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Thema: Zielscheibe zum Messerwerfen gebaut.

  1. #1
    Registrierter Teilnehmer Avatar von lohmy
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    Zielscheibe zum Messerwerfen gebaut.

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    Neulich kam ich bei einer kleinen Radtour an ein paar Waldarbeitern vorbei. Sie zersägten gerade recht große Baumstämme. Wie ein Blitz durchzuckte es mich: Da ist meine Zielscheibe! Wir sind uns auch schnell einig geworden. Ich konnte zwischen Eiche und Pappel enscheiden. Da Eiche vermutlich sehr hart wird, habe ich Pappel gewählt.

    Also kurz das Auto geholt und rein damit. Ihr glaubt gar nicht, wie schwer Holz sein kann. Wir haben die Scheibe mit einem Frontlader in den doch sehr kleinen Kofferraum eines Clios eingeladen. Zuhause braucht ich die Hilfe eines Nachbarn, um das Ding wieder auszuladen.

    Als Gestell habe ich ein Dreibein aus 70er Kanthölzern gebaut. Oben sind die Balken mit 12er Gewindestab verbunden. Als Auflager habe ich Stahlwinkel aus dem Baumarkt genommen. Die werden normalerweise für Dachstühle etc. verwendet. Damit die Baumscheibe besser liegt, habe ich unten rechts und links etwas ausgeklinkt. So, jetzt musste der freundliche Nachbar wieder ran. Unter viel Gestöhn haben wir die Zielscheibe auf das Dreibein gewuppt.

    Technische Daten:
    Gewicht: sau schwer (bestimmt 80Kg)
    Durchmesser: 100 cm
    Stärke: 25 cm
    Höhe Mittelpunkt: 135 cm

    So, jetzt muss ich hinter der Zielscheibe (in der Hecke) noch ein Auffangnetz aus Kaninchendraht bauen, damit es keine Überraschungen für evtl. Passanten in dem verwilderten Park hinter dem Garten gibt. Da ist aber selten jemand.

    Und dann heißt es üben, üben, üben... Das Messer, das auf den Fotos in der Scheibe steckt, habe ich aber geworfen. Erste Erfolge stellen also schon ein.
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  3. #2
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    15 Schöne Wurfscheibe

    Gratulation zu der Baumscheibe. Habe mir von einem Bekannten auch mal eine Scheibe mitbringen lassen, Holzsorte weis ich leider nicht, war schon entrindet. Leider ist mir die Scheibe nach ein paar Wochen gerissen, als das Holz trocken wurde. Ob Dir das mit Deiner auch passieren kann, weis ich nicht. Aber ich würde sie immer schön naß halten, oder aussen mit einem "Korsett" (Stahlband ?)versehen.
    Vielleicht hat ja einer hier mehr Erfahrungen mit Holz .

    Gruß

  4. #3
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    Korsett

    Sehr schöne Scheibe - Ich habe zwar nicht die meiste Ahnung von Holz, aber ich hätte evtl. eher Eiche genommen, man nimmt ja auch eher Eiche für Hauklötze, da sie nicht so schnell reisst. Aber frag doch mal irgendwo nach einem von diesen Metallbändern (Cyclop oder sowas in die Richtung) die man zum fixieren von schweren Ladungen benutzt. Die gibt es ja auch in Plastik, aber Metall hält wohl besser. Damit kann man (mit der entsprechenden Knarre) auch einen Wahnsinns-zug aufbauen. So ein band darum und es dürfte nix reissen.

    Gruß Felix

  5. #4
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    Betreffend Rissen hätte ich auch Sorge.
    Stämme mit größerem Durchmesser, die im Wald längere Zeit bis zur Abholung liegen, werden häufig mit mehreren parallelen Lochbandstreifen aus Stahl an den Stirnseiten versehen. Das soll Rissen vorbeugen. Früher wurden auch S-förminge Stahlbleche verwendet, die in die Mitte eingeschlagen wurden.

