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Thema: Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

  1. #1
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    Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

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    Zum Anwender

    Ich koche täglich für unseren Zwei-Personen-Haushalt und gelegentlich für 4-5 Personen. Da ich folglich keine großen Mengen an Lebensmitteln zu verarbeiten habe und glücklicherweise während des Kochens auch nicht dem häufigen Stress und Zeitdruck eines Profikoches ausgesetzt bin, gehöre ich zur Fraktion der 18cm-Klingen-Verwender. Ich mag leichte und handliche Messer, mit denen ich auch ohne Wiegeschnitt schnell, präzise und effektiv arbeiten kann. Irgendwie widerstrebt es mir, mit dünnen harten Schneiden wiegend auf dem Brett rumzutänzeln. Das überlasse ich lieber den Profis, die ihr Handwerk auch beherrschen und die dazu passenden Messer haben. Für mich habe ich eine Klingen schonende Arbeitsweise entwickelt, arbeite hauptsächlich mit dem drückenden Schiebeschnitt, vermeide unnötig harten Brettkontakt, benutzte weiche Kunststoffschneidbretter aus schwedischen Möbelhäusern. Ookami hatte neulich mal diesen Link angeführt:
    http://www.youtube.com/watch?v=BisZ3nv6G3s
    So schneide ich in etwa.


    Die Messer im einzelnen:


    Kanetsugu Pro M Gyuto 180 mm

    Gewicht: 134 g
    Gesamtlänge: 310 mm
    Klingenlänge (Schneide): 180 mm
    Klingenhöhe: 40 mm
    Klingenmaterial: Molybdenum alloy high carbon stainless steel
    Härte: HRC 57
    Griffmaterial: Pakkawood
    Preis: 65 Euro

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    Dieses Messer kaufte ich vor 5 Jahren. Ich hatte damals das Tojiro DP HQ Gyuto und das Kanetsugu zur Auswahl und entschied mich für Letzteres aufgrund seiner Klingengeometrie. Es reizte mich einfach, diese dünne Klinge auszuprobieren, obwohl ich ehrlich gesagt Bedenken hatte, ob die extrem fein ausgeschliffene Schneide auch stabil sein würde. Schließlich geht es hier um einen nicht besonders hoch gehärteten rostträgen Stahl, zu dessen chemischer Zusammensetzung keine genauen Angaben gemacht werden. Die Schärfe OOTB war herausragend im Vergleich mit meinen anderen Messern, ausgenommen das Sirou Kamo Kenyo mit Honbazuke. An der Verarbeitung gab es nichts zu meckern. Was mir bis heute nicht gefällt, ist das Aussehen des Griffs. Hier hat sich der Hersteller von den Mitbewerbern abzusetzen versucht, sehen doch die Yo-Griffe anderer Hersteller wie Masamoto, Hiromoto, Hattori, Misono, Ryusen, Tojiro oder Aoki alle ziemlich gleich aus. Ob man sich bei Kanetsugu damit jedoch einen Gefallen getan hat, ist aus meiner Sicht zumindest fraglich. Der Griff liegt zwar gut in meiner (mittelgroßen) Hand und ist sicherlich auch für große Hände gut geeignet, da er im Vergleich zu den meisten anderen Yo-Griffen in der Seitenansicht höher ist. Auch sind die einzigartigen Ausfräsungen durchdacht und lassen den kleinen Finger sich gut anschmiegen. Sie verleihen jedoch dem Griff in Kombination mit seinen ungewöhnlichen Proportionen ein sehr „gewöhnungsbedürftiges“ Aussehen. Das ist und bleibt letztlich natürlich Geschmacksache. Wichtiger ist da die Haptik, und die ist nicht schlechter als bei anderen Yo-Griffen.

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    Das Kanetsugu war über einen Zeitraum von 3,5 Jahren das meistgenutzte „Arbeitstier“ in meiner Küche. Wenn man sich die Klingengeometrie ansieht, dann verwundert es nicht, wie mühelos die dünne Klinge durch jedes Schnittgut gleitet. Ihre besondere Stärke ist die Verwendung für hartes Gemüse wie Möhren, Sellerie oder Fenchel. Aber nicht nur die Schneidfähigkeit der Klinge ist vorzüglich, auch die Schneidhaltigkeit ist ausgezeichnet. Das spricht dafür, dass man hier eine gelungene Kombination von Klingenmaterial, Wärmebehandlung und Klingengeometrie gefunden hat. Insbesondere muss der ballige Anschliff erwähnt werden, welcher der nicht sehr harten Schneide einerseits eine höhere Robustheit verleiht, andererseits ihre Schneidfähigkeit zusätzlich verbessert. Erfreulicherweise ist die Schneide trotz ihrer Feinheit nicht sehr empfindlich.
    Geschärft wird das Messer mit der Mauspad-Methode. Mit etwas Übung erreicht man hier schnell sehr gute Ergebnisse. Wenn ein neuer Schliff notwendig geworden ist, beginne ich mit 1000er Nassschleifpapier auf dem Mauspad und schleife dann weiter mit Micro-Mesh Soft Pads (1500/4000/6000/8000/12000). Auf dem Pastenleder lässt sich sehr lange eine gute Schärfe erhalten.

    Bewertung:
    + Preis-Leistung
    + geringes Gewicht
    + Unempfindlichkeit
    + feine Klingengeometrie
    + hervorragende Schneidfähigkeit
    + sehr gute Schneidhaltigkeit
    + einfache Schärfbarkeit
    - optischer Eindruck


    Schanz Custom Gyuto

    Gewicht: 108 g
    Gesamtlänge: 280 mm
    Klingenlänge (Schneide): 174 mm
    Klingenhöhe: 35 mm
    Klingenmaterial: SB1
    Härte: HRC 61
    Griffmaterial: Micarta
    Preis: 180 Euro

