Punkte ansprechen, in denen sich die beiden Lampen unterscheiden.
    Ein detailierter Bericht zur XT11 findet sich ja schon hier im Leitfaden.


    Größe/Finish/Verarbeitung

    Die XT11 ist grob 1,5 cm länger als die TK16, der Kopf der XT hat ca 1mm mehr Durchmesser. Die Verarbeitung ist bei beiden auf hohem Niveau.
    Der Gripring der Klarus ist drehbar, der Ring der Fenix sitzt fest.
    Der Bezel der Klarus kann entfernt werden, der von der Fenix ist fest.
    Der Conterring innerhalb der Endkappe gefällt mir bei Fenix besser, auch die Riffelung am Gehäuse der Fenix liegt vor der Klarus.

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    Lichtkegel

    Die Klarus hat einen OP Reflektor und damit den weicheren Lichtkegel. Die Fenix setzt auf einen glatten Reflektor, so dass sie einen ausgeprägteren Spot besitzt. Beide sind gut zu verwenden, mir gefällt aber der Lichtkegel der Fenix etwas besser.
    Bezogen auf die Leistung hat die Fenix einen Vorteil, sie ist sichtbar heller. Die Klarus hat die volle Leistung mit2xCR123, bei 1x18650 ist sie minimal dunkler. Diesen Effekt habe ich bei der Fenix nicht beobachtet (keine Messtechnik!). Die Fenix hat kein PWM.


    Bedienung

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    XT11 und TK16 unterscheiden sich hier nur minimal: Die Fenix hat eine Leuchtstufe mehr und die Memoryfunktion. Letztere ist ein -für mich- entscheidender Faktor (im negativen Sinne). Der Bedienung der Klarus sehe ich klar vorne!
    Auch die Wippe auf dem S2 der Klarus bietet Vorteile. So ist diese auch mit Handschuhen deutlich schneller und einfacher zu finden als der kleine S2 der Fenix.
    Auch wenn die technischen Unterschiede marginal sind, so sind die Auswirkungen für den Anwender doch erheblich.


    Fazit:

    Mechanisch nehmen sich beide Lampen nichts. Es gibt kleine Unterschiede, die nicht kriegsentscheidend sind. Fenix hat die etwas bessere elektronische Komponente ohne PWM, mit hoher Leistung bei allen Batteriekonfigurationen. Klarus hat bei der Bedienung die bessere Arbeit geleistet, weil sie auf Memory verzichten und die Schalter besser zugänglich machen. Bezüglich Holsterwahl muss bei beiden Lampen ein Drittanbieter aufgesucht werden, Warnkegel, Kabelschalter etc gibt es für beide.

    Ich persönlich verzichte auf ein paar Lumen zugunsten einer für Einsatzzwecke sinnvolleren Bedienung.
    Geändert von grinsefalle (19.08.15 um 16:37 Uhr)
    schönen Gruß
    Michael

  14. #103
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    An dieser Stelle mal ein Dankeschön Michael,
    für die Arbeit die Du dir machst..dieser Leitfaden
    war und ist mir eine große Hilfe bei der Lampensuche.
    Die XT11 habe ich aufgrund dieses Threats gekauft und
    es bis heute nicht bereut.
    Auch decken sich meine Erfahrungen exakt mit diesem
    Review. Bin gespannt auf weitere Vorstellungen.

    Gruß
    Tino

  15. #104
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Zitat Zitat von Spieler74 Beitrag anzeigen
    ..dieser Leitfaden
    war und ist mir eine große Hilfe bei der Lampensuche....
    Hi Tino, danke dir!
    Solches Feedback, hier oder per PM oder von den Kollegen, denen ich schon Lampen empfohlen habe, finde ich sehr hilfreich und nehme das auch gerne an.
    So seh ich, ob die Anwender mit meinem Geschreibsel was anfangen können oder ob ich komplett auf dem Holzweg bin

    Ja, es kommt in nächster Zeit noch was.
    Geschätzt Ende September stell ich eine ganz neue Einsatzlampe vor und mal schauen, was sich sonst noch so tut...
    schönen Gruß
    Michael

  16. #105
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Kurz-Vorstellung

    Fenix ALP-MT Lampenholster (aka Tasmanian Tiger Magazintasche)
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    Nachdem das Thema "Lampenholster" nach wie vor Sorgen bereiten kann, will ich hier kurz ein paar Worte zum genannten Holster verlieren.

    Das ALP-MT ist baugleich mit dem TT. Inwieweit Fenix mit TT kooperiert hat oder wie diese Gleichheit zustande kommt, kann ich nicht sagen.

    Was bietet das Holster?

    Es handelt sich um ein Modell aus abriebfestem Cordura. An der Rückseite gibt es ein Molle-System mit einem langen Strap, welcher mit Druckknopf gesichert wird, sowie zwei Schlaufen. Das Holster kann also an einem Molle-Gegenstück befestigt werden (Plattenträger, Weste etc), oder aber als gewöhnliches Gürtelholster verwendet werden. Es passen alle normalen Hosengürtel und Einsatzkoppel.
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    Das Holster selbst ist unten geschlossen und läuft konisch zu. An dieser Stelle befindet sich eine Ablauföse, falls Wasser oder Schmodder ins Holster gelangt ist. An beiden Seiten befinden sich elastische Bänder, welche den Halt des Gegenstandes im Holster unterstützen. Wichtig ist, dass der gesamte Holsterkörper aus dem festen Cordura besteht (und nicht aus dem filigranen Elastikmaterial). Der obere Rand des Holsters ist verstärkt. Macht auch Sinn, den da bleibt man mit dem Rand der Lampe immer hängen.
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    Bezüglich des Verschlusses ist das Holster multifunktional. Es bietet eine Abdecklasche, welche mittels Klettverschluss auf der Holstervorderseite verschlossen wird. Interessant ist, dass diese Lasche im hinteren Bereich des Holster nicht fest vernäht ist, sondern durch einen sehr großflächigen Klettverschluss gehalten wird. Somit kann der Anwender die aus dem Holster ragende Länge der Lasche variieren, je nach dem ob er große oder kleine Gegenstände tragen will. Wer diese Lasche nicht will, kann das mitgelieferte Bungeecord verwenden. Es handelt sich um eine elastische Schnur mit Kordelstopper und Cordura-Lasche. Mit der lassen sich zB Magazine gut im Holster transportieren und sind extrem schnell zugriffsbereit (Soldaten kennen das Prinzip). Oder aber man entfernt auch dieses Bungeecord und hat dann ein gänzlich offenes Holster.
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    Eine weitere Möglichkeit hat mir ein User hier per Email zukommen lassen. Danke dafür! Er lässt die Lasche weg und wickelt das Bungeecord um das Holster, vergleichbar mit den militärischen "Taco"-Taschen. Ich habe die Variante mit der PD32 und TK16 kurz probiert. Klappt gut! Entgegen der ersten Bedenken lassen sich die Lampen ohne weitere Einschränkungen ins Holster stecken und wieder ziehen und sie werden auch bei Über-Kopf-Aktionen sicher gehalten. Einzig ein Wegnahmeschutz ist nicht mehr vorhanden.
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    Eindrücke:

    Die Qualität ist wirklich gut und wertiger als die ganzen Holsterdreingaben der Lampenhersteller. Meine beiden Holster habe ich meist an der Weste, sie haben aber noch keine extremen Einsätze erlebt. Mit normalem Gebrauch (Holster auf und zu, Weste ins Auto und wieder raus, da hängen bleiben, von der Weste basteln, wieder aufschlaufen etc) kam es noch zu keinerlei losen Fäden oder Auflösungserscheinungen. Das Holster sollte also eine ganze Zeit lang halten.
    Preis: Gerade mal 12 EUR.
    Passform:
    zweireihige Pistolenmagazine passen perfekt, sie werden auch mit dem Bungeecord sicher gehalten.
    Bei den Lampen passen schlange Modelle wie die Klarus XT2C, Fenix PD32 und Co (1x18650) sehr gut und lassen sich problemlos ziehen und versorgen (bedingt durch die schlange, zylindrische Form).
    Lampen mit "normalem" Formfaktor passen ebenfalls, es ist nur teilweise etwas hakelig. Die Fenix TK16 passt in beide Richtungen, wobei das schnelle Wegstecken mit dem Kopf nach unten eher schlecht funktioniert. Auch die Klarus XT11 passt in beide Richtungen, wenngleich es hier auch etwas hakelig wird. Bei bezel-up Trageweise kann der Gripring an der Lampe bleiben, der passt ins Holster.
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    Trageweise:
    An der Molleweste hält das Holster bombenfest. Auf- und Abschlaufen dauert aber einen Moment.
    Am Gürtel sitzt das Holster relativ tief. Sensible Zivilbeamte könnten sich unter Umständen daran stören.
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    Fazit:
    Das Fenix-Holster ALP-MT bzw das Pendant von Tasmanian Tiger sind für Einsatzlampen im Format 1x18650 (mit nicht zu ausladenden Kurven) eine ganz ordentliche Wahl. Es ist definitiv besser als die Dreingaben, die mit den vielen Lampen geliefert werden und kostet nur wenig Geld. Empfehlenswert!

    Ein ähnliches Modell von Nitecore ist demnächst verfügbar. Ich habe vor, mir auch das anzusehen.
    Geändert von grinsefalle (09.10.15 um 12:57 Uhr)
    schönen Gruß
    Michael

  17. #106
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Kurzvorstellung

    Holster Nitecore NCP30
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    Neben Fenix/Tasmanian Tiger gibt es nun auch bei Nitecore ein ordentliches Holster für Lampen. Es nennt sich NCP30 und ist für 20 EUR beim Nitecore-Forenpartner erhältlich.


