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Thema: Locks / Verschlüsse von Foldern / Klappmessern [Typen, Namen, Bilder]

  1. #1
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    43 Was ist ein C-lock?

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    Maker: Captain B. Koyama

    Weight: 2.6oz
    Blade Length: 2.5"
    Total Length: 5.75"

    Blade Thickness: 0.1"
    Blade Width: 0.73"
    Style: C-lock folder
    Blade: Stainless Damascus by Koyama steel on an ultra-hardened steel core
    Bolster: Damascus steel
    Handle: Mother of pearl with abalone
    Comments: The one-handed locking mechanism Captain Koyama creates is truly unique. When closed, the blade is totally locked against accidentally opening until the blade is pressed toward the front guard. The blade is unlocked to be closed by a similar action. The Damascus blade has been hollow ground for excellent edge geometry. Fileworked and anodized titanium liners. Japanese lacquer backspacer. Dovetailed connections between the scale materials and bolsters create a seamless connection.
    Was ist ein "C-Lock"? Handelt es sich dabei vielleicht um ein "compression-lock"? Wie sicher ist sowas und wie funktioniert das? (Aus der Anleitung werde ich als Folderlaie leider nicht so recht schlau...)

    Danke
    Floppi

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  3. #2
    Forumsbetreiber Avatar von pitter
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    http://www.messerforum.net/forum/sho...ghlight=patent

    Die unterschiedlichen Locks die ich da gefunden hab, zähle ich nicht alle auf Da gibts Sachen, die glaubt man nicht. Ok, viele haben den Weg in die Serienfertigung nicht gefunden. Aber fuer Interessierte rentiert sich das Stoebern dort allemal.

    Serienmesser:

    Plunge Lock -> MOD Dieter und diverse Automatikmesser
    Pöhlmann Lock -> Gerber Paul Knife und diverse Varianten
    ??Lock -> Vörös/Schätz


    Gruesse
    Pitter
    "Sagen, was man denkt. Und vorher was gedacht haben." - Harry Rowohlt

  4. #3
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied
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    Avatar von porcupine
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    Vergeßt bloß nicht den "dread-lock" von rosta-frei. 2000 Kilos, ja mon!

    Jetzt aber ernsthaft: GT-knives hat so einen Button-lock. Ist das dasselbe Prinzip wie Poehlmann oder was eigenes?
    Was ist mit dem Schiebeverschluß der größeren Victorinox-Messer?
    Move fast. Stay Cool. Keep Your feet to the Ground.

  5. #4
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied Avatar von beagleboy
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    Nicht zu vergessen das gute alte Bolt-Action Patent von Gerber !
    War damals revolutionär, da man das Messer einhändig schließen (!) konnte.
    Marc Götzmann
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  6. #5
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    Arc-Lock

    ...nicht zu vergessen der Arc-lock, wie er von SOG verwendet wird. Im Funktionsprinzip ähnlich wie der Axis-Lock von Benchmade. Zusätzlich wird die Verriegelungsachse noch an einem kleinen Hebel geführt. Ein stabiler Verschluss, der Butterweich arbeitet und zuverlässig verriegelt.

    Noch was fällt mir ein, kenn aber den Namen nicht: Der Drehverschluss, den Opinel verwendet....

    Zusätzlich gibts ja noch recht exotische Dinge, wie div. Faltmesser (z.B. auch von SOG) oder Schiebekonstruktionen (z.B. von Smith & Wesson).

    Gruß Paco

    Super Thread. Wäre toll, wenn hier eine systematische Sammlung aufgebaut werden könnte, da es ein interessantes Thema und eine der absolut wesentlichen Fragestellungen bei beim Bau eines Folders darstellt...

    Gruß Paco

  7. #6
    Registrierter Teilnehmer Avatar von El Dirko
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    Zusammenfassung

    ----------------
    - Slip joint; Nicht feststehende Tachenmesser

    - Back Lock ; Buck Messer
    - Front Lock; z.B. Spyderco Police
    Modifizierter Back Lock, bei dem der Bereich zum lösen des Locks weiter forne sitzt. Somit ist einhändige Bedienung möglich.

    - Liner Lock;
    - Micro Bar; Microtech
    Ähnlich aufgebaut wie ein Liner Lock, die Funktionsweise der Verriegelung ist gleich. Im Gegensatz zum Liner Lock sorgt hier eine Feder für das Einrasten des Riegels, auch ist dieser i.a. stabieler da er kürzer ist und frei von Spannungen ist.
    - Frame Lock auch als: integral lock bezeichnet; z.b. Sebreza
    Liner Lock bei dem der Liner Teil des Griffes ist, anders als beim Liner lock kann sich kaum Dreck festsetzen und ein Entriegeln der Klinge verhindern.

