Anzeige

Anzeige

Seite 2 von 2 ErsteErste 12
Ergebnis 31 bis 48 von 48

Thema: Shallow convex down to zero - Eine Obsession

  1. #31
    Registrierter Teilnehmer
    Registriert seit
    15.10.08
    Ort
    im Speckring vor Wien
    Beiträge
    3.933

    AW: Shallow convex down to zero - Eine Obsession

    Anzeige

    Mitglieder sehen hier keinen Banner
    Servus,

    So ein Sebenza läuft nicht hyperleicht
    das genau und nur das ist mein "technischer" Kritikpunkt. Ist eine reine Vorliebe, weil ich andere Messer habe, die mir beim Spielen mehr Spaß machen und das wars auch schon. Es ist nur so, was das Öffnen anbelangt, hab ich schon Schwärmereien gelesen, die ich nicht erleben durfte. Sagt aber nix aus, dass wissen wir ja.

    Ich find's super, dass du für all die unterschiedlichen Messer die du hast, immer den für dich besten Weg gefunden hast, damit die Dinger auch schneiden. Mehr kann man nicht verlangen.

    Gruß, güNef

  2. # Anzeige
    Registrierte Benutzer sehen hier keine Werbung


    >
  3. #32
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied Avatar von pebe
    Registriert seit
    23.11.13
    Beiträge
    206

    AW: Shallow convex down to zero - Eine Obsession

    Hi,

    ich bevorzuge das large Insingo und habe direkt nach Erhalt den Wulst per 20 Grad Durchschliff mit Wicked Edge entfernt.

    Seitdem schärfe ich nur noch mit Leder, Micro Mesh und Sinter nach. So richtig ballig sieht‘s unterm Mikroskop noch nicht aus, aber schneiden tut‘s ordentlich und instabil wirkt‘s auch nicht.

    Der Klingengang beim Sebenza wird gerne mit hydraulisch beschrieben, daraus kann man etwas gleichmäßiges und störungsfreies ableiten. Trifft es für mich ganz gut. Und war schon so, als dies bei anderen Messer noch ein herausragender Sonderfall war.

    Grüsse, Peter

    Geändert von pebe (10.12.19 um 18:24 Uhr)

  4. #33
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied Avatar von Rock'n'Roll
    Registriert seit
    11.09.12
    Ort
    Roadhouse
    Beiträge
    3.925

    AW: Shallow convex down to zero - Eine Obsession

    Wer sich dem Genuß eines ballig auf Null geschliffenen Messerchens hingeben will, sollte sich zuvor die Basics vor Augen führen.

    - Stahl und Wärmebehandlung sollten stimmen.
    - Die Zielrichtung sollte klar sein.

    Was die Zielrichtung anbetrifft, wäre die Frage: Bin ich eher wettbewerbsmäßig unterwegs? Möchte ich möglichst lange ohne Nachzuschärfen mit einem Messer arbeiten? Karton ohne Ende, Seilchen bis der Arzt kommt? Bin ich grundsätzlich eher robust orientiert …

    Dann bin ich besser beraten mit einem Karbidmonster, auch gern mit Secondary Bevel.


    Bin ich eher genußorientiert, möchte die Schneidfähigkeit eines Messerchens in all seinen Facetten ausloten? Habe ich kein Problem, mein Werkzeug regelmäßig abzuziehen, um seine filigranen Eigenschaften aufrecht zu erhalten?

    Dann kann es losgehen. Entweder man läßt sich von einem diesbezüglich orientierten Messermacher seiner Wahl einen geeigneten Kandidaten anfertigen. Oder man schreitet selbst zur Tat.

    Was geeignete Kandidaten anbetrifft, geht es in erster Linie um den Stahl. Er sollte eher zäh sein, damit er einer filigranen Geometrie gut standhält. Hier steht ein weites Spektrum zur Verfügung. Gut geeignet sind die Werkzeugstähle O1 und - besser - A2, Wälzlagerstahl 52100, Federstahl 5160. Und die niedrig legierten Wolframstähle wie 1.2442, 1.2516, 1.2519 .... Meine Empfehlung hier 1.2552.

