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Thema: Wie Hufmesser schärfen?

  1. #1
    Registrierter Teilnehmer
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    Wie Hufmesser schärfen?

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    Hallo,

    so ist das nun mal wenn man den Ruf genießt Messerfreak zu sein und Messer schärfen zu können...

    Meine Schwester hat mich gebeten ob ich ihr Hufmesser (fürs Pferd zur Pflege der Hufe) schärfen kann. Nun ist mir aber nicht klar, wie ich das machen soll. Das Messer hat eine gebogene Klinge. Es hat eine beidseitige Klinge. Der Anschlif ist nur auf der Oberseite. Die Unterseite ist plan. Habe nur plane Steine (Jap. Wassersteine und europ. SiC Steine).Vielleicht hat ja jemand einen Spezialtipp (vielleicht irgendwas mit SiC Schleipapier?). Wollte eigentlich ungern extra dafür einen speziellen Stein kaufen.

    Wer nicht weiss wie das Messer aussieht hier ein Foto von dem Hufmesser:

    von oben:
    www.heads-online.de/Hufmesser.jpg

    von der Seite:
    www.heads-online.de/Hufmesser2.jpg

    Vielen Dank für Eure Hilfe!
    Hubertus

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    >
  3. #2
    Registrierter Teilnehmer
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    Für diese Klingenform wäre wohl eher die Frage:
    Gibt es Steine in einem ähnlichen Profil, und wie scharf muss die Schneide werden ?

    Die Aussenseite dürfte kein Problem sein, wenn die Schneide längs drübergezogen wird, aber der Haken (Schutzbügel ?) vorn läßt sich wahrscheinlich am ehesten mit einem profilierten Stein schärfen, wie sie im Baumarkt zu bekommen sind, blaugrau = fein, orange = grob. Die Teile werden dort wohl auch als "Scherensteine" o.Ä. bezeichnet, und sind keilig mit verschieden runden Schmalseiten.

    Ein modifizierter Sensenstein dürfte auch reichen, da er durchgehend flachoval/linsenförmig profiliert ist.
    Schleifpapier auf einem entsprechenden Träger sollte aber auch ausreichen.

    Gruß Andreas
    Geändert von luftauge (11.01.05 um 13:26 Uhr)

  4. #3
    Registrierter Teilnehmer Avatar von Malamute
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    Hallo Hubertus,
    für Hufmesser gibts extra Steine. Die sind nicht teuer. Ich würde mal im Reitsportbedarf nachfragen.
    Gruß Heinz

  5. #4
    Registrierter Teilnehmer
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    Oder wie wärs mit sowas:

    http://www.globetrotter.de/de/shop/d...od_nr=el_04003

    "EZE Diamant-Schleifstab
    Kleiner, spitz zulaufender Diamant-Schleifstab für gezackte Klingen oder Wellenschliff."

    Der Durchmesser an der Spitze ist ca 1,9 mm unten ca 3,6 mm

  6. #5
    Registrierter Teilnehmer Avatar von exilant
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    Der Hufschmied meiner Frau roppt die immer übern Bandschleifer, ohne Gnade.

  7. #6
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied
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    Arme Frau!

    carrot

  8. #7
    Registrierter Teilnehmer Avatar von exilant
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    Zitat Zitat von carrot
    Arme Frau!

    carrot
    die = die Messer

    Hätte er meine Frau drübergeroppt, stünde da "sie".

    Darüber hinaus wäre der Hufschmied in einem solchen Fall keiner Erwähnung mehr wert .

  9. #8
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied
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    Zitat exilant:

    "Der Hufschmied meiner Frau..."

    Nix für ungut, Uli, kann schonmal vorkommen.
    Meine hat halt Füße.

    carrot

  10. #9
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    Ich würds notfalls mal mit Schmirgelleinen probieren. Außen mit ner Feile drunter wie beim Polieren und innen mit nem Dorn auf den man etwas Schleifleinen wickelt. Aber langsam drehen!

  11. #10
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    http://www.hufpflegerin.de/werkzeug.htm

    Unter Wetzsteine und andere "Scharfmacher". Vielleicht hilft das ja weiter.

  12. #11
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    danke für Eure Antworten!

    Der Tipp mit Schmirgelleinen scheint mir gut zu sein! Werde es nachher mal gleich probieren.

    War auch schon am überlegen ob ich den Anschliff nicht einfach nach außen verlege. Würde das gehen oder habe ich etwas übersehen was dagegen spricht und möglicherweise die Funktion einschränkt? Mir fällt eigentlich kein Grund ein warum der Anschliff auf der Oberseite sein muss. Es würde das Schleifen jedenfalls deutlich vereinfachen.