    - Compression Lock; z.b. Spyderco Gunting;
    Ähnliches Funktionsprinziep wie ein Liner Lock, der Lock sitzt aber auf der Rückseite des Messers.

    - Axis Lock; Benchmade
    - Arc-lock; SOG

    - Drehverschlüsse; Opinel und Nontron; http://www.opinel.com

    - rolling lock ; Rekat

    - Bolt-Action; Gerber

    - Plunge Lock; div Springmesser (Automatik), Master of Defence: Dieter

    - Pöhlmann Lock; Gerber Paul Knife und diverse Varianten

    - Schiebeverschluß; Victorinox und div. Multitools

    ----------------
    More Info Please.

    Klötzli (Poehlman lock??)
    Vörös/Schätz
    Schiebe und Faltmesser: z.B. von SOG, Smith & Wesson
    GT-knives, Button-lock (Poehlman Lock ??)
    ----------------

    Ich habe mal nach bestem Gewissen zusammengefaßt: Bitte um korrekturen Ergenzungen, Links etc.

    Gruß
    El

    New Link:

    How To Make A Slip Joint Pocketknife By Chris Crawford
    Geändert von El Dirko (13.11.02 um 22:13 Uhr)

  8. #7
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied Avatar von bigbore
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    Neeley-lock




  9. #8
    Registrierter Teilnehmer Avatar von ge2r
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    Hallo,

    Mir fällt noch der "Phantom-Lock" des Spyderco Meercat ein. Und da gibt's von CRKT was, wo man den Clip dreht oder so

    Soviel ich weiss, nennt man den Drehverschluss der Opinels auf Neudeutsch auch noch "Spin-Lock". Muss ja alles mit "-Lock" enden ...

  10. #9
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    Mir fällt da noch der Bladelock von Mikel Walker ein,

    hier

    dann gibts da noch den D-Lock auch von Walker

    beide Locks hier bei Walker Handmades

    hier

    ich hab hier einen älteren Bericht über M.Walker ca 10 Jahre alt, zu diesem Zeitpunkt hatte Walker selbst schon um die 30 verschiede Folderverschlüsse erfunden.

    freagle

    Meine Handmades

    Geändert von freagle (07.11.02 um 23:01 Uhr)

  11. #10
    Registrierter Teilnehmer Avatar von Meik
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    34 Und dann gibt's da noch den neuen...

    Levitator-Lock von Benchmade!

    Ob das wohl was magnetisches ist???

    Das Messer mit diesem Lock ist jedenfalls ziemlich winzig und leicht wie eine Feder, also könnte ich mir schon vorstellen, dass irgendwie ein Magnet im Spiel ist...

    Meik.

  12. #11
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    41 Locks Ohne Ende

    [HankEr: Diesen und den nächsten Beitrag habe ich von einem neuen Thread hier mit angefügt]

    LOCKS OHNE ENDE
    Frame,Axis,Back,Liner Compression, Ball Baering, Phantom usw...Locks wie Sand am Meer.Leider kenne ich die Funktionsweise der meisten Locks nicht, und schlage deshalb vor hier mal alle Locks zusammenzutragen. Fotos , Skizzen oder Erklärungen der Funktionsweise würden wahrscheinlich nicht nur mir weiterhelfen.Ich fang mal mit dem Back Lock an
    Zum Back lock gibt’s nicht viel zu sagen.Die Feder halt den lock unter Spannung.Die Entriegelung der Klinge erfolgt durch runterdrücken des Locks gegen die Feder.
    Hh
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  13. #12
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    Die Verfassung eines Staates solle so sein, dass sie die Verfassung des Bürgers nicht ruiniere.

    Stanislaw Jerzy Lec

  14. #13
    Registrierter Teilnehmer Avatar von achlais
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    Gehört finde ich auch dazu:

    Der LAWKS-Verschluß (natürlich in Kombination mit einem liner-lock)

    Servus sgian achlais

  15. #14
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied Avatar von beagleboy
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    Original geschrieben von sgian achlais
    Gehört finde ich auch dazu:

    Der LAWKS-Verschluß (natürlich in Kombination mit einem liner-lock)

    Servus sgian achlais
    Einspruch!
    Ist ja eigentlich kein Lock, sondern nur die Sicherung für einen Lock. Der LAWKS verriegelt ja keine Klinge.
    Marc Götzmann
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  16. #15
    Registrierter Teilnehmer Avatar von achlais
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    Exakt! Deswegen hab ich auch "natürlich in Kombination mit einem liner-lock" dazu geschrieben.