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    Vor 1,5 Jahren war Jürgen Schanz so nett, mir ein Gyuto nach meinen Wünschen zu machen. Da ich meine Messer sorgfältig behandle, bat ich darum, die Klinge in SB1 so dünn wie möglich auszuführen. Ich erhielt ein Messer, welches für mich keine Wünsche offen lässt. Naja, Lieferung in einer schönen Schachtel statt in Zeitung eingewickelt wäre irgendwie sexier gewesen. „Out of the newspaper“ war die Schärfe jedoch sehr gut. Die Klinge ist wirklich sehr dünn und extrem schneidfreudig und gleitet wunderbar durch jedes Schnittgut. Auch die Schneidhaltigkeit ist ausgezeichnet. Fast täglich im Gebrauch, habe ich das Messer in den 1,5 Jahren zweimal auf dem 2000er Shapton und BBB geschliffen, zwischendurch ließ sich die Gebrauchsschärfe mit dem Keramikschleifstab sehr schön erhalten. Erst für diesen Vergleichstest habe ich einen neuen Schliff angelegt auf folgenden Steinen: 300/1000/2000/BBB/dann Leder mit Paste. Haare spalten klappte an einer Stelle. Das Schleifen war auch für einen mittelmäßigen Schleifer wie mich sehr einfach; hatte ich mir schwieriger vorgestellt beim SB1. Das Messer ist übrigens sauber verarbeitet, mein bisher einziges mit schön abgerundetem Klingenrücken, und mit 108 Gramm sehr leicht. Der Micarta-Griff fühlt sich gut an und liegt perfekt in der Hand.

    Bewertung:
    + geringes Gewicht
    + sehr dünne Klinge
    + hervorragende Schneidfähigkeit
    + sehr gute Schneidhaltigkeit
    + gute Schärfbarkeit
    - nichts


    Hiromoto Aogami Super Gyuto 180 mm

    Gewicht: 148 g
    Gesamtlänge: 310 mm
    Klingenlänge (Schneide): 185 mm
    Klingenhöhe: 40 mm
    Klingenmaterial: Schneidlage Aogami Super, rostfreie Flanken
    Härte: HRC 63-64
    Griffmaterial: Staminawood
    Preis: 100 Euro

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    Eine Mischung aus kindlicher Neugierde und günstigem Dollarkurs veranlasste mich vor einigen Wochen, mein erstes Messer aus Japan zu importieren. Das Hiromoto AS hat eine harte Schneidlage aus Aogami Super (HRC 63-64), flankiert von rostfreien Außenlagen. Erster Eindruck: ein schönes, perfekt verarbeitetes Messer. Nichts zu meckern. Schöner Griff aus Holzlaminat, liegt sehr angenehm in meiner Hand. Der Übergang zwischen Schneid- und Außenlagen sieht sehr schön aus. Mir gefällt der Kontrast der mittlerweile in Regenbogenfarben angelaufenen Schneide zu den blanken Flanken sehr gut.
    Leider war die Schärfe OOTB nicht so toll. Mit etwas Mühe ließen sich zwei, drei Haare vom Arm abkratzen. Hm, das funktionierte damals sogar mit meinem neuen Güde Kochmesser (Klopper!) besser?! Da sich die Schneide aber eigentlich scharf anfühlte, hatte ich keine Lust, einen komplett neuen Schliff anzulegen, sondern benutzte nur den BBB sowie das Pastenleder, um eine ordentliche Schärfe rauszukitzeln. Ok, danach rasierte es und musste auch sogleich im Vergleichstest gegen das Kanetsugu und das Schanz antreten.
    Mittlerweile ist das Hiromoto seit ca. 5 Wochen im Kücheneinsatz. Die Schneidhaltigkeit ist wie erwartet sehr gut. Einmal wurde es über den Keramikstab gezogen, was gut funktionierte. Alles in allem ein schönes Messer.

    Bewertung:
    + Preis-Leistung
    + gute Schneidfähigkeit
    + sehr gute Schneidhaltigkeit
    + sehr einfache Schärfbarkeit
    - etwas zu dicke Klinge


    Zum Vergleich

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    Vergleich Klingengeometrie:

    Zum besseren Verständis hier meine 7 Messpunkte der Klingendicke bildlich dargestellt:

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    Klingenrücken: 1 cm vor hinterem Ende der Klinge, Klingenmitte, Spitze
    Halbe Klingenhöhe: dto
    Direkt oberhalb der Fase bzw. des Anschliffs: dto
    Alle Maße in mm

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    Die Zahlen bestätigen das, was man schon mit bloßem Auge sofort erkennen kann: das Hiromoto hat von den dreien die dickste Klinge. Auf halber Klingenhöhe ist das Kanetsugu hinten rund 26 %, in der Mitte rund 21 % dünner. Das Schanz ist in diesem Bereich sogar 35 % (hinten) und 45 % (Mitte) dünner. Und das macht sich beim Schneiden vor allem harter Gemüse deutlich bemerkbar.

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    Vergleich Klingendicke:

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    Voraussetzungen im ersten Vergleich:

    Das Hiromoto hatte seinen Original-OOTB-Schliff, optimiert mit BBB und Pastenleder. Das Kanetsugu hatte ich vor ein paar Wochen geschliffen und danach praktisch nicht benutzt. Das Schanz erhielt für den Test einen frischen Schliff.

    Nun durften sich die drei Messer an der Zubereitung eines Gemüseeintopfes beteiligen. Geschnitten wurden Zwiebeln, Möhren, Knollensellerie, Kartoffeln, Wirsing und Lauch. Das Hiromoto machte seine Sache gut; mit dem Messer lässt es sich gut arbeiten. Aber das Kanetsugu ging deutlich spürbar leichter durch alle Gemüse hindurch. Es ist durch seine feinere Klingengeometrie hier einfach im Vorteil. Jedoch wurde auch das Kanetsugu wiederum deutlich vom Schanz-Gyuto übertroffen. Dieses Messer verfügt aufgrund seiner sehr dünnen Klinge über eine hervorragende Schneidfähigkeit. Mit ganz wenig Druck lassen sich auch die harten Gemüse ganz leicht zerteilen und kleinwürfeln. Im Druckschnitt-Vergleich ist der Unterschied zu den Konkurrenten nicht ganz so groß, im Zugschnitt aber ist das Schanz deutlich überlegen.