  6. #5
    Eiche als Zielscheibe ist nicht so toll. Da stecken die Messer und Tomahawks nur, wenn man sie mit viel "Schmackes" wirft. Und wenn man mit dem Werfen noch nicht so vertraut ist, wird's um so schwerer.
    Die Anforderungen von Zielscheibe und Hackklotz sind da etwas unterschiedlich
    Das mit der Pappel war imho schon eine gute Entscheidung. Die funktionieren prima (siehe jährliches Throw Away in Wülferode).

    @lohmy
    Kanninchendraht? Meinst Du nicht, das der etwas "weich" ist? Ich hätte da nicht unbedingt vertrauen in die Haltbarkeit bzw. "Aufhaltequalität". Schon garnicht bei "schwereren Geschützen" wie Tomahawks

  7. #6
    gast05052009
    Pappel ist die richtige Entscheidung gewesen!!.
    Besser ist nur noch Linde.
    Die Pappel ist ein weicheres, auch zäheres Holz, als Eiche.
    Die eingeschlagenen Kerben "geben" sich wieder.
    Wenn (wie ich anhand der Bilder vermute) die Pappel nicht frisch
    gefällt war, wirst Du (vermutlich) gar keine Probleme mit Einrissen bekommen.
    Stark einrissgefärtet sind frisch geschlagene Hölzer (wenn sie in "dünne"
    Scheiben geschnitten werden), vor allem Nadelhölzer.
    (35-40cm wären trotzdem besser, aber das ist nur subjektiv)

    Gruß

  8. #7
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    Hallo,

    verstehe nichts von Holzbearbeitung. Waeren zwei verleimte duenne
    Scheiben rissbestaendiger ?

    Gruss Hive

  9. #8
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    2 dünnere Baumscheiben aufeinander leimen bringt nicht wirklich einen Vorteil, da beide Scheiben die gleiche Tendenz zum Reissen haben und der Aufwand 2 Scheiben plan zu hobeln/schleifen/verleimen erscheint mir unangemessen hoch.

    Man kann Glück haben und es passiert garnichts. Falls es nur "einen" Riss gibt, würde ich die Scheibe, dem Riss folgend, mit einer Motorsäge halbieren. Beide Hälften zu einer Tischlerei bringen und die Schnittflächen abrichten lassen. Verleimen können die das am besten auch gleich.

    Nun aber bloß nichts überstürzen. Lass der Scheibe erstmal 1 Jahr Zeit sich zu aklimatisieren.

    Andreas

  10. #9
    Registrierter Teilnehmer Avatar von lohmy
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    Besten Dank für Eure Anregungen. Pappel scheint also schon ganz ok zu sein. Der Baum ist aber recht frisch geschlagen worden. Ich muss wohl abwarten, ob sich Rissen bilden. Ich habe jetzt Stahllochband um die Scheibe gelegt und mit M5-Gewindestab und Muttern festgespannt. Das kann ich bei Bedarf nachspannen. Ich bin mir nur nicht so sicher, ob M5 stark genug ist. Stärkeres Material passte aber nicht durch die Löcher vom Lochband. Vielleicht muss ich da noch größeres Lochband besorgen. Nun, ich werde einfach mal abwarten.

    Der Kaninchendraht ist relativ stabil, so dass er ein fehlgeworfenes Messer gut abfangen kann. Bei Beilen und Äxten dürften dessen Grenzen aber erreicht sein. Das ist bestimmt richtig.

    By the way... Was ist eigentlich Euer Lieblingswurfmesser? Ich werfe derzeit mit dem Glock und einem Hibben-Nachbau von Linder. Aber vielleicht ist das ja ein eigener Thread...