    Bei den Rostträgen ist CPM 3V der diesbezügliche Stahl der Wahl. Aber auch CPM 4V, CPM M4 oder Elmax und AEB-L sind empfehlenswert.

    Bei diesen Stählen muß man sich bezüglich Belastbarkeit keine Sorgen machen. Bei sachgerechter Nutzung sind keine Schäden zu befürchten, wenn die Klinge schön schlank ballig auf Null ausgeschliffen ist. Wobei ein Gesamtschneidenwinkel von 20 Grad bei 0,2 mm hinter der Wate einen guten Kompromiß bezüglich maximaler Schneidfreude und Stabilität darstellt.

    Aber auch ein „reiner“ C-Stahl wie Shirogami kann für maximale Schneidfreude bei einem EDC sorgen. Mein Dorian Gray von Gerd Haslauer ist ein gutes Beispiel.


    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	01 DSC01292.jpg 
Hits:	7 
Größe:	221,9 KB 
ID:	234803Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	02 DSC01293.jpg 
Hits:	8 
Größe:	349,0 KB 
ID:	234804Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	03 DSC02308.jpg 
Hits:	4 
Größe:	324,2 KB 
ID:	234805Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	04 DSC02346.jpg 
Hits:	6 
Größe:	370,5 KB 
ID:	234806Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	05 DSC01969.jpg 
Hits:	6 
Größe:	281,8 KB 
ID:	234807Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	06 DSC08747.jpg 
Hits:	8 
Größe:	322,2 KB 
ID:	234808


    U. Gerfin hat hier im Forum zum Shirogami folgendes Statement abgegeben:

    „Die feinkörnigen C-Stähle vertragen auch Schneidenwinkel von unter 30 Grad, bei vernünftigem Einsatz sind auch 20 Grad möglich. Dies und die feinkörnige Struktur ermöglichen höchste Schärfen mit relativ guter Stabilität. Das ist eigentlich ein ausgestandenes Thema. Wenn man sich die Gefügeaufnahmen in Romans Buch -2. Auflage- anschaut, wird das klar. Solche Stähle sind also relativ einfach auf die extreme Schärfe zu bringen, die für die Prüfungen: Fallendes Blatt, Stehendes Blatt, frei gehaltenes Haar und feines Nackenhaar erforderlich ist.

    Mit der guten Gebrauchsschärfe, die etwa durch die "Abkratzschärfe" für die Unterarme gekennzeichnet ist, hat das nichts zu tun. Im einen Fall handelt es sich um Schärfen im Bereich um 1 my, im andern Fall wird die Größenordnung um den Faktor 10 höher liegen. Es muß aber dem Anwender klar sein, daß die extreme Schärfe im 1-my-Bereich empfindlicher ist, als die robuste übliche gute Gebrauchsschärfe.

    Es ist auch ein Irrtum zu glauben, die höhere Härte der reinen C-Stähle führe automatisch zu besseren Verschleißfestigkeiten gegenüber hochlegierten Stählen. Die Verschleißfestigkeit ist weit mehr von den nach dem Härten zurückbleibenden Karbiden abhängig, als von der Härte. Wer also mit einem Messer mit einer robusten Schneide um 40 Grad und "Armkratzschärfe" zufrieden ist, für den gibt es keinen Grund, von den bewährten Stählen 1.4116 oder 1.4034 abzuweichen.

    Der Einsatz von ultrascharfen Messern ist nicht wirklich notwendig, macht aber Spaß und den sollte man sich gönnen. Dazu gehört allerdings auch der gekonnte Umgang mit so feinen Werkzeugen.“

    Damit ist eigentlich alles gesagt ….

    Convex to sharp

    R’n‘R
    Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann,
    was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.

    Jean-Jacques Rousseau

  5. #34
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied Avatar von Rock'n'Roll
    Registriert seit
    11.09.12
    Ort
    Roadhouse
    Beiträge
    3.925

    AW: Shallow convex down to zero - Eine Obsession

    Sehen wir uns die Vorzüge einer schlank ballig auf Null durchgeschliffenen Klinge noch einmal im Zusammenhang an. Im Vergleich mit einer solchen mit Flachschliff und V-Fase.