    Servus sgian achlais
    Geändert von achlais (16.02.03 um 23:35 Uhr)

  17. #16
    Registrierter Teilnehmer Avatar von El Dirko
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    *Grummel* Nicht soviel Spammen: Links, Bilder oder Texte als Erklärung posten, ist hier Thema! Nun steht der LAWKS schonmal hier, dann sagt wenigstens was dazu. :P

    LAWKS: Sicherungsystem für Liner-locks von CRKT. Ein Hebel Schiebt sich hinter den Liner. Zur Bedienung ist ein Hebel an der Stelle wo der Daumen beim Säbelgriff liegt.
    Beispiel Kasper

    CRKT ist eine Firma die einige interessante Locks anbietet z.b.
    ROLLOCK
    BladeLOCK
    etc.
    Gruss
    El
    Geändert von El Dirko (16.02.03 um 23:59 Uhr)

  18. #17
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    Avatar von HankEr
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    Turn-Bolt Marble's.

    [2003-09-24: neu verlinkt]
    "Wer zweifelt, detoniert nicht" --Dieter Nuhr

  19. #18
    Registrierter Teilnehmer Avatar von El Dirko
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    Wieder mal was neues enddeckt, schräges Messer interessanter Lock:
    TOAD-Lock

  20. #19
    Registrierter Teilnehmer Avatar von darkblue
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    Dann gibt es ja auch noch den RussLock von Case.

    Kann mir hier jemand erklären, wie der funktioniert?

  21. #20
    Registrierter Teilnehmer Avatar von El Dirko
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    Klingt nach Linerlock:
    "
    . A stainless steel liner locks the blade in place for added safety.
    "

    Quellen:
    http://www.knifestuff.com/Case/russlock/russlock.htm
    http://www.bvbranchknives.com/case_russlock.htm



    Kann vieleicht inzwischen jemand was zum Levitator-Lock sagen?

    Darkblue, Du hattest doch so ein Teil! Wäre toll wenn Du was zu sagen könntest.

    Gruss
    El
    Geändert von El Dirko (23.09.03 um 20:47 Uhr)

  22. #21
    Registrierter Teilnehmer Avatar von darkblue
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    Der Griff ist an einigen Stellen so eingefräßt, daß man einen Teil von ihn als Hebel oder Wippe nutzen kann. Zu sehen ist das auf dem rechten Messer auf dem Pic



    Auf der vorderen Seite der "Wippe´" ist ein Pin montiert, der das Messer in geschlossenem und offenen Zustand fixiert.
    Drückst Du auf den hinteren Teil der Wippe geht am vorderen Ende dieser Pin hoch und gibt die Klinge frei.
    Nun kannst Du sie öffenen.
    Wenn sie komplett offen ist, und du den Druck von der Wippe nimmst, rastet dieser Pin wieder in eine Kuhle der Klinge ein.

    Zum Schließen des Messers muß dann wieder der hintere Teil der Wippe gedrückt werden, damit der Pin die Klinge freigibt.

    Funktioniert so ähnlich wie ein Bladelock, nur das bei diesem die Wippe in der Klinge anstatt im Griff integriert ist.

    Na hoffentlich hat das jetzt jemand verstanden.
    Geändert von darkblue (23.09.03 um 21:02 Uhr)

  23. #22
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied Avatar von le.freak
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    Original geschrieben von darkblue
    Dann gibt es ja auch noch den RussLock von Case.

    Kann mir hier jemand erklären, wie der funktioniert?
    hmmm, das ist ein slipjoint - linerlock.
    die klinge wird im geschlossenen zustand durch die rueckenfeder gehalten und geoeffnet durch feder und liner. zudem gibt es da noch diesen haken zum aufdruecken.
    Die Verfassung eines Staates solle so sein, dass sie die Verfassung des Bürgers nicht ruiniere.

    Stanislaw Jerzy Lec

  24. #23
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    Dann kommen da noch die Navajyas mit ihren Verschlüssen, z.B. einfacher seitlicher Einsteckbolzen (zum Teil durch Kette gesichert) und das Baskische Schloss sowie noch diverse andere.
    Einige werden im Buch Messer und Dolche, erschienen im Dausien Verlag beschrieben. Das Buch findet man öfter mal bei **** und so schlecht ist es nicht.