    Was bietet das NCP30?

    Das Holster ist aus Cordura gefertigt und bietet eine Vielzahl an Befestigungsmöglichkeiten. An der Rückseite gibt es zwei kleine Klettschlaufen am oberen und unteren Ende, so dass man das Holster quer am Gürtel tragen kann. Durch den Klett lassen sich die Schlaufen an die Gürtelbreite anpassen.

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    Weiterhin gibt es zwei recht stabile Cordura-Laschen, welche in der unteren Hälfte mit Klett versehen sind und so fest am Holster kleben. Diese beiden Laschen bilden zusammen die Gürtelschlaufe für das normale vertikale Tragen. Es passen schmale und breite Gürtel, der Sitz ist bei beiden recht gut. Auch ein dickes Dienstkoppel passt, das habe ich aber noch nicht im Detail getestet. Es könnte sein, dass sich aufgrund der Dicke des Koppels die Klettfläche reduziert, die die Laschen an dem Holster halten. Positiv anzumerken ist, dass das Holster wenig aufträgt und gut für zivile Einsätze geeignet ist.

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    Die beiden Laschen können aber auch in ein Molle-System befestigt werden. Dabei braucht das Holster zwei Reihen. Das Einschlaufen gestaltet sich etwas schwierig, weil die beiden Laschen recht sperrig sind, der Sitz ist aber dann einwandfrei und sicher.
    Dieses universelle Befestigungssystem ist von Maxpedition Scheiden schon bekannt.

    Das Holster selbst besteht aus einem Cordura-Körper, das am unteren Ende eine Ablauf-Öse hat. In der Mitte des Köchers befindet sich ein elastisches Band, das den Holsterinhalt noch etwas fixiert. Zwei Molle-Schlaufen sind ebenfalls auf dem Holsterkörper angebracht, diese machen in meinen Augen aber nicht ganz soviel Sinn. Das Holster hat keine Weitungsmöglichkeit (dehnbare Seiten, Faltenbalg etc).

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    Seitlich entlang des Körpers ist eine flexible Seitenlasche angebracht, welche einen Kugelschreiber oder tactical pen aufnimmt. Für Ersatzakkus ist jedoch kein Platz.

    Die Deckellasche ist nicht einteilig, wie bei den meisten Holstern, sondern zweigeteilt. Eine Hälfte ist an der Rückseite des Holsters befestigt, die andere Hälfte an der Vorderseite. Am besten die Bilder anschauen, dann wirds deutlich. In der Praxis funktioniert das gut: in dem man die Verlängerung der vorderen Lasche zieht, geht der Klettverschluss auf und beide Laschen stehen nach oben und geben die Lampe frei. Wer das alles nicht will, kann beide Laschen nach innen ins Holster klappen und dort mit Klett fixieren. Das Holster ist nun oben gänzlich offen.

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    Es passen die gängigen Lampen. Einsatzlampen a la Surefire 6P, Malkoff MD2 und ähnliche passen in beide Richtungen. Ziehen und Wegstecken geht schnell und problemlos. Lampen mit größerem Kopf (zB Fenix TK16, Klarus XT11) passen auch in beide Richtungen, wobei das Versorgen mit dem Kopf zuerst doch recht hakelig ist (was daran liegt, dass das Holster oben keine größere Öffnung hat). Einhändig wird das eine kleine Herausforderung, wenn man mit der zweiten Hand die vordere Lasche greift und so die Öffnung etwas weitet, dann funktioniert das schon.
    Wichtig: wenn der Anwender beide Deckellaschen im Holster verstaut hat (also open-top), dann wird logischerweise der Platz im Holster weniger. Es empfiehlt hier, auf Gripringe zu verzichten und die Lampe mit dem Kopf nach oben zu tragen. Ist der Lampenkörper nicht glatt, dann verhakt es sich beim Ziehen mit den im Holster liegenden Laschen.


    Fazit:

    Das Holster ist ganz neu, ich konnte es erst 3 Tage im Dienst verwenden. Der Eindruck bisher ist positiv. Es sitzt fest und unauffällig am Gürtel, hält meine Lampen sicher und gibt sie auch schnell frei. Vom Material her sehe ich bisher keine Schwachpunkte.
    Auch das NCP30 ist eine deutliche Aufwertung und Kampfwertsteigerung im Vergleich zu den mit den Taschenlampen mitgelieferten Holstern!
    schönen Gruß
    Michael

  18. #107
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Ein paar Worte zur IWA 2016 aus Lampensicht, speziell was Einsatzlampen angeht. Dass alle Hersteller auf aktuelle LED setzen, erwähne ich nicht speziell.
    Vermutlich hab ich einiges von der Messe schon wieder vergessen (Info-Overkill )...

    Surefire

    Das Sortiment war recht überschaubar und ausgedünnt, wie im passenden Unterforum bei uns auch schon diskutiert. Eine R2 Lawman wird es nicht geben, die R1 Lawman hat nun die Intellibeam-Funktion. Ich habe diese bei der kleineren P2X Fury mal ausprobiert - das funktioniert überraschend gut, soweit ich das beim Spielen in der Messehalle beurteilen kann.
    Bei der Backup gibt es nur noch den Klick-Schalter, der 2-stufige Momentlicht-Schalter fällt weg. Eine LX2 war nicht am Stand, auf der Homepage ist sie wiedergelistet. Ich habe aber vergessen zu fragen, wie der aktuelle Stand bei ihr ist.
    Im Gespräch mit dem Surefire-Mann hab ich auch bemängelt, dass aus Sicht des dienstlichen Anwenders das UI "erster Klick high, nächster Klick innerhalb 2 Sek. low" nicht gut ist. Will jemand kurze Lichtimpulse abgeben, ist der erste mit hoher Helligkeit, der zweite dann mit niedriger usw. Schlecht. Die aussage von Surefire war, dass das bekannt sei und immer wieder Einsatzkräfte den momentary-only schalter haben wollen, die Masse ist aber mit dem clicky zufrieden und jedem kann man es nicht recht machen.
    Hm. mir scheint, das Behörden-Geschäft geht etwas schlecht und sie wollen nun den Otto-Normal-Verbraucher für sich gewinnen. Evtl ist dessen Kaufkraft höher.


    Niteeye

    Hier gab es ein Vorserienmodell einer "taktischen" Lampe. Die Endkappe konnte in drei Positionen eingerastet werden: in der Mitte ist der Schalter gesperrt, eine Raste zur einen Seite lässt mittels Druckknopf nur Momentlicht zu, auf der anderen Raste gibt es dann Dauerlicht. Eine exakte Kopie des Schalterkonzeptes, welches ASP schon seit unzähligen Jahren verwendet. An der Lampe war ein Ring angebracht, durch den ein Finger gesteckt wird und die Lampe somit fest an der Hand hält (ähnlich den Surefire-Gummiringen aus dem Zubehörsortiment oder der Thyrm-Switchback). Die Idee ist gut, den ich kann die Lampe praktisch auf den Handrücken flippen, mit freier Hand zB Ladetätigkeiten durchführen und die Lampe dann wieder zurückkippen in die Hand. Bei der Niteeye ist der ring jedoch aus Metall, was mehr als gefährlich ist. Bleibst du irgendwo hängen, bricht der Ring den Finger. Ob das zur finalen Version geändert wird, kann ich nicht sagen.


    Fenix

    Ein gut aufgestelltes Lampensortiment. Die TK09 macht Schritte in die richtige Richtung, bleibt aber vorzeitig stehen. Sie startet immer in high, was mit für eine Einsatzlampe wichtig ist. Allerdings wählt man die Stufen mittels Tasten aus, d.h. low gibt es beim 3. Antasten. Kurze Lichtimpulse in high sind hier auch nicht möglich.


    Klarus

    Das Highlight war klar die neue XT11s, welche April/Mai erscheinen soll. Beim Herrn Schiermeier waren mehrere Modelle der Lampe da, welche sich in kleinen Details noch unterschieden haben. Ich hatte die Möglichkeit, die Lampe mit Herrn Schiermeier, Kollegen von mir, der Vertreterin von Klarus EU und dem Entwicklungsingenieur im Detail durchzugehen. Es war ein recht interessantes und hoffentlich gewinnbringendes Gespräch für alle Seiten, bei dem wir auf eine kleine Änderung hingewirkt und die Wichtigkeit eines ordentlichen Holsters betont haben.
    Unterm Strich wird die XT11s wohl wirklich ein Knaller! Sie ist sehr kompakt und handlich und stört nicht am Gürtel. Man kann jeden 18650 in der Lampe mittels USB laden, wenn man das will. Die geniale Bedienung der XT-Serie bleibt erhalten, was ich Klarus gegenüber mehrfach als extrem wichtig betont habe. Zu der gewohnten Bedienung kommt nun noch ein Seitenschalter dazu, welcher im Alltag viel Zuspruch erfahren dürfte. Die Lampe hat drei verschiedene Betriebsarten: normal tactical (wie gewohnt), outdoor (ohne strobe) und super tactical (nur high und strobe), der Seitenschalter lässt sich sperren und beide Schalter behindern sich nicht. Die Bedienung wurde also nicht verkompliziert, hat keine Stolperfallen und bietet dennoch mehr Möglichkeiten.

    Ich denke, einen ausführlichen Test wird es dann beizeiten geben.


    LedLenser

    Ja, ich hab sie mir angesehen Es hat sich nichts daran geändert, dass ich sie nach wie vor für nicht empfehlenswert für den Dienst halte. Was aber positiv aufgefallen ist: die neuen Modelle haben eine extrem rutschfeste Beschichtung mit richtig aggressiver und guter Riffelung. Einen derart sicheren Grip hatte ich nur bei der alten Barbolight, ansonsten bei keiner anderen Lampe. Wenn nun dieses Äußere mit einem ordentlichen Inneren kombiniert wird, dann kommen wir uns näher...