    Um dem Hiromoto noch eine Chance zu geben, habe ich für einen zweiten Vergleich nochmal alle drei Messer frisch geschärft. Das Schanz wurde nochmals auf dem Pastenleder abgezogen. Dann habe ich das Kanetsugu auf den Micro-Mesh Soft Pads (1500/4000/8000/12000) + Pastenleder nachgeschliffen. Das Hiromoto bekam einen neuen Schliff (1000/2000/BBB/Pastenleder) und war nun deutlich schärfer als beim ersten Vergleich. Das Schleifen des Aogami Super ging recht einfach. Die Schneide war nun etwas schärfer als die des Kanetsugu, wie sich beim Schnitt durch Zeitungspapier zeigte.

    Geschnitten wurde nun Gemüse und Obst für meine Hunde, die gebarft werden (Möhren, Kohlrabi, Fenchel, Äpfel) und später für eine Gemüsepfanne Julienne Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln, Zucchini.
    Das Hiromoto machte nun einen etwas besseren Eindruck, ging ganz gut durch das Schneidgut. Aber wiederum ging mit dem Kanetsugu alles etwas leichter, trotz geringerer Schärfe. Durch den Fenchel ging es sogar wesentlich besser. Dass zeigt deutlich, wie entscheidend wichtig eine schlanke Klingengeometrie für eine gute Schneidfähigkeit ist, vor allem wenn es um das Schneiden von hartem Gemüse geht. Hier ist das Hiromoto trotz momentan etwas höherer Schärfe dem Kanetsugu klar unterlegen.

    Aber wiederum zog das Schanz beiden Konkurrenten in Sachen Schneidfähigkeit deutlich davon. Seine dünnere Klinge macht es einfach überlegen und ich vermute, dass es auch andere rostträge Messer aus Serienproduktion schwer haben werden, die Schneidfreudigkeit dieses Messers zu übertrumpfen. Ich erwähnte ja eingangs, dass ich Jürgen Schanz gebeten hatte, die Klinge aus SB1 wirklich auszureizen, was die Klingendicke betrifft. Bei Serienproduktionen wird man es sich kaum leisten können, so nah ans Limit zu gehen wie in diesem Fall.

    Nochmal kurz zum Thema Schneidhaltigkeit: Diese hängt ja nicht nur vom Klingenstahl und dessen Wärmebehandlung ab, sondern außerdem vom Schneidenwinkel und, nicht zu vergessen, besonders auch vom Anwenderverhalten. Das Schanz schneidet in dieser Disziplin jedenfalls ganz hervorragend ab und auch das Kanetsugu bleibt sehr lange scharf, trotz relativ geringer Klingenhärte. Die dünne Klingengeometrie der beiden Messer wirkt sich eben positiv auf deren Schneidhaltigkeit aus. Die relativ dicke Klinge des Hiromoto ist hier ein Nachteil und es muss sich noch zeigen, ob es aufgrund seiner Aogami Super Schneidlage trotzdem in dieser Disziplin die Nase vorn haben wird. Ich glaube aber eher, dass es sich zwischen Schanz und Kanetsugu einordnen wird.

    Und nochmal zur Schärfbarkeit: Ich war überrascht, wie einfach sich das Schanz schleifen lässt – vom Aufwand her ungefähr gleich das Hiromoto. Mit ein bißchen Schleiferfahrung kein Problem. Das Kanetsugu zu schleifen ist mit der Mauspad-Methode auch recht einfach. Allerdings ist auch hier ein bißchen Übung erforderlich, um den richtigen Schleifwinkel und –druck herauszufinden und um die Schneidenspitze zu treffen.


    Fazit:

    Platz 3:
    Das Hiromoto ist insgesamt ein gutes Messer zu einem relativ günstigen Preis und ich arbeite gern damit. Es liegt gut in der Hand und erfüllt alle Aufgaben ganz ordentlich, wenn es auch nicht gerade der große Möhrenkiller ist. Dazu ist seine Klingengeometrie etwas zu grob und da hilft auch ein sehr guter Stahl wie der Aogami Super mit seiner hohen Härte nicht weiter.

    Platz 2:
    Hinter dem etwas gewöhnungsbedürftigen Äußeren des Kanetsugu verbirgt sich ein ganz tolles Messer: dünne Klingengeometrie, dadurch sehr schneidfreudig, schneidhaltig, leicht zu schärfen, und das zu einem sensationell günstigen Preis – was will man mehr! Das einzige, was diesem Messer fehlt, ist ein schöner Griff.

    Platz 1:
    Wesentlich teurer als die Konkurrenten, ist das Schanz jeden Cent seines Preises wert. Viel dünner kann ein Kochmesser kaum sein und entsprechend schwierig dürfte es sein, dessen Schneidfähigkeit zu übertreffen. Es spielt schon in einer anderen Liga als die beiden Konkurrenten und macht allein aus dem Grund mehr Freude, da es eine Sonderanfertigung nach eigenen Wünschen ist.

    Gruß
    Pflaster

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  3. #2
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    AW: Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

    vielen dank für das (die?) ausführliche review und die vielen bilder. hat mir sehr viel spass gemacht zu lesen. beim bestellen von sehr dünnen klingen bin ich mittlerweile vorsichtig geworden, da diese meiner meinung nach auch schnell zu dünn werden können und man probleme mit der "schneidgutfreisetzung" bekommen kann. ein hiromoto aogami super hatte ich gestern auch in der post, bin gespannt wie es sich verhält.

  4. #3
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    AW: Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

    Hallo Berko!
    Wie zufrieden bist du denn mit deinem Hiromoto? Hat es deine Erwartungen erfüllt? Mich persönlich würde interessieren, ob du bezüglich Schneidfähigkeit und Schneidhaltigkeit schon Vergleiche zu den Ashi Hamono (Shirogami und Schwedenstahl) ziehen kannst.
    Gruß
    Pflaster

  5. #4
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    AW: Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

    Danke für das sehr aufschlussreiche Review. Ich bin auch sehr gespannt, was berko zu dem Messer zu sagen hat.
    Eine Anmerkung sei mir aber erlaubt: Ein Messer mit 63-64° HRC ist deutlich zu hart für den Stahl. Im harmlosesten Fall tut er nichts (außer im Falle von Keramik ein bisschen lustlos daran herumzuschleifen), im schlimmsten Fall macht er die Schneide kaputt.

