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Thema: Convex vs. Scandi - Ein Feldversuch …

  1. #31
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    AW: Convex vs. Scandi - Ein Feldversuch …

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    Moin,

    Wochenend und Sonnenschein. Leider nein, also Heimarbeit. Ich habe mal die Shaptons aus der Ecke geholt und dem Mora Companion einen komplett neuen Grundschliff verabreicht. Die Flanke ist ja ab Werk etwas rauh und überhaupt. Definitiv auf Null ist definitiv auf Null. Zuerst mit 500 aufgeräumt, dann 2.000 und 8.000 (weich gebunden) zum Abschluß.

    Danach mein allerschärfstes Messer - das gemoddete Para Millie 52100 - einmal die Schleifleinen-Galerie aufwärts. Zum Abschluß beide Messerchen auf Zeitungspapier ein paarmal über die Grafik gezogen. Rasurscharf, beide Klingen huschen über den Daumennagel. So soll es sein …

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    Das Mora Companion sieht jetzt unter dem Lichtmikro so aus (das erste Bild zeigt den Werksanschliff):

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    Damit sollte Fairness walten. Micro Mesh 12.000 hat 2 Micron, der 8.000er Shapton 1,84. Was den Schliff angeht, sieht das Para Millie nach der Verballifizierung so aus:

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    Dann mal was geschnitten. Zunächst Papier. Kurven, feine Einschnitte. Hier ist bei bestem Willen kein Unterschied festzustellen. Bis auf das Geräusch. Der Klang des Schnitts ist etwas heller beim Spydie - eher ein Zischen als in Rauschen

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    Ein Karton muß her. Und ein drittes Messer - der Sündenbock. Diese Aktion erledigen alle drei Messer ebenfalls zu meiner größten Zufriedenheit. Ein klarer Vorteil ist auch hier nicht zu erkennen.

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    Der nächste bitte: Ein älterer Eukalyptus. Die drei Messerchen haben gut zu tun. Rinde abschälen, etwas Holz von der Oberfläche abtragen, grobe bis feinste Schnitte - zum Teil in Kernholz. Kein erkennbarer Vorteil für eines der drei.

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    Auch um die Ecken geht es ohne Probleme. Um die weiten, wie um die engen Kurven. Wenn es ganz eng wird, tut sich das Spydie aufgrund seiner sehr ausgeprägten und superfeinen Spitze etwas leichter …

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    Im Ergebnis bin ich bei diesen Aufgabenstellungen indifferent und würde im Zweifel jedes dieser drei Messer für solcherlei Dinge zur Hand oder mit auf die Reise nehmen. Allerdings präferiere ich trotz alledem eines der balligen. Abziehen ist einfach um Längen bequemer und entspannter als eine 4 mm breite Fase auf Steinen per Hand plan auf Null zu schleifen


    Bom fim de semana

    R’n‘R
    Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann,
    was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.

    Jean-Jacques Rousseau

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  3. #32
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    AW: Convex vs. Scandi - Ein Feldversuch …

    Moin zusammen,

    die gestrige Aktion diente mir in erster Linie dazu, festzustellen, was es mit dem Biß auf sich hat. Gibt es bei vergleichbarer Klingenstärke und den zu Rate gezogenen Geometrien - Scandi auf Null und schlank ballig auf Null - grundsätzliche Unterschiede, die einen Anschliff favorisieren bzw. benachteiligen? Mein gestriges Ergebnis - NEIN!

    Wie sieht das aus, wenn ich die Aufgabe konkretisiere und versuche, feinste Abträge / Featherstickis zu erzeugen? Um das herauszufinden, habe ich das Mora Companion (Scandi auf Null), Daniels Sündenbock (schlank ballig auf Null), Daniels Tommi Puukko (Scandivex) und ein weiteres dieser Art - den ebenfalls scandivexen Bark River Ultra Lite Bushcrafter (ULB) - zur Hand genommen.

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    Zunächst der ULB. Er bleibt auf der Strecke. Im Vergleich zu den anderen drei Messerchen eiert man - übertrieben gesprochen - bei der Suche nach dem geeigneten Schneid-Winkel rum, kann den optimalen Winkel schlecht halten. Der ist dazu deutlich steiler als bei den anderen drei.

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    Was an der unteroptimalen Geometrie liegt. Kurz vor der scharfen Schneide „biegt“ der Anschliff etwas ab und es entsteht so etwas wie ein Secondary Bevel. Nicht wirklich dramatisch - aber deutlich spürbar. Auf dem folgenden Bild kann man es in etwa sehen (Schneide ist rechts).

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    Weiter mit dem Mora. Es geht recht gut von der Hand und ergibt brauchbare Sticks.

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    Es folgen das Tommi und der Sündenbock. Die Stickis werden feiner. Mehr Löckchen. Am ausgeprägtesten beim Sündenbock.

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    Was im wesentlichen nicht am Biß liegt, den ich bei beiden Boll und dem Mora als gleich gut erlebe, sondern an der besseren „Stabilisierung“ der Klingen. Der optimale Winkel läßt sich besser halten. Die folgende Grafik verdeutlicht, was ich meine. Während ich das Mora genau auf der Spitze „jonglieren“ muß - es neigt eher zum Kippeln und schneidet dann gern stärker ein als gewünscht - „ruht“ der ballige Schliff quasi auf dem Holz und läßt sich besser führen. Der ULB erfordert einen vergleichsweise sehr steilen Schneid-Winkel, der sich bei den Feathersticks schlecht halten läßt.

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    Wenn wir jetzt - bezogen auf das Handling - noch den Griff und die Messergröße mit einbeziehen, sieht die Sache so aus: Alle drei Griffe sind für meine Handgröße passend und bequem. Handfüllend, Vierfingergriff, keine störenden Ecken und Kanten, alle vier Messer lassen sich drehen und wenden, wie es erforderlich ist. Das Mora ist mir schon etwas groß. Mein Favorit auch hier der Sündenbock.

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    Lockenköpfchen des Tages ... !

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    Aus rainy Monte Gordo

    R’n‘R
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    Jean-Jacques Rousseau

  4. #33
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    AW: Convex vs. Scandi - Ein Feldversuch …

    Bom dia,

    mal am Rande - ich hab‘ da noch was Nettes für Schnitz-Aficionados. Wer gern im Detail rumwurstelt, braucht keine große Klinge. Im Gegenteil - es stört. Man könnte also besser zu einem - sagen wir mal - Roselli Bearclaw UHC greifen: 58 mm Klinge der Stärke 3mm - Gesamtlänge 172 mm - Scandi Grind.

    Mein „Bearclaw“ heißt BRKT IMP: 60 mm Klinge der Stärke 4,2 mm A2 - Gesamtlänge 158 mm - Shallow Convex Down to Zero. Man sollte sich durch die Klingenstärke nicht irritieren lassen. Der kleine Knochenbrecher ist höllisch scharf. Und hat eine erstklassige Handlage. Schnitzen, bohren, brechen

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    Wenn was Größeres anfällt …


    Für größere Sachen (Feuerholz, hacken, Zeltpflock etc.) stehen mir neben diversen Bark River und dem Fällkniven F1 noch zwei kräftige Scandi und das Terävä Puukko zur Verfügung. Aus dem Kreis der BRKT bevorzuge ich seiner sehr gelungenen Geometrie und des ultrazähen CPM 3V wegen das Fox River LT. Das Fällkniven F1 ist mir etwas zu fett hinter der Wate und der VG-10 kann dem 3V nicht das Wasser reichen.

    Der 80CrV2 des Terävä Puukko ist ebenfalls schön zäh und belastbar, was nach meiner Erfahrung in etwa auch für den O1 der beiden anderen Scandis gilt. Unendlich lang anhaltende Schärfe ist eh nicht mein Thema. Der BHK Bushcrafter ist mit 3,95 mm und dem runden Griff sehr kompakt und ein echter Wonneproppen, das SplinterS von MLL mit 3,90 mm von gleicher Dimension, aber deutlich handlicher.

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    Was denn nun wofür???

    Bei der Schnitzerei und kleineren Arbeiten ist meine Entscheidung klar und eindeutig zugunsten von Daniels Sündenbock mit seiner fabelhaften balligen Klinge ausgefallen. Mein Roselli Carpenter sozusagen . Damit geht auch EDC und Küche, der 2516 kann die feine Schneide halten und ist gut schärfbar, das Messserchen liegt klasse in der Hand.

    Bei den größeren Messern präferiere ich im Prinzip das BRKT Fox River, was die Schneideigenschaften und den Stahl anbetrifft. Würde ich einen längeren Trip in die Wälder unternehmen, käme allerdings dennoch das SplinterS von MLL in den Rucksack. Und zwar, weil kein anderes der mir zur Verfügung stehenden größeren Messer sich derart gut zum Hacken eignet.

    Es ist leicht kopflastig, läßt sich bequem weit hinten greifen und langt dann mit ordentlich Biß zu. Ich habe es reichlich ausprobiert und gegen die anderen getestet. Ein noch größeres Messer würde ich nicht benötigen. Für die „Bushcraft“, die ich mir vorstellen kann, wäre alles größere übertrieben.

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    Also - der Sündenbock in seiner Klemmer-Scheide in die Beintasche der Cargohose, das SplinterS in den Rucksack. Und dann noch ein Klapper als Backup in die Gürteltasche. Könnte meinetwegen ein Opinel No.8 sein. Das handgearbeitete von Attila beispielsweise. Besser sein „Karpaten-Opinel“, das er für mich angefertigt hat. Es hat eine schlank ballige 85-mm-Klinge aus 2442 der Stärke 1,65 mm in der Mitte, einen fabelhaft bequemen Griff und 0,16 mm hinter der Wate. Kein Problem, daß es ein Slipjoint ist, denn die Feder ist extrem stark ausgelegt und es gibt dazu einen sehr soliden Halfstop.

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    Die Drei meiner Wahl …

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    R’n‘R
    Geändert von Rock'n'Roll (09.04.19 um 00:06 Uhr)
    Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann,
    was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.

    Jean-Jacques Rousseau

  5. #34
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    AW: Convex vs. Scandi - Ein Feldversuch …

    Zu meiner Schande muß ich gestehen, daß ich nicht jeden Beitrag in diesem Thread bis auf den letzten Nebensatz analysiert habe.

    Klingengeometrie ist sicher ein weit interessanteres Thema als die letzte Nachkommastelle einer Legierung. Schnittfreudigkeit oder Spaltfähigkeit sind sicher Themen über die man philosophieren kann. Aber wie so oft hängt es aber eben rein vom Anwendungsgebiet und den eigenen Instandhaltungsfähigkeiten ab.

    Ein durchgehen konvexer Schliff ist scharf, (für viele) leicht zu pflegen und sehr wendig(!).

    Ein durchgehender Skandi-Schliff ist scharf, (für die allermeisten) leicht zu pflegen und sehr richtungsstabil im Schnitt.

    Das sind für mich die signifikantesten Unterschiede ohne je im Leben grünen Bambus geschnitzt zu haben.
    "Wer zweifelt, detoniert nicht" --Dieter Nuhr

  6. #35
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    AW: Convex vs. Scandi - Ein Feldversuch …

    Nach Dir zunächst auch Schande über mich. Denn grünen Bambus habe ich auch im Leben noch nicht geschnitzt

    Ansonsten kann ich Deiner Philosophie weitgehend zustimmen. Bis auf die Tatsache des besonders richtungsstabilen Schnitts eines Scandi. Das kann ich nicht bestätigen. Nach meiner Erfahrung hält eine sauber schlank ballig geschliffene Klinge die Richtung keineswegs schlechter.

    Insbesondere, wenn ich an der Oberfläche bleibe - beispielsweise so etwas wie Feathersticks erzeugen möchte - kann ich die ballige Klinge besser in Richtung halten.

    Besten Dank für Deinen Beitrag

    R’n‘R
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    Jean-Jacques Rousseau

  7. #36
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    AW: Convex vs. Scandi - Ein Feldversuch …

    Nach meiner Erfahrung hält eine sauber schlank ballig geschliffene Klinge die Richtung keineswegs schlechter.
    Woher ich meine Kenntnis beziehe? Mein Lieblings-Prüfobjekt für den Schnittverlauf verschiedener Klingengeometrien ist Schilfrohr. An einem Schnitt in verschiedenen Winkeln quer durchs Rohr ist gut erkennbar, wie es sich verhält. Schilfrohr steht hier - wie Eukalyptus - an jeder Ecke und ist bestens verfügbar.

    Ich zitiere mal aus einem meiner Erfahrungsberichte betreffend ballige Klingen:

    „Daniels „Sündenbock“ gleitet durchs Rohr wie durch gute Butter. Im vorgegebenen Winkel und schlicht geradeaus. So wie z.B. bereits das Gunny Hunter und Uli Hennickes „Kleiner Jäger“. Zum Vergleich hab‘ ich noch einen Schnitt mit der gemoddeten Klinge des Emerson Mini A-100 gemacht. Sauber gerade durch auf vorgegebenem Weg.“

    Auch Kork ist btw ein sehr gutes Testobjekt zur Beurteilung der Qualität eins Schnitts …


    Ein paar Beispielbilder

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  8. #37
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    AW: Convex vs. Scandi - Ein Feldversuch …

    Vorzüglich schneidet auch ein Scandivex, wenn er gut gemacht ist. Mein BRKT Ultralite Bushcrafter ist eher unteroptimal geschliffen (siehe zweites Bild im vorausgehenden post). Daniel Bolls Tommi Puukko dagegen hat eine absolute Top Performance. Haben wir schon gesehen hier.

    Nummer drei in meinem Bestand - aus der Hand eines Forenkollegen - ist schlanker ausgelegt und ein wahres Biest. 1,63 mm 1.2519 (Wärmebehandlung Achim Wirtz), Klingenlänge 90 mm, Scandivex auf definitiv Null, Gesamtschneidenwinkel unter 20 Grad. Cuts like crazy! Wovon ich mich vorhin wieder einmal hocherfreut überzeugt habe. Prima Compañero für den Sündenbock und eines meiner bestschneidenden Messerchen

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    Jean-Jacques Rousseau

  9. #38
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    AW: Convex vs. Scandi - Ein Feldversuch …

    Moin,

    ich hatte das Fällkniven WM1 schon mal erwähnt als nicht allzu übertrieben teures Messerchen zum Antesten des balligen Schliffs (Shallow Convex Down to Zero). Die Geometrie ist top. Um mich dessen nochmal zu vergewissern, war ich mit dem WM1 (Ballig, 3,45 mm VG-10) und dem Enzo Necker 70 (Scandi, 3,37 mm 12C27) unterwegs.

    Auf der Fahrt in den Eukalyptuswald noch en passent zwei Stangen Schilfrohr geschnitten, gekürzt und in den Rucksack gesteckt. Um ein wenig alternatives Material zur Hand zu haben.

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    Zunächst ein paar Schnitte mit dem Enzo Necker …

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    Dann mit dem Fällkniven

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    Es passierte das, was ich mit einem Scandi schon häufig erlebt habe - der Schnitt des Enzo ging nicht schnurstracks gerade und sauber durch wie beim WM1. Er hat eine Tendenz, wegzudrehen.

    Das setzt sich beim Schneiden in Holz fort. Während das WM1 absolut verzugsfrei gerade in das harte Eukalyptusholz tief einschneidet, ist der Schnitt mit dem Enzo anstrengender und trotzdem deutlich weniger tief. Der Schnitt wird ausgebremst. Es wird weniger Material abgespalten.

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    Wie bereits bei den anderen Scandis läßt sich beim Featherstick erzeugen die Klinge nicht so gut im erforderlichen Winkel halten wie diejenige des Fällkniven. Es ist kippeliger. Die Stickis gelingen weniger gut …

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    Beide Messer sind gut vergleichbar. Klingenlänge und -dicke sowie Gestalt und Gewicht sind annähernd gleich. Lediglich der Griff des Fällkniven ist größer und schlanker.

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    Was die Fähigkeit der beiden Messerchen angeht, enge und kleine Radien zu schneiden, lohnt ein Blick von oben auf die scharfen Schneiden ...

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    Aus sunny Monte Gordo

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  10. #39
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    AW: Convex vs. Scandi - Ein Feldversuch …

    Kleiner Nachtrag noch zum Fällkniven WM1 …

    Das WM1 hat keinen Flachschliff mit konvexem Ausgang sondern ist durchgehend konvex vom Klingenrücken runter geschliffen. Die Fällkniven Homepage:

    “The improved convex ground blade provides a blade profile which cuts with ease, while giving a sharp edge suitable for whittling.”

    Was den Stahl angeht - es gibt das Messerchen auch mit der Klinge aus 3G. Aber auch der VG10 geht IMHO in Ordnung.


    Hier der Klingenverlauf …

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  11. #40
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    AW: Convex vs. Scandi - Ein Feldversuch …

    Zitat Zitat von Rock'n'Roll Beitrag anzeigen
    Das WM1 ... durchgehend konvex vom Klingenrücken runter geschliffen...
    Interessant. Ich dachte immer, die FK hätten nur die konvexe Schneide.
    Es wirkt aberauf dem Bild schon so, als ob der Kurvenradius zur Schneide hin kleiner würde, also kein einheitlicher Radius vom Rücken her. Was ich übrigens auch bei meinem BRKT Gunny festgestellt habe. Bei genauerem Hinsehen setzt der Konvexe Schliff bei 60 % Klingenhöhe an, ist aber so verrundet, dass man den Übergang kaum merkt.

    Deine Aktivitäten bringen mich noch dazu, mich auch mal mit einem Stapel Stöckchen und diversen Kligengeometrien hinzusetzen und rumzuprobieren
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  12. #41
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    AW: Convex vs. Scandi - Ein Feldversuch …

    Moin porcupine,

    Deine Aktivitäten bringen mich noch dazu, mich auch mal mit einem Stapel Stöckchen und diversen Kligengeometrien hinzusetzen und rumzuprobieren
    Was mich das freut !!


    Nochmal zum WM1. Habe nachgemessen. In der Klingenmitte - da, wo das Foto im vorausgehenden post den Klingenverlauf zeigt - sieht es so aus auf den gemessenen Höhen:

    1 mm oberhalb der scharfen Schneide = 0,3 mm
    4 mm = 1,16 mm
    1 cm = 2,12 mm
    1,3 cm = 2,6 mm
    1,6 cm = 3 mm
    1,9 cm 3,3 mm
    2,2 cm (Klingenrücken) = 3,35 mm

    Geht also kontinuierlich schlank ballig runter auf Null. Oben dezent und dann zunehmend.


    Heute war ich wieder unterwegs. Nicht ganz dem Titel dieses threads gehorchend - aber fast. Im Rucksack mein kleinster balliger Klapper - der „Thai Breaker“ von Daniel Boll mit Vorzeige-Geometrie: 2,3 mm 1,2442 ballig auf Null, 0,3 mm hinter der Wate, Gesamtschneidenwinkel unter 20 Grad.

    Dazu mein kleinster "skandinavischer" Klapper - das Spyderco Lil‘ Nilakka (3 mm RWL-34). Ebenfalls mit Vorzeige-Geometrie. Kein Scandi aber ein von oben auf so gut wie Null laufender Flachschliff (0,16 mm hinter der winzigen Mikrofase, Gesamtschneidenwinkel unter 20 Grad). Von Pekka Tuominen designt.

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    War einfach neugierig, wie das ausgeht. Schilfrohr machen beide Klapperchen mit links …

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    Auch beim Abschälen einer Schicht und Verrunden der entstehenden Nahtstellen gibt es keinen spürbaren Nachteil für einen der beiden.

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    Beim Anschneiden und Kürzen einer dickeren Stange tut sich das Lil‘ Nilakka etwas schwerer. Der Flachschliff verursacht stärkere Reibung.

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    Auch bei den Feathersticks liegt der Thai Breaker vorn. Bleibt besser in der Spur und macht die schöneren Löckchen

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    Beim Einschneiden ins harte Eukalyptusholz liegen beide wieder gleichauf.

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    Abschließend habe ich noch ein Weile Hölzer in Form gebracht und feinpoliert. Also immer bissi was wegsäbeln und feinste Abhebungen. Das machen beide Klapper gut. Der Thai Breaker brilliert. Wie schon bei den Scandis ist der Schnitt mit dem Lil‘ Nilakka ganz leicht kippelig. Die Klinge des Thai Breaker „ruht“ in der vorgegebenen Position …

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    Hier noch die Draufsicht von oben auf die Messer und auf die nach oben gestellten Schneiden.

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    Bom fim de semana

    R’n‘R
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  13. #42
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    AW: Convex vs. Scandi - Ein Feldversuch …

    Die bisher zu diesem kleinen Feldtest herangezogenen Messer dienten ja im wesentlichen dem profanen Schneiden.

    Wenn es ums wirkliche Schnitzen geht, weitet sich der Horizont. Zwischen mehr als 1000 verschiedenen Holzbearbeitungs-, Schnitz- oder auch Bildhauerwerkzeugen hat man die Qual der Wahl.

    Für das Schnitzen kennt man Flacheisen, Rundeisen, Balleisen, Hohleisen, Bohrer, Geißfuß (V-förmig), Blumeneisen, Kanaleisen. Gerade, gebogen, gekröpft, U-förmig in diversen Breiten und Radien, kurze und kürzeste Klingen, halbkreisförmig, ein- und beidseitig geschliffen usw. und so fort.

    Z.B. hier, hier oder hier kann man sich einen Überblick verschaffen.

    Man findet auch convex geschliffene Klingen - die sogenannten Schaller. In diesem kleinen Schnitzmesser-Set von Pfeil befinden sich zwei Canard (groß und klein) und zwei Schaller (groß und klein). Die beiden Schaller (rechts) sind convex geschliffen und haben dazu einen verrundeten Rücken.

    Hier noch ein gutes Bild, auf dem man die Geometrien besser erkennen kann.

    In Japan findet sich beispielsweise das convexe Michihamono Specialised Wood Carving Tool.

    Oder dieses schöne Kiri Dashi von Zubeng Forge. Und dieses kleine Schmuckstück .

    Convex geschliffene Schnitzmesser findet man auch in Neuseeland. Z.B. die Chip Thwitel Whitler von Svörd mit Klingen aus dem schön zähen 15N20.

    Ein insgesamt weites Feld an Möglichkeiten, den ein oder anderen Schliff mal aufeinander loszulassen. Mich reizt der kleine 4-teilige Schnitzmessersatz von Pfeil mit den beiden convexen Schallern, auf den ich oben schon verwiesen habe. Mal sehen …

    R’n‘R
    Geändert von Rock'n'Roll (14.04.19 um 11:27 Uhr)
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  14. #43
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    AW: Convex vs. Scandi - Ein Feldversuch … conv.Beim von Tempsky Bowie eher schwierig

    Das Von Tempsky Bowie Ist oder war zumindest Zeit lang ein sehr hochgelobtes Messer mit convexem Klingenschliff. Die Schärfe hielt bei mir nicht sehr lang und war dann mit einfachem Stropping auch nicht wieder scharf zu bekommen. Ich vermute das geht letztlich nur mit einem Bandschleifer. Bei scandi knives wie einigen meiner Karesuando dagegen funktioniert es sehr gut.
    Für mein VTB von Svord brauche ich wohl Hilfe vomProfi, hat jemand einen Tipp? Am besten im Raum Hannover?
    Mein Fazit Messer: mit convexem Schliff können bezüglich ihres Schleifverhaltens auch mal zur „Diva“ werden. Den Scandischliff dagegen bekommt auch der Laie zuverlässiger wieder scharf.
    Geändert von goldbeere (15.09.19 um 06:34 Uhr) Grund: Gekürzt

  15. #44
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    AW: Convex vs. Scandi - Ein Feldversuch …

    Moin goldbeere,

    kleine convexe Messer, die ich so gut wie nur benutze und wie ich sie in meinen Beispielen gezeigt habe, lassen sich mit Stroppen mit ein wenig Übung ohne großen Aufwand sehr gut auf exzellente Schärfe bringen. Dazu ist es empfehlenswert, sie gar nicht erst stumpf werden zu lassen, sondern regelmäßig - nach Gebrauch - kurz abzuziehen.

    Bei einer so großen Klinge wie der des Von Tempsky Bowies (28 cm) funktioniert das auf einem kleinen Schleifleinen natürlich weniger leicht. Außerdem wird ein solches Messer wohl auch deutlich stärker belastet, wenn man es „artgerecht“ einsetzt. Was dazu führt, daß die Klinge nach ausgiebigem Austoben deutlich mehr Kampfspuren zeigen dürfte als ein kleiner Whittler nach einigen Schnitzereien. Und sich dann entsprechend als Diva aufführen beim Schärfen …

    Beim Von Tempsky Bowie kommt dazu, daß es hinter der Wate ordentlich Material aufweist, was einem erfolgreichen Stroppen grundsätzlich abträglich ist. User, die hier für Abhilfe gesorgt haben, berichten von sehr guten Erfahrungen.

    Daß die Schärfe bei 15N20 nicht übermäßig lange hält, ist ja auch nicht verwunderlich bei C 0,75 und Ni 2,0 und sonst fast nix drin. Dafür ist die Klinge schön zäh.

    Grundsätzlich sollte auch respektable Größe einer convexen Klinge kein Hinderungsgrund sein, sie durch Stroppen auf eine gute Schärfe zu bringen. Wenn man sie nicht stumpf werden läßt …

    Ich bin btw auch lange um Von Tempsky rumgeeiert. Allerdings um das Ranger. Bisher habe ich widerstanden …

    R’n‘R
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  16. #45
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    AW: Convex vs. Scandi - Ein Feldversuch …

    Was den Schleifservice angeht, würde ich das Bowie zu Jürgen Schanz schicken. Der kann dann ja gleich auch hinter der Wate für Abhilfe und einen durchgehend gestreckten Kurvenverlauf der Klinge sorgen.

    R’n‘R
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  17. #46
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    AW: Convex vs. Scandi - Ein Feldversuch …

    Das sind schon tolle Messer von Svord mit ganz eigenem Charakter. Das häufige Kümmern um die Schärfe der Klinge war vermutlich kontraproduktiv.
    Bzw meinem VTB war meine Unerfahrenheit sicher auch einTeil des Problems. Beim Stroppen hat das Messer auf der Seite liegend ja schon ein erhebliches Eigengewicht so dass es allein dadurch zu tief ins das Leder einsinkt. Dazu habe ich teils im Wald einen Gürtel eingesetzt, also am Ast eingehängt diesen diesen straff gezogen um mal eben nachzuschärfen.
    So ist es mir wohl passiert dass ich es auch ohne zusätzlichen Druck die Schneide eher rundgeschliffen habe. Sehr blöd von mir. Trotzdem muss ich auch sagen dass ich das Messer gegen solche Misshandlung doch auch viel robuster eingeschätzt hätte. Auf einem Arkansas Stein habe ich dann versucht wieder eine scharfe Fase zu ziehen. Hat auch geklappt aber die Schärfe ist schnell wieder weg und bei so einem schönen Messer hätte ich letztlich gern auch eine gleichmäßigere Optik.
    Im Nachhinein hätte ich es mir wohl eher als Kuriosum MonsterBowie in die Vitrine gelegt und gut.
    Danke für den Tipp. Wie funktioniert das mit Jürgen Schanz? Da gibt es doch bestimmt eine lange Warteliste.
    Ach und vielen Dank für diesen sehr interessanten Thread.

  18. #47
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    AW: Convex vs. Scandi - Ein Feldversuch …

    Keine lange Warteliste beim Schleifservice von Jürgen. Das Messer einpacken, einen Zettel reinlegen mit eindeutiger Anweisung, was getan werden soll, Versandadresse dazu und weg damit. Kommt alsbald wieder zurück. Ich würde es in einem langgestreckten Bogen ballig auf Null schleifen lassen - shallow convex down to zero ...

    R'n'R
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    Jean-Jacques Rousseau

  19. #48
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    AW: Convex vs. Scandi - Ein Feldversuch …

    R‘n‘R yepp
    Das klingt richtig gut:
    shallow convex down to zero.
    Danke für die Detaillerten Marschplan!!!

    Wie aber kontaktiere ich denn den JS Schleifservice? Reicht es ihm eine Mail zunachreiben? Finde auf der Schanz Homepage nothing und auch hier im Forum keine Adresse zum Messer hinversenden. Auch nichts Ablauf oder Hinweise zur Abwicklung eines Schleifauftrages und wie die Bezahlung läuft.
    Würde meinen „Stahlbarren“ mit den entsprechenden Hinweisen dann gern in absehbarer Zeit vom Meister Schanz veredeln lassen.

    Danke nochmal und Grüße

  20. #49
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    AW: Convex vs. Scandi - Ein Feldversuch …

    Anzeige

    Mitglieder sehen hier keinen Banner
    Also, wie gesagt, Messer ins Paket, Zettel mit detailliertem Bearbeitungswunsch dazulegen und hierhin schicken:

    Jürgen Schanz
    Schneidwerkzeugmechanikermeister
    Karlsfeldstrasse 13
    D-76297 Stutensee
    Tel: +49-(0)7249-95 25 09
    Fax: +49-(0)7249-43 79

    Du wirst eine Rechnung bekommen.

    Im Zweifelsfall einfach vorher anrufen ...

    Viel Erfolg, R'n'R
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    Jean-Jacques Rousseau

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