    Gruß, Hubertus

  13. #12
    Registrierter Teilnehmer
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    Ich schärfe schon seit rund 7 Jahren Hufmesser. Die Klingen sind in der Regel aus relativ weichem Stahl und auch oft nicht rostfrei, die Messer sind Verbrauchsartikel. Zum Ausschneiden der Hufe (Strahl, Hufsohle) ist eine rasiermesserscharfe Schneide weder erforderlich noch zweckmäßig. Das Strahlhorn hat etwa die Konsistenz eines Radiergummis, soweit es nicht total ausgetrocknet ist (dann kann man es ohnehin kaum schneiden). Das Horn ist grundsätzlich mit Schmutz und Sand versetzt und tötet jede wirklich scharfe Schneide. Mit einem zu scharfen Messer schneidet man u.U. auch zu leicht "ins Leben". Nicht alles am Huf eines Pferdes ist leblose Materie! Daher ist übertriebener Ehrgeiz des professionellen Messerschärfers hier fehl am Platze. Das Schärfen der Rundung ist für die Funktion wichtig, auch mit der Rundung wird geschnitten (kein "Schutzbügel" o.ä.). Der Bandschleifer kommt in die Rundung nicht rein. Ein Sensenwetzstein ist zu groß, insbesondere für die Rundung. Empfehlenswert ist ein spezieller Schärfstein mit keilförmigem Profil aus dem Pferdesporthandel (wie oben schon gesagt, nicht teuer). Die Schneide kann zwischen den Schärfvorgängen mit einem kleinen Taschenwetzstahl wieder aufgerichtet werden. Nach meinen Erfahrungen sollte man die Finger von Schärfwerkzeugen mit eingesetztem Hartmetallplättchen lassen.

  14. #13
    Lampen-Tester MF-Lampentester Avatar von Palladin
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    Rundung Schleifen:
    Passendes, etwas untermaßiges Holz-Rundprofil im Baumarkt besorgen, Schleifpapier drumwickeln - fertig.

    Mit einem zu scharfen Messer schneidet man u.U. auch zu leicht "ins Leben". Nicht alles am Huf eines Pferdes ist leblose Materie! Daher ist übertriebener Ehrgeiz des professionellen Messerschärfers hier fehl am Platze.
    - Stimmt genau !

    (OT)
    Das Strahlhorn hat etwa die Konsistenz eines Radiergummis...
    Also ich weiß ja nicht womit Du radierst aber ein bischen härter sollten Hufe schon sein.
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  15. #14
    Registrierter Teilnehmer
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    Nun, ich hatte ja schon angedeutet, daß die Konsistenz des Strahlhorns stark vom Wassergehalt abhängt und damit schwankt (zwischen altem Gouda und Eiche . Der Vergleich mit dem Radiergummi ist vielleicht etwas unglücklich gewählt, bei der gegenwärtigen Wetterlage und bei Pferden in Robusthaltung m.E. aber durchaus nicht ganz abwegig. Jedenfalls werden mit einem Hufmesser ganz überwiegend ziehende Schnitte mit nach unten aus der Faust ragenden Klinge und zum Körper zeigenden Schneide ausgeführt, und zwar mit einer gewissen Kraftentfaltung. Es werden mehr oder weniger große "Späne" vom Strahlhorn und z.T auch von der Hufsohle (ganz andere Konsistenz) abgetragen. Bei der Arbeitsweise und der abrasiven Wirkung des Schnittgutes ist eine hochwertige Schneide einfach verfehlt. Bei dem hier besprochenen Hufmesser scheint es sich übrigens um ein beidseitig schneidendes Messer zu handeln, etwas, von dem ich wegen der ungünstigen Schneidenwinkel persönlich nichts halte.

  16. #15
    Registrierter Teilnehmer
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    waghto der Tipp war gut! Ist wieder ausreichend scharf.

    Ja es ist tatsächlich eins mit beidseitiger Schneide. Meine Schwester nutzt es nur dafür um zwischendurch (zwischen den Schmiedbesuchen) den Strahl etwas sauber zuschneiden . Ist ja kein Hufschmied insofern reicht es für die Zwecke völlig aus.

    Danke an alle für Eure Tipps!!!

    Gruß, Hubertus

  17. #16
    Lampen-Tester MF-Lampentester Avatar von Palladin
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    Zitat Zitat von wagtho
    Bei dem hier besprochenen Hufmesser scheint es sich übrigens um ein beidseitig schneidendes Messer zu handeln, etwas, von dem ich wegen der ungünstigen Schneidenwinkel persönlich nichts halte.
    Richtig, es ist zudem mit einem Preis von rund 5 Euro auch nicht gerade das Luxusmodell - deshalb von mir auch der Rat mit dem Schleifpapier um die Kosten in Relation zu halten.
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