    Der Widerstand, den die Klinge einem Schnittgut entgegensetzt, ist deutlich geringer. Kein „Buckel“ am Übergang von der Klingenflanke zum Secondary Bevel. Dünner hinter der Wate. Und - sehr wesentlich - eine deutlich geringere Kontaktfläche zwischen Klinge und Schnittgut über die gesamte Klingenhöhe.

    Das macht sich überdeutlich bemerkbar, wenn man beispielsweise in eine aufrecht stehende Pappe schneidet. Ein Standard-Para-Military geht schwerer und - bei gleicher Kraftausübung - weniger tief hinein. Mit der Tendenz, steckenzubleiben. Ganz im Gegensatz zum gemoddeten schlank balligen Exemplar. Und - beim Apfelschälen spritzt der Fruchtsaft nicht mehr durch die Gegend. Beim Schnitzen kann man deutlich flacher ansetzen und Rinde abschälen oder das Holz „polieren“. Schnitte durch sperriges Schnittgut - z.B. Schilfrohr - gehen absolut unabgelenkt schnurstracks geradeaus.

    Ein weiterer Vorteil liegt im einfachen Scharfhalten. Abziehen auf Mousepad und Schleifleinen geht leicht und ist - was die Handhaltung anbetrifft - fehlertolerant, da sich das Schleifleinen an die schlank ballige Klinge anschmiegt. Man benötigt keine maschinelle Unterstützung, es geht schnell ohne Auf- und Abbau und es ist kostengünstig. Ein Satz Micro-Cloth kostet um die 20,- € und hält bei mir etwa ein halbes Jahr.

    Wenn man sich nun auf einen eher zähen Stahl mit kleinen Karbiden festlegt, der von Haus aus weniger schnitthaltig ist als ein Karbidmonster, um die filigrane Geometrie nicht zu gefährden, muß man sich trotzdem nicht sorgen. Die Edge Retention ist auch bei einer 2,5-mm-Klinge mit 0,2 mm hinter der Wate und einem Gesamtschneidenwinkel von 20 Grad nicht zu unterschätzen. Mehrere Stunden ungetrübtes Schneidvergnügen - auch an harten Hölzern wie Eukalyptus (34 Brinell) oder Olive (51 Brinell) - sind ohne weiteres und ohne Ausbrüche drin, wie zahlreiche meiner Versuche gezeigt haben.

    Was eine Untersuchung von Larrin Thomas unterstreicht: In diversen Catra-Tests bezüglich der Einflußfaktoren auf die Edge Retention von Klingen wurde festgestellt, daß der mit Abstand wirkungsstärkste Faktor der Schneidenwinkel ist. Es wurde mit identischen Klingen und verschiedenen Winkeln (20, 34 und 50 Grad) Cardboard mit einer speziell dafür konstruierten Maschine geschnitten. Und die insgesamt erreichte Schnittlänge in mm ermittelt. „Edge angle had by far the strongest effect on edge retention, much stronger than other effects such as PM vs ingot and the finish it was sharpened to.”

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	Edge-angle-vs-TCC-comparison.jpg 
Hits:	16 
Größe:	29,7 KB 
ID:	234839


    Das Ergebnis wurde zudem noch einer Studie von Böhler Uddeholm gegenübergestellt, in der die Auswirkung von Stählen (154 CM vs M390) auf die Schnitthaltigkeit untersucht worden war und M390 etwa doppelt so lange durchhielt. Der Quercheck der Ergebnisse läßt folgende Schlußfolgerung zu: “So if the edge angle of a 154CM knife is reduced from 30° to 20° then it can match or exceed a steel with 75% greater wear resistance.”

    Go for it, R’n’R
    Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann,
    was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.

    Jean-Jacques Rousseau

  6. #35
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied Avatar von pebe
    Registriert seit
    23.11.13
    Beiträge
    206

    AW: Shallow convex down to zero - Eine Obsession

    Moin,

    der Hintergedanke meiner Frage zum Kephart waren die verschiedenen luftgetrockneten Hartwürste unseres ausgezeichneten Dorfmetzgers, die dauerhaft an Kordeln hängend darauf lauern, hauchdünn skalpiert zu werden.

    Die Klingespitze, -stärke, -länge eines Kepharts würde das hantieren mit Streichbelägen zusätzlich erleichtern. So der Gedanke.