  6. #5
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    AW: Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

    ich bin momentan noch im urlaub und hatte wenig gelegenheiten es zu nutzen. es handelt sich bei meinem hiromoto übrigens um ein 150er petty. die verarbeitung ist jedenfalls top. verglichen mit den ashis sollte es die schärfe meiner erfahrung nach länger halten. aber das wird sich noch zeigen.

  7. #6
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    AW: Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

    @ Schwatvogel
    Einmal wurde es über den Keramikstab gezogen, was gut funktionierte.
    Ich benutze keinen Wetzstahl, sondern zwei verschiedene Keramikschleifstäbe. Wie "lustvoll" die ihren Dienst an einer hoch gehärteten Schneide versehen, kann ich nicht sagen . Das Auffrischen der Schärfe funktioniert damit jedenfalls prima, solange man mit Gefühl und nur ganz wenig Druck an die Sache herangeht. Soviel zur Klarstellung; das sollten wir an dieser Stelle aber wohl besser nicht vertiefen...

    @ Berko
    Ich hatte gehofft, du hättest auch ein Hiromoto Gyuto erhalten. Der direkte Vergleich mit weiteren Gyutos wäre sehr interessant gewesen. Ich wünsche dir jedenfalls viel Spaß mit dem Petty.

    Gruß
    Pflaster

  8. #7
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    AW: Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

    Toller ausführlicher Bericht Pflaster,
    danke dafür.

    Ich hätte gedacht, das das Hiromoto besser abschneiden wird.

    grüße
    naranja

  9. #8
    Moderator Forum Jürgen Schanz MF-Mitglied (gewerblich) Avatar von Schanz Juergen
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    AW: Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

    @pflaster,
    DANKE für diesen Bericht !!! - sorry, hab das gerade erst gesehen..
    hätte meine Werbeagentur nicht besser schreiben können

    und SORRY - normalerweise kommen alle handgefertigten Messer ( egal ob Kochmesser, Fixed oder Folder) immer in einer Zipper Pouch - ausser.... ausser, wenn die gerade mal alle sind.. tut mir leid!

  10. #9
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    AW: Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

    @ naranja
    Freut mich, nochmal von dir zu lesen. Ich hatte auch etwas mehr von dem Hiromoto erwartet, obwohl es ja aus meiner Sicht dennoch ein recht gutes Messer ist. Nur ist eben das Bessere des Guten Feind. Und das bringt dann ein direkter Vergleich ans Licht.
    Trotzdem – die Schneidfähigkeiten des Hiromoto zu kritisieren ist sicherlich „jammern auf hohem Niveau“.

    @ Jürgen
    Wer braucht schon eine Werbeagentur, wenn er – wie du – seine tolle Arbeit für sich sprechen lassen kann?! Ich hab nur versucht, meine subjektiven Eindrücke möglichst objektiv wiederzugeben – oder so ähnlich. Das Gyuto hat jedenfalls einen schönen Platz am Messerständer und macht mir auch ohne Zipper Pouch viel Freude. Hauptsache du bist nicht böse auf mich, weil ich deine Zeitung achtlos ins Altpapier entsorgt habe...

    Liebe Grüße an euch beide
    Pflaster

  11. #10
    Registrierter Teilnehmer
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    AW: Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

    Hallo!
    Nachdem ich das Hiromoto-Gyuto vier Monate lang fast täglich im Kücheneinsatz hatte, kann ich abschließend noch etwas zu dessen Schneidhaltigkeit schreiben. In dieser Disziplin hat mich das Messer sehr positiv überrascht und meine Erwartungen klar übertroffen. Da meine Frau und ich nicht zur Gattung der Vielfraße gehören, fallen bei uns natürlich nur recht überschaubare Mengen an zu verarbeitenden Lebensmitteln an. Und so hat es vier Monate gedauert, bis die Schärfe des Hiromoto so weit nachgelassen hatte, dass ich meinte, Hand anlegen zu müssen. An der Schneide hatte sich ein fühlbarer kleiner Grat gebildet – was ich eigentlich von meinen anderen Aogami- und Shirogami-Klingen so nicht kenne. Mit fünf sanften Strichen pro Seite über den Arkansas-Keramikstab war das Problem beseitigt und die Schneide rasierte wieder tadellos.
    In vier Monaten wurden also rund 240 Essen zubereitet, wobei es natürlich nicht jedesmal viel zu schnibbeln gab. Ich weiß nicht, wie das Pensum eines Profikoches so aussieht, aber ich schätze mal, der haut so viele Essen in einer oder zwei Wochen raus – bitte verbessert mich, wenn ich falsch liege. Jedenfalls, um auf meinen Gyuto-Vergleich zurückzukommen, hat sich doch noch eine Disziplin gefunden, in der das Hiromoto die Nase vorn hat. In Sachen Schneidhaltigkeit übertrifft es doch recht deutlich sogar das Schanz, das Kanetsugu sowieso. Da hatte Koki also schon recht, als er schrieb: “We believe the edge retention of Hiromoto Aogami Super knife is outstanding when we compare to other knives.”
    Wer also ein nicht allzu teures, trotzdem gut verarbeitetes, aber nicht super dünnes Gyuto mit besonders guter Schneidhaltigkeit sucht, der wäre mit dem Hiromoto gut bedient.

    Um für Gyuto-Interessierte den Vergleich noch ein wenig auszudehnen bzw. um weitere Infos zu bündeln, verlinke ich hier zu zwei Reviews über das Kagayaki CarboNext.
    http://www.messerforum.net/showthrea...arboNext-Gyuto
    http://www.messerforum.net/showthrea...te-Eindr%FCcke
    Dort finden sich ja ebenfalls aufschlussreiche Fotos, Fakten und Zahlen, so dass man Quervergleiche ziehen kann. Schwatvogel hat richtigerweise in seinem Review darauf hingewiesen, dass man bei den Zahlen, die die Klingengeometrie betreffen, natürlich die unterschiedlichen Klingenhöhen beachten muss, wenn man 180er, 210er und 240er Klingen miteinander vergleicht. Aber, eine richtige Interpretation der Fakten vorausgesetzt, sind die Vergleiche durchaus aufschlussreich.