    Die anderen namhaften Hersteller hatten das bekannte Programm dabei. Es gibt die neuen LED's, mehr Leistung, oft mehr Blingbling. Im Bereich der Einsatzlampen gibt es erwartungsgemäß kaum weitere Neuerungen. Eine einfache gute Lampe lässt sich halt nicht so ohne weiteres neu erfinden.


    Was hier im Leitfaden in Kürze kommt: Der Bericht zur Eden TDL25.
    schönen Gruß
    Michael

  19. #108
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Die niederländische Einsatzlampe Eden TDL20 wurde hier ja bereits vorgestellt. Nun ist der Nachfolger erhältlich:

    die Eden TDL25.



    Die Bedienung wurde geändert und die Leistung angehoben. Der Einsatzzweck, nämlich Licht als Einsatzmittel, blieb gleich. Es war Ziel, aufbauend auf den Erfahrungen mit der TDL20, eine Lampe zu entwickeln, welche sich im Alltag angenehm bedienen lässt und jederzeit den Strobe gebündelt beim Gegenüber ins Ziel bringt.

    Die TDL25 wird im schlichten Karton geliefert, nur der Gripring ist beigelegt. Eine Bedienungsanleitung ist nicht dabei, ich versuche also, die Funktionen hier zu beschreiben.

    Es gibt zwei Versionen der Lampe: eine Polizeiversion und eine Zivilversion. Der Unterschied besteht darin, dass die zivile Variante umprogrammiert werden kann. Hier geht es um die polizeiliche Variante.



    Technische Daten

    Cree XPG2 LED
    7 bis 450 Lumen
    Laufzeiten sind nicht bekannt
    2025 lux auf 3m, bzw 270m Leuchtweite
    1x 18650 bzw 2xCR123
    5 Leuchtstufen, Strobe, Firefly, Signal-Beacon, SOS
    Anzeige Batteriespannung
    Magnetring und zweistufiger Endkappenschalter
    112 Gramm
    13,7cm lang; 3,4cm Durchmesser am Kopf, 2,2cm am Gehäuse
    IPX8 bis 2m
    5 Jahre Garantie
    Lieferumfang: Lampe und Gripring. Keine Anleitung!



    Größe / Finish / Verarbeitung

    Die TDL25 entspricht in der Größe dem gängigen Format einer Einsatzlampe. Sie ist kürzer als eine XT11 und ungefähr gleich lang wie die TK16. Auch beim Kopfdurchmesser verhält es sich so: minimal kleiner als die XT11, gleich groß wie die TK16.



    Am Kopf befindet sich eine Stahlkrone, welche glatt und nicht gezackt ist (aufgrund der rechtlichen Lage in den Niederlanden). Ebenfalls am Kopf befindet sich die lasergravierte Seriennummer.
    Der Magnetdrehring läuft weich und hat fühlbare Stufen, wenngleich diese Stufen relativ dezent gehalten sind. Hinter dem Drehring befinden sich nun Kühlrippen, um die Wärme besser abzuleiten. Nuten am Kopf und Abflachungen am Drehring sorgen für eine Anti-Roll-Funktion, auch die ist recht dezent und verhindert das Rollen dann, wenn man die Lampe ruhig hinlegt.
    Am Batterierohr befindet sich die Riffelung, welche einen ganz ordentlichen Grip bietet.




    Die Endkappe selbst ist glatt gehalten. Der Rand am Ende ist an zwei gegenüberliegenden Stellen abgeflacht, so dass der Daumen besser an den Schalter kommt.



    Die Verarbeitung ist tadellos. Es gibt O-Ringe, sauber geschnittene, quadratische Gewinde, das Finish ist gleichmäßig schwarz. Das Verarbeitungsniveau ist sehr hoch und spielt mit den großen Herstellern in einer Liga.







    LED / Lichtkegel

    Als LED wird eine XPG2 verbaut. Ziel war ein hoher lux-Wert, um den Effekt des Strobe auch so wirkungsvoll wie möglich umzusetzen. Die XPG2 sitzt in einem glatten und tiefen Reflektor, so dass man einen konzentrierten und hellen Hotspot mit einem schwachen und ausreichend großen Streulichtkegel bekommt. Natürlich merkt man, dass die Gesamtleistung der TDL25 niedriger ist, als bei TK16 oder XT11, der Spot ist jedoch heller und definierter als bei den XML2-Lampen. Das angestrebte Ziel ist somit erreicht worden.
    PWM-Flimmern gibt es nicht.



    Beamshots:
    Wieder im Hof. Kontrollbild - Malkoff M61 - TK16 - XT11 - TDL20 - TDL25


    In der Lagerhalle. Kontrollbild - M61 - TK16 - XT11 - TDL20 - TDL25



    Energie

    Als Hauptenergieversorgung wird der 18650er Akku empfohlen. Als Backup sind 2x CR123 ebenso zulässig. Einen Helligkeitsunterschied habe ich auf die Schnelle nicht feststellen können.
    Beide Pole in der Lampe sind gefedert, so dass der Akku bzw die Batterien fest sitzen (kein Klappern mit Batterien) und der Kontakt an beiden Polen auch bei Erschütterungen der Lampe sicher besteht.






    Bedienung

    Die Bedienung ist überraschend vielseitig und dennoch einfach. Ich versuche, sie hier deutlich zu erklären.

    Es gibt zwei Elemente: einen Magnetring am Kopf und einen Endkappenschalter. Der Magnetring ist links und rechts angeschlagen und hat 6 Positionen: Ganz links (entgegen Uhrzeigersinn) ist die Lampe aus, danach folgen die 5 Leuchtstufen von klein beginnen bis zur vollen Leistung ganz rechts.



    Der Endkappenschalter ist ein elektronischer Taster, kein mechanischer Klickschalter. Er hat zwei Stufen, ähnlich einer Digicam (halb drücken und ganz drücken). Diese beiden Stufen werden aber mit sehr deutlichen Anschlägen („Klicks“) markiert. D.h. man drückt den Schalter bis zum ersten Anschlag (Stufe 1), überwindet dann diesen mit etwas Kraftaufwand und erreicht Stufe 2. Die Abstimmung ist deutlich und gut gemacht.

    Beide Schalter arbeiten Hand in Hand zusammen. Zur Bedienung:

    Mit dem Magnetring schaltet man die Lampe auf Dauerlicht. Dreht man auf die erste Stufe, erhält man dauerhaftes Licht mit geringer Helligkeit. Dreht man am Ring eine Stufe weiter, wird die Lampe eine Stufe heller usw. Zum Ausschalten kann man den Drehring einfach wieder ganz nach links drehen.

    Wenn die Lampe in einem Dauerlichtmodus ist, kann man sie auch über einen Druck auf den Endschalter (Stufe 1) abschalten. Drückt man erneut auf den Endschalter, erhält man wieder Dauerlicht in der zuvor am Ring gewählten Stufe. Es geht nur an und aus, kein Momentlicht.

    Will man die Helligkeit ändern, kann man wieder den Drehring benutzen, oder aber einfach den Schalter am Heck drücken (Stufe 1) und halten. Die Lampe dimmt dann herunter bis minimum. Lässt man den Schalter los, drückt und hält erneut, so steigert die TDL die Leistung, bis man den Schalter loslässt oder das Maximum erreicht ist. Diese Helligkeit merkt sich die TDL bis zum nächsten Einschalten – jedoch nur, solange der Drehring nicht benutzt wird. Dessen Stufen sind fest und nicht veränderbar.

    Stufe 2 des Heckschalters ist immer der schnelle 18Hz-Strobe und immer rein momentary, also nur, solange man den Schalter gedrückt hält. Wenn die Lampe per Drehring auf „aus“ gestellt wurde, erhält man sofort strobe, wenn man auf Stufe 2 drückt (Stufe 1 hat keine Funktion). Befindet sich die TDL in einem Dauerlichtzustand, so bringt ein Druck zu Stufe 2 die Lampe auch in den Strobemodus. Lässt man den Schalter los, geht sie aus.

    Das ist taktisch recht gut. Man kann sich zB mit kleiner Helligkeitsstufe durch ein Gebäude bewegen und hat bei Kontakt mit dem Gegenüber sofort den vollen Blitz zur Verfügung. Genauso schnell ist das Licht auch wieder aus, um im Schutz der Dunkelheit die Position zu verändern.

    Es gibt auch noch Zusatzfunktionen, welche gut versteckt sind und nicht im Weg umgehen. Diese werden angesteuert durch gedrückt halten des Heckschalters in Stufe 2 (Strobe) und gleichzeitiges Drehen des Magnetringes. Hat man die gewünschte Funktion erreicht, so kann man den Heckschalter loslassen.

    Folgende Funktionen gibt es:
    Drehring links (aus): Batterieanzeige (5x blinken ist voll, 1x blinken ist leer; nur mit 18650)
    nächste Stufe: eine Art locator beacon, d.h. es gibt einen kurzen und einen minimal längeren Flash mit sehr geringer Helligkeit (Abstand vom Doppelblitz zu Doppelblitz ungefähr etwas über eine Sekunde)
    nächste Stufe: Dauerlicht 100%? Laut Webseite soll hier Momentlicht sein, das klappt bei mir aber nicht
    nächste Stufe: Verkehrsmodus: Dauerlicht mit mittlerer Helligkeit, das im Sekundentakt zusätzlich hell aufblitzt
    nächste Stufe: SOS
    nächste Stufe (rechts): dauerhafter Strobe

    Die Zusatzfunktionen werden über den Heckschalter oder den Drehring beendet und nicht gespeichert.



