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Thema: Verschärfungen am Beispiel Hannover

  1. #1
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    Verschärfungen am Beispiel Hannover

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    Durch Politik und Presseberichterstattung werden die Grundlagen für weitere Gesetzesverschärfungen und Trageverbote gelegt.
    Die Akzeptanz im größten Teil der Bevölkerung ist ja bereits da. "Wozu braucht man das?" ... "Ich fühle mich durch Messer bedroht." ... und ähnlicher BS.

    Beispiel HAZ von heute:

    http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-S...chwer-verletzt
    http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-S...nover-gesunken

    Aber wenns darum geht, Roß und Reiter zu nennen, beruft sich die Haz gerne auf den sogenannten Presseindex ... sorry Pressekodex.


    Bis denne!
    Frank

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  3. #2
    Registrierter Teilnehmer
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    AW: Verschärfungen am Beispiel Hannover

    Frank,

    ist ja auch ne Frechheit, jede Messerattacke oberhalb der Gürtellinie nun gleich als versuchte Tötung zur Anklage zu bringen! Das schadet wohl der Statistik?!
    Kann man jetzt wohl nicht mehr so lapidar unter den Teppich kehren?!
    Dieser Polizeipräsident hat leider seine Seele auch schon an die Gutmenschenregierung verkauft und Ross und Reiter sollten ja nun *jedem* bekannt sein, aber das zu publizieren bricht einem das Genick!

    Gruß,
    Nico

  4. #3
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    AW: Verschärfungen am Beispiel Hannover

    Mein 1. Satz war Ironie und der Rest die bittere Wahrheit!

  5. #4
    Forumsbetreiber Avatar von pitter
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    AW: Verschärfungen am Beispiel Hannover

    Es geht um was anderes, Pressekodex hin oder her.

    Ich glaube jetzt einfach mal den Zahlen im Artikel.

    Zum Thema vorsätzliche Tötungsdelikte: "Verzeichnete die Statistik im Jahr 2017 in 39,13 Prozent der Fälle den Einsatz einer Stichwaffe, waren es ein Jahr später bereits 43,33 Prozent."

    Versuchte Tötungsdelikte (Ich rate mal, das meint das gleiche wie "vorsätzliche" Tötungsdelikte. Warum wird gleiches nicht gleich genannt?): "Die Zahl der versuchten Tötungsdelikte ist von 38 im Jahr 2017 auf 52 im vergangenen Jahr gestiegen. Das könnte, nach Angaben von Kluwe auch daran liegen, dass die Staatsanwaltschaft seit dem vergangenen Jahr den Angriff mit einer Stichwaffe oberhalb der Gürtellinie automatisch als versuchte Tötung einstuft."

    Ok, es gab also eine Steigerung der Anzahl von 38 auf 52 versuchte Tötungsdelikte, wobei die Erhebung unterschiedlich ist. Geschenkt.

    Bei 52 versuchten Tötungsdelikten wurde in 43,33% der Fälle ein Messer verwendet, also bei 23 Fällen.
    Nehmen wir mal zu "unseren" Ungunsten die 52 Tötungsdelikte her, entsprechen die 39,13% vom Vorjahr 21 Fällen, bei denen ein Messer eingesetzt wird.
    Also zwei Fälle mehr, bei denen ein Messer verwendet wird.

    Darum gehts also. Aha.

    Mann kann natürlich auch behaupten, die Zahl der versuchten Tötungsdelikte, bei denen eine Stichwaffe eingesetzt wurde, stieg um über 10%. Wenn man das richtig (tm) skaliert, gibts nen dollen Powerpoint Bullshitbingographen.

    Pit"Falls ich was flachs gerechnet habe, bitte korrigieren"ter
    "Sagen, was man denkt. Und vorher was gedacht haben." - Harry Rowohlt

  6. #5
    Registrierter Teilnehmer MF-Mitglied
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    Avatar von dirkb
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    AW: Verschärfungen am Beispiel Hannover

    Zitat Zitat von pitter Beitrag anzeigen
    Also zwei Fälle mehr, bei denen ein Messer verwendet wird.
    Hab's nicht nachgerechnet, wird schon stimmen. Dazu kommt noch die Frage, was denn alles unter dem Begriff Stichwaffe gefasst wird, ist jedenfalls sicher nicht auf Messer beschränkt.
    Das ist ja wieder 'ne Syphilis-Arbeit hier.

  7. #6
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    AW: Verschärfungen am Beispiel Hannover

    Die Definition "Stichwaffe" beschränkt sich mit Sicherheit *nicht* nur auf Messer, aber in der Realität werden es Messer *sein*!
    Wer von den "üblichen Verdächtigen" schleppt schon nen Schraubendreher mit sich rum, wenn alle anderen seiner "Kumpels" ein Messer dabei haben?!

    Ich glaube eh keiner Kriminalstatistik mehr, aber Pitter das wohl ordentlich "aufgedröselt"?!

  8. #7
    Forumsbetreiber Avatar von pitter
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    AW: Verschärfungen am Beispiel Hannover

    Zitat Zitat von Scagel44 Beitrag anzeigen
    DWer von den "üblichen Verdächtigen" schleppt schon nen Schraubendreher mit sich rum, wenn alle anderen seiner "Kumpels" ein Messer dabei haben?!
    Ich habs jetzt zweimal dezent überlesen, nochmal überlese ich das Geschwurbel nicht. Selbst *wenn* der Anteil von Ausländern oder Menschen mit ausländischen Hintergrund bei solcher Art Straftaten überproportional hoch wäre und selbst *wenn* man das in der Veröffentlichung bewusst unter den Tisch fallen lässt. Dann gibts dafür eine guten Grund. Weil die Menge der Dummdödelwutbürger schlicht zu dämlich ist, Fakten erstmal Fakten sein zu lassen und sich darüber mal in Ruhe Gedanken zu machen. Sondern weil sie sofort auf jeden Trigger anspringen, wenn sie glauben, ein Thema verstanden zu haben. Was sie natürlich nicht tun. Die Wirklichkeit wenigstens einigermaßen umfassend darzustellen, passt nicht aufs Handy und nicht in alle Köpfe. Also lässt man manches weg.

    Obs die richtige Strategie ist, ist ne andere Frage. Verstehen könnte ich es.

    Pitter
    "Sagen, was man denkt. Und vorher was gedacht haben." - Harry Rowohlt

  9. #8
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    AW: Verschärfungen am Beispiel Hannover

    Da hast du natürlich recht, obwohl ich nicht auf jeden Trigger anspringe!
    Für wenig-bis garnicht infornierte Bürger ist das leider ein zündedes Thema, was *ich* aber auch nachvollziehen kann!

    Ich *bin* halt aus Hannover und damit kann ich eine Art Beurteilung vornehmen!

    Ich bremse mich jetzt aber ein!!!

  10. #9
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    AW: Verschärfungen am Beispiel Hannover

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    Zitat Zitat von pitter Beitrag anzeigen
    Das könnte, nach Angaben von Kluwe auch daran liegen, dass die Staatsanwaltschaft seit dem vergangenen Jahr den Angriff mit einer Stichwaffe oberhalb der Gürtellinie automatisch als versuchte Tötung einstuft."
    Es gibt z.Z. einen allgemeinen Trend, bei strafrechtlichen Ermittlungen wenn immer es irgendwie geht erstmal mit versuchter Tötung einzusteigen. Das hat im Zweifel schlicht verfahrenstaktische Gründe, weil die Strafverfolgungsbehörden dann bei den Ermittlungen im Rahmen der StPO erstmal viel mehr dürfen, als ohne versuchten Tötungsverdacht. Im Laufe des Ermittlungsverfahrens bleibt davon dann aber halt oft nicht viel über, geschweige denn daß es für eine Anklage oder gar Verurteilung reicht.

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