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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Laie bittet um Schmiede-Hilfe! [Plausibilität Fantasy-Schmiedin?]



Ratz
14.08.09, 20:33
Ich beschäftige mich zurzeit mit dem Schmieden: Ich arbeite nämlich an einer Fantasy-Geschichte, und meine Heldin hat es sich in den Kopf gesetzt, eine Schmiedin zu sein – nur leider verstehe ich von diesem Beruf so gut wie nichts.
Zwar habe ich mich im Internet und in eben diesem Forum eingelesen, aber trotzdem stellt sich mir die Frage, ob ich da als Laie nicht einen totalen Unfug zusammenschreibe. Ich wäre euch daher sehr dankbar, wenn mir jemand von euch helfen könnte!

Insbesondere frage ich mich:

1. Ist es überhaupt realistisch für ein fünfzehnjähriges Mädchen, auch wenn es in einer Schmiede aufgewachsen und kräftig für ihr Alter ist, die Gesellenprüfung abzulegen?

2. Meine „Esse“ ist ein Essetisch aus Eisen und wird mit einem Blasbalg unter dem Tisch belüftet, und irgendwo sollte auch noch ein Hund Platz finden. Der hockt nämlich so gern unter der Esse. Geht das überhaupt, ohne dass er sich das Fell verbrennt? Und wie hoch ist so ein Essetisch üblicherweise? Hoch genug, dass sich auch ein Mensch drunter verstecken könnte?

3. Eine sehr wichtige Frage: Früher war’s ja noch nicht so, dass man schnell mal mit einem Streichholz Feuer machen konnte. Ließ der Schmied dann das Feuer in der Esse Tag und Nacht brennen? Da hätte er ja Unmengen von Kohle verbraucht, oder? Wie weit käme er da mit zwei Eimern Kohle?

4. Ich hab irgendwo gelesen, dass es ein übler Trick ist, einem Schmied ein Stück Kupfer in die Esse zu werfen. Kann mich jemand über das Warum aufklären?

Ich wäre euch wirklich sehr dankbar für eure Hilfe, und auch dafür, wenn sich jemand bereit erklären könnte, ein paar Seiten meiner Geschichte (keine Angst, nur die Schmiede-Szenen) Korrektur zu lesen, damit ich mich nicht komplett blamiere.

Vielen Dank im Voraus!

Ratz

Armin II
14.08.09, 20:49
1. Ist es überhaupt realistisch für ein fünfzehnjähriges Mädchen, auch wenn es in einer Schmiede aufgewachsen und kräftig für ihr Alter ist, die Gesellenprüfung abzulegen??

Bei angenommener 3-jähriger Ausbildungszeit hätte sie dann mit 12 anfangen müssen. Soviel ich weiss ist KInderarbeit bei uns verboten.


2. Meine „Esse“ ist ein Essetisch aus Eisen und wird mit einem Blasbalg unter dem Tisch belüftet, und irgendwo sollte auch noch ein Hund Platz finden. Der hockt nämlich so gern unter der Esse. Geht das überhaupt, ohne dass er sich das Fell verbrennt? Und wie hoch ist so ein Essetisch üblicherweise? Hoch genug, dass sich auch ein Mensch drunter verstecken könnte??

Der Tisch einer Esse ist üblicherweise so hoch wie ein normaler Tisch. Der Hund kann natürlich darunter hocken wenn es ihm dort gefällt. Ein Mensch kann sich natürlich auch darunter verstecken sofern er klein genug oder die Esse gross genug ist so dass er sich darunterkauern oder legen kann. Es gibt sehr grosse Essen.


3. Eine sehr wichtige Frage: Früher war’s ja noch nicht so, dass man schnell mal mit einem Streichholz Feuer machen konnte. Ließ der Schmied dann das Feuer in der Esse Tag und Nacht brennen? Da hätte er ja Unmengen von Kohle verbraucht, oder? Wie weit käme er da mit zwei Eimern Kohle??

Natürlich lässt man das Feuer nicht Tag und Nacht brennen. Nur weils früher keine Streichhölzer gab heisst das nicht dass Feuermachen ein Problem war. Mit Zunder, Feuerschläger und Feuerstein geht das bei entsprechender Übung fast so schnell wie mit dem Streichholz


4. Ich hab irgendwo gelesen, dass es ein übler Trick ist, einem Schmied ein Stück Kupfer in die Esse zu werfen. Kann mich jemand über das Warum aufklären?

Weil man dann wegen des entstehenden Kupferoxids in diesem Feuer z.B.nicht mehr Feuerschweissen können soll. Es gibt aber auch Schmiede die behaupten dass das nicht zutrifft.

Nimrais
14.08.09, 20:58
hallo
so wie ich das verstehe, spielt die geschichte nich in der gegenwart oder?
deshalb(ich weiss nich ob das korrekt ist) ist es mir nicht verständlich wegen der esse. früher hat man in gemauerten essen gearbeitet(so ein eisentisch feuerschweissen...:glgl:)
wenn ich falsch liege einfach zurrechtweisen :p

hano
14.08.09, 23:18
hallo
nimrais:
so wie ich das verstehe, spielt die geschichte nich in der gegenwart oder?
deshalb(ich weiss nich ob das korrekt ist) ist es mir nicht verständlich wegen der esse. früher hat man in gemauerten essen gearbeitet(so ein eisentisch feuerschweissen...)
wenn ich falsch liege einfach zurrechtweisen
man könnte ihn allerdings auch genietet haben.:steirer:(so als konstruktions hinweis)

ich denke schon das das mit 15 möglich gewesen währe in der vergangenheit.
grüsse
hano

Nimrais
14.08.09, 23:28
man könnte ihn allerdings auch genietet haben.:steirer:(so als konstruktions hinweis)

grüsse
hano

hallo hano
und wieder was gelernt:super:
gruss
edit: nur das wir uns verstehen ich meinte natürlich mich(habs nicht so mit deutschXD)

Ratz
15.08.09, 09:40
Vielen Dank für die netten Hinweise!

@ hano: Verstehe ich das richtig, dass man früher nicht hätte feuerschweißen können? Warum?

Wegen des Alters geht es mir nicht so sehr um die Kinderarbeit, sondern darum, ob es körperlich Sinn macht - sprich, ob ein fünfzehnjähriges Mädchen stark genug für so einen Job wäre.