    Zubehör

    Es passen zb die ESP LHU Holster mit der 37mm Kopfaufnahme, auch die bereits getesteten Holster von TT/Fenix und Nitecore passen wunderbar (Kopf nach oben). Beim Nightpower-Holster wird es etwas eng (bei der älteren Version), die neuere Version ohne den Einschaltschutz aus Kunststoff im Inneren nimmt die TDL mit Kopf nach oben gut auf.
    Es passen alle Warnkegel, welche 34mm Durchmesser haben, zB der flexible Warnkegel von Klarus.



    Fazit

    Die Leistung der TDL25 ist völlig ausreichend, vor allem aufgrund des hellen Spots.
    Die Bedienung wirkt auf dem Papier überladen, ist praktisch jedoch recht klar und einfach. Der Strobe ist jederzeit erreichbar, so dass auch in stressigen Situationen das richtige Licht zur Verfügung steht. Handlage und Schalterdruckpunkt gefallen mir gut.
    Ich habe die TDL nun seit wenigen Wochen in Gebrauch. Nach dieser Zeit finde ich den Drehring etwas zu leichtgängig, für meinen Geschmack dürfte er mehr Widerstand bieten.
    Und ich kann mich noch nicht an den Drehring im Allgemeinen gewöhnen. Das ist rein subjektiv und wertungsfrei. Ich habe schlicht viele Jahre mit Lampen gearbeitet, die einen (oder zwei) Schalter am Heck hatten. Scheinbar werde ich noch nicht richtig warm mit dieser Art der Bedienung.

    Die TDL 25 ist eine qualitativ hochwertige Einsatzlampe, die ein neues, innovatives UI bietet. Wer Drehringe mag, bekommt hier Komfort und stress-sichere Bedienung in einer Lampe.


    Update: Es gibt inzwischen auch die Eden TDL30.
    Den genauen Unterschied habe ich noch nicht, es ist aber wohl eine neue LED verbaut. Zudem wurde die Lichtfarbe ins wärmere verlagert, da die Tests der Niederländer gezeigt haben, dass der Strobe mit warmweißen Licht deutlich effektiver ist, als mit kaltweißem Licht.
    Geändert von grinsefalle (06.02.18 um 18:37 Uhr)
    schönen Gruß
    Michael

  20. #109
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Von einem Mitglied im Forum wurden mir diverse Lampen und Zubehörteile zum Testen und Anschauen leihweise zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!

    Inzwischen hatte ich Zeit und Gelegenheit, auszuprobieren, ein paar Eindrücke zu sammeln und diese in Text und Bild ein wenig zusammenzuschreiben.


    Eindrücke zur Klarus XT11s

    Testberichte gibt es im Internet schon zu Hauf, weshalb ich keinen kompletten Bericht schreiben werde. Im Prinzip handelt es sich um eine XT11, die um ein paar Features erweitert wurde. Ein paar Unterschiede will ich hier kommentieren.


    Lichtkegel und Helligkeit.
    Ein großer Unterschied zur XT11. Die 11 verwendet die XML2 in einem OP-Reflektor, der Lichtkegel ist also recht weich und ausgeglichen. Die 11s verwendet die XPL in einem glatten Reflektor, was zur Folge hat, dass sie deutlich spotlastiger ist und der ein oder andere Ring im Beam zu sehen ist. Da ich kein whitewallhunter bin, spielen die Ringe keine Rolle. Die Reichweite ist höher als bei der XT11, es gibt mehr "punch". Die Spotlastigkeit hat Vorteile bei der Blendwirkung und ausleuchtung auf größere Entfernung, hat jedoch auch den Nachteil des verstärkten Tunnelblick-Effektes (Der Lichtkegel ist insgesamt reht eng und das Auge stellt sich auf den hellen Spot ein, so dass alles außerhalb des Lichtkegels schneller im Dunkeln verschwindet). Ein Beispiel gibt es im Bericht zur Torq weiter unten.

    Die Leistung der 11s ist auf aktuellem Stand – also wirklich ordentlich. Da der Spot recht konzentriert ist, wirkt sie für das Auge noch heller. Das ist gut, wenn ich jemanden blenden oder etwas in größerer Entfernung beleuchten will. Das ist grenzwertig, wenn ich mich innerhalb von Gebäuden bewege. Arbeitet man mit Momentlicht, strahlen jedes mal 1000 Lumen mit einem hohen cd-Wert auf weiße Wände o.ä. Die Eigenblendung ist hier schon ein Thema.

    Ich muss mich da immer selbst an der Nase packen: Ja, der Lichtkegel gefällt mir gut und ist wirklich beeindruckend. Aber man darf nicht vergessen, dass es eben auch Nachteile gibt im Vergleich zu weniger spotlastigen Lichtkegeln aus Reflektoren oder TIR-Optiken.

    Nebenbei: Die Helligkeit spielt eine Rolle bei der Klarus XT11GT (welche derzeit gestoppt ist bzw überarbeitet wird). Angepeilte 2000 Lumen mit einem UI, das immer mit 100% startet, sind nicht mehr „taktisch“ und sinnvoll, sondern nur eine Spielerei. Ja, es gibt zu hell. Ja, das ist meine persönliche Meinung.


    Bedienelemente
    Die Bedienung mittels Heckschalter ist bei der 11 und 11s gleich. Die Wippe bzw der Schalter darunter wurde wohl etwas geändert, denn in der neuen 11s muss man die Wippe weiter eindrücken, bevor etwas passiert. Anfangs schwammiger, dafür mit deutlicherem Druckpunkt. Die alte 11 reagiert bei der Wippe direkter, hat aber keinen Druckpunkt. Zudem ist die Wippe der 11s aus einem dünneren Material, die alte Wippe der 11 ist etwas massiver. Objektiv macht es vielleicht keinen Unterschied, rein subjektiv finde ich das alte Modell vertrauenerweckender.
    Der Seitenschalter ist gut gelungen. Über die kleine LED erhält man beim Einschalten Infos über den Ladezustand des Akkus. Auch ist der Seitenschalter relativ einfach zu finden (im Vergleich zu Seitenschaltern von anderen Herstellern), was an der abgeflachten Stelle liegt und an der Tatsache, dass der Schalter genau gegenüber der gummigeschützten (und fühlbaren) Ladebuchse liegt.


    Leuchtstufen und Bedienung.
    Auf der Messe habe ich mit den Klarus-Leuten und Jörg Schiermeier lange Zeit die Eigenschaften der Lampe diskutiert. Darunter auch die verschiedenen Leuchtstufen. Leider wurde der Vorschlag nicht umgesetzt, die ersten beiden Stufen vom Wippschalter etwas weiter zu spreizen. Bei der Bedienung über den Seitenschalter hat man turbo/high/med/low, das ist ok. Verwendet man nur die Wippe, hat man die Wahl zwischen turbo, high und low. Der Unterschied zwischen turbo und high ist minimal, so dass diese Modi-Auswahl in meinen Augen weniger gut ist. Es gab während der Testphase bei mir durchaus Situationen, in denen mir die beiden ersten Stufen zu hell waren, die dritte Stufe dann zu dunkel.

    Den Umweg über den Seitenschalter finde ich (in meiner persönlichen dienstlichen Verwendung) als unpraktisch, weil ich ständig den Seitenschalter entsperren und wieder sperren muss. Will man die Lampe zivil oder verdeckt tragen, bleibt nur ein schlankes Nylon/Cordura Holster. Da besteht die Gefahr (selbst erlebt), dass man, zB beim Sitzen im Auto, den ungesperrten Seitenschalter betätigt und die Lampe im Holster vor sich hin leuchtet.
    Die Variante der XT11, die nur den Heckschalter hat und dort high-med-low ansteuert, finde ich praktischer.
    Nutzt man ein großes Holster a la ESP LHU, dann besteht die Problematik des Seitenschalters eher weniger. Man kann die Lampe so drehen, dass der Seitenschalter geschützt ist, des weiteren würde man durch den offenen Holsterboden sofort sehen, wenn die Lampe an ist.
    Für den Privatgebrauch ist der Seitenschalter ganz brauchbar. Viele Menschen sind solche Knöpfe noch aus den Maglite-Zeiten gewohnt, so dass die Bedienung hier gut von der Hand geht. Allerdings gibt es auch einen Stolperstein: [immer ausgehend von Standard tactical mode] Eingeschaltet wird mit einem kurzen Klick, weitere kurze Klicks wechseln die Leuchtstufen. Ausgeschalten wird jedoch mit einem langen Druck. Mir ist es mehrfach abends im Dunkeln passiert, dass ich die kleinste Leuchstufe wieder ausschalten wollte, aus Versehen aber geklickt statt gehalten habe – mit der Folge, dass ich mich selbst mit der vollen Leistung geblitzdingst habe. Rein für privat macht es dann mehr Sinn, in den outdoor mode zu wechseln.


    Fazit:
    Unterm Strich ist die XT11s eine sehr universelle Lampe, die ein breites Einsatzspektrum abdeckt bzw. abdecken soll. Man merkt, dass Klarus mit nur einer Lampe eine größere Zielgruppe ansprechen will.
    Die verschiedenen Modi bieten das passende für Camping und Einsatz. Die Leistungsdaten sind beeindruckend und voll und ganz ausreichend.
    Ich selber war beim ersten Kontakt mit der Lampe auf der IWA hellauf begeistert von der Anzahl der Features und der Umsetzung. Das muss ich etwas revidieren. Die Lampe ist immer noch toll, allerdings habe ich für mich persönlich erfahren, dass ich den Großteil der Features in der Arbeit (!) schlicht nicht brauche. Ich bin da eher Fan der einfacheren XT11 oder XT2C.
    Rein von der Leistung ist die XT11s ein upgrade zur XT11. Wer mit der XT11 zufrieden ist (in Bezug auf Leistung und Bedienung), der kann locker dabei bleiben.
    schönen Gruß
    Michael

  21. #110
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Eine weitere Lampe, die mir vom Forummitglied ausgeliehen wurde, ist die

    First Light Torq


    Die Torq ist das Budget-Modell der Firma First-Light. Sie machten sich zuerst einen Namen mit der außergewöhnlichen Liberator, es folgten die diversen Tomahawk und T-Max Modelle. Die ganze Lampenserie ist ausgelegt auf den Gebrauch der Lampe in Kombination mit der Waffe.




