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Thema: G. Gräfrath No. 2577?

  1. #1
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    G. Gräfrath No. 2577?

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    Hallo!

    Ich bin an ein 5-teiliges Jagdtaschenmesser von G. Gräfrath gekommen. Bisher konnte ich nur herausfinden, dass es sich wahrscheinlich um das Modell 2577 handelt. Es wäre sehr interessant, mehr über das Messer erfahren zu können, v. a. über das ungefähre Alter, und ob es sich um ein eher gängiges Modell handelt, oder es evt. doch eine schützenswerte Rarität darstellt. Ich hätte grundsätzlich vor, das Messer zu restaurieren und auch zu benutzen.
    Hoffentlich kann mir einer der Vintage-Experten helfen.

    Freundliche Grüße

    Markus

    https://share-your-photo.com/030f912915/album
    Geändert von rimax (14.04.19 um 23:54 Uhr)

  2. # Anzeige
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  3. #2
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied
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    AW: G. Gräfrath No. 2577?

    Hallo,
    meinen Glückwunsch zu dem Messer mit „Hahnenkopf“. Gräfraths sind immer schützenswert. Also wieder auf Vordermann bringen und sinnvoll nutzen, da es ja ohnehin Gebrauchsspuren aufweist. Die Patina deutet auf C-Stahl, Du wirst Deine Freude dran haben. Zum Alter kann ich leider nichts sagen.

    Gruß
    Abu

  4. #3
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied Avatar von winzi34
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    AW: G. Gräfrath No. 2577?

    Hallo,
    bitte aufarbeiten und benutzen, auch die Lederhülle sieht klasse aus.
    Ich habe ein Katalogblatt aus dem Jahr 1964, da wird ein baugleiches Jagdmesser der Firma Ritter (heute Hubertus) mit der Nummer Ritter 2577 angeboten. Auf der Homepage von Hubertus ist ein Katalog von 1950 abgebildet https://www.hubertus-solingen.com/ka...-jahre_de.html
    Das Messer mit der Nummer 2577 gibt es da auch mit Ausziehhaken für Flugwild.
    Interessant finde ich den Preisunterschied zwischen Puma und dem Ritter auf dem Katalogblatt. Das Ritter mit Kohlenstoffstahlklingen kostete 1964 DM 39,50 und ein vergleichbares Puma 959 mit rostfreien Klingen DM 73,75.
    Dein Messer ist also meiner Meinung nach vom Alter her zwischen 1950 und Ende 60er Jahre einzustufen.
    Grüße
    Andreas

  5. #4
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    AW: G. Gräfrath No. 2577?

    Hallo,

    @ Abu-vielen Dank für die freundlichen Worte

    @ Andreas-danke für deine Recherche und die daraus abgeleitete Altersbestimmung. Eine Frage stellt sich mir nun aber dennoch: um auszuschließen, dass das Messer nicht älter ist als 1950, müsste man doch im Vorgängerkatalog nachschauen, ob dieses Modell nicht bereits enthalten ist. Wobei ich keine Ahnung habe, in welchen Abständen damals Kataloge aufgelegt wurden, und v. a. wie man darauf Zugriff bekommen könnte.

    Freundliche Grüße

    Markus

  6. #5
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    AW: G. Gräfrath No. 2577

    Zitat Zitat von winzi34 Beitrag anzeigen
    ... Ich habe ein Katalogblatt aus dem Jahr 1964, da wird ein baugleiches Jagdmesser der Firma Ritter (heute Hubertus) mit der Nummer Ritter 2577 angeboten. ...
    Interessant finde ich den Preisunterschied zwischen Puma und dem Ritter auf dem Katalogblatt. Das Ritter mit Kohlenstoffstahlklingen kostete 1964 DM 39,50 und ein vergleichbares Puma 959 mit rostfreien Klingen DM 73,75.
    Dein Messer ist also meiner Meinung nach vom Alter her zwischen 1950 und Ende 60er Jahre einzustufen.
    Grüße
    Andreas
    @ Andres

    Aus welchem Katalogblatt stammt Deine interessante Information zu den erstaunlichen Preisunterschieden zwischen ähnlichen Jagdmessern von PUMA und HUBERTUS Kuno Ritter?
    Ich kenne einige Frankonia und Kettner Kataloge aus den 1950er/1960er Jahren, in denen PUMA Messser sich im Vergleich zu ähnlichen Messern anderer Solinger Hersteller ebenfalls bereits eklatant in den Preisen unterschieden haben.