Und wenn ich nochmal fragen dürfte - wie viel Kohle braucht man ungefähr fürs Schmieden? So pro Stunde oder Werkstück? Gibt es da eine Faustregel?

hano
15.08.09, 09:50
hallo
ne klar konnte man früher feuerschweissen.das wahr ja eben genau früher weit verbreitet.das war nur ein hinweis das man eine konstruktion wie einen tisch vielleicht eher genietet hätte.ist aber egal.
zu den körperlichen fähigkeiten kommt es natürlich auch darauf an was das mädchen denn so schmieden sollte.sprich die grösse des werkstückes.und natürlich auch auf die statur des mädchens.also ich denke das ist durchaus vertretbar in deiner geschichte.
grüsse
hano

Chris Deminie
15.08.09, 13:26
Hallo Ratz,
das mit dem Verbrauch von Schmiedekohle hängt von der Größe des Feuers ab,ob Du ein großes Eisen oder ein kleines Eisen erwärmen willst.
Aber früher wurde mit Holzkohlen die Esse befeuert.
Gruß Chris

U. Gerfin
15.08.09, 20:09
Guten Abend Schriftstellerin !
Ich fürchte, so werden wir nicht weit kommen.
Du müsstest uns schon in etwa verraten, in welcher Zeit Deine Geschichte spielen soll.
Heute ist es recht leicht, einen Essetisch aus Stahlprofilen mit dem Autogenbrenner oder einem Elektroschweißgerät zusammenzubrutzeln.
Bevor es diese Hilfsmittel gab, wäre sicher niemand auf die Idee gekommen, einen Tisch aus Stahl zu fertigen, in den die Esse eingelassen würde.
Du musst Dir einfach mal vorstellen, wie das hätte vor sich gehen sollen:
Zunächst hätten die Beine ausgeschmiedet werden müssen, dann wären entsprechende Querverbindungen erforderlich gewesen, um einem Rahmen für das Blech zu tragen, in das die Esse eingelassen würde. Die Verbindungen hätte man nieten können- Feuerschweißen wäre wegen der Unhandlichkeit einfach unsinnig gewesen.
Dann hätte man also einen Eisentisch mit eingelassener Esse gehabt.
Ein Blasebalg hätte zur Not schon darunter gepasst. Ein Freund von mir hat gerade so eine transportable Schmiede mit Blasebalg unter dem Tisch gebaut.
Jetzt kommen wir aber wieder zum nächsten Problem:
Moderne Essen haben flache Wände, damit sie sich nicht zu stark erhitzen und allzu schnell durchbrennen. Das bedingt wieder ein ziemlich flaches Feuer, das mit Schmiedekohle-Steinkohle- ganz gut betrieben werden kann. Für Holzkohle, den einzigen Schmiedebrennstoff bis in die Neuzeit, ist das aber eine wenig effiziente Konstruktion.
Deshalb ist für die Zeit vor 1800 mit Sicherheit von einer gemauerten Schmiede auszugehen, Wenn sie groß genug ist, kann man einen Hohlraum für den Blasebalg-samt Hund- einbauen. Wenn man aber in einer stationären Schmiede Platz hat, macht es Sinn, den Blasebalg ein paar Nummern größer zu machen und außerhalb des Tisches zu platzieren.
Mit der Kraft Deiner Heldin hätte ich am wenigsten Bedenken. Junge Frauen erreichen ohne Training den Höhepunkt ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit und Stärke mit 14-16 Jahren.
Schmieden ist sowieso keine Arbeit, die ungeheure Körperkräfte voraussetzt. Wichtiger ist eine solide Technik in der Hammerführung.
Große Schmiedestücke über ca. 2 kg hat man mit Sicherheit nicht alleine bearbeitet, sondern mit Vorschläger ( das war früher meist der arme Lehrbub, der mit dem Vorschlaghammer im Takt mit dem Meister arbeiten musste ).
Im Roman von Sir Walter Scott "The beautiful maid of Perth" ist einer der Helden ein junger Schmied, der mit einem Hammer -genannt Samson-arbeitet, den ein normaler Mensch kaum tragen kann- das ist Unfug !
Deine Heldin könnte also einen treuen und kräftigen Helfer haben, der für sie vorschlägt. Sie könnte natürlich auch selbst zwei, drei Jahre lang vorschlagen. Dann hätte sie Hände wie Holzknorren, was sie sicher besonders anziehend machen würde.
In Island gibt es die Legende vom Husafell-Stein, den die Tochter eines Schäfers regelmäßig herumgeschleppt haben soll, um die Weiden zu markieren (??). Der wog ca 170 kg. Das Mädchen hätte sicher nicht nur schmieden, sondern den Amboß in der einen und den Hammer in der andern Hand halten können.
Freundliche Grüße U. Gerfin

Degraf
16.08.09, 11:18
Hund und Schmiede...
...da fiel mir ein Beitrag von Unsel ein:



Da hat Ulrich eine sehr geniale Idee eingebracht, denn früher gab es Schmiede, die tatsächlich ein Laufrad von ca. 1.5m Durchmesser hatten in denen ein Hund rund lief und so den Blasebalg antrieb. Meistens hatte er sogar einen weiteren in Reserve der den erschöpften ablöste usw.


Hier nachzulesen:
http://www.messerforum.net/showthread.php?t=44287

Wäre ja auch eine Idee :p

Ratz
16.08.09, 12:09
@ U. Gerfin:

Wow. Von so vielen Infos werd ich ja geradezu erschlagen! Vielen lieben Dank für die ausführliche Antwort.


Du müsstest uns schon in etwa verraten, in welcher Zeit Deine Geschichte spielen soll.
Tja, das ist bei Fantasy eben nicht so einfach. Und da die Esse zum Zeitpunkt der Geschichte schon vorhanden ist, hab ich mir ehrlich gesagt darüber keine großen Gedanken gemacht. Aber was du über gemauerte Essen sagst, klingt einleuchtend.
Andererseits brauche ich für meine Geschichte auch eine transportable Feldesse (heißt das so?), die ja wohl ebenfalls aus Eisen sein müsste ...

Hast du zufällig irgendwo ein gutes Bild von so einer gemauerten Esse mit Hohlraum, wie du sie beschreibst, und von einer Feldesse? Das wär mir eine große Hilfe!

Und vielen Dank auch für die unterhaltsamen Beispiele zur Körperkraft! Es beruhigt mich, dass ich somit im sicheren Rahmen bin, solange ich nicht behaupte, dass meine Heldin 170 kg schleppen kann. :-)

Liebe Grüße, Ratz

P.S.: Blöde Frage: Was meinst du mit "Hände wie Holzknorren"? Der Ausdruck gefällt mir nämlich wirklich, aber ich versuche grade rauszufinden, was genau er bedeutet: dass die Finger so knorrig wie Äste sind? Ist das eine bekannte Redensart?

Ratz
16.08.09, 12:13
@ Degraf: Das ist tatsächlich eine fabelhafte Idee, allerdings fürchte ich, dass sich der Hund in meiner Geschichte weigern würde. Aber danke!

U. Gerfin
16.08.09, 19:16
Bilder von gemauerten Essen findet man etwa bei Haedicke:"Technologie des Eisens" oder- sehr ausführlich dargestellt- in der Sammlung "Practical Blacksmithing", die bei Dick auch übersetzt zu haben ist.
Mit der beweglichen Feldesse haben es sich die Leute früher sehr viel einfacher gemacht: Man braucht nämlich keine !. Ein tragbarer Blasebalg mit einer Tondüse und ein Spaten genügen. Der Spaten dient dazu, ein passendes Loch in die Erde zu buddeln, Holzkohle rein und mit dem Balg ordentlich Luft eingeblasen.
Auf den Spaten kann man zur Not verzichten.
Mit einem passenden Hammer und meinetwegen einem glatten Stein als Amboß kann man da schon eine ganze Menge machen.
Händchen wie Holzknorren erklären sich von selbst, wenn man einem alten Schmied, der die Arbeit als Vorschläger noch selbst über Jahre weg geleistet hat, die Hand gibt. Da kann man drücken, wie man will-es bewegt sich nichts !.
Du könntest eine kleine Probe selbst erleben, wenn du zum Kohlenbrennerfest nach Trippstadt kommst (5.-6. 9).
Freundliche Grüße
U. Gerfin

Trophyhunting
17.08.09, 22:49
schaust du, so sieht meine gemauerte Esse aus...die Metallplatte obenauf braucht man zum Ausgasen der Schmiedekohle
http://img17.imageshack.us/img17/3760/1000702aq.th.jpg (http://img17.imageshack.us/i/1000702aq.jpg/)

Mein D-Schäferhund hat immer prima drunter gepasst!

Geonohl
18.08.09, 12:29
schaust du, so sieht meine gemauerte Esse aus...die Metallplatte obenauf braucht man zum Ausgasen der Schmiedekohle [...]


Sieht gut aus aber:
Da ist noch viel Stahl drinn verbaut; für eine "mittelalterliche Welt" zu teuer.
"die Metallplatte Obendrauf" erkenne ich nicht:confused:

Sollte im Roman den keine Holzkohle verwand werden? Da müsste die Feuerstelle anders aussehen und Ausgasen braucht da nichts.

chamenos
18.08.09, 13:58
Mit der beweglichen Feldesse haben es sich die Leute früher sehr viel einfacher gemacht: Man braucht nämlich keine !. Ein tragbarer Blasebalg mit einer Tondüse und ein Spaten genügen.

Aghhhh:D

Das Wort das mit "B" anfängt und mit "Rauchen" aufhört.

Sicherlich kann man in einer Erdesse viel, wenn nicht sogar das allermeiste volbringen.
Daniel Boll nutzt so ein "Loch" und in Afrika habe ich den Tuaregs beim Schmiden an ihren Erdessen zugeschaut.

Ich habe aber auch schon mehrfach "Feldessen" auf Märkten bestaunt, die ein Untergestell aus Holz hatten.
Entweder feine Zimmererarbeit aus bebeilten Kanthölzern oder wilde, mit Schnüren verbundene Konstruktionen aus frisch gefällten jungen Bäumen.

Das Arbeiten im Stehen ist zumindest mir deutlich angenehmer als das Hocken vor einem Erdloch.

Gruß
chamenos

Geonohl
18.08.09, 23:25
Diese Schreinerarbeiten sind aber nur die Notlösung weil fast alle Veranstalter keine Löcherbuddelei erlauben.
Irgendwie Historisch belegt sind die (nach meinem Wissen) nicht.

chamenos
18.08.09, 23:40
Ich arbeite nämlich an einer Fantasy -Geschichte, und meine Heldin hat es sich in den Kopf gesetzt, ....



Irgendwie Historisch belegt sind die (nach meinem Wissen) nicht.

Moin.

Fällt Dir da was auf?
Von "A" ist hier nicht die Rede, sondern davon ob "was" geht.

Gruß
chamenos

Geonohl
18.08.09, 23:52
Schon, dagegen hätte ich nichts.
Ich meinte die Dinger die du auf Märkten gesehen hast.
Über die, wie andere Teile (Feuerschalen) gibt es regelmäßig Diskursionen.

Ich wollt nur nicht das die Dinger irgendwas von "Superlösung" bekommen.
Somanche dieser Konstruktionen ist, bei einigen Stunden Betrieb, ins Rauchen gekommen :D.

Nagaroon
19.08.09, 14:27
Moin,

muss auch mal meinen Senf abgeben ... :irre:

Mein Sohn Marvin ist jetzt 16 und schmiedet seit er 12 ist ...
Warum soll ein 15 jähriges Mädel nicht ähnliches können ...

In der Regel schmieden wir auf einer 130 Jahre alten Hufschmied Esse ...
Ich habe aber auch in diversen Museen bereits in Erdkuhlen und Steinessen gearbeitet ...

Für was "Antik" ausehendes und tranzportabels gibt es auch schöne Lösungen ...
http://www.diehayden.de/pages/schmieden.htm

http://www.hallstatt-kelten.de/schmieden1.JPG
In dieser alten "Keltenschmiede" ist die Esse aus einem Weidengeflecht gebaut welches mit Lehm gefüllt wurde. Darin ist eine Rinne mit Luftzufuhr geformt in ihr brennt das Schmiedefeuer. Der Blasbalg liegt auf dem Boden und wird mit dem Fuss bedient ...

Leider habe ich im Momet kein besseres Bild ...

Zum Thema Kohle kann ich sagen ...
Wenn man Holzkohle nimmt um eine Sperrspitze zu schmieden (ca. 30cm icl. Tülle) braucht man ca. eine halben 10 Liter Eimer voll ...
ca. 3 KG ...
Die arbeit an der Spitze hat ca. 3 Std gedauert ...

Mit Steinkohle liegt der Verbrauch niedrieger ...
Ich kauf die Fettnuss immer in 50 KG Einheiten was etwar einen Kartoffelsack aus Jute voll aus macht ...
damit komme ich immer einige Tage ca. 4-6 hin wenn ich täglich meherer Std arbeite ...
Je mach dem was wir machen ...
Schwerter schmieden wir keine ...

so das wollte ich mal loswerden ...;)

chamenos
19.08.09, 15:03
moin.

Läßt mir dann ja doch keine Ruhe :D

Ein bißchen was habe ich gefunden:
http://www.alte-dorfschmiede-wisch.de/21503.html?*session*id*key*=*session*id* val*

Ziemlich weit unten ist ein römisches Relief auf dem man eine Esse erkennen kann.

Was ich bei den vergangenen Recherchen höchst interessant fand war, dass z.B. Hephaistos (bei den Römern dann "Vulcan") auf nahezu allen Abbildungen (meistens auf Tongefäßen) im Sitzen dargestellt wird, wenn er schmiedet.
Beispiel:
http://www.webwinds.com/myth/hephaestus2.htm

Mhhhhh....... Wenn man sitzt ist so eine Erdesse auch nicht mehr so weit "unten";)

Wie auch immer.

Gruß
chamenos

gast
19.08.09, 16:40
Tja wie auch immer, wer weiss es schon sicher.

Jedenfalls gibt es in Luxemburg, den Genoeserboesch, auf diesem Areal, wurden vor nicht allzulanger Zeit, mehrere Rennofenbasen gefunden.

Kurz daneben, fand man eine Ausheizesse, zum auschmieden der Luppen. Diese Esse war eine aus einfachen Steinen mit Ton gemauerte ,in den Boden gebaute "Kuhle".

Diese Esse wurde mit Blasebälgen betrieben, bewiesen durch den einzigartigen Fund einer Eisernen Form in welcher das Mundstück des Balges lag. Eine solch Eiserne Form kannte man bisher nur von Zeichnungen von Georg Agricola.http://www.musee-peppange.lu/cgi-bin/olefa?com=0O0O0O0O2O0O1O142610226O343479 095O00


Gruss unsel

U. Gerfin
19.08.09, 17:42
Wir sollten uns nicht zu sehr darauf versteifen, was es in der Vergangenheit gab und was wirklich authentisch ist.
Was wir wissen und nachweisen können, ist sicher nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was tatsächlich gemacht wurde.
Ich denke, daß die Schmiede gerade in der Frühzeit viel experimentiert haben und jede Technik, die mit einfachen Mitteln zu verwirklichen war, genutzt haben. Später mag sich eine bestimmte -zünftige- Vorgehensweise durchgesetzt haben.

Man muß sich einfach mal vor Augen führen, wie wenig man zum Ausschmieden kleiner Gegenstände und Werkzeuge bis hin zu einem mittelgroßen Messer braucht:
Brennstoff-traditionell Holzkohle- ein mit natürlichem oder künstlichem Zug arbeitendes Holzfeuer reicht aber schon für einfache Arbeiten.

Der Brennstoff muß zusammengehalten werden, damit er das Schmiedegut umhüllen kann und eine auf eine kleine Fläche konzentrierte Hitze erzeugen kann. Dazu genügt ein Loch im Boden, man könnte aber auch aufwändige Konstruktionen nutzen, die letztlich auch kaum wirksamer sind.

Zum Anfachen des Feuers braucht man eine Art Blasebalg. Dazu genügt eine Tierhaut mit einer Düse an einem und einer Öffnung mit überhängendem Lappen am anderen Ende. Das ist wesentlich wirksamer, als man zunächst glaubt. Ich habe Martin Becker mit zwei kleinen Bälgen, die zusammengefaltet fast in die Hosentasche passen, arbeiten sehen- es geht !.
Martin wäre übrigens ein unbedingt zu empfehlender Ansprechpartner für die eingangs gestellten Fragen- er hat auch eine home-page, die aufzufinden sein müßte.
Die eigentlichen Blasebälge, ob als Kasten oder in der europäischen Form sind schon hoch entwickelte Luxusausführungen.

Für kleine Arbeiten genügt ein Steckambösschen, das man in einen dicken Ast schlagen kann, in der Wikingerzeit wurden große, glatte Steine verwendet, ein abgerichteter Stahlblock ist schon Luxus.

Hämmer kann man auch in einfachster Form machen oder- wie heute -technisch ausgereift, wer es kann, kann auch mit einfachem Werkzeug schmieden, wer es nicht kann, dem hilft auch das beste Werkzeug nichts.

Zangen, kann man sich funktionell, wenn auch weniger formschön, ohne großen Aufwand machen. Wenn es gar nicht anders geht, können schon zwei Äste als "Klemmhilfe" dienen.
Ob man steht oder sitzt, ist wohl mehr eine Frage der Gewohnheit und in verschiedenen Kulturkreisen verschieden. Im Asiatischen und afrikanischen Raum sitzt der Meister, die Zuschläger stehen oder knien.

Aus dem nordindisch- pakistanischen Raum gibt es Bilder, auf denen zu sehen ist, daß der Schmied vor dem Amboß sitzt und seine Frau mit dem Vorschlaghammer davor kniet und auf die Stelle schlägt, die der Meister mit dem kleinen Hämmerchen anzeigt.

Eine Bekannte meinte dazu, das sei für die Männer bequem, weil sie von den erschöpften Frauen nichts zu befürchten hätten- richtig, was ist aber, wenn sie nach 20 Jahren Vorschlagen mal ausgeruht ist ?.
Dann geht es vermutlich frei nach Schiller:" Und drinnen züchtigt die gewaltige Hausfrau".
Mit diesem düsteren Ausblick und freundlichen Grüßen
U. Gerfin

sanjuro
19.08.09, 23:54
....Was ich bei den vergangenen Recherchen höchst interessant fand war, dass z.B. Hephaistos (bei den Römern dann "Vulcan") auf nahezu allen Abbildungen (meistens auf Tongefäßen) im Sitzen dargestellt wird, wenn er schmiedet......Wenn man sitzt, ist so eine Erdesse auch nicht mehr so weit "unten"....
Möglicherweise ist die sitzende Schmiedeposition aber nicht repräsentativ, denn Hephaistos hatte einen deformierten Fuß (oder Bein) und hinkte. (Zitat:....A mansion the lame god had built himself... ). Vielleicht fiel ihm das Sitzen leichter als das Stehen.

Gruß

sanjuro

Geonohl
20.08.09, 11:54
Mit einer Erdesse hab ich es bisher zweimal probiert (andere Versuche mit gestapelten Zigeln waren schon etwas höher). Nach einiger Zeit, benutzt man automatisch ein Höckerchen oder Kniet.
Der Amboß wandert auch schnel auf den Boden oder sogar etwas in den Boden, letzteres kommt natürlich beim Gebrauch ausch automatisch:steirer: dann ist es auch leiser:D.

Im Sommer ist es angenehm die Beine in das Loch zu stellen aus dem man die Erde für die Seiten der Esse gegraben hat. Dann kann man auch auf dem Hocker die Beine Ausstrecken:); oder direkt auf dem Boden sitzen.
Wenn ich es nochmal mache, werde ich das Loch so Platzieren das es gut passt. Letztens war das ein Gedanke der zuspät kahm :rolleyes:.
Dem Einwand, dass man so ein großes Loch nicht braucht um die Esse zu formen, möchte ich begegnen, in dem ich darauf hinweise, dass es an der Stelle erst nach 30cm mit brauchbarem Lehmboden anfing. Die mit Wurzeln durchzogene Humusschicht war ungeeignet.

Der Aufbau beinhaltete auch, die Luftzuführung einfach aus der Seitenwand bestehen zu lassen. Wenn man aber stärker blies schmolz die Ofenwand und lief über das Loch. Erst ein erweitern des Lochs zur Innewnseite, von etwa 5 (Zuleitung) auf 10cm etwas flach oval (auch 6cm? tief in der Wand), ergab eine Öffnung die erst nach einem halben Tag geringfügig mit einem Stock freigemacht werden musste (lose Lehmstückchen und wenig Schlacke).
Das ergibt auch einen größeren Bereich der relativ gleichmäßig warm wird. Die Zuleitung ging schräg nach unten, vom Gebläse, in den Herd.

Ratz
20.08.09, 17:54
Vielen, vielen lieben Dank für die Rückmeldungen! Ihr habt mir schon sehr weitergeholfen, und ich hoffe, ich hab demnächst genug Zeit, das alles zu verdauen und einzubauen. (Außerdem bin ich ein paar Wochen lang im Ausland, also bitte bei etwas längerer Abwesenheit meinerseits bloß nicht glauben, dass ich mich verdrückt habe - ich schau hier rein, so oft ich kann!)

Alles Liebe
Ratz

Ratz
24.08.09, 18:59
Hallo, liebe Leute,

da ihr bisher so geduldig mit meinen laienhaften Fragen wart, hoffe ich, dass ich noch ein paar stellen darf:

- In diesem Thread habe ich erfahren, dass Holzkohle nicht "ausgasen" muss. Heißt das, man kann mit frischer Kohle einfach so ein Schmiedefeuer machen? Irgendwo anders habe ich gelesen, dass man die Kohle um das Feuer schichtet, damit sie "auskocht". Ist das das gleiche wie "ausgasen"?

- Wenn jemand einen Eimer Wasser über die Esse schüttet, dann hilft wohl nur Kohlen raus und trocknen lassen. Wie lange sollte das dauern, bis ich wieder Feuer mit diesen Holzkohlen machen kann?

- Wenn ich glühende Kohlen in einem Eimer transportiere (der für den Transport gedacht ist, also ist er vermutlich aus Eisen oder so), wie lange ginge das, bevor sie erlöschen?

Vielen Dank im Voraus für jegliche Hilfe! Das meiste von dem, was ich frage, hört sich vermutlich blöd an, aber mir wäre mit Antworten wirklich sehr geholfen!

Liebe Grüße

Ratz

gast30082009
24.08.09, 20:54
Guten Tag Ratz,
mit Holzkohle kann man, nachdem sie gut angebrannt sind, direkt schmieden, man braucht sie nicht zu entgasen;
ausgasen sollte man Schmiedekohle, man kann sie auch ohne entgasen benutzen, allerdings raucht es dann gewaltig;
wenn man den Eimer mit Wasser auf ein Schmiedefeuer schüttet kann man mit Holz wieder ein Feuer machen und die nassen Kohlen weiterhin benutzen, sie brennen an, ich habe auch schon gewässerte Holzkohlen benutzt, es funktioniert;
wenn man diesen Eimer mit glühender Holzkohle halb befüllt und die Kohle mit Asche abdeckt kann es bis 24 Stunden dauern bis das Feuer gänzlich erlischt.
Ich hoffe ich konnte mit meinem bescheidenen Wissen der Literatur einen Dienst erweisen.
Allerdings habe ich doch Zweifel ob in Wirklichkeit oder in einer Fantasy-geschichte ein fünfzehnjähriges Mädchen einen vollwertigen Schmied ersetzen kann, ich tue mir einfach schwer vorzustellen wie ein gerade dem Kindesalter entwachsener junger Mensch, egal ob Männlein oder Weiblein in einer Schmiede in der noch alles von Hand gemacht wird die anfallenden Arbeiten bewerkstelligen soll. Ich denke nur zum Beispiel an das Schmieden einer Axt bei der das Auge von Hand getrieben werden soll, da hilft Technik nur zum Teil und die Hämmer dafür wiegen keine 800 gramm.
Trotz allem guten Gelingen bei deinem Werk und viele Grüße
Roman M.

Geonohl
24.08.09, 21:49
Bei dem Wassereimer aufs Feuer könnten noch Risse im Lehm entstehen und dünnere Schichten abplatzen. Ist schnell zu reparieren wenn der Herd kalt ist. Auf das warmen Lehm reperaturen aufzutragen, funktioniert nicht gut, da muß man den schon mit einem Handfeger richtig gut nässen.
Anheitzen sollte dann aber langsam sein, sonst springt die Reperatur wieder ab.
Wenn man nur die Kohle begist (schon probiert) fiunktioniert das gut, wenn man nur am anfang nur etwas überschwappen lässt und erst weiter giest wenn es schon etwas kühler ist, die Beschädigungen blieben aus (wenigstens bei meinem Versuch).

Abdecken mit Grassoden oder einem Deckel ist aber besser weil man dann nicht erst das Wasser verdunsten muss.

Nasse Kohle wird in den älteren Büchern immer angeraten da die Lagerung ungefährlich ist und sie den verbrauch senkt.

Der Kohleaufbewahrungseimer sollte wohl aus Keramik sein, Blech währ doch (zu)teuer. 24h sind bestimmt kein Problem.
Die Glut bleibt ja auch in der Esse bis zum nächsten Tag erhalten.
Beim Kochfeuer das zum Holzsparen klein ist, natürlich nicht immer.
Deshalb kamen Nachbarn morgens, bei meinem Uhrgroßvater, Feuer holen, hab ich so von Großmutter gehört, Feuerzeuge(gab es im Mittelalter) waren zu teuer und die ja moderneren Streichhölzer(gab es nicht im Mittealter) waren nicht immer zu bekommen oder auch zu teuer.

Ich würde deiner Frau schon das heben von 100kg zutrauen. Sieh doch die Kinder in den Berichten über China und Indien.
Auch waren viele Handelswaren in zwei Zentner Bündeln oder Säcken abgepackt.
Ich konnte zum Beginn der Grundschuhle auch eine 2kg Axt einhändig benutzen(die andere Hand zum Klotz hin stellen).
Da hab ich heute schon etwas Probleme mit ;) Binn eben nicht in Übung.

Ich werde Oma mal fragen ab wann sie als Zuschläger ausgeholfen hat 16-17?

sanjuro
24.08.09, 21:55
.....- Wenn jemand einen Eimer Wasser über die Esse schüttet, dann hilft wohl nur Kohlen raus und trocknen lassen. Wie lange sollte das dauern, bis ich wieder Feuer mit diesen Holzkohlen machen kann?........
Auf die Idee, einen Eimer Wasser auf die heiße Esse zu schütten, käme nur ein sehr dummer oder ein sehr böser Mensch. Die gusseiserne Esse würde dabei nämlich mit hoher Wahrscheinlichkeit reißen! Die nassen Kohlen sind das kleinste Problem.

Zudem würde die Luftversorgung "ersaufen" und man müsste vor einer erneuten Inbetriebnahme zuerst das Wasser aus den Rohren entfernen. Der Aufwand hierfür könnte erheblich sein, wenn es sich um eine kleine Esse mit "Unterflur"-Blasebalg handelte.

Gruß

sanjuro

Geonohl
24.08.09, 21:59
Wir waren, nach meinem Wissen, bei einer Lehmesse mit Seitenwind!

sanjuro
24.08.09, 22:25
Wir waren nach meinem Wissen bei einer Lehmesse mit Seitenwind! Ich habe das als Diskussionsbeitrag bzw. Vorschlag verstanden. Der ursprüngliche Text war:...... Meine „Esse“ ist ein Essetisch aus Eisen und wird mit einem Blasbalg unter dem Tisch belüftet, und irgendwo sollte auch noch ein Hund Platz finden......

Die REPARATUR einer Lehmesse ist im feuernahen Bereich nicht möglich. Wenn der Lehm einmal sein Kristallwasser abgegeben hat (ab ca. 600°C), dann verbindet er sich nicht mehr mit frischem Lehm und weicht auch mit Wasser nicht auf. Dieser Zustand entspricht dem "Schrühen" (Vorbrennen) in der Keramikherstellung.

Wenn man eine durchnässte Lehmesse wieder mit Kohle intensiv anheizte, bestünde das Risiko, dass sie durch den schnell expandierenden Wasserdampf explodiert! In der Töpferei eigentlich ein klassischer handwerklicher Anfängerfehler, kommt aber immer mal wieder vor.

Gruß

sanjuro

gast30082009
25.08.09, 09:21
Guten Morgen,

auch sollte die Fantasyliteratur sich an gewisse Gegebenheiten halten, sonst wirkt eine solche Geschichte einfach nicht. Terry Pratchett, um einen zu nennen hat dies wirklich hinbekommen. Ich kann mit Hexen, Drachen und einem grinsenden TOD leben, aber ein fünfzehnjähriger junger Mensch wird sich einfach schwer tun die volle Arbeitskraft einer/s Schmiedes/Schmiedin zu erbringen.
Dahingehend ist nicht nur der rein körperliche Aspekt zu betrachten, sondern auch die Erfahrung und das Können das aus dieser Erfahrung erwächst. Mit fünfzehn ist man einfach nicht in der Lage auf ein entsprechendes Können und Erfahrung zurückzugreifen, leider ist die Zeit bei dieser Betrachtung ein nicht zu unterschätzender Faktor.
Wenn ich unsere junge Schmiedin in der Geschichte an den Schmiedeherd stelle, so gehe ich einfach davon aus daß sie die anfallenden Arbeiten in einer Schmiede bewerkstelligen soll.
Wenn es sich um eine Waffenschmiede handelt, das ist die gelinde Ausführung, so muß ich doch von ihr verlangen daß sie Klingen und sonstiges Kriegsgerät aus dem Vollen herausschmieden muss, eine wirklich anspruchsvolle und körperlich anstrengende Aufgabe, selbst für einen Erwachsenen.
Sollte sie auch sonstige anfallenden Arbeiten erledigen, müßte sie in der Lage sein Pflugscharen, Wagenreifen und dergleichen herzustellen und diese gebrauchsfertig herzurichten.
Auch beschlug der Schmied regelmäßig Rösser, eine Arbeit die ungleich viel Erfahrung mit dem Tier und dem Material verlangt.
Was das Heben von zentnerschweren Lasten in Ländern wie China und Indien betrifft, werter Geonohl, ich war leider nie im Reich der Mitte, aber wohl bin ich einmal mit leichter Habe sechs Wochen durch Indien gereist. Dort habe ich diese armen Leute gesehen die sich mit Tagelöhnerarbeiten durch ihr Leben bringen müssen, allerdings ist weder einem der dortigen armen, kranken und unternährten Kinder noch den im gleichen Zustand befindlichen Eltern auch nur annähernd zuzumuten eine Last von zwei Zentnern anzuheben, geschweige denn zu tragen.
Nichtsdestotrotz hast Du meine uneingeschränkte Hochachtung, wenn Du zum Beginn der Grundschule, also mit 6 Jahren, in der Lage warst mit einer 2 Kilo schweren Axt einhändig Holz zu spalten.
Ratz, es tut mir leid wenn ich der Miesepeter hier bin, aber mit fünfzehn ist es mehr als schwierig, selbst beim Aufwachsen in einer Schmiede, dieses Handwerk so auszuüben daß gebrauchstüchtige Waren dabei entstehen.
Allerdings lasse ich mich gerne belehren, habe ich doch einmal im Fernsehen einen Bericht über die schwedische Axtschmiede Gränsfors gesehen. Dort war Herr Enander tätig bei der Sache und als Zuschläger fungierten zwei sehr gestandene junge Damen die ihr Handwerk mehr als verstanden. Es wäre vielleicht einmal interessant herauszufinden um wen es sich dabei gehandelt hat und diese Damen hinsichtlich ihres Werdegangs zu befragen, schließlich haben bis jetzt nur männliche Mitglieder unserer Gemeinschaft hier Antwort gegeben.
Soweit ich mich erinnern kann handelte es sich bei den beiden Schmiedinnen auch um Mädchen aus Deutschland, Verständigungsprobleme sollte es, wenn dem so wäre, dann nicht geben.
Viele Grüße
Roman M.

Sven
25.08.09, 10:23
Ich weiß gar nicht was ihr habt.
Warum sollte ein 15jähriges Mädchen nicht die Kraft haben ein Schwert zu schmieden oder in einer Schmiede zu arbeiten?
Dazu muss man ja nicht unbedingt ein harter Kerl (http://www.britishpathe.com/record.php?id=8856) sein.

Zwei Frauen führen eine Schmiede (http://www.britishpathe.com/record.php?id=9452)
Kleiner Hufschmied (http://www.britishpathe.com/record.php?id=46786)

Ciao Sven

sanjuro
25.08.09, 12:10
Ich weiß gar nicht, was ihr habt. Warum sollte ein 15jähriges Mädchen nicht die Kraft haben, ein Schwert zu schmieden oder in einer Schmiede zu arbeiten?.....
Thema Plausibilität: Ganz einfach: wenn jemand - Mädel oder Bub - schon in jungen Jahren die Kraft zum Schmieden und die entsprechende Körpergröße (!) hätte, könnte er/sie mit der Lehre ANFANGEN. Das wäre bei Knaben so etwa mit 14 - 15 Jahren.

Jeder Schmied hier im Forum erinnert sich an seine Anfänge und weiß noch ziemlich genau, welche Anforderungen an Kraft, Präzision und Ausdauer gestellt werden, wenn man ein längeres Messer schmieden möchte und wie viele Jahre darüber vergehen, bis man ein präsentables Werkstück, in die Endform GESCHMIEDET und nicht etwa zu 30% herausgeschliffen, in den Händen hält. In diesen Jahren hat man zudem ein gerüttelt' Maß an Fachkenntnissen über Klingen und praktischen Erfahrungen erworben, ohne die ein Schwert einfach nicht entsteht.

Nimmt man also die Realität als Basis, dann ist es eher unwahrscheinlich, dass eine anmutig gebaute junge Dame dieses Alters sich unter den Belastungen des Waffenschmiedealltags bewähren kann. Allerdings gibt es in Einzelfällen ja auch physisch besonders groß und kräftig entwickelte Menschen, was bei einer Jungfer aber auf Kosten des Liebreizes gehen kann......

Ich habe in meiner Schmiede und auf Demonstrationen immer mal wieder Mädchen an den Amboss gestellt und kann von daher sagen, dass die Versuche meist nicht für eine Schmiedekarriere sprachen. Das ist aber sicher nicht repräsentativ.

Der Fantasy-Roman hat seine eigenen Regeln: wenn es der Autor möchte, kann der Schmied seine Werkstücke mit einem intensiven Blick zum Glühen bringen (Comic "Lanfear") oder den Amboss in den Grund schlagen (Siegfried-Sage). Insoweit wäre alles denkbar und möglich.

Aus der Fragestellung gewinne ich aber den Eindruck, dass Ratz sich nicht zu weit von der Realität entfernen möchte. Ich meine, in diesem Fall müsste er/sie (?) sich mit dem tatsächlichen Geschehen in einer Schmiede intensiv befassen und aus dem eigenen Eindruck von Feuer und Metall, Kraft und Präzision, Lärm und Rauch ein Textkonzept erarbeiten. Alles andere führt nur zu substanzlosem Geschwafel, fürchte ich.

Gruß

sanjuro

chamenos
25.08.09, 13:09
Nimmt man also die Realität als Basis, dann ist es eher unwahrscheinlich, dass eine anmutig gebaute junge Dame dieses Alters sich unter den Belastungen des Waffenschmiedealltags bewähren kann. Allerdings gibt es in Einzelfällen ja auch physisch besonders groß und kräftig entwickelte Menschen, was bei einer Jungfer aber auf Kosten des Liebreizes gehen kann......


Moin.
Nimmt man eigene Erfahrungen als Basis, dann ist es nicht nur wahrscheinlich, sondern sicher, dass es soetwas durchaus geben kann.

Man darf sich halt kein süßes Stadtmädchen denken, dass vor drei Jahren aufgehört hat mit Puppen zu spielen.

Ich hatte ja nun in meiner Pfadfinderzeit auch reichlich mit Mädchen zu tun. Und da waren eigige bei, die halt mit 8 Jahren das erste mal für drei Wochen auf Fahrt waren, - seit dem jedes Wochenedne unterwegs, neben der Schule noch Sport usw.
Das muss wirklich nicht auf Kosten des Liebreizes gehen, dass dann da so ein 15 jähriges Mädchen kalt lächeld ältere Kerle beim Armdrücken schlägt, einen Ball weiter als 20 Meter wirft und Holz hackt, wie ein Großer.
Da hat so manches Mal einer von meinen Jungs sich übel verschätzt, war frech und bekam mächtig die Hucke voll.

Ich habe mal mit Jungs und Mädchen in ziemlich genau dem angesprochenen Alter eine Handwerks-Woche veranstaltet. Da war (natürlich) auch das Schmieden von einem Messer mit bei.

Beim Aufstellen des Amboss (120Kilo) hat mir ein gut 14 jähriges Mädchen geholfen. Und die Kleine sah wirklich nicht aus wie eine Kugelstoßerin aus der ehemaligen UdSSR:steirer:

Und bitte: gerade beim Schmieden von Waffen sind große Gewichte nicht das Problem.
Bei Ankerketten sieht das schon ganz anders aus:D

Gruß
chamenos

sanjuro
25.08.09, 16:22
.....Beim Aufstellen des Ambosses (120 Kilo) hat mir ein gut 14-jähriges Mädchen geholfen. Und die Kleine sah wirklich nicht aus wie eine Kugelstoßerin aus der ehemaligen UdSSR.....
So was machst Du? Kinderarbeit ist doch verboten!

Im Ernst: beim Heben kommt es ja zu einem Teil auf die Technik und nicht nur auf die rohe Kraft an. Wenn da jemand richtig angeleitet wird, dann können die jungen Leute durchaus Kräfte mobilisieren. Das ist aber auch - wie Du richtig schreibst - nicht das Kerngeschäft in einer Schmiede, sondern eher, dass man vielleicht mal vier Stunden oder länger kloppen muss, und nicht mit dem 800 g-Hämmerchen! Wenn da ohne mechanische Hilfen Metall richtig von Hand bewegt werden muss, dann ist das auch eine Frage, ob die Haut in der Handinnenfläche und die Gelenke das mitmachen. Vielleicht geht das einen Tag lang oder auch zwei, aber die meisten jungen Menschen haben dann glücklicherweise eine natürliche Grenze, an der sie dann aufgeben (müssen), damit es keine Schäden gibt.

Ich bin jahrelang als Trainer für Jugendliche verantwortlich gewesen und kenne ein wenig deren Leistungsvermögen. Hier in unserem Fall - und das hatte ich ja weiter oben angedeutet - muss der Autor die Titelheldin wohl schon als physisch außergewöhnlich stark "konzipieren", damit das Schmieden vom Leser nicht als läppischer Zeitvertreib verstanden wird, das jedes kleine Mädchen erledigen könnte. Aber der Fantasy-Roman gibt ihm ja Raum dafür!

Gruß

sanjuro

M.Becker
27.08.09, 17:42
Hallo Leute!

Da ich Experimentelle Archäologie betreibe, und mir täglich die Zeit mit REALEN FUNDEN vertreibe, möchte ich mit ein paar Missverständnissen aufräumen.
1. Transportable Schmieden gibt es seit über 2000 Jahren.
Ob in Erdlöchern oder mit Holzgestell spielt hier keine Rolle!!!
Persönlich besitze ich eine Rekonstruktion einer Holzesse aus dem 2. Jhrd.n.Chr. und diese funktioniert so gut, daß ich meine Moderne in die Ecke gestellt habe!
2. Die Werkzeuge in römischer und germanischer Zeit waren in einer so guten Qualität, daß wir uns heute (DIE LETZTEN ZWANZIG JAHREN) schämen müssen.
3. Die Qualität der Klingen war früher so gut, daß ich nur noch die selben Stähle verwende wie vor 1000 - 2000 Jahren!
Sicherlich gibt es heute auch guten Stahl, aber hier habe ich eine kleine Macke!
4. Mein erstes Messer habe ich mit 5 Jahren geschmiedet!!!
Viele Grüße Martin

Geonohl
27.08.09, 18:35
Sehr Interessant.

Zu 1:
So eine alte Holzgestellesse hab ich noch nie gesehen.
Kanst du Bilder einstellen und/oder auch von Fund oder eine Quelle, wo ich auch mal nachsehen könnte?

Zu 2:
Ich finde nicht, dass die Werkzeugqualität so schlecht geworden währe, die Angebote im Lebensmittelhandel kann man ja nicht als Werkzeug bezeichnen. (Obwohl den Schlangenbohrersatz, den es mal bei PLUS gab, hab ich gekauft, nach dem Scharfen sind die Bohrer, für weiche Hölzer ganz gut, nur in Eiche haben sie sich geschlängelt:D.)
Alerdings ist die schöne Oberflächenbearbeitung und jedwede Verzierung verschwunden, was ich bedauere. Der Stahl aber ist bei einigen (Schraubendreher) besser, als der alte (bei den Teilen die ich kenne) .

Zu 3:Welchen Stahl und woher benutzt du denn?

M.Becker
27.08.09, 21:07
Hallo Geonohl!

Bilder findest Du unter www.roemischer-vicus.de unter der Rubrik Handel und Handwerk.
Da bei dem Fund sehr viel verottet ist, mussten viele Teile rekostruiert werden.
Da sich der gleiche Typ Esse aber über 1000 Jahre gehalten hat, war das kein Proplem.
Ursprünglich stammen diese Feuer aus Dänemark.
Bei den Römern wurden zwei Blasebälge verwendt, hier gibt es leider nur Bildquellen auf Steinen.
Aber auch Ziegenbälge kamen zum Einsatz, die sich als sehr effektiev erwiesen.
Die Stähle stelle ich nach Materialanalysen selbst zusammen.
Ich glaube es versteht hier jeder,daß ich an dieser Stelle nicht die genaue Analyse verrate!
Es hat mich mehrere Jahre gekostet um an die Informationen zu kommen!:glgl:

Viele Grüße Martin

U. Gerfin
27.08.09, 21:44
Grüß Dich Martin !
Ist es Zufall, daß du Dich jetzt zugeschaltet hast, oder habe ich Dich aufgestöbert ?-Siehe Beitrag 23.
Ich denke, Du wirst hier mit Deinem Wissen und Deiner engagierten Arbeit viele Anregungen geben können.
Viel Spaß im Forum !
Ulrich

M.Becker
27.08.09, 21:56
Grüß Dich Martin !
Ist es Zufall, daß du Dich jetzt zugeschaltet hast, oder habe ich Dich aufgestöbert ?-Siehe Beitrag 23.
Ich denke, Du wirst hier mit Deinem Wissen und Deiner engagierten Arbeit viele Anregungen geben können.
Viel Spaß im Forum !
Ulrich

Hallo Ulrich!

Du warst es mit Deinem Beitrag!
Ich hoffe Dir gefällt die Seite.
Aber Du weißt ja, daß ich nur nach original Funden arbeite.

Grüße Martin

braces
27.08.09, 23:57
Warum sollte eine 15-Jährige, die harte Arbeit gewohnt ist, so etwas nicht schaffen? Heutzutage beginnt man die Ausbildung zwar erst mit 16, aber schon zu Zeiten meiner Mutter waren 8 Jahre Schule und Ausbildung mit 14 normal. Und da wurden die Jugendlichen auch nicht geschont. In weniger behüteten Zeiten oder Gegenden war man mit 14 schon einer der Hauptverdiener.
Ribbit (Martin Böck) arbeitet in seiner Schmiede auch viel mit Jugendlichen (im Rahmen des Schulunterrichts) und berichtete mir da von Mädchen, die gar nicht mehr von der Esse weg zu bekommen waren. Kraft und Ausdauer sind mit 14-15 nicht mehr das große Problem. Es gibt da wohl auch in der Praxis kaum Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Wenn es ihr Spass macht und sie Talent dafür hat, warum soll nicht ein Mädchen Schmied werden?

Übrigens zeichnen sich alle mir bekannten Schmiede und Schmiedinnen nicht durch große Muskelmassen aus. Die sind alle eher normal bis drahtig gebaut. Erst an den Händen erkennt man meist den Beruf.

stay rude
braces

bitzone
28.08.09, 00:30
Warum sollte eine 15-Jährige, die harte Arbeit gewohnt ist, so etwas nicht schaffen?

Vollkommen korrekt.
Schon jüngere Mädchen weisen bisweilen eine bemerkenswerte Zähigkeit auf, die körperliche Nachteile - gleichaltrigen Jungs gegenüber - locker wett macht.
Und da wir es mit einer Protagonistin zu tun haben, die (vermutlich) nicht mittelmäßig, sondern herausragend sein dürfte, sehe ich gerade innerhalb einer Fantasy Geschichte kein Problem darin, diesbezügliche Sachverhalte schlüssig darzustellen.

Kurz zwischendurch: Solche Schriftsteller lob' ich mir.
Wenn mehr Schreiber solche Akribie an den Tag legten, wär' mir wohler.
Applaus.

Steffen


PS.
Wenn das Buch denn mal veröffentlicht ist, wäre ein Hinweis auf den Titel nett. ;)

M.Becker
28.08.09, 18:39
1. Ist es überhaupt realistisch für ein fünfzehnjähriges Mädchen, auch wenn es in einer Schmiede aufgewachsen und kräftig für ihr Alter ist, die Gesellenprüfung abzulegen?

2. Meine „Esse“ ist ein Essetisch aus Eisen und wird mit einem Blasbalg unter dem Tisch belüftet, und irgendwo sollte auch noch ein Hund Platz finden. Der hockt nämlich so gern unter der Esse. Geht das überhaupt, ohne dass er sich das Fell verbrennt? Und wie hoch ist so ein Essetisch üblicherweise? Hoch genug, dass sich auch ein Mensch drunter verstecken könnte?



Hallo!

Besuche mal die Seite www.roemischer-vicus.de unter der Rubrik Handwerk und Handel findest Du mich als Schmied.

Unter der Esse findest Du meinen Wolf, der sich da sehr sehr gerne aufhält!!!

Zu deinem kleinen Mädel kann ich Dir nur sagen, daß Kinderarbeit früher üblich war!!

Diese hatten die Aufgabe, die Buchenholzkohle kleinzuschlagen und kleinere Arbeiten zu verrichten.
Mit zuhnemendem Alter wurden die Arbeiten schwieriger und die Kraft stieg.
Ich bin auf dem Land und in einer Schmiede groß geworden und für mich ist die Geschichte plausiebel.
Wenn man das Lebensalter der Menschen im Mittelalter und der Antike betrachtet, dann MUSS es sogar so gewesen sein!!!!:ahaa:

U. Gerfin
28.08.09, 20:16
Die Seite "roemischer vicus" ist sehr schön.
Bild 3 der Schmiedeabteilung ist aber erklärungsbedürftig.
Man sieht, daß Du dort den linken Zeigefinger begradigst, nachdem der Daumen schon bearbeitet worden ist.
Dient das nur der Begradigung krummgeschaffter Finger, oder beabsichtigst Du auch eine gewisse Kaltverfestigung ?
Freundliche Grüße
Ulrich

Nimrais
28.08.09, 21:41
Man sieht, daß Du dort den linken Zeigefinger begradigst, nachdem der Daumen schon bearbeitet worden ist.
Dient das nur der Begradigung krummgeschaffter Finger, oder beabsichtigst Du auch eine gewisse Kaltverfestigung ?

Ulrich

Ja diese täuschung ist ech lustig ist mir jetzt(beim 4 mal auf der seite) erst aufgefallen... :staun:

M.Becker
28.08.09, 22:04
Die Seite "roemischer vicus" ist sehr schön.
Bild 3 der Schmiedeabteilung ist aber erklärungsbedürftig.
Man sieht, daß Du dort den linken Zeigefinger begradigst, nachdem der Daumen schon bearbeitet worden ist.
Dient das nur der Begradigung krummgeschaffter Finger, oder beabsichtigst Du auch eine gewisse Kaltverfestigung ?
Freundliche Grüße
Ulrich

Hallo Ulrich!

Du kennst doch das Sprichwort: Was nicht passt wird passend gemacht!

An diesem Tag waren es eben die Finger.:super:

gast
28.08.09, 22:49
M.Becker, schön dass du da bist:super:

Wir Interessieren uns für die gleichen Dinge. Das ist eine top Seite, in Römischer Vicus.
Gruss Bohr Rom.

M.Becker
28.08.09, 23:09
M.Becker, schön dass du da bist:super:

Wir Interessieren uns für die gleichen Dinge. Das ist eine top Seite, in Römischer Vicus.
Gruss Bohr Rom.

:confused: Kenne ich Dich aus dem Hobby?
Für welche Zeit interessierst Du dich?
Ausser Römer und Germane mache ich fast alles bis hin ins 14.Jhrd.n.Chr..

gast
29.08.09, 10:37
Nein wir kennen uns nicht persönlich.
Aber es freut mich dennoch, von dir hier im Forum zu hören, wenn auch nur Virtuell.
Ich organisiere gelegedlich Rennfeuertreffen hier in Luxemburg, zu unseren Keltenfestivals.
Mich interessiert die Zeit als wir hier noch Kelten waren, bis zum frühen Mittelalter, knapp vor Tausend ( Luxemburg wurde 963 gegründet)

Vieleicht treffen wir uns ja mal.

Gruss Bohr Rom.

http://www.messerforum.net/showthread.php?t=49576&highlight=Luxemburg

M.Becker
30.08.09, 09:15
Vielen Dank für das Lob.
Aber die Seite www.roemischer-vicus.de ist von Frank Wiesenberg, mit dem ich Überfangguß mache.

Ratz
07.03.10, 10:37
So, da bin ich wieder und möchte mich in aller Form für die längere Abwesenheit entschuldigen; der Grund ist eine 2-monatige Ausbildung für meinen Job, die sich leider zu einer 6-monatigen und durch und durch unerfreulichen Angelegenheit entwickelt und dafür gesorgt hat, dass ich dieses Projekt vorerst auf Eis legen musste.

@ bitzone:

PS. Wenn das Buch denn mal veröffentlicht ist, wäre ein Hinweis auf den Titel nett.
Wenn ich einen Verlag finde, gebe ich dir Bescheid! :-)

Status: Das Manuskript ist jetzt inhaltlich und stilistisch so fertig, wie ich es ohne fremde Hilfe machen kann. Umfang ca. 230 Normseiten (340.000 Zeichen inkl leer), wovon der reine, "technische" Schmiedeteil vielleicht 10-20 Seiten ausmacht.

Ich will ja keinen dazu nötigen, das gesamte Manuskript zu lesen (wie gesagt handelt es sich um Fantasy, und da bin ich in einem Messer-Forum wahrscheinlich nicht so ganz richtig), aber ich wäre dennoch sehr froh um Testleser zumindest für die paar eigentlichen "Schmiede"-Seiten. Wenn jemand Interesse hat, bitte ich ihn, mir seine E-Mail-Adresse als PN zu schicken. Vielen herzlichen Dank im Voraus, und nochmals danke für all die guten Tips und die freundliche Aufnahme hier!

gast
07.03.10, 20:24
Ok Ratz, Schicke sie mir, ich lese sie, wenn ich reinkritzeln darf.:cool:
Aber ich sags dir gleich, ich habe eine konkrete Idee wie sowas sein soll, weil ich mich stark für Geschichte interessiere, mit Schwerpunkt Schmieden/Siderurgie.


Ausserdem lese ich Bernard Cornwell:argw:

Also los
unsel

Bohr Romain
37, Rue belle vue
L-7516 Rollingen