    Technische Daten (vom Hersteller)

    Die Torq ist aus einem Polymerwerkstoff gefertigt. Sie schafft maximal 155 Lumen aus 2xAA Batterien. Der Kopf ist um 320 Grad drehbar. Die Seitenteile können ausgetauscht werden, es stehen dabei ein einfacher Clip zu Verfügung, oder Aufnahmen für eine Molle-Montage oder eine Gürtelhalterung. die Torq kann somit multifunktional an Gürtel, Kleidung, chestrig oder dergleichen angebracht werden. Das wichtigste Merkmal ist der Fingerring aus Kunststoff an der Vorderseite, der die spezielle Trageweise erst ermöglicht. Der Fingerring ist flexibel und gibt nach, sollte man mit der Lampe irgendwo hängen bleiben.
    Das Gehäuse ist robust und gegen Umwelteinflüsse geschützt (1m wasserdicht). Die Lampe ist 9,9cm hoch, 6,6cm tief und 3,5cm breit. Ihr Gewicht beträgt 150 Gramm mit Batterien.




    Die volle Leistung wird mit Alkaline-Batterien ca 1h gehalten, danach fällt die Torq auf die mittlere Leistungsstufe und hält diese fast 10 Stunden. NiMh-Akkus funktionieren, sitzen aber recht stramm im Batterierohr. Die von mir verwendeten Ansmann-Akkus musste ich dann mit Klopfen dazu bewegen, sich von der Lampe zu trennen. Mit Akkus hält die Torq die volle Leistung ca. 3 Stunden, danach ist aber Schluß. (Alle Laufzeitinfos stammen nicht von mir, sondern sind aus dem CPF übernommen).

    Im Lampenkopf befindet sich die Weißlicht-LED (Cree XPG2?), im Bezel befinden sich die Sekundär-LEDs: 4x rot, 2x blau, 2x grün.



    Alle Farben und das Weißlicht haben im Dauerlicht 3 Stufen (high, med, low), zudem gibt es eine Momentlichtfunktion für das Weißlicht (nur mit maximaler Leistung).


    Bedienung / UI

    Die Bedienung erfolgt über 3 Taster, welche ergonomisch richtig auf der Oberseite der Torq angebracht sind: der primäre Taster P und zwei kleine Taster S1 und S2. Es gibt eine Menge Funktionen, welche aber an sich recht gut angesteuert werden.



    Lampe ist aus:
    # P ergibt momentary Weißlicht mit voller Leistung. Die Funktion rastet nicht ein, es gibt nur Licht, solange P gehalten wird.
    # Klick auf S1 ergibt dauerhaftes Weißlicht in der zuletzt verwendeten Stufe.
    # Drücken und Halten des S1 ergibt den emergency beacon, eine Blitzfunktion des weißen, roten und grünen Lichtes.
    # Klick auf S2 ergibt dauerhaftes farbiges Licht in der Farbe und Helligkeit, die zuletzt verwendet wurde.
    # Drücken und Halten des S2 wechselt durch die 3 Farben (rot, grün, blau)

    Lampe ist an:
    # P ergibt weißes Licht mit voller Leistung, egal aus welchem Zustand P betätigt wird. Beim loslassen fällt die Torq auf den vorherigen Zustand zurück. Beispiel: Man orientiert sich mit rotem Licht durch die Dunkelheit. Ein Druck auf P bringt weißes Momentlicht mit 100%, beim Loslassen von P hat man wieder das rote Licht.
    # Klick auf S1 schaltet das Dauerlicht Weiß wieder aus
    # Drücken und Halten des S1 taktet durch die 3 Leuchtstufen des Weißlichtes: low-med-high-med-low-usw
    # Klick auf S2 schaltet das farbige Sekundärlicht aus
    # Drücken und Halten des S2 wechselt die Leuchtstufen des farbigen Lichtes analog zum Weißlicht.

    In allen Dauerlicht-Farben gibt es ein mode memory.

    Hält man S1 und S2 zusammen gedrückt, so sperrt man die Torq.

    Hält man P und betätigt zusätzlich S2 erhält man weißes Strobolicht. Aufgrund der Anordnung der Taster ist dies schon machbar, braucht aber etwas Übung, um im Stress richtig zu treffen.

    Prinzipiell ist die Bedienung absolut stress-sicher. Der große P-Taster wird immer getroffen, egal, ob Adrenalin oder Handschuhe o.ä. die Situation erschweren. Mit dem P bekommt man immer die maximale Leistung und Momentlicht, Fehlbedienung ist ausgeschlossen. Die kleinen S1 und S2 bieten einen guten Mittelweg zwischen „gut erreichbar“ und „nicht aus Versehen zu betätigen“.

    Was in der Hektik weniger gut funktioniert, ist der Batteriewechsel, so denn nötig. Die Batterien können nicht nach Belieben eingelegt werden, sondern in einer fest bestimmten Richtung. Die Markierungen, wo plus und minus liegen sollen, sind bei Licht schlecht und bei Dunkelheit gar nicht zu sehen, fühlbare Markierungen gibt es nicht. Also entweder die Lage der Batterien auswendig lernen oder die Batterien nicht leer werden lassen.




    Leistung

    Die 155 Lumen werden in der heutigen Zeit oft nur müde belächelt. Tatsächlich sind sie aber gut nutzbar. Das Licht ist relativ eng fokussiert, so dass gerade für indoor-Anwendungen genügend Licht zur Verfügung steht. Außerhalb kommt die Torq an ihre Grenzen. Gerade in einer städtischen Nacht gibt es relativ viel Fremdlicht durch Laternen etc, so dass hier etwas mehr Power nützlich wäre. Auf den Beamstots am Ende wird das etwas deutlicher.


    Spezieller Verwendungszweck

    Die Torq ist speziell für die Verwendung in Kombination mit einer Waffe designed worden. Im öffentlichen Forum will ich nicht näher auf Details dazu eingehen. Nur soviel: Wenn man damit übt, klappt es recht gut. Es lässt sich eine stabile Waffenhaltung erreichen und hat immer das Licht da, wo man es braucht oder haben will. Auch Magazinwechsel oder ähnliches sind möglich, ohne die Lampe weglegen zu müssen.



    Für normale Anwendungen finde ich jedoch den herkömmlichen Formfaktor einer Taschenlampe besser oder natürlicher. Ist vielleicht auch nur eine Gewöhnungssache, aber für normale Kontrollen, Durchsuchen von Fahrzeugen etc ist die Winkelform der Torq etwas unpraktischer.

    Wer keine Lampe an seine Kurzwaffe montieren darf oder will, der bekommt mit der Torq eine pfiffige Lösung, Licht und Einsatzmittel miteinander zu kombinieren.
    Geändert von grinsefalle (06.02.18 um 19:02 Uhr)
    schönen Gruß
    Michael

  22. #111
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Beamshots:
    Hinweis: Ich habe leider den Weißabgleich nicht auf eine feste Einstellung gesetzt, er war auf "Auto".

    Situation 1, der Hausgang.
    Reihenfolge: Kontrollbild, HDS Clicky, Torq, TDL20, XT11, XT11s, Olight S2 (wegen der TIR-Optik).



    Situation 2 Treppenhaus.
    Reihenfolge: Kontrollbild, Clicky, Torq, TDL20, XT11, XT11s, S2.
    Hinweis: Bei diesen Bildern wurde im Nachhinein der Gammawert angepasst. Beim Knipsen zeigte das Display auf der Digicam das Bild recht realistisch. Auf dem PC waren die Fotos zu dunkel, so dass ich den Wert korrigieren musste. So wie die Fotos nun sind, kommen sie der Realität sehr nah.
    Kameraausschnitt und beleuchtete Stelle sind bewusst so gewählt, um etwas zu verdeutlichen. Wer entdeckt das Geheimnis?


    Wer hat's erkannt?
    Das ist der große Unterschied zwischen Lampen mit Reflektor und TIR-Optik. Harte Kante oder fließender Übergang. Einfach mal zum Nachdenken...


    Situation 3 im Hof.
    Reihenfolge wie oben



    Situation 4, wieder im Hof.
    Einstellungen etc sind identisch mit Situation 3, dieses Mal gibt es jedoch noch Fremdlicht. Es handelt sich um einen Scheinwerfer, der grob hinter der Kamera sitzt und den Hof beleuchtet. Es soll innerstädtische Parkplätze, Autobahn-Raststätten etc simulieren.



    Zu sehen ist, dass hier die schwächeren Lampen recht wenig Überlegenheit durch Licht bringen, wogegen die XT11s zB immer noch genügend Power ins Ziel bringt.
    Geändert von grinsefalle (06.02.18 um 19:10 Uhr)
    schönen Gruß
    Michael

  23. #112
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Hier noch diverse bilder vom bunten Licht (Weißlicht immer low)


    Geändert von grinsefalle (06.02.18 um 19:13 Uhr)
    schönen Gruß
    Michael

  24. #113
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Haltevorrichtungen/Sicherungen für die Einsatzlampe

    Wer mit einer Taschenlampe hantiert, kann in die Situation kommen, diese Hand kurzzeitig für andere Tätigkeiten nutzen zu müssen. Im Haushalt eher weniger das Problem, da legt man die Lampe auf den Boden etc, bei dienstlichen Anwendungen, wo Dynamik, Hektik, Zeit und Co eine wichtige Rolle spielen, da müssen andere Lösungen her. Was tun, um die Hand anderweitig nutzen zu können, ohne die Lampe zu verlieren?