    Hier habe ich nochmal Schwatvogels Messpunkte für das Hiromoto übernommen:
    (KH=Klingenhöhe; R=Rücken; H=Hälfte; W1= 1cm Abstand von der Schneide; Spitze= 1cm Abstand von der Spitze)

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

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    Und hier werfe ich noch die W1-Werte der beiden anderen in den Ring:
    Schanz: Heft= 0,91 / 1/3= 0,71 / 2/3= 0,67
    Kanetsugu: Heft= 0,96 / 1/3= 0,84 / 2/3= 0,80


    Und hier noch zum Vergleich ein paar Zahlen zu meinem neueren Ashi Ginga 210mm aus rostträgem Schwedenstahl. Da ich dessen Klinge nicht auch direkt wieder mit dem Messschieber zerkratzen will, habe ich nur die Dicken am hinteren Ende der Klinge gemessen:
    KH= 43 / R= 1,8 / H= 1,28 / W1= 0,83.

    Diese Maße können direkt mit dem CarboNext verglichen werden:
    KH= 43,1 / R= 2,15 / H= 1,65 / W1= 1,10.


    links Hiromoto, rechts Ashi; das CarboNext liegt dazwischen, aber weitaus näher beim Hiromoto:
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    So, viel Spaß beim Nachrechnen und Quervergleichen, um eigene Schlüsse ziehen zu können.

    Gruß
    Pflaster

  12. #11
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    AW: Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

    Hi,
    ist gut nachvollziehbar für mich.
    Arbeite-als Profi- ebenfalls mit einem Schanz Gyuto (18,5cm, normal ausgeschliffen) und mit einem AS Gyuto (Kohetsu,24 cm).
    Beide Messer wurden von mir bislang noch nicht mit einem neuen Grundschliff versehen, d.h. ich pflege/ruiniere noch den Auslieferungszustand. Shapton GS 4k, BBB, Balsaholz mit Siliziumcarbid und Chromoxid und auch mal nen 1000er Wetzstab.
    Wahrscheinlich sind meine Schleif/Abziehwinkel nicht die selben, wie die an den Messern angebrachten und deswegen auch irgendwie "evtl.nicht voll kompertibel zum Produkt"...?-
    Aber:
    Bis jetzt sieht es so aus, das der AS in Punkto Standzeit, vor allen bei der Topschärfe, dem SB1 klar überlegen ist!
    Große Überraschung auch für mich, wird hier doch gerne gesagt, dass die rostfreien Topstähle den rostenden in dieser Eigenschaft überlegen sind.
    Da scheine ich auch gerade andere Erfahrungen zu machen.

    Ich werde irgenwann demnächst bei beiden mal "meinen" eigenen Schliff anbringen zum einen und dann gaaanz ausgiebig nochmal auf Herz und Nieren testen: Bin ab Mitte Juli 20 Tage am Stück für ein Seminar am kochen. 200 Personen, alles frisch,2 Kühlhäuser mit Gemüse, mehrere Stunden am Tag am Holzbrett und alles easy going...Schreib dann natürlich was dazu hier.

  13. #12
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    AW: Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

    Zitat Zitat von Kiam Beitrag anzeigen
    Bis jetzt sieht es so aus, das der AS in Punkto Standzeit, vor allen bei der Topschärfe, dem SB1 klar überlegen ist!
    Große Überraschung auch für mich, wird hier doch gerne gesagt, dass die rostfreien Topstähle den rostenden in dieser Eigenschaft überlegen sind.
    Da scheine ich auch gerade andere Erfahrungen zu machen.
    Eigentlich keine so riesige Überraschung. Der Aogami des Hiromoto liegt bei 63-64° HRC, der SB1 des Schanz bei 60-61° HRC. Tendentiell sind rostträge Stähle schnitthaltiger als ihre rostenden Pendants - wenn sie gleich hart sind.

  14. #13
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    AW: Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

    Servus,

    Zitat Zitat von Kiam Beitrag anzeigen
    Bis jetzt sieht es so aus, das der AS in Punkto Standzeit, vor allen bei der Topschärfe, dem SB1 klar überlegen ist!
    Große Überraschung auch für mich, wird hier doch gerne gesagt, dass die rostfreien Topstähle den rostenden in dieser Eigenschaft überlegen sind.
    Da scheine ich auch gerade andere Erfahrungen zu machen.
    diese Erkenntnis hat sich auch bei mir eingestellt. Ich teste AS gerade ausgiebig, wenn auch unter etwas anderen Umständen. Das Ergebnis läuft aber auf das Gleiche hinaus. Auch bei einer herausfordernde Belastung hält die Standzeit stur dagegen und bei gewissenhafter Pflege am Keramikstab (damit meine ich ein paar gefühlvolle Züge) zerteilt die Schneide danach dünnes Zeitungspapier ohne zu rupfen. Gefühlt benötigen harte, schnitthaltige, rostträge Stähle weit mehr Zeit und Willen vom Anwender um zu einem ähnlichem Ergebnis zu kommen.

    Ich werde irgenwann demnächst bei beiden mal "meinen" eigenen Schliff anbringen zum einen und dann gaaanz ausgiebig nochmal auf Herz und Nieren testen: Bin ab Mitte Juli 20 Tage am Stück für ein Seminar am kochen. 200 Personen, alles frisch,2 Kühlhäuser mit Gemüse, mehrere Stunden am Tag am Holzbrett und alles easy going...Schreib dann natürlich was dazu hier.
    Jetzt wo die Produktion von Hiromoto AS eingestellt wird, werde ich mir wohl noch eines holen. Auch wenn eine *stabilere* Geometrie schon wie selbstverständlich als Grund genannt wird, ein Messer nicht zu kaufen, so ist und bleibt ein herausragenden gemachter und aufbereiteter Stahl immer noch ein Leckerbissen an sich.

    Ich erwarte mit Spannung deinen Bericht!


    Gruß, güNef

  15. #14
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    AW: Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

    Zitat Zitat von güNef Beitrag anzeigen
    Jetzt wo die Produktion von Hiromoto AS eingestellt wird, werde ich mir wohl noch eines holen. Auch wenn eine *stabilere* Geometrie schon wie selbstverständlich als Grund genannt wird, ein Messer nicht zu kaufen, so ist und bleibt ein herausragenden gemachter und aufbereiteter Stahl immer noch ein Leckerbissen an sich.
    Zumal ja auch nichts dagegen spricht sich die Geometrie nachträglich dünner machen zu lassen
    Sieht sogar ganz schick aus wie man in US-foren gut bestaunen kann.