    Wenn ich das mal ausser Acht lasse, wäre dann das Mini Aurora 3V hierfür deine Empfehlung?

    Grüsse, pebe
    Geändert von pebe (01.01.20 um 17:51 Uhr)

  7. #36
    Registrierter Teilnehmer
    Registriert seit
    21.06.04
    Ort
    Deutschland
    Beiträge
    1.244

    AW: Shallow convex down to zero - Eine Obsession

    Wenns um Schneidwinkel, Schärfen geht erinnere ich mich an Seidentuch in der Luft schneiden-Test (ist schon sehr alt).
    Die Klinge ist aus D2 (X12-MФ) gemacht.

    https://youtu.be/6yMbkqfXAg4

  8. #37
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied Avatar von Rock'n'Roll
    Registriert seit
    11.09.12
    Ort
    Roadhouse
    Beiträge
    3.925

    AW: Shallow convex down to zero - Eine Obsession

    Moin pebe,

    nachdem ich hinter der Wate aufgeräumt habe, ist das Kephart schon ein Slicer. Aber man weiß ja nicht, was man im Einzelfall bekommt. Was natürlich auch für das Mini Aurora CPM 3V gilt. Meines war ab „Werk“ knackscharf und auf Null ausgeschliffen. Bei Klingenwelt anrufen und eins auspacken und in Augenschein nehmen lassen. Mache ich auch neuerdings so ...

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	BRKT Mini Aurora CPM 3V.jpg 
Hits:	28 
Größe:	319,3 KB 
ID:	234891

    Wenn es um die Wurst geht, würd ich aber - obwohl ich es selbst nicht habe - auch für das Bird and Trout plädieren. 1,7 mm sind ja ein echtes Argument.

    R’n‘R
    Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann,
    was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.

    Jean-Jacques Rousseau

  9. #38
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied Avatar von pebe
    Registriert seit
    23.11.13
    Beiträge
    206

    AW: Shallow convex down to zero - Eine Obsession

    Ok, danke.

    Wenn das luftgetrocknete Rindfleisch in Kastenform eine Weile weiter trocknet, ist das schon eine Nummer zum Schneiden. Bislang nehme ich das Barkie Classic mit Elmax, die dünnen kurzen Küchenmesser gehen gar nicht, selbst das Santoku kämpft.

    Wenn schmal, hätte ich schon gerne 3V - auch generell zum testen .

    Aber wenn die gute Jenny das nachmessen kann, wird das wohl der beste Weg sein. Ich werde berichten.

    Grüsse, pebe

  10. #39
    Registrierter Teilnehmer
    Registriert seit
    25.01.10
    Ort
    Ruhrpott-Republic
    Beiträge
    700

    AW: Shallow convex down to zero - Eine Obsession

    Das vorgeschlagene Bird and Trout habe ich seit ein paar Jahren in meinem Bestand.
    Ich nehme es gerne als kleines Allround-Kochmesser mit in den Urlaub, denn die Bestandsmesser in Ferienwohnungen verdienen den Namen nicht.

    Das Bird and Trout ist mit seinen 1,7mm Klingendicke ein echter Laser - sehr zu empfehlen.
    Ich ziehe es für diesem Zweck dem Mini Aurora vor.

  11. #40
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied Avatar von pebe
    Registriert seit
    23.11.13
    Beiträge
    206

    AW: Shallow convex down to zero - Eine Obsession

    Zitat Zitat von Anvil1971 Beitrag anzeigen
    ...Ich ziehe es für diesem Zweck dem Mini Aurora vor.
    Es mangelt mir nicht an „normalen“ Küchenmessern, sonder an einem stabilen Slicer, der bei dem harten Schnittgut nicht in die Knie geht und eben auch dünne Scheiben ermöglicht. Mir fehlt der geeignete bildhafte Vergleich, was sonst noch so hart und zäh wie dieses getrocknete Fleisch ist..

    Eben mal in der Mitte durch können meine großen Küchenkatanas - halbwegs.