  11. #10
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    Zitat Zitat von lohmy
    Der Kaninchendraht ist relativ stabil, so dass er ein fehlgeworfenes Messer gut abfangen kann. Bei Beilen und Äxten dürften dessen Grenzen aber erreicht sein. Das ist bestimmt richtig.
    Was klappen könnte: Alte Jutesäcke (o.ä.) an einer Stange hängend befestigen und unten Gewichte dran.
    Beim Auftreffen eines Wurfgeschosses gibt das Ding nach hinten nach und vernichtet - je nach Beschwerung - ordentlich Energie.
    Die Gewichte müssen so dimensioniert sein, dass der Vorhang nicht zu träge ist, aber gleichzeitig genügend Gewicht hat, um ausreichenden Widerstand zu leisten. Das Prinzip ist ähnlich wie ein Netz im Fussballtor.

  12. #11
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    Riß ist üblich

    Wenn das Holz mit Kern verwendet wird gibt es beim Trocknen Schwundrisse. Die Größe des Risse ist hierbei von der Holzart und dem Durchmesser abhängig. Das hängt damit zusammen, daß das Holz beim
    Trocken schrumpft und zwar unterschiedlich. In der Längsrichtung tut sich recht wenig, zum Kern hin etwas mehr. Das meiste tut sich längs den Jahrringen um den Kern herum, das heißt das Holz muß reißen.
    Wird es sehr trocken können die Risse auch recht groß werden, wenn es feuchter wird schließen sie sich wieder.
    Im Regelfall bilden sich die Risse wie ein Tortenstück aus, dh. sie reißen bis zum Kern hin, bei Robinie z.B. kann der Riß auch schon einmal komplett durchgehen.

  13. #12
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    Wie Andreas schon schrieb, zeigten die ThrowAway-Erfahrungen daß zu hartes Holz nicht so praktisch ist. Abgesehen von "Stecker/Nichtstecker" dürfte dieses auch der Materialermüdung der ballistischen Spielzeuge zuträglich sein. Vor allem bei Messern, die ja nun mal nicht die Masse & Materialstärke von Beilen haben.
    Floppis Vorschlag mit den Jutesäcken ist auch einen Versuch wert. Aber abhängig von den Fähigkeiten des Werfers wird die Lebensdauer der Säcke begrenzt sein. Der Hühnerdraht gefällt mir da schon besser. Locker und flexibel aufgehängt (nicht stramm gespannt) sollte das gut funktionieren.

    Bernd,
    Glückwunsch zur Scheibe!
    Du bringst sie natürlich zum nexten ThrowAway mit, oder?

    Bis denne!
    Frank

  14. #13
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    Rissreparatur

    Der thread ist zwar schon zwei Monde alt, aber der Vollständigkeit halber wollte ich nicht unerwähnt lassen, daß sich jeder Riss mit etwas (wasserfestem)Holzleim und eingeschlagenen Holzkeilen auch schnell wieder schliessen lässt. Die Keile natürlich so geschnitten, daß nach der Reparatur wieder Hirnholz zum Werfer gerichtet ist.
    Den Vorteil dieser Reparatur sehe ich darin, daß sie (fast)beliebig oft wiederholbar ist, man sich nicht mit schlecht/nicht-haltenden Metallbändern herumschlagen muß und vor allen Dingen, daß man seine liebgewonnen Messer und Äxte nicht versehentlich auf Metall semmelt.

  15. #14
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    Hallo
    Ich werf seit längerem mit Baumscheiben als Ziel. Es stimmt schon Weichholz( Fichte, Pappel,Linde usw.) ist als Ziel besser als Hartholz (Eiche;Buche, usw)
    Nachdem die ersten Zielscheiben durch Trocknungsrisse ziemlich schnell (2 Monate ) zerstört waren, hab ich mir eine Große Tonne besorgt und die Scheiben immer wieder gewässert.
    Das hat zwei Vorteile erstens halten die Scheiben bei ca 35 cm Dicke und ca 50 cm durchmeser über einen Zeitraum von bis zu 4 Monaten ( grob geschätzt bis zu 1000 treffer) . Zweitens wird das Holz nicht so hart und die Treffer halten besser.

    Gruß

    Bernd

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