    Gruß, Gabriel

  16. #15
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    AW: Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

    Servus,

    Zitat Zitat von Gabriel Beitrag anzeigen
    Zumal ja auch nichts dagegen spricht sich die Geometrie nachträglich dünner machen zu lassen
    diese Möglichkeit ist mir bewusst, zumal ich ja bei Jürgen um das Ansetzten eines *badischen Dünnschliffs* ansuchen könnte. .

    Allerdings müsste ich dann den Verlust des verlockenden Preis-Leistungsverhältnis der Hiromoto AS Serie bei Hrn. Iwahara akzeptieren. Wenn ein Ergebnis vorliegt, wird man es hier sehen und lesen können.

    Gruß, güNef

  17. #16
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    AW: Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

    das ist mal ein wirklich ausführlicher Review- vielen Dank dafür.

  18. #17
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    AW: Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

    Zitat Zitat von Gabriel Beitrag anzeigen
    Zumal ja auch nichts dagegen spricht sich die Geometrie nachträglich dünner machen zu lassen
    Zitat Zitat von güNef Beitrag anzeigen
    Servus,

    diese Möglichkeit ist mir bewusst, zumal ich ja bei Jürgen um das Ansetzten eines *badischen Dünnschliffs* ansuchen könnte. .
    Hallo!
    Recht haben die beiden! Und so habe ich deren Anstoß kürzlich in die Tat umgesetzt und das Hiromoto den kundigen Händen des Meisters zugeführt. Meine Bitte war, den Klingenrücken abzurunden und die Klinge etwas auszudünnen bzw. deren Geometrie zu optimieren. Was in dieser Hinsicht machbar ist, habe ich Jürgen überlassen.
    Das Ergebnis der badischen Schlankheitskur (vorher/nachher):

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    Man sieht, dass der Bereich oberhalb der Schneide dünner geworden ist. Die Schneidfähigkeit hat sich spürbar – wenn auch nicht dramatisch – verbessert. Schließlich kann auch der Jürgen nicht hexen (nehme ich jedenfalls an...). Für mich waren die Schanzschen Maßnahmen auf jeden Fall sinnvoll und haben das Hiromoto wie gewünscht optimiert. Als Abschluss habe ich ihm noch eine Politur angedeihen lassen.

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    Gruß
    Pflaster

  19. #18
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    AW: Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

    Servus,

    also das Hiromoto AS sieht jetzt fantastisch aus, der Kontrast von Schneide/Schneidlagenpatina und den polierten Flanken ist absolut mein Ding

    Und das bei verbesserter Geometrie, da ich AS sehr mag, ist mein Interesse an einem Hiromoto wieder erwacht.

    Danke für die Information!

    Gruß, güNef

  20. #19
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    AW: Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

    Hallo güNef,
    freut mich, dass ich dein Interesse am Hiromoto erneut geweckt habe. Ich bin gespannt, ob es irgendwann in deiner Sammlung auftauchen wird. Die Patina der Schneidlage sieht zur Zeit wirklich sehr schön aus. Die Regenbogenfarben werden sich aber in ein paar Wochen verabschiedet und in ein einfaches Grau verwandelt haben.
    Gruß
    Pflaster

  21. #20
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    AW: Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

    Servus,

    Zitat Zitat von Pflaster Beitrag anzeigen
    Ich bin gespannt, ob es irgendwann in deiner Sammlung auftauchen wird.
    ich bin am Grübeln, wenn ja, dann hänge ich mich hier dran!

    Die Regenbogenfarben werden sich aber in ein paar Wochen verabschiedet und in ein einfaches Grau verwandelt haben.
    Meine beiden Caly 3 + 3.5 mit Hitachi's AS, also gleiches Ausgangsmaterial, habe ich mit einem veganen Curryhumus patiniert. War reiner Zufall, als ich die noch blanke Klinge zum Brotschmieren benutzt habe ist sie sofort in Regenbogenfarben angelaufen. Ich hab dann ein wenig herumgespielt und hier ist das Ergebnis:

    Ich benutze die Messer nach wie vor zum Vespern, die Patina bleibt beständig in allen Farben schillernd! Ich bin verrückt genug zu sagen, selbst bei einem Kochmesser wäre es wirklich Schade um den Kontrast!

    Gruß, güNef

  22. #21
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    AW: Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

    Servus,


    Zitat Zitat von güNef Beitrag anzeigen
    Jetzt wo die Produktion von Hiromoto AS eingestellt wird, werde ich mir wohl noch eines holen.
    Erneut angeregt von Pflaster's hervorragendem Testbericht, habe ich Hr. Iwahara um Info gebeten, nach kurzem geplauder per Mail kam folgende Antwort:

    "Master Nagao (President of Hiromoto company) is 78 years old. We regret he is going to get completely retired in near future. We regret he decided to stop making the Hiromoto brand knives."

    Tja, wenn die Lager leer und die AS-Serie vergriffen ist, dann ist es zu spät!

    "Zitat von Pflaster"
    freut mich, dass ich dein Interesse am Hiromoto erneut geweckt habe. Ich bin gespannt, ob es irgendwann in deiner Sammlung auftauchen wird.
    Also hab ich mir meines noch gesichert, ein 210mm Gyuto der AS-Serie, ist gestern angekommen.

    Ich hab damit noch keinen Schnitt gemacht, aber das Auspacken selber war schon ein Vergnügen, allein die hübsche Schachtel.....



    Ich habe zum optischen Vergleich das Kagayaki CarboNext herangezogen um mir einen ersten Eindruck von Geometrie und Verarbeitung zu machen.

    Ich mache es kurz, einen detaillierteren Bericht hänge ich hier erst nach ausreichender Erfahrung dran, was jetzt schon zu sehen ist, der Klingenrücken ist beim Hiromoto schmäler, vermessen wird am Wochenende, Daten reiche ich dann nach,

    Oben Hiromoto - Unten carboNext



    Der Griff ist genau um das Stück länger und fülliger, das beim CarboNext abgeht!