  25. #24
    Registrierter Teilnehmer Avatar von El Dirko
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    Ich habe inzwischen versucht alle Infos in den Startpost einzuarbeiten. Einige infos aus dem Thread fehlen nach (die letzten paar Hinweise) aber das meiste ist jetzt in der Übersicht.

    Es bleiben noch viele Fragen offen, besonders Bilder und Beschreibungen vom Funktionsweisen der "exotischeren" Locks. Außerdem fehlen natürlich noch ganz viele Locks (die ich aber nicht kenne/ mir grade nicht einfallen ).

    Mithilfe ist daher weiterhin gefragt.

    Gruss
    El

  26. #25
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied Avatar von beagleboy
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  27. #26
    Registrierter Teilnehmer Avatar von El Dirko
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    So, nun bin ich endlich mit allen Posts durch. Sollte ich etwas vergessen haben einfach bescheid sagen. Fehler meinerseit bitte auch unbedingt melden, insbesondere die Zuordnung einzelner Locks zu anderen habe ich oft schlicht nach meinem Gefühl gemacht.

    Danke nochmal an alle die mitgeholfen haben, auch per Mail gingen einige Tips und Hinweise ein.

    Was mich z.Z. besonder interessiert:

    Funktionsweisen / Bilder Quellen zu:
    - Baskisches Schloss
    - D-Lock ; Mikel Walker
    - Phantom-Lock; Spyderco Meercat
    - Pöhlmann Lock; Gerber Paul Knife und diverse Varianten wie der Winglock; Wolfgang Dell (Gabs mal Threads drüber, finde ich z.Z. nicht.)

    "Alte" Locks, da gibt es bestimmt eine Menge. Ich kenne aber nur ganz wenige und weis weder wie die heißen, noch genau wie sie funktionieren.

    Natürlich interessieren auch die noch ca. 1000 nicht gelisten Locks. Beagleboy hat ja grade gezeigt, dass es noch eine Menge gibt was bisher schlicht übersehen wurde.

    Gruss
    El

  28. #27
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    Klingenarretierung von Schließmessern

    Alle Messerfreaks die sich ausnahmslos für „moderne“ US-locks begeistern können, werden sicherlich müde aufstöhnen, wenn ihnen traditionelle Verriegelungs- und Entriegelungsmechanismen für Schließmesser aufgezählt werden. Hier eine überschaubare Anzahl mit einer kurzen Darstellung der Technik:

    Zweigeteilter, schwenkbarer Griff als Verschluß
    ein an einem Griffende befestigter T-förmiger Bügel verriegelt in einer Aussparung der zweiten Griffhälfte („Butterfly“-Messer)
    (z.B. Gebr. Gräfrath, Solingen 1908, Art. 2628)

    Spannverschluß mit Druckbügel
    U-förmiger Bügel am Griffrücken hebelt beim Umlegen die Rückfeder hoch und entriegelt die Klinge
    (z.B. HUBERTUS, Solingen 1955, Rehlaufmesser Art. 6030, Balke & Schaf, Solingen ca. 1908, Art. 2333)

    Spannverschluß mit Ring
    Ein mit der Rückfeder beweglich verbundener Ring entriegelt die Rückfeder durch Hochziehen (z.B. G.E. Bick ca. 1903, Jagdmesser Nr. 2145)

    Klingenachsenverschluß
    DBGM 16281 (?) ME - Kuno Melcher, Solingen ca. 1982,
    Um die Klingenachse herum stützt sich ein federnd gelagerter, in einer Aussparung des Griffs positionierter Druckknopf ab, der beim Niederdrücken die Klinge entriegelt und in ge
    (z.B. in PUMA Art. SPORT 777, identisches Messer auch unter ME vertrieben)

    Rückenfeder mit Lochung (tab lock / tab release)
    Verriegelung mit einem am Klingengang befindlichen Zapfen.
    Entriegelung durch manuelles Hochdrücken der am vorderen Ende seitlich verbreiterten Rückfeder.
    (z.B. bei Friedr. Herder Abr. Sohn, Solingen 1920, Springmesser Modell 2051, 3051,
    ähnliche Ausführung häufig bei Laguiole-Messern)

    italienischer Stiletti-Verschluß
    wie tab lock / tab release, jedoch Entriegelung durch Drehung des zum Griffrücken hin verlängerten Backens.