    Gezeigt werden hier nur Lösungen, keine Anwendungstechniken. Das lernt man besser wo anders Und natürlich ist das Ganze hier nicht abschließend, sondern soll nur Denkanstöße geben...

    Wichtig: Die Anwendung geschieht grundsätzlich auf eigene Gefahr! Es ist ausnahmslos darauf zu achten, dass die Handschlaufen etc. flexibel sind bzw. Sollbruchstellen haben. Bei der ein oder anderen Lampe auf dem Markt, die über Fingerringe an der Endkappe verfügt, sind diese aus Vollmetall. Bleibt man an einem Hindernis hängen oder wenn das Gegenüber im Gerangel die Lampe zu greifen bekommt, dann ergibt sich sehr schnell ein für den Anwender äußerst nachteiliger Hebel. Bei einer falschen Bewegung bricht der Ring den Finger oder schert ihn gänzlich ab – so etwas ist hochgradig gefährlich und absolut inakzeptabel.

    Also: Egal, was man macht, wenn`s ganz blöd kommt, lieber die Lampe verlieren, als den Finger oder die Hand. Eine zweite Lampe hat man ja vielleicht dabei…



    Lösung 1: klassisches Lanyard (Handgelenkschlaufe)



    Es handelt sich um eine Schlaufe, zB aus Paracord, welche an der Lampe befestigt wird und am Handgelenk. Oft werden Kordelstopper verwendet, um die Schlaufe am Gelenk festzuziehen, so dass diese nicht wegrutscht. Da Paracord recht stabil ist, sollte man irgendwo eine Schwachstelle einbauen, meist dort, wo Lanyard und Lampe verbunden sind. Das kann der Surefire Lanyard Ring sein (Sollbruchstelle) oder ein dünneres Band, das leichter einreißt. Über die Länge des Lanyards kann man bestimmen, wie nah die Lampe an der Hand bleiben soll.
    Vorteil: Die Lampe bleibt am Mann. Die Hand kann komplett freigemacht werden.
    Nachteil: Wird die Lampe losgelassen, baumelt sie lose am Gelenk. Das Wiederaufnehmen ist entsprechend schwerer.


    Lösung 2: BW-Hosengummi.


    Hinweis: Der Hosengummi wurde nur für die Bilder an der Lampe angebracht, deswegen schaut es so dilettantisch aus.

    Die Idee stammt aus einer Tactical Gear Ausgabe, genauer gesagt aus einem Bericht über BW-Fallschirmjäger. Diese nutzen einen wohlbekannten BW-Hosengummi, der so an das Batterierohr geklebt wird, dass eine Handschlaufe entsteht. Er ist flexibel und gibt nach, bevor ein körperlicher Schaden entstehen kann.
    Vorteil: Je nachdem wie eng die Schlaufe gemacht wird, sitzt die Lampe fest in der Hand.
    Nachteil: Die Hand kann nicht komplett geleert werden.


    Lösung 3: Fingerringe von Surefire/Thyrm



    3 Bilder von JoSch zeigen den Thyrm 2.0:


    Die Ringe sitzen über der Endkappe und haben einen geschlossenen Ring für einen Finger. Man kann die Lampe also über den Handrücken flippen und bei Bedarf ebenso wieder zurückholen. Die Thyrm-Ringe der 1. Generation haben - soweit ich das jetzt sehe - keine Sollbruchstelle. In der Beschreibung der Switchback Ringe Version 2 ist explizit auf eine (wiederverschliessbare) Sollbruchstelle hingewiesen. Der Thyrm hat noch eine zusätzliche Funktion: Flippt man die Lampe ausserhalb der Hand, so liegt der Schalter direkt am Finger an. Drückt man nun mit dem Daumen auf den speziell geformten Fingerring, wird dadurch die Lampe gegen den Finger gepresst, der Schalter aktiviert und man hat Licht.
    Vorteil: Die Hand kann geleert werden. Gut im Kombination mit anderen Einsatzmitteln.
    Nachteil: Sollbruchstelle? Klappt nicht mit jeder Lampe. Man kann die Lampe nur noch mit dem Kopf nach unten holstern, es trägt also mehr auf.


    Lösung 4: Fangleine
    Eine Fangleine, meist ein Kunststoffspiralkabel, das am einen Ende an der Lampe, am anderen Ende an der Weste oder am Gürtel befestigt werden. Die Kabel sind recht stabil und werden auch für andere Einsatzmittel verwendet.
    Vorteil: Günstig, universell, hält das Einsatzmittel am Mann
    Nachteil: Wird die Lampe losgelassen, baumelt sie vom Gürtel. Ein Zurückholen der Lampe ist schwieriger als bei den anderen Lösungen. Hängenbleiben sollte man bedenken, oder ein Gegenüber, der nach der Lampe schnappen kann.


    Lösung 5: Einklemmen
    Es gibt verschiedene Varianten, die Lampe am Körper einzuklemmen, wenn man die Hand braucht (Ellbogenbeuge, Achsel o.ä.).
    Vorteil: Die Lampe ist eng am Mann und kann schnell wieder einsatzbereit in der Hand sein.
    Nachteil: Man muss die Lampe aktiv einklemmen. Ist man noch anderweitig in Bewegung, passiert es sehr schnell, dass die Lampe zu Boden fällt – und dann ist sie weg. Keine Sicherung des Einsatzmittels!


    Lösung 6: MHS (multifunktionale Handschlaufe) eines Mitglieds des MF



    Beim MHS handelt es sich um eine Lösung, die diverse Elemente aus den anderen Lösungen klug miteinander kombiniert. Es ist ein flexibles Bungeecord/Shockcord, das am Kopf und am Ende befestigt werden. In der Originalfassung befinden sich dort bekannte Kordelstopper, so dass man die MHS schnell anbringen und wieder entfernen, sowie die Größe an die Hand anpassen kann. In abgewandelter Version (so, wie ich ihn nun seit längerer Zeit verwende) wird das Bungeecord ohne Kordelstopper verwendet und nur an der Lampe festgebunden, weil die Lampe so besser in mein schlankes Holster passt.
    Die Hand sitzt zwischen Lampe und Gummiband (siehe BW-Hosengummi), wobei eingestellt werden kann, wie fest der Gummi an der Lampe sitzt.
    Vorteil: Die Lampe sitzt fest in der Hand, auch wenn die Hand geöffnet wird. MHS passt an fast alle Lampen.
    Nachteil: Die Hand kann nicht komplett geleert werden.


    Nachdem ich selbst da noch viel probiere und wechsle, kann ich kein Fazit geben. Es kommt drauf an, wie der Anwender die Lampe trägt (Platz), wie er sie nutzen will, wie er trainiert, was ihm taugt.
    Egal, welche Variante - genutzt werden kann nur, was auch dabei ist (an der Lampe befestigt ist).
    Geändert von grinsefalle (29.11.17 um 13:45 Uhr) Grund: Ergänzung
    schönen Gruß
    Michael

  25. #114
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Nachdem sich unser Mitglied JoSch um Testlampen von Nextorch bemüht hat, darf ich auch ein paar Worte darüber verlieren. Danke JoSch!

    Gehen soll es um die Nextorch TA 15.



    Die Lampe ist auch im Passaround hier im Forum, so dass noch schöne Vorstellungen, Bilder und Beamshots gepostet werden.
    Link zum Review: Hier drauf klicken


    Ich geh jetzt mal nur auf die Eindrücke ein, die ich in der Testzeit im Dienst sammeln konnte.
    Gleich vorweg: An manchen Stellen mag ich etwas pingelig und nörgelnd wirken - als wenn ich die Lampe zerreisen möchte. Das ist aber nicht so. Die TA15 ist gelungen, ich will nur den ein oder anderen Punkt erwähnen.


    Qualität:
    Hier gibt es nix zu meckern. Die Anodisierung ist fehlerfrei, alle Teile sind sauber gebaut. Der Drehring vermittelt ein ganz klein wenig ein „schabendes“ Gefühl beim Drehen, er rastet aber sauber und satt ein.


    Energie:



    Das Batteriemanagement ist ein Highlight. Ich habe CR123, RCR123, AA und AAA ausprobiert. Das Einlegen ist völlig problemlos, sie verdaut alles. Möglich ist das über einen beweglich gelagerten Boden (Plus-Pol) im Lampeninneren. Der passt sich der Größe der eingelegten Batterie an. Bei AAA ist es zwar etwas fummeliger, weil die AAA in dem Rohr etwas verloren wirkt und man deswegen beim zuschrauben drauf achten sollte, dass die Pole der Batterie einigermassen zentriert in der Lampe liegen.
    Was mir aufgefallen ist bei einer eher leeren AAA: es kam mehrfach vor, dass beim Drehen des Ringes kein Licht anging. Wenn ich aber einmal kurz auf den Schalter hinten gedrückt habe, war die Funktion wieder normal, d.h. Drücker und Drehring funktionierten wunderbar. Das Ganze trat meist nach längerer Liegezeit auf. Woran es liegt, weiß ich nicht.

    Von der Energieversorgung ist die TA15 eine echte Backup- oder Notfall-Lampe. Und hier kommt auch etwas Kritik. Na ja, keine echte Kritik.
    Für eine Backup-Lampe ist die TA15 recht groß. Deutlich größer als aktuelle CR123-Lampen bzw sogar merklich größer als eine Olight S2 mit 18650er Akku. Die Größe liegt am Batteriesystem und an den Bedienelementen, geht also nicht kleiner. Dafür liegt die Lampe gut in der Hand.