    Grüsse, pebe
    Geändert von pebe (01.01.20 um 20:33 Uhr)

  12. #41
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied Avatar von Rock'n'Roll
    Registriert seit
    11.09.12
    Ort
    Roadhouse
    Beiträge
    3.925

    AW: Shallow convex down to zero - Eine Obsession

    Ich möchte doch darum bitten, diesen schönen thread jetzt nicht in eine Küchenmesser-Kaufberatung umzufunktionieren ...

    R'n'R
    Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann,
    was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.

    Jean-Jacques Rousseau

  13. #42
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied Avatar von Rock'n'Roll
    Registriert seit
    11.09.12
    Ort
    Roadhouse
    Beiträge
    3.925

    AW: Shallow convex down to zero - Eine Obsession

    Hallo Dimm,

    sieht gut aus der Test mit dem Seidenschal. Ich habe früher mit meinen balligen Messerchen gern folgenden Test auf Schärfe gemacht. Ein Blatt Din A4 einmal in der Mitte falten, so daß es aufrecht auf dem Küchentresen stehen bleiben kann.

    Das Messer mit der Schneide nach oben auf den Tresen legen und das Blatt aus einer Höhe von etwa 20 cm auf die Klinge fallen lassen. Wenn Schärfe und Geometrie stimmen, geht der Schnitt voll durch, das Blatt sinkt bis auf den Tresen und bleibt stehen

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	DSC04576.jpg 
Hits:	32 
Größe:	399,4 KB 
ID:	234893

    R’n‘R
    Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann,
    was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.

    Jean-Jacques Rousseau

  14. #43
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied Avatar von pebe
    Registriert seit
    23.11.13
    Beiträge
    206

    AW: Shallow convex down to zero - Eine Obsession

    Zitat Zitat von Rock'n'Roll Beitrag anzeigen
    ...Ich möchte doch darum bitten, diesen schönen thread jetzt nicht in eine Küchenmesser-Kaufberatung umzufunktionieren ...
    Allgemeine Diskussion - Thema shallow convex down to zero und die Frage, wieviel davon braucht‘s für eine konkrete Schneidaufgabe ist vom TO Starter unerwünscht weil der schöne thread gestört wird?

    Ernsthaft?

    Grüsse, pebe

  15. #44
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied Avatar von Rock'n'Roll
    Registriert seit
    11.09.12
    Ort
    Roadhouse
    Beiträge
    3.925

    AW: Shallow convex down to zero - Eine Obsession

    Moin pebe,

    die Frage nach der Befähigung einer schlank balligen Schneide, auch sehr sperriges Schnittgut ohne Blessuren zu bewältigen, wurde bereits im post No.7 bezüglich des Kephart CPM 3V in Text und Bild ausreichend dokumentiert. Ich zitiere:

    „Die Geometrie hatte sich von einem Gesamtschneidenwinkel von 40 Grad und 0,5 mm hinter der Wate (1 mm oberhalb der scharfen Schneide) in einen solchen von 25 Grad mit 0,25 bis 0,3 mm hinter der Wate verschlankt.

    Was im Ergebnis zu einem mehr als erfreulichen Slicer vom Niveau der Sorte Opinel geführt hat, der seinem exzellenten Stahl zufolge auch hartem Holz gebührenden Widerstand in puncto Schneidkantenstabilität entgegensetzt.“

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	Kephart after Regrind.jpg 
Hits:	17 
Größe:	391,4 KB 
ID:	234897

    Somit wäre bereits da, was Erfordernisse von Geometrie und Schneidenbeschaffenheit bezüglich ihrer Leistungsfähigkeit anbetrifft, alles wesentliche gesagt. Die Wurst (wieviel Brinell??) sollte zu bewältigen sein

    Ab post No.25 - 28 geht es dann los mit der Kaufberatung: „Hm, in der 10cm plus Klasse hast Du keinen Tip?“ Bei No. 35, 37, 38, 39, 40 … geht es weiter.