    Verriegelung durch federnd gelagerten, quer zum Klingenrücken hin angeordneten Bolzen, der in eine Aussparung des Klingengangs greift.
    (z.B. Springmesser Böker SpeedLock, Hubertus RescueTool, Hubertus Z-2000, AlMar, Benchmade, Microtech, OX, Paragon, )

    Verriegelung durch eine von der Griffschale verdeckte, seitlich an der Platine (liner) befestigte Wippe, die in einen Schlitz am Klingengang einrastet
    (z.B. C. Friedr. Ern, Solingen, Springmesser in den 1960er Jahren, JNDIANA , Maniago/Italien, Springmesser in den 1990er Jahren)

    Scale Release
    eine Griffschale ist beweglich auf der Platine befestigt und entriegelt die Klinge und Rückfeder durch Verschieben.
    (z.B. Hubertus, Solingen 1986 Jagdspringmesser Art. 68.104, Hubertus, Solingen 2001, Springmesser X-Press, Jndiana Maniago/Italien 2002, Springmesser Silver Flash)

    Pen Blade Release („Federmesserdrücker”)
    Durch Niederdrücken einer kleinen, im Griff befindlichen (zweiten) Kinge wird eine an der inneren Platine befestigte Feder mit L-förmigem Bolzen aus einer Bohrung der Hauptklinge ausgehebelt, fehlender Druck auf die kleine Klinge verriegelt die Haupklinge in geöffneter oder geschlossener Position.
    (z.B. Hubertus, Solingen 1996, Art. 69.116)


    Bügelverschluß für Fallmesser / Schwerkraftmesser
    durch Niederdrücken des am Griffrücken angebrachten Bügels wird die Rückenfeder aus einer Nut am Klingenrücken herausgehebelt.
    (z.B. Bebr. Weyersberg, Solingen 1937 Art. M1937, WMF , Geislingen 1972, Kappmesser).

    Druckverschluß am Griffrücken
    Ein mittels Spiralfeder abgestützter Druckverschluß verriegelt bzw. entriegelt die Klinge, indem ein Bolzen in eine Aussparung am Klingenrücken greift.
    (z.B. Böntgen & Sabin BONSA, Solingen 1965, Fallmesser Art. 10076, Anton Wingen Jr. OTHELLO, Solingen 1988, Fallmesser 31591).

    Intensives Durchforsten von alten Herstellerkatalogen oder von Versandhauskatalogen (gab es bereits vor rund 100 Jahren in Deutschland!) fördert sicherlich weitere interessante Messerbeschreibungen ans Tageslicht, oft mit detaillierten Abbildungen.

    Wer bereit ist, den katastrophalen Stil der Übersetzung zu erdulden (ich weiß nicht, ob das <tschechische?> Original besser ist!), findet in dem von ingelred genannten Buch sicherlich die bisher umfassendste Darstellung von Beschreibungen:
    Faktor Z./ Bouzek M. „Messer und Dolche“ Dausien-Verlag 1991(?)
    280 Seiten, über 430 Abbildungen von Messern aus aller Welt
    Geändert von cut (23.11.04 um 19:06 Uhr)

  29. #28
    Registrierter Teilnehmer Avatar von El Dirko
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    Danke für die Vielen Einträge cut!!
    Ich werde sie (wenn Du nix dagegen hast.) in den Anfangspost integrieren. Sehr toll wären Abbildungen grade zu den älteren Verschlüssen. Ich kenne z.B. den "Spannverschluß mit Druckbügel" und den "Spannverschluß mit Ring" hab aber keine Guten Bilder davon gefunden. Ich find es selbst etwas schade das zu den "älteren" Messern und Verschlüssen im Netz so wenig zu finden ist.

    Gruss
    El

  30. #29
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    Informationsaustausch

    El Dirko,
    natürlich sind die Informationen zur Veröffentlichung und gerne auch zur weiteren Bearbeitung/Verwendung gedacht.
    Abbildungen zu allen Messern werde ich zusammenstellen - bitte Geduld.