    Geht man von der Größe aus, erhält man relativ wenig Leuchtdauer für die Größe, weil eben nur die kleinen Batterien passen. Ich habe einen RCR123 während einer Kontrollstelle fast komplett geleert. Die Kontrollstelle war nur 4h lang und ich war eher Unterstützung, habe also nur zeitweise geleuchtet und auch nur selten mit maximaler Leistung. Als Dienst-Hauptlampe also eher nicht geeignet, weil damit keine Nachtschicht bewältigt wird.

    Also:
    Für die verwendeten Batterien etwas zu groß.
    Für die Größe etwas zu wenig Laufzeit.
    Dafür extrem flexibel bei der Batteriewahl.


    UI:
    Der strobe ist mir etwas zu langsam. Besser wäre eine Frequenz um die 18Hz. - siehe Erkenntnisse der Niederländer und eigene Erfahrungen hier im Leitfaden.
    Das Bedienkonzept selbst ist durchdacht und durchaus einsatztauglich. Es besteht aus dem Drehring und dem Schalter am Lampenende, wobei der Schalter ein nicht einrastender Taster mit zwei Stufen ist. Drückt man den gummierten Knopf ca. 1mm ein, so erhält man Momentlicht mit 100% Helligkeit, völlig unabhängig, in welchem Zustand die Lampe ist. Der Widerstand ist hier relativ gering, es reicht also ein leichter Druck, um Licht zu bekommen. Drückt man weiter, steigt der Widerstand sehr stark an. Nach einem Weg von einem weiteren groben Millimeter erhält man dann strobe (rastet ebenfalls nicht ein, momentary). Um im strobe zu bleiben ist ein fester, dauerhafter Druck auf den Knopf von Nöten. Es kommt doch öfter mal vor, dass man wieder zurück in die 100% Stufe fällt, weil der Daumendruck etwas nachgelassen hat.
    An sich also gut gemacht, weil man sehr leicht maximales Licht bekommt, aber eher weniger versehentlich im strobe landet. In normalen Situationen sehr unwahrscheinlich (außer man hat überhaupt kein Gefühl im Daumen).

    Die Dauerlichtstufen erhält man über den Drehring. Die Riffelung des Drehringes ist gut gemacht, so dass man den Drehring recht sicher bedienen kann. Es geht einigermaßen nur mit dem Daumen, deutlich besser ist es aber, den Drehring mit Daumen und Zeigefinger zu bedienen. Ob er anatomisch richtig liegt, muss jeder selbst entscheiden. Ich meine damit: Liegt der Ring genau richtig, wenn ich die Lampe wie gewohnt in der Hand halte, oder muss ich die Position der Lampe in der Hand minimal verändern, um den Ring sicher zu bedienen? Das hängt ab von der Größe der Hand, also einfach mal ausprobieren. Bei mir persönlich wars nicht ganz perfekt.



    Mit meinen sehr dünnen Mechaniker/Durchsuchungshandschuhen ging die Bedienung gut. Der Drücker funktionierte, wie er sollte, der Drehring ging auch. Mit dickeren Handschuhen mit Schnittschutz habe ich es nur einmal kurz ausprobiert, da ging das Drehen des Ringes einhändig deutlich schwerer. Allerdings war das Ausprobieren zu kurz, darum will ich mir hier kein Urteil darüber bilden. Eventuell hat ein Tester vom Passaround noch die Lust, etwas mehr mit dicken Handschuhen zu machen.

    Die Bedienung ist erstmal gewöhnungsbedürftig – und das meine ich völlig wertneutral. Ich habe nun seit vielen Jahren nur noch Lampen mit einem Heckschalter, dementsprechend ist es einfach ungewohnt, plötzlich einen Drehring zusätzlich zu benutzen. Gerade, wenn man verschiedene Einsatzlampen regelmäßig nutzt und durchrolliert. Meine Empfehlung: Bei einem Bedienkonzept bleiben, dann geht das schnell in Fleisch und Blut über.
    Was mir auch ein paar Mal passiert ist: ich habe den Drehring in die falsche Richtung bedient. In meiner Verwendung habe ich die Lampe zuerst in der linken Hand. Wenn dann aber alles unter Kontrolle ist und zB ein Auto längere Zeit durchsucht wird, dann nutze ich die Lampe auch in der rechten Hand. Mal mit Rechts, mal mit Links am Drehring drehen – da gehts gern mal in die falsche Richtung.
    Aber: das ist alles nicht tragisch, weil es sich um einfache Arbeiten handelt. Wenn es in eine stressige oder gefährliche Situation geht, dann ist eh nur noch der Schalter wichtig – und der funktioniert immer gleich.
    Einen Punkt will ich aber noch erwähnen. In den ganzen low-light-Trainings wird ja gelehrt, dass „Licht aus“ ebenso wichtig ist, wie „Licht an“. Es kann entscheidend sein, sein Licht schnell und komplett zu löschen, um im Dunkeln die Position zu wechseln, ohne dass das Gegenüber es sieht. Nutzt man nun die TA15/30 und orientiert sich zB mit der kleinen Dauerlichtstufe durch ein Gebäude, so hat man ja per Tastendruck jederzeit 100% Momentlicht zur Verfügung, um reagieren zu können. Das Licht komplett auszuschalten geht allerdings nur über den Drehring, was in hochstressigen Situationen schwieriger wird (Drehen gegen Drücken, unnatürliche Bewegung).
    Anders macht es zB die Eden TDL25: Hat man hier am Drehring eine kleine Stufe eingestellt und drückt dann auf den Heckschalter für maximale Blendwirkung, so geht das Licht komplett aus, wenn man den Schalter loslässt.
    Ob das nun ein Problem ist, hängt davon ab, wie der Anwender die Lampe nutzen will, wie er trainiert etc. Es soll hier nur erwähnt sein.


    Fazit:
    Flexibilität in der Batteriewahl - top!
    Größe als Backup - etwas zu groß.
    Leuchtdauer für eine Backup ok, als Hauptlampe zu wenig.
    Bedienung gut, aber nicht perfekt.

    Wie immer gibt es ein, zwei Punkte, über die man sich im Klaren sein muss. Letztendlich entscheidet der Anwender, je nach dem, wie der die Lampe einsetzen will. Wenn da die Nextorch passt, dann macht der Anwender wirklich nichts falsch (gilt für die TA15 und natürlich den großen Bruder TA30).
    Geändert von grinsefalle (12.12.17 um 20:07 Uhr)
    schönen Gruß
    Michael

  26. #115
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Klarus veröffentlichte vor Kurzem zwei neue Lampen: die 360x1 und 360x3. Die x1 ist die kleinere Variante und im Prinzip eine XT2CR, die x3 kommt der XT11X recht nah. Was beide Lampen auszeichnet, ist das Schalterkonzept. Das von der XT-Serie bekannte Prinzip mit einem forward clicky als Hauptschalter und der Wippe für strobe und Modiwahl wurde dahingehend verändert, dass die Wippe nun zu einem Ring umgestaltet wurde und nun alle Funktionen aus jeder Richtung (360 Grad) bedient werden können, ohne einen Schalter suchen zu müssen.

    Hier ein paar Worte von mir zur kleineren Klarus 360x1.

    Die Bezugsquelle ist natürlich wieder Jörg Schiermeier.




    Technische Daten vom Hersteller:

    Cree XHP35 HD E4
    1x18650 oder 2xCR123 (Akku ist im Lieferumfang dabei)
    4 Leuchtstufen plus strobe
    142mm Länge x 29mm Kopfdurchmesser x 27mm Gehäusedurchmesser
    113Gramm Gewicht ohne Batterien
    IPX8 Schutz (2m Wassertiefe)
    MilSpec HAIII anodisiert
    Gummigriff
    abnehmbarer Clip
    Micro-USB Ladeport
    smooth reflektor
    Ladestandsanzeige


    ANSI-Leistung:
    1800/400/100/10 Lumen, Strobe 1800 Lumen, 246m Reichweite, 15130cd
    Laufzeiten 1,1h/4h/14h/200h

    Lieferumfang:
    Lampe, Lanyard, Holster, 18650 Akku, USM-Kabel, Ersatz-O-Ring, Anleitung, Garantiekarte




    Größe/Finish/Verarbeitung

    Die Größe ist für meine Verhältnisse recht gut. Die Länge der Lampe groß genug, um auch was in der Hand zu haben und zur Not die Lampe zweckentfremden zu können. Der Durchmesser ist – bedingt durch die Gummierung – minimal dicker als bei der XT2CR. Ob gewohnte Montagehalterungen noch passen, kann ich nicht sagen. Ich mag den kleinen Kopf, weil sich die Lampe so auch im Zivileinsatz gut verstecken lässt.
    Unten im Vergleich zu altbekannten und bewährten Einsatzlampen: Eden TDL20, Elzetta, Surefire 6P und Klarus XT11.



    Die Verarbeitung ist so, wie von Klarus gewohnt. Die Anodisierung ist gleichmäßig, Fehler gibt es bei meinem Modell keine. Die Laser-Beschriftung ist gleichmäßig, gut leserlich und sehr sauber. Das Gewinde ist sauber geschnitten, war nur trocken. Hier gab es einen kleinen Klecks Schmierfett von mir. Die matt gehaltene Stahlkrone ist sauber gearbeitet, sieht gut aus und ist dezent, so dass weder der Eindruck einer Waffe entsteht, noch Hosen oder Jacken verschlissen werden. Die Krone läßt sich abschrauben, ohne dass die Scheibe aus dem Lampenkopf fällt.
    Der Reflektor ist sauber, die LED gut zentriert.
    Insgesamt also gibt es nichts zu bemängeln in Sachen Verarbeitung und Finish.