    Und jetzt fragst Du mich: „… shallow convex down to zero …., wieviel davon braucht‘s für eine konkrete Schneidaufgabe“ …

    Das weißt Du ja bei den Messern, die Du hast, genau so gut wie ich. Bei angemessener Wärmebehandlung und geeignetem Stahl - ausreichend zäh (keine Ausbrüche) und hoch genug gehärtet (kein Umklappen der Schneide) - geht schlank ballige Geometrie mit einer Klingenstärke ab 2 mm und einem Gesamtschneidenwinkel von 20-25 Grad und 0,2 bis 0,3 mm hinter der Wate auch für hartes Schnittgut wie Eukalyptus, Olive etc. Daniel Boll schnitzt zum Test ob der Eignung seiner so ausgelegten Klingen aus niedrig legiertem Wolframstahl Knochen und/oder schneidet Kupferdraht.

    Zurück zu Deiner Wurst: Es handelt sich um sehr sperriges Schnittgut und dazu um eine klebrige Masse. Das heißt, die Klinge sollte unbedingt schlank ballig sein und keine Fase haben, um die Bremswirkung möglichst gering zu halten. Aber auch nicht zu dick, weil sie sonst verklemmt. Wenn die Flanke nicht blankpoliert wäre, sondern Struktur hätte, wäre auch das sehr hilfreich. Ein weiterer Vorteil könnte es sein, keine allzu fein geschlossene Schneide anzubringen, sondern sie eher „offen“ zu belassen. Beispielsweise mit dem Sinter abzuziehen, um eine Mikrosäge anzulegen.

    Da gibt es viele Möglichkeiten, ob es nun gerade ein Bark River sein muß, weiß ich nicht. Ich würde dafür eher mein Kamo-to Solisten Santoku heranziehen. Aber da sind wir schon wieder bei Küchenmessern

    R’n‘R
    Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann,
    was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.

    Jean-Jacques Rousseau

  16. #45
    Registrierter Teilnehmer
    Registriert seit
    21.06.04
    Ort
    Deutschland
    Beiträge
    1.244

    AW: Shallow convex down to zero - Eine Obsession

    [QUOTE=pebe;1078706]

    Zitat Zitat von Rock'n'Roll Beitrag anzeigen
    Hallo Dimm,

    sieht gut aus der Test mit dem Seidenschal. Ich habe früher mit meinen balligen Messerchen gern folgenden Test auf Schärfe gemacht. Ein Blatt Din A4 einmal in der Mitte falten, so daß es aufrecht auf dem Küchentresen stehen bleiben kann.

    Das Messer mit der Schneide nach oben auf den Tresen legen und das Blatt aus einer Höhe von etwa 20 cm auf die Klinge fallen lassen. Wenn Schärfe und Geometrie stimmen, geht der Schnitt voll durch, das Blatt sinkt bis auf den Tresen und bleibt stehen

    R’n‘R
    Das mit Papierblatt ist auch sehr interessant.
    Die Tests sind aber sehr unterschiedlich, da dein Test Druckschnittfähigkeit prüft.

    Test mit Seidentuch prüft die Zugschnittfähigkeit.

    Was man im Fall von dem Profi aus Russland oder auch Roman Landes merkt: auch wenn die Klingenflanken ballig ausgeschliffen sind, haben die Messer V-Schneiden. So spielen die Flanken eigene Rolle und die Schneide schneidet.
    IMHO
    Eine mindestens haardüne ggf. 1/4 davon-Fase brauche ich um ein Gefühl zu bekommen, ob Widerstand beim Schärfen auf einem konkreten Stein für die konkrete Stahlsorte typisch ist. Ist der Widerstand zu gering- dann bedeutet das, dass z.B. nicht ausreichend zerstörtem Stahl von der Schneide beseitigt würde.

    Physiologisch gesehen kann Sensibilität von Fingerkuppen per Beübung ziemlich weit angepasst (gebessert) werden.

    Auch mehrere Menschen, die ballig schleifen und eine V-Schneide dann machen, können sehr-sehr oft keine annähernd adäquate Abschätzung einer Klinge geben, da die "ohne Gefühl" ggf. sogar mit einer Maschine Klingen schärfen. Die haben Null Ahnung wie viel Stahl abgetragen werden muss und bilden dann falsche Urteile was Stahl und WB angeht.