    Gruss

    cut

  31. #30
    Registrierter Teilnehmer Avatar von El Dirko
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    cut hat mir eine menge toller Bilder zu seinen Verschlüssen zukommen lassen, die ich euch nicht vorenthalten will. Nochmals Danke für die tollen Bilder und beschreibungen cut, damit macht dieser Thread einen mächtigen Sprung nach forne!
    Ich baue die Beiträge nach und nach in den Startpost ein damit sie niemand übersieht. Vorab schonmal hier:



    Zweigeteilter, schwenkbarer Griff als Verschluß
    ein an einem Griffende befestigter T-förmiger Bügel verriegelt in einer Aussparung der zweiten Griffhälfte („Butterfly“-Messer)
    (z.B. Gebr. Gräfrath, Solingen 1908, Art. 2628)

    Spannverschluß mit Druckbügel
    U-förmiger Bügel am Griffrücken hebelt beim Umlegen die Rückfeder hoch und entriegelt die Klinge
    (z.B. HUBERTUS, Solingen 1955, Rehlaufmesser Art. 6030, Balke & Schaf, Solingen ca. 1908, Art. 2333)

    Spannverschluß mit Ring
    Ein mit der Rückfeder beweglich verbundener Ring entriegelt die Rückfeder durch Hochziehen (z.B. G.E. Bick ca. 1903, Jagdmesser Nr. 2145)

    Klingenachsenverschluß DBGM 16281 (?) ME - Kuno Melcher, Solingen ca. 1982,
    Um die Klingenachse herum stützt sich ein federnd gelagerter, in einer Aussparung des Griffs positionierter Druckknopf ab, der beim Niederdrücken die Klinge entriegelt. (z.B. in PUMA Art. SPORT 777, identisches Messer auch unter ME vertrieben)

    Rückenfeder mit Lochung (tab lock / tab release)
    Verriegelung mit einem am Klingengang befindlichen Zapfen.
    Entriegelung durch manuelles Hochdrücken der am vorderen Ende seitlich verbreiterten Rückfeder.
    (z.B. bei Friedr. Herder Abr. Sohn, Solingen 1920, Springmesser Modell 2051, 3051,
    ähnliche Ausführung häufig bei Laguiole-Messern)

    italienischer Stiletti-Verschlußwie tab lock / tab release, jedoch Entriegelung durch Drehung des zum Griffrücken hin verlängerten Backens.

    Verriegelung durch federnd gelagerten, quer zum Klingenrücken hin angeordneten Bolzen, der in eine Aussparung des Klingengangs greift.
    (z.B. Springmesser Böker SpeedLock, Hubertus RescueTool, Hubertus Z-2000, AlMar, Benchmade, Microtech, OX, Paragon, )

    Scale Release
    eine Griffschale ist beweglich auf der Platine befestigt und entriegelt die Klinge und Rückfeder durch Verschieben.
    (z.B. Hubertus, Solingen 1986 Jagdspringmesser Art. 68.104, Hubertus, Solingen 2001, Springmesser X-Press, Jndiana Maniago/Italien 2002, Springmesser Silver Flash)

    Pen Blade Release (Federmesserdrücker)Durch Niederdrücken einer kleinen, im Griff befindlichen (zweiten) Kinge wird eine an der inneren Platine befestigte Feder mit L-förmigem Bolzen aus einer Bohrung der Hauptklinge ausgehebelt, fehlender Druck auf die kleine Klinge verriegelt die Haupklinge in geöffneter oder geschlossener Position.
    (z.B. Hubertus, Solingen 1996, Art. 69.116)

    ab hier noch nicht eingefügt:

    Verriegelung durch eine von der Griffschale verdeckte, seitlich an der Platine (liner) befestigte Wippe, die in einen Schlitz am Klingengang einrastet
    (z.B. C. Friedr. Ern, Solingen, Springmesser in den 1960er Jahren, JNDIANA , Maniago/Italien, Springmesser in den 1990er Jahren)

    Bügelverschluß für Fallmesser
    Bügelverschluß für Fallmesser Schnitt
    Bügelverschluß für Fallmesser / Schwerkraftmesser
    durch Niederdrücken des am Griffrücken angebrachten Bügels wird die Rückenfeder aus einer Nut am Klingenrücken herausgehebelt.
    (z.B. Gebr. Weyersberg, Solingen 1937 Art. M1937, WMF , Geislingen 1972, Kappmesser).

    Druckverschluß am Griffrücken
    Ein mittels Spiralfeder abgestützter Druckverschluß verriegelt bzw. entriegelt die Klinge, indem ein Bolzen in eine Aussparung am Klingenrücken greift.
    (z.B. Böntgen & Sabin BONSA, Solingen 1965, Fallmesser Art. 10076, Anton Wingen Jr. OTHELLO, Solingen 1988, Fallmesser 31591).

    Gruss
    El
    Geändert von El Dirko (11.12.04 um 17:25 Uhr)

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