    Oben Hiromoto - Unten CarboNext



    Geometrisch für ein Dreilagenmesser doch nahe am CarboNext, fast bis zur Hälfte der Klinge ist halt zu viel Speck an den Flanken ob ich da ein "Schanzimoto" draus machen lasse, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen....

    Links Hiromoto - rechts CarboNext



    Die Verarbeitung ist nach makroskopischer Prüfung sehr schön, geringe Bearbeitungsspuren, die Kanten vom Kehl sind gebrochen, wenn auch nicht perfekt, liegt aber alles gut in der Hand.

    Das Finish eines Misono UX10 wird nicht erreicht, ist aber auch eine andere Liga.

    Das war's für erste, Fortsetzung folgt.....

    Gruß, güNef

  23. #22
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    AW: Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

    Moin,

    vielen Dank für deine Eindrücke.
    Ich persönlich würde definitiv ein Schanzimoto draus machen da mir die Klinge eindeutig zu "robust" wäre aber naja.. man braucht ja auch manchmal ein Messer fürs Grobe

    Dir viel Freude mit dem Messer!

    Gruß, Gabriel

  24. #23
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    AW: Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

    Hallo güNef,
    das ging ja doch ziemlich schnell mit deinem Hiromoto - ich gratuliere! Es kann sich doch durchaus neben dem Carbonext sehen lassen und scheint von der Klingengeometrie her gar nicht so viel gröber zu sein. Auf weitere Erkenntnisse deinerseits bin ich schon gespannt. Mit meinem "Schanzomoto" habe ich zuletzt viel geschnitten und bin doch mehr als zufrieden mit der verbesserten Schneidfähigkeit. Die Schanzsche Kur hat sich wirklich sehr gelohnt und wird hiermit nochmals wärmstens empfohlen. Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Spaß mit deinem Noch-Hiromoto!
    Gruß
    Pflaster

  25. #24
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    AW: Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

    Servus,

    ich reiche jetzt wie oben gesagt, die Vermessungsergebnisse nach, ich habe zusätzlich ein drittes Kochmesser zum Vergleich hinzugezogen. Den Markennamen halte ich vorerst bedeckt, warum wird erst später aufgelöst.

    Ich habe mit einem digitalen Messschieber gemessen und zwar an folgenden Punkten:

    Klingenrücken: unmittelbar nach dem Griff → Klingenmitte → Klingenspitze

    Kehl: an der Schneide → 5mm oberhalb → 10mm oberhalb → 15mm oberhalb

    Klingenmitte Schneide → 5mm oberhalb → 10mm oberhalb → 15mm oberhalb

    Klingenspitze Schneide → 5mm oberhalb → 10mm oberhalb → 15mm oberhalb

    Ich halte den Anschliff unmittelbar bis 5mm oberhalb der Schneidfase für eminent in Bezug auf das Eindringen der Klinge und die nächsten 10mm in Kombination mit einem dünnen Klingenrücken für den Durchschnitt von unnachgiebigem Schnittgut ohne zu spalten für entscheidend.

    Hiromoto AS: Klingenrücken: 1,95mm → 2,02mm→ 0,36mm

    CarboNext: Klingenrücken: 2,11mm → 1,88mm → 0,50mm

    Unbekannt: Klingenrücken: 2,29mm2,06mm 053mm


    Hiromoto AS Kehl: Schneide: 0,36mm1,02mm 1,40mm1,63mm

    CarboNext Kehl: Schneide: 0,36mm 0,78mm → 1,24mm → 1,32mm

    Unbekannt Kehl: Schneide: 0,53mm → 0,91mm → 0,97mm1,12mm


    Hiromoto AS Klingenmitte: Schneide: 0,32mm → 0,80mm1,24mm1,54mm

    CarboNext: Klingenmitte: Schneide: 0,23mm 0,44mm → 0,95mm → 1,06mm

    Unbekannt: Klingenmitte: Schneide: 0,49mm 0,66mm 0,91mm 1,01mm


    Hiromoto AS Klingesspitze: Schneide: 0,45mm0,53mm1,01mm 1,30mm

    CarboNext Klingenspitze: Schneide: 0,65mm → 0,61mm → 0,86mm0,99mm

    Unbekannt Klingenspitze: Schneide: 0,53mm → 0,62mm → 0,89mm → 1,06mm

    Der jeweils beste Wert ist blau gemerkt, der schlechteste rot!

    Ich weiß, es ist ein wenig mühevoll die Liste durchzusehen, das Ergebnis ist allerdings spannend.

    Vereinfacht zusammengefasst kann man sagen das Hiromoto hat im Originalzustand den dünnsten Anschliff unmittelbar hinter der Schneidfase, büsst dann aber Terrain ein, die Dreilagenkonstruktion ist hier ein Nachteil.

    Das CarboNext fällt im Originalzustand bei Anschliff zurück macht dann aber Terrain gut und zeigt sich als der beste Allrounder.

    Die ungewöhnlichste Geometrie hat das Unbekannte: Eine katastrophaler Beginn, ein 0,5mm flacher Stahl mit Anschliff, aber wo das Hiromoto immer breiter wird, bleibt das Unbekannte konstant auf schlankem Kurs und wird nur marginal breiter, zieht Stellenweise auch am CarboNext vorbei.

    Fazit: Im Serienzustand hat das CarboNext klar die schneidfreudigste Geometrie, wird das Hiromoto AS aber ausgedünnt rechne ich zumindest mit einem Gleichstand der Kräfte. Der tatsächliche Vergleich folgt hier noch nach.

    Wird das CarboNext ausgedünnt, hat das nachgezogene Hiromoto mit hoher Wahrscheinlichkeit das Nachsehen, auch hier folgt ein tatsächlicher Vergleich noch nach.

    Das Unbekannte hat Potenzial, wenn hier der Anschliff drastisch ausgedünnt wird könnte es eine Überraschung geben! Wenn das Unbekannte nach einer Schlankheitskur was taugt, gibt's was zu lesen!