  17. #46
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied Avatar von pebe
    Registriert seit
    23.11.13
    Beiträge
    206

    AW: Shallow convex down to zero - Eine Obsession

    Zitat Zitat von Rock'n'Roll Beitrag anzeigen
    ...Da gibt es viele Möglichkeiten, ob es nun gerade ein Bark River sein muß, weiß ich nicht. Ich würde dafür eher mein Kamo-to Solisten Santoku heranziehen. Aber da sind wir schon wieder bei Küchenmessern
    Wie geschrieben, dass kleine Santoku mit 2,5mm Klingenstärke, maximal shallow convex Flanken und 36 Grad Gesamt V-Schliff schneidet bei dem notwendigen Kraftaufwand nur mäßig mit unangenehm instabilen Gefühl. Der dünne Griff verstärkt dies erheblich.

    Da ist das BR classic drop point um Welten besser, auch vom Ergebnis, aber mit 4mm Klingenstärke vermutlich einen Ticken unnötig stark.

    Smells like Mini Aurora Spirit

    Grüsse, pebe
    Geändert von pebe (02.01.20 um 01:17 Uhr)

  18. #47
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied Avatar von Rock'n'Roll
    Registriert seit
    11.09.12
    Ort
    Roadhouse
    Beiträge
    3.925

    AW: Shallow convex down to zero - Eine Obsession

    Moin pebe,

    Du sprichst hier einen nach meiner Erfahrung nicht zu unterschätzenden Unterschied zwischen durchgehend balligem Anschliff auf Null und V-Fase treffend an: „ … das kleine Santoku mit 2,5mm Klingenstärke, maximal shallow convex Flanken und 36 Grad Gesamt V-Schliff schneidet bei dem notwendigen Kraftaufwand nur mäßig mit unangenehm instabilen Gefühl.“

    Dieses instabile Gefühl tritt bei meinen Versuchen im Durchtrennen von Schilfrohr - einem ebenfalls sehr sperrigen und leicht klebrigen Schnittgut - bei Klingen mit V-Schliff ebenfalls auf (je größer die Fase, desto ausgeprägter), bei solchen mit symmetrisch balligen Klingen auf Null dagegen nicht.

    Bei diesen laufen die Schnitte exakt und sauber geradeaus ohne Ablenkung. Die 36 Grad dürften bei Deinem Santoku also - neben insgesamter Stabilität des Messers und des Griffs - in gewissem Umfang mit zur gefühlten Instabilität beitragen und eine leichte Bremswirkung haben …

    R’n‘R
    Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann,
    was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.

    Jean-Jacques Rousseau

  19. #48
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied Avatar von pebe
    Registriert seit
    23.11.13
    Beiträge
    206

    AW: Shallow convex down to zero - Eine Obsession

    Anzeige

    Mitglieder sehen hier keinen Banner
    Servus,

    Vermutlich liegst Du da richtig.

    Wobei ich das jetzt spasshalber noch mit der Froberg Klinge 10cm, 3mm flach runter auf 0,3 mit balligem Anschliff und dem Opinel 10cm carbon voll ballig versucht habe.

    Das Reststück ist jetzt so hart und zäh, dass nur noch das Barkie mit der starken Klingen und Griff das halbwegs ohne Gemurkse packt. Mit anderen Messer versuch‘ ich es erst gar nicht mehr - meine Finger brauch‘ ich noch..

    Grüsse, pebe

    P.S. Sortiertes Kephart bestellt.
    Geändert von pebe (02.01.20 um 17:03 Uhr)

Seite 2 von 2 ErsteErste 12

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. Convex vs. Scandi - Ein Feldversuch …
    Von Rock'n'Roll im Forum Messer - Allgemeine Diskussion
    Antworten: 51
    Letzter Beitrag: 21.01.20, 08:46
  2. Strider-SNG- CC-Regrind - Convex down to zero …
    Von Rock'n'Roll im Forum Galerie
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 17.01.17, 19:10
  3. Antworten: 15
    Letzter Beitrag: 21.04.16, 16:50
  4. Benchmade-710-Mod - Convex down to zero …
    Von Rock'n'Roll im Forum Galerie
    Antworten: 31
    Letzter Beitrag: 26.02.16, 15:39
  5. Convex mit 8000er Schleifpapier? [Klinge abziehen]
    Von off road im Forum Wartung & Pflege
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 27.03.10, 16:08

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •