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Thema: Frage zu Heinrich Kaufmann Mercator K55K

  1. #1
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    Frage zu Heinrich Kaufmann Mercator K55K

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    Hallo,

    bei meiner Frage geht es um das Mercator Messer, welches heute noch von der Firma Otter hergestellt wird.
    Die Frage bezieht sich auf das "normale" Modell, welches auch als Kaiser Wilhelm Messer bezeichnet wird, und bei Landsern bzw. deutschen Soldaten in den Weltkriegen und auch davor weit verbreitet war (und vielleicht bei dem ein oder anderen heute noch ist ).
    Auf Werbebildern im WWW wird immer das "K55K-Katze-Logo"-Modell als "Kaiser Wilhelm Messer" beworben.
    Wenn man nach besagten Messern sucht, die aus dem 2. Weltkrieg stammen (sollen), findet man teils Modelle mit, aber auch ohne "K55K-Katze-Logo".
    Ich habe schon selber recherchiert, konnte aber keine Antwort auf meine Frage finden.

    Mich würde interessieren, ab wann das "K55K-Katze-Logo" auf den Mercator Messergriffen verwendung fand.
    Das Ur-Mercator zu Kaiserzeiten wird das wohl noch nicht gehabt haben, aber fand es trotzdem schon vor '45 Verwendung?

    Dass Heinrich Kaufmann viele Marken hatte und teilweise diese auch schon vor der eigentlich Registrierung auf seinen Messern verwendet hat, meine ich schon gelesen zu haben.

    Bisher gefunden habe ich nur das,
    Die Wort-/Bildmarke mit der springenden Katze wurde 1954 für die Klasse 08 (Messerschmiedewaren, Scheren, Rasiermesser, Rasierklingen, Rasierapparate, Plantagengeräte) eingetragen ...
    [Quelle: Beitrag aus einem anderen Forum (Beitrag war ohne Quellangabe)]

    Vielleicht kann mir ja ein Messerherstellerlexikon oder Militarianer aus dem Forum weiter helfen.

    Mir würde auch interessieren, ob das "normale" Mercator das Ur-Modell ist.

    Grüße

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  3. #2
    Registrierter Teilnehmer
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    AW: Frage zu Heinrich Kaufmann Mercator K55K

    Zur Geschichte kann ich nicht viel sagen. Aber das aktuelle Mercator von Otter ist nicht identisch mit dem ursprünglichen Modell. Das klassische Mercator hatte ein Stück Leder als Anschlag für die Klinge (um sie zu schonen), beim aktuellen Mercator ist das ein Stück Kunststoff (das die Klinge vorne stumpf macht, wenn man sie ständig darauf klatschen lässt).

  4. #3
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    AW: Frage zu Heinrich Kaufmann Mercator K55K

    Schau doch mal unter "Rainer Morsbach" im Internet. Da wirst du fündig ab wann es die Katze gibt. Gruß.

  5. #4
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied
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    AW: Frage zu Heinrich Kaufmann Mercator K55K

    Zitat Zitat von Vontavious Beitrag anzeigen
    ...
    Mich würde interessieren, ab wann das "K55K-Katze-Logo" auf den Mercator Messergriffen verwendung fand.
    Das Ur-Mercator zu Kaiserzeiten wird das wohl noch nicht gehabt haben, aber fand es trotzdem schon vor '45 Verwendung?
    ...
    In dem hier im Forum bisher bereits mehrfach zitierten Buch „German Knife & Swordmakers“ von Anthony Carter ist das Kapitel über Heinrich Kaufmann & Söhne illustriert mit einer Werbung aus 1922. Sie zeigt das mehrtelige „Mercator-Messer“ am Griffrücken mit der Einprägung „MERCATOR D.R.G.M.“.

    Die Wortmarke „MERCATOR“ wurde 1902 beim Kaiserlichen Marken- & Patentamt angemeldet.

    Die Marke „Katze K55K“ (2. K umgedreht „rückwärts“ positioniert) ist eine relativ junge Marke, die erst 1954 registriert wurde. Hier die Abbildung zu Deinem Zitat, Quelle ist das Register des Deutschen Marken- und Patentamtes:



    Aufgrund der großen Anzahl von Marken von Kaufmann und der Modellbezeichnung als „Mercatormesser“ dürfte es naheliegend sein, dass vor 1954 die Marke „Katze K55K“ nicht verwendet wurde und diese "Kastenmesser" von Heinrich Kaufmann & Söhne am Griff mit MERCATOR gekennzeichnet waren oder möglicherweise auch ohne Markierung angeboten wurden.


    "Kastenmesser gab es bereits 1922 auch von mehreren anderen Solinger Herstellern, der Gebrauchsmusterschutz war offensichtlich vor 1922 bereits abgelaufen.

    Die Bezeichnung "Kaiser Wilhelm Messer" ist offenbar historisch nicht belegbar, sie wurde wohl zu Werbezwecken von der jungen Firma Morsbach erst vor wenigen Jahren kreiert.

    Grüße
    cut

    P.S. @ Moderatoren .... wie wäe es mit einer Verschiebung in "Vintage Knives" ?

  6. #5
    Registrierter Teilnehmer
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    43

    AW: Frage zu Heinrich Kaufmann Mercator K55K

    Schon mal danke für die Antworten

    Zitat Zitat von Harry_W Beitrag anzeigen
    ... Das klassische Mercator hatte ein Stück Leder als Anschlag für die Klinge (um sie zu schonen), beim aktuellen Mercator ist das ein Stück Kunststoff (das die Klinge vorne stumpf macht, wenn man sie ständig darauf klatschen lässt).
    Obwohl ich die Klinge bei meinem nie zuschnappen lasse, aus dem von Dir beschrieben Grund, sieht das besagte Plastik Stück trotzdem so aus, als würde ich es zuschnappen lassen War glaub' schon ab Werk so. Allerdings ist meins auch noch aus der RaMo-Ära.

    War das Stück Leder rot? Ich weiß, daß die vor Otter-Produktionen, bzw. die älteren Mercators ein rotes Stück (so wie aktuell bei den kleinen Modellen) hatten, aktuell zwar auch aus Plastik, aber in rot.

    Zitat Zitat von frankisr Beitrag anzeigen
    Schau doch mal unter "Rainer Morsbach" im Internet. Da wirst du fündig ab wann es die Katze gibt. Gruß.
    Das ist gut gemeint, aber die Marke von Herrn Morsbach ist nicht gemeint. Trotzdem danke.

    Zitat Zitat von cut Beitrag anzeigen
    In dem hier im Forum bisher bereits mehrfach zitierten Buch „German Knife & Swordmakers“ von Anthony Carter ist das Kapitel über Heinrich Kaufmann & Söhne illustriert mit einer Werbung aus 1922. Sie zeigt das mehrtelige „Mercator-Messer“ am Griffrücken mit der Einprägung „MERCATOR D.R.G.M.“.

    Aufgrund der großen Anzahl von Marken von Kaufmann und der Modellbezeichnung als „Mercatormesser“ dürfte es naheliegend sein, dass vor 1954 die Marke „Katze K55K“ nicht verwendet wurde und diese "Kastenmesser" von Heinrich Kaufmann & Söhne am Griff mit MERCATOR gekennzeichnet waren oder möglicherweise auch ohne Markierung angeboten wurden.
    Eigentlich ging es mir nur um die Prägung des besagten Logos auf der Griffseite.
    Aber wenn es tatsächlich erst ab 1954 verwendet wurde, dann wären ja alle Mercator Messer mit der verwendeten Prägung die als 2. Weltkrieg Stück angeboten werden eine Fälschung?
    Ich meine auf einigen doch sehr seriöusen Militaria Seite, Mercator Messer mit Katze auf dem Griff als WW2 Stück gesehen zu haben.

    Aber da Du die Markierungen am Griffrücken angesprochen hast, kannst du Du mir vielleicht sagen welche Markierung von wann bis wann verwendet wurden. Bis wann wurde D.R.G.M. verwendet, ab wann wurde mit Germany markiert und in welcher Zeit nur mit Mercator?

    Daß aktuell das Mehrteilige mit D.R.G.M. und die anderen mit Germany markiert sind weiß ich, mir gehts es viel mehr um die älteren und um die weit aus älteren.

    Gruß

  7. #6
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    AW: Frage zu Heinrich Kaufmann Mercator K55K

    Servus,
    zum Thema Gebrauchsmuster gibt's einen Wiki - Artikel.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gebrauchsmuster
    Demnach war das DRGM zwischen 1891 und 1945 in Gebrauch,
    eventuell in Einzelfällen noch bis zur Gründung der Bundesrepublik.
    Dann gab's das DBGM.
    Gruß
    Rudi
    Geändert von Rudi_57 (24.03.19 um 15:38 Uhr) Grund: Teppfehlr

  8. #7
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied Avatar von [Nick]
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    AW: Frage zu Heinrich Kaufmann Mercator K55K

    Zitat Zitat von Vontavious Beitrag anzeigen


    Eigentlich ging es mir nur um die Prägung des besagten Logos auf der Griffseite.
    Aber wenn es tatsächlich erst ab 1954 verwendet wurde, dann wären ja alle Mercator Messer mit der verwendeten Prägung die als 2. Weltkrieg Stück angeboten werden eine Fälschung?
    Moin,

    ich habe leider keine belegbare Quelle finden können, kenne aber sowohl aus mehreren Darstellungen online, als auch aus dem Bericht eines Freundes in den USA die Geschichte, dass die GI´s nach dem WW II ebendieses "Black Cat Knife" mit in die USA brachten und es dort weite Verbreitung fand. Ich habe das immer so verstanden, dass das Messer also bereits die Katze auf dem Griff hatte und die Bezeichnung nicht erst knapp 10 Jahre später Einzug hielt.
    Eventuell lässt sich das über amerikanische Sammler oder Foren verifizieren, auch wenn es wahrscheinlich nicht dazu beiträgt herauszufinden, ab wann die Katze wirklich verwendet wurde. Eventuell weiß bei Otter-Messer jemand etwas darüber?

    Gruß,

    Nick

  9. #8
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    AW: Frage zu Heinrich Kaufmann Mercator K55K

    Zitat Zitat von [Nick] Beitrag anzeigen
    ....dass die GI´s nach dem WW II ebendieses "Black Cat Knife" mit in die USA brachten und es dort weite Verbreitung fand....
    Eventuell lässt sich das über amerikanische Sammler oder Foren verifizieren, auch wenn es wahrscheinlich nicht dazu beiträgt herauszufinden, ab wann die Katze wirklich verwendet wurde....k
    Hallo,
    „GI‘s, nach dem WW 2“ und 1954 als Jahr der Katze / Eintragung der Marke widersprechen sich eigentlich nicht. In den 50/60ern waren jede Menge GI‘s hier stationiert und nahmen ihre Souveniers mit.

    In der bereits zitierten Bibel „German Knife and ......“ findet sich dazu noch ein Hinweis, Experten sind dieser Sache also schon vertieft nachgegangen, bezogen auf das Mercator mit EINER Klinge, Zitat: „A simpler version with an 85mm blade, with a running panther or cat above k55k marked on the grip was apparently introduced immediately after the war.“

    Zur Marke „Katze“ selbst sind sich die Autoren wohl auch nicht ganz sicher, sprechen von Anmeldung 1953 zur Registrierung bzw. „vielleicht“ Re-Registrierung.
    Resümee für mich: Mercator mit einer Klinge + Katze = nach WW2; bei dem Messer mit mehreren Tools spricht ebenfalls mehr für die Annahme, dass es in Verbindung mit der Katze nach WW2 gebaut wurde.

    Dass diese und andere Messer immer wieder mit „Landser“ etc. angeboten werden, hat einen einfachen Grund: bringt mehr Geld!

    Gruß
    Abu
    Geändert von Abu (25.03.19 um 12:07 Uhr)

  10. #9
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    AW: Frage zu Heinrich Kaufmann Mercator K55K

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    Zitat Zitat von Abu Beitrag anzeigen
    ...
    In der bereits zitierten Bibel „German Knife and ......“ findet sich dazu noch ein Hinweis, Experten sind dieser Sache also schon vertieft nachgegangen, bezogen auf das Mercator mit EINER Klinge, Zitat: „A simpler version with an 85mm blade, with a running panther or cat above k55k marked on the grip was apparently introduced immediately after the war.“

    Zur Marke „Katze“ selbst sind sich die Autoren wohl auch nicht ganz sicher, sprechen von Anmeldung 1953 zur Registrierung bzw. „vielleicht“ Re-Registrierung. ... Abu
    Das von mir oben unter post # 4 zitierte Register des Marken- & Patentamtes ist in seinen Aussagen eindeutig:

    Anmeldetag 03.06.1953
    Tag der Eintragung im Register 22.10.1954

    Eine frühere Verwendung dürfte bei der Vielfalt von bereits eingetragenen Kaufmann-Marken sehr unwahrscheinlich sein, insbesondere da "MERCATOR" für diese Art von Kastenmesser
    traditionell bekannt war.

    Zitat Zitat von Abu Beitrag anzeigen
    ... Resümee für mich: Mercator mit einer Klinge + Katze = nach WW2; bei dem Messer mit mehreren Tools spricht ebenfalls mehr für die Annahme, dass es in Verbindung mit der Katze nach WW2 gebaut wurde. ... Abu
    , der Aussage schließe ich mich gerne an!


    Zitat Zitat von Abu Beitrag anzeigen
    ...Dass diese und andere Messer immer wieder mit „Landser“ etc. angeboten werden, hat einen einfachen Grund: bringt mehr Geld! ... Abu
    Dasselbe gilt sicherlich auch für die Bezeichnung als "Kaiser Wilhelm Messer" für die es offenbar keinen historischen Beleg gibt.
    Die Bezeichnung taucht nach meiner Kenntnis erstmalig vor wenigen Jahren zu Werbezwecken bei "RaMo" - Rainer Morsbach auf und aktuell die Firma OTTER-Messer, die nunmehr der Hersteller dieser Kastenmesser ist.

    Wikipedia Deutschland beschreibt dieses Messer mit Quellenangabe mit folgender Information:
    " In beiden Weltkriegen gehörte es vielfach zur soldatischen Ausrüstung, so dass man davon ausging, es sei ein offizieller Ausrüstungsgegenstand gewesen, was nicht der Fall war."

    Grüße
    cut

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