    Selten zu finden ist ein gummierter Griff. Das Mittelteil des Baterierohres der 360x1 ist gummiert. Somit hat man einen wirklich guten Grip an der Lampe, auch wenn es keinen Gripring gibt und das Gehäuse zylindrisch ist. Zudem fasst sich die Lampe auch bei den kalten Temperaturen deutlich besser an als Modelle ohne Gummierung. Tatsächlich eine gute Idee! Hat man ein recht enges Holster, dann flutscht die Lampe aufgrund des Gummis natürlich nicht so leicht ins Holster und wieder heraus.



    Die Gummierung findet sich auch am Schalter der Endkappe. Der genoppte Gummi sorgt auch hier für eine sichere Anwendung.

    Hat man recht schmutzige Hände, lässt sich der Gummi aber nicht so leicht säubern wie eine reine Metalloberfläche. Das ist aber eher kosmetisch.



    Energie

    Die Lampe wird mit einem 3600mAh 18650er Akku geliefert. Es handelt sich um einen gewöhnlichen Akku, nicht um ein proprietäres Modell. Der Akku kann über den Micro-USB-Port direkt in der Lampe geladen werden. Das kann ganz praktisch sein – ich persönlich lade aber gern extern. So kann ich die Lampe weiter betreieben, während ein Akku geladen wird, zudem ist ein Micro-USB-Port ein relativ sensibles Teil, das ich dem Dienst-Alltag nicht gern aussetzen will. Wer vorsichtig anstöpselt, braucht kein Ladegerät, sondern hat alles beisammen und lange Spaß an der Lampe. Ich persönlich sehe die USB-Ladefunktion als nette Zusatzfunktion, lade aber vorrangig extern.
    Wichtig: Ein separates USB-Kabel von Amazon passte nicht in die Klarus, weil der Stecker minimal zu dick war. Wer also die Lampe mit Kabel in den Urlaub nehmen will, sollte bei Kabeln von Drittherstellern vorher testen, ob sie schmal genug sind und in den Port der Lampe passen.
    Mit den bisher getesteten Akkus habe ich keinen Leistungsverlust feststellen können, so dass im Prinzip jeder gute 18650 in der Lampe verwendet werden kann (und auch geladen).
    Im Notfall kann die Klarus auch mit 2xCR123 betrieben werden, aber mit verminderter Leistung, wenn ich nicht irre. Sinn macht hier aber nur der Akku, die Batterien sehe ich als reines Notfall-Backup.
    Gegenüber des Ladeports befindet sich ein Klarus-Logo, in dem die Status-LED versteckt ist. Diese zeigt beim Einschalten für eine kurze Zeit den Ladestand des Akkus in der jeweiligen Stufe an (grün, gelb, rot, rot blinkend).





    LED/Lichtkegel

    Die Klarus verwendet eine XHP35 HD in einem glatten Reflektor. Man erhält eine Menge Licht, welches recht breit gestreut ist. Ein Reichweitenwunder ist die Klarus nicht, ist aber auch logisch, wenn man sich LED und Kopfgröße ansieht. Die Reichweite ist für meine Einsatzzwecke locker ausreichend (kommt durch die reine Power zustande), das breite Licht eignet sich wunderbar für alle Alltagsarbeiten, ob zuhause oder im Dienst.

    Zu den Leuchtstufen Auf dem Papier wirkt der Sprung von den 1800 Lumen zur mittleren Stufe mit 400 Lumen sehr hoch und wird auch oft kritisiert. Ich kenne die echten Zahlen meiner Lampe nicht,
    habe aber mit einer wirklich groben Messung mit einer Smartphone-Luxmeter-App und einer kleinen Rechnung zumindest nachvollzogen, dass das Verhältnis zwischen turbo und mid stimmt (also 1800 zu 400). In der Realität ist der Sprung zwischen den Stufen aber weitaus geringer, als die Zahlen vermuten lassen. In sämtlichen Kontrollen/Durchsuchungen habe ich bisher eine 1000 Lumen-Stufe NICHT vermisst und komme wunderbar klar mit den Abstufungen.



    Bedienung

    Hier kommt das bewährte Klarus-XT-Konzept zum Einsatz. Während die 360x3 einen zusätzlichen Seitenschalter hat, so gibt es bei der kleinen x1 nur die Schalter in der Endkappe. Mittig platziert ist ein hervorstehender forward clicky mit verhältnismäßig hohem Widerstand und sattem Klick. Um diesen Klickschalter ist ein gummierter Ring platziert, welcher die Wippe ersetzt. Dieser Ring ist aus jeder Richtung bedienbar. Es ist auch möglich, den mittleren Klickschalter zur Seite zu drücken und so quasi einen Druck auf den Ring zu simulieren. Ob das gewollt ist oder nur zufällig geht, kann ich nicht sagen.



    Es gibt zwei Betriebsarten: tactical und outdoor.

    Standard ist der tactical Modus. Der Klickschalter bringt immer die 1800 Lumen (als Momentlicht oder Dauerlicht). Der Ring schaltet dann zwischen den 1800, 400 und 10 Lumen durch. Bleibt man länger auf dem Ring, erhält man strobe. (Länger als 0,5 Sekunden drücken. Bis ca 2 Sekunden bleibt es beim momentanen Strobe, länger als 2 Sekunden drücken ergibt dauerhaften Strobe, welcher dann auch die Frequenz wechselt).

    Bei ausgeschalteter Lampe ergibt der Ring sofort den strobe (bis 2 Sekunden momentan, darüber dauerhaft).

    Eine Memoryfunktion gibt es nicht.

    Zum Umschalten in den outdoor Modus drückt man den Ring ca 5 Sekunden, bis die Ladestandsanzeige rot blinkt. Drückt man nun den Klickschalter, hat man die Lampe umgestellt.

    Im Outdoor Modus ergibt der Klickschalter wieder die 1800 Lumen, der Ring startet jedoch in der kleinsten Leuchtstufe (momentan oder dauerhaft, analog zum strobe). Mit weiteren Klicks auf den Ring schaltet die Lampe immer eine Stufe hoch. Das ist recht praktisch für die Verwendung beim Campen oder in Haus&Hof, wenn ich mir nicht gleich die Augen verblitzen will.

    Bis jetzt hat das Schalterkonzept fehlerfrei funktionierrt. Es gab noch kein unbeabsichtigtes Einschalten, da die Widerstände relativ hoch sind. Eine Fehlbedienung gab es auch noch nicht. Es ist auch wirklich ganz angenehm, kein Bedienelement suchen zu müssen. nimmt man die Lampe in die Hand, ruht der Daumen auf dem Ein/Aus-Schalter. rutscht man mit dem Daumen leicht seitlich ab, kommt man auf den Ring und die Modi-Wahl. Ich hoffe, zeitnah mal ein Einsatztraining oder eine spannendere Echtlage zu haben, damit ich sehe, ob das in Hektik und mit Puls immer noch so gut funktioniert.


    Zubehör

    Das mitgelieferte Holster entspricht der Standardkost. Es hat jedoch eine Art Plastikbecher im unteren Ende, in dem die Schalter geschützt werden, wenn die Lampe mit dem Kopf nach oben geholstert wird. Das Holster selbst ist relativ eng, v.a. wenn man den Clip an der Lampe lässt. Es kann dann schon mal passieren, dass durch das Ziehen der Lampe die Abdeckung des Ladeports locker wird. Ich persönlich verwende im Dienst ein anderes Holster (Nightpower oder Tasmanian Tiger), da diese sich bewährt haben, etwas mehr Platz bieten und robuster sind.

    Ansonsten ist im Paket alles enthalten. Akku, Ladekabel, Lampe – man kann sofort loslegen.




    persönliche Bewertung

    Ich empfehle die Klarus XT-Lampen recht gern für den Polizeidienst (uniformiert in der Schicht, oder auch für meine Zwecke, also kontrollieren/durchsuchen..). Die Bedienung ist in meinen Augen tauglich, da kein Memory vorhanden ist und sie immer auf high startet. Auch das einhändige Umschalten der Modi ist möglich. Ob jetzt jemand lieber eine Lampe will, bei der die Leuchtstufen durch Drehen des Kopfes geschaltet werden, oder lieber einen Ring am Ende a la Nextorch oder doch nur eine einstufige Lampe – nun, das ist persönlicher Geschmack.
    Die Kritik, dass bei der Klarus die Wippe erst gesucht werden muss, ist nun erledigt, denn die Bedienung ist wirklich 360 Grad. Auch der gummierte Griff ist eine gute Sache.
    Es gab allerdings in meinem Umfeld schon ein paar Schalter der bisherigen XT-Serie, die kaputt gingen. Das sollte nicht sein, passiert aber auch bei anderen Herstellern. Hier stimmte der Service durch Herrn Schiermeier, so dass die Lampen schnell wieder einsatzbereit waren.
    Die neuen Schalter müssen sich nun bewähren, v.a. was die Qualität und Lebensdauer betrifft. Von der Bedienung her ist alles ok.
    Bisher hat sich die 360x1 im Dienst bewährt. Es gab keine Aussetzer, die Größe passt mir, die Leistung ist hoch, die Bedienung gibt keine Rätsel auf.
    Da ich bis jetzt noch keine Kritikpunkte habe, kann ich die Lampe ruhigen Gewissens empfehlen.

    Wie immer gilt: es wird ergänzt, wenn sich was ändert.
    schönen Gruß
    Michael

  27. #116
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    Hallo Michael,

    herzlichen Dank für die erstklassige Vorstellung der Lampen. Respekt.

    Viele Grüße
    Johannes

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