    Gruß, güNef

  26. #25
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    AW: Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

    Na da bin ich mal gespannt, welche Marke sich hinter dem Unbekannten versteckt...

    beim Hiro überlege ich auch noch, ob ich so unvernünftig sein möchte und mir eins noch besorge bevor die Lager leer sind. Ne etwas robustere Geometrie für grobere Arbeiten (wie Kürbise, Sellerieknollen)fehlt mir noch, da packe ich mein dünnes Kohetsu eher ungerne für aus (und falls ich wirklich für nen Monat nach Sri Lanka zum kochen gehen sollte, wäre das auch kein schlechtes Messer zum mitnehmen). Stellt sich eben nur die Frage, wieviel Sinn es macht die ~25€ Aufpreis von nem 210er CarboNext zu nem Hiromoto zu zahlen... das Hiro hat andererseits natürlich bald mehr Nostalgiefaktor und die Kombo aus AS Kern und rostfreiem Mantel kenne und schätze ich ja von meinem Kohetsu schon. Beim Carbo bestände natürlich noch die Möglichkeit für rund 125€ nen 24er Gyuto zu kriegen... wovon ich noch keins in meiner Sammlung habe.
    Geändert von Karnstein (16.09.14 um 10:29 Uhr)

  27. #26
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    AW: Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

    Moin,

    danke dir für deine Gegenüberstellung. Jetzt würde ich aber doch gerne wissen, welches das mysteriöse unbekannte Messer ist!
    (auch wenn ich zwei Messer im Verdacht habe... ich sag nur soviel... hat es ein Kouruchi-Finish und ist es vielleicht ein Nakiri? )

    Auch wenn der letzte Post vielleicht nicht jetzt der Grund dafür war aber du hast es geschafft mir es doch wieder ins Gedächtnis zu rufen... grad nochmal ein Hiromoto Gyuto in 240mm bestellt solange es noch geht
    Man braucht ja ein Messer fürs Grobe...jedenfalls habe ich mich selbst mit der Begründung grad gerechtfertigt...
    Schande über dich

    Ob es noch ein Schanzomoto wird oder erstmal im Originalzustand belassen wird werden wir sehen. Erfahrungen werde ich hier nachreichen.

    Gruß, Gabriel

  28. #27
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    AW: Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

    Tja das Messer fürs Grobe... *seufz*

    da ich glaube nicht direkt Herrn Schanz das Messer zum Finetuning in die Hand geben würde, frage ich mich mittlerweile ernsthaft (weswegen Bilder&Zahlen wie die von güNef so nützlich sind) was beim direkten Vergleich zwischen CarboNext und Hiromoto nun jeweils für und gegen das jeweilige Messer spricht. Beim Griff gewinnen die beide bei mir keine Designpreise, da muß ich eben durch... die kleinere Größe des Griffes beim CN würde mich nicht stören, ich bin kein Riese und hab auch keine Bärenpranken..

    Was mich verwundert: JCK gibt als HRC Wert fürs Hiro AS mit 63-64 an, sucht man aber im Netz geistern da bei anderen Händlern und in Foren Werte von 60-62 rum. Ich vermute mal das bei einem Messer das auch mal heftiger rangenommen wird, nen Härtegrad von 59-62 wahrscheinlich -auch wenns dann eventuell die Schärfe nicht so lange hält- weniger zu (Mini)Ausbrüchen führt als wenn der Schmied bis zur maximalen Härte des Stahls hochgeht, oder?

    EDIT:

    @güNeF: wäre es machbar auch noch Werte vom Griff der beiden Messer zu bekommen? Damit man nen besseren Eindruck bekommt, wieviel mehr Grifflänge das Hiro gegenüber dem CarboNext hat.
    Geändert von Karnstein (16.09.14 um 13:28 Uhr)

  29. #28
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    AW: Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

    Servus,

    Zitat Zitat von Karnstein Beitrag anzeigen
    frage ich mich mittlerweile ernsthaft (weswegen Bilder&Zahlen wie die von güNef so nützlich sind) was beim direkten Vergleich zwischen CarboNext und Hiromoto nun jeweils für und gegen das jeweilige Messer spricht.@güNeF: wäre es machbar auch noch Werte vom Griff der beiden Messer zu bekommen? Damit man nen besseren Eindruck bekommt, wieviel mehr Grifflänge das Hiro gegenüber dem CarboNext hat.
    der Zweck einer Vermessung soll den Unterschied zwischen den verschiedenen Geometrien der besprochenen Messer aufzeigen. Alle haben 210mm Klingenlänge, die Unterschiede sind dennoch mehr oder weniger ausgeprägt.

    Wenn ich ein Schneide aus AS haben möchte wird mir ein CarboNext diese nicht bieten können, möchte ich eine sehr gute Geometrie ist das Hiromoto der falsche Partner.

    Mit dem ausdünnen einer Klinge kann ich zumindest in eine Richtung ein für mich passendes Ergebnis schaffen.

    Darin sehe ich den Vorteil!

    Ich kann aktuell die Grifflängen nicht vergleichen, da mein Hiromoto ausser Haus ist. Wenn ich es wieder retour bekomme bekommst die Maße.

    Gruß, güNef
    Geändert von güNef (16.09.14 um 16:48 Uhr) Grund: Tippo

  30. #29
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    AW: Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

    Ehrlich gesagt würde mir eigentlich schon die Zahlen fürs CarboNext reichen...hab als Vergleichwert den Griff meines 270er Suji, davon kann ich dann ableiten ob der Griff des CN mir zu kurz ist oder nicht...ich hab mal in deinem Vergleichsbild die 2 Werte markiert, die mich brennend interessieren würden (wobei der untere der wirklich wichtige ist):


  31. #30
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    AW: Gyuto-Review: Hiromoto AS vs. Kanetsugu Pro M vs. Schanz Custom

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    Servus,

    Zitat Zitat von Karnstein Beitrag anzeigen
    Ehrlich gesagt würde mir eigentlich schon die Zahlen fürs CarboNext reichen
    die bekommst du am späteren Abend, wenn ich Zuhause bin, ich editiere dann hier in leuchtend rot, damit du es nicht übersiehst!

    Gruß, güNef

    Edit:

    OBEN: 100mm

    UNTEN: 80mm
    Geändert von güNef (16.09.14 um 21:10 Uhr)

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