    Zitat Zitat von rimax Beitrag anzeigen
    ... Eine Frage stellt sich mir nun aber dennoch: um auszuschließen, dass das Messer nicht älter ist als 1950, müsste man doch im Vorgängerkatalog nachschauen, ob dieses Modell nicht bereits enthalten ist. Wobei ich keine Ahnung habe, in welchen Abständen damals Kataloge aufgelegt wurden, und v. a. wie man darauf Zugriff bekommen könnte. ... Markus
    Den vorsichtig ausgedrückten Vorbehalten zur Altersbestimmung schließe ich mich an.
    Ich gehe davon aus, dass nach der Firmenübernahme von Gebr. Gräfath durch Hubertus (1961 lt. Anthony Carter "German Knife & Swordmakers") in einer Übergangszeit mögliche Lagerbestände weiterhin vermarktet wurden und eventuell vorhandene Klingen durchaus weiterhin montiert wurden.
    "Nicht älter als 1950" erscheint mir jedoch nicht schlüssig.

    Ich hatte zusammen mit einem anderen Messersammler vor wenigen Jahren die Gelegenheit, in mehreren Archiven Einblick in historische Musterbücher unterschiedlicher Messerherstellerzu erhalten, darunter mehrere Werke von Gebr. Gräfrath.
    Unter anderen zeigt das undatierte Gebrüder Gräfrath "Musterbuch No. 26" (ca. 1939) diese Abbildung von Jagdmessern mit der 5-teiligen Variante 2577:



    In einem anderen Gebrüder Gräfrath Lagerbuch gab es Hinweise, dass die identische "Hahnenkopf-Messerserie 25..." bereits um 1908 in verschiedenen Modllevarianten gelistet wurde.

    Grüße
    cut

  7. #6
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied Avatar von winzi34
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    AW: G. Gräfrath No. 2577?

    @ cut

    das Katalogblatt stammt von der Firma Karl Burgsmüller (Waffenfabrik in Kreiensen).

  8. #7
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    AW: G. Gräfrath No. 2577?

    Hallo cut,

    vielen Dank für die, wie immer, sehr fundierte Expertise. Gibt es nun irgendwelche Merkmale anhand derer man auf den ungefähren Produktionszeitraum schließen kann?

    Freundliche Grüße

    Markus

  9. #8
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    AW: G. Gräfrath No. 2577?

    Moin Markus,

    nein, zumindest keine eindeutigen. Ich hatte da bezüglich meiner hier mal vorgestellten Federdrücker von Gräfrath recherchiert, und auch die Auskunft erhalten, dass die Firma Ritter/Hubertus nach der Übernahme weiter die vorhandenen Teile zu fertigen Messern verbaute, also noch gestempelt mit Gebr. Gräfrath.
    Meine Messer haben auch Klingen aus Kohlenstoffstahl, könnten demnach schon recht früh gebaut worden sein, aber eben auch erst in den 60er Jahren "neu aus alten Teilen zusammengesetzt" worden sein.

    Gruß,

    Nick

  10. #9
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    AW: G. Gräfrath No. 2577?

    Hallo Nick,

    vielen Dank für deine Antwort, auch wenn es natürlich nicht das ist, was ich gerne gehört hätte. Kann man somit aber zumindest eine Produktion nach den 60er Jahren eher ausschließen?

    Freundliche Grüße

    Markus

  11. #10
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    AW: G. Gräfrath No. 2577?

    Moin Markus,

    eine Produktion der einzelnen Teile schon, einen Zusammenbau ebendieser leider nicht

    Gruß,

    Nick

  12. #11
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    AW: G. Gräfrath No. 2577?

    Hallo Nick,

    vielen Dank für deine Expertise.

    Freundliche Grüße

    Markus

  13. #12
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    AW: G. Gräfrath No. 2577?

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    Hallo,
    selbst heute sind bei Hubertus noch die einfachen Arbeitsmesser mit den schwarzen Balonit Griffschalen mit alten Gräfrath Karbonstahlklingen im Angebot.

    Als mich vor ca einem halben Jahr bei Hubertus im Werksverkauf war, um mir Ersatzfedern für meine Springer zu holen und ein Springer mit Knochengriff und C45 Klinge, da habe ich mir 2 solcher Arbeitsmesser für die Arbeit mitgenommen.
    Beide Klingen sind Gräfrath gestempelt.

    Wann nun die Messer montiert wurden, entzieht sich meiner Kenntnis
    Aber top Arbeitsmesser mit den Kohlenstoffstahl Klingen.

    Gruss
    Michael

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