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Thema: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

  1. #31
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    Avatar von Zwick2
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

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    Hallo

    Nun ja ich habe nicht die X 15 sondern deren Vorgänger die X 11.

    Ja,ich habe bereits mehrfach Scheiben damit zerstören müssen,beispielsweise um möglichst kurzfristig eine Tür zu öffnen weil eine HiloPe dahinter vermutet wurde und der Schlüssel steckte.

    Zu SV äußere ich mich hier nicht,siehe Forumsregeln.....

    Aber um es noch einmal zu betonen,die Hellfire X 11 ersetzt mir die Mag in jeder Beziehung!

    Grüße Jens
    Die Sprache des Wahnsinns ist universal. (Pitter)

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  3. #32
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    U P D A T E

    Vor Kurzem habe ich an einem Basic-lowlight-Seminar teilgenommen. Es waren die ersten 8 Stunden (ein weiterer Tag folgt noch), in dem Grundlagen gesetzt wurden im Bereich *Handling der Lampe mit dem Einsatzmittel*, *Principles of Light* etc..

    Natürlich bin ich noch blutiger Anfänger auf diesem Gebiet, ein kurzes Seminar kann ein solch komplexes Thema nicht in der Zeit vermitteln.
    Aber ich bleibe am Ball und werde mich weiter fortbilden

    Bereits aber bei diesem Einstieg gab es einige Erkenntnisse bezüglich der Einsatzlampe, die hier gut aufgehoben sind (danke an Jens für den Hinweis ).



    Leuchtmittel
    Sowohl LED, als auch Birnchen haben Vor- und Nachteile.
    Birnchenbrenner gehören nicht zum Alteisen, sie bieten noch immer eine Menge "Punch" und blendend helles Licht.
    Die Farbtreue bzw Farbwiedergabe ist recht individuell, so dass hier jeder sein ideales Leuchtmittel finden wird.

    Wichtig in meinen Augen sind diese Punkte:

    ***Laut Strategos und Surefire liegt der ideale Lumen-Wert für den Gebrauch der Lampe im Innenbereich zwischen 80-220 echten (=torch) Lumen. Auch wenn diese 80 Lumen schon ordentlich blenden, würde ich auf mehr Leistung setzen. 150 bis gute 200 Lumen sind optimal, sie bieten ein enorm hohes Blendpotential und leuchten ein Szenario gut aus.
    Ich kann hier nicht alle lowlight-Strategien erörtern, ein Punkt ist aber, dass Licht nicht ständig an ist, sondern teils so selten wie möglich eingeschaltet wird. Daraus folgt, dass sich auch das Auge des Beamten ans Dunkel gewöhnt.
    Wer nun zB auf die MC-E und P7-Lampen mit ihren 500-800 Lumen setzt, der läuft Gefahr, dass er sich selbst durch das Licht, das von Wänden und dergleichen reflektiert wird, so stark blendet, dass zumindest eine Behinderung seiner selbst gegeben ist.

    ***Birnchen - und auch manche LED - haben die Eigenschaft, dass sie ein wenig nachleuchten, wenn man die Lampe ausschaltet. Dies kann schädlich sein, wenn man "light and move" umsetzt. Hier wird geleuchtet, dann die Lampe ausgemacht für den Positionswechsel. Leuchtet nun die Lampe nach, sieht das Gegenüber, wohin ich mich bewege und der Vorteil dieser Technik ist hinüber.
    Ein KO-Kriterium ist es nicht, weil man sich eine Bewegung antrainieren kann, die den Lampenkopf beim Ausschalten vom Gegenüber wegbewegt. So kann er ein Nachglühen nicht sehen und alles ist ok.
    Aber zumindest sollte man diesen Faktor bedenken.


    Schalter
    Nachdem viel mit Licht an/aus gearbeitet wird, ist ein reiner taktischer Momentlichtschalter (zB Barbolights, Gladius) am einfachsten zu bedienen. Auch im Stress kann ich einfach stupide auf den Knopf drücken, Licht geht an, nehm ich den Daumen weg, geht das Licht wieder aus. Einfacher geht es nicht.
    Der forward clicky ist ebenfalls geeignet, es kann nur passieren, dass im Stress die Kraft falsch dosiert wird und der Schalter einrastet. Zum Ausschalten muss ich also wieder komplett klicken, was ein Geräusch macht und mehr Zeit in Anspruch nimmt.
    Der reverse clicky ist weniger geeignet, hat er doch keine Momentlicht-Funktion. Es muss jedesmal komplett geklickt werden, was für sehr kurze Lichtimpulse schlecht ist.

    Fazit: Momentlicht ist wirklich wichtig, wenn man lowlight sinnvoll betreiben will.


    Bedienkonzept
    Spielereien sind ja schön, haben aber in einer Einsatzlampe nichts verloren.
    Im Streß geht schief, was schiefgehen kann, d.h. es endet in einer wilden Klickerei durch die verschiedenen Modi.
    Eine Leuchtstufe mit einfachem Ein/Aus ist der Optimalfall, was auch geht, sind mehrere Leuchtstufen, die aber NICHT über den Schalter gewählt werden.
    X-15 mit einstufigem Dropin, Barbolights und ähnliche sind bestens geeignet und stress-sicher.
    Die Gladius wird auf Momentlicht geschaltet und geht somit auch, wenns auch mal passieren kann, dass man den Drehring unbeabsichtigt verstellt und plötzlich dimmt oder blitzt.
    Die Inova T4 MP ist mit der Ein-Knopf-Bedienung nicht ganz so sicher wie die anderen Lampen. Ihr UI ist recht gut gelöst, sie hat nicht Unmengen Modi, aber sie braucht mehr Übung/Disziplin und eine Fehlbedienung im Stress ist eher möglich als bei den anderen Kandidaten. Dennoch ist sie noch weit davon entfernt, so wenig geeignet zu sein wie die vielen Lampen, die ihre unzähligen Modi sequentiell mit dem Clicky durchschalten.
    Die beliebten Fenix T1, TK10 und TK11 sind gut geeignet, da sie die Modi über den Kopf verstellen. Schraubt man den fest, bleibt eine einstufige Lampe übrig - und so soll es auch sein.

    Ob der Schalter am Ende oder -wie bei der Inova- in der Mitte liegt, ist eine individuelle Vorliebe. Beides ist möglich, ich persönlich finde den tailcap-Schalter etwas besser.


    Lichtkegel
    Hier gibts wenig Neues: Ein reiner thrower bringt mir recht wenig.
    Optimal für den Innenbereich ist ein blendender Hotspot mit viel Streulicht.


    Holster/Trageweise
    Bewährt hat sich folgende Trageweise: Lampe links, da die starke Rechte die Schußwaffe bedient (wobei man Licht und Waffe beim lowlight mit links und rechts bedienen können muss). Bezel down, d.h. Lampenkopf nach unten, bringt den Vorteil, dass beim Ziehen die Lampe gleich richtig in der Hand sitzt, der Daumen auf dem Schalter ruht und kein Umgreifen nötig ist. Wer ein Kydex-Holster sein Eigen nennt, freut sich über einen gleichbleibenden Ziehwiderstand und ein Holster, das offen bleibt und somit ein blindes Wegstecken der Lampe ermöglicht.


    Was bleibt für diesen Leitfaden?
    Die Inova muss kleine Abstriche beim Bedienkonzept dahingehend hinnehmen, dass ihr UI nicht so 100%ig dem KISS-Prinzip folgt wie ihre Mitstreiter; der Seitenschalter ist eine individuelle Vorliebe (oder nicht).
    Die Barbolight und Hellfighter sind die einfachsten Kandidaten und 100% geeignet für lowlight-Taktiken.
    Die Gladius ist ebenso geeignet, erfordert aber ein Quentchen mehr Training (allein für den normalen lowlight-Gebrauch. Von Strobo-Team-Taktiken rede ich nun nicht).

    Nach wie vor behalten die vorgestellten Einsatzlampen mein Prädikat "empfehlenswert", sie sind ein verläßlicher Partner im Dunkeln!
    Geändert von grinsefalle (08.12.08 um 21:10 Uhr) Grund: umformuliert.
    schönen Gruß
    Michael

  4. #33
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Hallo Michael,
    das nenn ich aber mal blitzschnell umgesetzt, Lob und Anerkennung .
    Deinen Ausführungen ist m.E. wenig hínzuzufügen, besonders hinsichtlich des KISS (keep it simple, stupid)-UI muss ich dir vorbehaltlos zustimmen, vor allem da dieser Punkt in dne letzten Jahren von Seiten der Hersteller in Negative ausgeartet ist.
    Hinzu kommt ja noch (wenn auch mehr im militärischen Gebrauch) die Gesetzmäßigkeit "was kaputt gehen kann, geht kaputt" .

    Zitat Zitat von grinsefalle Beitrag anzeigen
    [..]Nachdem viel mit Licht an/aus gearbeitet wird, ist ein reiner taktischer Momentlichtschalter (zB Barbolights, Gladius) am einfachsten zu bedienen. [...]
    Kleine Klugsch..ßeranmerkung: ..und natürlich Surefire, die diesen Schalter immerhin erfunden haben, aber leider aufgrund der Käuferverhaltens nur noch teilweise einsetzen.

    Grüße
    Jens
    Denken - Drücken - Sprechen

  5. #34
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    U P D A T E

    Aus gegebenem Anlaß (Pakete in der Post ) will ich den Leitfaden um eine weitere Lampe erweitern: der Surefire 6P. Zuviel Neues wird hier nicht zu lesen sein, denn sie ähnelt der Barbolight in einigen Punkten.
    Generell ist zu sagen, dass sich die 6P um eine Lego-Lampe handelt, d.h. Kopf, Körper und Endkappe/Schalter lassen sich nach Belieben anpassen. In meinem Fall handelt es sich um eine Serien-6P und um ein Baukastensystem mit Kopf und Z41-Endkappe, sowie zweier Batterierohre für 18650 und 18500-Akkus, gefertigt von FiveMega im CPF.


    Aber gehen wir der Reihe nach vor:

    1. Größe/Finish/Verarbeitung
    Die 6P ist ziemlich genauso groß wie meine Barbolight U-04 (auch mit dem 18650 body ändert sich die Größe nicht). Will jemand den 18500 body nutzen, so spart er sich ca. 1cm in der Gesamtlänge. Natürlich gibts die Batterierohre noch in anderen Größen, von 1xCR123 bis 2x18650 ist alles möglich.
    Die Größe ist also sehr Handlich, sie liegt gut in der Hand und stört nicht am Dienstkoppel.

    Das Finish ist typisch Surefire: perfekt. Es gibt hier nichts zu bemängeln. Die Serien-6P ist in gunmetal grey gehalten, d.h. ein hellgrauer bis silberner Farbton. Für den dienstlichen Gebrauch empfiehlt sich v.a. das schwarze HA-Finish, es hält viel aus und schützt das Metall der Lampe.

    Auch in Sachen Verarbeitung gibts nichts zu bemängeln. Es gibt O-Ringe im Kopf und Schalterbereich, so dass Wasser nicht so schnell ins Innere der Lampe gelangen kann. Allerdings gibt Surefire seine Lampen nur als wassergeschützt an, nicht jedoch als wasserdicht oder gar tauchfähig. Im normalen Gebrauch sollte aber weder eine Pfütze noch starker Regen auch nur das kleinste Problem darstellen.


    2. LED
    Die 6P gibt es vom Werk aus mit Birnchenbrenner (P60 und P90) oder mit einem LED-Modul.
    Das Entscheidende ist, dass die 6P die "Ur-Lampe" für die sog. P60 oder D26-Dropins ist. Was heißt das? Der Anwender kann aus unzähligen Leuchtmitteln das für sich am besten geeignetste wählen. Sei es ein Solarforce R2-Dropin für 13 USD, ein Modul von Lumensfactory mit LED oder verschieden starken Birnchenbrennern, ein Dropin von Malkoff, Wolf-Eyes oder Dereelight oder eines der originalen Surefire-Module.... die Auswahl ist wirklich groß.
    Somit kann der Anwender zwischen Flut und Spotlicht, zwischen Helligkeit und Laufzeit, zwischen kühl-weiß bis gelblich-weiß entscheiden.
    Auch die Funktionsweise kann angepasst werden, es gibt Module mit nur einer Leuchtstufe (100%) bis hin zu 5-stufigen Modulen mit Dimmstufen und Strobo.

    Meine Empfehlung: ein einstufiges Modul. Ob Birnchenbrenner, kühle oder warme LED, ist eine persönliche Vorliebe.


    3. Energie
    Surefire legt seine Lampen generell auf die CR123 aus. Die Serien-6P kann also mit 2xCR123 betrieben werden, der Akkubetrieb ist möglich mit 1x17670 oder 2xRCR123. Wichtig ist hierbei, dass die Energieversorgung mit dem jeweiligen Leuchtmittel abgestimmt ist, um zum einen überhaupt Licht zu bekommen und zum anderen sein Modul nicht sofort zu zerstören.
    Wer auf die FiveMega-bodys zurückgreift, kann auch die 18500 oder 18650 (oder auch zwei davon) verwenden, was sich positiv auf die Leuchtdauer auswirkt.


    4. Bedienkonzept/UI
    Die 6P verwendet den Z41-Endschalter, dieser funktioniert wie der Schalter bei der Barbolight: Drücken für Momentlicht, drehen für Dauerlicht. Das ist perfekt und absolut stresssicher.
    Es ist kein Problem, die Endkappe mit einer Hand festzudrehen und somit auf Dauerlicht zu stellen, der Momentschalter ist absolut lautlos.
    Wer einen Clicky will, geht auch nicht leer aus, dieser ist ebenso erhältlich.


    5. Holster/Trageweise
    Ein spezielles Holster für die 6P habe ich noch nicht, meine Kydex-Holster muss ich noch testen. Surefire bietet aber alles an vom einfachen Corduraholster bis hin zum Kydexholster, das eine Trageweise mit Kopf nach unten und oben ermöglicht.
    Da die 6P eine der weit verbreitesten Lampen ist, mangelt es nicht an Holsterauswahl. Selbst blade-tech oder comp-tac in den USA bieten Kydex-Holster für die 6P an.

    UPDATE:

    Zum Thema Trageweise gibt es Neues zu berichten. Surefire bietet die sog. Combat-Ringe an, das sind Gummi-/Kunststoff-Ringe, die über die Tailcap einer 6P (oder Tailcaps mit vergleichbarer Größe) gestülpt werden. Im Set finden sich 3 solcher Ringe unterschiedlicher Form.
    Der einfachere besitzt den Surefire-typischen Combat Ring, wie zB auch eine C2. Man hat also komplett umlaufend einen überstehenden Rand, der bei bestimmten Techniken (Lampe und Waffe) mehr Halt gibt.
    Der zweite Ring ist der sog. Combat Hook, der zusätzlich zum Rand eine Art Haken oder Nase hat, die auf dem Finger zum Liegen kommt und den Halt zusätzlich verstärkt.
    Der Combat Loop hat, wie der Name schon sagt, eine Schlaufe, durch die man den Finger stecken kann. Hier bekommt man den Super-Halt, es sind die verschiedenen Anschläge mit der Lampe möglich, man rutscht nicht ab und kann sogar die Faust komplett öffnen, ohne die Lampe zu verlieren. Wer sich also mit dem Gedanken anfreunden kann, dass seine Taschenlampe am Finger festhängt, der ist hier gut bedient. Gerade wenn es zB ans Fesseln des Gegenüber geht, verliert man die Lampe im Eifer des Gefechtes nicht. Inwieweit diese Finger-Lampe-Verbindung auch eine Gefahr darstellt, muss sich erst im Praxiseinsatz zeigen. Derzeit sehe ich hier keine Probleme, da der Fingerring weich und flexibel ist, wird die Lampe in der Hand verdreht, gibt der Ring nach und bricht nicht den Finger.
    Eine Verwendung mit Handschuhen ist uneingeschränkt möglich.

    Diese Praxiserfahrungen habe ich damit noch nicht, weil die Ringe gerade erst eingetroffen sind. Wenns aber Bedeutendes zu berichten gibt, werd ich hier den Beitrag ergänzen.

    Die Ringe lassen sich leicht installieren, da der untere Teil aus Gummi besteht. Mit etwas Druck werden sie über die Endkappe gestülpt und sitzen dort ziemlich fest. Dass die Lampe aus dem Ring rutscht ist kaum möglich. Trotzdem läßt sich der Ring recht schnell wieder von der Endkappe abziehen.
    Für insgesamt 19 EUR erhält der Anwender, der seine Lampe nicht nur im Garten, sondern auch im dynamischen und teils ins Eingemachte gehende Einsatz verwendet, eine praktische "Kampfwertsteigerung". Die Größe und der Halt lassen sich durch die drei Modell den individuellen Vorlieben anpassen.


    6. Lichtkegel
    Hier gibts nicht viel zu sagen, denn der Lichtkegel ist allein abhängig vom verwendeten Leuchtmittel/Dropin.


    7. Service
    Hier ist Surefire legendär. Da der offizielle Weg zur Surefire über die deutschen Importeure läuft (Exportverbot durch Surefire USA), sind diese Ansprechpartner Nr. 1. Hier wird jedoch die Surefire-Politik weitergeführt, d.h. dass für jedes defekte Surefire-Teil schnellstmöglich und unkompliziert Ersatz beschafft wird.
    Hier erhält der Kunde zur Surefire auch ein Sorglos-Paket dazu, das sicherstellt, das seine Lampe auch bei Defekten in Kürze wieder einsatzbereit ist. Dieser Service rechtfertigt den etwas höheren Preis der Surefires.


    Fazit:
    Surefires wurden speziell für den Einsatz bei Polizei und Militär entwickelt, diese zählen auch zu den Hauptkunden. Man merkt es an den Details.
    Die 6P ist einfach und zuverlässig, läßt sich flexibel den Bedürfnissen anpassen. Sollte was sein, so ist der Surefire-Service auch sehr zuvorkommend.
    Preislich läßt sich bei Surefire natürlich deutlich mehr Geld ausgeben als zB bei Fenix.
    Dafür bekommt man aber eine ernsthafte Einsatzlampe, die sich nahtlos einreiht in die Elite aus Gladius, Barbolight, Hellfighter, Inova.

    PS: Die Bilder sind weniger gut, meine kleine Digicam blitzt nicht mehr.
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    Geändert von grinsefalle (03.05.09 um 13:43 Uhr)
    schönen Gruß
    Michael

  6. #35
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    15 AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Super Thread!

    (und ohne ihn vorher gelesen zu haben, habe ich einige der hier aufgeführten Lampen )

    Ich habe leider noch keine Erfahrungen in Hinsicht auf Hellfighter vs. Glasscheibe, aber sobald ich wieder gesund bin und Dienst habe, werde ich mal den örtlichen Schrottplatz aufsuchen und mal freundlich nachfragen.
    Kann zumindest nur besser werden, als EMS-leicht- vs. Glasscheibe. Der Schlagstock hat ganz schön gelitten...

    @Mods: Wäre dafür, den Thread "sticky" zu machen!

  7. #36
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied Avatar von toby_pra
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Dickes Lob für diesen tollen Thread!

    Es würden mich auch allerdings mal Vergleichsbeamshots, gerade mit
    der Barbolight interessieren...
    Lg
    Toby

  8. #37
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Zitat Zitat von siggii42 Beitrag anzeigen
    Dickes Lob für diesen tollen Thread!

    Es würden mich auch allerdings mal Vergleichsbeamshots, gerade mit
    der Barbolight interessieren...
    Danke!

    Zu den Beamshots:
    HIER hab ich eine kleine Beamshot-Galerie, in denen etliche Lampen und Dropins verglichen werden.
    Es gibt auch noch mein Fotoalbum bei meinem web.de-Account, in denen es doch ein paar Bilder zu sehen gibt.
    Die Gallerie ist schon älter, aber vielleicht noch interessant.
    Im T4-Bericht gibts auch noch ein paar Bilder..

    Die Surefires betreibe ich entweder mit einem LF-Birnchenbrenner oder den Malkoffs, dementsprechend habe ich hier keine speziellen Bilder gemacht.
    Der einzige Unterschied zwischen Surefire+Malkoff und Hellfighter+Malkoff ist der, dass das Licht aus der SF noch wärmer ist. Dies liegt an der speziell beschichteten Glasscheibe in der X-15, die ja das Licht des Birnchenbrenners "weißer" machen soll (was auch gelingt).
    D.h. die Malkoffs behalten ihre Lichtcharakteristik, sie sind in der SF nur einen Hauch wärmer.


    Zitat Zitat von boG_333 Beitrag anzeigen
    Super Thread!

    (und ohne ihn vorher gelesen zu haben, habe ich einige der hier aufgeführten Lampen )

    Ich habe leider noch keine Erfahrungen in Hinsicht auf Hellfighter vs. Glasscheibe, aber sobald ich wieder gesund bin und Dienst habe, werde ich mal den örtlichen Schrottplatz aufsuchen und mal freundlich nachfragen.


    @Mods: Wäre dafür, den Thread "sticky" zu machen!
    Auch dir ein Danke!
    Glückwunsch zur guten Lampenauswahl
    Den Schrottplatzbesuch hatte ich auch schon vor, da aber in meiner Nähe keiner ist, wurde noch nix draus...
    Ich hoffe, du berichtest dann über die Begegnung Glas<->Hellfighter!
    schönen Gruß
    Michael

  9. #38
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied
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    Avatar von schrenz
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Hallo Michael,
    wie immer danke für die Neuvorstellung eines Klassikers, das ist inzwischen wirklich der beste Leitfaden für Bullenlampen den ich kenne.

    Zur 6P noch ein paar Detailergänzungen:

    Finish
    Das von dir gewählte Gunmetalgrey ist ja eher ungewöhnlich, Standard ist schwarz HA II sind m.W. beide (nur mal am Rande, weil es sich bei dir umgekehrt anhört).

    Schalter
    Wer den Clickie in Serie haben will kann inzwischen auch zur 6PD oder 6PL greifen, dort wird er serienmäßig geliefert, wobei man sich das für eine Dienstlampe reiflich überlegen sollte, ein Momentary-on Twistie ist in meinen Augen dort die Ideallösung, bei SF selbst ist man gar nicht so begeistert von der Clickiegeilheit der Kundschaft.

    Holster
    Das V70 von Surefire ist nicht aus Kydex, sondern aus einem Polymerkunststoff, einerseits ein sehr gutes taktisches Holster, die Lampe ist optimal zugriffsbereit bezeldown und -up unterzubringen, hält sicher und doch schnell zugriffsbereit; anderseits zerkratzen die beiden Federstahlklammern, die die Lampe halten diese ziehmlich extrem (besonders die schwarzen HAII Modelle).

    Grüße
    Jens
    Denken - Drücken - Sprechen

  10. #39
    Registrierter Teilnehmer MF-Lampentester
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Zitat Zitat von schrenz Beitrag anzeigen
    Hallo Michael,
    wie immer danke für die Neuvorstellung eines Klassikers, das ist inzwischen wirklich der beste Leitfaden für Bullenlampen den ich kenne.

    Zur 6P noch ein paar Detailergänzungen:
    Herzlichen Dank für die Blumen und die Ergänzungen!
    Gut, dass ein Surefire-Guru korrekturliest

    Die 6P in gunmetalgrey war ein Schnäppchen, da konnte ich nicht nein sagen Sie wird eher zivil benutzt.
    Für den Dienstlichen Gebrauch ist die schwarze Kombination vorgesehen. Die Fivemega-bodys passen perfekt zu Kopf und Ende der 6P und zu den Malkoffs..
    schönen Gruß
    Michael

  11. #40
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied Avatar von toby_pra
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Zitat Zitat von schrenz Beitrag anzeigen
    Holster
    Das V70 von Surefire ist nicht aus Kydex, sondern aus einem Polymerkunststoff, einerseits ein sehr gutes taktisches Holster, die Lampe ist optimal zugriffsbereit bezeldown und -up unterzubringen, hält sicher und doch schnell zugriffsbereit; anderseits zerkratzen die beiden Federstahlklammern, die die Lampe halten diese ziehmlich extrem (besonders die schwarzen HAII Modelle).

    Grüße
    Jens
    Die Sache mit dem Holster finde ich ganz besonders ägerlich. Bei meiner
    ersten Surefire M3 habe ich das noch nicht gewußt und wenig später
    war der Kopf mit Kratzern versehen...

    Aber soweit mir bekannt, gibt es da auch keine Patentlösung, ausser
    auf eine Nylonprodukt umzusteigen?!
    Lg
    Toby

  12. #41
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Jein,
    (da das Holsterthema m.E. ganz gut in den Polzeilampenleitfaden passt).
    1. Ein Eigenbaukydexholster dürfte die Probleme lösen, die selbstklemmende Wirkung von Kydex hält die Lampe sicher und es hinterlässt zumindest bei echtem HAIII kaum Spuren (HAII und halbseidene HAIII sieht das anders aus, da Kydex ein sehr harter Kunststoff ist).
    Industriell ist mir nicht bekannt, da Kydex wohl für die Serienherstellung eher ungeeignet ist.

    2. Das V85 von Surefire
    Hier wird die Lampe nur von Kunststoffteilen eingeklemmt.
    Nachteile:
    -Trägt ziehmlich auf.
    -Derzeit nur für P-Serienlampen erhältlich, bzw M3, L5 usw passen nur bezel-up.

    3. Ich wollte immer mal probieren, ob es was bringt bei den V70, V71, V72 die Klammern mit Schrumpfschlauch zu überziehen.
    Ich werd's mal testen und dann berichten.

    Grüße
    Jens
    Denken - Drücken - Sprechen

  13. #42
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied Avatar von toby_pra
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Ui, das V85 ist ja echt ein Wummer.

    Mir persönlich für den Einsatzgürtel viel zu groß!

    Wenn du die Metallfeder mit einem Schrumpfschlauch versiehst, beführchte ich,
    dass die Lampe nicht mehr rein passt. Aber einen Versuch ist es allemal
    wert...
    Lg
    Toby

  14. #43
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Zitat Zitat von schrenz Beitrag anzeigen
    Industriell ist mir nicht bekannt, da Kydex wohl für die Serienherstellung eher ungeeignet ist.
    Nicht ganz
    Viele Waffenholster sind ebenfalls aus Kydex, eine Serienfertigung läßt sich schon machen. Allerdings gibts qualitative Unterschiede zwischen einem in Großserie produzierten Kydexholster und dem, das liebevoll angepasst wurde.
    Bladetech bietet die normalen Kydexholster an, diese werden entweder per Vakuum vorgeformt und dann in Handarbeit an die Waffe angepasst oder komplett manuell gefertigt. Die sog. "injection molded" Holster werden maschinell erstellt mit den Negativformen des Holsters. Dass natürlich das handgemachte H. viel detailierter angepasst wird, ist klar.
    Dafür gibts die maschinellen eben deutlich günstiger..

    Comp-Tac und Blade-Tech in den USA haben Lampenholster aus Kydex im Programm, diese für die gebräuchlichsten Dienstlampen wie Gladius und etliche Surefire. Wenn da einmal eine Form erstellt wurde, gehts auch mit der Serienfertigung. Wie diese allerdings qualitativ sind, kann ich nicht sagen.
    Da wäre selber basteln oder einen deutschen Profi anschreiben sicher eine hochwertige, günstigere und schnellere Alternative.
    schönen Gruß
    Michael

  15. #44
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    35 AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    So, gestern Abend der erste Showdown Hellfighter X-15 vs. Pkw-Scheibe.

    Beim Verkehrsunfall mit einem nahezu total zerstörten Pkw (Golf III) hatte ich Gelegenheit, mal die Glasbrecher-Dornen der Lampe zu testen:

    Die Frontscheibe brauchte viele Schläge, um ein Loch entstehen zu lassen. Zwar war die Scheibe nach dem ersten Treffer schon in der ersten Schicht "durch", aber die Verbundschicht und vermutlich mindestens eine weitere Scheibe behielten die Form.

    Fazit: Für Rettung (oder für die ganz fiesen: Zugriff) durch die Frontscheibe ist die Lampe als "Wegbereiter" eher ungeeignet, da ist ein Kuhfuß o.ä. sicherlich wirkungsvoller :

    Jetzt warte ich noch auf einen Unfall-Pkw mit intakten Seitenscheiben

    ...

    wie passend, dass heute und morgen nochmal Nachtdienste anstehen x)

    MfG

  16. #45
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Kein Wunder... die Frontscheibe ist verklebt, da hilft nur sägen...

  17. #46
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Ich habe eher gedacht das ein entsprechendes Rettungsmesser besser geeignet ist als eine Taschenlampe.

  18. #47
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Den Leitfaden habe ich um 7. Service ergänzt, zumindest teilsweise.
    Nicht nur die Lampe selbst ist wichtig, auch der "Kundendienst" nach dem Kauf. Jede noch so gute Lampe kann mal einen Schaden oder Defekt aufweisen, es ist dann entscheidend, ob sich jemand der Sache annimmt und wie.

    Der Punkt "Service" wird immer dann ergänzt, wenn entsprechende Erfahrungen gemacht wurden.
    schönen Gruß
    Michael

  19. #48
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Es ist mal wieder Zeit für eine Ergänzung. In Post #33 habe ich den Beitrag zur Surefire 6P ergänzt, dazugekommen sind die Surefire Combat Rings.


    Natürlich war das nicht die letzte Änderung dieses Themas.

    Was kommt in Zukunft?
    Nun, die neue law-enforcement Serie von Peak Led Solutions hat meine Aufmerksamkeit, ebenso die kommende Barbolight T-o9 MkII.

    Wenn es soweit ist, könnt ihr es hier lesen
    schönen Gruß
    Michael

  20. #49
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    U P D A T E


    Wie bereits erwähnt, wird nun eine neue Lampe diesem Ratgeber hinzugefügt: die Peak Led Solutions Night Patrol 350S.

    Es handelt sich dabei um ein Modell der neuen law enforcement Reihe von Peak.
    Die NP350S ist eine P7-Lampe mit 350 Lumen, sehr vielen Batterie- und Akkukombinationen und einer Leuchtstufe. Sie orientiert sich an den Bedürfnissen der professionellen Anwender.
    Sie soll den Anforderungen und den widrigen Umständen wie Kälte, Hitze, Wasser, Staub, Dreck und Stoß trotzen.

    Daten der NP und eine Übersicht über ihre Kolleginnen der LE-Reihe von Peak finden sich in den angehängten pdf's. Diese pdf-Dateien stammen alle von Peak und werden mit Erlaubnis von Robyn hier gepostet.


    HIER gibt’s nun die Vorstellung wie gewohnt.
    Mein Vorschlag ist es, die Diskussion über die Lampe in einem neuen Thread im entsprechenden Unterforum zu führen, damit dieser Leitfaden so übersichtlich wie möglich bleibt.
    Bilder gibts in der GALLERIE.


    1. Größe/Finish/Verarbeitung

    Die NP350S reiht sich von der Größe her in die bisher getesteten Lampen ein. Wie auf den Bildern erkennbar, ist sie einen Ticken länger als die Barbolight, allerdings ist sie recht schlank, fast schon zierlich. Dabei entsteht aber an keiner Stelle der Eindruck, dass die NP zerbrechlich ist. Sie vermittelt ein sehr wertiges und stabiles Gefühl.

    Der Kopf ist mit etlichen Kühlrippen versehen, die die Wärme abführen sollen. Am Kopf ist auch ein sechseckiges Profil zu finden, das ein Wegrollen sicher verhindert.
    Vorne findet man noch ein Innengewinde, in dem der optionale Lenskit oder der Warnkegel eingeschraubt werden.
    Das Batterierohr weist zwei Sektionen mit Rillen auf, die für Grip sorgen. Zuerst war ich skeptisch, bin ich doch eine Riffelung gewohnt, aber die Rillen tun ihren Job und verhindern ein Rutschen der Lampe in nassen Händen recht wirkungsvoll.
    Um den Schalter zu schützen, befindet sich am Ende eine Hülse aus Delrin, dem Material, aus dem angeblich Bowlingkugeln gemacht werden. Es ist sehr robust und schützt den Schalter beim Sturz. Die Hülse läßt sich auch entfernen oder soweit ausziehen, dass ein Tailstand locker möglich ist.

    Insgesamt ist die Lampe in einem sehr dicken, glattem und leicht glänzendem Finish gehalten. Es ist weit weniger rutschig, als es aussieht und ist fehlerfrei auf die Lampe aufgetragen.

    In diesem Punkt nehmen sich die Kandidaten also nichts, die Peak ist gleichauf mit Barbolight, Hellfighter und Konsorten.


    2. LED

    Die NP350 verwendet eine P7 LED, also eine quadcore-LED. Diese sitzt in einem kleinen Reflektor. Ihre Lichtfarbe ist kühl weiß.

    Edit: Der Schutz der LED nach vorne findet statt durch eine Kunststoffscheibe. Wenn man den vorderen retaining ring abschraubt und eine Gummidichtung entfernt, kann man diese Scheibe entnehmen. Sie ist nur ca. einen guten Millimeter dick, also deutlich weniger massiv als das Pendant von Barbolight oder Hellfighter. Hat man die Scheibe in Händen, fällt der Reflektor auch schon aus dem Kopf. Dieser ist nicht befestigt und sitzt lose im Kopf.
    Gut: Man kann den Reflektor evtl tauschen, auch der Scheibenwechsel geht schnell.
    Weniger gut: Diese Lösung ist nicht so beanspruchbar, wie die der Mitstreiter. Das Fenster ist dünner (wenn es auch so tief sitzt, dass ein Schaden unwahrscheinlich ist) und beim Verlust des retaining Ring könnte auch gleich Scheibe und Reflektor flöten gehen. Das ist zwar wohl nur theoretisch, aber eine Erwähnung wert.
    Die LED darunter sitzt fest, das LED-Modul wurde vergossen, um Feuchtigkeit etc aussenvor zu halten.

    UPDATE 30.05.2010
    Die aktuelle NightPatrol 400 verwendet noch immer die P7 LED (die NP300 hat die XP-G), die Leistung ist auf 400 Lumen gestiegen und der Reflektor ist einer Optik gewichen. Die Konstruktion ist stabil und als Verbesserung zu bewerten.

    Zum Lichtkegel später mehr.


    3. Energie

    Der große Pluspunkt der Peak. Das Standard-Batterierohr verdaut 1x18650, 2xCR123 oder 2xRCR123. Mit zwei Zellen, also über 6V, liefert sie die volle Leistung, bei einer Zelle, also 3,7V, ist die Leistung etwas reduziert.
    Mit anderen Batterierohren lassen sich auch 2x18500, 2x18650, 4xCR123, 2xAA etc verwirklichen. Somit ist die Peak wirklich universal zu bestücken, irgendeine Energiequelle ist immer zur Hand..



    4. Bedienkonzept/UI

    Hier gibt es keinen Unterschied zur Hellfighter oder zur Surefire mit Clicky: Auch in der NP sitzt ein forward clicky, d.h. Ein halber Druck gibt Momentlicht, drückt man den Schalter durch, erhält man Dauerlicht. Der Widerstand ist gut gewählt, der Weg zum Dauerlicht ist groß genug, dass auch Momentlicht im Stress gut zu beherrschen ist, ohne jedesmal den Schalter einrasten zu lassen. Der Clicky des Herstellers Judco macht dabei ein eher lautes Klick-Geräusch.

    Die NP läßt sich mit einem computergesteuerten Schalter nachrüsten, der dann drei Leuchtstufen plus strobe möglich macht. Dieser Schalter stammt von der Combat Patrol und ist aber nur für Spannungen bis 6V geeignet.


    5. Holster/Trageweise

    Die Peak hat am Sechskantprofil des Kopfes ein kleines Loch, an dem ein Splitring befestigt ist. Somit läßt sich ein Lanyard befestigen.
    Einen Clip sucht man vergeblich, dieser ist nicht vorhanden und es läßt sich auch keiner ohne weiteres nachrüsten.
    Peak bietet jedoch ein Holster für wenig Geld an (10USD), das von NiteIze gefertigt wird. Es verfügt über einen Kunststoffclip, mit dem das Holster am Gürtel befestigt wird. Widerhaken im Clip sorgen dafür, dass es an Ort und Stelle bleibt. Ob das Holster auch am 50mm Dienstkoppel passt, kann ich nach dem Urlaub sagen.

    Im Holster sitzt die Lampe bezel-up, also nicht 100% optimal. Der Sitz ist fest und stramm, ein Rückholstern aber nicht ganz leicht. Der Holsterkörper läßt sich am Befestigungsclip drehen und einrasten, so dass die Lampe nach vorne gerichtet werden kann und somit eine freihändige Vorfeldbeleuchtung möglich ist.

    Das Holster ist auf den ersten Blick ok und bei 10 USD macht man nix verkehrt. Ein Kydex-Holster wird aber nicht ersetzt.
    Tip: Laut Peak passt die NP auch in das Surefire V70 (Kunststoffholster für die 6P), somit hat man ein Spitzen- Holster in Griffweite!


    6. Lichtkegel

    Bei P7 LED und kleinem, glatten Reflektor ist schon relativ klar, wie der Lichtkegel beschaffen ist: Die NP ist deutlich auf Flutlicht ausgelegt, der Beam zeigt minimale Artefakte und im Hotspot ist das dunkle Kreuz der P7 erkennbar. Ein Donut-Hole gibt es aber nicht.
    Insgesamt ist die sehr breite Ausleuchtung im Innenbereich und auf kurze Distanzen von Vorteil, jedoch kann die NP in Sachen Reichweite nicht mit Q5- oder R2-Lampen mithalten, die lassen sich nämlich deutlich besser fokussieren.
    Von Peak gibt es aber einen Lens-Kit, ... EDIT: der Lenskit funktioniert nur mit den SSC P4 Lampen und nicht mit den Modellen mit P7 LED.

    Ergänzung: Nach der ersten Nacht mit viel Herumgeleuchte bestätigt sich meine Einschätzung zum Lichtkegel: Bei kurzen und mittleren Distanzen ist sie gut geeignet. Speziell in Gebäuden und Wohnhäusern spielt sie ihre Stärke aus, der sehr breite und helle Lichtkegel taucht das ganze Sichtfeld in Licht, da bleibt nichts verborgen. Man kann hier deutlich mehr wahrnehmen als zB mit der Hellfighter und dem LF Dropin, das recht eng fokussiert ist.
    Will man im weiten Garten, auf Firmengeländen oder in Wald und Flur etwas suchen, dann stößt sie recht schnell an ihre Grenzen.

    UPDATE 30.05.2010
    Durch die neue Optik statt des Reflektors ergibt sich auch ein neuer Lichtkegel.
    Dieser neue Lichtkegel ist nichts für Whitewallhunters. Er ist fast quadratisch und hat wieder das dunkle Kreuz in der Mitte des Hotspots (was typisch ist für die P7-LED). Das stört allerdings in der Praxis nicht. Der Spot ist sehr groß und wirklich hell, geht dann in leichten Stufen in den Spill über. Die NP400 ist somit kein Reichweitenwunder, sondern für mittlere und kurze Distanzen geeignet und trumpft hier mit einer sehr hellen und sehr breiten Ausleuchtung auf. Im Gegensatz zum Reflektor, konzentriert die Optik das Licht mehr auf den großen Spot, er ist merklich heller und klarer abgegrenzt.
    Aus der Praxis: Der Innenraum eines Pkw läßt sich komplett ausleuchten, ohne den Spot ständig durch das Fahrzeug wandern zu lassen. Auch Hinterhöfe, Gärten oder dergleichen lassen sich bemerkenswert gut ausleuchten. Für den täglichen Dienst also wunderbar geeignet. Und wenn große Reichweiten bewältigt werden müssen, ist ja noch eine andere Leuchte im Auto

    Beamshots gibts in der GALLERIE.


    7. Service

    Peak ist bekannt dafür, dass der Webshop suboptimal ist. Auch die Kommunikation mit dem Familienunternehmen ist ziemlich schleppend, auf eine Emailantwort muss man teils etliche Tage warten bzw. nochmal an eine Antwort erinnern. Allerdings sind Robyn und ihr Team schon bemüht, den Kunden zufriedenzustellen, daran scheitert es nicht. Sie legen Wert auf die Produkte, eigene Mitarbeiter für Kommunikation und Webauftritt gibt es nicht. Allerdings bekommt man gerade bei technischen Fragen gute Antworten, denn der technische Leiter und Entwickler sitzt praktisch nebenan.
    In Deutschland sind die Peaks meines Wissens kaum erhältlich, weshalb im Servicefall mit den gleichen Schwierigkeiten zu kämpfen ist, wie bei allen US-Importen: Wartezeiten, kostspieliger Versand...

    UPDATE 30.05.2010
    Meine Tausch-NP ist ja nun endlich wieder daheim. Dieser Servicefall hat sehr lange gedauert, meine Angelegenheit wurde zwischendrin mal "verschlampt". Allerdings erkenne ich eine positive Tendenz zur Besserung, denn Peak/Robyn waren von diesem Moment an sehr bemüht, alles zu meiner Zufriedenheit zu regeln. Der Emailkontakt ging deutlich besser von statten, der Versand war dann schnell und ohne Beanstandungen.


    Fazit:
    Die Peak ist eine neue und unerprobte Lampe eines kleinen Herstellers. Im Detail merkt man, dass die Lampe für polizeiliche Zwecke entwickelt wurde.
    Im Vordergrund steht auch das Baukastensystem, bei dem das Gerät von vorne bis hinten individuell angepasst werden kann.
    Bedienkonzept und Handling sind makellos, das Verhältnis der Helligkeit zur Größe ist sehr gut und der Beam praxisnah.
    Preislich ist die Peak nicht ohne, doch man bekommt dafür eine ehrliche und widerstandsfähige Einsatzlampe (wenn auch mit kleinen Abstrichen).
    Langzeiterfahrungen werden wieder hier angeführt.
    Angehängte Dateien Angehängte Dateien
    Geändert von grinsefalle (10.06.10 um 06:57 Uhr)
    schönen Gruß
    Michael

  21. #50
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Zum Thema Service:

    Hätte ich mir meine Inforce in den USA gekauft, so hätte ich aufgrund eines defekten Schalters eine mehrwöchige Wartezeit ohne vernünftige Lampe absitzen müssen.

    Da ich die Lampe aber hier gekauft habe, brauchte es nur ein wenig Kommunikation mit dem Händler und schon konnte das Problem zu beiderseitiger Zufriedenheit gelöst werden.

    Daher (wenn erlaubt?) auch hier ein dickes Lob an den KTL-Store.


    Manchmal lohnt es doch, mal ein wenig mehr auszugeben.

    AxelG
    Geändert von AxelG (24.08.09 um 17:44 Uhr)

  22. #51
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    @grinsefalle
    Du hast Deinen Teil dazu beigetragen, dass ich mir nun nach langem Hin und Her eine Gladius bestellt habe. Auch in einer der letzten "Kommando"-Ausgaben konnte man nur das Beste über sie lesen.

    Ist es so, dass die 120-Lumen Version am Zusatz "Maximis" zu erkennen ist, oder unterliege ich da einem Irrtum?
    Wie funktioniert das Dimmen bei der Gladius?

    Vielen Dank schonmal!

  23. #52
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Zitat Zitat von K:ddo Beitrag anzeigen
    @grinsefalle
    Du hast Deinen Teil dazu beigetragen, dass ich mir nun nach langem Hin und Her eine Gladius bestellt habe. Auch in einer der letzten "Kommando"-Ausgaben konnte man nur das Beste über sie lesen.

    Ist es so, dass die 120-Lumen Version am Zusatz "Maximis" zu erkennen ist, oder unterliege ich da einem Irrtum?
    Wie funktioniert das Dimmen bei der Gladius?

    Vielen Dank schonmal!
    Ui, dann hoff ich mal, dass du zufrieden sein wirst! Sie ist zwar nicht mehr die hellste Lampe, zählt aber immer noch zu den besten für diese Zwecke. Kleiner Tip: Wenn du sie länger nicht brauchst oder lagerst, nimm die Batterien raus. Auch wenn sie aus ist, zieht der Controller eine kleine Menge Energie aus den Batterien. Liegt sie ein paar Wochen rum, verbraucht das nur unnötig Saft/Geld.

    Das mit "Maximis" muss ich selber erst suchen, kann ich nicht sagen.

    Das Dimmen ist einfach: Im constant-on Modus einfach auf dem Schalter bleiben und sie beginnt zu rampen. Am Ende bleibt sie stehen, dann drückst und hältst du nochmal den Schalter und sie rampt in die Gegenrichtung. Dabei gibt es 3 Modi im Dauerlichtmodus: Start immer mit low, Start immer mit high oder Memory=Start mit der zuletzt verwendeten Helligkeit.
    schönen Gruß
    Michael

  24. #53
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Hallo K:ddo!

    Habe mich auch vom Forum von der Gladius überzeugen lassen... Ja - Du hast Recht - die Gladius mit Zusatz Maximis wird mit 120 Lumen angegeben und ist heller als die "alte" Gladius (habe meine mit der eines Kollegen verglichen...).

    Die Sache mit dem "Leersaugen" der Batterien hatte ich bei meinem ersten Modell auch. Sie hatte eine Seriennummer mit 08-xxxx! Nagelneue 123er von Surefire waren nach 14 Tagen Lagerung im Waffenfach (ohne Nutzung im Lookout Mode) komplett leergesogen. Habe die Lampe über den Händler tauschen lassen und bin mit dem neuen Modell (SerienNr: 09-xxxx) nach 4 Wochen und häufiger Nutzung sehr zufrieden! Die Zellen werden augenscheinlich nicht leergesogen und ich habe sie bislang noch nicht rausgenommen...

    Viel Spaß mit der Lampe

  25. #54
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Na, die Vorfreude steigt in's Unermessliche

    Kann man die Gladius mit 16340 oder 17670 betreiben, habe dazu leider nichts finden können ?

  26. #55
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Zitat Zitat von K:ddo Beitrag anzeigen
    Na, die Vorfreude steigt in's Unermessliche

    Kann man die Gladius mit 16340 oder 17670 betreiben, habe dazu leider nichts finden können ?
    Soweit ich weiß, nur mit den 3,0V RCR123. Die beiden 3,7V Akkus ergeben zuviel Spannung und zerschiessen den Treiber.
    Ein 17670 sollte funktionieren, allerdings erhältst du dann aufgrund der 3,7V im Gegensatz zu den normalen 6V eine low battery Warnung (Doppelblitz alle paar Sekunden).
    schönen Gruß
    Michael

  27. #56
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Hallo!

    Habe unter Link zu Thread: Taktische, helle LED-Lampe für Polizei gesucht einen Kaufberatungsthread eröffnet, da ich auch auf der Suche nach der perfekten Symbiose von Thrower und Nahbereichslampe bin.

    Habe dort u. a. die JetBeam RRT-2 Raptor, Eagle Tac T20C2, JetBeam Jet-III Pro Ultra, Olight M20, Fenix TK12 und andere ins Kalkül gezogen.

    Vielleicht hat ein Leser dieses Threads noch andere Infos, Erfahrungen mit den oben genannten Modellen oder schlicht Interesse, "seinen Senf" dazu zu geben.

    Wäre für Meinungen, gerne auch Beamshots, die die o. g. Lampen vergleichen, dankbar.

    Grüße,

    Normn

  28. #57
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Zitat Zitat von grinsefalle Beitrag anzeigen
    Ein 17670 sollte funktionieren, allerdings erhältst du dann aufgrund der 3,7V... eine low battery Warnung (Doppelblitz alle paar Sekunden).
    Alle 15 Sekunden.
    Die 2x 3.0V Akkus gehen sehr gut, allerdings haben die Akkus eine Schutzschaltung, so daß die Akkus ur plötzlich abschalten; also Lampe aus !
    Markus

    Jede Diktatur beginnt mit der Einschränkung der Freiheit.
    (Wotan)

    Je korrupter der Staat ist, desto mehr Gesetze braucht er.
    (Publius Cornelius Tacitus)

  29. #58
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    Hier ein kleines Update mit Langzeiterfahrungen:

    1. Hellfighter X-15
    Hier scheint der Schalter ein kleiner Schwachpunkt zu sein, der nicht so stabil ausgeführt ist, wie der Rest der Lampe. Nach ein paar Stürzen funktioniert er bei mir nur noch sporadisch, setzt somit die unkaputtbare Lampe ausser Gefecht. Dieser Fehler tritt bereits zum zweiten Mal auf, allerdings mit zwei verschiedenen Schaltern (einmal Schalterendkappe von der X-15, einmal von der X-11).
    Die Stürze waren aus Hüfthöhe auf festen Untergrund, die Klicks, die ohne Wirkung blieben, traten dabei schleichend und mit zunehmender Häufigkeit auf.
    Auf der Suche nach Ersatz habe ich einen Shop gefunden, der mir eine neue Schalterkappe liefern konnte (KTL) - das klappte gut.
    Ob es ein allgemeiner Schwachpunkt ist oder nur meine Schalter Gurken sind bzw ich einfach alles kaputt mache, weiß ich nicht

    2. Peak NP
    Hier gab es ein Modellupdate: Die NP mit P7 LED hat nun 400 Lumen, die "kleinere" NP nutzt nun die XP-G mit max. 320 Lumen.
    Was bleibt, ist der schleppende Kontakt zu Peak. Emailantworten brauchen seine Zeit, auch der Service verlangt Geduld.
    Allerdings wird der Verkauf zu einem Händler ausgelagert, vielleicht ändert sich etwas. Im Servicefall bleibt bisher nur Peak selbst, deutsche Händler gibt es nicht, die auf der Peak-Seite genannten europäischen Händler-Links funktionieren auch nicht mehr.
    schönen Gruß
    Michael

  30. #59
    Registrierter Teilnehmer MF-Lampentester
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    AW: Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter

    U P D A T E



    Nachdem hier bereits die Inova T4 MP vorgestellt worden ist, wird nun ergänzt mit der T2 MP und der T3 MP des gleichen Herstellers. Alle drei Lampen stammen aus der T-Serie ("tactical"), was sich daran festmacht, dass sie ein mattschwarzes Finish haben (keine Reflexionen), keinen Schnickschnack und einen sehr robuste Bauweise.
    Dass Inova qualitativ zu den allerbesten gehört, ist oder sollte bekannt sein. Die Preise sind dabei sehr moderat, weshalb sie als Qualitäts-Preis-Leistungs-Tip gelten. Da sie für dienstliche Zwecke gut geeignet sind, führe ich sie hier an, anstatt einen neuen Thread zu starten.

    Alle Bilder und ein paar (suboptimale) Beamshots gibt es hier in der Gallerie.


    1. Größe/Finish/Verarbeitung

    Die T2 und T3 reihen sich gut in die bereits vorgestellten Lampen ein, die Größe paßt gut in die Tasche bzw ans Koppel. Die kleinere T2 ist grob mit einer SF LX2 vergleichbar, der Kopf ist vom Durchmesser annähernd identisch, das Gehäuse der beiden ist ebenfalls fast gleich dick. Die größere T3 hat den gleichen Kopfdurchmesser wie der 6P-Kopf, auch das Batterierohr entspricht im Durchmesser dem der G2. Von den Abmessungen her orientieren sich die Inovas also an den bekannten Abmessungen von Surefire und Konsorten. Sucht man Zubehör wie Holster, kommt einem dieser Umstand zugute.



    Beide Lampen sind aus Alu gefertigt. Das überragende Finish ist äußerst widerstandsfähig und haltbar, ist gleichmäßig und makellos aufgetragen und fühlt sich gut an. Die einzigen Akzente werden gesetzt durch den hellen Metallring um den Endkappenschalter. Der Bezelring der T3 ist in einem etwas glänzenderem Schwarz gehalten, der Ring der T2 im gleichen Finish wie der Rest. Am Batterierohr und an der Endkappe gibt es großzügige Riffelungen, welche ein grobes quadratisches Muster haben. Die Verarbeitung ist auch hier perfekt. Bei der T2 ist die Riffelung etwas feiner gehalten als beim großen Bruder. Beide bieten auch feuchten Händen einen sehr guten Halt und verhindern ein Entgleiten.

    Die Lampe läßt sich vom Anwender nur am Ende aufschrauben. Ansonsten wirkt die Inova wie aus einem Guß. Die Gewinde sind sauber und vom Werk aus bereits gefettet. Eine O-Ring Dichtung ist ebenfalls vorhanden, um die Innereien gegen Feuchtigkeit zu schützen.

    Ein Clip ist nicht vorhanden, auch keine Möglichkeit, einen solchen zu befestigen. Es fehlt eine Anti-Roll-Vorrichtung, der Anwender sollte also aufpassen, wohin er die Inova legt.


    2. LED

    Beide Inovas verwenden die K2 TFFC LED. Es gibt inzwischen effizientere LED, die K2 gehört jedoch keineswegs zum alten Eisen. Sie ist robust und bieten eine angenehme Lichtfarbe. Modden oder Tunen ist bei den Inovas extrem schwierig oder nicht möglich.
    Die T3 verwendet den Reflektor mit diamond-Oberfläche, also eine winzigen diamantenähnlichen Struktur (wie auch die T4), die T2 nutzt einen normalen orange peel Reflektor.



    In der T3 leistet die LED 150 Lumen (out the front, also vor der Lampe, nicht am Emitter gemessen), die T2 wurde auf 140 Lumen aktualisiert. Die T3 hält ihre Leistung laut Diagramm auf der Verpackung über 2,5 Stunden und sinkt dann innerhalb ca. 20 Minuten auf ca 20 Lumen ab, die dann noch über eine Stunde zur Verfügung stehen. Bei der T2 sieht es ähnlich aus: 140-130 Lumen hält sie 2,5 Stunden, dann dimmt sie wie die T3 auf ca 20 Lumen hab uind hält diese noch eine gewisse Zeit.


    3. Energie

    Beide Lampen sind auf den Betrieb mit CR123 ausgelegt. Die T2 verwendet 2 Stück, bei der T3 dürfen es drei Stück sein. Inova-typisch werden die Batterien mit dem Pluspol zum Schalter (als "verkehrt herum") eingelegt. Ein AW17670 Akku paßt mit Müh und Not hinein, aber man bekommt ihn wahrscheinlich nicht mehr raus. Entfernt man die Folie oder das Label, so könnte in beide Lampen ein 17670 bzw 2x17500 passen. Diese Angabe ist ohne Gewähr.
    Rein elektrisch ist dieser Akku-Betrieb unproblematisch, da die Spannung unterhalb der Betriebsspannung mit CR123 liegt.
    Wer also eine Akkulampe sucht, nimmt entweder eine Inova T4 oder schaut sich bei anderen Herstellern um.


    4. Bedienkonzept/UI

    Beide haben das gleiche Bedienkonzept: An/Aus mittels Endkappenschalter. Kein weiterer Modus, kein Schnickschnack. Der forward clicky am Lampenende bietet einen mittleren Widerstand und fühlt sich sehr gut an. Momentlicht kommt relativ früh (aber eben nicht zu leicht), fürs Dauerlicht muss dann ein etwas weiterer Weg gedrückt werden. Eine Abstimmung, die sehr praktisch ist und gut zu dem Einsatzzweck passt, für das die Lampen entwickelt wurden. Das Einrasten bzw der Klick ist dann sehr satt und hörbar. Beim Drücken habe ich das Gefühl, dass auch im Inneren des Schalters großdimensionierte und stabile Bauteile Verwendung finden.


    5. Holster/Trageweise

    Es wird kein Holster mitgeliefert. Da aber die Abmessung nicht außergewöhnlich sind, lässt sich leicht ein Holster finden. Exemplare gibt es zb von Maxpedition, die sehr robust und haltbar sind. Inova selbst hat bei der Entwicklung des 4" und 5" Maxpedition Sheath mitgearbeitet und diese Holster vor allem für die Inova T-Serie designt. Dieses Holster ist nicht teuer und eine Empfehlung wert.
    Weiterhin sollten zB Surefire-Holster passen (V70 mit bezel down für die T3 etc) oder auch das Blackhawk mod-u-lok (allerdings wieder ohne Gewähr, da ich das noch nicht getestet habe. Wenn Erkenntnisse vorliegen, wird es hier erwähnt).
    Ein einfaches Lanyard ist bei beiden Lampen dabei.


    6. Lichtkegel

    Beide Lampen unterscheiden sich etwas im Lichtkegel.
    Die T3 bietet das wärme Licht, das auch die T4 schon hatte. Ihr Hotspot ist sehr weich, auch im Übergang zum Spill. Sie ist bis mittlere Distanzen gut einzusetzen.
    Die T2 hat ein deutlich kühleres Licht, die K2-typische Wärme fehlt völlig. Aufgrund des anderen Reflektors ist auch der Lichtkegel etwas unterschiedlich. die T2 hat einen helleren Spot in der Mitte, am Übergang zum Spill wirkt der Spot etwas ausgefranst. Allerdings sieht man das nur mit Mühe an der weißen Wand (whitewall hunting mit solchen Gebrauchslampen sollte bestraft werden )
    Es scheint wirklich so, dass die kleinere T2 mit kleinerem Kopf eine etwas bessere Distanzwirkung erzielt.


    7. Service

    Da mir noch keine Inova den Dienst versagt hat, kann ich dazu nichts sagen. Erfahrungen anderer Mitglieder hier im Forum sind aber durchwegs positiv. Inova sorgt schnell und zuverlässig für Reparatur oder Ersatz, der Anwender kauft also keine Einweg-Lampe.



    Fazit:
    Hier als Fazit gibt es keine Überraschung. Die Inovas bieten nicht die Funktionsvielfalt anderer Lampen, auch nicht die Helligkeit, die andere in diese Lampengröße pressen. Die Helligkeit reicht aber aus, die Laufzeit ist gut, so dass man den fehlenden Akkubetrieb verschmerzen kann. Die Qualität ist auf höchstem Niveau, die Lampe vermittelt schon beim Anfassen den Eindruck, dass sie nicht zerstörbar und in sich stimmig ist. Das alles zu einem sehr guten Preis - Herz, was willst du mehr?
    Die kleinere T2 ist ein Handschmeichler, lässt sich leicht auch mal in der Jeans verstauen und durch die kompakte Größe gut zivil nutzen.
    Die T3 liegt satter in der Hand, wirkt im dienstlichen Einsatz nicht so zierlich, sondern "männlicher".
    Rein von der Leistung sind beide annähernd identisch (Helligkeit und Laufzeit), nur der Lichtkegel unterscheidet sich leicht.
    Welche es also sein darf, ist eine Bauchentscheidung. Am besten nimmt man beide.
    schönen Gruß
    Michael

  31. #60
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    Danke für das Review.
    Hast Du eine Erklärung für den kühleren Farbton der T2?

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